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Drakendorf, ihre eigenen sechs Ainder Hans von Tangel zu Flur-stedt bei Stadt-Sulza und Tunz von Meusebach zu Ottendorf beiRoda (statt Hans von Denstedt, welcher (55 ( abgelehnt hatte),und ihre zwei noch unmündigen Stieftöchter Wolf von Gottfarthzu Daasdorf bei Buttelstedt als Vormünder erhielten.
Was Wolf von Gottfarth betrifft, so hatte Agnes erst sichselbst denselben vom Herzoge zum Vormund ausgebeten. Derselbewar ihr auch als solcher bestätigt worden, allein in einem Schreibenvom (H. Nov. (Sonnabend nach Nartums) (55 ( — Urkunden-Anhang H — hatte er den Herzog gebeten, ihn mit dieserVormundschaft „gnediglichen vorschonen" zu wollen, „weil! mirOßwalts von Thumlinges Ainder ((. Ehe) gar sehr nahe der ge-sipp nach mit freundtschafft vorwantt vnd die Fraw gar nichts,"außerdem wolle er dem Herzoge nicht bergen, „das Oßwaltes vonThumlinges, dem gott gnade, elfter söhn (Otto) bei mir gewestvnd radt vnd beistandt gesucht als bei seinen: angeboren nahenfreunde vnd nur seiner sthieffmutter vngebörliches vornemen gegenim angezeigt, daruff ich im nach nieinen: vorstände darinnen ge-ratten vnd beistandt zugesaget."
Johann Friedrich der Mittlere ließ daher Agnes diesesSchreiben Gottfarth's sofort zugehen und trug ihr auf, einen andernVormund zu benennen; „wo es nun hierumb dermassenn gelegenn,daß ir mit euernn stiffkindernn irrungen hettet ... so könnet irbedenckenn, daß sepne bith vmb solcher vrsachenn willenn nicht vn-zimlich were."
Agnes fühlte sich durch dies alles gekränkt und schrieb ausTümpling am H. März (Freitag nach est» milli) des folgendenJahres dem Herzoge: . .. „vndt im: sonderheit mich arme witwezun: hefftigesten krenckett, das man meyner personn halben vndtdarumb als solle ich vngeburliches vornehmen? mich vleyßigennentschuldigunge vorwendenn will." Sie habe von der nahen Ver-wandtschaft Gottfarth's mit ihren Stiefkindern Nichts gewußt; der