— 57 —
den Erbgerichten zu Tümpling, Stöben, Wonnitz und Döbrichau,Geld- und Naturalzinsen (über deren Entstehung und Art vergl.Bd. I, 5. 60) in vielen Dörfern der Grafschaft Tamburg undendlich folgende Weinberge: ( Weinberg, der Radeberg, von5 Acker, und (0 Weinberge im Radeberge, „an densclbigenzcehen bergen den Nunden cymer vnd allis des das dorine wechstauch das Nunde teil", welche Otto's Großvater Hans, wie es imLehnbriefe von (483 heißt, schon von seinem Bater Ihan geerbthatte — im Lehnbriefe von (453 heißt es: „XXI flecke wyngartendavon der nunde eymer vnd sust von obßc vnd allen andern fruchtendie darinne erwachsen der nunde teil jerlichs gesellet" —, sodann5 Acker Weinwachs (Lehnbrief von (462), ( Weinberg von HansRiese (Rube), ( Weinberg im Radeberg von demselben, und einWeinberg „dabey", vom Erzpriester zu Trebra in den fahren(4?2—(483 gekauft. Endlich gehörten zu Tümpling, alle sechsvon Kloster pforta zu Lehn gehend, der große, von 3 Acker ((436),und der kleine Titzel ((4fl3), der große Berg, von (3 Acker, „freiesRittergut", ((436) und der ebenfalls im alten Bach bei Tümplinggelegene Acüllersberg (wohl derjenige, welchen Hans und Oswaldin den Iahren (4?2—(433 von Nikolaus Blüller gekauft hatten),der Hfitzborn und der Schorer, mit welchen sechs Weinbergen alsWannlchen Oswald (534 vom letzten Abt zu pforta belehnt wor-den war (Bd. I, S. 266).
Was die letzten sechs Weinberge betrifft, so war für Ottoein anderes Lehnverhältniß eingetreten. Nach dem Tode HerzogGeorg's hob nämlich sein Bruder, Herzog Heinrich, im Jahre (540das Kloster auf, in welchen: damals nur noch der Abt und(0 Alönche sich befanden. Von da an wurden also jene Tünip-ling'schen Berge Sächsische Lehen. (543 hatte darauf HerzogAkoritz, Heinrich's älterer Sohn, im Kloster und auf Grund desKlosterbesitzes die Klosterschule Pforta begründet, welche ihrer indem Stiftungsbriefe ausgesprochenen Bestimmung, daß „die christ-