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Fast anderthalb Jahre vergingen, bis die Sache zum Aus-trat kam. Zunächst war eine gütliche Beilegung des Streits ver-sucht und die Parteien deßhalb nach Weimar „inn die Herbergealhier tzum guldenn creutz" vor Veit von Sparrcnberg und Conradvon Wolfrainsdorf vorgeladen, „aber vber anngewandte fleißigebemuhunge nichts ausgerichtett worden". Daher verabschiedetenStatthalter und Räthe die Partheicn zu Weimar am 20. Septembers576 folgendermaßen:
Jede der vier Schwestern soll 2s2 fl. 7 gr. Trbgeld erhalten,welches bei verweigerter Annahme bei den: Rath von Jena depo-nirt werden sollte, Otto außerdem noch 50 fl., welche er noch andem Thegelde von 500 fl. zu fordern hatte, nebst einem halbenJahre Zinsen, s00 Thaler Hochzeitsgcld nebst Zinsen und dazuauch noch „auß vorordenunnge vorgenannt? testaments" s00 Gold-gulden zu goldenen Retten.
Pierauf verkauften nun im Zahre s580 die Bünau Schlöbenan Georg von Heßler. Tümpling und Warschall scheinen sie aberdennoch nicht so bald befriedigt zu haben, denn nach dem Abschiedvom 25. April s580 sollten die von ihnen gegen die Bünau geltendgemachten Forderungen „ihrer Weiber noch hindterstelligenn Ehe-und Unterhaltsgelts halbenn" von Neuem vor die Tommissariengebracht werden „damit diese Sache durch schleunige Wittel zuihrer Tndtschafst gebracht" würde.
Otto und Warschall erscheinen übrigens im Jahre s530 auchals Vormünder ihrer Schwägerinnen Barbara und Waria, wieauch Otto, zusammen mit Heinrich von Bünau auf Schieben, a. d. H.Auesnitz, Vormund der Söhne Heinrich'? d. Z. von Bünau zuSchinditz war.
Am 25. Juni s53H wurden Otto und Heinrich von Bünauauf Schieben mit den Brüdern Günther von Bünau zu Pahren,Rudolf zu Jena und Günther zu Alein-Gestewitz, als nächstenAgnaten von Schinditz, verabschiedet.