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Aus den schon angeführten Akten: „Otto von Tümpling ge-nießt ein geistliches Lehn etc.", in welchen sich vorstehendes Schreibenfindet, ersehen wir aber, daß Otto kurz zuvor, am (5. October(Donnerstag nach Dionysius), auf das Lehn („mein lehn zu Soltzaauffm Berge") zu Gunsten seines Vetters Georg von Molau, „mitaller Gerechtigkeit, wie ichs inne gehabt und gebraucht habe",verzichtet hatte. (Urkunden-Anhang 2.)
Diese Thatsache brach auch den Bewerbungen des Pfarrerszu Sulza, Johann Baptista, um die Pfründe Otto's für einenseiner Neffen die Spitze ab. Derselbe hatte sich zunächst hinterden Rath zu Stadt-Sulza gesteckt. Dieser hatte denn auch am(7. Februar (Dienstag nach Invooavit) (55 s an Johann Friedrichden Mittleren berichtet, daß einige Pfründen, „allhie zu Sultza imstiftt auf dem Berg" ledig wären und daß der Pfarrer den Herzogbitten wollte, „das dieselbigen denenn mochten gelaßenn werdenn,so darauf studirenn unnd etwas lernen kuntenn, dieweylenn dannobberurte pfründe zuvornn solche Leutt ynnen gehabtt und dennnutz davon genhomenn, die noch nye keynenn Buchstabenn ge-studirett habenn unnd der andern iugentt so woll tuglich zumstudirenn gewesenn nur ein vorhindernus gewesenn." Der Rathbat also den Herzog um Verleihung einer dieser Pfründen an einenNeffen des Pfarrers.
Dieser schreibt darauf selbst drei Tage später an den Herzogund bittet denselben um diejenige präbende, welche bis zu seinemTode vor sieben oder acht Iahren Philipp von Lobeda gehabthätte, seit welcher Zeit den Bauern, da sie nicht wüßten, an wener zu zahlen sei, der Zins „mit Unwillen" aufwüchse. Diese prä-bende brächte jährlich an baarem Gelds 8H2 alte Schock.
Der Herzog antwortete zwei Tage darauf dem Pfarrer unddem Raths zu Sulza, obwohl es seine Absicht gewesen, jene prä-bende zu den Schulen zu Sulza zu schlagen, so wolle er sie doch