MONUMENTA Z< »LLERANA. Srktmitra-ltidj ZUR HERAUSGEGEBEN VON RUDOLPH FREIHERRN VON STILLFRIED UND D R. TRAUGOTT ALEROKER. SECHSTER BANI). Irtotnkn kr JFriinki5djcu finie. .1398— rt.l.l. BERLIN IN COMMISSION BEI ERNST & KORN (GROPIUS'SCHE BUCH- & KUNSTHANDLUNG) 1860. I. Innig ilhtnrl iTcrsdjicüt bic Ikldjmmg kr Dnrggrafen Johann III. mih Friedrich VI. |n liirnktg. 21. Februar 1398. Wir Wenczlaw von gotes gnaclen Römischer kunig, zu allen czeiten merer des Reichs vnd kunig zu Beheiin, Em bieten den hochgehornen Johansen ynd Fridric/ien, gebrudern, Burggrafen zu Nur einherg, vnsern lihen S wegern vnd forsten, vnser gnade vnd alles gute. Hochgehornen lihen Sweger vnd forsten, Wann Ir, durch vnfride vnd krige willen der lande, ewer forstentum vnd Burggrafschaft zu Nuremherg, mit iren herscheften, Landen vnd Luten, von vns, als einem Romischen kunig, zu dieser czeite leiplichen zu empfahen nicht komen moget, als billicli ist, als wir das selber wol vorsteen: Dauon, durch frunt- schaft vnd trewen willen, als wir vns zu euch genczlichen vorsehen vnd ouch an euch vormals langest erkant vnd erfunden haben, So haben wir euch, mit wolbedaehtem mute, gutem rate vnserr forsten, edeln vnd getrewen, erlawbt vnd gegunst, erlawben vnd gunnen in craft dicz briues vnd Romischer kunig- 1 icher inechte, von besundern vnsern gnaden, das Ir alle vnd igliche lelien, domite ewr Ritter vnd knechte vnd sust allermeniclich in ewrn landen gesessen belehend sind, denselben leihen vnd reichen, vnd nemlichen ouch den Baue in aller ewr herscheft vnd landen vber alle ewr gerichte lurbas vorleihen vnd des gebrawehen sollet vnd moget, in aller massen, rechten vnd weise, als ob Ir sulehe ewer forstentum vnd herschaft, mit landen vnd luten, als vorgeschriben stet, von vns, als einem Romischen konige, leiplichen empfangen bettet, Als lange, bis das wir mit gotes hülfe wider zu lande komen, do Ir ouch dann die egenanten ewr forstentum vnd herschaft, mit iren landen vnd luten, von vns leiplichen empfahen sollet, als billich ist, vnschedlich doch vns vnd dem Reiche vnd sust yderman an seinen rechten. Mit vrkunt dicz briues, vorsigelt 1 Bd. VI. 1 mit vnserrn angedrukten Insigel, Geben zu Luczemburg, noch Cristes geburt Dreyczenhundert Jare vnd doruach in dein Aclitvndnewnczigisten Jaren, an sant Petirs abende Stulfeyer, Ynserr Reiche des Behemischen in dem Fumfvnd- Dreyssigisten vnd des Römischen in dein CzweyvndCzweinczigisten Jaren. (Priginnl im lönigl. Iniristjjcn Icirijsnrrijinr. Vergl. Nr. XXIII. II. lie itsdjüfe mm Homberg ttnb (BirljstäM, •piljgraf Ettpredjt O., bic Burggrnfni |tt lünilmrg it. % in. tri intern itjr IMiiiss, jiir ^iifmijttjflltitiig bis m innig IhtijBl crrirJ]tctrn ICnubfricbriis. 2. März 1398. Wir Lamprecht von gotz gnaden Byschoff zu Babeinberg, Vnd von desselben gnaden Pridrich Byschoff' zu Eysteten, Ruprecht Pfaltzgraue bey Reyn vnd hertzog in Beyrn, Johans vnd fridrich Burggrauen zu Nüremberg , Johans vnd Albrecht Lantgrafen zum Lewternberg, Vnd wir die Burgermeister vnd Rete der Stete Nüremberg vnd Weissemburg, Bekennen vnd tun kunt olfenlichen mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen. Als der aller- durchlewchtigst fürste, vnser gnedigcr herre, her Wentzlawe Romischer künig, zu allen zeiten merer dez Reichs vnd künig zu Beheim, soliche grozze vnfride vnd Rawbrey, die langezeit in disen landen gewesen vnd noch sein, zewern, zevntersteen vnd guten fryde zemachen, mit vns vorgenanten fürsten, herren vnd Steten ordnunge vnd lantfride, der er mitsampt vns einlielliklichen vber- kumen ist,*) gesetzet, gemacht, vnd darüber seiner königlichen Maiestat brief geben hat, die von wort zu wort lawten also : „Wir Wentzlawe von gots gnaden Romischer künig, zu allen zeiten merer dez Reichs vnd künig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt olfenlichen mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, Daz wir angesehen vnd betrachtet haben soliche grozze vnfride, geprechen vnd rawbrey, die lang zeit in disen landen gewesen vnd noch sein, Vnd darumb, dieselben geprechen, vnfryde vnd Rawbrey zewern, ze vnder- steen vnd guten fryde zemachen, mit disen nachgeschriben vnsern vnd des Reiches forsten, herren vnd Steten dise hernachgeschriben ordnunge, stügk vnd artikel mit wolbedahtem nmte, gutem Rate vnd rechter wissen geordiniret, gesetzet vnd gemachet haben, vnd der mitsam.pt In einhelliklicheii vberein- kornen sein. Zum ersten, also: daz wir von vnsern vnd dez Reichs wegen, zu solichem fryde ze machen, an vnserer antzal funftzig mit glefen, funftzig schützen, ein grozz püchsen, pulfers, scherm vnd zewgs gnug darzu 011- geuerde leihen sullen vnd wollen on verziehen; Item der lioligeporn Ruprecht der Junger Pfaltzgraue bey Reyn vnd hertzog in Beim, vnser lieber 6heim vnd fürst, an seiner antzal funfzehen mit glefen, fünfzehen Schützen zu Rozze wol- gezewgt, ein püchsen, die eins Zentners swer schewsset, einen zentner pulfers, Zweintzig stein, drey Zimermann, drey Steinmitzen, scherm vnd zu dem allem gezewgs genug on geuerd; Item der Erwirdig Lamprecht Byschoff zu Babern- berg auch gleich alsuil; Item die hohgeporn Burggrauen zu Nuremberg an irer anzal auch gleich als vil, als der egenant Ruprecht; Item der Erwirdig fridricli Byscholf zu Eysteten Sechs mit glefen, sechs schützen, ein püchsen, die eins Zentners swer scliewzzet, einen zentner pulfers, zweintzig stein, zwen zimermann, zwen Steinmitzen, scherm vnd zewgs genug dar zu on geuerd; Itein der [hohgeborn Jojhans lantgraue zum Lewtemberg sechs mit gleuen vnd sechs Schützen; Item die von Nuremberg gleich alsuil, als der egenant Ruprecht; Item die von Rotemburg sechs mit glefen, sechs Schützen, ein püchsen, die eins Zentners swer schewzzt, einen zentner pulfers, zweintzig stein, zwen zimerman, zwen Steinmitzen, scherm vnd gezewgs gnug darzu on geuerde; Item die von Winsheim drey mit glefen, drey schützen, ein püchsen, die eins Zentners swer schewzzt, einen zentner pulfers, zweintzig stein, zwen zimerman, zwen steynmitzen, scherm vnd gezewgs gnug darzu on geuerd; Item die von Weissemburg drey mit glefen, drey schützen, zwen zimerman, zwen Steynmitzen; Item die von Sweynfurt vier mit glefen vnd vier schützen, zu solichem fride zemachen, leihen sullen. Item, Wer auch, daz wir In disem lande nicht gesein möchten, so sullen wir solieh Sachen einem Hawptinan beuelhen, der den egenanten fürsten, herren vnd Steten geleich sey, vnd hie awssen Im lande bey In beleihe, daz man wisse, wen man zemanen hab, Ynd der auch soliche dienst von vnsern vnd dez Reichs wegen tu, Ynd alle dingk vollfür, alz hie in disem brief geschriben stet. Item, Wer ez auch, daz der selb vnser hawptinann von der egenanten fürsten, herren vnd Stete wegen gemanet würde, für ein Sloz oder vesten zeziehen, In der masse, als hie begriffen ist, So sol er In Li den nehsten acht tagen nach der manung einen tag |be [scheiden an gelegen- liche stete, vnd sullen dann die egenanten fürsten vnd herren drey, vnd die egenanten Stete auch drey zu demselben vnserm hawptman kiesen vnd dargeben, vnd waz dann dieselben sechs vnd derselb vnser hawptman, oder der merer teyl vnter In, oberem werden von sohchs zieliens wegen, daz sol vnser Hawptmann tun vnd vollenden, alz hie in disem briel gescliriben stet. Item vnd ob suliclx obgeschriben volk dbeinerley sloz gewynnen wirdt, daz sol man von stad an zerprechen, vnd daz sol auch furpaz ewigklichen nymermer ge- pawet werden, Ynd sullen auch wir, noch der egenanten forsten, herren, oder Stete keyne dawider niht sein, noch tun in dhein weyse, ez rür von vns, oder In zelehen, oder nit, oder ez sey vnser, oder Ir offen hawse, oder nit. Item, waz man auch verlewmunter oder schedlicher lewte auf solichen slozzen, oder süst vindet, oder begreiffen wirdet, die sol vnser Hawptman von stad an Italien lassen, vnd sol auch dieselben sehedliehen lewte keynerley lride noch geleit, daz wo gegeben wer, oder gegeben würde, dafür helffen, noch furtragen in dhein weise. Item, wer auch einem kneht hat oder mer, der sol die verant- würten; Tut er daz niht, so sol man des Schadens zu Im warten vnd an Im zukuinen, alz ob er die getat selber getan liet. Item, Ob vns, denselben forsten, herren, oder Steten, von soliclier sacke wegen dheinerley vehe, oder veynt- schaft aufersteen würde, so sullen wir getrewliclien an einander bcliolffen sein, vnd vnser dheiner 011 den andern keinerley vol [wort], fride, richtigunge, noch teiding sunderlichen niht awfnemen in dhein weyse, aislange, biz daz solich saclt, veintschaft vnd vehe durch vns alle cinhclliklichen vnd gentzlich vnd gar abgetragen vnd hingelegt wirt. Item Ynd ob auch yemant von soliclier sache wegen der egenanten forsten, herren, oder Stete eynen, oder mer bekriegen [od]er [angre]iffen würde, so sol In der egenant vnser Hawptman aber einen gelegen tag bescheiden; vnd wez dann aber die egenanten Sechs vnd der egenant vnser Hawptman mit In, oder der mcrer teil vnter In, da vbereyn werden, wye man dem, den man also bekrieget vnd angreyffet, helffen sulle, da bey sol ez beleiben. Item, Ob ez geschehe, daz den egenanten forsten, herren, oder den Iren liilff npturft würde, So sol man In ein vart, vnd den egenanten Steten die andern vart helffen, ob sie darumb manen, oder In notürfftig ist. Item, ob die egenanten forsten, herren, oder Stete gemant vnd darumb ze veld ziehen wurden, wann sie dann drey tag ze veld gelegen hete, vnd belibe dann der mererteil vnter In awssen, so mag der mynner teil, der also ze velde gezogen wer, zu demselben mal wider heim ziehen, Ynd sol vnd mag Im auch daz an seinem gelubde vncllnsigel dheinen schaden bringen. Item, Wer ez auch sache, daz man für dheinerley sloz ziehen oder daz beiigen würd, vnd daz niht als- palden gewynnen möcht, wann es dann vnsern Hawptman vnd die egenanten sechs zeit dünken wirdt, oder daz merer teil vnter In, so sullen wir ein pastey, die egenanten forsten eyne vnd die egenanten Stet auch eine vor demselben slozz aufslahen vnd pawen lassen, vnd yeglichs teyl in seyner pastey zehen mit glefen vnd zehen schützen halten; Dewlit aber vnsern Hawptman vnd die 4 obgenanten sechs, oder den merern teil, daz er zu wenig volles an denselben dreissigen mit glefen vnd dreissig Schützen, oder an der obgenanten anzal volles hat, so mag er vnd dieselben Sechs, oder der merer teyl vnter In, daz mern nach marlezal, Darnach als dann die saeh gelegen vnd notürfftig ist, vnd wie [sie] daz dann da schicken vnd ordiniren werden, da bey so! ez beleiben, vnd sol In auch yedhehs teil mit seiner antzal gehorsam sein 011 vertziehen, vnd sol auch dasselb volle von demselben slozz niht leomen, noch ziehen als- lange, biz daz ez geobert vnd zerprochen wirt. Item auch haben wir, initsampt den egenanten forsten, herren vnd Steten, diso vorgeschriben ordnunge von vnsern vnd dez Reichs wegen gesetzt, geordiniret vnd gemacht, vnd sullen auch solich Sachen vnd züg vnser vnd dez Reichs sein, vnd alleding [ von vnser] vnd dez Reichs wegen geschehen, Vnd sol auch vnser hawptman vnser vnd dez Reichs panir füren. Item Auch sol dise Ordnung als verre raichen, als der egenanten forsten, herreil vnd stete lande geen, vnd als sie vormals im lantfride begriffen waren. Item Auch sol dise ordnunge wern von datum clitz briefs biz auf vnser frawen tag der Lichtme[sz schierst] kumt, vnd danach in vber ein gantz dar, vnschedlichen den egenanten forsten, herren vnd Steten an iren freyheiten, Doch also, daz dise vorbescliriben stügk vnd artikel die ege- nante zeit gentzlich vnd gar stet vnd krefftig beleiben vnd gehalten werden sullen on geuerde, Vnd gepieten auch allermenklichen, von Romischer kunigk- licher macht, das nye[mant] dawider sey in dhein weyse. Mit vrkünd ditz briefs, versigelt mit vnserm künigklichen Maiestat Insigel, Geben zu Nürein- berg, nach Crists gepurt drewzehenhundert iar vnd darnach in dem sibenvnd- newntzigsten iare, an sant Matheus abent, vnserre Reich dez Beheimischen in dem fünfvnddreizzigsten, vnd dez Römischen in dem zweivndzweintzigsten Jaren." Vnd als auch darnach der egenant vnser herre der Römische künig, von solichs frids vnd vnfrids wegen, mit vns geredt vnd vns bevolhen, ge- gunnet vnd erlawbt hat, alle vnd ieglich sacli, stügk, punt vnd artikel, die darüber in der vorgeschriben Ordnung begriffen sein vnd geschriben steen, ze mern, ze myndern, ze erlengern, ze kürtzen, ze lewtern vnd da von vnd darzu zesetzen, wie wir dez mit einander eynige vnd einhellikliehen zerate werden, Also sein wir darumb einhellikhchen vberkomen, ze rat worden, .vnd haben vns miteinander vereinet: Zum ersten, von der antzal wegen, die wir vnd vnser yeglich haben vnd darleihen sullen, sein wir zu rat worden, daz ein yeglicli fürst, herr vnd stat, an seiner anzal, spiezz, Schützen vnd lewte darleihen vnd haben sol dez Vierteils mer, dann in dem vorgenant vnsers herren des kunigs brief ist begriffen. Darnach von dez hawptmans wegen sein wir eing worden, daz der die Sechs, die wir zu Im kiesen vnd dargeben sullen, zu Im manen vnd vordem mag, ez sey vmb zug ze tun, oder vmb ander sach, warumb daz sey, daz die ainnunge vnd den lantfride antriff et, alsoft In daz noturfftig dunken wirdt, vnd [sollen] aucli dieselben sechs, die wir geben sulten zu dem hawptman, swern zu den heiligen, daz sie geleiche Richter vnd vrteiler sein on geuerde, vnd alsofft ir einer verkert würde, wer dann an sein stat gesetzt w[er]de, der sol yeder dez auch also swern, vnd mag auch der Hawptman wol Richten lassen vber verlewmunt vnd schedliche lewte, waz man der rindet oder begreyffet, ez sey auf Slozzen oder sust anderswo, wa daz ist. Darnach, als in dem egenant vnsers herren dez krmigs brief begriffen ist, ob wir gemant vnd ze veld ziehen würden, vnd belib dann der merer teil vnter vns awssen, daz dann der mynder teil, der also ze velde gezogen wer, zu dem selben mal wider heim ziehen müg, Vnd daz Im daz an seinem gelübde vnd Insigel keinen schaden bringen sülle, sein wir ze rate worden, daz dersclb artikel absein sol. vnd haben vns darumb miteinander ver- eynet, also: wenne vnd alsofft ez geschiht, daz der Hawptman mant vmb hilff vnd zuge, So sol ein yeglicli fürst, herre vnd stat sein anzal volks, alsuil ym dann aufgesetzt wirt, zu dem Hawptman scliiken auf den tag, als er dann gemant ist 011 geuerde; Wer ez aber, daz dhein furste, herre oder Stat sein oder Ir anzal zu dem Hawptman also niht schikten, welches anzal dann awssen belib, gar oder ein teil, oder so sie zu dem Hawptman komen wem, wider dannen riten, ee der zuge ende het, derselbe solt yeglieher, ez wer forsten, herre oder Stat, alsuil vnd an seiner oder irer antzal gepreche, dem Hawptman geben für yeden spiesze ye daz Monade zweintzig gülden, aislange der gepreche der anzal wert, vnd von demselben gelt, sol der Hawptmann bestellen ander spiesz, alsuil der awssen beliben, oder von Im getzogen wem, vnd mochte dieselben spiesze bestellen so er nehst mühte, vnd waz er die iieher bestellt, dann ye ein d[ez] monad vmb zweintzig gülden, so solt daz vbrig gelt gemaynem nutze vnd dem lantfride ze statten komen. Vnd ob auch o o o t/ daz wer, daz der Hawptman der spiesz gar oder ein teil niht bestellt, so solt der fürst, herre oder Stat, dez anzal gepreche, daz gelt dennoch alles richten vnd bezalen, vnd daz solt gemaynem nutze dez lantfrids, an kost vnd andern dingen, der man darzu bedarff, ze statten komen, Vnd darzu sol auch der Hawptman dieselben forsten, herren oder Stete, der anzal dann geprochen ist, zu Im betegen, vnd waz dann der hawptman vnd die sechs, die mit Im vber den lantfride gesetzt sein, oder der merer teil vnter In erkennen vnd sprechen, daz dieselben, ez sein forsten, herren oder stete, der anzal also geprochen ist, von solichs geprcchens vnd auch der vngeliorsainkeit wegen, leyden vnd tun süllen, daz sol ein yeglich, forste, herre vnd Stat vollfüren, halten vnd tun zu 6 dem g[el]t, daz sie von den spiessen geben sullen, als vor gescliriben vnd begriffen ist. Vnd vmb daz alles, als vor gescliriben stet von der anzal wegen, sol ein yeglicher furst[e, herre] vnd stat dem Hawptman gewisheit tun vnd gut bürgen vnd geysei setzen, die Im geloben sullen, wenn sie der hawptman dar- umb mane, daz sie dann mit ir selbs leiben einreyten vnd [leisten stillen, vnd awz den Steten, dahin sie. gemant werden, niht körnen aislange, biz dieselben fursten, herren oder Stete, der bürgen vnd geysei sie sind, daz vorgenant gelt alles von irer anzal spiesz, die dann geprochen ist, gerichtet vnd bezalet, vnd darzu alles daz volfüret, awsgericht vnd getan haben, daz In der Hawptman vnd die Sechs, oder der merer teil, zu demselben gelt darumb ze pen aufgelegt haben, gentzlich 011 geuerde. Wer auch, daz vns, oder vnser dheinem, ez wer furste, herre oder Stat, oder dem Hawptman widersatze würde, also [daz den] Hawptman vnd die sechs, die mit Im vber dise ordnunge vnd lantfryd gesetzt sein, dez notürft deweht, von waz oder wehcherley sache daz wer, so möchten sie 1 fursten, herren [vnd] Stete wol manen, daz sie sich inerten- vnd volle zu- schikten, oder daz volle myndern nach markzal, als in diser Ordnung vnd eynunge ist begriffen. Vnd wir s[ein] auch mit einander eynig worden, daz dise ordnunge, gesetze, lantfryde vnd eynunge, als vor vnd her nach gescliriben stet, wem, besteen beleiben, vnd von vns allen gehalten werden sullen biz auf sant [M]er[tinestag], der schierst leumpt, vnd nach demselben sant Merteins tag vber ein gantz iar, vnd darüber sol ez in allen stunken (sie!), punten vnd artikeln, alz in dem vorgenant vnsers herren dez ldinigs vnd auch in disem vnserm briefen ist begriffen, beleiben vnd besteen, vnd sein auch wir vmb soliehe ordnunge vnd lantfryde darzu mit einander eynig worden, [als | daz wer, daz yemanden vnter vns forsten, herren oder Steten, oder vnseru Rittern, knechten, lewten, oder dlieinen den vnsern, die In disem lantfride begriffen sind, zu frischer tat, mit iiam, Rawb, prant, oder vnrecht widersagen bescliedigt, angriffen oder beswert würde, darzu sol der Hawptman, alspald er dez gewar wirt, tun, vnd sullen auch die nehsteu, da die tat geschehen, nacheylen, alspald sie dez gewar oder ermant werden, vnd darzu tün, vnd daz aufrecht behalten, gleicher weyse, als ez ir eigen sache vnd gute wer. Wer auch, ob In disem lantfride vnd kreissen, als er begriffen ist, yemande angriffen, bescliedigt oder beswert würde, ez wer mit prant, Rawb, mort, name oder vnrecht widersagen, alspald ditz dem Hawptman zewissen getan, oder geklagt wirt, so sol er den Sechsen, die vber den lantfrid mit Im gesetzt sind, zesamen gepieten, vnd wie dann der Hawptman vnd die Sechs, oder der merer teyl vnter In, zerat werden, waz man dann darzu tun sulle, dabey sol ez beleiben. Wer auch vor disem lantfride beklagt wird et, wil der so Ii eher sache, darumb man In beklagt, beleihen bey dem hawptman vnd den Sechsen, die darüber gesetzt sind, so sol der anklager dez auch bey dem hawptman vnd den sechsen beleiben, also, daz die, oder der merer teil zu derselben sach bederteyl gewaltig sehr sullen on geuerd. Auch sullen wir vorgenante forsten, herren vnd Stete die vorgenant zeit wider einander niht sein, on ein frewntlich recht, vnd die aynunge vnd lantfride halten, als vorgeschriben ist. Wer auch, ob man cllieinerley Zuge oder hilff tet, so sol nyemant nihts anders nemen, dann zeitleich kost vnd futer, dez er die vart auf dem velde bedarff. also, daz er nihts heimfür, noch schik, hingeb, noch verkawffe; wer daz fherfür, daz wil man für einen rawb halten. Es sol auch nyemant dheinen aigen ritt nilit, werben, noch tun, daz er yemant angreiffen well; Tet ez aber yemant darvber, so sol er doch ligen auf dem seinen, vnd auf niemantz anders, vnd sol nyemant dheinen schaden damit zuziehen, oder man wil ez für einen Raup haben. Es sol auch nyemant auf keinen gleichen teyl niht werben, reiten, noch den nemen; wer daz tet, daz wil man für einen rawp haben. Es sol auch nyemant, futer pitten, dann eyn amptman, der mag in seinem Ampt wol pitten; wer ez aber darüber tut, daz sol man für einen rawpt haben. Wer ez auch, daz yemanden, vmb redlich geltschulde, die, die Im schuldig wem, angreiffen würd, der sol damit pfentlich gevarn vnd tun, als recht wer. Auch sullen alle der forsten, herren vnd Stet Sloz, die in clisem lantfrid begriffen sein, vmb soliche sach, die den lantfrid antreffen, dez Hawptmans offne Sloz sein, wo er der bedarff zu dez lantfrids notürfft; So mag auch der Hawptman yedem man, wen er zu Im vordert, von dez lantfrids wegen fride vnd geleyt geben. Ez sullen alle forsten, herren, Ir Amptlewte, Ritter vnd knecht, vnd die Rete oder Schepffen in den Steten vnd merckten, die in clisem lantfride gesezzen sein, swern zu den heiligen, clisen lantfrid ze halten getrewlichen on geuerde, Yncl sich mag auch nyemant verantwürten, noch man sol auch nyemanden helffen, er hab dann vor disen lantfride gesworn, Ynd man sol auch Richten vmb waz geschehen ist sider data dez vorgenant vnsers herren dez kunigs brief, der vber disen frid geben, vnd hirynnen begriffen ist. Man sol auch disen lantfrid niht erlengern, noch verkern, noch yemanden mer dar eyn nemen, wir tun ez dann alle einhelliklichen, awsgenomen der von Winsheim vnd von Sweynfart, darumb sullen die von Nuremberg gewalt haben Mezwischen vnd dem palmtag nu schierst, daz sie die wol dar eyn nemen vnd bringen mügen mit sulicher hilff vnd anzal, als vorgeschriben stet. Wer auch, daz wir einhelleklichen disen lantfrid erlengten, oder darynne iht merten oder mynderten, dabey sol ez beleiben vnd gehalten werden. Wir sein auch einig worden, ob dhein Müntzemeyster anders slüge, darin vnsers herren dez künigs vnd der fürsten vnd herren brief, die sie vber die Müntz geben haben, awsweysen, zu dem sol der Hawptman, oder wer sie ankumt richten, als zu Velschern, von recht; gleicherweyse, ob yemand pözz gelt in daz land oder in die Stete precht, den mag man daz gelt nemen, vnd zu dem vnd derselben Jeglichen auch richten, alz zu Velschern, vnd sol dieselben, noch solidi Müntzmeister dheinerley lride, freyung, noch geleit niht helffen, noch fürtragen. Auch sein wir miteinander zu rate worden Vmb die zolle, daz man die redlichen besetzen vnd legen sol an die stete, da sie vormals in dem lantfrid gelegen sein, Ez wer dann, daz ein teyl zolle nicht gelegenlieh wem, die sol man an gelegenlieh stete legen, Vnd sol von den zollen nemen alz vil, alz man vor genomen hat, vnd sol einem Hawptman ein genant gelt dauon geben, als man zu rate wirdt, Vnd waz daran überbleibt, daz sol gemaynem nütz vnd dem lantfride ze statten komen; AVer aber daz dar an icht zerünne, daz sol man dem Hauptman erfüllen, Also daz fürsten, herren vnd Stete daran geben stillen, yederman nach seiner markzal. Vnd wenn dise ordnunge, lantfride vnd aynung awsget, so stillen auch dann solich zoll alle absein vnd furbaz niht mer genomen werden. Aud [daz] ze vrkunde geben wir vorgenant fürsten vnd herren, vnd auch die Stete Nuremberg vnd AVeissemburg disem brief, versigelt mit vnsern anhangenden Insigeln, Der geben ist zu Nuremberg, am Samstag vor dem Suntag als man singet Reminiscere in der vasten, Nach Cristi gepurt Drewzehenhundert iar vnd in dem achtvndnewntzigsten Jare. (ffiriginnl im Sönigl. ^rmäsisdjcn Ufattanrdiiut. Sehr schadhaft; die unlesbaren Stellen sind aus einer vidimirten Copic ergänzt. Anh. das Bracken-Secret des Burggrafen Johann III. (siehe bei Nr. XC'IY!) und das hier abgebildete z weite Engel - Siegel Friedrichs YL ') Vergl. T. Y. Nr. CCCXCVIII. 2 Bd. V[. 9 *) Schnöäsenbach im I-Ierrschaftsger. Schwarzenberg. IV. I'cljnmifö Ijciiiridjs nun Bruckticrg iiiirr Mlninlinrbsminbcii rtr. 17. März 1398. Lcli Heinrich von Pruckperg Bekenne mit diesem Brieff, das ich von dem hochgebornen fürsten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, meinem gnedigen herren, empfangen han Meinhartswinden*) das weder vnd was dorczu gehört, vnd ein wisen bey weihenczelle gelegen, die Ottenpewnt genant, der vier tagwerck seindt, vnd zwey gütlein gelegen zu hadwarsdorff mit iren zugehorungen, die von im vnd der herschaft zulehen gendt vnd riirendt. zu vrkunde gib ich diesen brief, versigelt mit meinem anhangendem insigel, der geben ist zu Onolspach, am Suntag Letare inder vasten, Anno domini M° GCC" Nonagesimo Octauo. Original im liinitjl. iaitisdjtn licidjsarcljiuf. *) Mainhardswinden im Königl. Bairischen Landger. Anspach. fdinrctiirs ligumnb's tum ICcoiirnh über <#ri]iinhsrnbnri]. Ich Sigmunde von Leonrode Bekenne mit diesem brieff, Das ich von dem hochgeborn fursten vnd herren, herren Johansen Burggraffen zu Nuremberg, meinem genedigen herren, enpfahen han czü rechtem lehen die behawsunge zu Snoczembach *) mit aller zü gehorünge, als die Apel von Seckendorfs gehabt hat, vnd den czehenten vber das newdorfflein bey leonrode gelegen. Doch so sol die selbe behawsung Snoczembach der herschafft von Nüremberg vnd aller irer Erben vnd nachkiimen offenhaws sein zu allen Iren noten vnd krigen wider aller menicclich, nymandes auszgenomen, als offner hawsz recht ist ongeuerde; vnd sol auch dieselben behawsunge Snoczembach nymandes ver- seczen, verkauffen oder verkümern, derselbe habe dann meinem vorgenanten herrn die püntnüsse getan, die ich getan habe noch auszweiszung meines brieffs ongeuerde. vnd Des zü vrkund gib ich diesem briff, versigeit mit meinem anhangenden Insigel, der geben ist zu Onolczspach, am Sampstag vor dem Süntag Ociüi In der vasten, Anno dominiMillesimo Trecentesimo nonagesimo octauo. (ßcincitthndj 31tnrki|raf Jfricbrirji's I. non Brmibtnburg. 3filjaim III. Burggraf j\\ lürnlirrg utrkiljf kn idjcnkn tioiti Jfoiii (liiter gi Interliikrt, (Mteliiarf rtr. 20. März 1398. Wir Johanns von gotes gnaden Burgrafe zu Nuremberg, Bekennen mit disem briff, das wir rechte vnd redlichen vorlihen haben, vnd vorleihen auch in Graft dicz briffs vnsern liben getrewen Jorgen vnd Wilhelm Schencken vom Stein den zehenden zu Egbert, *) drew gut vnd drey seiden daselbst mit irer zugehorungen, ein gute zu Ebersdorff, einen hol' zu Codelndorff, zwey gutlein zu haszganck, vier gute zu SrnaJenbach vnd den zehenden daselbst, mit allen iren zugehorungen, eren, nuczen vnde Rechten, die von auis , von vnszer herschaften zu lehen gen \md rwren, also das sie Auel ir Erben vnd nachkomen dieselben gute furbasser Ewichchen von vns vnd von vnser herschafte zu einem rechten lehen nemen, haben vnd enpfahen sullen, als lehensrechte vnd gewon- heit ist, doch vns >vnd vnsern Erben an Kaisern lierscheften vnd lehenscheften vnscliedlichen vnd Jdem man an seinen Rechten vnengolten ongeuerde. vnd dez zu vrkunde geben Avir In disen briff, versigelten mit vnserm Anhangenden Insigel. gescliriben Amd geschehen zu Cadoltspurg, am mitwochen vor dem Suntag Judica in der vasten, Anno domini M° CCC. nonagesimo octauo. (ßtiginal im Sönigl. jßuirisdjrn Ikirljsnrrjjiuc. Anh. das hei Nr. XCIA 7 ". abgebildete Bracken - Secret des Burggrafen Johann III. Ebendas. der Lclinrcvers der Schenken vom Stein von demselben Dato. ") TJnterbibert, Götteidorf et c., alle im Landgericht Anspach. vi; Burggraf laljami uerltilit Hiimn ^intniauu JfririirirJj tinn iHulliiicrulianuni (iiitrr in nnh um Caiial|liurg. 20. März 1398. Wir Johannsz a'oil gotes gnaden Burggrafe zu Nuremberg, Bekennen offenlichen mit disem briff, claz wir angesehen haben suliche stete vnd getrewe dinst, die a T ns vnser Uber getrewer Fridrich a t oii Wolhnarshawser, vogt zu Cadoltspurg, ofte Auid dicke nutzlichen getan hat vnd noch furbas tun sol In 2* 11 künftigen zeyten, vnd haben Im vnd Elizabeten seiner hawsfrawen recht vnd redlichen verlihen, vnd leihen in auch in Craft ditz briffes, waz wir In von Rechtes wegen vnd von gnaden leihen sol len : mit namen den Hoff zu Cadolts- purg vor dem vorhof gelegen, der des Feimbachers gewesen ist, den zehenden zu stockheim, einen halben zehenden zu Smalnpuhel vnd einen hof zu Reychen- bach, ein gute zu dem Kamerforste vnd ein gute zu Adelmansdorf gelegen, mit allen iren zugehorungen, Eren, nutzen vnd Rechten, die von vns vnd vnser herschaft zulehen gen vnd Rwren, Also, daz sie vnd ir Erben vnd nachkomen diselben gute furbass ewichchen von vns vnd vnsrer herschaft zu einem rechten lehen haben, nemen vnd enpfahen sullen, als lehens rechte vnd gewonheit ist, doch vns vnd vnsern Erben an vnsern herscheften vnd lehenscheften vnsched- lichen vnd idem manne an seinen rechten vnengolten ongeuerde. des zu vrkunde (leben wir In disen briff mit vnserm anhangenden Insigel versigilt. geschehen zu Cadoltspurg, am Mitwochen vor dem Suntag Judica, Anno do- mini M. CEC. nonogesimo Octauo. dDritjinal im König!. Bniriatjitn leidjaarrjiiue, mit anli. Secretsiegel Burggraf Johann's, wie bei Nr. XCIV. Ebendaselbst der Lebnrevers Des von Wollmersliausen von gleichem Datum. VII. Sic Burggrafen Jotjann unb inckirfj oerarken, k as ü emanh sidj in dDnoljbadj niekrlassc, aljuc V\t dfencrn imb Baken kr dfak mitgitragen. 22. März 1398. Wir Johanns vnd Fridrich von gotes gnaden Burggrauen zu Nuremberg, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit diesem brief, das wir mit wolbedachtem mute, mit Rate vnsers Rates vnd durch merunge vnd pesserünge willen vnser Stat vnd der Purger zu Onolspach, die yetzund do sitzen oder kunfticlichen do sitzen werden, In die besunder gnade vnd gunst getan haben, vnd tun In auch die wissentlichen in Craft clits briefs, Also, das dieselben Bürger zu (hiolspach furbas mer ewichchen niemand aufnemen, halten oder behawsen sullen lassen inder Egenanten Stat, das in der Stewre vnd der Statrecht gelegen, Es sey dann, das der oder die in allen Sachen, ubelvndgut, mit der Stat leiden vnd vns vnd der herschaffe gehorsam sein wollen. Mit namen, was auch hewser weren, die wir zu leipgedinge verkauft hetten, die in die Stewre vnd Statrecht gehören, als palde die ledig werden, so sullen dieselben hewser auch mit der Stat furbas leyden vnd do bleiben, als vor geschriben stet vnd als von alter herkomen ist, vnschedlichen vns vnd der herschaft an allen vnsern rechten vnd gewonheiten. zu Vrkunde Geben wir diesen brief, versigelt mit vnsern anhangenden Insigeln, der geben ist zu Onolspach, am freytag noch dem Suntag Letare in der vasten, von Gotes geburt drewtze.henhundert Jar vnd dornach in dem Achtvndnewntzigistem Jare. (Original im Königl. lairädjm Scidjsanjiiuc. Anh. das Bracken -Siegel Burggral Johann s (s. hei Nr. XCIV) und das Wildemanns - Siegel Friedrichs VI. (s. hei Nr. CCXh.). VIII. 29. März 1398. Appel Fuchs gesessen zu Preykach bekennt, das Herre Johanns und Friclrich Burggrauen zu Nureinberg in vmb alle leistunge und ander sache, die sie im schuldig gewesen, bezalt haben. Datum feria VI. ante dorn. Palmarum, anno XCVIII. (Original im Kötiigl. Sairiadjm liridisnrdjiuf. IX. 1. April 1398. Hans von Mengersreut zu Obern Steinach gesessen bekennt, daz Jolians und Friclrich Burgrafen zu Nuremberg im für Andresen von Redwiez bezalt haben sechs und Sybenczig guidein und find* und Sechzig Schock minus funf- zehen Meyssner groschen, ye XXXV grosclien für ein guidein gerechnet. Datum Kulmna, am Montag nach palmarum, Anno etc. Nonagesimo octavo. (Originnl im Söitigl. Sairiarijcn Jtrirjjaardjinr. 13 X. 1. April 1398. Dietherieh von Malheim und Jost Holle, bürgere zu Collen, bekennen, daz her Hans Werbir zu Selsze inen bezalet hat hundert und siebin guldin Ry- nische, die inen Gr offe Hans Burggraffe zu Hurenberg schuldig war. Datum Anno Domini MCCC Nonagesimo octavo, feriaH post Palmarum. dDriginnl im Siinigl. Bnirisrljtn 2icirl]5nrr|jior. XI. 2. April 1398. Virich und Mertin v.on Waidenfels bekennen, daz die hohgeboren fürsten, herren Johanns und Friclrich Burgrafen zu Nuremberg, inen alle die schaden be- zalt haben, die sy in irem dienst vor Erfurt genommen, und als man denselben von Ertfurt ir gewant name und daz auf plassemberg trybe. Datum feria III. post dorn. Palmarum, Anno etc. XCYIII. ©riginnl im Siinigl. Sairisrijtn Iridjanrrijiuc. XII. pnnl nnn #djniEinsljanpt gclnlit, ihm littrggmffii Inlionn kn tljm tmfoÜEnkn pinpkrfsdjim €fjcil tum Sicgntfrlb jn lösin m geben. 3. April 1398. Ich Paulus von Sweinshewt, Bekenne olfenlich mit diesem brieff, für mich vnd mein Erben. Als der hochgebornen furste vnd Herre, Herr Johanns Burggraue zu Nuremberg, mein gnediger Herre, mir vnd meinen Erben bekant hat auf dem halben teile des halben teiles der vesten zu czigerfeltf) das waither von Puntzendorlf ynnen hat, mit aller ziigehorüngen, zu dorff vnd zuleide, Ob das zufalle kome, also daz derselbe Puntzendorffer on leipliche Erben abginge, daz ich vnd mein Erben dann denselben halben teil der halben vesten ynnen haben, nutzen vnd niessen sullen vnd mügen, noch vnserm pesten willen: Doch so hat der vorgenant mein gnediger Herre, sein Erben vnd noehkomen 14 vollen gewalt, vnd sullen a -nd mugen denselben halbenteil halber der vor- geschriben vesten zigenfelt vmb mich vnd mein Erben vmb ein so liehe summe vinb zAveiliundert guidein ledigen vnd losen, ob sie wollen, vnd Sol auch ich, noch mein Erben vns desselben halben teiles der vorgeschriben halben vesten nichts vnterczihen, noch vnterwinden, wir haben dann demselben vnserm gne- digen lrerren, seinen Erben vnd nachkomen sohche gelulxle a r nd verpunt.nii.sse getan vnd vnd vns gegen In verschriben vnd verbrieft haben, Als sich dann a 'ormals Albreclit Puntzendorffer seliger gegen Im vnd der Herschaft vcr- schriben, a 'erbrieflt a r nd Aerpunden bot.") Des zü Arrkunde gib ich für mich a r nd mein Erben diesen brief, a r ersigelt mit meinem anhangendem Insiegel, Der geben ist zü Piassemberg, am mitwoehen noch dem palmtag, a - oii got.es gehurt drewtzehenhundert Jar a 'nd vnd dornach in dem Acht a ik I Newnczigistem Jare. Original im Siinigl. JSairiaijjtn leidjsordiitit. ') Kiejm-Ziegenfeld im Königl. Bair. Landgericht. Weissmain. ") Vergl. T. V. Nr. XXXII. XIII. Snljann ttnft Jnckirlj, Bnrggrofcii )it Hiinilicrg, mnllrii unn Jotjnnn unn MotjEiiInlif W Burg IMnifrls kaufen. 15. April 1398. W ir Johans vnd Fridrich a-oji gutes gnaden Buregrafen zu Nuremberg vnd wir Johans von Hohenloch, Bekennen vnd tun kunt offenliehen mi t disein brife, daz wir vns vmb einen steten ewigen kauffe gutlichen vnd fruntlichen geeinet haben in (hafte diezs brifes vmb die purck pirckenfels, vnd vmb alle ir nuez, gute vnd zugehorunge, besuchet vnd vnbesuchet Amgeuerlichen, nichtes ausgenumen, alz dy Grocze Arnd Gerlach von Hohenloch seliger gedeehtnusz. vnser liber oheim, Amter vnd vetter, biz her bracht vnd auf vns vorgenanten a r on Hohenloch geerbet haben, Also daz wir vorgenanten Burcgrafe Johans vnd Brurcgrafe (sie!) Fridrich einen, a r nd Avir Johans von Hohenloch auch einen schidlichen man dorzu geben, die dann die egenante purck pirckenfels vnd alle dorffer, weyler, guter, holczer, weyer vnd alle ander zugehorunge bereiten, beschawenvnd sich vmb alle reute, feile, zinse, nueze vnd gulte eigentlichen erfaren sullen nach iren trewen, waz zu der purck gehöret, vnd waz dy gute an allen nuezen getragen mugen, daz sullen dieselben zwen nach gleichen 15 redlichen dingen anslahen vnd schaczen; wer aber, daz sich die zwen dorvmbe nicht geeinen mochten, So sein wir eines obmannes vbereine worden, des Edehi wolgeborn Berchtolden Grafen zu Hennberg, vnsers liben Oheimes, den wir vorgenanten bede teyle fruntlichen biten vnd In dorzu geben sullen, vnd waz dann dieselben drey oder der merer teile nach gleichen redlichen dingen vnd nach allen nuczen vnd zugehorungen einig werden, daz wir vorgenante Burcgrafe Jolians vnd Burcgrafe Fridrich dem vorgenanten von Hohenloch dor für geben sullen, dasselbe gelt sullen wir In vergewissen, verschreiben vnd ver- purgen, auf zyle vnd zeit zu bezalen, nach der zweyer oder dreyer erkennen, vnd dorauf so sol vns vorgenanten Buregrafen Jo/iansen vnd Buregrafen Fri- drichen vnser oheim von Hohenloch vorgenant einen redlichen kaufbrife vber die egenante purck pirckenfels vnd ir zugehorung geben A nter seinem Insigel, aber nach der vorgenanten zweyer oder dreyer erkennen. Wer aber, daz vnser vorgenanter Oheim von Hennberg darzu nicht komen weit oder mochte, So sullen wir vns vmb einen andern Obrnan einen vnd des vberein werden, alz des landes recht vnd gewonheit ist. Vnd des zu vrkunde vnd merer Sicherheit geben wir obgenante Buregrafen Johanse vnd fridricli vnd wir Jolians von Hohenloch disen vnsern offen brife mit vnsern anhangenden Insigeln versigelten , desselben Buregrafen Fridriches Insigel wir Burcgrafe Johanse zu disem male gebrauchen, alz vnsers eigen Insigels. Geschehen zu der Newen- statt. am Montag nach dem Suntag Quasimodogeniti, Anno domini M" CCC" nonogesimo octauo. (Trigiitnl im Sönigl. Jkiriärijtn icirjjsartjjint. mit anli. Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's VI. (s. bei Nr. ('( XL.). ") Birkenfels im Landgericht Anspach. Yergl. Nr. XL1. XIV lans im in sripuürt kn Inrggvafen jti lürnkrg Irfeljk nnb iiHsdjrrilit sidj iljiiui )it Diensten. 15. Mai 1398. Ich Hanns franeze Bekenne offennlicli mit disem brieffallen den, die In sehen oder hören lesen. Als ich in der Ilochgebornen forsten vnd herren, herren Johansz vnd herren fridrichs Burgrauen zu Nüremberg gefencknüsse bracht ward vnd komen bin, daz ich gütlichen dorümb mit In vnd allen den 16 iren auf ein vrfehe gericht vntl vertey dingt bin worden: Alzo, daz ich die pferdt, die derselben meiner herren Armenlewten genomen worden, dorumb ich In gefencknusse bracht wardt, vnuerczogenüclien richten vnd czalen sol au ff ein frist vnd vinb souil, als die ansprechen werden, dy die vorgenant mein gnedigen herren dorczu geben. Auch sullen, noch enwöllen Ich, mein vater vnd bruder vnd alle, die durch vnsern willen thun vnd lassen wollen wider dy vorgenant mein gnedigen herren, wider alle, die schulde, Rat oder tat an meiner fencknüsse haben, oder alle, die darvnter verdacht sein, vnd wider alle die iren fürbasz ewiclichen nymmermer gethun in dhein weisz 011 ein frewnt- lich recht ongeuerde; dasselbe recht wir nemen vnd sein stallen von Rittern vnd von knechten vor irem Rate, von Burgern vnd von Pawren an den Steten vnd in den gerichten, dorein sy gehören, vnd sullen dann die vor genant mein gnedigen herren mir oder den meinen desselben rechten beholffen schicken wenn vnd wie offt vns des not geschieht. Auch bin ich der vorgenanten meiner gnedigen herren getrewer dyener vnd hofgesind worden, vnd sol vnd wil thun, waz sie wollen, alz ich mit Worten vnterscheyden bin. Ues liab ich alles vorgenanter hansz francz zu den Heiligen mit aufgerekten fingern einen gelerten Eyde ge- sworen vnd zu halten, zu volfüren genezhehen, daz von mir ob 011 diesem brielf geschriben stet. Ynd zu merer sicherlieyt hon ich für die vrfehe, als vor ist geschriben, zu mir zu purgen geseezt die hernach geschriben, ob daz were, daz dheynerleye prücli in den obgescliriben artikeln gescheen, Alzo, daz daz nicht gehalten noch volfürt wurde, alz obgescliriben stet, So sullen sie mir als viendt sein, alz die obgenant meine herren, vnd noch mir stellen mit lleisse vnd doran sein, daz sie mich in der offtgenanten meiner herren gefencknusse bringen, wo vnd wie sie künnen oder mügen. So sendt dies die Burgen: Walther francz, mein vater, fridrich Motschiedler der Alte zu Rorein gesessen vnd frycze Motschiedler der Jungen zu niesten, vnd wir, dy yezgenanten Bürgen verpinden vns gen den Hochgeboren fürsten vnd herren, herren Johansz vnd herren Fridrich Burgrauen zu Nürmberg, vi k 1 geloben mit guten trewen, alles dez zu halten vnd dez zuuolfüren, daz von vns ob an disein brief geschriben stet. Zu vrkunde vnd warer bekentnusse haben wir vnser yeglicher sein Insigel zu des vorgenanten Hannsen franezen Insigel an disem brielf ge- henckt, vnd ich Walther franeze verpinde mich vnter dez obgenanten Hansen franezen, meins Sünes, Insigel, Her geben ist zu kulmach, am Mitwochen an vnsers herren aufferabent, von gotes geburt drewczelienhundert Jar vnd darnach in dem Achtvnclnewnczigisten Jare. cPcinctnbiidjcr ks Üßnrggrnftljnms Dürnberg. 