Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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an den Schosser von Tamburg, vonr ((. August (Re^. sudvon Tünipling) heißt, hatte Otto am schönen siebenten MaitageJenenvor der Naumburg vff frier landtstraßen vberritten vnndohne alle gegebene vrsachenn" (so behauptete wenigstens der armeSteffan)gewalltthettiger weiß seine puchßen ahn ihme vnnd vffseinein haubt enntzwey geschlagenn, deßgleichcn sich hernacher mitganntz beschwerlichen drauworttenn kegen ihme hären vnd Vor-scheinen lassen."

Der Herzog trägt daher dem Schosser aus, Otto vorzuladen,ihm dies Alles vorzuhalten, ihmvnnsers ernnstes misfallenn" an-zuzeigen, die von ihm für den Fall, daß Otto's Schuld sich ausder Untersuchung herausstelle, verwirkten (00 Thalervnnachlessig"einzubringen und ihn zu veranlassen, mit Baier sich abzufindenund zu vergleichen. Auch solle Ottohinfurter bey vormeidungevnnser ernsten straffe unnd vnngnade kegenn ihme friedlich vnnddermaßenn erzeigen, damit ehr sich vber ihnen mit fugenn sernernicht zu beclagen habenn möge. Daran geschicht vnnsere mei-nunge."

Aus den drei hier angeführten Fällen können wir einenSchluß aus Otto's Temperament ziehen und wir begreifen, zumaler von (55 ((553 landesflüchtig fein mußte, daß Georg vonWeise zu Rastenberg (bei Büttstedt) ihm (Mein freuntlichen Dinstzuvor Trbar vnnd vhester besonder guther Freundt") unter dem28. October (Mittwoch am Tage Simonis st lluäae) (55 ( schrieb,er habe ihm wohl, auf Wunsch seines Vaters Oswald und seinesOheims Melchior von Treutz, das geistliche Lehn 8. llobunnis zuSulza überlassen, allein da er erfahren, daß er auf das Studiumgantz unbedacht" sei, und da das Lehn von seinen Vorsahrenzugottes ehre fundirt und bestellt ist worden" und er, als Hatron,darauf zu halten habe, daß esdazu gebraucht, darzu es bestelltist," so fordere er ihn auf, sich des Lehns fortan gänzlich zu ent-halten. . . .Bin euch sonsten zu dienen pheflissen."

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