Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
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(wohl zu Camburg) verhängte. Am (3. Deeember veranlaßte sieaber den Schosser zu Dornburg, Otto,wiewol wir nun seinergröblichen vorbrechunge auch begangennenn vnnd geübten hoch-streflichenn freuel vnnd Mutwillens halber einnen bestendigenn vnndgewißenn grund habenn", aus der Verstrickung zu entlassen,weiler von der itzigen regirenden pestilentzischenn seuche wegen ein ab-scheu treget vnnd sich darsur entsetzen vnnd furchtenn thut". Ottosolle sich aber jeder Aeit,wann wir innen vber kurtz oder langwiederumb dareinfordern laßenn werden," wieder einstellen. Siewerde, da Otto sichgegen vnns zum Hochstenn entschuldigt, daser zu seiner itzigen Verstrickung keinne erhebliche vrsachenn gegebenhaben wiel", weitere Untersuchung anordnen und sie betrachte esals eine,sonder rhum zu melden», gotsfurchtige christliche" Pflicht,sich und die Ihrigen vor unrechter Gewalt zu schützen.

N)as hierauf erfolgt, sagen die Akten nicht mehr. Im Laufder 35 Jahre, welche Otto noch zu leben bestimmt war, begegnenwir dem Namen Abtlöbnitz nicht mehr. Wir hoffen, daß auchOtto schließlich sichjegen ihnen dermaßen nachbarlich vnndtfridlich erzeiget" oder hat erzeigen können, wie die Gemeinde esam 29. Juli (573 von seinem Vater rühmte.

Das letzte Jahrzehnt des (6. Jahrhunderts legte dadurch, daßOtto den ererbten Besitz, welchen er schon durch den Ankauf vonStäben und des prießnitzer Holzes vergrößert hatte, durch die Er-werbung der Rittergüter Leislau, Posewitz und Berg- und StadtSulza um ein Beträchtliches vermehrte, den Grund zur territo-rialen Blüthe des Geschlechtes. Otto ging dabei von derrichtigen Erkenntniß aus, daß Grundbesitz die wahre und ewigeQuelle der Bedeutung eines Geschlechtes ist, und so wenig er injüngeren Iahren Beweise von ruhiger Beurtheilung der Verhält-nisse gegeben, so sehr ist er in reiferem Alter planmäßig vor-gegangen, um seine Familie sicher zu fundiren, so daß er am3. Mai (60H in einem Schreiben an Herzog Johann von Weimar