3 Bd. VI. 17 ■r* . I XV 17. Mai 1398. Lewpolt von Seldeneck der Alte quittirt dem Buregrafen Fridrich zu Würmberg über 30 Gulden für ein Pferd, das er in dessen Diensten verlor. Gescliriben ze der Newenstat, am freytag nach dem heyligen auffertage, Anno XCYin. (©riginnl im Müttigl. Iniriadjcn Scirlisarrljiuf. XVI. 22. Mai 1398. Fritz Truchsesz und Heincz von Püchenbach quittiren den Burggrafen Johans und Fridrich zu Nuremberg über dreissig gülden, welche sie für in deren Diensten verlorene Hengste, Pferde und andere Sachen bezalt erhalten haben. Datum Cadolezburg, feria quarta ante festiun penthecostes, Anno etc. lxxxxvhl tgrigiiml im liinffi. laitisdjtii leirijsnrrjjiur. XVII. Hit Itirggraftn Inliiinn trab JFriebridj gl lürnlitrg Bximircn bic Intcrtlmnrii ks Ilosttrs IpiLkiDini unn iljrttn HCniibgrridjtf. 27. Mai 1398. Wir Johans und Fridrich von Gotcs Gnaden Buregrafen zu Nuremberg, bekennen und tun kunt olfenlich mit disem brief, daz Wir von besonder Gnade und Gunst wegen, die wir haben zu den Erbern und Unsern sunder lieben und andechtigen, dem Abt und der Samnunge gemeinclichen des Closters zu hails- prunne, mit wolbedachtem mute und mit Rat unsers Rates, In und iren armen lewten gemainchchen, die dem Closter zugehören, die besundern gnad und freyheit getan haben, und tun In auch die wissentlichen in Graft ditz briefs, das Niemandes sie für unser Landgerillt zu Nuremberg laden sol; und ob daz geschehe, das sie von iemandes geladen würden, und daz man uf si erfüllet 18 heimlichen oder offenlieh, das sol in dheinen Schaden bringen und weder craft noch maht haben on geverde. Darumb so gebieten und heissen wir euch, Lantrihter und Lantschreiber zu Nüremberg, di ietzund do sein oder die künf- ticleichen da werden, daz ir die egenanten von hailsprunne und ir arme leute bey solcher unserer Gnade und freihait beleihen lasset und auch niemant kain fürbot über sie gebet und über die iren Gerilltes nit gestattet, biz an unser oder unser eines widerruffen. und wenn wir oder unser einer das widerruffe, so sol disv gnad und freiheit gentzlich ab sein und kain craft noch maht nit mer haben in dhein weise, 011 alles geverde. Ynd des zu waren Urkund und merer Sicherheit geben wir vorgenante Buregrafen Johans und Buregraf Fridrich den egenanten von hailsprunn und iren armen Leuten disen unsern offenn brief, mit unsern anhangenden Insigeln versigelten; Der geben ist zu Oadoltzburl'c, am Montag in der Pfmgstwochen, nach Cristi unsers herren gehurt: Drewzehen- hundert dar und darnach in dem Acht und Nemitz ms ten Jaren. o (ßnpinlhad) bts Kloattra litilsbrann. XVIII. Äibcl - (Drbmuig Burggraf Inljanns III. }\\ liimtirrg. 30. Mai 1398. Wir Johanns von Gots gnaden Burggrafe zu Nurmberg, Bekennen offenn- lich mit dem brief, vnd tliun kuntli allen den, die In sehen, hören oder lesen, für amis , vnnser erben, wann solche recht Auid gewonhait haben vnnser zeidler vf AMinserm forste zu Göszler, als liernachgeschriben stet, nach des Reichs forsten recht, Als vnns dieselbigen vnser zeydler gesagt haben, Ynd durch vf- nemung viul besserung wegen vnser lainide vnnd lewten, haben wir solche recht gegeben, vnd geben auch mit kraft dits briefs Allen Ainisern zeydlern, die Iczundt ader zukiuiftighchen zeydelwaide haben, ader gewynnen In allen ainpten, Weyssenstat, Wunsidell, Hohenwergk, ldrchenlomits, Regnitzer Hof, Munchperg a nd Scliawenstein, I11 allen den weiden vnnd holtzern, die zu den vorgeschriben ainpten gehorn, dieselbigen Recht sie alle AMind Itzhcher be- sunder Also halden schullen, Als liernachgeschriben stet. Zum ersten Ist, das alle vorgeschriben zeydler ytzundt AMind auch kunftighehen alle Jare vf zwu zeit Ein gericht suchen zu der Weissenstat a r or einem forstmaister, des ersten alle Jare Äff den Mantag nach Quasiiiiodogeniti, den Suntag liehst nach dem 3* 19 heiligen Ostertag, vnd den Mantag Nach sannd Michelstag, vmb alle ver- hanndlung vnnd sach, die dy zeidelwayde beruren, vnnd Ist ein forstmaister ein Richtiger vber diesselbigenn sache, vnd besetzt das recht mit den zeydlern, vnd leset ausz In nemen vnd fordern die fursprechen. Item ein ydlicher Zeydler, der darzu geschworn hat, der hat macht zu pfenden, darumb was die zeydel- waid anrurt, So sein alle geeichtes feil lialp vnnser, vnd halb der zeydler. Item ein ytlicher zeydler, der ein zeydelwayd besteen wil, das sol er thun vor der vorgeschriben gericlit einem, das also mit dem forstmaister vnd den zeydlern besetzt ist, vnd soll der Zeydler recht vnd gewonhait zu den Heiligen schwern zu halden, Als Ir Recht hernachgeschriben steen, vnd wenn er das also besteen will, das sol er thun mit einem Schilling haller. Item wenn einer die zeydelwaid vfgeben will, das soll er thun vor dem gerieht einem mit einem Schilling haller, mit eynem saill, mit eynem sumer, mit einer pewthaken, mit zweyen yrnen vnd einem swarm. Item welcher zeydler der vorgeschriben geliebt eines oder sie pede versewmet vnnd daruf nicht kome, vnd den ehehaft not daran nicht hindert, der verfeilet zuydem gericht ein halb pfund haller, Er hab darvf zu schicken ader nicht; versaumbt er aber das dridt gerieht, das nach den zwayen schirst körnet, So hat derselbig verlorn alle sein zeidelwaid. Item alle zeydler Erben Ir zeydelwaid vf Ire kinder vnd mögen auch die verkauften, hingeben ader verschicken, wem sie wollen. Item wenn auch ein itheher, were der ist, ein zeidelbaid bestet für gericht, als obgeschriben stet, der mag In allen den weiden, die zu dem gericht gehören, nach des forstmaister Rat, lochen vnd wipfen, vnd die zeydelwaid arbaiten, allenthalben vngehindert vor allen zeydlern, doch also, das er venneyden soll alle Ii- pewten vnd verzeichet pawm; Sunderlichen so sol er kaynen pawm, an des forstmaisters wissenn, nicht lochen, noch wipfehi. Item, welcher zeydler sein zeydelwaid liesz vngearbait Jar vnnd tag, derselbigen mag sich ein forstmaister von vnnsern wegen vnderwinden vnd einem andern hinlassen. Item wer auch pyn hat vnder vns ausz den zeydelwayden, woe oder wer das sey, was sich von der pyn wegen verlief, darumb sol ein solcher das recht nemen vnd geben vor dem zeidcl Rechten. Item es sol kein zeydler ausz der zeydelwaid kein swarm tragen vnd In ander stock oder vasz fassen, die vsz der zeydelwayd wem; wer das vberfur, den mocht die Herschaft nach gnaden ader vngenaden straffen; So mag ein yder in die zeydelwaid swerm tragen vnd domit besetzen. Item wer ein Te nn en abriesz ader wegk trug, wer der were, der verfill vor einem yglichen XXX Schilling haller. Item wer ein pewtten ader wipfer nyder- fellet, der verfill fünf pfundt vnd V Schilling haller. Item wer ein pewten abstieg, der verfil auf vnd ab X IL Haller. Item wer ein besatzten ymen steigt vnd der nit darzu komet, der verfil LX U. Haller, vnd wer darzu ader doruber steigt, der ist verfallen der Herschaft leib vnnd gut. Item wer einen swarm In eines Iclichen zeydlers zeydelwaid vfliüg vnd hintrug, der verfill V W. vnd Y Schilling haller. Item wer ein beystall verhib ader feilet, der verfill A T U. Schilling. Item wer ein ligende pewtten vfhub an des forstmaisters wissen, der verteilt X U. haller. Item wer ein lynd.en ader ein salchen abliib, sie sein klayn adergrosz, der verfill X U. Haller. Item wer ein kepfter vfsetzet, der verfill von einem iclichen X U. Haller. Item wer einen ymen erprichtet, dem sol ge- scheenn, als einem kirchenpruchell. Item wenn ein swarm komet an das hew- holtz, der sol da pleiben; wer den hintrüge, der verfill X U. Haller. Item wer ein pawm nicht lochet, der nehst der dazu komet, der mag den fertigen vnnd nyssen, nach sehiem pesten. Item wenn ein forstknecht ymant an der waren that begriff, das er sein nit mocht glaugen, Item So haben wir vonn besundern gnaden gethan, das ein Itzlicher, die wipfer haben vnnd die nicht arbaiten, die- selbigen wipfer mögen ander arbaiten, on gehindert der, dye dye wipfer gemacht haben. Item so geben sie von einem ychchen Zeydler zu zinst, von ye zwaien ymen ein nosel honigs, vnd stet In das zu dem aid, das er den zinst also rechtlichen reichen soll. Item welcher zeydler solchen seinen Zinst nicht geb vnd den verhillt, vnd des hinderkomen wurd, der verfill der Herschaft In Ir gnad. Item welchs Jars ein Swarm gefasset wirt, davon desselbigen Jars geteilt nicht zinst, vnd darnach alle Jare, die pyn pringen frucht ader nicht, dieweill sie leben vnnd also ymen vnd besetzt sind, So gefeilt der zinst, den die zeydler gewynnen ader nicht. Ynd des alles zu gedechtnus, haben wir vnnser Innsigill an disenn briff lassen hanngen, der geben Ist zu plassemberg, Am donrstag In der heiligen pfingstwochen, Nach Christi vnsers Herrn gelmrt dreyzehenhundert vnnd In dem Acht vnnd Neunzigisten «Tarn. 'dransstimt in bem (ßtfmtinhndjc Harltgraf Slbrcdit Idjill's. XIX. 1. Juni 1398. Arnolt von Hirzperk, Amtmann zur Weissenstat, quittirt den Burggrafen von Nürinberg über Achtzig Reynisch Guidein, welche im Ditrich, Kastner zu Wunsidel, von wegen Derselben bezalt hat. Datum Sabbato post festum Penthecostes, anno LXXXXYIII. (Original im liinigl. lairisdjcn Scidjsardjinr. XX. 9. Juni 1398. Peter Fricke quittirt Burggraf Fridrich von Nuremberg über sechzelien gut guidein, für sein scheelen und pfercl, die er in seinem dienste genumen und verloren. Datum Gunczenhausen, dominica ante viti, anno LXXXXVIH. ©riginnl im lijnigl. JJoirisrijrn pJrnuiufialnrrijiur ;n Lamberti. XXL Ildckrkniifü liricf fos Itirnlicrgir Bürgers Jörn Ii %m\m\ fihtr rtn Binlliril kr $tabt Entti. 9. Juni 1398. Ich Jacob heslen, Burger zu Nuremberg, kenne (sie!) vnd tun kunt offen- lichen mit disem briefe, für mich vnd mein Erben. Als icli einen virteyl an der Stat vnd on dem ampte zu Rote gekauffet hab vmbe Franczen den Beheim, den selben teyle mir auch der hochgeborn fürste, mein gnediger herre, her Fridrich Burggrave zu Nürmberg, gelilien hat: So verren, wenn das ist vnd gesehyhet, das derselbe mein hirr (sie!), oder sein Erben dy egenant Stat vnd ampte widerkau Ifen wollen, so sol ich, oder mein erben in denselben virteyl zu losen geben, so sy das fordern vnd an mir begeren, vnd (sie!) Sechsthalb hundert gülden Reinisch angeuerde. vnd des zu vrkunde vnd gedechtnüsz gibe icli dem ege- nanten herren vnd seinen erben, für mich vnd mein erbeji, disen brief mit meinem anhangenden Insigel versigelten. Geschehen \ nd geschriben zu üa- dolczpurg, am Suntag nach Corporis Christi, Anno etc. LXXXXYIII". (Pemrinbiidjtr bes äJnrggrnftljnins lliirnbcrg. 22 XXII. Inrggnif Jriekidj fit lörnkrg, (®rnf Mttiig gl (Dttingcn nnb Jtiekid] tym gl Ifaiktk rntisdjcibrii giiisdjEii DJultlicr ixntr Irnnlb nun ifdtcnkii 24. Juni 1898. Wir Fridrich von gotes gnaden Burcgrofe zu Nuremberg, Ludwig Gräfe zu Otingen vnd Fridericli herre zu heidecke, Bekennen vnd tun kunt Offenlichen mit disem brile, daz wir geredt vnd geteidiget haben zwischen Waltheren von Seckendorl zu Stopffenheim auf einem, vnd Arnolden von Seckendorf von ineren auf dem andern teile, von irer bruche vnd zweiunge wegen, dy sie mit einander gehabt haben biz auf disen heutigen tag, Also, daz sy von beider seit aller irer bruche vmb alle verlauffen sache biz auf dise zeit, gutlichen berichtet sein vnd alle dy darunter sein verdacht angeuerde. des Ersten von der lehen vnd gute wegen, dy Sigmund von Seckendorf von joclisperg selig gelassen hat, dorvmbe sy Stossig sein vnd bruch haben, Scheiden wir, daz sy von derselben lehen vnd gute wegen körnen, sullen für dieselben lehenherrn, von den die gute zu lehen gen vnd Ruren, vnd sullen daselbest dieselben sache austragen mit rechte, vmb dy vormuntschaft, dorumb der egenante Arnold dem vorgenanten waltheren zusprichet, von Hansen von joclisperg, ires Bruderz, tocli- ter wegen, scheiden wir, daz der vorgenante Walther bey der fonnuntschaft beleiben vnd der egenant Arnold domit nichtes zu schaffen haben sol, doch dem egenanten Arnold an andern seinen rechten vnschedlichen. dornacli vmb daz Küchenmeister Ampte der herschaft zu Nuremberg, dor vmb sy brile haben, scheiden wir, daz der vorgenante Arnold dieselben brife legen sol hinter den Rate zu Weissenberg, yd ermanne zu seinem rechten, nach laute vnd sage der brife. Zu dem letzten scheiden wir von wegen der weide vnd brache zu Gun- doltzheim auf dem hannkamme, dorinnc sy beid enthalben gut haben, daz itweder teile sein vnd seiner armen lewte lihe treiben mage vnd sol auf dy gemeinen weide, vnd auf alle bracli angeuerd; vnd ob daz tihe entwederm teile zu schaden ginge, so mage ein teile den andern dorvmb pfenden vnd daz austragen, alz dez landez recht vnd dez dorffes gewonheit ist. vnd daz sy dise schidung stet gancz vnd vnuerbrochenhcheh halden, dez zu erkunde geben wir vorgenante Buregraf Fridrich von nuremberg, ludwig Gräfe zu Otingen vnd Fridrich herre zu Heideck disen Brife, versigelt vnter vnserm Buregrafen 23 Fridriches Insigel, clez wir vorgenante von Otingen vnd von Heid eck zu disem mal gebrauchen. Datum Guntzenhausen, die Johannis Baptiste, Anno etc. LXXXXVHI". (Original im liinigl. ®airiadjcn fflridjsardjiut, mit anli. Wildemaiins - Siegel des Burggrafen Friedrich VI. Vergl. T. V. Nr. CCCLXXU. u. T. A I. Nr. XL. XXIII. Httrmnlipr f iifsrljnii kr Inrggrüflidjcit Ilfiiljsklcliining. 10. Juli 1398. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer Kunig, zu allen czeiten merer des Reichs vnd Kunig zu Beheim, Bekennen olfenlichen mit diesem briue, das wir durch libe vnd fruntschaft vnd auch dinste vnd trewe willen, als vns die hochgeborn Johans vnd Fridreich Burggrafen zu Nuremberg, vnsere liben Sweger vnd forsten, williclichen getan haben, In mit wolbedachtem mute vnd rechter wissen gunnet haben, das sie Ire lehen, die sie von vns vnd dein Reiche haben, czwischen hie vnd Weynachten nicht emphahen durffen, sunder gunnen vnd leihen In den Bau in aller Irer herschaft, das sie in der egenanten czeit den forbas leilienvnd domit richten mögen, als recht ist, Also das In sulch verl-engnusse keinen schaden brengen solle oder möge in keinen Sachen an- O u geuere (sie!). Mit vrkunt ditz briues, vorsigelt mit vnserm aufgedrucktem Insigel, Geben zu Nuremberg, nach Cristes geburt dreyczenhundert Jare vnd dornoch in dem Achtvndneimczigistem Jaren, des Mitwochen vor sand Margreten tage, vnserr Reiche des Behemischen in dem Sechs vnd dreissigistem vnd des Romischen in dem clrey vnd zweinezigistem Jaren. (Original im Hiinigl. Inirisrijm Itirljsarrijint. Vergl. Nr. I. XXIV (26. Juli) 1398. Nickel Lorey quittirt über ezwainezig guldin, die im Wernlier Nirlliocz von syner herren der Burgraffen wegen bezalt hat, und dafür Friez von Wirs- perg ein bürge war. Geben unter des voitez Insygel zu waldenfels, anno domini XCA'III. *) (Original im Siitiigl. SSairisdjm ^rnoinfiolnrdiint ;n Skmbrrg. ") Das vollständige Datum ,,'26. Juli 1398" steht, von anderer Hand, auf der Rückseite. 24 xxv: Die ^folfgrafen bei Ejjtin cnfsdiriktt imisdjEii Burggraf Jnckirfj, als dfanptinnini brr (Einigung in Baimt iiiib irunkru, nnb ©enen nun llisiierg. 13. August 139S. Wir Ruprecht von gotes gnaden Pfalczgraue by Rine, des hihgen Römischen Richs Obirster druchsesse vnd Herczog in Beyern, Vnd wir Ludwig von denselben gnaden Pfalczgraue by Rine vnd Herczog in Beyern, Bekennen vnd dun kunt Offinbar mit disem briff. Sohche fyntschafft, zweyunge vnd spenne, als zwischen dem hochgebornen Fürsten, hern Friderich Buregrauen zu Nuren- berg, heuptmanne der eynunge zu Beyren vnd zu Francken, vnserm lieben Swager vnd Oheim, vnd allen den, die in derselben eynunge sint, allen iren helffern, yren dienern vnd den Iren vnd allen den, die darinne verdacht sint vnd der Sachen zu schaffen gehabt habent, off ein syte, vnd heinricli dem Absperger, Ritter, Hannsen vnd heinrichen sinen Sonen, allen yren helffern, yren dienern vnd den yren vnd allen den, die darinn verdacht sint vnd der Sachen zu schaffen gehabt haben off die ander syte gewest sint, vmb des willen, das dieselben Absperger wider den obgenanten vnsern Swager vnd Oheim Buregraue Friderich getan hatten, darvmb auch derselbe Burgraue Friderich mit der eynunge für das husze Reicheneck geezogen vnd das gewunen vnd zurbrochen hat, vnd beyde Partien derselben zwayunge an vns zwen gegangen sint, vnd vns auch ganeze vnd folle macht geben habent, sie darvmb zu entscheiden mit mynen oder mit eym fruntlichen rechten: Also entscheiden wir sie darvmb mit der mynne, das von desselben liuszes Richenecke vnd von alles schaden wegen, der sich von beyden Partien da zwischen verblüffen hat bis off disen tag datum disz briffs, ein gancz luter Sune vnd verzige sin sol one alle geuerde, vnd sollen auch alle gefangen, die von der sache wegen gefangen sint, von beden syten off ein siechte vrffe ledig vnd lose sin, vnd sollent auch alle brantschatzunge, sehatzunge vnd gedynge, die nit geben vnd gefallen sint bis off disen tag datum disz briffs, abc sin vnd die schulden vnd Burgen darvmb ledig vnd losz sin one alle geuerde. Auch als die obgenanten Absperger wider den Erwirdigen in got vatter, hern Friderich Bischoff zu Eysteten, besunder getan hatten vnd er vnd sie auch in vorgeschribener masze mynne vnd rechte an vns zwen obgenanten Idertzogen gestalt haben, des sprechen wir auch zu der mynne, das darvmb 4 Bd. VI. 25 ein gancze Sune vnd ein luter verczig sin sal one alle geuerde, vnd sollent die obgenanten heinrich Absperger, Ritter, Hanns vnd Heinrich sin Söne dem vorgenanten hern Friderich Bischoff zu eysteten ein male dienen mit zehen mit gleuen zwenczig meylen von Aysteten, wann vnd zu weliclier zyte er sie darvmb ermanet In diser nester Jars frist nach datum disz briffs one alle geuerde, off desselben hern Friderichs Bischoffs zu Eysteten kosten vnd schaden; doch ob sie an demselben ryte schaden nemen würden, das sie darvmb zwen vsz des obgenanten hern Friderichs Bischoffs zu Aysteten Reten nemen sullen, vnd was die erkennen, das er yn für denselben schaden tun sulle, das sal er yn tun vnd darvber sollent sie yn auch nit ferrer drengen one geuerde. Vnd des zu vrkunt so han wir Herczog Ruprecht vnd wir Ilerczog Ludwig obgenante vnser iglicher sin eigen Ingesigele an disen briff dun hencken. vnd ich Heinrich Absperger, Ritter, vnd wir Hanns vnd Heinrich sin sone obgenant, Bekennen auch offinbar In disem briff, für vns vnd alle vnser erben, das wir alle vnd iglich vorgeschriben stucke, Puntc vnd Artickele alleczyte stete, feste vnd vn- uerbrochenlichen halten sullen vnd wollen one alle geuerde, als wir das auch alles globt vnd mit vfgerackten fingern vnd gelerten worten leiblich zu den heiligen gesworn han, vnd han des auch zu vrkunde vnd groszer Sicherheit vnser iglicher sin eigen Ingesigele by der obgenanten vnserr gnedigen herren Ingesigele an disen briff dun hencken, der geben ist zu Amberg, offdendinstag für vnser frauwen tag Assumptio zu lathie, Anno domini Millesimo trecentesimo Nonagesimo Octauo. (©rifltnnl im Jsiiitigl. Bnirisdjcn ©cidjsnrrljtnc. XXVI. (ßthEnirklüning Ipiiindj's nnn itmkfrg k. 3. gEgEn Ittrggraf Iriekid]. 13. August 1398. Ich Heinrich von Abtsperg der Junge zu Ronnburg, bekenne vnd tün kunt offenbare mit disem briefe. alz man mich beschuldiget, das ich dem Hochgeboren forsten vnd herren, hern Fridrichen Burgrauen zu Nuerenberg an seinen gelimpfe soll gerett vnd geschriben haben, dez habe ich also nicht ge- meynt vnd weis von Im anders nicht zu sagen, dann alz von einem frömen forsten vnd das seinen eren wol anstet. Hette ich aber von Im yechts gerett 26 oder geschähen, das wider seinen geliinpffe were, doran hette ich im vnrecht getan. Ynd des zu vrkünde vnd geczewcknüsse gibe ich obgenanter Heinrich disen brief, versigelt mit meinem anhangendem Insigel, der geben ist zu Arnberg, am dynstag vor vnserfrawentage Assumpcionis, von gotes geburt drew- czehenhundert iare vnd in dem Aclitvndnewnczigistem Jare. Ins einem im 2t. -Bairisrljett Stidjsnrrljiuc btfittblidjttt Sibimns brs iäbts unn |>t. (ßgibieit jn Dürnberg, d. d. J6. Siipst 1398. XXVII. Jktidj Äarsdjail unk tenssm ocrsölincii sidj, nodj kr (ßiniialjuit unn Ifarisfclk, mit Burggraf Jnikidj, als Icidjstjattfitmann kr (Billigung in jf ranken. 2. September 1398. Ich Sytich Marschalk, Wilhelm von Sternberg, Ewalt von Hattenbach, Heinrich vom Rode vnd Heinrich von Greymeltzhausen, die Erbergen, vnd die hernachgeschriben Hans füchs, Hans dynekel, Heinitz Völker, Heinrich weyssenprvnne, Heinrich Pyrendorff, lieintz koch, Heintz Sneyder, Tylle Lillgenberg, Hans freybot, Stefan Marttersteck, Heintz Adlunck, Püchssen- meyster, Engelhart Puechencklinge vnd Hans Pueclienklinge, gebrüder, Contz Ruedolff, Burckhart Czilfelder, Hans koch, Hans von Pachrabe, Contz Rosen- laclier, Hans Harttung, Ott weinstock, Heintz Plenieher, Contz Hellgrabe, Orttwein Tanbacher, Heintz von Suel, Herman Jan, Conrad krebsse vnd Endres Drescher, Bekennen vnd tun kiuit olfenlichen mit clisem brief, für vns vnd vnser erben. Als der Hochgeboren forste vnd herre, her fridrich Burgraue zu Nueren- berg, Als ein Haubtman von des Heiligen Romischen Reichs wegen vber die eynung mit der Erwirdigen vnd Hochgeboren forsten vnd herren, hern Lamp- prechten zu Bamberg, hern fridrichen zu Eystet Byschölf, hern Ruepprechten pfalczgraue bey Reyn vnd herezog I11 Beyern, herr Conrat herre zu weinsperg, her woreziboy von Swinar vnd ander herren, Ritter vnd kneclit In dem lande zu francken vnd an der Pawnach gesessen, die mit einander In Eynung vnd in dez vorgenanten herren Burgrauen friclrichs dienst vnd hilffe seinde, vnd die Erbern vnd weisen die von Nuerenberg vnd von weyssenburg, die mit Im in eynung sein, hilffe vnd dienste, für mich obgenanten Sytichen vnd karln meinen bruder geezogen ist, vnd vnser haws Marisfelt angewunnen vnd zebrochen hat, 4* 27 vnd dorumb süllen wir alle obgenant von der selben, noch von dheiner vergangen oder zukünlFtigen Sachen wegen mit dem Allerdurehlewhtigisten Fürsten vnd herren, hern Wenczlaw Römischen kunige, zu allen zeiten merer dez Reichs vnd lcünige zu Beheiin, vnserin genedigen herren, seinen landen, lewten, Steten vnd allen seinem vntertönen vnd den vorgenanten Fürsten, herren, Rittern, knechten vnd Steten, ^nd mit namen allen iren vnderton genczlichen vnd gare bericht vnd geeynet sein, Also das wir alle vnd vnser yeglicher besunder, noch yemancz von von (sie!) vnsern wegen wider die vorgenanten Fürsten, herren, Ritter vnd knechte, Stete vnd die iren lande vnd lewte, die in der eynung seinde, vnd mit namen wider hern Berchtolden Grauen zu Hennberg vnd die seinen, der auch in Eynung mit vns ist, nymmermer gesein, getun, noch daz geanden, geeFern, noch gerechen süllen mit wortten, noch mit wercken, noch schalFen getan heimlich oder öfFenlichen in dheinerley weis 011 allez geuerde, dann mit einem frewntlichen rechten, so wir dez bedürffen, vnd das süllen wir auch von in vordem vnd nemen an den Steten vnd in den gerichten, do ein yeglicher in gesessen ist, vnd do sye das billichen vnd möglichen tun süllen ongeuerde. Ynd wir obgenante alle vnd vnser yeglicher besunder haben allez das mit hantgebenden trewen gelobt vnd zu got vnd den heiligen gelert eyde mit aufFgereckten vingern geswören, alles daz getrew- lichen stet gancz vnd vnczebrochenlichen zu halten vnd zu volFüren, das von vns allen an clisem briet* geschriben stet 011 allez geuerde. Ynd dez zu vrkünde geben wir, die vorgenanten alle den vorgenanten Fürsten, herren, Rittern, knechten vnd Steten disen briet* versigelt mit vnsern vorgenanter Stich (sie!) Marschall« vnd Willielm von Sternberg Anhangenden Insigeln, die sie durch vnser vleissigen bete willen doran gehangen haben, der wir zu disem male gebrauchen, als vnsre eygne Insigel, vnd verbinden vns auch dorvnder, allez das stet ganeze vnd vnczebrödienlichen ze halten vnd zu volFueren, das oben von vns geschriben stet, 011 alle argeliste getrewlichen on allez geuerde. Geben vor Marisfelt, am Montag nach sand Egidien tag, von Cristi geburt drew- czehenhundert iare vnd in dem Ahtvndnewnczigistem Jare. ißrigiual im Königl. Sattisdjui ütirijsnrrijinr. Vergl. Nr. LXVIII. 28 XXVIII. jFrirörid] draf }\\ 3|cnnrbcrg tritt km JtänkisdjBtt l'nnkrirkii bei. 2. September 1398. Wir Fridrich Graue zu Hennberg, Bekennen vnd tun kunt offenliclien mit disem briete, das wir mit rate vnd wolbedaclitem mute, vnd durch Schutzes vnd schirmes willen, vns frewntlichen geeynet haben, einen vnd verbinden vns auch in kraft ditz briefs mit dem Allerdurchlewhtigistem fürsten, viiserm gene- digen herren dem Römischen künige, mit den Erwirdigen vnd Hochgeboren fürsten vnd herren, hern Lamprechten zu Bamberg, hern fridrichen zu Eystet, Bischöffe, Hern Rupprehten Pfalczgrauen bey Rein vnd Herczoge In Beyern, her Walthesar lantgrauen zu Dueringen vnd Margraue zu Meihssen, her fridrichen seinen süii, hern Joliansen vnd hern fridrichen Burgrauen zu Nuerenberg. Conraten herren zu Weinsperg, hern Worcziboy von Swinar, vnd mit Rittern vnd laiechten, die zu francken In dem lande vnd an der Pawnach gesessen vnd mit einander in Eynunge seinde, vnd mit den Erbern vnd weySen den von Nuerenberg vnd weyssenburg, das wir in mit allen vnsern Slossen, landen vnd lewten, nach allem vnserin vermügen, 011 argelist wider allermeniclichen, nyemant ausgenomen, hie diseyt des Meines bis in die puechen getrewlichen beholffen sein sullen, auff vnser selbs koste vnd Scheden, vnd wellen, wider alle Rawberey vnd angriffe vnd wider alle die, die sie hausen, holen, behelffen, essen oder trencken, vnd was sie yeezunde kriege haben oder lürbaz gewinnen, In wellicherley weis daz geschehe ongeuerde. vnd zu dem obgenanten ge- scheffte, kryege vnd Sachen allen sullen sye vnser hilffe haben, als vor- geschriben stet, vnd in auch alle vnsre Slos offen sein, wann vnd wiedicke sie dez bedürften vnd not geschieht on allez geuerde. Vnd des zu vrkünde geben wir obgenanter von Hennberg den vorgenanten forsten, herren, Rittern, knechten vnd Steten disen brief versigelt mit vnserm Anhangenden Insigel, der geben ist vor Marisfeld, am Montag nach sand Egidientag, von Cristi gehurt drewezehenhundert iare vnd in dem Achtvndnewnczigistein Jare. dDriginol im liinigl. lairiatjjcn ilcirjjsnrrjjiuc. 29 #r* XXIX. Ittrggraf Jrickidj |ti liirntiErg, Ifanptniann ks Honigs, nnb bic jFriinkisdjni Innitrsgrnnsscn, nrljnifii k\\ (trafen jFricbridj pi Iffimchcrg in itp (Einigung,auf. 3. September 1398. Wir Friderich von Gotes Gnaden Burggraue zu Nurenberg, lleubtmann vnszers Herren des Römischen Kuniges, vnd wir von denselben Gnaden Lain- precht Bisclioff zu Bamberg, Fridericli Bisclihoff zu Eistet, Ruprecht Phfalz- graue by Rein vnd Herzog in Beyern, Balthasar Lantgraue in Duringen vnd Marggraue zu Miszen, Friderich sin Sun, Johanns Burggraue zu Harenberg, Cunrat Herre zu Winspurg, Warsibon von Swinar vnd Borr, die Ritter vnd Knecht, die zu Francken in dem Lande vnd in der Banach geseszen vnd mit einander in Einung sin, vnd wir, die Bürger zu Nürenberg vnd von Wisenburg, bekennen offinlich an disem Briff allen den, die in sehen, hören oder lesin. als sich der Edel Friederich Graue zu Henneberg mit vns geeint vnd sich ver- schriben hat zu helfen vnd den volgen sol, als wir des sin Brif haben: dorumb so gereden wir obgenannter Friderich Burggraue, FJeubtmann, vnd wir ob- genannte Fürsten, Herren, Ritter, Knecht vnd Stet, den obgenannten Graue Friderich, sin Land vnd Lute getreulich zu Heiifen, zu schützen vnd zu schirmen gein allcrmcnclich, die In von diser Einunge wegen vorvnrechten oder wider Recht rauben wolden, oder Vehde davon hette oder gewunne, von dem Meyne bisz in die Puchen, on allez Geverde vnd Argelist. Auch sullen vnd wullen wir die vnszern zu im in sine Slosz vnd Stete schicken vnd legen, wo im daz an den ebensten vnd nützlichsten ist, vif vnszer Kost vnd Schaden 011 geverde. Vnd sin dorvmb mit dem egenannten Graue Friderich dreyer Schiedsleute vbereinkumen, mit Namen Hern Friderich von Borzleuben, Hern Heinrich von Schawenberg vnd dize Truseszen von Sternberg, die erkennen sullen, wie fil wir der vnszen zu Im schicken vnd legen sullen. Deucht aber die egenante drey oder der merteil, daz der vnszern, die wir also zu im legen in sin Slosz, von der Krige wegen andeswo nutzer weren, denn in shien, so sullen sie ir Macht haben zu legen, wo daz am nutzsten vnd besten ist, dorzu er getreulich helifen sol, als er sich des verschriben hat 011 allez Geverde. Were auch, ob er eines Naclirites bedorffte zu den, die er vor bey Im hette, den sullen vnd wullen wir im schicken, auch nach Erkentnisz der obgenainiten 30 Dreyer oder des Hierteils, vnd wir sullen, noch enwollen yns nicht abesunen on In, noch an yns gein dhein, den wir vnd er von diszer Einung wegen mit einander in Vehden kmmnen sin oder kummen mochten on geverde. Zu Vr- kunde geben wir egenannte Burggraue Büderich, Ileuhtmann, Herr Balthesar Lantgraue in Duringen, für yns vnd vnszern Sune, vnd Graue Albrecht zu Wertheim, Pfleger des Stifts zu Bamberg, disen Brif, vorsigelt mit vnszern anhangenden Insigel, vnd wir, die obgenante andern Hern, Ritter, Knecht vnd Stet, vnter des obgenanten Burggrauen Friderichs, Heubtman, vnd Grauen Albrechts von Wertheim, Pflegers, Insigel. Geben bey Mariffelt, am Fritag*) vor vnszer Frauwen tag, Anno dmi Mill. CCC° nonagesimo octavo. v. »Schlütes Gesch. d. Hauses Henneberg, T. I. Urkundenbuch S. 504 fg., unter falschem Hatum. *) Soll heissen Eritag. XXX. Sie Bögt £ onii lal ^nrg dhsöIjiieii sidj mit kr Jränkisdjen (Einigung. 3. September 1398. Ich peter vnd ott Vogte von Salczburg, Bekennen vnd tun kunt offen- lichen mit disim briff. Als der Hochgeborn forste vnd herre, herr Fridriche Burggraf e zu Nuremberg, Howptmann vnsers herren dez Romischen kungs vber die Eynunge, vnd von des heiligen Romischen Reiches wegen, mit der Erwir- digen in gote vnd der hochgebornenn forsten, herrn Lamprecht zu Bamberg, hern Fridrich zu Eystet, Bischoffe, hern Ruprecht Pfalczgrafen bey Rein vnd Ilerczog in Beyren, Hern Balthasar vnd hern Fridrichen seinem Sune, Lant- grafen zu Doringen vnd Marckgrauen in Meyhssen, hern Cunrad herre zu Weinsperg, hern Borziwoy von Swinar, hawptman in Beyren, ander herren, Ritter vnd knechte, die in dem lande zu Francken vnd an der Paunach gesessen vnt miteinander in Einunge vnd in des vorgenanten vnsers herren Burggrafen Fridrichs dinste vnd hilfe seindt, der Erberen vnd weisen der von Nuremberg, von Weyssemburg hilfe vnd dinste, für vns obgenant Peter vnd Otten Slosze, Rewrit genant, wolten geczogen sein, von sulicher name vnd Zugriffe wegen, die wir den vorgenanten forsten, hern, Ritter vnd knechten, Steten vnd meniclichen getan haben: das daz alles genczlichen vnd gar verrichtet, verteydingt vnd ab ist. vnd darauf sullen alle gefangen, die wir haben vnd alle verbürgte scliaczunge, aczunge vnd gedinge, die in Burgen liant sten, genczlichen vnde gar ledig vnd ab sein, vnd die Burgen vngemant bleiben an alles geuerde, vnd wir, noch nyxnand von vnser wegen sullen wider sie, ire Landt vnd lewte, noch die iren furbaserr ewiclichen nymermere gesein, noch gethun mit worten, noch mit werken heimlichen oder offenliehen in dhein weise, dann mit einem fruntliclien rechten ongeuerde, ob wir des bedurften; vnd daz sullen wir fordren an den steten, das sie das pillichen tun vnde sein sullen, vnd daz recht sol vns gen In einem virtal iares darnach, ob wir sein begern, geschehe des nichte, so mugenwir die darumb pfcnden vnd Angreiffen vnd mit denselben pfänden pfendtlichen gebaren, so lange biz vns ein Rechte von in widerferte, als oben geschriben stet. Auch sullen wir furbaserr ewiclichen dheinerley Rawberey treyben, noch dez yemanden zu vnserm Slosze gestaten, noch dheinen verleumundten schedhchen man darzu hawsen, hofen, eczen, trencken oder behelffen, mit worten oder mit wercken heimlichen noch offenlichen in dhein weise, alles ongeuerde; ob vns aber ymand wider rechte bekrigen wolte, dez oder denselben mugen wir vns wol aufhalten vnd wer en ongeuerde. vnd des alles hab ich vorgenanter Peter mit handtgebenden trewen gelobt, vnd ich vorgenanter Ott zu den heiligen mit aufgereckten vingeren einen 'geleiten Eyde gesworen, alles das stet gancze vnd vnuerprochen zuhalten, das oben von vns an disem briff geschriben stet on alles geuerde. Vnd dez zu merer Sicherheit vnd vrkunde haben wir die Erberen vnd vesten vnser libe liunde gebeten, daz sie irlnsigel zu geczeugnusse an disen briff zu denvnsern gehangen haben, durch vnser ffeissiger bete willen, mit namen her Hans von Prenn, Ritter, Eberhart vogt zu Salczburg, Arnoldt von Prenn daselbst gesessen, zu vrkunde geschriben an dinstag nach sandt Egidien tag, vor Marisfeldt, daman zalt von Cristi vnsers herren geburt drewczehenluuidert vnd darnach in den Achtvnd- neunezigisten Jaren. ilDriginnl im HKimigl. $airisdjcn ifairljsnrrljuif. Aehnliche. nur nocli in einem Nürnberger Copialbuche erhaltene Sülinebriefe stellten aus: Caspar von Bibra (d. d. Jüchsen, Montags nach St. Aegidien 1398) und Dietrich von Ilerboltstadt (eod.). 32 XXXI. iiuiüpf Isaltljnsar m Ctjiiriii^n tritt kr JtäifedjBti linignng ki. 3. September 1398. Wir Walthesarr von gotes gnaden Lantgrafe zu Duringen vnd Marcgrafe zu Meissen ynd wir Fridrich, sein Sune, Bekennen vnd tun kunt offe nli ehen mit disem brife, daz wir vns verbunden haben vnd verbinden vns auch mit disem brife mit dem Hochgeborn fursten, lierrn Fridrichen Buregrafen zu Nureinberg. vnserm liben Oheim, vnd mit allen den, dy mit Li diser einuge sein, das wir mit allen vnsern Slossen, landen vnd lewten, vnd mit aller vnser macht an argeliste beholffen sein sullen vnd wollen In wider aHermeni(die Ii.cn , nymand ausgenumen, die sich des zoges vnd gescheites annemen wolten, Alz wir für Marisueld körnen sein vnd daz zu brocken haben, nach erkentnusz dreyer, der wir einen, ern Friczczen von wic.zlewben, vnd vnser vorgenant Ohe im Burc- grafe Fridrich zwen, ern Heinrichen von Schammberg vnd Diez Truchssezen. von seinen vnd der einuge wegen dorzu geben haben. Auch sol sich ein partey an dy andern nicht absunen mit den, dy sich also sulches gescheites vnd kriges annemen wolten, es sey dann beyder partey wijle vnd wort an ge- uercl. vnd des zu vrlcunde geben wir dem vorgenanten vnserm Oheim vnd den. dy mit Im in einuge sein, disen brife, versigelt mit vnserm anhangenden Insigel. der geben ist vor Marisueld, am dinstag vor vnserr liben frawentag alz sy ge- born ward, nach Cristi vnsers herrn gepurt dreyzehenliundert Jar vnd darnach in den acht vndneunezigisten Jaren. dUrigiital im liönigl. lairiärjjnt fficirjjaarrjjiur. XXXII. %mm\) draf 1 Ipuckrg hdjlichht niil] kr i'riiiikisdjcii (Einigung an. 3. September 1398. Wir Heinrich von gotes gnaden Gräfe vnd kerre zu Hennberg, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem brife, daz wir vns durch l'rides, gemaches, Scliuczes vnd scliirmes willen, mit dem hochgeborn fursten, vnserm liben oheiin, herrn Fridrichen Buregrafen zu Nuremberg, hauptman vnsers herren 5 Bd. VI. 33 des Römischen koniges vber die einuge, Ynd mit den Erwirdigen in got herrn Lamprecht zn Bamberg, lierrn Fridrichen zn Eystete, Bischöfe, herrn Ru- prechten pfallczgrafen bey Reine vnd herczogen in Beyern, herrn Johansen vnd herrn Albrechten lantgrafen zu dem leutemberge, herrn Cunraden herrn zu Weinsperg, vnd mit Rittern vnd knechten in dem lande zu Francken vnd an der pauna gesessen, dy mit In in eynunge sein mit dem Worsyboy von Swynar vnd mit den Steten Nureinberg vnd Weissemburg, Ynd mit namen mit allen den, dy in der eynunge sein, dy vnser herre der Romisch konig geseczet vnd gemachet hat, geemet haben vnd in einuge komen sein, Also, daz wir In mit allen vnsern landen, lewten vnd Slossen beystendig, geraten vnd geholffen sein sullen vnd wollen, nach allen vnserm vermugen, alle Rawberey zu weren vnd da wider zu helllen hie disseit des Meines, vnd dy einuge getrewlichen zu halden vnd zu volfuren, nach ausweisunge des einuge brifes, des gleichen sy gen vns vnd den vnsern auch wycler vmb tun sullen vnd vns helffen wyder die vns verunrechten, angreiffen, Rawben vnd beschedigen, alz dy einunge ausweiset Ynd alz der brife saget, der dorvber geben ist, getrewlichen an alle geuerde. Vnd des zu vrkunde haben wir vnser Insigel an clysen brife heisscn hencken, Der geben ist zu Maresfelcl auf dem fehle, am dinstag nach Egidii, Anno etc. LXXXXYIIL. (Original im Üiiiiiigl. I'Sairisrijcn iRcirfjsnrrfiinr. XXXIII. üe ud ii ddjiimiilim}, uom ftiin, bie t&mtysmt, Sic uoii lintriilinn rtr. geloben, bcin Burggrafen iriebrid] in ber iriinkisdjen (Einigling )\\ bienrn. 