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2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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sie lebte, durch die Lehnserben gereicht werden, welche das Leibgutaber auch durch eine Auszahlung von 600 Gulden sollten ablösenkönnen. Der Herzog hatte ihr dieserhalb Georg von Münch zuDöbritscheu und Christoph von Münch zu Würchhausen zu Vor-mündern gesetzt.

Oswald hinterließ also eine blühende Familie, freilich nurdrei Söhne, ohne daß sonst ein Agnat am Leben gewesenwäre. Ts war dasselbe Verhältniß, wie zwanzig Jahre zuvor.Allerdings war damals der dritte der lebenden männlichen Mit-glieder, Jakob, Mönch im Aloster Bürgel und der zweite der-selben, unser Otto, erst ein Jahr alt, während er jetzt gerade voll-jährig war. Seine Stiefbrüder waren aber kaum zwölf und neunJahre alt. Raum mündig geworden, im Jahre f560, starb Hanseines gewaltsamen Todes und ebenso starb Oswald jung undunverheirathet, so daß im Jahre s567 Otto mit seinem jungen erst-geborenen Sohne Wolf Christoph I. allein den Mannstamm vertrat.

Dazu kam, daß, nachdem Oswald kaum die Augen geschlossen,der Friede in seiner Familie auf lange Zeit gestört wurde durchdie Zwistigkeiten, welche sich bis zum Jahre f56Z zwischen Ottound seiner Stiefmutter abspielten. Diese werden letztere wohl auchveranlaßt haben, nicht in Tümpling zu bleiben; wenigstens er-scheint sie im Jahre fö60 als zu Naumburg wohnhaft, woselbstsie wohl auch gestorben sein wird. Sie lebte aber noch am f7. Julis563. Otto scheint nicht ohne Schuld an diesen Zwistigkeiten ge-wesen zu sein. So sehr er in späteren Iahren durch Umsicht undandere Eigenschaften sich auszeichnete, welche ihm ganz besondereVertrauensstellungen einbrachten und vermöge deren er seinem Ge-schlechte eine zweite Blüthezeit gab, die Blüthezeit des f5. Jahr-hunderts überragend durch Fundirung des Geschlechts auf stattlichenGrundbesitz, so wenig scheint er in seinen jüngeren Iahren Herrseiner Leidenschaften, besonders feines Jähzorns, geworden zu sein.

Zunächst hatte sein Vater dadurch für sein Studium sorgen