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2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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I?

des Geistes bewirkt werden. Im Jahrs s3H8 weihten die dreiSöhne des unglücklichen Aurfürsten die in dem Paulinerkloster desDominikanerordens zunächst eingerichtete akademische Landesschuleein; die Wittenberger Bibliothek, welche bei der Eroberungder Stadt in die Hände Aarl's V. gefallen war, wurde dann vondiesem ausgeliefert und ebenfalls nach Jena gebracht. BictorinStrigel wurde als Professor der Theologie, Geschichte und Philo-sophie, Johann Stigcl als Professor der Beredsamkeit und Dicht-kunst nach Jena berufen.

Als Johann Friedrich f332 endlich aus der Gefangenschastzurückkehrte, wurde er am 2ch September von der Universität feier-lich begrüßt.Siehe, das ist Bruder Studium" sagte er beimAnblick so vieler Studenten zu dem neben ihm sitzenden JohannFriedrich den: Mittleren und Lucas Tranach. Die Erfüllung seinesWunsches, die Schule zur Universität erhoben zu sehen, sahen erstseine Söhne, aber er schon hatte das Universitätssiegel anfertigenlassen, welches ihn in der Aurkleidung mit dem Aurschwerte undder Umschrift darstellt: .lob. Aricl. I). (A, Drix Lux. DI. Dd^r.Tb. IVI. IVlis. (De: Dratiu Dux Luxcmiuo Dlootor DuudAraviusIllurinAiue IVlurollio IVlisuius) und mit der Legende: IVA uuspiosoepit doeere (?euu.

Erst unter Aaiser Ferdinand I., welcher den Protestanten ge-neigter war, erreichten die Herzöge die Aaiserliche Bestätigung derUniversität, welche, wie die Statuten ausdrücklich sagen, einzig undallein zur Erhaltung und Fortpflanzung der evangelisch-lutherischenAirche gegründet wurde. Sie sollte dieselben Rechte genießen wiedie Universitäten Leipzig, Bonn, Paris, Padua, pavia, Perugiaund Siena. Am 2. Februar f358 fand in der Stadtkirche diefeierliche Einweihung der ersten protestantischen Universität statt,worauf Johann Friedrich der Mittlere den Professoren und demStadtrathe auf den: Rathhause ein Gastmahl gab.

von Tümpling. II. 2