3. September 1398. Wir, die von Schawnberg, die fiiehse, die vomLiehtenstein, die von Hessbürg, die vom Stein, die Trühscszen, die vom Rotenhan, die Marschalk, die zollner, die von fülbach, die in der eynigünge sein oder nach dar ein Irinnen, Bechennen vnd tun künt olfenlichen mit diesem briff, Daz wir vns, dürch frids, gemachs vnd durch gemeins nütz willen lande vnd lewte, geeint haben vnd ein vns aüch mit krafl't ditz briffs mit dem liochgeborn fürsten vnd herren, hern friderichen Burgraffen zü Nurenberg, Also, daz wir mit im vnd er mit vns Rawberey wem schol, die manigfelticlichen in deine lande gewesen vnd auch 34 noch ist hie dieshalben des Mains bis in die [hieben vnd in deine lande vmb ins, alz wir geseszen sein, vnd Nemlichen einen zügk, den wir tön schullen über vnser vcinde, die andern fürsten, herren vnd vns, vnd süst Steten, landen vnd lewten wieder reht gerawbet vnd bescliediget haben, darzü wir im dienen vnd hellten schöllen auff sein koste, die er vns vngeuerlichen, alz andern seinen dienern, geben schol, aüff soliche züge vnd zü Tegliclien kriegen, aüff vnser selbes schaden, wie wir den enpfingen an pferden oder an andern Sachen, an allein, ob vnser deheiner gelangen würde, es were aüff den zügen oder czii tegliclien kriegen, die weil wir in seinem dinste vnd liilffe wem, daöon schol er ins ledigen vnd losen nach geleichen redlichen dingen, Awszgenuinen ob er die seinen zü vns in vnsere Slosze legen würde, So schullen wir mit den vnsBrn dar awsz kriegen aüff vnsere selbes koste vnd schaden ongeuerde. Aüch schullen wir von deine velde desselben züges niht kümen, wir haben danne vor Ihn einen tegliclien krieg hinter vns mit im vnd er mit vns bestell, nach erchent- nüsz vnser Heinrichs von Schawnberg vnd dietzen Trüliszezzen, die vnser vorgenanter lierre vnd wir dar zü geben haben gen den, über die wir also getzögen sind, vnd iegliche partey schol haben ein anzal völkes zü teglichem kriege nach der vorgenanten zweyer derchennen, vnd ob auch er vnd wir kunfticlichen andre züge vnd tegliche kriege anheben oder anheben wölten, So schüllen wir die handeln vnd awszrihten in der masz, alz vorgeschriben stet ongeuerde. öb aüch kunffticlichen deheinerley vehde oder veintschafft von solcher züge vnd kriege wegen aüfferstünden, von welcherley weyse daz were, So schol sich ein partey oder die andern niht berihten, noch ab sünen, es sey danne beyder partey willen, wiszen vnd wört ongeuerde. Auch schüllen alle erwerge vnd Reysig gefangen vnsers vorgeiiaiiten herren sein vnd alle burger vnd gebawern vnser Ritter vnd knehte sein, vnd des zü vrchtuide geben wir, die vorgenanten Ritter vnd knehte, für ins vnd die vnsern dem vorgenanten vnserm gnedigen herren diesen briff, versigelt vnter vnserm Heinrichs von Schawnberg, bansen zollners vnd dietzen Trühseszen Anhangenden Insigeln, die wir von vnser aller wegen, die vnserm vorbenanten herren also zü dinste reyten vnd in seiner liilffe sind, durch her lleiszigen bete willen, also an diesen briff gehangen haben, des wir alle zu diesem mal, alz vnser Eygene Insigel, mit gebrüchen, alles daz stete gantz vnd vntzerbrochen zu halten vnd zü volfüren, daz an diesem briff von vns geschoben stet, Der geben ist vor Marsfeit, am dinstag Nach Egidii, Nach Cristi gebürt drewtzehenliundert Jar, vnd darnach in deine Alit vnd Newntzig- stem Jar. <£)riginal im Miinigl. lairisrjjcu äRcirijaardnot. XXXIV 26. October 1398. Hans von Hoenloch bekennt, von seinem Ohem Burcgraffe die 500 pl'nnd erhalten zu haben, welche im derselbe von wegen des Zehends zu llffenheim schuldig war, den Conrad Abirdar selge zu Leibgeding gehabt hat. Geben nach gotes gepurt dreizehenhundirt Jar darnach in dem acht und newnzigestin Jar, an dem Samstag vor Simonis et Jude. (Original im JKtiigl. 3ßairtsrfjtti Icirljsartijiuc. XXXV 28. October 1398. Peter Schopper, zu Bamberg gesessen, bekennt, daz im sein gnediger herre Burggrafe Fridricli bezalt hat Sechs und virzig guidein an sulcher schuld und zerunge, dorumb er seines herrn reclienbrife hat. Datum Kulmnach, die Symonis et Jude Apostolorum, LXXXXYIII. Original im Süuigl. ffinir. prnuinpnlarrijiae jtt Samberg. XXXVI. %m ipljinaiw nnb #tnns5en sdjtonren kn Burggrafen Irfeljk. 15. November 1398. Ich Hans Holczman vnd Ich Gundolf vnd Ich vlrich tangrizz, peid ge- bruder, bekennen vnd veriehen olfenlichen mit dem offenn prife vnd tun kunt allen den, die den prife an sehent, horent, oder lesent, vmb die gefengnüsz, darvmb Ich obgenanter Hans Holczman gefangen pin gewesen vnd gen Kem- naten in die schlozz gefurt pin worden, daz Ich vnd die vorgenanten Gundolf vnd vlrich tangrizz, mein ohem, dar vmb vns freundlichen vnd lieplichen ge- riht vnd geteydingt haben mit vnsern liben gnedigen herren, den Ilochgeporen forsten, Grauen Hansen vncl Granen Friderichen pur grauen zu Nurnperg, Mit sülchem geding, daz wir daz nymmer mere geanten, noch ge efern süllen mit lceinerley sach weise, vnd sullen auch nymmer mere getun wider vnser vorgenante gnedig herren noch wider alle ir Amptlewt, noch diener, noch wider 36 Irew Laut, noch Lewt, on ein freuntlich relit, daz selbe reht wir nyrten an- (lezwo nemen noch vordem schullen, dann vor vnsern vorgenanten gnedigeii herren oder vor ieren Hofmeister oder leren amptlewten, do die dann gesezsen sein, zu den wir dann zu sprechen gewünnen oder hetten. vnd dez alles, alz dann an dem prife geschriben stet, haben wir alle drey, Hans Holczman vnd Gundolf vnd Vlricli tangrizz, In disen prife czu den heiligen gesworen, allez daz war vnd stet zu halten, daz an dem prife geschriben stet; Wer aber, daz wir daz vber füren, welcher vnser einer daz were, alz dann da an dem prife geschriben stet, dez wir dez fber weizzt würden, da got vor sei, So schulten wir furbaz ver eilt vnd ver vrteilt lewt sein, vnd schult vns auch furbaz weder geleit, noch freyüng für tragen an aller stat. Dez zu einer waren vrkünd vnd Sicherheit dez haben wir all drei fleiszig gebeten die erbergen lewt, Wilhelm trawtenperger zu ermendorf gesezsen vnd Stepfan Müracher Rihter czu ermen- dorf zu disen zeiten vnd Jörgen Gleistentaler, daz dy durch vnser tleizsig pett wegen Irew eygenew Insigel gehangen haben an den offenn prife, In vnd iren erben on engelt, zu einer waren czewgnüsz aller vor geschriben rede. Daz geschah vnd der prife wart geben an dem nehsten freitag nach sant Merteins tag dez Heiligen Byschofz, Nach cristz gepürt drewezelien Hundert Jare vnd dar nach In dem aht vnd Newnczigisten Jare. (Original im länigl. lairndjEit HcirijHurdjiue. xxx vn. Ihirggrnf JPriebridj, als ks Siinigs Hauptmann, iiimiiit bie IridjsstuM liimticrg gegen einen ICanbfrictiensstnrer in 4>djutj. 14. Januar 1399. Wir Fridrich von gotes genaden Burgraue zu Nuerenberg, Haubtman vusers herren des Römischen Künigs, vnd die sehs, die mit vns vber die eyn- nung gesetzt seinde, tun kunt mit disem briefe, das für vns köme Ingeriht Philippe Grosse zu den zeiten Burgerineyster zu Nuerenberg, an stat von wegen der Burger dez Ratzs vnd der Burger gemeinclichen doselbst, vnd clagt mit fürsprechen hintz Petern franawer zum Swertzenberg, dorumb, daz er vnd sein gewalt In vnd den -iren das ir genomen het auff der ffeyenreich- strasse, vnd hielt in das nach vor, vnd hete in auch entsagt, vnd wolt sye vnd die iren ir leibe, habe vnd gute nicht sichern auff frewntliehe recht, vnd müsten XXXVIII. IvIjnretm 'S ks Ipinrid] Bnjilgtinntlj b. 3. wegen ku ijjm nun Burggraf irirkidj ucrlirknni Drittkils kr Bagtri iikr liinig5liad]. 17. Januar 1399. Ich Heinrich Wolgemüte der Junge, von ny eifern, Bekenne vnd tun olfenlichen mit clisein brife, Daz ich von dem hochgeborn forsten, meinem gnedigen herren, herrn Fridrichen Buregrafen zu Nuremberg. zu rechtem lehen empfangen habe daz Dritteile der vogtey vber daz dorff Küngspach *) genant, sich leibs vnd gutz vor im besorgen Rewphch mitgewalt onrecht, vnd sprach, doran het er sye beschedigt, auff Tausent marck sylbers, vnd brachten auch das mit dem gesworen boten, alz sy durch recht solten, das sie im fiirbot dor- umb gesaut heten, vnd den selben für boten geschriben stünde, das man im dorumb nicht iner schreiben noch betagen wo lt. vnd wann er dez nicht ver- antwort, noch vertreten hat, als er durch recht solt, Dorumb ist erteilt worden, das die obgenanten von Nuerenberg die vorgeschriben Tausent marck sylbers auff den egenanten franawer erclagt vnd eruollet hat, das kein laugen mer do- fiir gehört, vnd sol man in mit der Eynnung dorumb zu im beholffen sein, alz sye gesetzt ist ongeuerde. Wer auch, das sicli der obgenante franawer mit den vorgenanten von Nuerenberg frewntlichen richten wolte, Also, das er der vorgeschriben sach gen wolt an vns, die vber die Eynung gesetzt seinde, Ee dann man auff In zuge, an der selben richtigung siillen sich die obgenanten von Nuerenberg lassen benügen vnd abrichten, wie wir, oder der merer teil vntter vns daz erkannten vnd ze rat würden ongeuerde. Wer aber, daz die obgenanten von Nuerenberg den vorgenanten Peter franawer in dheiner veste, oder Stat, oder in dheinen gericht betrete, so solt in der selbe here, Richter, oder Arnpt- man zu im beholffen sein, das sye irrer vorgeschriben saclie bericht werden, vnd soL kein geleit fürtragen; vnd wen sye also anrüffen, vnd das der dez nicht entet vnd in dortzu nicht beholffen were, zu dem wolten wir richten vnd tun alz die eynung stet vnd auzweist. Geben zu Nuerenberg mit vrteil, vntter vns er in, Burgrauen Fridrichen, anhangendem Irisigel, am Dynstag vor sand Anthonii tag, von Cristi gehurt drewtzehenhundert iare vnd in dein Newn- vndnewntzigistem Jare. (Original im Innigl. SSniriarjirn Ifirijsnrdjiur. mit «inli. erstem Wildemanns - Siegel des Burggrafen Friedrich VI. daz nyclergerichte, mit allen erenvnd zugehorungen, besuchet vnd vnbesucliet, nic.htez ausgenum, alz dy mein vater auf mich bracht hat, di ich vnd mein Erben von der herschaft zu Nuremberg furbaz ewiclichen zu rechtem manlehen haben vnd empfahen sullen an Widerrede angeuerde. Vnd dez zu vrkünde gibe ich dem egenanten herrn disen brif mit meinem anhangendem Insigel versigelten, der geben vnd geschriben ist zu Nuremberg, an sand Antlionii tag, nach Cristi vnsers herrn gepurt dreyzehenhundert Jar vnd darnach in dem neun vnd neun- zigisten «Taren. iffirigiital im Hiinigl. lairistjjcn Icitjjaarrjjinc. ") Kämgsbach im Grosslievzogl. Bad. Mittel-Rheinkreisc. Vergl. Spicss Nebenarb. Th. I. S. IS u. 31. XXXIX. Inrggraf jTtfkirlj rrhciint, als Ifauplinann kr iriinkisdjrn dEinpng, kss öit liirnknirr kn gcfan^cnrn -Ittptrk (okassEii sdIIeii. 24. Januar 1399. Wir fridrich von gotes genaden Burgrane zu Nuerenberg, Haubtman vnsers herren des Römischen kunigs, vnd die sehs, die mit vns vber die eynung gesetzt seinde, Tun kunt mit disem briefe, von der fencknusse wegen, Alz Eberhart Stepecke zu Nuerenberg zu fenclmüsse komen were, vnd vber den lians Erlbecke der eltter zum herttenstein gesessen vnd Jörge Erlbecke, sein vetter, verbürgt hete, Dorumb man einen frewntlichen tag zwischen in auf bedeseytten zu Hersprucke gesucht hette vnd von dem selben tag es für vns, die vber die eynung gesetzt seinde, geschoben warde, Das wir erkennen Sölten, ob die von Nuerenberg den öbgenanten Erlbecken vber den vorgenanten Stepecken richten vnd rechts gestaten, oder helffen solten oder nicht, von sölicher handlunge wegen, die sich zwischen den selben Erlbecken vnd dem Stepecken verkniffen hete vnd gewest weren, Vnd das sie auch vor dem lantgerichte zu Sultzbach mit frewntlichen rechten auzgetragen vnd mit einander gerecht beten, dez der selbe Stepecke gute brife hete, die vor vns gelesen vnd verhört wurden, Vnd dez wir auch den vorgenanten Erlbecken einen tage für vns, die vber die eynung gesetzt seinde, bescliiden vnd in verscliriben beten, do wir von der selben sache vnd handlunge wegen auzspreehen vnd erkennen wolten, auff den selben tage komen die öbgenanten Erlbecken nicht, noch nyemant von iren wegen, der sye verspreche oder ehaft nöte für sye berette: do erteilt der merer teil m itter a us , daz die obgenanten von Nuerenberg von der egeschriben hand- lung wegen den selben Erlbecken vber den vorgenanten Stepecken nicht richte]!, noch rechtes gestaten noch helffen solten, Ynd solten auch den selben Stepecken auff eine siebte vrfee ledig lassen 011 allez geuerde. Geben zu Nuerenberg. mit vrteil, vntter vnserin, Burgrauen frIdrichs, anhangendem Insigel, am freytag vor sancl Pauls tag hekerung, von Cristi gehurt Drcwtzehenliundert Jare vnd in dem Newnvndnewntzigistem Jare. Original im ■Röniglidj SSniriädjcii Jieidjaardjiur. mit anli. Burggriiil. Wildemanns - Siegel. XL. Burggraf Jricöridj spridjt km Mtljer nun #rrkrnitorf bir iljm imn Unuilb tum dnlmibmi streitig gemadjteii iuljeu nun lodjslierg gi. 31. Januar 1399. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggrafe zu Nilremberg, Bekennen vnd thun kunt öffenlich mit disem briete Allen den, che in sehen, hören oder lesen, das ihr vns komen in gericlite Ynser Rate vnd lieber getrewer, Walther von Seckendorff, Ritter zu Stopfenhehn, vnd klagt mit fursprechen zue Arnolten von Seckendorff, vnserm lieben getrewen, zu Mern gesessen, wie das er In an den leiten Johsperg*) a "iid andern leiten, die Sygtnund von Seckendorff Jochs- perg genant seliger gelazzen hat, Irret, enget vnd beschedigt, an denselben guten vnd leiten, die Im vnserr herre vnd Yater seliger gedeclinüsse für Verlaine ledige leiten gelihen hat. Da clrat der Egenant Arnolt von Seckendorff dar mit fursprechen, vnd laugent Schadens vnd sprach, er wer der egenanten leiten, die der vorgenant Sigmund von Seckendorff gelassen hat, neher Erbe, dann der Egenant Walther von Seckendorff. Darnach ward erteilet, nach ir beider rede, Daz er dem Egenanten Walthern von Seckendorff für den schaden das recht tun solt, Darnach geschehe dann, das recht were. Also Avolt derselbe Arnolt daz recht getan haben; dez überhub In Walther a'oii Seckendorff. Darnach warde mit a rteil geteilet von beiden teilen: Aver, das wir vorgenanter Fridrich erkenten vnd sprechen, das im vnser lierr a r ncl Yater Seliger gedecht- nuss die Egenanten leiten, die Sigmund gelassen liet, furverfahte leiten gelihen hette, So solte derselbe Arnolt a r on Meren, den vorgenanten Walther von Seckendorf an denselben leiten furbas nicht mer engen, Irren, noch dltein 40 recht ansprach darczu furbas nymmeriner gehaben, 011 geuercle. Also bekanten wir vnd sprachen, daz vnser herre vnd vater seliger vnd darnach vnser Bruder vnd wir dem vorgenanten Walther von Seckendorff die vorgenanten lehen Johsperg mit seiner zugeliörunge, Als sie der vorgenant Sigmunde gelassen het, vnd die vns ledig worden sein, für verfalne freie Lehen gelihen haben. Darnach ward erteilet mit vrteil, das derselbe Arnolt von Meren deji oftgenanten Walther von Seckendorff vnd sem Erben vnd nachkomen an denselben lehen furbaz ewiclichen, noch dliein sein Erbe, noch nymant anders von seinen wegen, dheinerley ansprach, fordrung oder recht zu dem Egenanten Walther von Seckendorff, noch zu Joclisperg vnd allen den lehen, die der vorgenant Sygmunde gelassen hat, dliein fordrung noch Recht darczu haben sol. Vnd des zu vrkund haben wir vnser Insigel an disen brief gehangen, Da man zalt von Cristi gepurt Drewczehenhundert Jare Vnd darnach In dem Newnvnd- newnczigstcm Jare, Am fritag vor vnser frawen tag Lichtmesse. ©riginnl im Siiniglid) SJniriarijcn Scidjsnrdjiuc, mit anli. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. *) Jochsberg im Königl. Bair. Landger. Leutershausen. Vergl. T. V. Nr. CCCLXXII. u. T. VI. Nr. XXII. XLI. Itirggrnf JFricbrid] ankauft bit Beste lirkenfels an Igel nnn leekenborf. 9. März 1399. Wir Fridrich von gotz gnaden Burggrave zu Nürnberg, Bekennen offen- lichen mit dysem brief vnde tund kunt allen den, die in ansehen, lioren oder lesen, daz wir mit guter vorbetrachtung vnde wolbedachtem müt emmutteglich vnd auch mit rate vnser Rett vnd der vnsern, durch bessers nutzes vnd frommes willen vnd vnsern schaden zu furkommen, recht vnd redlichen, für vns vnd vnser erben vnde nachkommen verkaufft haben, vnd geben auch zu kauffen mit dysem gegenuertigen briff, in eins Stetten vesten kauffs weise, der alz aller vest kauft (sie!) vnde macht haben sol vnde mag, dem vesten vnserm rate vnd lieben getreuen Appellen von Seckendorf vnd allen seynen erben vnser vesten vnde behusung Birckenfels, mit dorffern, weilern, Eckern, wysen, holtzern, allen irer zugehorung, nichtis vszgenomen, als dye vff vns von der herschafft von Holicnloch kommen ist, vnd vmb sye gekouft vnd selbs innen gehabit vnd genossen haben, vnd das sie do mit tun, daz wenden vnd leeren sullen vnd mugen nach irem besten frümen vnd nuez, als mit andre ire eygen guten, also 6 Bil. VI. 41 daz dye obgenant behusung Birckenfels vnser, vnser erben, Hersclxaft vnd aller vnser nachkommen offen hawsz sein sol zu allen vnsern notten vnd geschefften, wann, wie vnd als oft wir des begern vnd notgescht (sie!) sein ongeuerde, daran wir alleweg vngehindert sein sullen, doch den egenanten Appellen vnd sein erben vnschedhch. Wir versprechen vnd verbinden vns ouch offe n!i ch an dysem bryf, für vns, vnser erben vnd nachkamen, gen dem vorgenanten Appellen von Seckendorf vnd sein erben, dye vorgenente vestin vnd behusung Birckenfels mit aller irer zugehorung, als obgeschriben stett, für alle ansprach, Irrung vnd hynternisse allermenghchen, für vnuerkumert vnd ledig eigen zu vertigen vnd gut wersehaft zu tun Jar vnd tag vnd als ding (sie!), als lannds recht vnd gewonheit ist angeuerde, Doch awszgenomen, ob er zu der vorgenanten vestin vnd behusung von vns icht gut gekaufft hott, dye freye manlehen weren vnd von vns vnd vnser herschaft zu lehen giengen, dye sullen er vnd sein erben haben vnd enphahen, als man lehen recht ist angeuerde. Geben am sontag letare zu mittvasten, Anno nonagesimo nono. (ffopialbnrii bes JSnrggnrfttwma Hamberg. Vergl. Nr. XIII. XLII. 11. März 1399. Haug von Feiberg zu Leonfels gesezzen quittirt sin gnedigen Herren, Graue Friderich Burggraue zu Nurenberg, über die Bezalung des Hengstes, der im abging zu morsfeit, und aller der Schäden, die er daselbst erlitten. Geben vnter Burkarcz von Wolmershusen dez Jüngern Insigel, am Din- stag nach dem Suntag Letare, Anno etc. LXXXXYHII. (Original im Jtünigl. Jkirisdjcn Sciriisortjjiuc. Ebendas. eine älinliclie Quittung des Rudolph Horand d. d. Neustadt, 29. Mai 1399. XLIII. 11. März 1399. Burckart von Wolmarshusen der Junge bekennt, das im der veste Ritter, lxerr Waltlier von Seckendorff von Stopffenheim, von seines gnedigen herren wegen, herrn Fridrichs Burggrafen zu Nuremberg, bezalt und geweret hat l'unff- hundert gülden Reinischer. Geben am Dinstag nach dem Suntage Letare, Anno XCYIHI. 4>rigiitnl im liiiiigl. laitiadieit üHridjsarrijiuc. 42 XLIV laisdjiiflidj lamkrgisdjE dkncljniignng )ii kr nnn kn Inrggrafrn )it stiftntkn laplanti auf pnsscnlmrg. 20. März 1399. In noinine domini amen. Albertus dei et apostolice sedis gracia electus et confirmatus ecclesie Bambergensis ad perpetuam rei memoriam. Cum ex pastoralis officii nobis in merito diuina fauente dementia crediti et commissi deuota solercia teneamur, Non solmn ea, quae per nostras Ciuitatem et dio- cesim omnipotentis dei eiusque genitricis yirginis marie omniumque sanctorum Ciuium supernorum laudem, gloriam et honorem diuinique cultus augmentum continent, promouere, ymo eciampimn et salubre propositum subditorum fauo- rabilibus cooperacionibus ad cliuini amoris et feruoris fraglanciam (sie!) erigere et pro nostri posse modulo totis viribus incitare. Ilinc est, cum Illustres prin- eipes et domini, in cristo nobis dilecti, Johannes et Fridericus fratres germani Burggraun Nurembergenses, Sancti spiritus docti consilio saniori, volentes ter- restria in celestia commutare et ibi thesaurizare thesauros in celestibus in mor- tales, quos non posset erugo nee tinea demolliri, et cum auillicacione presentis seculi ammoti fuerint, domino iuxta suum placitum concedente, reeipiantur in domos celcstis requiei perpetue et deifice visionis, ad laudem, gloriam et honorem creatoris omnium eiusque virginis marie et tocius celestis Jerarchie, nec non gloriosi et venerabilis sacramenti dominici corporis cristi et beate Elizabeth vidue, et ad parentum et progenitorum ac predecessorum ipsorum atque suarum ipsarum omniumque fidelium salutem et remedium animarum, et ad diuiniun cultum laudabiliter ampliandum, beneficium perpetuum pro Cappellano perpe- tuo In cappella ipsorum plassenberg, infra limites parochie In Ouhnnaeh nostre diocesis situare (sie!), erexerunt sub modis, punetis, ordinacionibus infra scripta (sie!) et de bonis, possessionibus etredditibus suis propriis patriinonialibus, que et quos concorditer et imperpetuuin pro se et suis heredibus et successoribus Imperpetuum irreuocabihter ad dictum beneficium ecclesiasticum donatione pura et simphei plene et plane modo et forma, quibus debuerunt et potuerunt, melioribus, efficacioribus dederunt, appropriauerunt, vnierunt et integraliter assignauerunt: videlicet deeimam in vischbach, In thawszcheudorff. cum fructibus deeime viuentibus et mortuis, magnorum et paruorum omniumque singulorum infra eandem deeimam prouenienchun et excrescensiiun, quocunque nomine censeantur; Item curiam Inferiorem Cadach dictam, cum suis domibus, horreis, 43 » ortis, pratis, agris, cultis et incultis et aliis suis iuribus et obtinenciis vniuersis, sicut eadem curia dicti domiui et eorum progenitores hactenus possideruut; Item Ynum pratum in campis ville Sclimeilsdorff situatmn et cum omnibus et singulis quesitis et inquirendis bonorum, decime, Curie et prati quorumlibet predictorum, Ita et taliter, quod bona et possessiones huiusmodi omnia et singula Cappellanus et rector beneficii existens perpetuo tempore tenebit et possidebit, et de eisdem fruetur et vtetur ad suam et dicti beneficii omnimodam vtilitatem, absque contradictione cuiuslibet et in euum. Item dicti duo Burg- grauii assignauerunt, dederunt perpetue vnierunt, pro se et suis successoribus, dicto beneficio et eius cappellano et rectore (sie!) pro tempore existente pro habitacione vn iim domicilium seu comodum in prefato castro plassenberg et ad illud comodum edificandum et reparandum dicti domiui et eorum successores et officiales ligna sufficiencia de siluis et neinoribus dictorum dominorum et successorum suorum sine contradictione qualibet ministrare procurabunt et pro (sie!) suos subditos ad prefatum Castrum cum cremandorum et ignibilium lignorum copia, absque dicti cappellani expensis, procurabunt atque procurare teneantur, quotiens fuerit oportunum. Item dicti domini Burggrauii sibi et suis heredibus et successoribus, et ipsorum dominio, et nomine seniori pro tempore existenti, yel ad quem collaciones eorum expectabunt ad presens, et deineeps totiens, quociens dictum beneficium modis quibuslibet vacauerit et vacare conti- gerit, Juspatronatus, collacionis seu presentacionis perpetue reseruarunt, et ad eosdem Juspatronatus, collacionis seu presentacionis spectabit In hereditario et eternaliter pertinebit, qui ad prefatum beneficium ad presens et quociens ipsum vacare contingerit, personam ydoneam actu sacerdotem, vel qui infra vnius anni spacium poterit ad sacerdocium promoueri, prout eciain eandem personam infra amium a presentacione de se factum continue conputandum promoueri ad sacerdocium teneatur, nobis uel successoribus nostris loci ordinariis pro tempore existentibus ad infestiendum ad prefatum beneficium presentabunt, et idem presentatus et investitus per ordinarium, ad quem huiusmodi Jus in- vestiendi perpetue pertinebit et in dicto beneficio et capella personaliter resi- debit, nisi valeat a nobis et dictis prineipibus absenciam obtinere, et ibidem missam in quocunque altari voluerit dicte cappelle, et prout deuocionem ha- buerit et ad hoc paratus extiterit, per se, ut poterit, missarum sollempnia et aha diuina officia viuorum et mortuorum ahasque lioras eciam cum rota, uel sine rota, pro ut placuerit, celebrabit, et idem cappellanus et quiuis suus succes- sor et vieegerens omnes et singulas oblaciones et olfertoria in prompta pecunia et quibuscuncpie rebus fiant, que in dicta cappella et castro et eius quibuslibet altaribus erectis uel erigendis, dotatis uel dotandum oblata fuerint, prefatus 44 « cappellanus solus absque cuiuslibet contradiccione leuabit, retinebit et ad usuin suum conuertet et exponet, Exceptis tantum oblacionibus factis uel fiendis eo- ram reliquiis ibidem reseruatis in pecunia, seu in cera seu in aliis quibusvis rebus ex spirituali deuocione lxominum, ob reuerenciam reliquiarum, ibidem reportatis, quas idem cappellanus colliget et ad ornatum et decorem reliquiarum exponet et conuertet. Et pro singulis predictis oblacionibus et aliis dicte parochiali ecclesie legittima facta est recompensa, Et idem cappellanus, cum presentatus et investitus fuerit, ut prefertur, habeat et habere debeat plenariam potestatem, In dicta capella et Castro predicandi et sermones ad populum faciendi, Sal, aquam et quelibet alia iuxta morem sancte matris ecclesie per anni circulum solita et consweta benedicendi et corporis dominici sacramenti in dicta capella continue retinendi, et post tantum vesperoruin noccium sacra- mentum, et qualibet feria quinta infra missarum solempnia ipsum sacramentum et alias reliquias Ostendendi et misse et höre canonice ibidem cantande, uel legende ad suum libitum lioris debitis et conswetis disponendi et honorifice procurandi, In quibus alii cappellani chorales et cantores ibidem pro tempore existentes eiusdem cappellani celebrando, legendo, cantando obedient volun- tati, contradiccione qualibet et cuiuslibet procul mota. et prefatus cappellanus esse, existere eciam debet et exnunc inantea libcr et exemptus ab omni subiec- cione et obediencia plebani in Culmnach ac officiati ibidem et castri supradicti. Eciam idem Capellanus poterit et debeat cum dicta cappella aliud beneficium curatum, uel non curatmn dummodo ibi Canonice conferatur, recipcre et con- sequi et licite retinere. Et predicti principes et domini nobis humiliter suppli- cauerunt, ut ereccionem, fundacionem et dotacionem dicti perpetui beneficii sub modis, punctis et articulis supradictis confirmare et approbare et a dicta parochiali ecclesia et eiusdem ecclesie rectoris (sie!) exnunc dignaremur. Nos albertus electus et confirinatus prefatus huiusmodi racione consonis peticionibus et requisicionibus fauorabiliter annuentes, volentesque tarn pimn tamque dei- ficum et salubre opus fauente domino liberius promouere, Acccdentibus ad hoc venerabilis In cristo patris, deuoti nostri dilecti Nicolai Abbatis et religiosorum worum deuotorum nostrorum eonuentus monasterii in lancldiehn, Cysterciensis ordinis, nostri diocesis, patronorum dicte ecclesie in Culmnach parocliialis, At- que Bertholdi plebani et rectoris et expressis, prout in eorundem sigillatis litteris plcnius hec et alia continentur, prel'ati beneficii ereccionem, fundacionem et dotacionem atque exempeionem per omnia, ut premittitur, prout rite sunt facta, rata grata habentes, ex certa consciencia ea, que auetoritate ordinaria confirmamus et in beneficium ecclesiasticum creamus et Instituimus, et ipsum beneficium esse ecclesiasticum, et hoc idem beneficium, cum suis 45 bonis et possessionibus et redditibus habitis et habendis, uti et frui omnibus et singulis priuiiegiis cum in talibus exempcionibus et libertatibus beneficiorum ecclesiasticorum et conswetudinibus quibuscunque ipsumque beneficium et sua bona habita et habenda a subieccione qualibet parrochialis ecclesie in Culm- naeli et eius plebani et rectoris et a qualibet laica potestate eximimus, In dei nomine, per presentes, nee non ad prefatum beneficium de spirituali gracia spiritualibus honoribus extollendum omnibus cristifidelibus, qui vere confessi contriti fuerunt in diebus ac festis natiuitatis cristi, palmarum et per Ebdo- madam passionis Pasee, Penthecostes, Assumpcionis, Natiuitatis, visitacionis virginis gloriose sacramenti corporis cristi, et per octavas eorundem et con- eepeionis, purificacionis, anunciacionis, presentacionis beate virginis prelibate, omniumque apostolorum et ewangelistarum, Ascensionis, omnium sanetorum, trinitatis, et martini episcopi dictam capellam deuote visitauerint, et qui ac quociens ascensionis sacramenti corporis cristi et reliquiarum predictaruin presentes fuerunt et deuote respexerunt, de omnipotentis dei et beate marie virginis, eius matris, sanetorumque petri et pauli apostolorum eius, et georii matiris, heinrici confessoris et kunigundis virginis, nostrorum patronorum, et omnium aliorum sanetorum confisi meritis, Quadraginta dies Criminalium et annum venialium, cum vna quadragena, seu carena Indulgenciarum conce- dimus presentibus perpetuis temporibus duraturis. In quorum omnium fidem, Robor et testimonium sigillum nostrum presentibus duximus appendendum. Datum et actum Ramberg, Anno domini Millesimo tricentesimo nonagesimo 110110, vicesima die mensis Marcii. IJtrrstjinftsbiidjcr brs JJnrggmftljnms Hamberg. Vergl. Nr. XLA'II. u. XLVIII. XL AI Sit udu Jkrkcnttmi udd Crnntskirdjtn jjabrn uon k\\ Snrggraftn }\\ lürniitrg 3000 (fönlkii du kr fffankninint 0011 IndjsLiarij trjjaltcn. 9. April 1399. Ich Lewpold vnd Cun von Seckendorf zu Trautskirchen, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem brife, daz vns dy hochgeborn fursten, vnser gnedige herren, her Johans vnd herr Fridrich Buregrafen zu Nuremberg, gerichtet vnd bezalet haben an vnsir schulde, dor vmb wir daz Slosz Dahspach 40 Innen haben vnd auch iren scliuldbrif drey tawsend gut guidein, vnd sagen auch für vns vnd vnser Erben dy vorgenanten vnser gnedig herrn vnd ir Erben vmb dieselben drey tausend guidein ledig, quit vnd los an allez geuerd. zu vrkunde haben wir vnser beider Insigel auf disen brif gedrucket. Geben am Mitwochen vor dem Suntag alz man singet Miserieordia domini, LXXXXIX". (Original im liiitigl. latrisdjen Steidjsnrdjine. XL VI. Innig Hkifol ktiklmüdjtigt kn Burggrafen Juljninu ijjn mit seinem ürnkr, Innig Jngismnnb nnn Ingarn, jn nersnjjnen. 16. April 1399. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer Kunig, zu allen czeiten merer des Reichs vnd Kunig zu Beheim, Bekennen vnd tunt kunt olfenlichen mit diesem brife allen den, die In sehen oder hören lesen, das wir durch Weisheit, vornunft vnd trewen willen, der wir vns an den hochgebornen Johansen Burggrafen zu Nuremberg, vnserm üben Swager vnd forsten, genczlichen vorsehen vnd an Im bisher wol erkant vnd erfunden haben, Im mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen ganczen vnd vollen macht vnd gewalt gegeben haben, vnd geben Im ouch die in craft dicz brifes, das er von vnsern wegen vnd an vnscrr stat mit dem durchluchtigisten forsten, herren Sigmunden Kunig zu Yngern, Croacien, Dalmacien etc., vnserm üben Bruder vnd forsten, vmb alle saclie, die sich zu Bruderliche libe vnd fruntschaft vnd sune zwischen vns vnd vnsere lande vnd lute vnd allen den vnsern, der er mechtig gesein mage, beyderseytten czihen vnd lenken mögen, zu teydingen, zu vberkomen vnd zuenden, vnd sust alles das zutun, das zu denselben Sachen notdurftige sein wirdet, als Im das vns vnd vnsern landen vnd luten erlich vnd aller- beqwemlichist sein duneken wirdet; vnd was derselbe vnser Swager mit dem obgenanten vnserm Bruder, dem Kunig von Yngern, in solichen Sachen von vnsern wegen vnd an vnserr stat teydingen, vberkomen vnd enden wirdet, das ist vnsere wille vnd wort, vnd wollen ouch das stete gancze vnd vnuer- ruckt halden vnd volfuren, gleicher weis ab wir soliche Sachen selber getey- dinget vnd dobey leiblichen gewesen weren, an alles geuerde vnd argelist. Mit vrkund dicz brifes, vorsigelt mit vnserr kuniglichenMaiestat Insigel, Geben zu Präge, noch Cristes geburt dreyczenhundert Jare vnd dornach in dem Newn- vndnewnczigisten Jaren, des Mitwochen noch dem Suntag Misericordia domini, Vnserr Reiche des Behemischen in dem Sehs vnd dreissigisten vnd des Romischen in dem drey vnd Czweinczigisten Jaren. (Drigiunl im liinigl. JJairisrijcn licidjsnrrljiuc. XL VII. Ins ilostcr HCniiglicim gcndjniigt bic Bnrggrnflirtjc Stiftung einer laglatiBi nnf posswtmrg. 26. April 1399. In nomine domini Amen. Ad perhennem rei memoriam nos Nicolaus Abbas, Nicolaus prior, Nicolaus Bursarius totusque conuentus Monasterii sanete Marie in lanckheim, ordinis Cysterciensis, Bambergensis diocesis, Ad omnium et singulorum, tarn presencium, quam futnrorum euidentem dedueimus notieiam in hiis scriptis,— *) quod quondam Illustris et inagnificus prineeps felicisque recordacionis, Fridericus Burggrauius Nurember- gensis, et Illustres et magnifici prineipes Johannes et Fridericus, germani, Burg- grauii Nurmbergenses, nati quondam friderici, diuino amore et ardore acconsi, desiderantes terrena in celestia commutare et taliter in terris Seminare, de quo possent celestis et eterni gaudii manipulos reportare, Cappellam eorum sitam in Castro plassenberg, Inlra limites et terminos ecclesie parocliialis in Cuhnnach, nobis Auctoritate apostohea incorporate, Cuius quidem Juspatronatus presen- tacionis, collacionis ad nos dinoscitur pertinere, Que cappella In honore dei omnipotentis, sacro saneti corporis, beate marie virginis et beate Elizabeth est dedicata, suis propriis sumptibus et rebus et possessionibus patrimonialibus et perpetuis, ad laudem et gloriam dei eiusque genitricis et virginis marie ac sanetorum omnium to eiusque celestis Jerarchie, et ad salutem ac in remedium ipsorum, nec non progenitorum et successorum suorum et omnium fidehum animarum, pro cappellano ipsam cappellam officianti, sufficienter et laudabiliter dotauerunt et in Ipsa pro cappellano perpetuo perpetuum beneficium eccle- siasticum creauerunt et alia beneficia ecclesiastica ibidem creare, dotare inten- dunt, cuius et quorum Juspatronatus sibi in liereditario retinuerunt ac retinent etvsurpant: Ita, quod, quociens huiusmodi capellauel beneficium, uel beneficia vacauerunt uel vacauerit, quod ipsorum prineipum vnus uel plures, seuheredes 48 uel successores eonim, ad capellam et benelicium aut beneficia ydoneam per- sonam in presbyteratus ordine constitutain, aut que infra annum possit ad saeerdocii ordinem proinoueri, ad investiendum loci ordinario presentabit seu presentabunt, Et qui sie ad Jam dotatam cappcllam et ad beneficiuin prefatum actu iam dotatum per ordinariiun investitus fuerit per se uel per alium, dicta in capella et in Castro missarum sollempnia celebrabit, cui eciani prenominati thesaurum suaruin reliquiarum et aliorum ornamentorum et bonorum comnii- serint, eidem tunc ymo et quibusuis suis et successoribus et vicesgerentibus pro aliis quibuscunque sacerdotibus ibidem celebrantibus, inantea dotandis seu non dotatis, spirituab annuunt prerogatiua, gracia fauent et singulari, quod omnia inibi oblata offertoria, in dei nomine et honore facta, habebit plcnum posse, in singubs altaribus prefate Capelle et castri erectis uel erigendis, dotatis uel non dotatis, libere, quouis sine impedimento, perpetuis temporibus aeeipiendi, tollendi et secundum nutum sue voluntatis tractandi et pro eisdem nulli alteri respondebit, seu porcionem ministrabit. quibus pro oblacionibus patronatus, retentione cappelle et cappellani separacione, dotacione et ordi- nacione, .prefati prineipes refusionem ecclesie parochiali In Cubnnach fecerunt satisfactoriam, ut sequitur. Primo dederunt, quod reconpensa domuin cum orto sitam circa claustrum et moganum, wlgariter dictum Trenckmein, annua- tiin sedeeim libras franckonici pagamenti soluentem et vnum octualc wlgariter dictum holczliabern, eandem domum cum orto ab omni onere Stewrariun, peti- cionum, vecturarum et ab omni simpliciter grauamine benignissime absolventes. Eadem ac simili bbertate libertant bona subscripta: scilicet ortum situin supe- rius fontem wlgariter dictum Nepflein, Item vnam aream cum orto, sitam sub curia dotis in Culmnach, Item domum cum orto, quam dictus Newpauer ad suam cappellaniam comparauit, de qua singulis annis medium sumerinum auene prefati prineipes habuerunt, de quo per amplius condcscenderunt, Item vineam cum domo et viridario in Wolfzkel iaeentem, Item Quandam culturam cum domo, sitam wlgariter auff der rewth, de qua annualiter liabuerunt vnum Sumerinum auene wlgariter holczliabern, vnum dimidium Sumerinum auene wlgariter sichelfuter, duodeeim oua, duos caseos, duos pullos ad coquinam, de quibus omnibus plene et benigne condescendunt et condescenderunt, quam- uis prefata bona prius onera stewrariun et vecturarum et laboruin quorum- cunque portauerunt, Eandem nunc et in antea perpetuis temporibus libere dant, appropriant et tribuunt cuilibet viccario perpetuo ecclesie parrochialis in Culmnach, et prefata bona singula libertant ab omnibus et singulis oneribus realibus et personalibus, omni fraude semota, ut eciam et littcris ipsorum prin- eipum, quas plebanus in Kulmnach retinet, plenius continetur. Insuper volunt 7 Bd. VI. 49 — —■■ principes prefati, quod missarum sollempnia et höre canonice cum rota et bre- viter omnia, quocunque nomine cliuina officia nominentur, secundum nutmn et iussum cappellani prefati, qui conseruator reliquiarum et literarmn dominorum extiterit, peragi debeant et teneri. Omnes et cappellani chorales, seu cantores, ad diuinum cultuni in dicta cappella deputati et adhuc in posterum deputandi, eius lionesto et licito debent subjici regimine et in nullo contrauenire. Eciam prenominatus cappellanus rerum solempnes quarumlibet benedictiones, quas admittit ecclesia, scilicet aque, salis, cinerum, palmarum, herbarum, candelarmn et cetera dicta in cappella celebrabit, exceptis confessionum audicione, vnctione sacra Infirmorum etviatici administracione, que quemlibet et ecclesie parochialis Rectore (sie!) in Culmnach pertinebunt, quam confessionum audicionem, viatici administracionem, sine domini nostri apostolici, seu domini nostriBambergensis, aut eius in spiritualibus viccarii, uel aliorum quorum interest, seu plebani in Culmnach licentia, facere nullomodo debet, nisi tempore necessitatis, aut coin- missionis et in articulo mortis vocatus fuerit. Et idem cappellanus verbum diuinum et quiuis suus successor, quociens voluerit, in dicta capella et Castro predicet et ewkaristiam et reliquias populo ostendet. Et quod dicta capella, cum dicto suo beneficio, seu benefieiis ecclesiasticis et eius cappellano et cap- pellanis, ab omni subieccione et anexione prefate parochialis ecclesie in antea perpetue est et esse debet libera et separata et penitus absoluta, nobisque pro parte dictormn prineipum extitit supplicatum, ut vna cum honorabili viro do- mino Bertholdo viccario et plebano perpetuo prefate parrochialis ecclesie in Culmnach ad premissa omnia et singula nostrum adhiberemus consensum beni- uolmn et assensmn. Nos itaque abbas, prior et Bursarius et conuentus mo- nasterii supradicti, ad conuocäcionem solitam in nostro conuentu et capitulo conuentualiter congregati, Capittulum et conuentum eiusdem monasterii facicn- tes, representantes, deliberacione prehabita diligenti, pensantes, peticionem dictormn prineipum fore iustam, eique fauorabiliter annuendo et deuocionem dictorum prineipum atque prefata opera deica et salubria promouendo, ad ipsa et eorum quodlibet videt (sie!) ad dotacionem et dotaciones, ordinacionem, pa- tronatus retencionem, oblacionum reeepeionem Cappelle, ut prefertur, sepa- racionem et hbertatem, et ad ordinationem et omnia et singula supradicta, que ea (sie!) a sede apostolica, seu ordinario et capitulo ecclesie Bambergensis atque alias ab hiis potestatem habentibus, etubi fuerit oportunum, vna cum dicto do- rnino Bertholdo plebano, pro nobis et nostris successoribus, consensum et as- sensum nostros beniuolos et expressos libere adhibuimus et tenore presencium adhibemus. Et ego Bertholdus, perpetuus viccarius et rector ecclesie in Culmnach parrochialis supradicte, confiteor et publice recongnosco principaliter in 50 liiis scriptis, quod. pro me et omnibus successoribus ineis et predicta ecclesia, cum prefatis meis patronis et dicte mee ecclesie ad premissa omnia et singula meum consensum et assensum liberos et beniuolos et expressos adhibui et adhibebo per presentes. In quorum omniuin et singulorum fidern, robor et testimonium, nostra sigilla, uidelicet Abbatis, Conuentus Et Bertholdi viccarii predictorum, pro nobis et omnibus successoribus nostris duximus presentibus appendenda. Actum et Datum In Monasterio Lancldieim, Anno domini Mille- simo trecentesimo nonagesimo nono, sabbato proximo post Marc! ewangeliste gloriosi. Ifcrcadjoftahiidjer bts % nrggraft{jnnts Itürnberg. *) liier sind die unwesentlichen Eingangs - Formalien weggelassen. XL VIII. Soljnmi III. iinb inekirl) VI. Burggrafen }\\ Himberg s tift en ntib begaben, nadj iljres Baters (jFrißbritjjs V.) seligen letztem Hillen, eine laglnnei auf passenkirg. 