Druckschrift 
6 (1860) Urkunden der fränkischen Linie : 1398 - 1411
Entstehung
Seite
446
Einzelbild herunterladen
 

genösz nit weren, icht zu sprechen oder zu fordern heften, sal der cleger demangesprochnen folgen in das gerichte, da der angesprochen Inne geseszen,wonhafftig ist oder gehöret, dem dann der Amptman daselbs, oder die vonRotenburg, oder ir Amptman von iren wegen eins vnuerczogen rechten be-holffen sin sollen, als dicke des noit geschieht, ane geuerde. Auch von erbeswegen, das sal man vsztragen an solichen enden vnd Stetden, da dasselbe erbegefallen oder gelegen were, ob ez anders in geswornen gerichten ist; Weredes aber nit, So sal man das vsztragen off einen gemeinen vnd glichen zusatze,als vorgeschriben stet, ane geuerde. Es sal auch in zyt der egenanten Jarczaleietweder teil den andern teil mit dheinen andern gerichten, nach rechte nichtanlangen, nach zusprechen, dann als vorgeschriben stet, vnd sich damit diezyt vsz laszen benugen, doch mit sohehem vnderscheide, ez were dann, dasein parthye der andern, nachdem als vor geschriben stet, rechte geuerlich ver-czuge, als verre das kuntlich were; vnd wann das ist, so mag der, dem solichRecht also geuerlich verezogen ist, sin recht dann furbasz suchen vnd fordern,mit rechte nach siner notdurlft ane geuerde. Von Clostere vnd geistlicher lutewegen, die beiden teilen zügehoren, ob an die ymand zu sprechen hette, diesollent dem Rechten darumb nachgen, als gewonlich ist, vnd das vsztragen anden enden, da sie des billich usztragen sollen. Waz auch geistliche Sachen vonbeiden syten antriffet, das sal vor geistlichem Rechte vnd gerichte vszgetragenwerden, als billich ist, vnd sal des ein parthie von der andern vngehindert sinvnd bliben. Auch von beider parthien eigener lüte Ist berett, welches teils diefrauwe ist, ob der man sin nit were, so sollent auch die kinde desselben teilssin, vnd der Mutter nach folgen, als gewonlich ist, Es were dann, das die vonRotenburg das von lüten, die zu dem Riehe vnd in ire gerichte von des Richswegen von alter her gehöret han, mit erberer kuntschafft zubringen mochten,das a t oii denselben mannen die kynde auch dem manne folgen solten, ob dieffaüwe doch nit ire were; vnd \'on beider vorgenant parthien eigen lüten,die villi cht vnder der andern parthien sitzen, Ist berett, weliche dieselben lutemit dore vnd nagel beslieszen, oder off der eigen sie sitzen, sal man die den-selben bede, Sture vnd dinste laszen geben vnd tun, oder die zu yne nemenvnd abe laszen ziehen, als gewonlich ist. Es sal auch keine parthie dheinenvszman zu pfalburger nit'entpfahen, der off dem lannde sitze vnd doch desteiles in irer Stad burger sy, Dann hette einche parthie ymands also entpfan-gen, sollen sie den von stund zu yne In manen; Züge der dann nit Ine, sal mansich des dann vszern vnd iren herren laszen volgen, Also doch, das die, diealso bürgere worden weren, des gein iren herren vneingolten sin vnd blibenane geuerde. Es sal auch ein parthie keinen der andern parthien eigen man

44G