und Stadt Sulza mit Julius von Dachröden auf Heiligenkreuzabgeschlossen. Dachröden hatte dies in der Voraussetzung gethan,Heiligenkreuz dafür verkaufen zu können. Nachdem diese sich nichterfüllt und ihm „andere Vngelegenheiten eingefallen", sah er sich ge-zwungen, um „dardurch mein versetzten adelichen Trew vnd Glaubenzu lösen, solch mein erkaust Guth Sultza in andere Wege zue be-geben". So schloß er zu Sulza am 28. ^suni mit Ottoeinen Gessionsvertrag dahin, daß dieser in seinen mit Denstedtverabredeten Kauf eintrat, wofür Otto ihm die dort stipulirtenlöoöt) sl. zahlte, und zwar 8000 fl. baar, ZZ00 fl. in Schuld-
* Nach der Geschichte der Familie von Dachröden, im Jahre ;sz? verfaßtvon Hans Magnus von Dachröden (ms. Asuss-I. tc>1. 149 der Aönigl. Bibliothekzn Berlin), und einer anderen daselbst befindlichen Handschrift (tot. 148) „NöthigeNachrichten wegen der hochadlichen Familie derer von Dachröden aus dein Archivzu Thal-Ebra" war Julius von Dachröden der Sohn Herdan's, zu Westgreußen,und der Enkel Christian'?, zu Ebeleben (f Z5^7). Julius' Gheim, Christoph,Deutschordens-Comthnr zu Rotenburg an der Tauber und daselbst in, Jahre
gestorben und begraben, hatte Heiligenkreuz und Schieben zu Ebelebenzugekauft, aber schon vor seinem Tode, wenigstens schon im Jahre ;5Z3, er-scheint sein Neffe Julius als auf Heiligenkreuz und Ebcleben gesessen, währendSchieben ihm wohl erst nach dem Tode des Vheims zufiel. Die Vermögens-verhältnisse von Julius waren trotzdem nicht günstig. Dazu kam, daß seineGemahlin Christine, Tochter des Bodo von Wilcke zu Wolckramshausen beiNordhausen, wie es später heißt, eine „wunderbahrliche Witbe" war, „welchedas ihrige und waß ihr die Rinder geben müssen, verbadet, daß also dieselbensich ihrer nichts sonderlich? zu trösten gehabt". Sie hatte vier Söhne und vierTöchter. Julius starb am Gktober ;6vs zu Jena, wurde aber zu Heiligenkrouzbegraben, ebenso wie von seinen Söhnen der erste, zweite und vierte, HansChristoph, Hans Heinrich und Georg Friedrich (;SZ6). Letzerer hinterließ zweiSöhne, Georg Rudolph und Caspar Friedrich, welche ;sss ihr Drittel an denErbgerichten zu Heiligenkreuz an Philipp Heinrich von Tümpling wiederkäuf-lich verkauften (von Philipp'? Witwe ;s?2 in dem Concurs der Dachröden de-finitiv erstanden); Hans Heinrich hinterließ einen Sohn, Julius Rudolph, undeine Tochter, Anna Christine (Schwarzlose von Halleben), mit welchen sichPhilipp'? Witwe ;s?Z zu Tümpling über eine Summe verglich, welche die Ge-schwister bei ihren vettern Georg Rudolph und Caspar Friedrich zu fordernhatten.
Übrigens besaß wohl schon Christoph v. Dachröden nur ein Drittel vonHeiligenkreuz, denn schon zu seiner Zeit erscheinen auch die von Draschwitz unddie von Rannewurff daselbst.