28. April 1399. In gotes namen Amen, das nicht gemachter dinge gedechtnusz vor lauff der czeit vordurbe, dorvmb der weiszen achperkeit hat erdacht vnd ein löblich gewonheit hat bebert, das die Sache, die da gewandelt worden In czeiten, mit bewerung der schrillt zu ewiger gedechtnusz werde bestetigt vnd geewigt. Darvmb wir Johanns vnd fridrich gebruder von gotes gnaden Burggraffen zu Nuremberg, Bekennen vnd thun kunt offenlich mit diesem brief allen den, In sehen, hören oder lesen, das vnser [herr] vndvatter seliger gedechtnusz willen hette, das irdische vnd vergencklich gut zu geben vnd zu wanndeln In vnd vinb das himclische vnd ewige gut, vnd Nühclie vor seinem leezten ende seligen an hett gehaben zu Stillten mit erblichen gewiszen gütern ein ewige messe auf vnser vesten Piassemberg, dem almetigen got zu lob, eren seiner vnuermeilten Müter Marie vnd allem hündischen here, vnd In den eren vnsers herren Jesu christi leicluiam, in des eren vnd lob vnd der heiligen saut Eliszabeth die Cap- pellen geeygent vnd geweyet ist worden, vnd dürch erwirdikeit vil liochwir- digs heilgtums, das wir in derselben Cappellen haben, vnd durch heilsamer hillf seiner vnd aller vnser fordern sele vnd lieilsz vnd beserung vnsers lebens, 51 Suleli vrspring lobes vnd heils [und] leczten guten willen vnd fursacz vnsers lieben lierrn vnd vatters guter gedeclitnusz wir nicht hindern, sundern meren wollen, wann selige gedechtnusz der Eidern yil mer einzeilig ist iren lebendigen erben vnd nachkämen, von naturlicher erczundimg angeboren lieb vnd sclikeit der seien, denn die erdechtnusz vngesipter lewte. Sülch merung got- hchs lobes vnd heilbringlicher nucz vnd hilff vnser fordern Sele vnd besserung vnsers vnd vnser nachkamen lebens hat vns obgeschriben Johannsen vnd fridrichen von gotes gnaden Burggraffen zu Nurembcrg erweget vnd fermanet, das wir williglichen haben geben vnd begnaden, vnd geben vnd begnaden mit crafft dicz brieffs die vnd zu derselben messe ewiglichen den czehenden, gelegen zu ßschbach vnd thawschendorff, lebendigen vnd todten, vnd das alles von rechtes wegen czehenden sol vnd vormals zu vnser herschaft gehört hat, der Jerlich bey XII sumer Culmnacher masz allcrley treydes gildt, an wein czehenden vnd andern cleine lebendigen czehenden, den wir auch zu der obgeschriben mesze; vnd eygen vnsern hoff zu Nydern Jcadach genant, darauff iczund fricz von kadach, vnser lancknecht, siezet, der Jerlichen XX Sumer getrides Culmnacher masz gildet, vnd geben vnd eygen In darezü mit allen zugehörungen, wisen vnd ecltern, wunn vnd weyde, liolcz, stewdeich, wasser, wasserflüssen vnd rainen vnd alls der liof vormals zu der herschafft gehört hat ongeuerde. vnd geben auch zu der messe ein teil vnser wisen bey scmelstorf gelegen, die auff vier füder hewsz gereinet vnd gcaclit ist worden, vnd freyen vnd ledigen die gut vnd eygen den obgeschriben hoff, czehend vnd wisen, mit allen iren zugehorungen, vnd auch die, die guter von des Capplans zu plassem- berg Innen haben vnd beseezen, volkumenlich ganeze macht haben sol, wenn vnd wie offt er das thun wil, vnd die guter der messe der Capplan auch allein die guter entseezen vnd beseezen volkumenlielien ganeze macht haben sol, wenn vnd wie offt er das thun wil. vnd die guter der messe vnd arm lewte, die dar auff syczen, gefreyet vnd gesichert ewiclichen sullen sein vor aller werntlicher beswerung vnd gewalt vnd vor aller czinsgult, treydegult, stewer, pette, reysen, reyszwegen, herferten vnd aller fron, vnd mit namen vor aller weswerung, wie die mit sunderlichen namen genant sein vnd wurden, noch der Capplan die guter vnd arm lewte, die Im alle gewarten mit czinsen vnd dinsten trewhchen sullen von vns, vnszern erben vnd nachknmen, vnszern amptlewten, dinern, lancknechten zumal dheinerlei vberlaszt nach hindernusz haben sol, nach von den gutern dlieinerley liab erwegheh oder vnuerweghch, wie die benumet mochten worden, treyben, tragen, füren, nach nemen wollen lassen; vnd wollen auch den Capplan, die guter vnd die, die dy guter wesiezen, trewlichen vnd gnedighehen beschuczen vnd beschirmen vor allermenicliclien 52 ongeuerd. vnd ob icht mere guter zu der obgeschriben messe geschicket, gekaufit wurde, oder in welcher weisz sie dar zu körnen, die schölten aller obgeschriben freyheit, Sicherheit vnd eigenschafft genczlichen gewrauchen vnd haben, als die obgeschriben guter vnd besiczer der guter, vnd schulten vnd wollen auch den Capplan vnd seinen gesinde ein gemacht In der obgenanten vesten laszen, darczu Im vnszer arm lewte brenliolcz vnd zimerholcz ausz vnszer forsten vnd holczern genuck füren sullen, vnd sol auch der Capplan gewrauchen aller freyheit vnd gnaden, als ander vnszer hewszlich vnd teghch capplan vnd pfaffen. vnd darvmb her Johanns en palmhoff er genant, dem vnszer her vnd vatter seliger gedechtnusz die obgeschriben messe vnd Capplaney willen liett vnd meynet gnedicliclien durch gotes willen zu leihen, die wir In auch durch gotes willen verliehen haben vnd gnediglichen mit crafft dicz briffs leihen, mit aller vor vnd nachgeschriben zugehörung, nüczen vnd rechten, der er auch ewiglichen nüczen vnd gebrauchen sol vnd mag noch allen seinen pesten. vnd sol auch ein icliche sein nachkumen dieselben Capplaney vnd messe von vns, vnszern Erben vnd nachkümen zu lehen enpfahcn, die wir auch gnediglichen einem frumen prister, oder der In einem Jar prister mag werden, lehren wollen; vnd sol auch der obgeschriben Capplan oder sein nachkomen, oder sie von Iren wegen mit vnszern güten willen vnd wissen Innen hat, die Cappellen besingen vnd dar Innen, wenn er gütlichen vnd andechtiglichen darczu geschycket vnd vermant ist, messe in der Cappellen, oder nemlichen in dem kore singen oder lesen, vnd alle gütliche ampte, Metten, vesper an der tagczit singen, wenn er wil, vnd predigen, wasser, salcz, würcz, kerczen, pahnen segen vnd ander lob- lichkeit mit andern gotesdinsten volbrengen, auszgenomen beicht zu hören vnd das sacrament des leichnams vnszer hern, tauff vnd das heilige ol zu reichen, das er das an vrlaub der obersten In geistlichen Sachen, oder des pfarrers zu Culimiach nit thun sol. Auch sol der obgenant Capplan vnd seine nachkumen vnszer heilgtum zu plassemberg Innen haben, beslisen vnd bewaren vnd das von seinen nüczen vnd renten, die er von der Cappelaney hat, mit einer ewigen lampen oder ollicht tag vnd Macht ewiglichen beleuchten ongeuerde; vnd sol alle ornat, pucher, kelch vnd was zu gütlicher czirheit gehört, vnd vnszer gewelwe mit allen vnszerm brieffen, vnd was wir dar Innen haben, vns beslisen, vnd darvmb thun wir dem offtgenanten hern Johannsen vnd seinen nachkumen den vorteil vnd gnad vor allen andern vnszern Capplan, die wir haben vnd noch meinen zu stiften in dieselben Cappellen zu begnaden vnd eigen, das er alles mesfrümen vnd opfer auff allen eitern, die iczunt gemacht, gcweyet, erhoben sein, oder noch gemacht, geweiet, erhoben werden In der obgeschriben Cappellen, aufhaben vnd nemen; vnd welche ander prister in der Cappellen messe halten, wie offt das geschit, So sol auch der obgenant Capplan vnd seine nachkuinen das messe frümen vnd oplier auch ewiglichen nemen vnd auffheben, vnd alles obgeschriben opher vnd messefrumen in seinen nücz keren vnd wenden ; wer aber, das ymants von sunderlicher andacht wachsz oder ander ding dem heiligen fromleichnam vnd dem wirdigen heilgtum zu lob vnd eren in die Cappelen brecht vor das heilgtum, das solt auch der obgenant Capplan ein- 1 lernen vnd furbasz dasselbige wachs vnd andern ding, das da hinbracht wurde, in die ere vnd lob gotes vnszers herrn vnd nucz vnd czirheit des heilgtum wenn- den vnd keren. Auch sol der Capplan dheinerley pfarrern zu kuhnnach, noch keinen vnszern amptlewten, noch nymant anders mit singen oder lesen, oder dinsten, wie die genant sein, vntertenig sein, nach gewarten, Auszgenomen vnszern heiligen vater den Babst vnde vnszerm herrn von Bamberg vnd thum- techant vnd archdyacono vnd andern geistlichen prelaten, den er In geistlichen Sachen muglich gehorsam vnd vntertenig sein sol, vnd vns, vnszern Erben vnd nachkuinen trewlichen dinen vnd gewarten. für dasselbig alles obgeschriben messefrumen vnd ophern, freyhat der Capplaney vnd lehen der iczunten gestillten messe vnd die noch gestillt werden, haben wir der widen vnd einem iglichen pfarrer mit wissen vnd guten willen herrn Bertholds zu der zeit pfarrer zu kuhnnach ein genucksame vnd bequernliche Widerlegung gethun, vnd haben Im geben vnd geeygent vnd gelreyet ein liausz vnd garten bey dem Closter vnd Trenckmein zu kulmach gelegen, der Jerlichen seczehen hbras lantwerung vnd ein achteil holcz-habern vnd fron gult, des wir vns alles verezeihen; vnd freyen vnd eygen der widen einen Weingarten vnd hawsz vnd pawmgarten dar vnter, alles In der wolffkel gelegen, vnd einen garten ob dem nepflein gelegen, vnd ein hofftat vnd gertlein vnter dem pfarhoff gelegen, vnd ein hawsz vnd dar auff wir ein halbs summer holcz-habern vnd fron vnd pflanczen gehabt haben, des wir vns alles verezeihen. vnd freyen vnd ledigen Auch die obgeschriben guter vor aller beswerung, stewer, fron vnd mitleydung vnser Stat zu kuhnnach, vnd freyen vnd eygen ein gutlein auff der Rewth gelegen, darauff wir Jerlichen ein Summer ein achteil sichel füters kulmnacher masz gehabt haben, vnd fron, XII eyer, II kesz, II huner in die küchen, des wir vns alles genez- lichen verezeihen, vnd freyen wir die vor aller beswerung, als das eygentlichen in dem brief begriffen ist, den wir darvber geben haben. Auch sullen In der Gappellen zu Flassenberg alle gotes dinst mit singen vnd lesen noch Schickung, Ordnung vnd geheysz des obgeschrieben Capplans vnd seiner nachkuinen ordenlichen gehandelt vnd gehalten werden, vnd alle Capplan vnd altaristen, die gen Flassenberg komen vnd dohin gewidt vnd gestifft werden, sullen mit singen, lesen, meszhalten dem genanten Capplan williglichen, an alles widersprechen, gehorsam vnd gevolligsyn. vnd alle obgeschriben artickel, pmide vnd punekte, stifftung der messe vnd ander künftig messe vnd leben aller messe In der ob- genanten cappellen, die wir vns behalden, freyheit des Capplans, vnd vollbringen aller gotlielien ampte, als oben begriffen ist, vnd das der eynige obgenanter Capplan alles meszfrmnmen vnd opfer aufgeheben mttge, haben wir alles gehandelt vnd gestifftet mit gutem wolbedachtem müte, willen, gnnst vnd verhencknusz der wirdigen vnd andechtigen herrn Nielas zu der ezeit Apt zu langklieim vnd loszen graber genant, vnd herrn Niclas von erfordt Prior daselbst, vnd herrn Niclas von olsznicz Bursner doselbst, vnd des Conuentes gemeinlichen des Closters zu langklieim, die patron vnd lehenherrn der pfarr zu kulmnach sein, vnd mit guten willen vnd gunst vnd verhengnusz des andechtigen herrn Bertholds zu der czeit pfarrer zu kulmnach, die sich alle für sieh vnd ir nachkumen, die obgeschriben artickel vnuerruckt zu lialdeu, ver- schriben haben, vnd zu groszer Sicherheit vnd. stetickeit aller obgeschriben artickel, die genczlich vnuerruckt zu halden, geben wir für vus, vnszer Erben vnd Nachkumen diesen offen brieff, versigelt mit vnszerm anhangenden Insigel. Geben zu Flassenberg, nach cristi gebürt Drewczehenhundert Jar vnd darnach In dem Newvndnewczigisten Jare, an dem Montag vor phillippi vnd Jocoby der heiligen czwelffpotten etc. ißcinciiibudj Äarkgraf JFtitbridj's I. uan jjtanbtnijitrj]. Vergl. Nr. XLIV u. XLVII. XL1X. 1. Mai 1399. Engelhard und Eberhard von Rosenberg und Heintze Knebel von Bretze- keiin bekennen, daz sy zwischen hern Conrade von Hartheim und Götzen von Hedekeim, wegen eines hengstes, den Götze hern Conrade in des Burggreben dienste von Voremberg gelyhen, dergstalt gerichtet haben, daz Götze von Hedekeim seinen hengest wider nain und her Conrad yme uf Sant Petirs tag nehest vergangen ad Cathedram fumfzehen Guldin dazu bezalte. Datum anno domini Millesimo trecentesimo nonagesimo nono, ipso die Walpurgis virginis. dbtiginal im lönigl. 33nirisdjcii ätcidjsnrrijiur. Ebendas. des Gozze von Heddekeyn Quittung- d. d. 27. Jan. 1399. über des Burggrafen Bezahlung besagten Hengstes. L. Injjnnn fr.ICanfr^rnf )it HCcndjtrnlicrg urrkauft fric i^rrsdjaft CruilsjjEiiti an frit Burggrafen )ii lürnbtrß. 7. Mai 1399. Wir Johanns der Elter Laimtgraue zum Lewchtemberge vnd Graue zu Ilals, Bekennen vnd thun kunt offeniiclien mit diesem brife allen den, die In sehen oder lioren lesen, für yns, vnser erben vnd nachkomen, das wir mit wolbedachtem mute vnd gutem Rate vnser friinde vnd Räte haben recht vnd redlichen verkawft vnd zu vrtät vnd ewigem kawfe zü kawffen gehen den Hochgebornen l'ursten, vnsern liehen Oheimen, herren Johannsen vnd herren Fridrichen Burggrauen zu Nuremberg vnd allen Iren Erben vnd nachkomen die Sloss Freiolsheim burgk vnd Stat, Flugelciio vnd Rossfeit, vnd den See zu Rossfeit, vnd die vesten Werdecke vnd Fielriete mit lewten, guten, gulten, Rennten, zehenden, geleyten, vngelten, dorffern, weylern, holen, gerichten, feilen, kirchsäczen, vischwassern, Seen, weiden, höltzern, wisen, eckern, lehenschafften, geistlichen vnd werntlichen vnd manschäfften vnd mit allen andern zugehorungen, wie das alles genant, oder wo es alles gelegen ist, nichts awss- genomeii, vnd mit namen den wiltpan In zweyen meylcn weges vmb krewlss- heiin In dem kreiss vmb vnd vmbe, mit allen iren rechten, vnd darczu den See, gerichte vnd kircliensacz zu Rode vnd drew gutlein daselbsten, vnd die holcz- marck dahey gelegen, mit allen vnd ighchen Iren zugehorungen. vnd das alles haben wir In geben, vnd sullen vnd wollen sie auch des weren, versprechen vnd vertreten an aller stat für freyes lediges eygen ongeuerd. Darczu haben wir In auch zu kawfen geben die vesten lobenhawsen mit Iren zugehorungen, nach lawte vnd sage der brief, die wir doruber gehabt vnd In die gegeben vnd geantwort haben, vnd das alles, als vor begriffen ist, haben wir In geben vmb Sechs vnd zwanczig tawsend guidein, der wir von In aller genczliehen vnd gar gericht vnd beczalt sein, vnd sagen sie darmnb quitt, ledig vnd loss. vnd die obgenanten Sloss krewlsheim Burck vnd Stat, Flugelaw, Rossfeit die vesten, Werdecke, Pielriete vnd lohenhawsen (sie!) mi t allen vnd igclichen Iren zugehorungen, nichts liindan gesaezt, sullen die obgenanten Burggraue Johanns vnd Burggraue Fridrich Iren (sie!) Erben vnd nachkomen haben, nuezen, niessen, beseezen vnd entseezen vnd geprauchen. vnd wir obgenant Lant- graue Johanns verezeihen vns der Leüterhch vnd sullen wir, vnser Erben vnd nachkomen, noch nymands von vnsern wegen darnach nymmermere clheinerley 56 ansprach, elage noch vorclxunge thun, noch gehaben in dheinweyse furbas ewiglichen, vncl haben In auch darczu gegeben alle clage, clagbriefe vnd gerichtesbriefe vnd alle andre brife vnd alle vnsre recht, die wir an dein allen gehabt haben on alle geuerde. vnd des zu vrkund geben wir den obgenanten vnsern Oheimen Burggraue Johannsen vnd Burggraue Frid riehen, Iren Erben vnd nachkomen, für vns, alle vnser erben vnd nachkoinen, den offen brif, mit vnserm anhangenden Insigel versigelt, der geben ist zu krewlslieim an vnsers herren Auffart ab ende, nach cristi gepurt drewczehenhundert vnd In dem newnvndnewnczigsten Jaren. ünkitnftsbitdj bcs Skrggrnftljnnit liiirabrrg. Vergl. Nr. CCXCV. LI. Der fonfypf p Itcndjtrnücrg ksdjciiiigt, te W Burggrafen .12,000 dinlkn, als ÜMjlag auf W laitfaninuiE nun Hrailsljtiiti, für iljn hpjjlt Ijnlun. 7. Mai 1399. Wir Johanns Lantgraue zu Leuchtemberg vnd graue zu Halls, Bekennen für vns vnd vnser erben offenlich mit dem brief. Als vns die woleebornen O fürsten, vnser lieb Oheim , Graue Johanns vnd Graue Fridrich, gebruder, Burggrauen zu Nüremberg, von wegen der Slosse Krewlslieim, werdeck, lobenhawsen vnd irer zugehorunge, die sie von vns gekawft haben, von vnsern schuldigem zu francken vmb zwelff tawsent gülden Heynischer werunge, nach eyner zedlen lawt, die wir In mit vnserm aufgedruckten Insigel besigelt geben haben, ledigen vnd lösen sullen, das sie vns dorumb genczlich geledigt vnd sie für vns beczalt haben den lewten, als hernach eigentlich geschriben stet: mit namen Rudolffeh von Bebenburg vierdhalbtawsent gülden, Burckliarten von Wolmershawsen dem Jungen hundert vnd zwanezig guidein, W ilh e lm von Bebenburg dem Jungen, Ritter, tawsent guidein, Wyprecht von Wohnershausen dreihundert guidein, Endres Zobeln achthundert vnd drey vnd dreissig guidein, Götschalck dem Juden zu Rotenlburg dreyhundert vnd zwenne vnd Newnczig guidein, Bischoff dem Juden daselbst hundert vnd sechczig guidein, dorumb Im Rudolfs von Bebenburg pfand gestanden sind, Hannsen dem Gayling ayliff hundert vnd funff vnd funffezig guidein, wigileys von Seckendorff ayliff hundert guidein, Fridrich dem Wintersteiner hundert vnd achczig guidein, Hawgen von felberg 8 B(l. VI. Sechs vnd sibenczig guidein, Goczen lesclien Sibenliundert vnd zwen vnd zwenczig guidein, Hannsen zukmanteln, vnserm wirt zu Rotem bürg, funif vnd dreissig guidein für gewant vnd dreyvndczwanczig gülden für zerunge, Goczen von finsterloch, von Cönczen Durren seligen wegen, funffhundert guidein, Heinrich Schoppfloehern dreyvndvierczig guidein, Fricz hoferin zu dinckels- pühel siben vnd dreissig guidein, die an den Juden daselbst steen, Albrecht firenkorn vnd andern lewten zu krewlsheim anderthalb hundert guidein, Claus Eseln daselbst achtvndczwanczig guidein vnd Goczen Reynen Sehs hundert vnd sehs vnd vierezig guidein. Also machen die obgenanten guidein mit vnd zu einander gerechent Summa zwelfftawsent Reinischer werunge, der sagen wir, für vns vnd vnser erben, die obgenanten vnser Oheim die Burggrauen vnd Ir Erben quitt, ledig vnd losse genczlich mit krafft dits briefs ongeuerde, Doch In solicher bescheidenheit, das sie vns vnsern brief vmb ayliffhundert vnd funff vnd funifezig guidein von hannsen Gayling noch lossen vnd antworten sullen, der da für gibt, wir sullen Im mer dann die obgenanten guidein schuldig sein, des wir vnd die vnsern nicht verhelen; dorvmb so wollen wir die vnsern mit vnserm gewalt zu tagen gen Im schicken vnd nach vnsers gewaltes von vnsern wegen vnd sein selbs furgab erkennen lassen, ob wir Im oder er vns ichts noch schuldig bliben, das dann von vns vnd von Im Beyderseit also volfurt werde. Sie sullen vns auch vnser zwen brieff auff Sand Peters tag kathedra schirest künftigen genczlichen ledigen, losen .... an vnser Scheden uberantworten, die bis auf denselben tage bleiben gesten, mit namen einen brief, den Endres Zobel hat von seins leipgedings wegen vmb achthundert guidein auf lobenhawsen, vnd einen, den Göcz Reyn, vnser hofgesind, hat vmb Sibenliundert guidein, der sie für vns Im Sibenthalbhundert mynner vier guidein beczalen sullen, als wir In an vnser bisigelten zetdeln gescliriben haben geben, vnd die andern vier vnd funifezig guidein sein sie selber zu czinse schuldig zu geben dem Reynen, dorumbe, das er die guidein alle bis auff sand Peters tag kathedra scliirst kunfftigen besteen hat, wann Im haubtgelt vnd zinse zu einander also aulf dieselben zeit zu geben von vns verschriben sein. Sust so haben Sie vns alle andre vnser brief, die vnser schuldiger czu francken von vns hetten, vmb die obgeschriben zwelif tausent guidein, Darumb sie vns von In gelediget vnd geloset haben, forderlich In vnsern gewalt wider geantwortet vnd vbergeben angeuerde. zu vrkunde geben wir den vnsern quittbrief mit vnserm anhangenden Insigel besigelten, das gescheen ist am Mitwochen vor dem heiligen Auifart tage, da man czalt nach cristi gepurt dreyczelienhundert Jar vnd darnach In dem Newn vnd Newnczigisten Jare. Slnktaiftsbadj bca Bntggtaftjjnms Himberg. LH 7. Mai 1399. Pfalzgraf Stephan, Ruprecht und Ludwig, Herzoge in Bayern, und Burggraf Fridrich zu Nürnberg vertragen den Markgrafen Wilhelm von Meissen mit der Stadt Erfurt. Datum Forchheim, am Mittwoch vor Himmelfahrt MCCCXCIX. (Copic im ißrosäjjcrjogl. Jjüdjstsdjctt Jdontsnrdjiuc jii HStiittar. LIII. ffMidjEr Httobritf für Burggraf JfriEkidj gt liirnlicrg. 18. Mai 1399. Bonifacius episcopus, seruus seruorum dei, Dilecto filio, Nobiliviro Fride- rico Burggrauio Nurembergensi, Salutem et apostolicam henedictionem. Prouenit ex tue deuocionis affectu, quo nos et Romanam ecclesiam reuereris, ut peti- ciones tuas, illas presertim, que anime tue salutem respiciunt, ad exaudicionis graciam admittamus. Hinc est, quod nos, tuis supplicacionibus inchnati, ut Con- fessor tuus, quem duxeris eligendum, omnium peccatorum tuormn, de quibus corde contritus et ore confessus fueris, tociens, quociens tibi placuerit et uide- bitur opportunuin, plenam remissionem tibi in sinceritate fidei, unitate sancte Romane ecclesie ac obediencia et deuocione nostra, uel successorum nostrorum Romanorum Pontificum canonice intrancium, persistenti auctoritate apostolica concedere ualeat, deuocioni tue tenore presencium indulgemus; Sic tarnen, quod idem Confessor de hiis, de quibus luerit alteri satisfactio impendenda, eam tibi per te, si superuixcris, uel per heredes tuos, si tunc forte transieris, faciendam iniungat, quam tu, uel illi facere teneamini, ut prefertur. Et ne, quod absit, propter huiusmodi graciam reddaris procliuior ad illicita imposterum coininittenda, volumus, quod si ex confidencia remissionis huiusmodi aliqua forte committeres, quo ad illa predicta remissio tibi nullatenus suffragetur. iXulli ergo omnino hominum liceat, hanc paginam nostre concessionis etuolun- tatis infringere, uel ei ausu temerario contraire, Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignacionem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit incursurum. Datum Rome apud Sanctumpetrum, XV. Kalendas Junii, Pontificatus nostri Anno decimo. (Drißiitnl im Sättigt Knirisrijcn licidjsardjiiic. LIM «ligisnmiiii, Innig tinn Ifgarn, sdpkt sriiirni ddjtnagBr Burggraf Injiann 20,000 dMftgalkn. 27. Mai 1399. Nos Sigismundus clei gracia Rex Hungarie, Dalmaeie, Croacie etc. ac, Marchio Brandenburgensis etc., Notumfacimus tenore presencium, significantes, quibus expedit, vniuersis, Quod nos tum internum ob consanqwineitatis amo- rem, quo Illustri Principi, domino Johanni Burgrauio Nurembergensi, Sororio nostro carissimo, indissolubili coniungimur nexu, tum consideratis in nostre mentis acie fatigis multiphariis et expensis grauibus, quas ipse, ad nostri honorem cuLminis, proximis hiis temporibus elapsis et eciam hactenus sufferre non recusauit, sed eisdem se diligentia submisit proniori, Yolentes proinde ipsum quodam largitatis nostre dono remunerari, viginti Milia tlorenorum auri puri, eidem domino Johanni Burgrauio, Sororio nostro, danda decreuimus largiflue et donanda, quequidem viginti milia florenorum auri in festo purificacionis Marie virgmis gloriose proxime venturo, eidem domino Johanni Burgrauio, Sororio nostro, per fidelem nostrum Marcum de Nuremberga, Co m i tem Tri- cesimarum et nonnullormn aliorum officiorum nostrorum, persoluendum depu- tauimus et deputamus efficaciter aministrandum, Ilarum nostrarum testimonio litterarum. Datum Budissin (sie!) tercio die festi sanete Trinitatis, Anno domini Millesimo CCC Nonagesimo Nono. iDriginnl (-pergament) im liiiiigl. iSniriadjen Itctdjanrrjjine. LV. Innig (figisnnuii) meist seinen dBesdjnffsfnljrcr Unrats unn Aliiuilierg an, seinem jMjmager, Burggraf Snjjnim, 20,000 (inlitgnlkn gt ^ajjlem 27. Mai 1399. Sigismundus dei gracia Rex Hungarie, Dalmaeie, Croacie etc. ac Marchio Brandenburgensis etc., Meli suo Marco de Nuremberga, Comiti Tricesimarum et nonnullorum aliorum officiorum nostrorum, Salutcm et graciam. Fidelitati tue firmiter preeipimus et mandamus, quatenus, iuxta contenta aliarum Iiterarum 60 nostrarum, Illustri principi, domino Johonni Burgrauio Nurembergensi, So- rorio nostro carissimo, viginti Milia florenorum auri puri in festo purilica- cionis beate Marie virginis gloriose proxime affuturo dare et persoluere, ac ipsuin, vel homines suos ad id deputandos de eisdem realiter expedire debeas, Presentes eciam, cum ipsis aliis literis nostris, post premissam expedicionem, pro expeditorio, apud te reseruando. datum Bude, tertia die festi sancte Trinitatis, Anno domini Millesimo CCC nonagesimo Nono. (Original (Papier) im Miinigl. ©airisrfjen Icirljsnrrljiuf. LYI. 29. Juni 1399. Fridricli Graue zu Hennenberg bekennt, daz yn Herre Fridricli Burggraue zu Nuremberg genzlich bezalt hat vinb die koste, als er sinen diner by sich zu Romhilt gehalten und verkost hat. Geben zu Romhilt, an sand Peter und Pauls tage, Anno MCCCXCVHH. tßriginal im -Eimigl. SJniriadjen 3ReidjHardjiae. LVII. 3. Juli 1399. Bonifacius Papa, intervenientibus Johanne et Friderico burggraviis Nuren- bergensibus, Episcopo Bambergensi committit, utlitem componat, exortam inter universitatem villae Werd, quae in dictorum burggraviorum dominio erat, et Wolframum Dürre et ejus successorem Albertum Fleischmann, rectores eccle- siae parrochialis S. Sebaldi in opido Nürenberg, quod contra statutum Urbani Papae VI. de non aedificando ecclesiain, seu capellam intra limites parrochialis ecclesiae S. Sebaldi, absque apostoliea et episcopali licentia, novam capellam in villa sua exstruxissent. Datum Romae, quinto Nonarum Julii, pontificatus anno decimo. Transsumt in Reg-. Boic. XII. pn.g. 282 sq. (ii LVIII. 9. Juli 1399. Jorg von Lichtenstein tzum Hohenstein bekennt, dasz seine gnedige liern. Johans und Friclrich Burkgrafen tzu Nürenberg, im tzwen unde twentzig guidein für alle seine forderungen bctzalt haben. Geben zuKuhna, an der nechsten mitwoehen nach Sant Kilianstag, anno domini MCCCXCVIIII. dDriginol im "lönigl. Inirtsdjrn 5ieidjaardjiut. LIX. 12. Juli 1399. Hans von Hespurg geseszen zu Hespurg bekennt, daz her Fridrich burg- grqfe tzu Nürnberg im die schuldigen sechtzig Güldin betzalt habe. Geben nach Cristi geburt drwtzehen hundert iar darnach in dem nun unde nüntzigisten iar, an dem nehsten samtztage vor sande Margareten tage der heiligen Juncfrauwen. (Dngiunl im Siinigl. Snirisrijtn Hcirijaardjiuc. LX. 12. Juli 1399. Werner List, Dytherich vonRosla, Nickel von Wolframistorff, Hans von Sparrenberg, Gerhard von Ulrichstorlf, Ebirhard vom Berge, Hans von der Ileyde, Ulmann von Buckelwiz und Nickel Griz schwören hern Wilhelm Marggrafen zu Meissen und Lantgrafen in Doringen, in dessen gepngniss sie waren, darumb, daz sie sich gein ym und sinen lande Vorgriffen hatten, Urfehde. Oucli schul alle schelmige und sache, dy sie mit dem Burggrafen von Nürenberg haben, zu demselbin Marcgrafen Wilhelme steliin. Gegebin zu Myssen, nach gocz geburt dryczenhundert Jar darnach in deine nun und nunczigisten Jare, an dem nehsten Sonnabende vor sande Margarethen tage. (ffiriginal im #nrljsrn - tßracstinisrijrn (ßtmcinsdjnftlidjen Srtijiut )u ütimar. 62 LXI. lönig llkiml oerbilit kn ißtirgpfni oerfallciic iolploliisrljr IridjskljBn. 24. Juli 1399. Wir Wenc.zlaw von gotes gnaden Römischer kunig, zu allen ezeiten inerer des Reichs vnd kunig zu Behehn, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit diesem briue allen den, die In sehen oder hören lesen. Wann der Edel Johans von hohenloch allie die lehen, die sein vater vnd vetter seliger gedechtnusse, Gerlach vnd Gotfrid von hohenloch, von vns vnd dein heiligen Romischen Reich gehabt haben, vorsawmet vnd von vns, als von einem Romischen ku- nige, nicht hat empfangen, vnd auch vff des heiligen Romischen Reichs Strassen wissentlichen Landen vnd Leuten hat gerawbet: Dorumb so haben wir angesehen dye nüczpern getrewe vnd forderliche dinste, die vns vnd dem heiligen Romischen Reiche die hochgehorn Johans vnd Frydreicli gebruder Burggrafen zu Nurenberg, vnsere liben Swegere vnd forsten, vnd Ire vordem manigueldiclichen in vorgangen ezeiten getan vnd beweist haben, vnd dieselben vnsere Sweger in künftigen ezeiten wol getun vnd beweisen mögen, vnd haben In mit kuniglicher macht, von besundern gnaden vnd mit rechter wissen gelihen, vnd leihen In auch in kraft ditz briues den teyl an der Stat kytzlng, die Vesten Speckfeit, alle die Slosse, Herscheft, gerichte, geleit, Gzolle, Manlehen, Czinslehen, wiltpenn, Merkte, Dorffer, Mulen, vnd mitnamen alles das, das vns vnd dem heiligen Reiche vorfallen vnd ledig ist worden, in sul- cher masse vnd weise, als oben stet geschriben, vnd das die vorgenanten von hohenloch gehabt vnd gelassen haben, mit alle dem, daz darzu vnd dorein gebort, wie das genant oder wo das ist gelegen, nichstes vsgenomen, Also, das die vorgenanten vnsere Sweger, Burggrafen Johans vnd Fridreich, alle Ii- Erben vnd Nachkamen dieselben Slosse, guter vnd lehen, mit allen Iren zu- gehorungen furbasmer ewiclichen von einem iglichen Romischen lceiser vnd kunige zu rechtem lehen empfahen vnd ynnliaben, nutzen vnd nyessen, besetzen vnd entsetzen sullcn vnd mugen an alles hindern vnd irren, Dobey wir sie gnedichchen schützen vnd schirmen, vnd ouch behalden wollen. Mit vrkunt ditz briues, vorsigelt mit vnserr königlichen Maiestat Insigcl, Geben zu Präge, nach Cristes gehurt Dreyczehenliundert Jare vnd dornoch in demNeunvndneun- czigistem Jaren, an sand Jacobs Abende, vnserr Reiche des behemischen in dem Sibenvnddreissigistem vnd des Romischen in dem virvndczweinezigistem Jaren. (Original im Jtünigl. Jkirisdjcn Üitidjsarrijiuf. G3 LXII. Ü b Burggrafen Inljann uiitr Jrukidj jtt liirnkrg DErpflidjten sirtj, km Bisdjnf tum Iluirjlnirg gtgrn Vit dtiikc bti^ustcljEn. 24. Juli 1399. Wir iohanns vnncl Friderich uoii gotes gnaden bürg grauen zu Nüremberg, bekennen ynnd thun knnt öffentlichen mit disem brieff, das wir angesehen haben sohche zwitracht vnnd miszhellünge, die zwischen dem Erwirdigen vnnserm lieben herren, hern Gerharten bischoff zü Wirtzpürg, seinem capitel vnnd stiffte von einem teile, vnnd etlichen iren steten, mit namen Wirtzpürg vnnd mit den andern steten, die mit ir in eynigung sind, die sich gegen In vnpillichen gesetzt haben, vonn dem andern teile, dauon derselb vnnser lierre vnnd sein stifft in grossen vnnd fürpüntlichen schaden manigueltigliehen gefallen vnnd kummen sein: So haben wir betraclitett vnnd bedacht solche liebe vnnd freuntschafft, die derselbe vnnser herr pisz her gein vnnsz vnnd wir gein Im gehabt vnnd künfftiglichen haben süllen vnnd wollen, als wir vnnsz des gentzlichen zn einander versehen, vnnd haben mit wolbedachtem müte, rechter wissen vnnd vnnsers rates rate vnsz geeinet vnnd verpunden mit vnrul zu demselben vn- serm herren von Wirtzpürg vnnd seinem capitel, einen vnnde verpinden vnnsz mit In in crafft dits brieffs, also, das wir beide oder vnnser einer mit sein selbs leib vnnd mit einem hauffen uolcks, so wir sterckst mügen, bei demselben vnn- sern hern auff dem neide sein vnnd den zügk, des er überein kummen ist, gantz auszsein sullen vnnd wollen auff vnnser selbs koste vnnd schaden, vnnd auff demselben uelde vnnd in dein zügk Im getreulichen raten vnd helffen on- geuerde. vnnd were, das diselben stete mit demselben zügk nit benötigt vnnd betrungen mochten werden, das sie irem herren wider gehorsame vnnd vnter- tlienig wurden, als sie doch pillichen thun solten, so sollen vnnd wollen wir denselben vnnsern herren von Wirtzpürg vnnd seinem capitel beholffen sein zu teglichem krieg, Also, das wir dreissig mit glen auff das minste in vnnsern steten vnnd schlössen, wo das dem krieg allergelengst ist, ligenden haben sullen, die in aber getreülichen helffen vnnd thun sullen on alles geuerde, vnnd soll das als lanng weren vnnd sein also, dieweil derselb krieg Averet vnnd Auberichte bleibet. "Were auch, dieweil der krieg weret, das der obgenant Aunser herr Aund sein capitel mit iren haüptleüten ander züge oder rite, eines oder meer, überein würden, darzü sullen vnnd Avollen wir thun vnnd Inen nach Aunserm vermügen helffen; Were aber, das denselben Aunsern herrn A r on 64 Wirtzpurg vnnd sein capitel ein richtignng gienge oder widerfaren möchte, daran vnnser lxerren die Bischoff von Mentz vnnd Bamberg vnnd irer rete deüclite, vnnd'erkennen sie ein genügen zu haben, dieselben richtigung sollen dieselben vnnser herren vnnd sein capitel auffnemen vnnd mit den obgenanten steten, auff der vorgenanten bischouen vnd irer Rete erkennen, berichtet sein. Vnnd were, das wir bede, oder vnnser einer, mit vnnser selbs leiben auff dem ueld, nicht gesein möchten vngeuerhehen, so stillen wir vnnser haüptleüt, uolck vnnd panier auff dem uelde haben, so wir beste uiügen ongeuerd vnnd als oben gescliriben steet. vnnd des zu Urkunde vnnd merer Sicherheit geben wir disen brieff, versigelten mit vnnserm, hur(jgrauen Friderichs insigel, des wir burggraff iohanns obgenant zu disem mal geprauchen, wan wir vnnser insigel bei disenn teidungen nicht enhetten. Der brieff ist geben zu Vorcheim, am dornstag auff sant Jacobs abent, als man zalt von cristi gepurt dreizehen- liundert wind darnach in den neun vnnd Neuntzigisten iaren. Sertrngahödjer bes ■feurggrnftliums liiritbErg. LXIII. Äkrtangs - IltDtrk kr liirggrnfni %m unb inekidi über kn ihnen non km lfmijstift Übiiiglinrg nergfönkten €tjcil iinn Iiitgiigrn. 1. August 1399. Wir Graue Hans vnd Gräfe Friderich, gebruder, von gotis gnaden Burg- grauen zu Nurenberg, Bekennen für vns vnd vnsere Erben vnd thün kunt mit disem brife allen den, die yn an sehen, hören oder lesen. Als vns der Erwir- dige in got vater, herr Gerhart Bischoff zü Wirczburg, sein Capitel vnd Stifft Iren teil der stat zu kiezingen, mit allen nuezen, Eni, herschafft vnd zuge- horungen, Inpfandes wise eingeseezt haben, des gereden wir für vns vnd alle vnser Erben, iren teil der egenanten Stat kiezingen mit allen iren zugehornden vnd herkomen wider zulosen geben dem Egenanten herrn Gerhart Bischoff, seinen nachkomen vnd Capitel, zu welchen zeiten sy daz vermögen vnd yn eben ist, on allerley eintragen, sewmnisze vnd Widerrede ongeuerde, nach lawt vnd sage des hawptbrifes, den sy vns darüber geben haben, der von wort zu wort liie hernach gescliriben stet vnd sich also anhebt: „Wir Gerhart von gotis gnaden Bischoff zu Wirczburg vnd wir graue Rudolff von Wertheim, 9 Bd. VI. 65 —'rf Stathalter des dechants, vnd daz Capitel gemeinlichen zürn Thuine zu Wircz- purg, Bekennen offinlich mit disem hrife allen den, die yn an sehen oder hören lesen, daz wir mit gutem Rate, wiszen vnd vorbetrachtunge eynmütlichen vns mit den hochgeborn forsten, hern Johansen vnd herrn Frideriche Burggrauen zu Nurenberg, geeynt vnd gesampent haben, eynen vnd sammen vns mit In in- krafft diczs brifes vmb eine hilffe, die sie vns tün sollen vnd wollen uff ir eygen kost vnd schaden wider etliche vnsere Stete, mit namen Wirczpurg vnd ander vnsere Stete, die mit In in eynunge seind, vnd die sich wider vns biz her ge- seczt haben vnd noch seczin, Als daz der hrife eygentlich sagt vnd vszwiset, den sie vns vber die selben hilffe, wie lange vnd inweicher masze die sein sol, gegeben haben. Nu haben wir angesehen sulche merkliche ire fruntschafft vnd willen, die sie also zu vns vnd zu vnserm stiffte haben, vnd haben mit wol- bedachtem müte vnd rechter wiszen den obgcnanten Burggrauen vnd iren Erben gegeben in guter fruntschafft vnsern teyle der Stat zu kiczingen, mit allen Eren, wirden, rechten, marken, gulten, nuczen, gerichten, zollen, geleiten, zugehorungen vnd allen iren herlichkeiten, nichts vzgenomen, als die biz her an vns vnd an vnsern Stifft kumen vnd gewesen sein on alles geuerde, vnd sollen die ynne haben, nuczen, nyeszen, beseczen vnd entseczen, wenden vnd keren noch irem besten, als ander ire eygen gute, als lange, biz wir oder vns er nachkomen an dem selben Stillte zu Wirczburg die selben teyle mit iren zugehorungen von yn gelost vnd geledigt haben vmb zwelff Tusent gülden Rinischer werunge gut an golde vnd swergenug angewichte, die wir in vmb solche im dienst vnd hilff gehen haben. Auch als wir vormals die selben teile; kiczingen dem oder den verseezt vnd verschoben haben, Also mügen die vorgenanten Burggrauen vnd ir Erben den selben sines geltes, daz er also daruffe hat, bezaln vnd In abelosen ziistunden, oder wenn sie wollen, vnd waz die Summe sin vnd werden wurde, die slahen wir yn zu den vorgenanten zwelff Tusent gülden, vnd wir vnd vns er nachkomen an dem obgenanten stiffte sollen vnd wollen In die selben Beyde summen mit einander bezaln zu Nurenberg oder zu Bamberg, in der zweier Stete eine, oder in dreyen milen darumbe, in welcher stat sie wollen; So vnd wanne wir, vnser Stifft oder nochkomen die selben teil von yn oder iren Erbin wider losen vnd ans vns brengen wolten, solcher lo- sunge sy vns gestaten sollen alle Jare wanne vnd vff welche zeit wir daz fordern werden, wer auch, daz des selben Burggrauen oder im Erben die ob- genant Stat enpfremdt wurde vnd vsz iren handen quem wider Iren willen, wo vnd inweicher wise daz geschee, so sollen wir in mit aller vnser vnd vnsers stifftes macht getruwelichen beliolffcn sein Also lange, biz die selben Stat wider in Ir hant vnd gewalt gebrocht wirdet on geuerde. Wer auch, daz die obgenanten Burggrauen oder ire Erben solche not angingen, daz sie der ob- genanten beyder summe guldin oder ir eins teils merklichen wol bedorfften vnd dorumbe, oder vmb so vil anders geltes ander ire Slozz verkümmern vnd verseczen müsten, so mugen sie die obgenanten vnser teile von iren wegen verseczen vmb ein solche oder ein mynner summe guldin, wenn sie wollen, doch vnschedlich.cn vns an vnser losunge, als oben geschriben stet. Nein liehen ist berett worden, daz die obgenanten Burggrauen, ir Erben, oder wer die obgenanten vnsere teile von iren wegen ynne hat, von vns, noch nymant anders von vnsern wegen doran gehindert noch geirret sollen werden, vnd wir wollen, noch sollen dheinerley anspräche, vorderunge, noch intrage, wie die genant wem, darumbe gegen yn haben, noch thun widder, vor noch nach der losunge, mit oder on gerichten, geistlichen oder werblichen, heimlichen noch offmliclien, ane argeliste vnd angeuerde, Aber vnschedlichen vns vnd vnserm Stiffte an vnser losunge, als vorgeschriben stet 011 alles geuerde. Vnd des zu vrkunde ist vnserr groszer Insigel an disen briff gelienckt. vnd wir Graue Rudolff von Wertheim, Stathalter des vorgenanten Stifftis zu Wirczpurg, vnd daz Capitel gemein liehen desselben stifftis, Bekennen auch sunderlichen an disem offen brife, daz alle vorgeschriben stücke vnd artikel mit vnserm guten (sie!) Zugängen vnd gesclieen sind, vnd wir gereden, dowider nicht zu thün heimlichen noch offmliclien dlieine wise ongeuerde. Zu vrkunde haben wir vnsers Capitels Insigel auch an disen briff laszen hencken zu vnsers vorgenanten herren Insigel, der geben ist nach Crists geburt drewczelien hundert Jar vnd darnach in dem Newn vnd newnezigistem Jar, an saut Jacobs abent." Also geloben vnd ge- heiszen wir vorgenante Graue llans vnd Graue Frideriche Burggraue zu Nuren- berg. für vns vnd vnser erben, alles daz stet vnd gancz zuhalten, mit Vrkunde disz brifes, vnd da wider nicht zutliün indheine weise ongeuerde. Zü vrkunde haben wir egenanten Graue Hans vnd Graue Friderich vnser iglicher besunder sein eygen Insigel gehangen an disen briff, der geben ist nach Crists geburt drewzehenliundert Jar dar nach in dem Newn vnd Newnczigsten Jar, an dem Suntage vor sant Sixts tag. (Original im länigl. JJniristijcn ffittdjsardiiuc, mit nnli. Burggriifliclien Secretsiegeln, wie bei Nr. XCIV. und ('('XL. 9* 67 LXIV 10. August 1399. Hans von Sweinfurte bekennt, daz im sein gnediger herre Buregraf Fridrich bezalt hat ein und sibenezig guidein Reiniseh vmb ein hengste, den er vor Marisfelcl verlor. Geben zu Yffenheim, an sand Laurentien tag, Anno LXXXX1X. (Original im Jliiittgl. lairisdjm Itirljsnrdjiuc. Ebenso quittirt «auch noch, d. d. Onolzbach 11. Aug. 1401, Michel Pfefferbalk über den Ersatz zweier in des Burggrafen Dienst vor Marisfeld verlorenen Pferde. LXV pnliüt Ißmiifnritts IX. bispensirt kn Inrggrahn iriekid] kn Jiiiigcrrn nun brm Berlin! kr Ikinitli im liierten Herrnanbtsdiaftsgruhe. 