Erwerbungen sich so bedeutend vergrößert hatte, sowie der Wunsch,sich zu entlasten und seinen herangewachsenen Söhnen zugleich einegewiße Selbstständigkeit und ein Feld der Thätigkeit zu geben,veranlaßte Otto, nachdem er, wie wir gesehen, (59 ( seinem Sohneerster Ehe, Wolf Christoph, Leislau erblich und eigenthümlichübergeben hatte, Bergsulza (und wohl auch Stadt Sulza) um (600seinen beiden jüngsten Söhnen zweiter Ehe Hans Oswald undRudolf Albrecht einzuräumen. Oswald war damals, wie WolfChristoph zur Zeit der Übergabe von Leislau, 30 Jahre, Rudolf29 Jahre alt; Oswald vermählte sich bald darauf, am (9. Januar(602, in erster Ehe mit Anna Marie geb. von Vitzthum a. d. H.Apolda, Rudolf aber heirathete erst (6((, ein Zahr nach des Va-ters Tode, Catharina geb. von Gottfarth a. d. H. Buttelstedt.
Was Otto's zweiten Sohn (den ältesten Sohn seiner zweitenEhe mit Catharina von Bünau), Georg Otto, betrifft, so hatteOtto ihm, wie wir wissen, Posewitz übergeben. Nach dem 22. Sep-tember (603 (wo Georg Otto ungefähr 3H Jahre alt war) ver-mählte dieser sich mit Magdalene geb. von Aalb a. d. H. Stedten(bei Weimar). Die hierauf bezügliche, zu Büttstedt an jenemTage vollzogene, Abredung einer „freundlichen Ehelichen Heyrat"(„Tümpling'sche Lehen zu Stöben", (532— (629, von Weimarnach Meiningen abgegeben) bemerkt nämlich ausdrücklich, daßGeorg Otto „seiner lieben vertrauten" das Gut Posewitz, „wiedasselbe Ihme von seinem lieben Vater vbereignet", verschriebenund vermacht habe (Urkunden-Anhang 25).
Die von Aalb, ein thüringisches Geschlecht, sind nicht zu ver-wechseln mit den altmärkischen von Aalbe.
Zwei Jahre zuvor, am (6. September (60(, war Otto inSachen Georg Otto's in der fürstlichen Rathsstube zu Weimar mitdem gewesenen obersten Wagenmeister in Ungarn, Jeremias Rittervon Crailsheim, verabschiedet worden. Georg Otto war diesem„im vergangenen vngarischen zuge" 293 Reichsthaler schuldig ge-