— (20 —
Die Linie Bergsulza (Sorna) hat das StammgutTümpling niemals besessen. Sie hat daher — es liegt einegroße Genugthuung für dieses noch blühende Haus hierin — keinerleiSchuld an dessen Verlust im Jahre (78H, die Schuld trifft viel-mehr allein den verschwenderischen und charakterlosen Tarl Friedrichvon Tümpling a. d. H. Bosewitz (No. 20( des Stammbaums) aufPosewitz, Zöthen, Tümpling, Blösien, Wonnitz, Boblas, Neidschützund Meyhen, mit dessen unglücklichen Söhnen das Haus Posewitzim Jahre (322 erlosch (Bd. III).
Bergsulza blieb allerdings nur 92 Jahre im Besitz derFamilie, da Hans Oswald'sl. Enkel es erbtheilungshalber am23. Februar (690 an Hans Joachim von Raschau verkauften. Da-für aber blieb Sorna, welches ein Urenkel Hans Oswald's,Georg Wölfl., am 23. December (699 von Hans Erdmannvon Seydewitz kaufte und womit der Schwerpunkt seines Hausesnach Aursachsen (und in weiterer Folge nach Preußen) verlegtwurde, bis zum heutigen Tage, und zwar als Majorat, in derDescendenz von Hans Oswald I. —
Im Jahre (6(9, am (9. März, belehnte zu Altenburg derdamals 22 jährige älteste Sohn Herzog Friedrich Wilhelm's I.,Johann Philipp, zugleich in Vormundschaft seiner Brüder Friedrich,Johann Wilhelm und Friedrich Wilhelm II. (welcher Letztere da-mals erst (6 Jahre alt war), Hans Oswald mit Bergsulzaund Stöben.
Der Lehnbrief über „daß Forwerck vfn Berge vndt im FleckenSultza gelegen" (im Weimarischen Staatsarchiv, Lehnsakten überStadt und Bergsulza (60(— (670, Nr. (96) entspricht dem Inhaltvon Otto's Lehnbriefen cl. ä. Weimar 20. October (S98 und Alten-burg (0. März (603 (S. 37). Es geht auch aus ihm hervor,daß er fchon von Aurfürst Johann Georg I., welcher von (6(( —(6(3 die Vormundschaft über die Altenburgischen Prinzen geführthatte, mit Bergsulza belehnt worden war.