13. August 1399. Bonifatius episcopus, seruus seruorum dei, Dilecto lilio, Nobili viro Friderico Juniori Burggrauio Nurembergensi, Salutem et apostolicam benedic- eionem. Romani Pontificis precellens auetoritas nonnulla interdum, quo alias forent illicita, personis, preserthn generis Nobilitate preclaris, benigne con- cedit pro tempore, de plenitudine potestatis, prout personarum ipsarum et temporum qualitate pensata id in deo nouerit expedire. Cum itaque, sicut pro parte tua nobis nuper sint exposita, Tu, qui cum dilecta in cristo filia, Nobili muliere Elizabeth, quondam ducis Lotharingie nata domicella, seu aliqua alia inuliere tibi condecenti desideras matrünonialiter copulari, tuque cum eadem Elizabet Quarto consanguinitatis gradu et cum diuersis aliis mimdi Principibus certis consanguinitatis seu Affinitatis gradibus sis coniunctus, et propterea mu- herem secundum generis tui decenciam, cui absque dispensacione apostolica possis matriinonialiter copulari, nequeas inuenire, Nos, tuis in hac parte suppli- cacionibus inclinati, tecum, ut cum predicta Elizabet, aut alia quacunque muliere, que Tercio uel Quarto consanguinitatis uel Affinitatis gradibus eciam ab utroque latere te conthigat et cum eadem Elizabet, uel alia muliere huiusmodi, ut tecum impedimento, quod ex consanguinitate uel Affinitate huiusmodi pro- uenit ac generalis Conti Iii et aliis quibuscunque Constitucionibus apostolicis 68 contrariis nequaquam obstantibus, matrimoniuin hac uice contrahere et, post- quam contractum fuerit, in eo remanere libere et licite ualeatis, auctoritate apostolica tenore presencium de speciali gracia dispensamus, prolem ex huius- modi matriinonio suscipiendam legitimam nunciantes. Nulli ergo omnino hominüm liceat, hanc paginam meam dispensacionis infringere, uol ei ausn temerario contraire; Siquis autem hoc attemptare presumpserit, indignacionem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli Apostolorum eins se nouerit incur- surum. Datum Rome apud Sanctumpetrum, Idibus Augusti, Pontificatus nostri Anno deciino. (ffitiginol im Sättigt ISrcuäsiadjeit (§tl). iljnnsarrliiuc. LXVI. Sir itdiii (Silk sdjmörEii kn Burggrafen jn lliirnkrg Irfrljk. 19. August 1399. Ich Sudecke vom Ende, Cvnrad, Heincze, Hanncz, Ylrich vnde Claus vom Ende, alle myne Svne, vorbinden vns alle eintrechteclich an disem vnserin offin bryfe gen den Hochgeboren fursten, hern Johansen vnde kegen hern Fryderichen Burggroffen czu Nürenberg, vnde kein allen den yren, nichtes vsgenömen, also daz wir wider Sy nymmermer gethun schullen, nachwollen, myt name, nach czugryffe, oucli mit Worten, nach myt werken ane geuerde vnde ane arg, vnde schullen, nach enwollen keynen yren fynt, den sye haben odir noch gewunnen, mit vnserin wissen weder hüsen nach herbergen, nach keynnerleye vorderunge thün, weder mit Worten, nach mit werken, daz den vorgenanten den hochgebornen fursten vnde herren, hern Johansen vnde hern Fryderichen pürkgrafen czu Nürenberg vnde allen den yren schaden pringen mochte. Wer abir, daz vnsere erpherren, dy hochgebornen fursten dy Jungen herren Markgrafen czuMisne, fynde wurden der bochgebornen fursten vnde heren Burggrafen von Nürenberg, So mugen wir wol erberlichen fynde werden vnd yn helffen czu yrem rechte, also lange, alz der kryg wert; wen der selbe kryg ende nympt, So schal daz allez wesen vnde bestehen in alle der masze, alz oben geschryben stet, Wonne wir diesen bryeff vnde püntnüsse geben vnde thun von dez geuengnüsses wegen, daz mich, Cvnrad vom Ende, dy von fylcze fyngen, darvmbe, daz ich czugryffe czu yn gethan hatte. Geschehe ouch, da got vor sy, daz wir vns kein yn vorgryffen, daz schullen wir yn wyder keren 69 vnde Richten nach glichen dingen ane alle Widerrede, geschehe abir daz nicht, wenne ich Cvnrat vom ende dez vormant werde von den hochgeboren forsten, hern Johansen vnde hern Friderichen Purggrafen czu Nürenberg, So sal ich daz nicht verczyhen, ich schal ryten kein Plaüwen indy stat Ande dar az nicht komen, Wir haben denne daz entricht nach glichen dingen. Wer ach, daz wir mit Amwaren Worten vorbracht Avurden a 7 nde kein yn beret wurden, dez wir vnschuldig weren Ande nicht gethan lietten, da a 'on schullen wir komen myt dem rechten. Diesen offen brieff a 'nde alle obgeschribene rede, verpüntnüsse a r nde artikele gelobe ich obgenanter Südecke vom Ende, Cvnrad, Heincze, Hans, Ylrich vnde Claus vom Ende den liochgebornen forsten vnde herren, hern Johansen a 'nde hern Fryderich Pürkgrafen a r on Nürenberg, a 'nde allen den yren bev vnserm guten waren trüwen, daz stethe a 'nde gancz czuhalden ane allez geuerde a 'nde ane argelist, a 'nde geben dez czu eynem waren vrkünde a 'nde bekentnusse vnser iczlicher mit wissen syn eygen Insigel an disen vnsern offin briue gehangen, Der gegeben ist nach Christi gebürte tusent Jare dry- hündirt Jare darnach indem Nun a 'ndenunczigestem Jare, am nesten dinstage nach a 'nser frouwen tage alz sy a 'orschide, den man nennet Wurczewyhe. (Original im liinigl. Soiristjjtn Urirjjsardjiur. LXVI1. Innig HJcnjcl hninllinädjtigt scinrn #rljmngcr larggraf Inljnun ß lürniitrg, ijjn auf riiran an^niidjralmikn IfaidjstagE ju untnlni. L. September 1399. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer Kunig, zu allen czeiten inerer des Reichs a 'nd Kunig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit diesem brife allen den, die In sehen oder hören lesen, Das wir durch Aveis- heit, a 'ornunft a 'nd trewen willen, der Avir a r ns zu dem liochgebornen Johansen Burg grauen zu Nnremberg, vnserm liben S wager a 'nd forsten, a 'orsehen vnd an Im bis her wol erkant vnd erfunden haben, Im mit Avolbedachtem mute, gutem rate a 'nd rechter Avissen gantzen vnd a 'ollen gewalt a 'nd macht geben haben, vnd geben Im oiich die in craft dicz briefes, a r on a 'nsern wegen vnd an vnserr stat, mit den kurfursten a 'nd allen andern vnsern vnd des heiligen Reichs forsten einen genanten tage zumachen, a 'fzunemen, vberkomen vnd zuseczen, 70 Also, das sie vff denselben tage zu vns komen, do wir oueh denne vnuerezogen- lichen sein wollen vnd ouch, ab es note geschehe, vns in allen Sachen vnd zuspruche, welclierley die weren, die vns berurcn mochten, gen yederman zuuorantwurten vnd vnser bestes erliehes vnd nuczlichistes dorynne zuwerben, zuschaffen vnd bestellen, als In das gut dunken wirdet; vnd was er in den ('genante,n Sachen von vnsern wegen vnd in vnserm namen tun, vberkomen, seczen, machen vnd verantwurten wirdet, das wollen wir gancze, stete vnd vnuerruckt halden vnd volfuren, Gleicherweise als ob wir das alles selber toten vnd dobey kegenwortig weren. Mit vrkunt diez brifes, vorsigelt mit vnserr kuniglichen Maiestat Insigel, Geben zu Präge, noch Cristes geburt dreiczen- liundert Jare vnd dornach in dem Newnvndnewnczigisten Jaren, ansandEgidii tage, vnserr Reiche des Behemischen in dem Siben vnd dreissigisten vnd des Romischen in dem vir vnd Czweinczigisten Jaren. (Original im liinigl. Jßairisdjtii Bcidjsardjiut. LXVIII. Carl IIarsd]all raöjint sidj mit km 2lEid]5ljanptmnnii Burggraf Jnekidj uiib kn iränkisdjEii Brrhünktni, inrgni kr JkrÄtiirung stms idjlaaars Mariafrlk. 8. November 1399. Ich Karel Marschalk, Bekenne Offenlichen mit disem briff vnd thu kunt, für mich vnd alle mein Erben. Alz der Ilocligeborn forste, her Fridrich Burgraffe zu Nuremberg etc., same ein hawptman von des heiligen Römischen Reichs wegen über die eynung mit der erwirdigen vnd hochgebornen forsten, hernLamprechten zu Bamberg, hern Fridrichen zu Eystet Bischolf, herren Ruprechten pfalczgraif bey Rein vnd herczog In Beyern, hern Conrat herre zu Beynsberg, hern Borsi- boy von Swynar vnd andre herren, Ritter vnd kneeht in dem lande zufrancken vnd an der pawnach gesessen, die mit einander In eynung vnd in des vorgenanten forsten Burgraff Fridriclis dinst vnd hilfe Sehlde, vnd die Erbern vnd weyssen die von Nuremberg vnd von weyssemburg, die mit Im in (sie!) auch In eynung sein, hilfe vnd dinste, für mich obgenanten Karel vnd Sitichen meinem Bruder gezogen ist vnd vnser liaws Marsfeit Angewunen vnd zu- brochen hat, vnd dorumb sol ich Karl vorgenanter vnd alle mein Erben 71 von derselben, noch von dheiner vergangen oder zukuftigen Sache wegen mit dem Allerdurchlewchtigisten forsten, hern wenczlawn Romischen ltunig, zu allen zeiten merer des reichs vnd ltunig zu Beheim, vnsern genedigen herren, seinen landen, lewten, Steten vnd allen seinen vndertanen vnd den vorgenahten forsten, hern, Rittern vnd knechten vnd steten vnd allen iren vndertanen, vnd auch alle, die zu der zeit uf dem fehle mit In gewest vnd dorunter verdacht sein, genczlich vnd gar berich vnd geEynet sein, berichten vnd einen vns auch mit In allen in craft dicz brifs, Also, das ich vnd alle mein erben, noch ymancz von vnsern wegen, wider die vorgenanten forsten, hern, Rittern vnd knechten, Stete, allen iren landen vnd lewten vnd auch vndertanen, vnd mit nainen wider Giraffen Bertolden von Hennberg vnd allen den seinen, der auch mit In in Eynnung ist, vnd wyder alle die, die dorunter verdacht sein, Nymmermer gesein, getun, noch geeffern, noch rechen sullen, mit worten noch mit wercken, noch schaffen oder heissen getan, heymhch oder offenlich in dheinerley weissz on alles geuerde. Gewunnc ich oder mein erben mit den vorgenanten forsten, herren, Rittern vnd knechten, steten vnd allen den iren forbas iclit zuschicken oder zufordern, das sullen wir tun vnd fordern mit einem fruntlichen rechten, Wenn wir des bedurffen, vnd das sullen wir auch von in fordern vnd nemen an den steten vnd in denn gerichten, do ein iglicher ynnen gesessen ist, Vnd do sie das pillichen vnd muglichen tun sullen. Wer aber, das vns die vorgenantn forsten, hern, Ritter vnd knechte, oder stete ichtes schuldig weren, oder noch wurden, das redlich vnd vnlawgenhaftig schulde were, vnd wolten der vns nicht richten, alz vorgeschriben stet, dorumb mugen wir wol pfenden vnd vfhalten vnd domit geparen, alz pfand recht ist, on alles geuerde. vnd ich obgenanter Karl habe alles das mit hantgeben trewen gelobt vnd zu Got vnd den lieylligen einen gelerten eyde gesworen mit ufgereckten fingern, alles das getrewlich stet gancz vnd vnzubro dienlich zuhalten vnd volfuren, das von mir vnd meinen erben von vns an disen briff geschriben stet 011 alles geuerde. vnd des zu vrkunde, das alle vorgeschriben stuck vnd artickel Also gehalden vnd volfort werden, gibe ich, für mich, mein erben, disen brif mit meinem anhangenden Insigel versigelt, der geben ist nach Cristi vnserrs herren geburt drewczehenhundert vnd in dem N ewnvndnewnczigisten Ja reu, an dem nechsten Samstag vor sand Merteins tag des heilligen Bischofs. ißriginnl im Kiinigl. iänirisdjrn iririjsnrrijiur. Vergl. Nr. XXVII. LXIX. Der Joljntnt Äiittnn ncrsdjrrtlit kd] km Inrggrafen Jntkidj }\\ rinjöljrijpt Sie 20. December 1399. Ich Johan Müttün von Och, Artzt, Bekenne vnd thün kunt offenheh mit disem brieff, Das ich mich verpunden habe, vnd uerpint mich auch mit krafft ditz brifes tzu dem Hochgebornen farsten vnd herrn, herrn Friderichen Bürc- grafen tzu Nürnberg, meinem genedigen herrn, Also das ich ein gancz Jare nach datum diez brifes sein diener sein sol, vnd sol Im auch bereit sein tzu dienen, wann er mein bedarff, alsz ander sein diener, vnd sol mich auch In dem Jar in dhein Reichstat uersprechen 011 alles geuerd. Ynd des tzu vrkunde gibe Ich meinem obgenantem genedigen herrn disen offeribriff, uersigelt mit meinen auf- getrucktem Insigel. Datum Invigilia Tliome apostoli, Anno etc., XCIX". dDrigitinl im Känigiiiij lairisdim Seidjsiiriijiuc, auf Papier mit aufgedrücktem Siegel. LXX. (0. T.) 1399. Johan Ertzbischoff zu Menze, Friedrich zu Collie, Wernher zu Friere, Ruprecht Pfalz Grave bey Reine und Rudolff zu Sassen und Lauenburg Herzog, alle Kurfürsten, bekennen und tlrun kund, dasz Stephan Herzog in Beyern, Balthasar und Wilhelm, Gebrüder, Marggrafen zu Missen, Ludewig Pfalzgraffe by Ryne, Herman Landgrafe zu Hessen, Burggrave Friedrich zu Nürenberg, Friedrich, Wilhelm und Jörge, Gebrüder, und Friedrich, Marggrafe Balthasars egenanten Son, alle Marggraven zu Missen, sich zu inen verbunden, umbe einen andern Rom. Kunig zuerwehlen. Geben zu Menze, do man zolte n. Ch. G. Dusent druhundert und in dem Neun und neunzigsten Jahre. Müller, Reiclistagstlieater unter K. Friedrich V., I. Vorst. S. 293 fg. Dasselbe lateinisch bei Martene & Durand, Collect. T. IV. pag. 9 u. A. m. I 10 Bd. VI. 73 w tM 19. Januar 1400. Appel von Meilcz quittirt dem Burggrafen Friclrich zu Nuremberg über hundert und virzig guldin, die er im für seinen herren von Eystet beczalt hat. Am Mantag vor Fabiani, Anno Xnil C. (ßriginnl im liiitigl. Bniriädjrn litidjanrdjiut. Ebendas. eine Soldquittung TJIrich's von Tirbauch von demselben Tage. LXXII. 24. Januar 1400. Wir Johans vnd Fridrich von gotes genaden Bürcgrofen zü Nüremberg, Bekennen öffenlichen mit disem briete, für vns vnd vnsser erben, vinb die gülte, dy Arnold von Seckendorff hat gehabt in vnsserm dorffe zü Bürckbern- heim vnd die er zü kauffen geben hat Walbürgen, Wilhelms von Jochsberg seligen witiben, vnd kraften von vestemberg irem sün vnd ir beider erben, daz Sie dieselben gülte fürbaz ewiclichen von vnssern armen leuten einnemen mü- gen, alz daz von alter herkomen ist, Souil für ein pfünt, alz wir an vnser gülte nemen für ein pfunt in demselben dorffe on geuerde. zü vrkunde geben wir In vnd ir beider erben disen briefe mit vnsser beider aufgedrügten Insigeln versigelten, der geben ist zu Onolsbach, am Samstag vor Sant Paulstag alz er bekert ward, nach Cristi vnssers Herren gebürt in dem XIIII C. Jar. (ßnpialbudj bts j?t. iUmmprrt-ltiftrs jti Jnsparlj. LXXIII. üe IcidjsstQfrt Entljenlnirg mill ihre l&iistigkeifen mit ku Burggrafen j\\ lürnkrg ktrrfj frfjiekridjter austrugen lassen. 27. Januar 1400. Wir die Burgermeister, Rete vnd Burger gemeinlichen der Stat ze Rotem- burg auf der Tuber, Bekennen vnd tiui kunt offenlichen mit disem brife allen den, die In sehen oder liörent lesen, Yrnb söliche zweytraht vnd miszhelung, Als gewesen sind zwischen den hochgebornen fürsten vnd herren, hern Johansen vnd hern fridrichen Burggrafen ze Nüremberg vnd allen iren dienern vnd den iren auf ein seiten, vnd vns vnd allen vnsern dienern vnd den vnsern auf die andern seiten, vnd allen den, die auf bede Seiten darunter verdacht oder dar- ynne begriffen sind, vmb alle Sache, wie sich die zwischen vns bederseit ver- lauffen vnd vergangen haben biz auf disen hewtigen tage, daz das alles zwischen In vnd vns liepliehen vnd frewntlichen berichtet vnd verteidingt ist worden in der weise, als hernachgeschriben stet. Zürn ersten vmb den handel, der sich zu Rüdoltshofen verloffen hat, als die vnsern vonRotemburg doselbst züRüdolts- hofen der obgenanten fürsten vnd herren der Burggrafen diener auftriben, vnd wie sich diselb sache doselbst verloffen hat, es sey vmb name oder ander sache, des sein wir bederseit beliben bey dem durchlewhtigen hochgebornen fürsten vnd herren, hern Ruprehten Pfalczgrafen bey Rein, des heiligen Reichs Ercz- truchsezzen vnd herezogen in Beyrn, dem edeln wolgeboren herren, hern Johansen Lantgrafen züm Lewhtemberg vnd dem erwirdigen herren, hern Con- raden vomEglolfstein, Meister Tewtsches ordens inTewtsclien vnd in welischen landen: Also, was die drey, oder der merer teilvnterln, darvmb awssprechen, dabey sol es beleiben, vnd sol der vorgenant vnser herre herezog Rüpreht In vnd vns tag bescheiden gen Mergentheim, oder an soliche stette, da es vns bederseit als gelegenlich ist, so er schierst mag, Also daz die sache ein end nem vnd darvmb awsgesprochen werde hieczwischen vnd sant Walpurgentage, der schierst kümt. Wer es aber, daz der egenanten dreyer einer in der egenanten zeit abgieng von todes wegen, da got vor sey, So süllen die andern zwen, die dannoch leben, einen andern zii In nemen an des abgangen stat, der dar czu als geleich vnd schiedlich sey, als der abgegangen gewesen ist ongeuerde, vnd süllen dann aber die drey, oder der merer teil vnter In, darvmb awssprechen in der weise, als vorgeschoben stet. Darnach ist geredt worden vmb ander stücke vnd sache, die sie vnd wir vnd die vnsern bederseit mit einander ze 10" 75 schicken haben, ez sey vmb todsleg, vmb miszhandel, vbergriffe, erb, aigen, schulde, des sein sie vnd wir genczlichen behben bey den obgenanten vnsern herren Lantgraf Johansen vnd hern Conraden vom Eglolfstein, Meister Tewt- sches ordens, beden für einen obman, Also, daz sie darvrnb vns bederseit tag Süllen bescheiden an gelegenlich stette, do es beden teilen gelegen ist, vnd sol yeder teile zwen bescheiden zü denselben zweyen herren, die der sache ein obman sein süllen, vnd was dann dieselben vier, der yeder teil zwen darczü bescheiden sol, mit den vorgenanten zweyen herren, die bed ein obman sein süllen, oder der merer teil vnter In darvrnb sprechen mit mynne oder mit frewntlichen rechten, dabey sol es beleiben, vnd auf die egenant teyding sol es zwischen den obgenanten vnsern herren den Burggrafen vnd allen den iren vnd vns vnd allen den vnsern ein gancze richtigung vnd ein getrewer süne sein 011 alles geuerde. Vnd des ze vrkunde geben wir In disen briefe, versigelt mit der Stat ze Rotemburg anhangendem Insigel. Geben am dinstage vor vns- rer frawentag ze Liehtmezze, Nach Crists gepurt in dein vierczehen hunderti- tem Jare. Original im löitigl. Inir. prauinjinlnrrjjiiir jtt Bamberg. LXXIV 1. Februar 1400. Stephan Pfaltzgraue by Rine und Ilertzog in Beyern, Balthasar und Wilhelm gebrüdere Marggrauen zu Missen und Lantgrauen in Düringen, Ludewig Pfaltzgraue by Ryne etc., Hcrman Lantgraue zu Hessen, Burggraue Friderich zu Nurenberg und Friderich, des egenanten Marggraue Balthasars son, verbinden sich mit des heiligen Römischen Rychs Kurfürsten, vmb einen andern Römischen König zu erwelen; und welend sie danne einen usz den gesiechten und gepurten von den Wapen von Beyern, Sahssen, von Missen, von Hessen, von dem Burggrauen von Nuremberg oder den Graven von Wirtenberg, so wollen sie by dem, den sie also zu einem Römischen König welen, getruwlich und festiclich bliben. Geben zu FramJcfurd vff dem Meine, nach Cristi geburte dusent vierhundert Jare, vff unserer Frauwcn abent Liechtmesse. Müller, Reichstägstheater unter K. Friedrich V, I. Vorst. S. 294 fg. Dasselbe lateinisch bei Martene & Durand, Collect. T. IV p. 10 sqq. u. A. m. 76 LXXV Die inrggrafen loljaim itk Jfritkidj tiBgnabigEn unit begaben k$ jn Cruil.sljciin |ii stiftende <#pitaL 6. Februar 1400. Wir Johans vnd wir Fridrich von gotes Gnaden Burggrafen zu Nürnberg, Bekennen mit disem Brieff, für vns vnd alle Ynser erben vnd nachkummen, vnd haben angesehen vns er sei heyl vnd ob die sechs Werde der heyligen Barm- hertzikeit ervollet vnd vollbracht mühten werden, vnd sagen fry Stcwr, wach, marktrecht oder waz vns oder Ynsern Burgern oder Stat zu kreulsheim von in bescliehen solt vngeuarlich, Fritzen smit von Dünkelspühel vnd Adelheit sin elich Wirtinne, mit solcher bescheydenheit, daz sie sollen machen zu einem Spital dez Seburgers Holfreit, gelegen in der Stat zu Kreulsliein, ain syt an dez Bad waithers hause vnd ander syt an dez Elrichsliusers haws, vnd ein krut gertlin gelegen in dem Prül an der jagest, daz zu der obgenannten Holfreit gehört; vnd die selben holfreit mit iren zugehörnden rollten vnd daz obgenannt gertlin sagen wir auch fry Stewr vnd markreht oder waz vns oder vnser Stat vnd Burgern zu Kreulsliein do von geschehen müht, Also daz daz Spital gemacht vnd gestifft sol werden in der er dez heyligen gaysts. Auch haben wir vnsern halben hoff zu der losen haut mit silier zugehörung, vnd vnser lieb getrewen die Bürger zu kreulsliein iren teyl dez selben holfs mit vns auch an daz egenannt spital ein muticlich gegeben, mit allen nutzen vnd rehten, vnd wir fry eil den Audi vnd sagen den fry Stewr, vach, Markreht vnd gült 011 alle geuärde. vnd den obgenannten holf mit allen sinen zugehörnden Sol ein yglich spital meyster besetzen vnd entsetzen nach dez obgenannten Spitals nutz vnd frommen on geuerde, doch in solchermasze, daz wir dez Spitals vnd auch aller silier gut versprechet vnd herren vnd vogt darüber sin wollen. Wer auch, ob yemand die gnade dorzu het oder gewinne, daz er sin habe oder sin gut wolt geben an daz vorgenannt spital, der doch vnser eygin nit sy oder hinder vns ilit sitze, oder selber auch in daz spital wölt kummen, Weren wir dann oder vnser erben dehciner zu Lande, So mag denselben ein Yogt zu kreulsliein mit den Burgern doselbes dez Rotes einnemen An vnser Stat, vnd denselben fryen wir auch ir lip vnd gut, als vorgeschriben stet 011 geuerde. Wer aber, daz einer oder 111er der Vnsern oder Vnsrer Burger, oder die hinder vns seszen, wölten daz ir oder selber auch in daz egenannt spital geben oder sitzen, dorvmb daz sie fry weren, daz sölt nit geschehen 011 vnser vnd vnser erben vnd 77 nachkuimnen Willen, Wiszen vnd Wort ongeuarlicli. Auch fryen wir den obgenannten Spitalmeyster, daz er von allen sinen lybe vnd gut dehein stewr, Bete noch Wach geben, noch mit der stat lyden sol sin leb tage, vnd nach sinem tode so sollen alle sine gut, erbe vnd eygin, wie die genannt sin oder wa sie gelegen sin, ez sy farend vnd ligend habe, dez Spitals gentzlich vnd gar sin on geuerde. vnd wenne derselb Spitalmeyster abgeht, So mögen wir einen andern Spitalmeyster setzen, nach Ynserm vnd des Spitals frumen vnd Besten ongeuerde. Zu Yrkunde geben wir disen Brieff, versigelt mit vnser beyder anhängenden Insigeln vnd mit vnser stat kreulshein Insigel, Der geben ist am liebsten frytag nach vnser lieben frawentag, den man nennet kerz Wyhe, do man zalt nach Christs geburt Yiertzehenliundert Jar. (Original im -Simigl. Jgirtcuihcrg. Jhnntsnrdjiut. Das allein noch anhängende Siegel Burggraf Friedrich's ist das Wildemanns - Siegel. LXXYI. 29. April 1400. Adel von Tottenheim quittirt Burggraf Fridrich zu Nuremberg über be- zalte 80 Gulden, für sein Dinst dises Jar, das er sein Diner seyn soll. Geben zu Mergentheim, am Donerstag vor dem Suntag Misericordia do- mini, Anno MCCCC. iDriginnl im liiinigl. Bnir. priniinjinlnrtljiot |tt lainberg. Ebendas. eine abermalige Quittung Desselben vom 21. März 1401. über eine gleiche Summe. Vergl. Nr. CXXXYI. LXXVIl. Üb ÜkrgipfBii ucrhiutfcii an dDttn btn %n\hn iiiih latjjarina Mlhtxm ks 1 int ladjstiadj, als idiligtiiingt. 22. Mai 1400. Wir Johanns vnd fridrich von gotes gnaden Burggrauen zu Nuremberg, bekennen für vns, alle vnser Erben vnd nachkomen, vnd tun kunt öffentlich mit disem briue, das wir mit woibedachtem mute vnd Rate vnsers Rates recht vnd redlichen verkaufet vnd zu kauffen geben haben Otten dem heyden vnd frawen kathreyen, Erkenger czolners seligen witib, vnd ir beyder Erben, zu 78 einem rechten leybgeding auf drey leybe, mit namen auf viriclien hallerden Jungen, Cunczen den heyden vnd auf Beatricen, wyriches von Trewtling elic.h wirtin, der egenanten czolnerin tochter, vnser vesten vnd Ampte doc/ispac/i genant, an der Ayscli gelegen, vnd wos dorczu vnd dorein gehört, wie das alles genant vnd wo daz gelegen ist, besiicht vnd vnbesuchet, mit namen die dörffer, bewhöfe, zehende, wismat, greben, vischweyde, vischdinst vnd was wir do gehabt haben, mit allen iren zugehörungen, nichcz ausz genomen, vnd was wir in den dörffern vnd weylern Vitfeld, Meylach, Bertoldshofen, Dymands- fürt, Obernlmtacli, Rapoldshofen, Dreyszhofsteten, Peppenliofsteten, klebheim, varnprunn, Parys, Reichertshofen vnd zu Vorst die müle vnd alles Reutgelt, das in dasselbe Ampt gehört, vnd auch die zehende zu dressemberg, zu Vallen- prunn vnd auch zu der linten vnd alle kleine vnd grosse zehende, wie die namen mügen gehaben, mitsampt vnsern hölczern, die in dasselbe Ampt ge- hörn, besücht vnd vnbesüchet, als wir die herbracht haben, mit allen iren zugehörungen, nichcz ausz genomen, dann vnser Czwen weyer in dem selben Ampte, domit sie nichcz zu schicken vnd zu schaffen stillen haben, dann daz sie zu derselben vesten Dachspach Zimerholcz vnd Prennliolcz hawen, nemen vnd auch das allen vnsern Armlewten doraus geben mügen ir notdürft, die in das Ampt gehörn, vnd sie stillen auch der hölczer geuerlichen nicht hingeben, noch verkauften ongeuerde. vnd ob sich auch keinerley verlyeff in dem Ampte von geeichtes feile wegen, die leib vnd güte anruren, dorczu sullen sie tun, vnd was douon geuellet, das sol vnser sein vnd in vnsern nuez gefallen, vnd sie stillen auch das noch vnserm Rate vnd heysz handeln ongeuerde. vnd alles das obgescliriben stet, mit allen ern, nüczen, rechten, geeichten, zinsen, fronen, Renten, dinsten, gewonheiten wie man das genennen mag, süllen sie ynnen haben, nüczen vnd niessen, beseezen vnd entseezen, wenden vnd keren vnd damit tün vnd lassen nach iren pesten, alz ander ir eigene güter, dieweile die obgenanten drey person lebendig sein, dorauf das leibgeding stet, ir eine oder mer, von vns vnd allen den vnsern vngehindert genezhehen vnd gar ongeuerde. vnd vmb die obgenanten vesten vnd Ampte Dachspach mit iren zugehörungen, alz vor begriffen ist vnd geschriben stet, haben sie vns geben vnd beczalt fünf tawsent guidein Reinisch Statwerung zu Nureinberg, der wir gar vnd genez- lichen von in beczalt sein worden, vnd sagen sie doruinb quit, ledig vnd los ongeuerde, derselben fünf tawsent guidein des obgenanten heydens drey tawsent vnd zweyliundert vnd der czollnerin achzehenhundert gewesen sein. Auch süllen wir, noch süst yemancz von vnsern wegen mit dem obgenanten Slosze, lewten, gülten, zinsen vnd gütern nichcz zu schicken haben, denn alz vor stet geschriben, vnd auch mit namen, das wir In dem selben Ampt von den Armen 79 lewteil ein stewr nemen mügen, so wir anderswo in vnserm lande ein gemeine Stewr nemen, Doch in an iren dinsten, zinsen vnd gülten vnschedlichen vnd vnentgolten ongeuerde. Auch mügen sie dasselbe Slose dachspach mit dem Ampt haben geleycher weise vnd in allem dem rechten, alz sy selber, dieweyl der obgenant leybe einer oder mer leben, dorauff das leibgeding stet vnd a r er- schriben ist ongeuerde. Auch mügen sy sich zu And von demselben Slosz dachspach behelffen vnd wern in iren nöten vnd kriegen wider allermenicklich, alz offt des not ist, dorzu wir sy schüczen vnd schirmen süllen, alz ander dy vnsern, so sy des begern ongeuerde. Ez sol auch dasselbe Slose Dachspach vnser vnd aller vnser Erben offen haws sein in allen vnsern nöten vnd kriegen wider allermenicklicken, nyemant auszgenomen, als offt des not tiit, doch an allen iren schaden ongeuerde. würde auch dasselbe Slose dachspach verloren von vnsern oder irer krieg wegen, do got vor sey, wie das geschee, das sie doch vngeuerlichen vnd getrewlichen bewarn süllen, alz ir aygen güt, dorczu süllen wir tün mit aller vnser macht vnd daz wider gewinnen, vnd alz palde wir daz wider eingewinnen haben, so süllen wir in das wider eingeben darnach in Achtagen in allem dem rechten, alz sy daz vor ynnen gehabt haben. Teten wir dez nicht, was sy des dann schaden nemen, der redlicher schade wer, den süllen wir in auch auszrichten. Auch sol in an iren vorgenanten leypgeding vnd kauffe kaynerley schaden, weder lantfrid, aynung, püntnüsz, Newung oder gesecze der forsten, herren, Ritter, knechte oder Stete, die veczvnd sein, fürbaz aufersten oder gemacht werden in keiner weyse. In sol auch nichtes schaden doran Babstes oder Byschofes Pan, keysers oder küniges gepot, noch kaynerley gerichte Gaystliches oder werntliches, die yeczvnd sein oder kunftic- lichen gemachet werden ongeuerde. Vnd wir obgenanten Burggrafen Johans vnd Burgrafe fridrich süllen vnd wollen den vorgenanten kauffe von des leibt- gedhigs wegen in allen Stücken, pünten vnd artickehi Stet, gancz vnd vnzu- brochenlichen halden, für vns, vnser erben vnd nochkomen vnd alle dy vnsern, vnd auch den vorgenanten heyden vnd dy zollnerin doran nicht hindern, noch irren, vnd sy dobey, alz ander dy vnsern, schüczen vnd schirmen, als offt sy des a t oii a ~ns begern zu dem rechten 011 alles geuerde. wenn auch das ist vnd geschihet, das dy vorgenanten leyb, vlricli haller, Concz hayden vnd Beatrix TreAvtlingerin, A 'on todes wegen abgegangen vnd gestorben sein, So sol dasselbe Slos Dachspach mit aller seiner zugehörung, alz \"or stet geschoben, ledichchen vnd on aller irer erbern Erben einsprechen, Irrung vnd hindernüsz wider auf auis a r nd auis er erben oder nachkomen geuallen, vnd sol auch dieser briefe nach der yczund genanten dreyer personen tode genczlichen vnd gar tod A *nd ab Auid an aller Stat Auid Amr allen gerichten, geistlichen oder 80 werntlichen vnmechtig vnd verworffen sein, wo der fürbracht wirdet ongeuerde. vnd daz in alle vor vnd liachgeschriben Piinte, stück vnd artickel stet gancz vnd vnzubroclien gelialden vnd volfürt werden von vns, vnsern erben vnd nachkomen, haben wir in zu vns vnuerschaydenlichen zu Pürgen geseczet vnser sunder lieb vnd getrewen, die liernach gescliriben sten, mit dem geding : oli in an den vorgenanten stücken vnd Artickeln einen oder mer keinerlay einteile oder Irrung geschehe, so haben sy vollen gewalt vnd macht, dieselben Pürgen darvmb zu manen mit briefe, poten, zu hawse, zu hof oder vntter äugen; vnd wenn die Also von in oder iren gewissen boten gemant werden, so sol ir einer die laystung auf den andern nicht vercziehen, sunder ir yeglicher sol von stundan nach der manung einen knecht vnd ein pferde stellen vnd schicken gen Nuerenberg in die Stat in eins offen wircz haws, dorein sy dann geweyset vnd gemant werden, die dann in gastesweyse dorinnligen, leysten, vnd aus der laystung nicht komen Süllen so lange vnd alle dieweyl, bis das sy genczlichen ausgericht werden, dorumb sy ir Pürgen also gemant haben. Gieng auch der Pürgen einer oder mer ab von todes wegen, oder aus dem lande fiteren, alz offt das geschähet, alz offt süllen wir in ander alz güt vnd gewisse pürgen an der abgegangen stat seczen in einem meneth dornaeh vnd wir dez von in gemant werden; ob Aber dez nicht geschee, wenn dann dy beliben Pürgen gemant werden, so süllen sy laysten in allem dem rechten, Als vor. Als offt auch ein kneclit oder ein Pferde in der laystung abget vnd sich verlaystet, alz offt süllen in dy pürgen, des die gewesen sein, ander laiecht vnd pferde an der abgegangen stat in die laystung stellen vnd schicken, so sy dez von in gemant werden ongeuerde. vnd wir, die hernachgeschriben Pürgen, geloben mit güten trewen, allez zu lialden vnd zu volfueren, das von vns an disem brief gescliriben stet, vnd wir vorgenanten Burgrafe Johans vnd Burgrafe fridrich süllen vnd wollen vnser Pürgen an irn schaden ledign vnd lösen von diser Bürgschaft ongeuerde. So seind daz dy Pürgen: lieinrich vnd wigeles dy Schencken von Geyrn, Irrenfrid von Seckendorff, wirich von Trewtlingen, Steffan von Abbsperg, Craffit von Lenttershehn, vlrich von Puetendorff, Engel- liart, von Mür, wilhelm von Mayental, waither Schücz, Concz Gewder, fricz habolczlieimer, Herman vollant vnd lieinrich Grabner, Burger zu Nuerenberg. vnd dez zu vrkünde geben wir dem vorgenanten hayden vnd der zollnerin vnd iren Erben disen brief mit vnsern vnd vnser Burgen anhangenden Insigelii versigelten, der Geben ist zu Onolczspach, am Samstag vor vrbani, Nach Cristi vnsers herren gepürde Tausent vnd vierczehenhundert Jar zu zelen. (gcmrinbndj Jkrggrnf 3loljann's III. Vergl. Nr. XCVII. 11 Bd. VI. 81 LXXVIH. ITitktlöinngs-lmrs 1 ts nun Crtnrfjtlingen nnb (Dtto liriku über ks tum kn inrggniftn jii lürnkrg Iribgcbingsmcisc crüauftr lint iadjkari]. 6. Juli 1400. Ich Wirich von Treutlingen, Ritter, der Junge zu Treutlingen gesessen, Ynd ich Otte Heiden, Amptman zu Dachspach, Bekennen für vns vnd für frawen Kathreien, hern ErcMngers zolners seligen witibe, Vnd für vnser vnd ir erben vnd nach komen, vnd tun kunt olfenlichen mit disem brief allen den In sehen oder hören lesen, Vmb die vest Dachspach mit allen iren zu- gehorungen, nichts ausgenomen, die wir gekauft haben zu leypgedinge auf Vlrichen haller den Jungen, Cuntzen Heiden vnd auf Beatritzen, meines, vorgenanten Wirichs, elichen hausfrawen leibe, vmb dye hochgeboren fursten vnser genedigen herrn, herrn Johansen vnd herren Fridrichen Burgrauen zu nuerenberg. das wir mit wolbedachtem vereintem müt In die besunder liebe vnd frewntschaft getan haben, vnd tun In auch die cimnüticlichen vnd wissentlichen mit gutem willen in kraft ditz briefs, das sye das vorgenant Slos Dachspach mit aller irer zugehörunge, nichts ausgenomen, nach den nohsten sand Peters tag kathedra genant vmb vns, vnser erben vnd nach komen wider kauffen süllen vnd mügen alle iare ewigchchen, wenn vnd zu welher tzeit In dem Jare sye komen vnd wollen, oder ir erben. Vnd ob iclit versessner gülte vns nach dem wider kaulfe aussen stunden vnd nicht betzalt weren, die mügen wir wol vordem vnd ein nemen mit vnserm vollen gewalt, an vnser vorgenanten herren vnd der Iren Irrunge vnd hindernüsse, Vnd dortzu süllen sye vns fuderlichen sein, das wir der betzalt werden. Vnd wenn sye den widerkaufe also getan vnd vns der fünf Tawsent guidein betzalt haben Reinisch Statwerung zu nuerenberg, So sullen wir In die vorgenant vesten vnd Ampt Dachspach mit allen iren zugehorungen vnd auch den haubtbrief doruber wider geben vnd antworten vnuertzogenlichen, an alles widerrsprechen ongeuerde. Vnd des zu vrkunde gib ich vorgenanter Wirich, für mich, mein vorgenante hausfrawen vnd Swiger, vnd ich ott Heiden, für mich, alle mein erben vnd für vlrichen Ilaller den Jungen, disen brief, mit vnser beider Anhangenden Insigcl versigelt, der geben ist zu nuerenberg, am dinstag vor Kyliani et socius (sie!) eins, Anno dorniili Millesiino quadringentesimo. (Original im fiänigl. j!3airisdjtn Hcirijanrrljiuc. LXXIX. lisdjnf iriekidj )ii (Bidjstnöt cntsdjcikt #trcitii|kritni liDtsdjEn kn Burggrafen jn liirnkrg und kn dBrnfen ja (Otlingen. 31. Juli 1400. Es ist zu wissen, vmb sinnliche zwitrechtunge, stösse vnd Spönne vntl zwayunge, die gewesen Stent (sie!) zwischen den hoeligebornen vnsern lieben Oheimen Johannsen vnd fridrichen Burgrcifen zu Nürenberge vfF ein seyten, vnd der Edelnn wolgebornen vnser lieben Brüdern, Ludwigen vnd fridrichen Grafen zü Otyngen, vff die andern seifen, dez sie zu bayden teylen mit gütein willen zü vns, fridrichen von gotz gnaden Byschoffe zü Eysteten, gegangen vnd beliben Stent, sie dez zu entschaiden vnd zu entrichten mit der mynne, vnd wie wir sie dez entschaiden vnd entrichten, darbey sie zu bayden Seiten beliben sullent. Also entschaiden wir sie dez ersten vmb Solich Sprüche, die dy ob- genanten vnser liebe Brüder, Ludwig vnd fridrich Grafen zu Otingen, gehabt haben zu Chunraden von Swayningen, darmnbe in der egenannte Chunrad Swayninger gerecht worden solt sein vor den obgenant vnsern heben Oheymen Johannsen vnd fridrichen Bürgrafen zü Nürenberge, das dasselbe rechte ab sin sol, vnd sol den egenanten vnsern heben Brüdern von Otingen einen dinst tün in Jars frist Innerthalbe lands mit Sechs mit gleuen einen ganezen monat, vff der egenant vnser Brüder von otingen koste vnd vff sein sclbs Scheden, doch dahin er daz mit ereil geton mage, vnd wann sie daz in Jars friste an In erfordert. darnach so sprechen wir von dez glaits wegen zu Wunnach, daz vnser egenante Brüder von Otingen dahin gelegte heften, darein in die egenanten vnser hebe olxeim die Burgrafen sprachen, vnd das dasselbe gleit gancz vnd gar ab sin sol vnd nu fürbasse hin von bayder partey wegen nicht mer daselbs genomen sol werden. Auch sprechen wir von dez gleits wegen zu Schobdach, waz die von Truhendingen da für fürent vnd treiben, daz sie in ir Stat zu not- durffte prauchen wollent, vnd niht fürbasse in kaufmanschacze weyse vsfüren wollent, ez sey korn, habern, salcz, liewe, stro, holtz, viclie, oder waz sie in irer Stat Truhendingen nüczen stillen vnd wollen, das sol an dem obgenant glait niht geben; waz sie aber fürbasse vsfüren vnd treyben wolten vnd fürten vnd triben dauon, süllen sie daz glait geben an den steten, da die gleit fürgend vnd nach der gleit gewonlieit vnd recht. Gleicher weyse süllen die gleit zü Gnotzlieim, zu Samenhein vnd zu Dithenhin gehalten werden gen den von Gunczenhusen, als zu den obgeschriben von Truhendingen gen dem gleit zu n* 83 Schobdach ongeuarlich. Auch sprechen wir, waz Cluster, pfaffen, Edelüp (sie!) vncl vneclel burger vnd paur korens vnd getrayds fürent in die egenant zwo Stet Truhendingen vnd Günczenhüsen, daz ir gölte ist oder vffschüthen wollent, dauon sie in den egenanten gleiten dehein glait geben süllent, Es wer dann, daz sie daz fürbasse vsfüren wolten in kaufmans weyse. Auch sprechen wir von dez glaits wegen daz hainrich Ciain, Burger zu Guntzenhüsen, zu Gnocz- hein verfaren hape, das er derselben busz ledig vnd lose sin sol, Doch so süllent die egenant vnser oheimen die Burgrafen mit den iren schaffen, daz sie lurbasse ire gleit geben süllent an den steten, dahin ez dann gehört; ob sie daz vberfüren, So mochte man sie darumb straffen, als dez gleits gewonheit vnd rechte ist. Auch als vnszer egenante Bruder von (Hingen sprechent vnd maynent, daz die von Truhendingen, Ehingen vnd lentershin ire yclie masse, ineezen vnd pfunt yclien vnd halten süllent zu vffkirchen, wa sie dez irre Stent, vnd die egenant vnser liebe Oheim die Burgrafen maynent, das sie dez nilit tun süllent, sprechen wir, daz derselbe Artickel zu disen Zeiten besten vnd beliben sol, dochyederman vnengolten vnd vnschedlich an sinenrechten. Auch als vnser liebe Oheim die Burgrafen geclagt haben, wie daz der egenant vnser Bruder von Otingen gleiten ir arme lüt swarlichen vbernomen haben an dein gleit, dann ander lüte, sprechen wir, daz die egenant vnser bruder von Otingen bestellen vnd schaffen sullen mit iren gleitknechten, daz man ir arme lüt bey gleichen glaiten beliben lasse, als ander lüt, als dann der glait recht vnd gewonheit ist. vnd daruffe so sprechen wir, daz alle Sprüche, die sie dann zu bayder Seiten einander mit geschaffte fürbracht haben vff disen heutigen tage, gancz vnd gar ab sin süllent, vszgenomen der obgeschriben Artickeln, die besten vnd beliben süllent, als obgeschriben stet, vnd dez zu vrkunde so haben wir obgenant fridrich von gotz gnaden Byschoffe zu Eystet vnser Insigel vff den briefe zu ende der geschaffte gedruckt, darzu die obgenant vnser Bruder von Otingen ir Insigel zu dem vnsern vff den briefe auch gedruckt haben, Der geben ist an dem nehsten Sampstag nach Sand Jacobs tage, da man zalte von Crists geburt in dem vierezehenhundertigestem Jare. äJertrogabttdjcr bra Ittrggrnftjjmna Himberg. 84 LXXX. Die Burggrafen eignen km #f. (Inmperf- pfiffe gi (Dnnljkidj (lerkenkrfsdje ICetjngäter gi Bernljaitsaiinkn. 4. August 1400. Wir Johans vncl Fridrich von gotes genaden Burgraffen zu Nurenberg, bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem offen briff, für vns vnd alle vnser erben vnd nachkumen, daz wir durch gotes willen zw vorderst, aller vnsser vordem vnd vnsser Selbs sei heyls willen, mit guter vorbetrachtung vnd mit Rat vnssers Rates, den Erbergen Herren dem Techant vnd dem Capitel ge- meynklichen des Stifftes In vnsser Statt zw Onolsbach vnd allen iren nachkumen ein Seidenhaus da zw Bernoltswinden gelegen vnd zwelff morgen aclters daselbest gelegen, daz der Sigwein besitzett vnd bawett, vnd zwelff morgen ackers, die der witzman bawett, auch daselbest gelegen, dye sy vmb vnssern lieben getrewen Apeln von Seckendorff zw Pirkenfels gesessen haben gekaufft zw sant Yeites altar, dye von vns vnd vnsser Herschafft bisher zw lehen sein gangen, rechtt vnd redlichen geeygent haben vnd befreit, Eygen vnd freien dem vorgenant Stifft dye vorgesriben gut vnd gültt mit krafft ditz brieffes, mit allen yren zwgehörungen, wie die genant oder wo sy gelegen sein, zw dorff, zw Felde, also, daz sy vnd ir nachkumen die selben gut vnd g'ült innenhaben, nyezzen, besetzen vnd entsetzen sullen vnd mügen, als ander irew eygenew vnd freyew gut. mit vrkund ditz briffes, gebeji mit vnsser beyder anhangenden Insygehi versigelt, vnd geschehen zw Onolspach, da man zalt von Cristus geburt vierzehenhundert dar, an dem nechsten Mitwuchen vor sant Oss- waldes Tag. (Cnpialhndj brs <§t. (Imnprrt- Stiftes ;n Snapntji. LXXXI. 20. August 1400. Urteil und Sentenz gegen Wenceslaw, Römischen König, geleszen und uszgesprochen von Johann Erzbischoff zu Menze, von seiner und der Mitkurfürsten wegen, an dem Rine by Obern-Laenstein, uff eyme Stule daseibist, als die Kurfürsten daselbest zu Gerichte saszen. 85 * In dem Jare 11. Ch. G. dusent und vierhundert Jare, In der achten Indi- cien, an einem Frey tage des zwenzigsten Tages des Mandes Augusti, ein wenig für Nonezyt. In GeinWertigkeit Herrn Johanns, Herrn Ruprechts Pfaltz-Grave by Ryne Sons, Herrn Friedrichs Burpgraven zu Nürnberg, der Edeln Philippi zu Nassau und Sarbrücken, Emychs von Lyningen etc. Müller, Reichstags theater unter K. Friedrich V.. I. Vorst. S. 296 fg. Dasselbe lateinisch bei Martene IV. pag. 16. LXXXII. 24. August 1400. Erzbischof Johann von Mainz und Burggraf Friedrich von Nürnberg entscheiden in dem Gericht zu Bacherach zwischen dem Römischen König Ruprecht und dem Erzbischofe Friedrich von Köln, nachdem sie von den Schöffen darüber Kundschaft verhört und aufgenommen haben, alle Misshelligkeiten, Spänne und Zweiungen der beiderseitigen Amtleute und Fi Hertha neu. Datum Bacherach, ipso die beati Bartholomei apostoli, anno domini mille- simo (piadringeiitesimo. Günther Cod. dipl. Rlieno Mosell. T. IV. p. 83 ff. LXXXIII. Innig Etffttd]! knnlliiiiidjtigt kn Burggrafen Jntkidj gi Hamberg in InterljaiiMnngen megen ks ifndjstifts Ilhiigluirg. 6. September 1400. Wir Ruprecht von gots gnaden Römischer kling, zu allen zyten inerer des Riehes, Bekennen offenbar mit diesem briefe: waz der hochgeborn vnser lieber Swager, vnser vnd des heiligen Riehes fürste, fryderich Bürgraue zu Nürenberg, an vnszer stat von des Stifftes zü Würczeburg wegen zu diesen zyten teydinget, begriffet vnd vff nyment, daz er des von vnsern wegen ga-neze macht hat. vnd geben yme des auch ganeze macht, mit crafft dis geinwürtigen vnszers brieffs, vnd wollen daz auch genezheh veste vnd stete dün vnd halten in allermaszen, als wir daz selber 'geinwürtlichen teydingen 86 begriffen vnd vif nemen, vszgescheyden allerley argelist vnd geuerdc. Orkünde dis brieffs, versigelt mit vnszer Phalcze anhangenden Ingesigel, wann vnszer küniglich Maiestett Ingesigel noch nit vollen bereit ist. Datum Heidelberg, se- cunda feria ante Natiuitatem beate Marie virginis gloriose, Anno domini Mille- simo Quadringentesimo. Ad mandatum domini Regis, Mathias Dobernheün. ©ertrngahiidjer brs itarggrnftljmiis Itürnäerg. LXXX1V. ÜisrjjDf ülbrEdjt nnn I'3ainlicrg Einigt sidj mit hm hjii hstriltni IßEnfllliiiüdjtigtfii, Hilgen InErkmmng liinig Enpredjt's. 23. September 1400. Wir Albreht von gots gnaden Byschoff zu Bamberg, Bekennen olfenlichen mit disem brief, daz Wir vns vereint vnd besamet haben, vereynen vnd besamen vns auch mit kraft dicz briefs mit dem hochgeporn lursten vnd herren, hern Fridrichen Burgrafen zu Nilremberg, vnserm heben öheim, vnd dem erber- gen hern Cunraden von Eglofstein, Meister Tewtschs ordens in Tewtschen vnd in Welischen landen, vnd dem erbern vnd vesten Johan vom Hirszhorn, Ritter, vitztume zu Amberg, von wegen dez Allerdurclilewhtigisten lursten, vnsers gnedigen herren, hern Ruprehts dez erweiten Romischen küngs, dez gewalt sy gehabte haben, in der masz als liernachgeschriben stet, zum ersten ist getey- dingt, Wenn dem egenannten vnserm herren dem erweiten künig die von Frankfurt gehulden, einlaszen vnd sweren, als einen Römischen künig, So süllen wir In dann darnach haben vnd Im hulden für vnsern rehten herren, als einen Römischen künig, vnd Im getrewlichen zestund hellfen, beysten vnd geraten sein; vnd wenn wir In dann ermannen, daz vns dez not wirdet, so sol er vns leihen vnd legen in vnser sloz, in welchs Wir wollen, do vns dez notdurft ist, sybenczig mit glefen zu teglichen krieg auf sein selbs koste vnd Scheden, vnd dieselben sybenczig mit glefen süllen vns, vnserm Stillte, landen vnd leuten vnschedlichen ligen vngeuerlicli, vnd von vnserm Stillte, landen vnd lewten getrewlichen beygesteen, geraten vnd behollfeii sein 011 geuerde. Wer auch, do got vor sey, daz Wir vberczogen würden, oder daz vnser sloz eins oder mer besezzen, oder vns angewunnen würde, wenn wir dann den 87 obaenannten vnsern herren künig oder die seinen ermanten, So sullen sie vnuer- o c -' czogenlichen mit aller irer mäht zuziehen, vns getreulich beholffen vnd geraten sein on alles geuerde. Auch ist beredt vnd getey du igt worden: waz vns der obgenannte vnser herre der künig vmb solch ebenste vnd hilffe, dy Wir Im also tun werden, tun sol, daz Wir dez bliben sein bey dem obgenannten vn- sei'in oheim hern Fridrichen Burggrafen zu Nürenberg, vnd bey dem edeln Joliansen Grafen zu Wertheim, vnserm lieben prüder; Waz dy darnach vnd sich die sach ansieht sprechen, daz vns der egenant vnser herre der künig dafür tun süll, daz sol er tun, vnd daran süllen Wir vns auch benugen laszen on alles geuerde. Vnd das vns die obgenannten artikel vnd sacke genczlich von dem egenannten vnserm herren künig vnd den seinen, als obengeschriben stet,, gehalten werden, Dafür haben vns die vorgenannten drey, vnser öheim Fridricli Burggraf zu Nürnberg, Cunrad von Eglofstein, Meister Teutschsordens in Tewt- sclien vnd in Welschen landen, vnd Johans vom Hirszhorn, Ritter, vnuerschei- denlichen gesprochen 011 alles geuerde. Vnd des alles zu einer waren vrkunde haben Wir Byschoff Albreht vorgenant vnser Insigel an disen brief gehangen, der geben ist dez Dornstag nach sant Matheus tag dez zweifboten , Nach Cristi gepurt in dem vierezehenhundertigisten dar. (Cnpialhtirlj iics inrggroftjjnnia Stürnbcrg. Das älteste „Nürnberger Brief buch" enthält eine ähnliche Anerkennung des neuerwählten Königs von Seiten der Reichsstadt Nürnberg ; d. d. 29. December 1401 (nach unserer Rechnung 1400). LXXXV. Iimtisdjaft hf.s lisdjnfe Snlinnn )n Höt^nrg in einem l'djns.strcit Inrggrnf Iritbridj's j\\ Dürnberg mit den €nnntrn. 24. September 1400. Wir Johanns von gotes gnaden Bischoff czu Wirczburg, bekennen offen- lichen an diesem brilfe, das vns der hochgeborne forste, herr efridrichBurggraue czu Nüremberg, vnszerm lieben herr vnd fronnt, gesaget vnd furbracht hat, wie das sein lehen Mann Stephan Tanner genant von todeswegen abgangen sey, von dem Im, als er ineynt, sohclie lehen der selbe Stephan Tanner von dem iezgenanten vnserm hern Burggrafe fridrichen czu lehen gehabt hat, ledig worden weren, dorvmb, das der selb Stephan Tanner In gesünderten vnd geteilten guten mit allen seinen vetern geseszen were. Also kome für In Markart Tanner vnd vordert soliche lelien an dem obgcnanten vnserm herrn Burggraue fridrichen, Im die czu leihen von erbschaffte heims vnd schiltes wegen, vnd sprach darczu, ob der ic.zgenant vnszer herre meynte, das er Im die lohen czu leihen nicht schuldig were, das er Im dann tag für sein Mann bescheide. Also habe der obgenant vnszer herr Im des tage beschiden vnd Sybenczehen seiner Manne an das recht geseczet, der funff vnszerm herrn die lehen heym geteilt haben. So haben die vbrigen geteilt, das vnszer herr obgenant mit reichs recht vnd Mane furbringen solte, das es des reichs vnd franclcen recht sey, das sulche lehen Inn vorgeschribner masze nicht geerbt werden sullen. Also bekennen wir In craft dicz briffs, das wir biszher nicht anders bestanden, noch ver- numinen haben, noch anders gehört teilen Im lande czu francken, dann das in geteilten vnd vngesamaten lehen In der rechten lynyen der Sypschafft, als von vatter auff den süne vnd von svne furbasz auff seynen sune vnd also furbasz, nicht in der Sey Bingen lynye der gesipschaft, lehen erben sullen. vnd des czu Yrkund geben wir diesen briff, versigelt mit vnszerm auff gedruckten Insigehi, der geben ist am fritag nach mauricy Anno domini Millesimo Quadringen- tesimo. ißtinfinbiid] älnrkgrnf Jtirbririj's I. nati Sratibftibttrg. LXXXYI. ptttr itoii lönigsfdfo rjtiittirt kn Ißnrggrnfen ülicr Jhljakn-dErsal). 8. October 1400. Ich peter von Kungsfelt czu dem planckenstein geseszen, bekenn offen- leiclx mit dysem briff, das mich die liochgeporn lursten, mein genedig herren Burgraff Johans vnd Burgraffe Fridreich, geben vnd beczalt haben zehen gülden für ein pfert, das ich vor Erfürt verlesz, vnd auch für alle Scheden, die ich pisz auf den tag von meiner genedigen herren wegen genumen hab, die mir chunradus, castner zu Beyern (sie!) von irn wegen geben vnd beczalt hat. vnd ümb die obgenanten gülden vnd auch vmb die Scheden sag ich mein genedig herren quit ledig vnd losz mit vrkund dicz brifs, der geben vnd versigelt ist mit meinem aufgedrucktem insigel, am freytag vor Dyonisi, anno Millesimo IUI C. dkigitml im Sünigl. Ikirisrjjcn Jiririjsnrtjjiuc. 12 Bd. VI. 89 LXXXYII. 13. October 1400. Kmiegund Ochsin, Hansen Ochsen seligen Witibe, bekennt, dasz ir Conrad Flurstet, von wegen des Burggrafen Johannsen zu Nuremberg, 19 Gulden, weniger eines Orts, an irein Leibgedinge bezalt habe. Gescheen am Mitwochen noch sant Dionisii Tage, anno MCCCC. (Driginnl im liitiigl. Mriadjm JWdjanrrijtut. LXXXVIII. Canrab nun lirdjlm'g, Holtmann |ti lÄntfk, tntsagt allen Hnsprtirjjtn an bit Inrggraftn in liirnlitrg. 2. November 1400. Ich Conrad von Kirchberg, Amptman zu Seideneck, Bekennen offemi- lichen mit disem brieff, für mich vnd alle mein Erben, vmb alle Zuspruch, klag vnd forderüng, die ich gehabt hau biz ulf disen heutigen tag gegen vnd zu den hochgeboren lürsten, meinen gnedigen herren, lierren Johannsz vnd herren Fridrichen Burgrafen zu Nuremberg, daz ich derselben vorderung aller gencz- hch vnd gar gerichtet vnd beczalt bin. Darumbe, für mich vnd alle mein Erben, sage ich die obgeschribcn mein gnedigen herren, Burggrafe Joliansz vnd Burgraue Fridrichen, vnd alle ire Erben vnd nachkomen quid, ledig vnd loz. Mit vrkunde dicz brielfs, besigelten mit meinem anhangenden Insigel, Geben zu Mergentheini, am dinstag nechsten nach Aller heiligen tage, nach Cristi vnsers herren gehurt in dem vierczehenhunderten Jare etc. (ßrmtiiibiidjtr bta Jkrggtaftljmus Inmbtrg. Vergl. T.V Nr. ÖCCXVUI. 90 LXXXIX. Cwtrair unn Hufsiss Erkauft nun Burggraf inlmiiii III. (ii lürnkrg hs J^djlnss labEiiütein nnfi gelobt, ilim kmit }\\ kirntn. 10. December 1400. Ich Conrad von Awfses Bekenne mit disem briffe, das mir der hoch- geborne forste vnd mein gnediger herre, her Johanns Burg graue czu Nuremberg, das Slosz czu dem Rabenstein *) czu kawffen hat gegeben mit allen seinen czu- gehorungen, auszgenomen lehensclialft, geystlich vnd werntheh, vnd auch Burggut, die der obgenant mein gnediger herre für sich behalden wiL: also, das ich das vorgenant Slosz mit aller seiner tzugehörung, wie die genant ist. mein lebtage innehaben sol vnd nützen mag vnd die wenden vnd keren nach meinen pesten, Mit dem gedinge, das ich an demselben Slosz verpawen sol vnd wil Newnhundert pfunt Landes werung an purcklichen gepewe, vnd sol das thun nach data diez brilfes in dreyen jaren nach einander czu czelen, iglichs jare drewhundert pfunt, nach rathe des, den dann der obgenant mein gnediger herre dartzu schicket. Auch ist mit namen beredt worden, das ich die drew jare all jare drewhundert pfunt verpawen sol, vnd wenne mir der haubtbriffe nach data diezs briffes geantwort wirdet, So sullen drewhundert pfundt verfallen sein, obe die nicht verpawet wurden vnd als schir das ander jare vergeet. Ging ich dann abe, als got lang dauor sey, So sullen aber drewhundert pfundt verfallen sein, vnd wenn das dritte jare angeet, so sullen die letzten drewhundert pfundt verfallen sein, sie weren verpawet oder nicht on- geuerde. Auch sol das obgenante Slosz meines gnedigen herren offens haws sein in allen seinen noten vnd krigen wider allermenighchen, nymandes avvsz- genomen, als offt in des nott geschilit, doch mir onschaden. Auch sol vnd mag ich mich awsz dem Slosz behelffen czu dem rechten, darezu der obgenant mein gnediger herre mein mechtig sol sein; darumb sol vnd wil ich im dienen, als ander sein diner vnd man. Auch sol vnd wil ich das selbe Slosz getrewlichen bewaren, als mein eygen gute vnd habe ongeuerde. Wenne ich obgenanter Conrad von todes wegen abgegangen pin, So sol das obgenant Slosz mit aller- czugehorunge gefallen vnd dem obgenanten meinem herren gnedigen (sie!) wider werden, vneinsprechenlichen aller meiner erben, oder aller der, die das selbe Slosz von meinen wegen innen hetten on alles geuerde. des czu vrkunde 12" 91 gib ich dem obgenanten meinem gnedigen herren disen brieff mit meinem anhangenden insigel, der geben ist czu Flassenberg, am freytag vor lucie, nach Cristi gebnrt vhczehenhundert j are. Original im lünigl. Sßnirisdjcn UtitjjänrdjioE. *) Hubenstein im Landger. Hollfeld. cx. 11. December 1400. Kraft von Lentersheim, Ritter, quittirt über neunzig gülden, die im der schrecker, Lantschreiber zu Nurenperg, geben hat von seins heren purgroffen Fridreichs wegen. Geben am samstag nach vnser frawen tag concepcio, do man zalt vier- zehen hundert iar. tßrigimil im jSonigl. Smrisdjtn Itidjantdjiuc. XCI. Inrggrnf loljonn gi lürnbirg bestätigt km Ipinridj tmtt ber Ipgk einen Itejjnbrief ks Bngtcs mm Ekik. 15. December 1400. Wir Johans von gotes gnaden Burggrafe tzu Nilremberg, Bekennen, das lur vns kome Heinrich von der lieyde der Elter vnd weiset vns einen guten ganezen briefe, mit liern heinrich von weida vnd vnserr stat z mnm hofc An- hangenden Insigeln, derselbe brief von wort tzu worte laut vnd geschriben stet: Wir heinrich der Elter vogt vnd herre zu weyda vnd alle vnser Erben, Bekennen offenlichen an disem briefe vnd tun kunt allen den, die In sehen oder hören lesen, daz wir vnserm lieben getrewen, hern hausen von weiselstorlf, vnserm Richter, durch seiner getrewen dinste willen, die er vns langher hat getan, vnd noch tun sol vnd seine leint noch tun sollen, haben wir im gelihen vnd geben die seylerin vor dem Tor, wann sie vor van Im ist her kommen, die leihen wir im vnd allen seinen erben mit allen rechten vnd nutzen, als wir sie gehabt haben, besuchet vnd vnbesuchet. vnd daz diso vorgeschriben rede stet vnd gancz gehalden werde, des hau wir vnserr Iiisigel an disen briefe, zu einen getzeugniss, vnd vnserr stat Insigel tzu dem hole, tzu einer merern Sicherheit, gehangen, der geben ist nach Cristi vnsers herren gepurte Tausend dar vnd drewhundert dar vnd darnach in den einvndsechtzigsten dare, an dem Suntag Quasimodo. Da wir denselben brief also gelesen hetten, da bäte vns der vorgenant heinrich von der heide, das wir im denselben brief geruchteil von besundern gnaden tzu bestetigen vnd tzuuernewen. Also haben wir angesehen trew stet dinste, die vns vnd vnserr herschaft derselb heinrich getan hat vnd er vnd sein erben furbas wol tun vnd beweisen mügen, vnd haben Im vnd seinen erben denselben briefe, als er von wort tzu worte laut vnd geschriben stet, vernewet vnd bestetigt, vernewen vnd bestetigen Im auch den In kraflft dicz briefes, mit vrkunde vnsers Anhangenden Insigels, Der geben ist zumm hoff, am mitwochen nach Lucie virg., Anno MCCCC 0 . riginnl im jFiiratl. Ütcuas. atdjiuc jii ißcrn. xcn. Üb ucrmittmctE MargarBttjB Inniiissin gBlnht, kn InrggrafBit iürnkrg mit iljrBiti <#djhissB IfnntbBrg fti biBim 28. December 1400. Ich Margareth vnmüsshi, Merthein von Mergentheim seligen Witibe, vnd ich Chuncz vnmüsz, Bekennen vnd thun kunt offennlichen mit disem brieif, daz wir vns mit wolbedachten mute vnd nach Rate vnser frunde geeynet haben, In krafte dicz brifes, mit den hochgeboren fursten vnd herren, herren Johansen vnd herren Fridrichen Burgrauen zu Nilremberg, vnsern gnedigen herren, alzo, daz wir In dynen vnde gewarten sullen mit vnserin Slosz Hortenburg genant, auf der Jagist gelegen, von data dicz briefs bisz auf Vilser frawen tag lichtmesse vnd darnach von demselben vnser frawen tage \'ber ein .ganczes Jar wider allermeniclichen, nymand awszgenomen, In allen iren noten vnd krigen 011 alles geuerde. Sy sullen vns schüczen, schirmen, versprechen vnd verteydingen zu dem Rechten, als ander ir dyner. vnd wir ob- genant Margareth vnd Chuncz vnmüszer geloben mit guten trewen an Eydes Stat, alles daz wäre vnd stete zu halten, daz von vns an disem briff geschriben stet, vnd dez zu nierer sicherheyt vnd warer geczeugnusse haben wir gebeten 93 Endres zobel, Amptman zu lobeuhawsen, gebeten (sie!), daz er sein Insigel zu den vnsern an disen briff gehangen hat, doch im 011 schaden, geschehen vnd geschriben an der kindlein tag In den weynachten veyertagen, da mon zalte von Cristi vnsers herren gepurt In dem virezehenhundert Jaren. (ükniriitbiidjcr bes SJnrggrnftjjnma Hamberg. XCIII. Innig llnprfdjt bestätigt kr rigiitnl im König!. Jkirisdjtit Jifidjsarrjjitic. 119 Innig Eüpredjt nnb tue pfnljgrnfcii ki JÜjein rtr. bürgen für inis Heiralhscjul kr tetaljlin Burggraf Friedrichs U ;ii iluriikrg, Elisabeth gel). Herzogin in Baiern. 18. September 1401. Wir Ruprecht von gotes genaden Romischer kunig, zu allen zeiten merer des Reichs, vnd wir von denselben genaden Stephan vnd Ludveig, desselben Stephans Sune, vnd wir Ludweig des vorgenanten vnsers Herrn des Römischen ltunigs Sune, all pfallntzgrauen bey Reine vnd Ifertzogen In Beyren etc., Be- chennen vnd tun kunt olfenlichen mit dem brife, für vns vnd alle vnser erben. Als der Hochgeboren fridrich Burcgrafe tzu Nürnberg, vnser lieber Swager vnd furste vnd vnser Uber oheim, des Hochgeboren Iiainrich pfallntzgraue bey Reine vnd Ilertzog In Beyren etc., vnsers liben vettern vnd forsten, dy Hochgeboren Elyzabethen sein Swester, vnser libe mürnen, zu elidier gemalielen der heiligen Ee genomen hat: Also hat derselbe vnser vetter dem vorgenanten vns er m Swager vnd öheim tzu derselben seiner Swester vnser liben Muinen zu heimstewer vnd heiradtgut versprochen vnd gelobt tzu geben fünf vnd tzwein- tzig tawsent vngerisch gülden, nach ausweisung des Spruchbrifes, den wir, vorgnanter kunig Ruprecht, dar über getan, gegeben vnd versigelt haben, derselben guidein der obgenant Hertzog Heinrich oder sein erben dem vorgnanten vnserm liben Swager vnd oheim oder seinen erben zwelfe tawsent guidein der obgenanten werung vnvertzogenlichen richten vnd betzalen sullen auf vnser frawn tagLiechtmes sehirst körnend tzu Nürnberg oder tzu Regenspurg, in der zweyer Stete einer, wo sy wollen, an allen iren schaden angeuerd; wiir aber, das der egenant Hertzog Iiainrich oder sein erben sy nicht betzalten auf dy fryst als vor stet geschriben, So sullen wir obgenant Ruprecht Römischer kunig, oder vnser Sun Hertzog Ludweig vorgnant, dem vorgnanten vnserm lieben Swager, seinen erben oder sein obristen Amptman nach irer ersten ma- nunge nach der obgenant fryst für dy tzwelf tawsent gülden obgenant vnuer- tzogenüchen einsetzen in rechter pfantschaft weise vnsere Slosz Hersprucke, Heimberg vnd Hohentruhtingen, darauf vnd dauon sy an besetzten nutzen vnd gulten über dy Ainptlewt tzwelf hundert gülden jerlicher gulte der obgnanten werung gehaben mügen, die selben Slosz sy dann mit allen eren, nutzen, frey- lieiten, rechten vnd mit allen tzu geherunge vnd herlickeit, niehtes hindan gesetzt noch auszgenomen, als wir cly her bracht vnd inn gehebt haben, innhaben, nutzen vnd niessen vnd dy auch besetzen vnd entsetzen vnd domit tun vnd lassen, als mit anderrn irein eigen gute, so lang bis das wir, oder vnser erben dyselben geslosz vmb dy obgenanten zwelf tawsent guidein wider von In losen, oder das vns die vnser vetter Hertzog Ha inr ieb wider von In gelözzt oder bracht hat. Sy sullen vns auch alltzeit domit losunge stat tun virtzehen tag vor Liechtmesz oder viertzehen tag darnach angeuerd. vnd war es, das dy vorgnanten Slosz der obgenanten gülte tzwelfhundert gülden über dy ampt- lewte nicht getragen möchten, was des bruch were, das sullen wir dem vorgnanten vnserm Swager eruollen vnd widerlegen ausz andern vnsern nächsten Slossen dabey gelegen. Auch ist beredt vnd getädingt worden, das der vorgenant Hertzog Hainrich, vnser vetter, dem obgenanten vnserm Swager vnd oheim Burggraf fridrichn für dy übrigen dreitzehen tawsent guldin sein eigen Slosz lediklichen eingeben vnd setzen sol, mit namen kronsperg, Inckhouen, mospurg vnd Teyspcich, mit allen iren tzugehorunge, niclites hindan gesetzet noch auszgenomen, dy sol er oder sein erben dann innen haben mit aller Iler- lickeit, nutzen vnd niessen, als ander ir eigne gute vnd in aller masse, als vnser, ldmig Ruprecht, spruch briue darumb auszweiset. Sy sullen auch von den vorgnanten drewtzehen tawsent gülden järhehen von den obgenanten Slossen aufheben vnd tze gült haben vber ir amptlewt drewtzehen hundert guldin geltes der obgeschriben werunge, an allen abganck, war aber, das sy dhainerley geprechen oder abgang an den nützen der drewzehen hundert gülden betten oder gewönnen, dy sullen in Hertzog Hainrich oder sein erben follcklichn auszrichten vnd erstatten, domit sy dhainen abgang haben; war aber, das sy mer gült vber dy drewtzehen hundert gülden lietten von den vorgenanten Slossen, dy sullen sy vnserm vorgnanten vetter, Hertzog Hainrichen oder seinen erben herausz raichn vnd geben angeuärde. vnd dy Slosz stillen sy inn haben, bis das dy der vorgenant Hertzog Hainrich, oder sein erben wider ledigen vnd losen vmb dy obgenanten drewtzehen tawsent guldin, vnd der Losung sol er in also stat tün auf Liechtmesz, viertzehen tag vor oder viertzehen tag darnach angeuerde. Auch mag der obgenant vnser über Swager vnd olieim dy vorgnanten vnsere vnd vnsers vettern, Hertzog Hainrich, Slosz wol fürbas versetzen oder uerkümmern vmb dy vorgenante summe guldin, doch also, das wir vnd vnser vorgenanter vetter Herzog Hainrich vnd vnser vnd sein erben tzu aller tzeit Losung darauf haben in der vorgeschriben masse, vnd das auch dy, den dy Slosz gesetzt wurden, vns vnd vnserm vetter Losunge gestatten vnd des verbunden sein, als vnser Swager vnd oheim Burggraf fridrich angeuerd. Vnd aller obgeschriben sach, punckte vnd artikel sein 16 Bd. VI. 121 von obgenanten kunig Ruprecht, Hertzog Stephan, Hertzog Ludweig vnd Ludweig recht seihschollen vnd porgen worden, das die selben sache also gantzlichen auszgericht, volluredt vnd gehaldten sullen werden getrewlich angeuerde. vnd des tzu vrltünde haben wir kunig Ruprecht vnsere kuniglich Insigel tzu sambt vnsrer vettern vnd vnsers liben Suns obgenant Insigeln an disen Brief tiin hencken, der geben ist an Sunntag vor Mathei des haiigen tzwelfpotten, do man tzalt von Cristi gepürde viertzehen hundert jare vnd darnach in dein ersten, vnser, kunigs Ruprechtz Reichs in dem andern jare. (Original im liinigl. Inirisrijtn (ßrjj. IJansnrrljiur. Vergl. Nr. CLVIII. CXXVII. (Icpbiirgsrjjnft Iptjog iCnimiig's in Iniern gegen Innig Inpredjt, megen ks nnn nerhörgten ifrirntijsgntes kr (leinaljlin Bnrggrnf inckidj'5. 19. September 1401. Wir Ludewig von gots gnaden pfaltzgraue by Rine vnd Hertzoge in Beyern, Bekennen vnd dun kunt offinbar mit dissem brieffe allen den, die yn selient oder horent lesen. Als der allerdurchluchtigste forste, vnser lieber gnediger here vnd vetter, Her Ruprecht Romischer kunig, zu allen zyten merer des Richs, vnd der Ilochgeborn forste, vnser lieber vetter Hertzog ludewig, sin son, von vnsers lieben Heren vnd vater vnd vnser bete willen sich verschrieben haut gein dem Ilochgeborn vnserm lieben Swager, Burggraue friederich zu Nuremberg, als von des liiratguts wegen, daz yme der Ilochgeborn vnser lieber Vetter, Hertzog Heinrich pfaltzgraue by Rine vnd Hertzoge in Beyern, zu siner Swester versprochen vnd globt hat zugeben, Desselben liirat guts der itz genante vnser vetter Hertzog Heinrich oder sin erben dem vorgenant vnserme Swager Burggraue friederiche oder sinen erben richten vnd bezalen sollen zwollF tusent vngerscher guldin uff vnser fraüwen tag lieclitmcsse schirste kümpt, Also weres, daz derselbe Hertzog Heinrich oder sin erben sie nicht bezelten uff dieselbe frist vnd in dermasze, als die brieffe darüber gemacht vszwisen, So sollen die obgenant, vnser gnediger here kunig Ruprecht vnd sin Son Hertzog ludewig dem egena.nten vnserme Swagere 122 burggraue friederiche, sinen erben oder sinem obersten Amptman, nach irer ersten manunge nach dem obgenanten zyle, für die zwolff tusent guldin obgenant vnuerzogelichen insetzen in rechter pfantschafft wisc ire Slosze Herspruck, Hennberg vnd Hohen truchtingen, daruff vnd dauon sie an besetzten nützen vnd gölten über die Amptlüte zwolff tusent guldin jerlicher gulte der obgenant werunge haben mögen, Dieselben Slosze sie dann mit allen Eren, nützen, friheiden, rechten vnd mit allen zugeliorungen vnd herlichkeide, nichts hindan gesetzt, noch vszgenomen, als die obgenanten vnser liere kunig Ruprecht vnd Herczog ludewig sin son die herbracht vnd ingehebt lian, inliaben, nutzen vnd nieszen, vnd die auch besetzen vnd entsetzen vnd damit dun vnd laszen sollen, als mit anderm irem eigen gute, so lange bisz daz sie oder ir erben dieselben Slosze vxnbe die obgenanten zwolff tusent guldin wider von dem obgenanten Burggraue frideriche oder sinen erben losen, oder daz die vnser vetter Herczog Heinrich egenant dem obgenanten vnserm heren kunig Ruprecht, oder liertzoge ludewig sime sone, wider von yn geloset oder bracht hat etc., als die brieffe, die derselbe vnser liere kunig Ruprecht vnd Iiertzog ludewig sin son dem obgenanten Burggraue friederich darüber geben haut, gentzlicher vszwisent. Wer es nu, daz es darzu qüeme, daz dieselben, vnser here kunig Ruprecht vnd sin son hertzog ludewig, ire obgenanten Slosze dem itzgenanten Burggraüe friederiche, sinen erben oder sinen Amptluden wurden insetzen in furgeschribner masze, So versprechen wir vns vnd globen auch by vnsern fürstlichen trüwen vnd eren, für vns vnd alle vnser erben, incrafft dys brieffs, daz wir dann demselben vnserm heren kunig Ruprecht, oder Hertzog ludewige sime sone, oder yren erben zustund, so wir des von yn oder von yrentwegen hermanet werden, insetzen sollen inrechter pfantschafft wise vnser Slosze Nuwenburg off der Tlionawe gelegen vnd Hohenburg uff dem Nortgaw gelegen, mit allen vnd iegliclien yren nuczen, Vellen, rechten, zugehorungen vnd herlichkeide, nichts vszgenomen, als wir die herbracht vnd ingehabt lian: Also, daz der egenant vnser here kunig Ruprecht, hertzog ludewig sin son vnd ire erben dieselben vnser Slosze mit iren zugehorungen iczund berüret inliaben, nutzen vnd nieszen vnd die auch besetzen vnd entsetzen vnd damit dun vnd laszen sollen vnd mögen, als mit anderm irem eigen gute, also lange bisz daz der obgenant vnser vetter Hertzog Heinrich, oder sin erben, oder wir vnd vnser erben dem obgenanten vnserm heren kunig Ruprechte, Hertzog ludewige sime sone, oder yren erben dye obgenanten ire Slosze Herspruck, Hennberg vnd Hohentrüchtingen mit yren zugehorungen obgenant gentzlichen vnd gar geloset vnd von dem obgenanten vnserme Swager Burggraue friederich ledig gemacht haben, vszgescheiden allerley argeliste vnd geuerde. Vnd des 123 zu Orkunde haben wir vnser Ingesiegel dun hencken an dissen brieff. Geben uff den Mantag nelist vor sant Matheus des Heiligen zwolif boten vnd Ewangelisten tag, in dein jare da man zalte nach Cristi geburte vierzehenhundert vnd ein Jare. Original im Siinigl. Sairistijfn Sririjsardjiuc. CXXVIII. 22. October 1401. Fridrich Habelsheym, Bürger zu Nüremberg, sagt herrn Fridrich Burgraf zu Nüremberg aller Schulde ledig, ausgenomen der 296 gülden, die er im bezalen sol uf den nehsten unser frawentag Lichmess. Datum et Actum am Samstag vor Symonis et Jude apostolorum, Anno XIHI C. primo. (Criginnl im Sütiigl. Bairisdjtn prnuiiijinlnrdjiur ja JSnuibcrg. CXXIX. Üb lisdjiifB m Bnmlitrg itnö Minlinrg, Mb ItanitgrafBn jtt CtjtringBn, Markgipn fii Mnssm 111M Irirgpf Jnljnnii üBrtriinMn sidj )\m #iljnt| iljrBr fank itnb IbtitB. 22. November 1401. Wir von gotes gnaden Albrecht zu Bamberg, Johans zu Wirtzlmrg, Bischöfe, vnd wir von denselben gnaden Balthasar, Fridrich, Wilhelm, Jorge vnd Fridrich, des obgenantten hern Balthasars Sun, langrofen in düringen vnd Marckgrafen zu Michssen, vnd Johans Burggraf zu Nurmberg, bekennen vnd tun kunt gen allermenicleich an disem brife, daz wir, durch Irinnen, eren, nutzes, schirmes, frides vnd gemachs willen vnser lant, lewte, Slozz vnd gute, vns freunthch vnd gutlich geeint vnd zu einander verpunden haben, einen vnd verpinden vns auch zu einander mit kraft ditz brifs, daz wir alle vnd vnser ygleicher besuncler getrewhcli halten vnd volfuren sullen ongeuerd vnd wollen alles daz, daz von worten zu worten hie geschriben stet vnd begriffen ist. Des ersten, daz vnser ygleicher dem andern nach seiner macht getrewlich helffen vnd beysten sol vnd wil tzu dem rechten, sein laut, lewt, geistlich vnd wernt- lich gut vnd Strassen schuczen, schirmen vnd bewarn, vnd auch mort, rawp, braut vnd alle andrer vntate zu wern, abzutun vnd zu vntersten, als verr wir daz getun kunnen vnd mugen. Wir sullen auch getrewlicli alle, vnd vnser ygleicher besunder nach seinem vermugen, aneinander behoben sein, wo wir des bedürffen vnd als oft des not geschiht, daz sich ye vnser eins dyner gen der andern mann vnd dyner an relit sullen vnd müssen benutzen (sie!) lassen des [wir] yn auch von einander helffen sullen vnd wollen in allermazz vnd weyse, alz hernach geschriben stet. Gescheh vnser einem oder mer oder den vnsern, geistlich oder werntheh, welcherley daz wer, neme oder zugriff, rawb oder prant, von wem daz were, dar zw sullen die andern ir amptlewt vnd alle die iren, alz pald sy des ermant werden, zustund zihen, so sy sterckst vnd malitigst mugen, dasselb zu wern, vnd yn vntersten vnd diselben neme oder hab auf reht zubehalten, als verr sy kunnen vnd mugen ongeuerd. Gewönne vnser einer zu dem andern selber ilit zusprechen, alz oft daz geschehe, so sol der lierre, der da clager ist, auz des andern herren, zu dem er zuclagen oder zusprechen hat, Rate einen obman kysen vnd nemen, zu dem sol ygleicher herre seiner schidlicher mann oder dyner drey oder vier bescheiden vnd geben; mugen dann dyselben syben oder newn die sach mit wissen beyderteil frewnt- licli abgenemen vnd gerichtten, wy sy das also rbitten vnd abnemen, dabey sullen wir beyd teyl beleiben, Mocht aber dy sach also mit wissen freuntlich nüit gerillt werden, so sol der obman vnd dy von beyden teilen, dy also darzu beschiden sein, ein freuntlich reht sprechen, vnd waz dy mit sampt dem obman oder der mer teyl vnter yn für ein freuntlich reht erkennen vnd sprechen, daz sullen wir von beyden teylen also halten vnd volfuren ongeuerd, vnd sol des der obman allzeit tage bescheiden an gelegelich stete zwischen vns den herren, vnd dy sach mit freuntschaft oder reht, alz vor geschriben stet, zu ende bringen zum 1 engsten in den nehsten vier wochen nach dem, alz denn die clag wirt an- geuangen ongeuerd. Gewunne aber vnser eins dyner oder mer, grafen, herren, Ritter, lmelit oder vntertan, in welchem wesen er were, geistleich oder wernt- lich, zu dem andern herren selbs iht zu sprechen, oder an ym iht zu fordern, als oft daz geschehe, so sol der herre, zu dem der Zuspruch oder dy vorderung also geet oder ist zustunden, alz er des von dem clager ermant wirt, tag bescheiden vnd ym yn den nehsten vier wochen darnach zum lengsten auf sein selbs rate fünf oder siben gehorsam sein des rechtten, vnd waz zu ygleicher zeit der rat oder der mcrcrteyl also erkennet, daz sol auf beyd seyten getan vnd gehalten vnd volfuret werden, ob anders der Zuspruch oder dy vorderunge niht gutlich abgenumen moht werden, als dick auch vnser eins Gräfe, herre, 125 man, cliner oder vntertan einer oder mer zu clage gewinnet zu des andern herren Grafen, manne, dyner oder vntertan einen oder mer, derselb herre, dem also geclagt wirt, oder sein hofmeister, sol dem clagcr vnucrtzogenlicli tag bescheiden yn desselben herren hoff, oder an sulch stet, dy dem herren oder seinem hofmeister daz allerbequemligst dunclcet, vnd von dem beclagten dem Clager dez rehtten, nach seiner erber rete oder manne fünf oder syben erkent- nusz, helfen nach zeit der clage in den nehsten viertzehentagen, oder auf das lengst yn vier wochen, ob dy sach oder clage gutlich niht gerillt oder abge- nemen moht werden, vnd dyselb erlcentnusz sol auf beyd seyten stet vnd vn- uerruckt gehalten werden ongeuerd. wer auch sach, daz vnser eins man oder dyner vnterteinander, welchs herren vnter vns die weren, ihts zuschicken ge- wunnen, daz sullen sy auf ires eygen herren rate zu ausztrage lassen kumen mit freuntschaft, oder mit einem freuntlichen rehtten auf fünf oder syben, oder den merer teyl vnter yn, ynnwendig einem monede, als dy clag furkomen ist ongeuerd; vnd waz also zwischen in erfunden oder auszgesprochen wird, daz sol von beyden teilen vnuerbrodienlich gehalten werden, Wer aber, daz ein partey vnter yn niht volgen wolt, so sullen vnd wollen wir obgenanten herren getrewlich dem andern teil sein beholfen in aller weyse, als vorgeschriben stet ongeuerd. Gewunn aber vnser eins oder mer, alz oft daz geschee, Bürger oder gepaweren, zu des andern herren Burger oder gepawern ilit zu clagen oder zusprechen, dem selben clager sol der richtter, vnter dem der beclaget oder ye die beclagtten wonen oder sitzen, vnuertzogenlichs rehtten helfen, als desselben gerihts reht stet ongeuerd, ob die clag niht freuntlich mag abgenumen werden, vnd welcher richtter daran sewmig wurde, den sot vnd mag sein herre absetzen nach gnaden, puszen vnd straffen. Ob auch vnser eins oder mer dyner oder vntertan weren oder hetten, dieselben ymand bey yn furbazz wanhaftig, der oder dy sich an reht, alz vor geschriben stet, niht woltten lassen genügen, vnd darüber freuel oder vntate, mit angreiffen, neme, mort, prant, rawp oder vnrehtten widersagen tetten, den oder clyselben sol der herre, vnter dem der oder dyselben gesessen sein, darumb stroffen vnd puszen, nach erkentnusze seins rats oder seiner mann, nach gnade oder nach rehtte, Wolt aber der oder dyselben dy erkant starff (sie!) oder pusz niht leiden, so solt sy derselbe herre mit maht oder mit gewalt notigen vnd straffen, als schedlich Lewte; Moht aber derselbe herre dasselb mit seiner maht allein niht volenden, noch volpringen, so sullen ym die andern herren mit irr macht vnd getzewg ongeuerd darzu getrewlich sein beholffen, nach des vorgeschriben herren bedurffen vnd furderung, daz der oder die vntater also gestraft vnd gepuszt mugen werden, vnd darezu sol der herre, in des landen der oder die vnteter gesezzen sein, sein getzewg 126 vnd wercklewt leihen vnd haben nach seinem vennugen ongeuerd. Vnd sol auch derselh freueler oder vnteter weder frid noch geleit haben in allen vnsern landen, gebieten, gerillten, Steten oder Sloszen; Geb yn oder ymand darvber frid oder geleit, des doch nit geschehen sol, dasselb solt nilit craft noch inaht haben ongeuerd, Es were dann, daz sich ymands seiner beschuldigung ver- antwurten wolt, darauf mag man dem oder den geleit geben vnd ir entschuldi- gung verhören sol. Gescheh auch, daz wir einander also zu hilf zilien wurden yn sulchen oder andern Sachen, so sullen dyselben, dy die zug also teten, mit den iren bestellen, daz ymand ilhs hemmen oder beschedigt werd, dann souil kost vnd lutcrs, als man des bescheidendlich auf dem felde zu den zugen be- durffen wurd, vnd sol nymands genummen hab oder gut, wie dy genant sein, heimfuren, verkauffen noch empfremden, es were dann der feinde gut; welcher aber der were, der daz vberfur, daz sol man von ym lur einen rawp haben, vnd zu dem sol man greiffen, rihtten, yn straffen vnd puszen, als vorgescliriben stet. Wenn auch wir oder dy vnsern zu felde also getzogen sein, als vorgescliriben stet, waz wir denn also miteinander gewunnen von Sloszen oder guten, dy sol der herre, dem sy allergelegenst sein, behalten vnd den andern yrcn teil abgelten, nach ahttung vnd Schätzung byderber Lewt, dy wir von allen teilen darzu sullen geben ausz vnsern reten, vnd sol der auszpruch (sie!) geschehen indem nehsten Mened nach dem, als wir von dem felde zihen, vnd sol dy weil daz gewunnen Slozz, bizz der ansprach geschaht, yn vnser aller haut bleiben vnd besten ongeuerd, Es were dann, daz wir vns miteinander vereintten, dieselben gewunnen Slosz zubrechen, vnd wurden iht gevangen oder sust revsige hab gewunnen, dy sullen wir pewten vnd teilen nach anzal gewappender lewt, alz sy vnser ygleicher herre dabey auf dem feld hat gehabt ongeuerd. Wir wollen auch, daz vnser keins dyner oder vntertan, yn welchem wesen der sey, knelit niht haben sol, eynen oder mer, die eygen pfert haben, es sey dann, daz er ir nichtig sey vnd dafür sprechen wolle, daz sich dyselben knelit an reht vnd geleitli gen allermenigleich vnd von ygleichem besonder genügen woll lazzan; welcher derselben kneht sich an reht zutun vnd nemennilit behugen wollen lazzen, vnd were den selben darüber hielt, darezu sullen vnd wollen wir alle vnd vnser ygleicher besunder vnd auch die vnsern tun, als zu einem freueler oder vntetigen man, als vorgescliriben stet ongeuerd. Geschehe auch, daz dheinerley geschedlich geselleschaft vnd verpuntnusze yn vnsern landen auf erstunden oder auferstanden weren, von wem die geschehen oder geschehen weren, dy wider vns vnd daz reht mohtten gescin, die sullen vnd wollen wir mit maht abtun vnd weren, vnd sol keiner der vnsern darein niht kumen oder sein, welcher aber darüber darein konic oder darinn wer, denselben wir für einen scliedlichen man haben vnd halten vnd den straffen vnd püszen sullen in allermazz, als man einen schedlichen man straffen vnd puszen sol, alz vorgesclirihen stet. Wir behalten vns auch maht vnd gewalt, andrer fursten, Grafen;* herren vnd Stete yn dise eynung zu nemen vnd disew eynung zu myn- nern. zu meren vnd bessern, ob wir vns des miteinander beraten vnd vberein werden. Were auch, daz vns er einer seinen oder des andern oder der andern herren dyner, mannen oder vntertanen schuld schuldig were, darüber sol sich derselbe herre mit dem fordern gutlichen oder freuntlichen verriehtten. Idett aber, oder gewunn vnser ehies dyner manne oder vntertan, einen oder mer, zu dem oder dem andern herren, vmb andrer schuld oder vordrung, ihts zu sprechen, so sol dem oder den selben clagern der herr, zu dem die clag ge- schilit, tage yn seinen hoff bescheiden vnd ym daz reht auf seinen erbern rate fünf oder siben lassen wider faren nach der manung yn den nehsten vier wochen; Yerfellet dann der herre dem clager ihts, daz sol der herre ym richtten vnd bezaien, oder yn dez habendig machen, alz daz das reht erfunden hat on- geuerd. Geschee des nilit, wurd darüber der herre von dem clager angriffen oder gepfendet, dy pfant sol vnd mag der oder dy, die also gepfendet haben, füren oder treyben in daz liehst gerillt dabey, daz des gepfentten herren nilit ist. darynn man sy lassen [sol], vnd wolte man sie darynn nicht lassen, So inugen sy dyselben pfant furbazz treiben oder füren in daz nchst gerillt dabey, vnd sullen der pfender vnd sein helffer mit den pfänden pfentleich gebaren, also, daz sy dyselben pfant vor dem richtter oder schepfen desselben gerihts, darein sie gepfendet haben, aufbieten vnd auszgeben sullen auf reht vnd auf Burgen; Were aber, daz dyselben pfand nymand auf reht vnd auf Burgen ausz- nemen wolt, weren denn dy pfand ezzende, so mag sy der pfender nach dreyen tagen mit vns er n, des rihters oder der schöpfen daselbst verkawffen ongeuerd, Weren aber dy pfant ligende, so moht sy der pfender nach vierczehen tagen verkawffen, als vorgeschriben stet, vnd wie dy pfant verkawffet oder waz darausz geloset wurd, dasselb gelt sol der pfender daz vierteil ym für sein kost vnd mwe behalten, vnd nilit mer, ab er anders also vil darauf het gelegt, dy andern dreyteil sol er dem herren, den er gepfendet hat, an seiner schuld absiahen, vnd an dem allen sol der pfender vnd sein helfer wider den gepfeilten herren nilit gefreuelt haben ongeuerd. Were aber sach, daz der oder dy also gepfendet vnd angriffen wurden, ymands vingen oder sust hab in Steten, Merckten, dorffern oder landen mit gepoten auf hielten, waz sy der hab oder gevangen also genuszen, daz sol ye dem herren, der also angriffen ist, an seinen schulden gentzlich abgeslagen werden, vnd sullen auch über der selben pfender wiszentliehe schulde die obgeschriben pfant, geuangen vnd hab von 12.8 den piendem niht gesaczt (sie!) oder beswert werden ongeuerd. Auch sullen dieselben pfenter vnd ir helfer die obgenanten zeit, als sy mit den pfänden in denselben gerillten oder Sloszen sein, als vorgeschriben stet, frid vnd geleit haben angeuerd. Auch sullen alle vnser lrerren Grafen, Mann, dyner, amptlewt vnd vntertan gereden vnd geloben alles daz, daz an disem brif geschriben stet, waz sy des antrift vnd angeet, daz sy daz getrewhch an alles geuerd volfuren vnd halten sullen vnd wollen, welcher aber daz also niht tun wolt, denselben wir für einen schedlichen man sullen vnd wollen halten, yn straffen vnd puszen, als man einen schedlichen man straffen vnd puszen sol angeuerd. Ob auch ymand, der in diser eynung ist, an gerillt geladen vnd geheischen wurd, darauf er niht gehört, oder do er sich niht verantwurten sol, den sol man weissen an stete vnd angerilit, da er sich mugleich verantwurten sol, alz daz von alter herlcumen ist ongeuerd. Wer nich in diser eynung ist oder noch darein kumet, dem sullen vnd wollen wir zugleich vnd relit beholfen sein, als obengesehriben stet angeuerd. Auch ist mit namen gerett vnd auszgenomen yn allen obge- scliriben Sachen alle vnser vnd ygleichs besunder vnd der vnsern freyheit, herligkeit, relit, gewonheit, gerillt, geistlich vnd werntlich, als die von alter her- launen vnd gewest sein, daz dy bey iren mehtten vnd creften bleiben schullen vnd besten, vnschedlicli den artickeln, die vor yn disem brif geschriben sten, die rawberey vnd schedlich lewte anruren ongeuerd. Auch sullen wir, Balthasar, Fridrich, Wilhelm, Jorge vnd Fridricli obgenante, in diser eynung vnd ver- puntnusze nicht mer sein, die halden vnd volfuren, denn mit vnsern landen, leuten vnd Sloszen, die wir liiedisset waldes vnd ym lande zu francken haben ongeuerd. Vnd ob sich dheine fede gemacht hett vor data ditz brifs, so sullen wir keiner hulffe zu nach vns wider verbunden syn von vnser eynung wegen. Auch ist bey namen gerett, ab vnser dheiner von diser eynung wegen zu fede oder krig kumen, vnd der krig vnd fede niht gerillt wurden dieweil dise eynung wert, des krigs vnd fede sol sich vnser keyner rihtten, Sunder sullen getrewlicli aneinander beholfen sein den krig vnd fede ausz angeuerd. Auch haben wir dy heiligen kirchen, daz heilig romisch reich yn diser eynung auzgenomen, also, daz wir damit wider sy niht sein sullen, noch wollen ongeuerd. dyselb eynung, als obengesehriben stet, sol bleiben vnd besteen von geben ditz brifs bizz auf sant Antonii tag schirst körnende vnd furder von dem selben Anthonii tag über zwey ganoze dar, vnd niht lenger. Wir haben auch all vnd vnser ygleicher besunder aneinander mit hantgeben trewen globt vnd zu den heiligen gesworen, alle vorgeschriben punt, artickel vnd sache stete veste vnd vnuerbroclienlich zu halten, vnd dy gentzlich zu volfuren, als lang die eynung werend ist on alles ffeuerd. Zu vrkund haben wir Albrecht vnd Johans, Bischöfe, Balthasar vncl Fridrich der Elter Markgrafe vnd Johans Burckgrafe obgenantter vnser Insigel wissentlich an disen brif lazzen hencken, vnd wir Wilhelm vnd Jorge gebrauchen zn disem male des egenanten Marckraff Fridrichs, vnsers bruders, vnd wir Fridreich der Junger des obgenanten hern Balthasars, vnsers vaters, Insigel an disen briff. geteidingt vnd gegeben zu lüdenfeis, nach cristi gepurt viertzehenhundert vnd darnach yn dem ersten Jaren, des dinstags uff sant Cecilien tag. (ßrigittol im lönigl. SBair. Stirljsnrrliiuc, mit anhängendem Bracken - Seeret Burggraf Johann's. Vergl. Nr. XCIV. cxxx. \k\tx EiiMuitinn xtiih ifaiis unn lud] srljmiirrn kn Itorqipfcn Irftljk 22. November 1401. Ich Peter Ruszwürm vnd Ich Hans von püchc, Bekennen offenliehen mit disem briefe, von der fencknusze wegen, Als vns Fritz pützpacher zu Grosen- felt geseszen In des Hochgebornen fürsten vnd Herren, Hern Johannsen Burg- jrouen tzu Nürmberg, hant vnde gewalt gefangen hett, I)az wir von derselben fencknüsz wegen mit dem yetzgenanten vnserm gnedigen herren gütlichen ge- eynet vnd gerichtet sein worden, daruffe er vns derselben fencknüsse gnedic- lichen losz gesaget vnd ledige gelazzen hat. vnd darumbe sullen vnd wollen wir, noch nyemands von vnsern wegen, wider die herschaffte Burggraff Jo- hansen, noch Burggraue Friderichen seinen Bruder, noch wider ir lande noch lewte nymermere on früntlich recht gethun, noch gesein fürbaz ewiclichen in dhein weisz ongeuerde, des vnser ighcher besunder einen gelerten eyde czn den heiligen gesworn hat. Iletten oder gewunnen wir fürbäzz aber mit beider herschafft, Iren landen oder lewten ichtes tzu schicken oder tzu schaffen, das sullen wir alltzeite, als ofte vns des not geschihet, mit einem früntliehen rechten an denselben vnsern gnedigen herren, iren Beten oder Amptlewten fordern vnd auch nemen ongeuerde, desselben rechten man vns auch helffen sol vn- uertzogenlichen In einem Monad ongeuerde, vnd an dem Rechten vns wol benügen sol. Des tzu vrkunde geben wir In disen brief mit vnser beyder Anhangenden Insigeln. Vnde zu einer waren bekentnüsse, geschieht vnd vrkunde aller vorgeschriben sache, Haben, durch vnsere fleiszigen pete willen, herr Erhart von Gitzenbergk vnd Peter von Zedewitz Ire Insigel tzu den vnsern an disen hriele gehangen, Der geben ist zu Liechtenfelse, am Dinstage vor sand katlierein tage, da man zalt von Crists gepurte In dem Viertzehenhunderten vnd dem Ersten Jaren. (ßrigittnl im Sönigl. Iniriarjjen Ictdjanrdjitic. CXXXI. 24. November 1401. Heinrich Reuss von Plauen, Herr zu Crewz bekennt, durch Peter von Zedwitz, des Burggrafen Johann zu Nürnberg Rath, und Heinrich von Eeylsz, Richter zum Hof, mit Arnold Hirsperger, Erhart Rorer und Nickel Zange, Kastner zu Culmbach, und allen denen, die auf dem Felde gewest, von des Jagens wegen und von aller Geschieht, die sich zwischen ihnen verlaufen hat, an Mittwochen vor S. Kathrein tag gütlichen vereint worden zu sein. Geben an S. Kathrein Abend 1401. Reg. Boic. T. XI. pag. 233. CXXXI1. Ikipij Uni! liku nk Simrn geiokn km Hnrggruftn Injjonn, niikr iljn, ks Heid) nnö kn Msdjof )ii Himtkrg m Salp long lidjts |ii uiitErndiiiicn. 26. November 1401. Ich Adolf von Bibra, Ich Fritz vom Stein, Ich Ileintz vom Stein vnd Ich andres von der leere, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem briffe, Daz wir von der name wegen, die wir dem hochgebornen fürsten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, nehst getan haben, dorümb vns der durc- lewhtig hochgeborne Fiirste vnd lierre, lierr Ludwig Pfaltzgraue bey Rein, hertzog in Beyrn' vnd vicarie dez heiligen Romischen Reichs in dewtsclien landen, beteydingt hat, vns verpunden haben, vnd verpinden in kraft ditz brifs in aller masze, als hernachgeschriben stet, Vnd mit namen: daz wir sein- iichen vnd besunder wider den allerdurchlewhtigste fursten vnd herren, hern Rupprecht romischen leunig vnd dem obgenanten hertzogen Ludwigen, vicarien, vnd daz heilig romische Reich vnd den Erwirdigen hern Albrechten Bysschoff zu Bamberg, vnd die hochgebornen fürsten, vnser herren die Burggrauen zu Nuremberg, vnd ir iglichen besunder vnd ir ighehs lande vnd lewte In vier gantzen Jaren, die nehst nacheinander volgen Nach datum ditz brifs, nicht thun noch sein sullen, noch schaffen getün werden in dlieinnerlei weyse 011 allerlei geuerde. Doch wer es, daz vnser einer eins herren diener were, vnd derselb herre in den obgeschriben vier Jaren zu kriege kome mit der ege- schriben forsten einem oder mer, vnd in der krieg in dem dinste begriffen het, So mag derselbe vnter vns demselben seinem herren, dem Er also dienet, einen krieg awzhelffen, vnd sol damit wider dise püntnusze nicht getan haben ön- geuerde, doch daz er daz gepuntnusze gen den andern obgeschriben forsten, die in dem krieg nicht weren, halten sol in allennasze, als vorgeschriben stet, vnd wenn der krieg verrichtet vnd verswnt wirdet, So sol derselb vnter vns daz obgeschriben verpuntnusze gen dem forsten, wider den er geholffen het, als vorgeschriben stet, die vorgeschriben vier Jar awzhalten in allermösze, als vorbegriffen ist. Auch ist beredt, wer es, daz der obgeschriben forsten einer odir mer vnser Einem schuldig würden in disen obgeschriben vier jaren, daz mag er gen demselben forsten vor seinem Rate mit einem freuntlichen Rechten awsztragen, vnd ging derselb forste im dez rechten awz, So mag Er denselben forsten vmb die schulde pfenden vnd mit den pfänden pfentlichen geboren on argelist öngeuerde, vnd daz sol im an der obgeschriben verpuntnusze nicht schaden, vnd diese obgeschriben verpuntnusze sol dise vorgeschriben vier gantze jar awszweren vnd nicht lenger, vnd sol auch diser brif dornach dhein mäht mer haben on alle geuerde. vnd alle vnd igliehe vorgeschriben stükke, punde vnd artikkel haben wir, die vorgeschriben bey guten trewen gelobt vnd zu den heiligen gesworen, veste vnd stete zü halten vnd haben dez zu vr- kunde vnd gantzer stetigheit vnser iglicher sein aygen Insigel an disen brieff gehangen, Der geben ist an dem Samstag nach sant Kathrein tag der heiligen Junkfrawen, Nach Cristus geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in dem Ersten Jar. ißrigitml im Himigl. lairiadjra ffictdjsardjinc. 132 ior)itmni tum ^miliar iitrpfiinkl km ikirggraftn Inljnnn ji Ittrakrg kis (#djlo55 licljfiinstciii. 28. November 1401. Ich Borziwoy von Swinar, Bekenne vncl tun kunt olfenlichen mit disern hriue allen den, die in sehen, hören oder lesen, Das ich mich geeynet habe vnd vberein worden bin Mit dem Hochgeborn forsten vnd herren, hern Johannsen Burggrafen czu Nuremberg, meinem genedigen herren, von des Slosses Behem- steins wegen, mit allen seinen Czinssen, Rennten, nützen, lehen, geistlichen oder werntlichen, vnd allen seinen czugehorungen, nichtz vszgenomen, in aller massen als hernach geschoben stet. Czum ersten ist geredt worden, das der egenant mein genediger herre Purkgrafe Johanns das vorgenant Slosse Behemstein lösen sol vnd ouch gelost hat von den Erwern vesten knechten Ditrich von Wisentawe, Heinrich Motschidler, Mathes Meingersrewter vnd Jacob von Weischols vmb dreytawsent Sibenhundert vnd viervmlsibentzig guidein Reinisch, gute an golde vnd swer genunclc an gewichte, die ich denselben schuldig gewest bin von meines genedigen herren Wentzlaw des Romischen vnd Beheimischen kunigs wegen, für Sohlt, koste vnd Scheden, derselben dreytawsent Sibenhundert vnd viervndsibenczig guidein hat mich mein vorgenant genediger herre Burkgrafe Johanns von den egenanten ditrich von Wisentaw, heinrich Motschidler, Mathes Meingersrewter vnd Jacob von Weischols lose gemacht vnd gentzlichen vszgetzogen, vnd dorumbe setze ich dem vorgenanten meinem herren Purkgrafe Johannsen das obgenant Slosse Behemstein, mit allen seinen Czinsen, Renten, nützen, lehen, geistlich oder werntlich, vnd allen seinen czugehorungen, nichcz vszgenomen, als das mein vorgenanter herre der kunig vnd ich von seinen wegen ynnen gehabt haben bis vff disen hewtigen tag, ein, in solcher massen, das ich Peter grossen czu Trockawe gesessen das vorgenant Slosse Behemstein eingeben sol vnd das von des vorgenanten meines herren Purkgrafe Johannsen vnd meinen wegen sol ynnen haben bis vff den nechsten vnser frawen tag lichtmesse genant, vnd in derczeit sol derselbe mein herre Purkgrafe Johanns vnd ich ernstlich vorsuchen vnd dorczu tun, das mein egenanter herre der Romisch vnd Beheimisch kunig tzu der Satzunge des vorgenanten Slosses, die ich demselben meinem herren Purkgrafe Johannsen getan habe, seinen willen vnd gunste dorczu «■ehe, vnd mich des Slosses im heissen abtreten vnd im das eingeben in o " allermassen, als obengeschriben stet. Geschehe aber, das der vorgenante mein herre der kunig czu der egenanten Satzunge seinen willen nicht geben wolte, noch meinem herren dem Purkgrafen der pfandunge günnen vff dem ege- schriben Slosse, als oben ist begriffen, So sol vnd magc derselbe mein herre der kunig oder ich das vorgenant Slosse Behemstein vmb dreytawsent Siben- hundert vnd viervndsibenczig guidein Reinisch, gut an golde vnd swere ge- nucke an gewichte, lösen von dem vorgenanten meinem herren Purkgrafe Johannsen hie czwischen v«nser frawen tag lichtmesse nechste komencle, vnd sol dann der vorgenante Amptman Peter grosse des egenanten Slosses Behemstein dem vorgenanten meinem genedigen herren dem Römischen vnd Beheimischen kunig oder mir abetreten vnd das eingeben, Wenn derselbe mein herre Purkgrafe Johanns der obgeschriben Summe guidein gentzlicli vnd gare be- czalt ist ongeuerde. Ouch ist geredt worden, ob die losunge von meinem egenanten herren dem kunig oder mir nicht geschehe vff die egeschriben czeit, als oben ist begriffen, So sol derselbe Peter grosse desselben Slosses Behemstein dem egenanten meinem herren Purkgrafe Johannsen genczlich abetreten vnd Im das eingeben on vorczihen vnd Widerrede, vnd derselbe mein herre Purkgrafe Johanns das Slosse Behemstein furbasser ynnen haben sol vnd niessen mit allen seinen Czinssen, Renten, nuczen, gulten, lehen, geistlich vnd werntlich, Eren A *nd Rechten, als das mein obgenanter herre der kunig vnd ich von seinen wegen Iiis her ynnengehabt haben ongeuerde. Es ist ouch geredt worden, ob derselbe mein herre der kunig oder ich das egenant Slosse nicht losten, als obengeschriben stet, vff den nelisten vnser frawen tag lichtmesse, Was dann der egenant mein herre Purkgrafe Johanns den vorgenanten Ditrich Wisen- tawer, Heinrich Motschidler, Mathes Meingersrewter A -nd Jacob von Weischols vff dicz Jare von dem gelte czu Czinsse geben miiste, mit nomen ye von czehen guidein einen guidein Reinisch czu geben, das sol ouch mein herre der kunig oder ich mit der vorgeschriben Summe guidein im richten vnd beczalen von dem nechsten vnser frawen tag Lichtmesse vber ein gancz jare, ob mein herre der kunig oder ich das Slosse Behemstein von im losen wurden, des er A r ns ouch staten vnd günnen sol vff dieselben czeit, virczehen tag vor oder vir- czehen tag darnach ongeuerde. Es ist ouch geredt worden, das mein herre Purkgrafe Johanns dem egenanten meinem herren dem kunig des Slosses Behemstein nicht abetreten, noch czu lösen sol geben, ez sey dann mit meinem Avillen vnd Avorte, oder das mich derselbe mein herre der kunig A r or genczlich And gare des gelts gericht vnd beczalt habe, daz sein genade mir dann A -ff dem Slosse Behemstein vnd dem andern lande vorschriben hat, des ich ouch sein briue habe. Vnd des czu vrkunde han ich mein eigen insigel Müssen 134 heneken an disen ollen briue, der geben ist czum Cliulm, Nach Crists geburte in dem virczenhundertigsten jare vnd dornacli im Ersten jare, am nechsten Montag vor sand Andres tag. (Original im Jtiinigl. 3Sairtarjjcn üitirjjsardjinf. Vergl. Nr. CXLI. CXXXIN (linnrciiJ Marsrijall tinii ^apptniiciiri qnittirt km Burggrafen intkirlj jiiliirnkn], für stiiirii dnljn Mlljtlm, äkr sdjtükgf .150 (fnlkn. 30. November 1401. Ich Conrat Marschalk von Bappenheim bekenn olfenlichen mit disem brief vor aller menclichen. alz waither von Seckendorf, Ritter, mein lieber swager, vnd Concz von kirchberg wilhelin Marschalk, Ritter, meinem sün geschiden haben von den hochgebornen fursten, herrn Johansen vnd herrn fridrich Burggrafen zu NUrenberg, meinen gnedigen herren, für alle schuld vnd Scheden, die der egenant mein Sun an die egenanten mein herren zu vordem gehabt hat, wie die genant sein gewest, nichcz awszgenomen, vnd wie sich daz gemacht hat bisz vf vnser frawentag natiuitatis nechst vergangen, drew- hundert guldin Reinischer werunge, vnd der iczunt genanten Summ vf die obgenant mein herren auf ieclichen anderthalb hundert guldin gevallen ist, die er dem egenanten meim sun beczaln sol: also hat der veste Ritter Irenlfid von Seckendorf, dez egenanten meins herren Buregraf fridrichs hofmayster, dem egenanten meim Sun vnd mir von sein wegen gewert vnd beczalt hat anderthalbhundert guldin der obgenanten Summ vnd werunge, alz daz mein egenanten herren Buregraf fridrichen zu beczaln angefallen ist. vnd darvmb sag ich, für mich vnd mein sun egenant vnd vnser erben, den egenanten mein bereu Burggraf fridrich, der egenanten Scheden vnd schuld quit ledig vnd losz. mit vrkunde diez briefs, der geben ist vnter meinem aufgedruckten Insigel, an sand Endres tag, anno domini Millesimo quadringentessimo primo. (Original im -Bönigl. 33niriäd]tn $romtt{inlnrd)iut ju Samberg. 135 cxxxv 14. üecember 1401. Fridrich von Rydern, Amptman zu Bisclioffsheim, bekennt, dasz im Ritter Erenfride von Seekendorff, Hofmeyster des Burggrafen Fridrich zu Nuremberg, von desselben wegen bezalt liat hundert Gulden Zins. Geben am Mitwochen nach Lucie Virginis, Anno MCCCC1. ©rigitml im Knnigl. 3?nir. flrnuinjinlardiiuc |it lamlirrg. Ebendas. gleiche Zinsquittungen Desselben vom 26. November 1399 und 20. März 1401. Yergl. Nr. CCCCXV. CXXXVI. 14. Üecember 1401. Adel von Tottenheiin bekennt, daz der veste Ritter Irnfride von Secken- dorff, hoffmeister hern Friderich Burggraue zu, Nurenberg, im von seins gnedigen herren wegen bezalt hat hundert und zehen guldin. Geben unter Friderichs von Riedern, Amptmans zu Byschouesheim, In- sigel, an Mitwuchen noch Lucie virginis, Anno XIIII C. primo. (Original im löniglidj Ssairisrijcn Seidjsardjiuc. Ebendas. eine gleiche Quittung Desselben vom 3. Juni 1401. Yergl. Nr. LXXYI. CXXXV II. 25. December 1401. Wirich von Treutling, Ritter, bekennt, daz her Fridrich Burcgrafe zu Nuremberg in bezalt hat auf Sechs gleuen vier Menet allez soldez, den er im schuldig war. Geben unter ütten Insigel von Hespurg. Scriptum Venecie, die natiuitatis christi, Anno etc. XIIII C. secundo. ©riginal im Küttig!. iJnir. ^tnninjinlnrdjint jit Kambtrg. Ebendaselbst eine gleichlautende, ebenfalls von Otto von Hessberg besiegelte und an demselben Tage zu Venedig ausgestellte Quittung von Heinrich Ortolf und Cunz Schuler; desgl. Quittungen des Erkinger von Seinsheim, Ott von Hesspurg, Cunz Gewder, Hans Schiicz von Lewneck, Cunz und Hans Stiber und Hans Förtscli über viermonatlichen Sold für je 1 — 6 Dieven von gleichem Dato. Da das Jahr von Weihnachten an gerechnet wurde, so gehört die Urkunde noch in's Jahr 1401, wo in der That zur Weihnachtszeit die Burggräflichen Mannschaften sich mit dem König in Venedig befanden. Das richtige Jahr 1401 haben auch die drei im Reichsarchive zu München befindlichen, übrigens gleichlautenden, gleich datirten und ebenfalls von Otto von Hessberg besiegelten Soldquittungen des Jobst von Treuchtlingen, Georg Sehenok von Geyern und Ritter Friedrich von Wiersberg. 136 15. Januar 1402. Heinz von Dingsleben quittirt über dreissig guidein Reyniscli, die im Conrad Flurstet, von seines gnedigen herrn, Johannsen Burggrafen zu Nur einherg wegen, an der schuld von sechzig guidein bezalt hat. Heben zu Ileitingsfeld, am Suntag noch dem Achtentage der Obersten, Anno domini quadringentesimo secundo. (Original im lönigt Bair. |Sroomjialarrl)iDe jii Bömberg. CXXXIX. 21. Januar 1402. Heinrich Göldlin bekennt, daz der veste Ritter her Irrenfrid von Seckendorf, des hochgebornen Fürsten, Hern Fridrichs burgraff zu Nürnberg Hofmeister, bezalt hat der vierhundert gülden, die im sin herr ist schuldig gewest von zins wegen von dem Schillingsfirst, und auch der fünf und fünfzig gülden, die er vmb fisch dem Töppler hat geben. Geben zu Onolzpach, uf sand Agnesentag, Anno domini XT1TT C. secundo. (Original im Bäoigl. Bair. flSrooiitjialardjinc ja Bamberg. CXL. 24. Januar 1402. Hans von Reddwicz bekennt, daz Burggraf Fridricli zu Nuremberg im bezalt hat zwanzig Gulden für ein Pferd, das er in seinem Dienst vor der Weiden verlor. Geben zu Nuremberg, am Dinstag nach Sand Yinzenzentag, anno MCCCOII. (Driginnl im löttigl. Buir, ^rnninpnlardjinr |u Bamberg. CXLI. 20eii)e 1, liniiiisiijcr innig, betät igt, nls Innig nnn löj imEii, km Burggrafen Jnljann gi liirnbcrg, treu lanf trea Bcliriinatriii nebst pegnifg 2. Februar 1402. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer lumig, zu allen czeiten merer des Reichs vnd kunig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit diesem brife allen dene, die In sehen oder hören lezen. wann Borziwoy von Swynar, vnser hauptman zu Aurbacli über wald vnd über getrewer, vnser haws Beheim- stein vnd das Stetel Begnicz *) dorunder gelegen, mit allen vnd iglichen iren zugehorungen, dem liochgehorne Johansen Burggroffen zu Nuremberg, vnserm üben Swager vnd forsten, recht vnd redlichen vorkauft hat,**) vnd douon, mit wolbedachtem mute, gutem rate vnser forsten, Edlen vnd getrewen, So haben wir dem egenanten Burggraff Johansen, vnserm Swager, den egenanten kauf der egenanten vesten vnd liawses Beheimstein vnd des Steteis Begnicz dorunder gelegen, mit allen vnd iglichen iren zugehorungen, gnediclichen hostetet, beuestet vnd confirmiret, besteten, beuesten vnd confirmiren Im den in craft diez brifes vnd kuniglicher mechte zu Beheim, Also, das der egenant Johannes vnser Swager das egenant haws Beheimstein mit dem Stetel Begnicz dorunder gelegen, mit allen vnd iglichen iren zugehorungen, als das von alder dorzu gehört hat, nichtes vsgenomen, haben, halden, besiezen vnd des genissen sol in aller masse vnd weize, als das des egenanten Borziwoyes brife, die er Im vf das egenant haws Beheimstein vnd das Stetel Begnicz dorunder gelegen geben hat, wol vsweizen, von vns vnd allermeniclichen vngeliindert. Mit vrkunt diez brifes, vorsigelt mit vnser kunighehen Maiestat Insigel, Geben zu Grecz, nach Crists geburt virezenhundert Jar vnd dornach in dem andern Jare, an vnser frawentagc Purificacionis, vnser Reiche, des Behemisehen in dem kewn vnd dreissigisten vnd des Romischen in dem Sechs vnd ezweinezigisten Jaren. dDriginnl im Sönigl. Inir. p4raniiifinlurdjiuc ftt Samberg. *) Pegnitz, Königl. Bairischer Landgerichts-Sitz, unterhalb des jetzt öden Schlosses Beheimstein. ") Vergl. Nr. CXXXIII. 138 CXLII. lönig iikrgitlit km Itirggrtiftn Snjjnixn W gir Irmif lüljiiicn gdjiirigt iftrrsdjoft IBdjrinistnn. 2. Februar 1402. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Römischer lumig, zu allen czeiten Merer des Reichs vnd kunig zu Beheiin, Bekennen vnd tun kunt, offenlich mit disem briue allen den, die In sehen oder lioren lesen. Als der Strenge Borzyboy von Swynar, vnser houptman zu Awerbach vber walt vnd liber getrewer, vnser Sloss vnd haws Beheimstein genant, mit allen seinen Czinsen, Renten, Nuczen, iehen, geistlichen vnd werblichen, vnd sust allen andern seinen zugehorungen, nichtes vsgenomen, dem hochgebornen Joliannsen Burggrafen zu Nuremberg, vnsern üben Swager vnd forsten, verkauft hat, Also haben wir angesehen an- neme dinste vnd trewe, als vns vnd der Cron zu Beheim der egenant Johans, vnser liber Swager vnd forste, ofte vnd dicke nuczlich vnd williclich erczeiget vnd getan hat, teglich tut vnd forbas tun sol vnd mage in künftigen czeiten, vnd haben Im dorumb mit wolbedachtem mute, gutem Rate vnser forsten, herren, Edeln vnd getrewen, das egenant Sloss vnd hüs Beheimstein mit dem Stetlein Pegnicz dorunder gelegen, mit der Alten Stat, mit den dorffern Prün. Newendorff, korbellendorff, Steckenpuhel, Bamberg, lobensteig, Newenhoff, Stemmenreut, Eybenstok, Schonfeld, Buchach, henbrun, Puchenbach, Lewbs mit den virhemern doselbist, mit weiden, forsten, mit namen den obern forsten, hirsolge, kreymnos mit dem wysemade dorynne, herlichkeyten, herscheften, landen, lewten, Mannen, Manscheften, lehen, lehenscheften, kirchlehen, Renten, nuczen, Czinsen, dinsten, Stewern, Beten, Czollen, Geleyten, Berkwerken, Munczen, Gerichten, Mulen, hemern, weiden, Püschen, Strewchen, Bergen, Süchten, Teiern, Eckern, wysen, wysmaden, weiden, wassern, Fischereyen, Teichen, Seen, Geiegden, wiltpann, vnd sust allen andern iren zugehorungen, die bisher dorczu gehört haben, nichtes vsgenomen, wie man die mit sunder- lichen namen vnd worten benennen mage, von besundern vnsern gnaden erblichen gegeben, vnd geben Im die mit craft dicz briues vnd kuniglicher machte zu Beheim volkumenheit: Also, das er vnd seine eliche leybes Erben das egenant Sloss vnd hüs Beheimstein, mit allen vnd yglichen seinen zugehorungen, nichtes vsgenomen, als die oben in disem gegenwurtigen vnserm briue mit sunderlichen worten benant vnd geschriben sind, forbasmere erblichen ynne- haben, halden, besiezen, der genyessen vnd gebrauchen sullen vnd mögen, als 18* 139 wir die bisher, vnd der egenant Borzywoy von vnsern wegen, ynnegehabt vnd besessen haben, von vns vnd vnsern nachkomen kunigen zu Beheim vnd sust allermenichch vngehindert. Vnd gebieten dorumb allen vnd yghchen Mannen, lehenlewten, Rittern, knechten, Richtern, Bürgermeistern, Burgern vnd In- sessen, vnd den Gmeinden des egenanten Slosses Beheimstein, Pegnicz des Stetleins, der alten Stat vnd benanten dorffern, vnsern liben getrewen, ernstlich vnd vesticlich mit disem briue, das sie den egenanten Johans vnsern Swager vnd seine eliche leibeserben mit den egenanten vnsern Slosse Beheimstein, Steten vnd dorlfern eine erbliche huldunge tun sullen vnd sich dowider nicht seczen in dheineweis, Als libe In sey vnser swere vngnade zuuormeyden. Mit vrkunt dicz briues, versigelt mit vnserm Cleinen anlrangenden Insigel, Geben zu Grecz, Nach Crists geburt virczelienhundert Jar vnd dornach in dem anderm Jare, an vnser frawen tage Purificacionis, vnser Reiche, des Behemischen in dem Newn vnd clreyssigisten vnd des Romischen in dem Sechsvndczwemczigi- sten Jaren. (Original im König). -Buir. |Stnuiitjialani ]inE jn Samberg. CXLIII. IBickrlöMti[i|5-l\cnfrs Inrggraf Snljann's iilitr bic liiljinisdjc Iferrsdjaft IBctjcimstcin. 2. Februar 1402. Wir Johans von gotes gnaden Burggraff zu Nuremberg, Bekennen vnd tun kunt olfenlich mit disem briue allen den, die In sehen oder hören lesen, für vns, alle vnsere Erben vnd nachkommen, wiewol das ist, das der Allerdurch- leuchtigiste Furste vnd herre, herr Wenczlaw Romischer kunig, zu allen czeiten merer des Reichs vnd kunig zu Beheim, vnser Uber gnediger herre, vns vnd vnsern Erben sein Slosse vnd huse Beheimstein genant mit dem Stetlein Pegnicz dorunder gelegen, mit der Alden Stat vnd andern seinen zugehorungen, erblichen gegeben hat, als das alles seine kunigliche Maiestat briue, die wir von Im doruber haben, wol vsweysen, ydoch so haben wir mit wolbedachtem mute, gutem vorrate dem egenanten vnserm gnedigen herren, kunig Wencz- lawen, vnd allen seinen nachkomen, kunigen vnd der Cronen zu Beheim, für vns, vnsere Erben vnd alle vnsere nachkomen Burggrafen zu Nuremberg, gelobt, geredt vnd vorheissen, geloben, gereden vnd vorheissen In mit craft dicz 140 briues, bey vnsern fürstlichen worten vnd guten trewen, vsgeslossen alles böses geuerde, das wir, vnsere Erben vnd nachkomen, Burggrafen zu Nurem- berg, vns mit dem egenanten briue, den vns der obgenant vnser gnediger herre der Kunig, lierr Wenczlaw, vber das egenant sein Sloss vnd huse Beheimstein mit seinen zugehormigen, als vorgeschriben stet, erblichen zu haben, gegeben hat, wider denselben hern Wenczlawen, sein nachkomen, Kunigen vnd die Cronen zu Beheim, nicht behellfen in dheine weis, noch sie domite furbasmere, als von des egenanten Slosses wegen Beheimstein vnd seinen zugehormigen, heimlich oder offenbar vor Kunigen, fursten, geistlichen oder werblichen, in gericht, oder vswendig gerichtes, in erbschaft weyse ansprechen, noch betey- dhigen in dheineweis, Sunder wir vorczeyhen doruff genczlich vnd gar mit craft dicz briues, vnd rechter wissen, also, das wir derselben briue an dheinen steten nicht genyessen, noch gebrauchen sollen, noch wollen zu Erbschaft des egenanten Slosses vnd liuses Beheimstein mit seinen zugehormigen, als vorgeschriben steet, ab sie ymmer zu lichte ([weinen, an alles geuerde vnd argelist dem egenanten vnserm herren Kunig Wenczlawen, seinen nachkomen Kunigen vnd der Cronen zu Beheim zu schaden, vnd sagen ouch doruff alle Manne, vnd vndersessen, die zu dem egenanten Slosse vnd huse Beheimstein gehören, aller erbhuldunge vnd gelubde, die sie vns vff den egenanten vnsers gnedigen herren, hern Wenczlaws briue, als von des egenanten Slosses vnd huses Beheimstein vnd seinen zugehormigen getan haben, für vns, alle vnsere erben vnd nachkomen, Burggrafen zu Nuremberg, genczlich vnd gare qweit ledig vnd loze, vnd wir sollen noch wollen sie ouch dorurnb furbasmere zu ewigen czeiten nicht anlangen, bekumern, noch anteydingen, heimlich oder offenbar, an alles geuerde vnd argelist. Oucli wenn der egenante herr wenczlaw vnd seine nachkomen kunige zu Beheim das egenant Sloss vnd huse Beheimstein mit seinen zugehormigen, als die in des egenanten vnsers gnedigen herren Kunig Wenczlaws briuen mit besundern worten benant vnd geschriben sind, von vns widerhaben wollen, So sollen vnd wollen wir In des abtreten, vnd das an alles widersprechen wider einantworten, als balde wir des von In, oder von iren wegen ermannt werden, vnd In ouch dhein gelt slahen, noch schaden rechen in dheine weis; Doch so sollen sie vns sulche Summen gehles, dorumb vns das egenante Sloss vnd huse Beheimstein mit seinen zugehörungen Borzyboy von Swynar yngegcben hat, zu voran genczlichen vnd gare richten vnd beczalen, als die in desselben Borzyboyes briue, den wir von Im doruber haben, geschriben steet vnd benant ist. vnd das die obgenanten stucke von vns, vnsern Erben vnd nachkomen Burggrafen zu Nuremberg stete, gancze vnd vnuorruckt gehalden werden, So haben wir, obgenanter Burggraff Johans, vnser Iiisigel an 141 disen brieff, mit vnserm gutem willen vnd wissen, zu vrkunt vnd Sicherheit lassen hengen, der gehen ist zu Grecz, Nach Crists gehurt virczelienhundert Jar vnd dornach in dem anderm Jare, an vnserr Frawentage purificationis. (©riginnl im M. St. Igans- unb #tnatsarrj]inc ja Wien. CXLW. üciiiinitjcr tjat km Inrjigrnfcn Snjjnnn Irfcljk grsitmnrrn. 18. Februar 1402. Ich Hans Leübniczer Bekenne öffenlichen myt disem offen Brife vnd tun kunt allen den, dy in sehen oder hören lesen, daz mich der Erberg man Peter von ezedwiez güthehen vnd freunthehen geeint vnd vorricht hat Mit dem Hoch- geborn forsten vnd herren, her Johannesen burgrafe zu nurenberg, meim gnedigen herren, vnd mit allen den seinen, ihn allez daz, daz ich wider in vnd alle dy seinen ye gethan han, wy oder wo sich daz vorlaufen hat vncz auf dysen hew- tigen Tagk ongeuerde, daz selbe allez er mir genczliclien vnd gare freuntlichen vnd gütlichen vor geben hat, Also, daz ich obgenanter hans Lewbniczer dez zu den heyhgen gelübt vnd gesworn han Eyn gelerten Eyt mit aufgerackten vingern, daz ich wider den liochgeborn forsten mein gnedigen herren, hern Johannsen purgrafe zu nürenberg, noch wider alle dy seinen landen vnd leüten nymmer mer nichtcz mer thun sch'ol, noch enwil in keinerley weyse, weder myt Worten, noch mit werken, an argk vnd an alles geuerde; wer aber, daz ich mit Imancz icht zu schicken liett oder noch gebüne, daz schol ich fordern mit eim freüntlichen rechten, Dez man mir auch den helfen schol, zu wem ich icht zu sprechen hett oder gebüne. vnd daz hat Peter von ezedwiez geteydingt vorm heinreich von feiltsch czu der czeit amptman czum liofe vnd vor dem rot do selbst, daz ich daz allez stet vnd gancz halten wil, dez zu eim warn bekent- nüsze vnd merern Sicherheit, gib ich vorgenanter hans leübniczer disen offen briffe, vorsigelt myt Peters von ezedwiez angehangenden Ingesigel, der geben ist noch Criste vnders liben herren gebürte virezehen hundert Jare dor nach in dem andern Jare, am Sunnabent in der goltfasten vor Reminiscere. (Priginnl im Sffnnigl. Bnir. JpratunplnrdiiBe jtt Bamberg. CXLV las f anbgtridjt jtt Mürntierg sttjt ihn liirggrafcn JFiiciüridj in li%Enin(jr kx CrntjEntongisdjtn (föittr nnö I'eIjeii. 21. Februar 1402. Ich Heinrich Schencke von Laüttershausen genant, Lantrichter zu Nueren- berg, tu Kunt mit disem briefe, das für mich körne Ingerichte der Hochgeporen Fürste vnd herre, her Fridrich Burgrafe zu Nuerenberg, vnd name mit vrteil kündbriefe vnd sant die Auf alle die gute, lehen, lehenschaft vnd manrecht, die der Edel wolgeporen her Öswalt Graue zu Trühendingen gclilien hete, vnd von im zu lehen gegangen weren vnd alle sein altvördern in lehenscliaftweise Auf den Edeln Grauen Johansen von Trühendingen seligen, seinen brüder, herbracht lieten, vnd der selbe sein prüder auf in vnd er fürbas, vnd die er im fürbas leihen solt, wann der selbe herre Burgrafe Fridrich die selben gute, lehenschaft vnd manrecht vmb den obgenanten Grauen Öswalten gekauft hete, in den vesten, Steten, Merckten, dörffern, weylern vnd höfen, zu Bamberg in der Stat vnd auf dem lande, zu Schechszlitz in der Stat vnd auf dem lande, zu litzendörf, zu Straszgich, zu Eiern, zu Pirgawe, zu Melkendörf am pirge, zu Wmdischen- slehten, zu Oberndorf, zu Sweinstörf, zu Pawstrasz, zu Wisengich, zu Ludwach, zu Pawlendorf, zu Czeckendörf, zu künigsfelt, zu Steinfeit,, zu Tölnitz, zu Trösendörf, zu Althdörf, zu Slehten, zu ketzschendorf, zu Fluppendörf, zu Smidmanstorf, zu Stadelhouen, zu Neser, zu Starckelswinde, zum Newenhause, zu ketzendörf, zu Stüffenberg, zu Newengesese, zu Pawnach, zu lichtenfels, zu Weyssenmayn, zu Holfeit, zu lochein, zu Wunngeses, zu Trünstörf, zu Arnstein, zum Newendörf vnd zu kassendörff vnd anderswo, vnd was zu den guten vnd lehen allen gehörte, es weren dörffer, weiler, zehenden, haüser, höfe, wisen, ecker, höltzer, holtzmarck, See, wyltpenne, wasser, weyr, gerichte, herrescheft, kyrchensetze, besucht vnd vnbesucht, nichts ausgenomen, wo das gelegen oder wie daz genant were; vnd clagt dorauf Alz lange, das im mit vrteil von gerichte anleit auf die selben gute gegeben warde, die anleit besas er nach recht mer dann sehs wochen vnd drey tage, das sye nyemant versprach, als er mit Wernhern Ödenberger seinem anleitter vor gerichte beczewget hat nach recht, vnd dorrnnb ist im mit vrteil von gerichte geben nutz vnd gewere an den vorgescliriben guten vnd lehen allen vnd was dorzu gehört, besucht vnd vnbesucht, wie das allez genant ist, vnd das er auch die behabt vnd er- uollet hat, daz kein laugen inere dofür gehörte, vnd do der obgenant herre die selben gute vnd lehen alle also vor mir ingerichte erclaget vnd eruollet hete, do bat er mich fragen einer vrteil, ob yemant hintter im auf die selben gute erclagt vnd eruollet, also das er sein nücht geware würde, ob im das wol büliehen vnd zu recht kein schaden bringen solt, manverkünt im dann daz vor zu hause, zu hofe oder vntter äugen, mit Gerichts briefen vnd boten, also daz er sein gewar würde, dasselbe warde im erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil auf den eyde. Mere warde im erteilt, was er vnd sein helffer an den selben seinen erclagten guten vnd lehen teten, doran solten sye nicht gefreuelt noch getan haben, das sie weder pessern oder puessen solten gen lantfriden, lant- gericliten, noch gen yemants, vnd sol man dem vorgenanten herren Burgrauen Fridrich dorüber zu scliirmer geben, wes er begeret, von dez landgerichts wegen. Geben mit vrteil, vntter dez lantgerichts insigel, ainDynstag vor sand Matheis tag dez heiligen zweifboten, nach Cristi gepurde vierczehen hundert iare vnd dornach in dem andern jare. (Original im Xöttigl. Inirisdjcn StidjsnrdjioE, mit anh. Landgerichts - Siegel Friedrich's V. Vergl. Nr. CXXII. CXLYI. 23. Februar 1402. Fricz Cleiu, zu den zeiten Heinzen Dingsleben Knecht, quittirt dem Burggräflichen Hofmeister, Ritter Irenfrid von Seckendorf^ den Empfang von sieben Gulden für ein pferd, daz er vor der weiden in Burcgroff Fridrichs dinst verlor; desgleichen über neun gülden, die er seinem Junckern Heinzen bringen und der sie fürbass, von des Burcgraffen wegen, geben schol Vlrichen Schilling zu Kungsberg. Geben unter des geystlichen herren Albrecht von Weidenberg Insigel, an sand Mathias Abend, Anno XHII C. secundo. (Original im Sänigl. JJnir. ^rnuinjinlnrrijiuc ;n Samberg. 144 CXLVTI. 20. März 1402. Haus und Caspar von Waldenfels, Gebrüder, bekennen, dasz Burggraf J'i tdrich von Börnberg inen genzlich bezalt hat allen Sold, den er inen zu welsche]) Landen schuldig wurde. Datum Pada, seeunda feria post dominicam qua cantatur domine ne longo, Anno etc. secundo. dDriginal im Sättigt Inir. |Srnuin|inlardjitit jtt Samberg. CXLVIII. lütter lüillirlin 11011 Jkrknkrf quittirt km Burggrafen Jnekidj jii lörntierg über krsatj eines auf kr Heise nadj Biitjuieii trerlnrenen pferks. 20. März 1402. Ich wilhelm von Seckendorf von Rinhofen, rytter, bekenn vnd tun kunt, für mich vnd alle mein erben, daz mich der Erberg feste ritter, herre Irrenfryd von Seckendorf, meins herren Buregrauen hofmeister, bezalt hat für mein gene- digen herren buregroff fridrichen dreyssig gwldein für ein Pfert, daz meiner gesellen einem ab ginge, da man wolt gereyst sein gen beheim, vnd dez ich meins vorgenanten herren brief hone, darumb sag ich mein obgenanten herren Quit, ledig vnd losz. zu vrkund gib ich diszen brief versigelt mit meim aufgedrücktem insigel, der geben ist ime XIIII C. jor in dem andern ior, Arne mentag noch dem heiligen balmetag. (Original im Sättigt Snirisdjen Scidjäardjiur. CXLIX. 28. März 1402. Adel von Tottenheim, zu Schipfe gesessen, quittirt den Burggrafen Johanns und Fridrich zu Nuremberg über bezalte 1100 Remische Gulden, die sie im schuldig gewesen sind. Geschehen an dem nehsten Dinstag noch dem heiligen Ostertag, Anno MCCCC secundo. (Original im Sättigt lair. ^rattinfialarrijine p Samberg. 19 Bd. VI. 145 Hrnolfr üoii ^fdtcnkrf mih linns €niincr ijnittirEn iiiirr .100 dtükn, W iljntn Burggraf JFrirbrid] für Canrnir Äarsdjall nun pagprnljEini jsiijnlbig mar. 1. April 1402. teil Arnold von Seckendorff zu Triebsdorff geseszen, vnd ich Hans Tanner zu Tanne geseszen, Bekennen offenlicli mit disem brieff, daz vns beden hat geben herr Irrenfrid von Seckendorff, Burgraff Friderichs Hofmeister, Hundert guidein, die vns vns er gnediger herre Buregroß Friderich schuldig waz für herr Funrad Marschalk seligen vnd Wilhelm seinen sün. vnd der obgnanten hundert guidein sagen wir vnsern genedigen herren Burcgraff Fridrichen, hern Cunrad Marschalk seligen vnd Wilhelm sein sun genant von Pappenhein alle Quid, ledig vnd losz. dez zu vrkund geben Wir disen brieff zu ruck versigelt mit vnser beider eigen insigel, der geben ist nach Cristi geburt Vierzehen- hundert iar vnd in dem andern jare, am Samstag in der Osterwuchen etc. ißnginal itn SRnitigl. 3Saifiad]tu fficidjanrriiinr. CLL 8. Mai 1402. Graff Herman von Hennenberg, Thumherre zu Bamberg, quittirt über z weyhundert Guldin, die sein oheim Burggroße Friclrieh seinem Bruder, Grafen Fridrichen, schuldig gewest ist. Geben nach Cristus gepurt vierzehenhundert Jar und dornacli in dem andern Jare, an dem nehesten Montag nach Johannis ante portam latinam. dDriginnl im Jtöitigl. Inir. ^raoiiijinlntdjiuE ;n -Bömberg. CLI1. 11. Mai 1402. Heinrich von Wirsperg, Ritter, bekennt, dasz in Burggraf Fridrich zu Nuretnberg genzlich gerichtet und bezalt hat alles des Soldes, den er gen Lamparten verdinet hat. Geschriben zu Onolczbach, am Donerstag vor dem heiligen pfingstag, Anno MCCCCH. dDrigtnal im 3Röitigl. Inir. ^Bruuinfialarrfjine ;n Bömberg. 146 CLiir. ?nlist Bonifatius IX. gestattet km Burggrafen Jfriekidj tinb kssen dkmaljlin, sid) einen Beidjfnater ju uiäljlen. 15. Mai 1402. Bonifacius episcopus, seruus seruorum dei, Dileeto lilio, Nobili viro Friderico Burgrauio Nurmbergensi, et dilecte in ehristo filie, Nobili Mulieri Elizabet, eins vxori, Salutem et apostolicam benedictionem. Benigno sunt uobis illa concedenda fauore, per que, sicut pie desiderare uidemini, consciencie pa- eem et salutem anime deo propitio consequi ualeatis. Hine est, quod nos, uestris deuotis supplicationibus inclinati, uobis et uestrum cuilibet auctori- tate apostolica indulgemus, ut aliquem ydoneum et discretum presbyterum in uestrum possitis eligere Confessorem, qui, quotiens uobis fuerit oportunum, eonfessionibus uestris diligenter auditis, pro commissis debitam uobis absolu- tionem impendat et iniungat penitentiam salutarem, nisi forsan talia fuerint, propter que sedes apostolica sit merito consulenda. Nulli ergo omnino homi- num liceat, lianc paginam nostre concessionis infringere, uel ei ausu temerario contraire; Siquis autem lioc attemptare presumpserit, indignationem dei omni- potentis et beatorum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit incursurum. Datum Rome apud Sanctum petrum Id. Maii, Pontificatus nostri Anno Tertio- decimo. dDriginnl im Königl. -Bnir. ^irouinfialnrdjtnc ja Ikuiberg. CLIN ^nlistlidjer Inkilt für Inrggraf friekidj unb kssen (iemajjliii ilisaktlj, litiii (ieliraniij eines Cragaltars. 15. Mai 1402. Bonifacius episcopus, seruus seruorum dei, Dileeto lilio, Nobili viro Friderico Burgrauio Nurmbergensi, et dilecte in ehristo filie, Nobili Mulieri Elizabet, eins Vxori, Salutem et apostolicam benedictionem. Sincere deuotionis affectus, quem ad nos et Romanam geritis ecclesiam, non indigne meretur, ut petitionibus uestris, illis presertim, quas ex deuotionis feruore prodire conspi- eimus, quantum cum deo possumus, fauorabiliter annuamus. Hinc est, quod 110s, uestris deuotis supplicatioilibus inclinati, ut lieeat uobis et cuilibet uestrum habere Altare portatile cum debita reuerentia et lionore, super quo in locis ad hoc congruentibus et honestis possitis per proprium, uel alium sacerdotem ydoneum Missam et alia diuina officia, sine iuris alieni preiudicio, in uestra et familiarium uestrorum domesticorum presentia facere celebrari, deuotioni vestre tenore presentium indulgemus. Nulli ergo omnino hominuin lieeat, hanc pagi- nam nostre concessionis infrmgere, uel ei ausu temerario contraire; Siquis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem oinnipotentis dei et bea- torum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit incursurum. Datum Rome apud Sanctum petrum, Id. Mali, Pontilicatus nostri Anno Tertio decimo. (Original im Kimigl. Bair. |Srooin;talardjiue |ti Bamberg. CLY ffofcrt Bmrifaritts IX. gestattet bem Burggrafen jKriebridj imb kssen (iemaiiliii, an (Drten, meleljc mit km Interket belegt sink stille Messe gt jjnren. 15. Mai 1402. Bonifacius episcopus, seruus seruorum dei, Dilecto lilio, Nobili viro Friderico Burgrauio Nurmbergensi, et dilecte in cliristo lilio, Nobili Mulieri Flizabet, eius Vxori, Salutein et apostolicam benedictionem. Deuocionis uestre sinceritas promeretur, ut uotis uestris in hiis presertim, que ad uestrarum sa- lutem animarum cedere ualeant, quantum cum deo possumus, fauorabihter annuamus. Yestris itaque supplicacionibus inclinati, auetoritate uobis pre- sentium indulgemus, ut, si forsan ad loca ecclesiastico interdicto supposita uos contigerit declinare, lieeat uobis et cuilibet uestrum, in illis, clausis ianuis, excommunicatis et interdictis exclusis, non pulsatis campanis et summissa uoce, in uestra et familiarium uestrorum domesticorum presentia Missam et alia diuina officia facere celebrari, dummodo uos, uel illi causam non dederitis interdicto, nec id uobis, uel illis contigerit specialiter interdici. Nulli ergo omnino dominum lieeat, hanc paginam nostre concessionis infringere, uel ei ausu temerario contraire; Siquis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem dei oinnipotentis et beatorum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit incursurum. Datum Rome apud Sanctum petrum, Id. Maii, Pontilicatus nostri Anno Tertio- deeimo. (Urigittal im Hiinigl. Bair. |koBiqiaIard)iBc i" Bamberg. 148 OL VI. Burggraf Jnjjnnii ncmdjrcilit km Irring J»djiitj£ ein Britigriiingr auf kn Jkll gi Brink. 28. Mai 1402. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen vnd thun kunt olfenlichen mit disem briue, das wir mit wolbedachtem Mute vnd mit Rate vnsers rates recht vnd redlichen verkawft vnd zu kauffen gehen haben, verkawfen vnd geben zu kawfen Iu Craft diez briues vnserm lieben getrewen Bering schuczen, Susanna seiner elichen wirtine, awffe yre bevder leibe, ye von einem awf den andern zu vallen, zu einem rechten leybgeding drey vnd dreyszig gülden reinischer statwerunge zu Nuremberg, vmb zweyhundert gülden, der wir gar vnd genczlichen von In gericht vnd beczalt sein worden, vnd derselben drey vnd dreyszig gülden haben wir sie beweist awffzuheben vnd die Jerlichen zu nemen von vnserm zolle zu Bruche, also, das In vnser czolner da- selbest, der yczund da ist ader furbasz kunftiglichen da sein wird et, von dem selben vnserm Zolle alle Jare Jerlichen reichen vnd beczalen sol drey vnd dreyszig gülden, halbe awff sande walpurgen tag vnd das ander halbe teile awff sande michls tage, an iren schaden angeuerde. Auch sol derselbe vnser zolner, der yczund da ist ader furbasz da sein wirdet, dem vorgenanten schuczen, Susanna seyner elichen liawsfrawen mit hantgeben trewen geloben, das er In, die weille ir eins ader sie beyde leben, die vorgenant Summe gülden zu yglicher zeite Jerlichen vnd vor aller Dienlichen reichen vnd beczalen wollen, an allen iren schaden angeuerde. er sol auch vns, nach nymant von vn- sern wegen von demselben zolle zu Bruck nichts geben, bis das der vorgenant sclmcze, Susanna sein hawsfrawe der egenanten Summe gülden gar vnd genczlichen gericht vnd beczalt wirdet angeuerde. were auch, «das dem oftgenanten Schuczen, Susanna seiner hawsfrawe, die weille ir eines ader sie beyde lebeten, die vorgenanten gülden nicht beczalt wurden zu yglicher zeite, als vorgeschritten stete, was sie dann des zu yglicher zeite schaden nemen zu Bristen ader zu Juden, mit czeren, nachreisen ader botenlone, das redlicher vnd vn- geuerlicher schade were vnd liies, denselben schaden sullen wir In mit den awsbliben gülden richten vnd beczalen an alles geuerde. vnd das alle ob- geschriben teidinge gancz vnd vnuerrunck bleiben, haben wir In zu vns vn- uerscheidenlicli zu bürgen geseezt vnser libe getrewen, die hernachgeschriben sten, mit dem gedinge: ob das were, das in an den vogeschriben artickeln einen ader mer dheinerley cinfelle, Linderung ader irrung gesehee, woran das were, so haben sie ganczen vollen gewalt, die hernachgeschriben bürgen darvmb manen zu leisten; vnd wenn die also gemant werden, es sey mit boten, briuen, zu hawsze, zu liofe ader vnter awgen, So sol ir yglicher bey seinen trewen nach der manung gen Nureinberg in eines offen wirtes hawsz, dahin sie von In geweist werden, einen Iniecht vnd ein pfert stellen, vnd da leisten sullen vnd awsz der leistung nicht körnen, bis das dem obgenanten Schuczen vnd seiner hawsfrawen alles das genzlichen Ausgerichtet vnd volfurt wirdet, darvmb sie zu leisten gemant haben. Es sol auch der bürgen dheiner die lei- stunge awf den andern nicht verczihen. als ol'te auch der leistenden knecht ader pfert eines ader mer in der leistung abget ader verczert wirdet, So sol der bürge, des selben knecht ader pfert gewesen ist, an eines ye abgangen stat, ye einen andern knecht ader pfert an die leistunge stellen, als offte des not, in einem menedt darnach angeuerde. Ginge auch der bürgen einer ader mer abe, ader von dem lande füre, so sullen wir In ye einen andren als guten bürgen wider an der abgangen stat stellen In einem menadt angeuerde, ader die bestanden bürgen sullen gemant leisten in dem obgeschriben gedinge. were auch disen briue ynnen hat mit yrem guten willen, wiszen vnd worte, dem sullen wir als gebunden sein, als an disem briue gescliriben stet, gleicher weisze als In selber. Auch haben sie vns die frewntschaft getan, das wir das obgenant leipgedinge von In wider kawfen mugen alle Jare awff sande peterstag ka- thedra genant, vmb II C. guter gülden Reinischer werunge zu Nuremberg, vnd den widerkawffe sullen wir In vierczehentag vor der frist zu wiszen thun. wenn auch der obgenant schucze vnd sein hawsfrawe von todeswegen ab- gangen sein, So sol vns vnd vnsern Erben das vorgenant leipgeding ledig vnd losze sein, an irer erben einspruche vnd hindernusze angeuerde, Es were dann, das in kein pruch an irem Jerlichen nucze geschehen were, darvmb haben ir erben zu manen, als sie selber. So sindt diczs die bürgen: hannsNewensteter, wilhelm von Meyental vnd Concze von kulsheim zu farenbach. vnd wir, die yczgenanten bürgen bekennen diser burgschaft, vnd geloben, alles das stete zu halten, das von vns an disem briue gescliriben stet, vnd wir, obgenanter Johanns burggraue zu Nuremberg geloben, vnser Iczgenanten bürgen von diser burgeschaft gutlichen ledigen vnd losen an Iren schaden angeuerde. mit vr- kunde diczs briues, versigelt mit vnserm vnd vnser bürgen anhangen Insigel, gescheen zu Nuremberg, des suntages nach gotes leichnam tag, da man zalt von vnsers herren geburte In dem vierczehenhundert vnd in dem andern Jare. lEkmcinbnd) Burggraf lajjann's III. CLVII. 8. Juni 1402. Göcz von Ylstett, gesessen daselbst, bekennt, daszim Burggraf Fridrich, für ein in seinem Dienst vor Hasfurte verlorenes Pferd, 14 Gulden bezalt hat. Geben zu Nuremberg, am Donerstag nach Bonifacii MCCCCII. (Original im 2tünigl. l'Snir. Jfroinnjinlnrdjuic jii Säninbcrg. CLvni. Üfciiirid], Iprjng in iniern, tobt, seine, für bns iciratlisi]nt seiner difjmester, inrggrätin llisabetlj, eingesetzten Bürgen sdjablos |n Ijolten. 17. Juni 1402. Wir Hainreich von gotes genaden pfallentzgraf bey Rein vnd Ilertzog in Beyern etc., Bochennen offenlich mit dem brief, vmb das versetzen, das wir vnser lieb getrew Wilhalmen den frawnhofer zum frawnstain vnd Albrechten den preisinger zu Chaphsperg gtan haben gen dem Hochgeboren fürsten, Burk- grof fridreichen zu Nurenberg, von seines Heiratguts wegen zu der Hochgeboren fürstinn Elisabethen seiner Gemaliel, vnsrer lieben Swester, nach söliclier brief lawt vnd sag, als er für vns darumb versigelt hat, Loben vnd versprechen wir im, irenhawsfrawn vnd erben mit vnsern genaden vnd trewn, vnd auch in kraft ditzz briefs, das wir sy von derselben porgscliaft genedicklich vnd an schaden ledigen Süllen vnd wellen; Täten wir des aber nicht, vnd das sy der porgscliaft zu schaden komen, wie der genant war, des sy vns redlich erweisent, iren jlechem wortten darumb zu gelauben, an aid vnd an recht, denselben schaden süllen vnd wellen wir in genediclilich abtün vnd widerthun, das süllen sy haben datz vnsern genaden vnd trewn vnd auf allen den vnsern, Di mugen sy wol darumb aufhalten oder angreiffen, wie sy Verlust, wo sy an ir oder vnser hab körnend, di sol ir pfant darumb sein von allen andern vnsern gelten vnd sich selben dauon weren vnd bekomen aller an schaden, nach allem irem willen, an alle vnser vnd meniklichs von vnsern wegen irrung vnd hindernüss, vnd wer in dartzue hilft, der ist sein gen vns vnd allen den vnsern vnentgolten getrewlichen angeuerde. Des zu vrehund geben wir in den brief, besigelten mit vnserm aigen anhangendem Insigel, der geben ist an Samptztag nach sand veits tag, do man zalt nach kristi gepurd virtzehenhundert vnd in dem andern dar. (Original im Üönigl. üßainsdim ©cirijaardjiue. 151 CLIX. 9. Juli 1402. Ritter Dyepolt von Aichelberg quittirt seinem gliedigen herrn Fridrich Burggrauen zu Nürenberg über hundert Gulden, die er im schuldig blieb vmb seinen dinst und solt gen Lamparten. Geben do man zalt von Cristi gepurd vyerzehundert Jare und darnach in dem andern Jare, an dem nähsten Suntage noch sand Kilians tage. (©riginnl im Jtiittigl. lair. -jlSrouinjialordjiuc ;tt Inmhtrg. CLX. 17. Juli 1402. Friedrich von Lauffenholz, Schultheiss, und die Schöpfen zu Nürnberg bekunden, dasz Cristan Coler von Cristan Eysenhuter ein Gut zu Vach, welches von dem Tumprobst zu Bamberg zu Lehen geht, und eine AVie.se, die von dem Burggrafen Friedrich zu Lehen geht, erkauft habe. Geben am Donnerstag nach S. Margarethentag. Reg. Boica T. XI. pag. 2G2. CLXI. LS. Juli 1402. Die Herrn Johanns und Herr Fridrich Burggrafen zu Nürnberg haben Ladung gesandt Hanns Stibern, Land-Richtern auf dem Rodbach zu Bamberg, auch Frizen Straus, Unter-Landrichtern, und allen den Urtheilern, die Urtheil auf denselben Landgericht sprechen, dass sie richten und Urtheil sprechen in der Hern Burggrafen Landgericht und Freiheit und deren Leute aus ihm Laut- Gericht auf den Rodbach zu Bamberg geladen, wider ihre Freyheit und Recht, die sie von Kaysern und Königen haben. Judicio in Gostenhof Fer. terc. postMargarethe, quadring. et sec. Anno. Jung Genealog. Forts. S. IG fg. 152 CLXII. #rl]iilkicnn1jrrilj[tiig liinig linprtiljt's für srinc (®EinajjIin (Elisnliftlj (gtli. Inrggriifin jtt liirnlitrg), \\k\' 3000 Untaten. 31. Juli 1402. Wir Ruprecht von gots gnaden Römischer Kunig, zu allen czyten merer des Richs, Bekennen vffinlich mit diesem briefe, vor vns vnd vnser erben, daz wir der Allerdurchluchtigisten hochgepornen furstynnen, frauwen Elizabeth Romischer kunigynne, vnser lieben Husfrauwen, trutusent guter ducaten schuldig sin, die sie vns zu vnser groszen nodtürffte, als wir in lamparthen waren, gutlichen bereidt geluhen hat, dieselben dru dusent guter ducaten wir vnd vnser erben der vorgenanten vnser heben husfrauwen, oder wer dann diesen brief von Iren wegin Inne hat, vff sand Martinstag nehst kumpt gutlichen bezalen sollen vnd wollen ane alle geuerde, daz wir Ir auch also versprechen in crafft disz briefes. Vnd des zu vrkunde vnd vestem gezugnisz, so hau wir Ir diesen vnsern brieff geben, vor vns vnd vnser erben, versigelt mit vnserm kuniglicliem anhangenden Ingesigel, vnd Ich ludwig von gots gnaden pfallezgraue by Rine vnd Iierczog in Beyern, des obgenanten myns gnedigen Herren vnd vaters des Romischen kuniges Sone, Bekenne vffinlich mit diesem brieue, daz myn lieber Herre vnd vatter, der Romische kunig obgeschriben, vnd ich von sinen wegin, der obgenanten myner lieben frauwen vnd Mutter, der Romischen kunigynne, oder wer dann diesen brieff von Iren wegen Innhat, die vorgenanten drudusent guter ducaten vff sand Martinstag nehst kumpt gütlichen vnd ane lengern ver- czog bezalen vnd sie der vszrichtcn sollen vnd wollen ane alle geuerde. vnd des zu vrkunde vnd gezugnisz, so hau ich myn eigen Ingesigel by des obgenanten myns heben Herren vnd vatters, des Romischen kunigs, Ingesigel auch an diesen brieff tun hencken, der geben ist zu heidelberg, vff den Mantag nach sand Jacobstag, nach Cristi gepurte vierezehenhundert vnd zwey Jare, vnsers, kunig Ruprechts obgeschriben, in dem andern Jare vnsers Richs. Ad mandatum domini Regis, Johannes Winheiin. Bibimirtf (Dupic unm plnssEnburgcr (Driginnl. CLxni. Iknlnirk #raf jit Cnstrl gelullt km Inrggrnfen Jnckidj VI. ju lürnkrg, ks ddjlDss -frljillingsüirk an keine Eeidjsstak jit iieränsscrn. 5. September 1402. Wir lynhart Graffe zu Castel, Bekennen offennlich mit clisem brieffe, für vns, alle vnser Erben vnd nachkomen. vmb sulich liebe ynd fruutschafft, dy vns getan hat vnd tliut auch der hochgeborn fürst, vnser lieber herr vnd Swa- ger, her Friclrich Burg greife zu Nüremberg etc., das er vns zu lösen wil geben daz Slosz Schillingszfirst mit seiner zugehorung vff den nechst körnenden sand Peters tag kathedra genant, vmb ein sulche Summe gülden, als dy brieff sagen vnd auszweysen, die er darüber hat von vnserm lieben Ohem, Graffeh Dytricli seligen von kaczenclbogen vnd seinen Erben, daz selbe er doch Inne gehabt solt haben von dem egenaiiten sand Peters tag kathedra bisz über ein gancz Jar: dorumb vmb sulche lib vnd fruntscliafft, dy er vns thut vnd vns der loszung stat thun wil, verpinden, gereden vnd geloben wir Im vnd seinen Erben, daz wir daz egenant Slosz Sehillingszfirst In dheine Reichstat verseezen, ver- kauffen, nach kümen sullen lassen In dheynerley weys ongeuerde von dein egenanten sand Peters tag kathedra vber newen gancze Jar, dy sich noch einander verlauffen werden. Wer ader (sie!) wurd ader, daz wir daz egenant Slosz verseezen, verkauffen ader verkümmern müsten In der egenanten frist vnd zeytt, vnd wenn wir daz alzo verseezten, der sal des dl egenanten zeit auch alzo verpunden sein, vnd des sich gen dem egenanten vnserm liben her- ren vnd Swager ader seinen Erben verschreyben vnd verpinden, also, daz daz Slosz offtgenant In keyner Reychstat hende komen di egenanten zeitt an alles geuerde. vnd wenn wir daz Slosz also verseezen, verkauffen ader verkümmern, dem sullen wir daz Slosz nicht eingeben, noch antworten, erhab sich dann des alzo verpunden, daz czu halten dy egenant czeyt, als vorgeschriben stet ongeuerde. Auch als er yczunt dy weyer oder Seh', dy zu dem egenanten Slosz gehören, mit fyschen besezt hat, Bekennen wir, daz er diselben weyer haben sal vnd dy nüczen noch seinem willen ongeuerd von dem nechsten Sand Mertes tag vber ein gancz Jar, vngehindert von vns vnd allen andern ongeuerde. Des zu vrkund So hengen wir vnser Insigel an disen briff, der do geben ist Nach Crist gepürt Tawsent virhundert Jar darnach In dem Andern, am dinstag noch sand Gilgen tage. (ftmtinbiidier bes Ini'ggrnftljnms Itiirnbcrg. 154 CLXIV Innig £it(iraijt bestätigt bas prinilegimn kr (Exrintian kr liirggrättidjen Intrrttjancn nun frttnkn dkridjtcn. 15. September 1402. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer Kunig, zu allen czyten merer des Riclis, Bekennen vnd tun kunt vflfenbar mit diesem brieue allen den, die yn sehent oder horent lesen, wie wol daz wir den hocligepornen Hannsen vnd friderich Burgrauen zu Nurenberg, vnsern lieben Swegern vnde fursten, alle Ire priuilegia, fricheid, hantfesten vnd brieffe die sie von vnsern vorfaren an dem Riehe, Romischen keysern vnd kunigen liant, gemeinlichen bestetiget, vernuwet vnd confirmert haben, yedoch so hant vns dieselben vnser swegere vnd fursten vorbracht, wie daz Ire vndersesszen vnd die yren fast besweret vnd bekumert werden mit dem, daz sie vor andere gerichte geladen vnd geheischen werden, doch über soliche iriheid, die yre furfaren gehabt vnd sie noch haben, das des nit sin solle, vnd hant vns vorbracht zwen brieue,*) die Ire vorfaren vnd sie von keiser karle seliger gedechtnissz, vns er m vorfaren an dem Riehe, mit siner gülden bullen vnd auch siner keyserlichen Maiestat Ingesigel versigelt hant, dar I nn e vnder andern gnaden vnd Inheiden, die yn derselbe keyser karle getan vnd geben hat, dieser nachgeschriben artikel von worte zu worte auch geschähen stet also ludende : „Auch ortein, lutern vnd sprechen wir, daz man der egenanten Burgrauen von Nurenberg, irer erben vnd nachkomen lute ewic- lich, ez sin Ritter, knechte, Richtere, bürgere, gebure vnd alle Ire dienere vnd vndersesszen vnd alle yre gute vnd lute vor keyn ander gerichte, newr vor ire selbs gerichte laden sal noch mag, vnd sie auch nicht pflichtig sin anderswo zu gesteen oder sich zuüerantworten; vnd ob sie über daz für dhein ander gerichte geladen worden, so sal dieselbe ladunge, orteil vnd alle sache, die darvmb gescheen, genczliclien abesein vnd keine cralft haben vnd den egenanten Burgrauen, yren erben vnd nachkomen ewiclichen vnd Iren luten besampt vnd be- sunder keinen schaden bringen, Ez were dann sache, daz den clagern vor den egenanten Iren gerichten kuntlichen recht nit wiederfaren mochte, So mögen dieselben vorderere vor dem Riehe sich wol erclagen vnd daselbst Ires rechten warten," vnd verhütet auch derselb keyser karle in demselben brieue aller- menchch, „daz nyemand wieder denselben brieue vnd hantfeste vnd alles daz dar Inne begriffen sy in dheine wise dun solle, wer aber da wieder tete, in welchen w irden, eren oder wesen der sy, der sal zu hant tusent marcke lotiges 20- 155 goltes zu rechter pene verfallen sin, die halb in des Richs Camer vnd daz andere' halbteile den Burgrauen von Nurenberg vnuerczugelieh gefallen sollen." Ynd die obgenanten Hans und friderich Burgrauen zu Nurenberg, vnsere swegere vnd fursten, hant vns flisszhch gebeten, yn vnd yren nachkomen den obge- schriben artikle besunder zu bestetigen, zu befesten, zu vernuwen vnd zu Confirmeren. Des haben wir angesehen derselben vnser fursten vnd swegere redehche bete vnd auch soliche nucze vnd getruwe dinste, die sie vns vnd dem Riehe dicke willeclich getan haut, tegelichen dunt vnd auch vorbaz in zü- kunfftigen zyten dun sollen vnd mögen, vnd haben In den obgeschriben artikle von vnsern besundern gnaden bestetiget, beuestnet, vernuwet vnd confirmert, besteten, beuesten, vernüwenvnd confirmernln den auch in crafft dissz briefes von Romischer kuniglicher mechte in aller massze, als der von wort zu wort dauor geschriben stet, Ynd verbiethen auch allermenclich, daz nymand, in welchen wesen, eren oder wirden der sy, wieder dieselbe vnser bestetigunge ynd vernüünge des vorgescliriben artikels dun soll in clliein wise, als lieb yme vnser hulde sy vnd swere vngnade zu vermiden. Orkunde dissz briefes, versigelt mit vnserm kuniglichen Maiestat Ingesigel, Geben zu Nurenberg, vif den nehsten l'ritag nach des heiligen Crucestag Exaltacionis, In dem iare als man zalte nach Cristi gepurte vierezehenhundert vnd zwey Jare, vnsers Richs in dem dritten Jare. (ßriginitl im JRünigl. lair. pratünjinlardjiuc jn Bamberg. ') Siehe das Reichsfürsten - Privilegium vom 17. März 1363 in T. IV. Nr. I. und II. CLXY IG. September 1402. Oswalt von Merckin bekennt, für sich und seinen vatter, dasz inen Burggraf Fridrich zu Nüremberg genzlich bezalt hat alles des Soldes und Schuld, so er inen bis auf diesen Tag schuldig geblieben. Datum Nüremberg, am Samstag vor Lamperti. (Drigiitnl im Sönigl. Bnir. pruuiiijialardjiuc jn Bamberg. 156 CLXVI. '24. September 1402. Hans von Leonrod bekennt, dasz im Burggraf Fridrich zu Nur einherg bezalt hat allen Sold, den er um in gen Lamparten verdient, und auch was dessen Vater seliger im schuldig war. Geben am nehsten Suntag vor sand Michelstag, Anno MCCCCH. dDriginnl im Kiiitigl. lair. ^rnuinpolnrdjiuE jn Bamberg. eLxvn. 2. October 1402. Jobst von Treutlingen quittirt dem Burgrafen Fridrich zu Nureinberg der hundert und sibenzig guidein, die er im schuldig was worden zu Sold und vmb dienste, die er im getan gen Lamparten. Geben, unter dez Ritters, hern Wirichs von Treutlingen, seins bruders, aufgedruckten Insigel, am Montag nach sant Michelstag, nach Crists gepurt virzehenhundert dar und darnach im andern Jar. (ßriginnl im Sönigl. lair. |koniiijinlard)uic ja Bamberg. Ebendaselbst eine andere von Demselben am 5. März 1402 dem Burggrafen ausgestellte Quittung, welche Friedrich v. Wiersberg besiegelte. Vergl. auch Nr. CXVIII. und OXXXVII. cLxvm. 12. October 1402. Ha nn s von Hartlieim verspricht, auf Vorladung des Burggrafen Friedrich von Nürnberg, in den nächsten 14 Tagen zu ihm zu kommen. Datum Tarcheim, in die beati Burghardi. Reg. Boica T. XI. pag. 271. Vergl. Nr. CCXXIV 157 CLXIX. 19. October 1402. König Ruprecht bevollmächtigt den Friedrich Burggrafen von Nürnberg und Günther Grafen von Schwarzburg, Herrn zu Räniss, an dem festgesetzten Tage (Simon und Judastag) zu Linz mit dem Herzog Albrecht von Oesterreich, von sin selbs vnd auch von der Kunge von Beheim und von Ungern, als von des Romischen Richs und andere Sachen wegen zu teidingen. Dat. Nüremberg. Chmel Reg. Rup. päg. 77 Nr. 1336. CLXX. 21. October 1402. Gerrung Murring, Ritter, bekennt, daz sein gnediger herre, Fridrich Burgraf zu Nüremberg, im an seinem Solde fünf und virzig gülden gericht hat. Datum Nüremberg, in die XIM. virginum, Anno XHH C. secundo. Item so sein im geben worden fünf gülden bereyt. Actum ut supra. Original im Siinigl. lair. praninjinlardiiur fB.-Bambtrg. Ebendas. noch eine Generalquittung Desselben d. d. Nürnberg, 29. Januar 1406, über Alles, was ihm der Burggraf noch vom Lombardenzuge her schuldig war. C'LXXI. Martin nan Malknfrls qnittirt über bit, seiner ijatisfran, nnn Margaretjja Inrggraiin ja iürnberg bellte Inssteuer. 19. November 1402. Ich Merten von waldenfels Bekenne offenlich an disem brife, daz mir der hochgeboren forste Burggraf fridrich von Nüremberg , mein gnediger herre, czweyhundert Reinisch gülden beczalt hat for di hochgeboren forstin, frawen Margareten Burggrafin von Nüremberg, meins gnedigen herren Burggraf Johans gemahel, die II C. gülden mir di egenant forstin zu meiner hawssfra wen katheren gelobet zu geben vnd mir meinen gnedigen egenanten herren Burggraff fridrich zu Burgen saczte. derselben czweihundert gülden sag ich meinen herren vnd 158 mein frawen quit ledig vnd losz, für mich vnd alle mein erben, des zu vrkunde gib ich In disen briff mit meinem aufgedruckten Insigil. Geben zu Nuremberg, an Sand Elisabethen tag, anno domini Millesimo Quadringentesimo secundo. (Original im Sättigt Satt, ^rnninfialardjinr ja Samberg. CLXXIT. Die ncrunttmete Iklljeiii ifnlitiiirtljin ncnnadjt auf iJjtEit Cbksfnll km Itiiggraftn Jnehridj alle iijrt iiiter. 9. December 1402. Ich Adelheit Hohwirtin, Heinczen Hohwirtes selig Witbe, czu winspacli gesessen, Bekenne offenlich mit disem briff vor allermeinclich. Als der hochgeboren forste Burggraff Fridrich zu Nuremberg, mein gnediger herre, mir die gnade vnd gunst getan hat, daz ich bey allem Erbe vnd Eigen, daz mein elidier wirt Heincz Hohwirt seligen herbracht, Ingehabt vnd hinder Im gelassen hat, wo die gelegen sein, Ez sein hewser, hofe, Ecker, wisen, liolczer, wasser, wunne vnd weide, nichtes aussgenomen, mit aller zugehorung, siezen vnd daz Inhabern, nuezen vnd nissen sol vnd mag die weil ich lc.be vngeuerlicli, Als ez der egenant mein wirte Innegehabt, genossen vnd hinder Im gelassen hat: Also bekenne ich In kraft diez brifes, für mich, alle mein Erben vnd freunde vnd allermeinclich, Wanne mein In dem leben nymmer seyn sol vnd ich von todes wegen abgehe, daz danne der egenant mein gnediger herre, oder sein Erben alles daz Erbe vnd eigen, als daz vor geschxiben vnd begriffen ist, einnemen, daz handeln, keren vnd wenten,nuezen, nach allemIrem wolgefallen, onalle einspruche vnd irrung aller meiner freunde, noch nymande von meinen wegen nach mir dheinen ansprach, vorderung darnach haben sullen, weder mit recht noch an recht, In dheinerley weise ongeuerde. Auch sol ich mein lebtage zu Winspach mit wesen bleibe, als einander Bürger doselhest, vnd mag alle mein farende habe keren vnd wenden nach meinem willen vnd wolgefallen. vnd daz ich mit gutem willen vnd vnbetwungenlich mich der obgeschriben sach also verzeihe vnd mich verpinte, zu halten mit guten trewen, als obgeschriben stet, zu einer waren vrkunde, vnd daz ich oder nymande nach mir geredenmuge, oder dliein ansprach gehaben könne, gihe ich disen offen briff, mit des vesten Ritters, hern hilpoldes von Seckendorf! czu Tetelszaw gesessen vnd Arnoides von Seckendorf! zu Berchtolsdorff gesessen vnd der Stat zu Winspach anhangenden Insigeln, die sie zu einem geczewcknisz, von meiner fleissigen bete wegen, In an schaden gehangen haben, vnd wir, die egenanten Hilpolt vnd Arnolt von Seckendorff vnd der Burger-Meister vnd die gemeine zu Winspach, Bekennen, daz wir also mit gutem wissen, vnd von bete wegen der egenanten hofwirtin (sie!), vnser Insigil, vns on schaden, zu gezewekniss diser obgescliriben sach an disen briff gehangen haben, Der geben ist zuNuremberg, nachCristi gepurt virezehen- hundert Jare darnach In dem andern Jare, am Samcztag nach vnser frawen tag Concepcionis In latein genant. (Original im -Königl. SBair. •jfronmjinlnrrjjü'f |n Hamberg. eLxxm. Hjcinririj tum JYilterf] trab panl Mrtrritig qnittirai km IBnrggrnlm jFricbridj über eine ^bsd]Iags|at)lung auf ibrni riiifetiinbigrn limiglidjEti Jralb. 14. Uecember 1402. Wir Heinrich von feilisch vnd Pauls Murring Bekennen mit disem briff. von sulcher Sesshundert gülden wegen, darumb vns vnd vnser freunt zweilf mit gleuen bestelt hat der Hochgeboren furste, vnser gnediger herre, herr fridrich Burggraff czu Nuremberg, ein Jare zu dinen dem Allerdurchleuchtigisten forsten hern Ruprechten, dem Romischen konig etc., vnserm gnedigen herren, daz selbe Jar vergangen ist vnd vns die egenant Summe gülden vor langer zeit geuallen solt sein : Als hat vns der egenant vnser gnediger herre Burggraff fridrich an der egenanten Summe gülden beczalt hundert gülden, der wir den egenanten vnsern herren den Romischen konig vnd vnsern herren Burggraff fridrich vnd hern Irenfrid von Seckendorff, der Bürge dofur ist, mit disem briff quit ledig vnd losz sagen, vnd wir sullen den egenanten vnsern herren Burggraf fridrich vnd hern Erenfrid hieczwisschen vnd Sant walpurg tag nicht mer manen. Auch gescliee, daz wir hieczwisschen vnd Sand walpurgtag oder darnach den obe- genanten vnsern herren den Romischen konig mit Worten oder mit phanden ermanten, daz er vns die obgenant Summe Seszhundert gülden beczalt, So schullen wir dem egenanten vnserm herren Burggraf fridrich die egenanten hundert gülden dauon lassen aufheben vnd der selber nicht einnemen. Auch 160 haben wir dem egenanten hern Erenfrid vor ein quitbriff geben vmb fünfzig gülden an der egenanten Summe Seszliundert gülden, die herman krienfot, oder wem der die furbasz schaft, geuallen sullön, dorvmb der egenant vnser herre vnd her Erenfrid auch ledig vnd losz sein sullen von vns vnd vnsern lrevnden. des zu vrkunde geben wir disen offen briff mit vnsern, Heinrich von feilisch vnd Pauls Murrings aufgedruckten Insigiln, am donerstag nach Sand lucien tag, nach Cristi gepurt virczehenliundert darnach In dem andern dar. (Original im Kütiigl. lair. | Sn >aittjialardjinE jn JJambrrg. CLXXIM 16. December 1402. Tanclcwart Pircker bekennt, daz herr Burggraff Friderich zu Nuremberg in bezalt und ausgericlit hat alles des Soldes, den er im schuldig gewesen ist von sulch dinste wegen, die er im gen Wellischen Landen getan hat. Geben zu Nuremberg, am Samztag nach Lucie, Anno XIIII C. secundo. (Original im Mänigi. Ikit. ^raninfinlardjine | tt Bamberg. Ebendas. noch mehrere ähnliche Quittungen aus diesem und dem folgenden Jahre, über rückständigen Sold aus dem Lombardenzuge Burggraf Friedrich's, als: von Seycz Neusesser (3. März 1402), Hans und Albreeht, Gebrüder, Crezlen (d .d. Nürnberg 20. Aug. 1402), Hans Ivorbenrewter (21. Oetbr. 1402), Michel Pfefferballt (d. d. Nürnberg 8. Decbr. 1402), Hans von Dürrwangen (21. Jan. 1403), Lueze von Hollheim (eod.) und Habart Hertenberger, Unsmig gen. (d. d. Nürnberg 2. März 1403). CLXXV. 28. December 1402. Wilhelm von Vestemberg, zu Hasslach gesessen, bekennt, daz im Burggraf Johanns zu Nureinberg an seinem Schuldbrief über 50 Gulden bezalt hat 40 Gulden. Geben an der Kindlein Tag, MCCCC secundo. (Original im liinigl. lair. $ rouinjialardjior ui lambtrg. 5. Januar 1403, CLXXYI. Wir die Burgermaister, der Ratte vnd auch die gemain zü Wasser Truhending veriehen vnd Bekennen offenlich vor aller mein dich mit vrkmid dicz brieifs, Das wir komen für vnsern Genedigen lierren, herren Fr idrich Burg raffe zu Nurenberg, vnd clagten vnd legten für seinen genoden vnser Swer anligende gehrechen, die wir Jerlichen hetten von holcz wegen, Das wir dez vnser nott- durft nicht gehaben möchten. Nun hot angesehen der Egenant vnser Genediger herr vnser tleissig gebett vnd nottdurft vnd hot vns sein genod geben vnd vererbet seine zway hölczer, mit namen die Bechgruben vnd das ober holcz genant, In sölicher beschaidenheit, daz wir vnd vnser erben lürbass Ewiclich zu Wasser Truhending haben vnd nüczen vnd auch nieszen vnd nach vnserm wolgefallen tün mügen. vnd do von Süllen wir vnd alle vnser erben dem vorgenanten vnserm Genedigen herren vrtetlichen reichen vnd bezalen alle Jör Jerlichen vff sant Michels tage Sechezehen güt Reinisch güldin, vnd wenn wir dieselben yeezgenanten Summ güldin also alle .Tor Jerlichen bezalen vnd reichen, So sol vns der Egenant vnser genediger herr, noch niemand von seinen genoden wegen, vns die selben hölczer oder die gült do von nicht höheren oder besweren In dhein weisz on geuerde. Vnd dez zu vrkund vnd ainer sicheren Stetikeit geben wir dem hochgeboren forsten vnd herren, herren Fridrich Burgraffe zu Nurenberg, vnserm genedigen herren, vnd seinen erben disen brieff, versigelt mit vnserm aigen Anhangenden Sigill, Der geschriben vnd geben ist zu Wasser Trühending, an dem nechsten freytag vor dem heyligen Obernstag, Do man zalt nach Cristi vnsers herren geburt vierzehen hundert Jar vnd In dem dritten .Tar dornoch. (Drigiitnl im lünigl. JJnir. |Stooinjialardjiuc ju Jlnrnbrrg. CLXXVII. fällst lonifncinj IX. gestattet, iraf litten kr Inrggrafen, kn |nr Ikrggräflidp Cafel gclaknrn (f istcrricuscrii r Jkisdj )ii t5sen. 6. Januar 1403. Bonifatius episcopus, seruus seruorum dei, Dilectis filiis, Nobilibus viris Johanni et Friderico Burgrauiis Nurembergensibas, Salutem et apostolicam benedictionem. Prouenit ex uestre deuotionis affectu, quo nos et Romanam ecclesiam reueremini, ut peticionibus uestris, quantum cum deo possumus, fauorabiliter annuamus. Cum itaque, sicut ex parte uestra fuit propositum, coram nobis frequenter contingat, Monachos Cisterciensis ordinis diuersorum Monasterioruin, pro diuersis eorundem Monasteriorum tractandis negociis, ad Curias siue ad Mensas uestras declinare, ac aliquos ex eis uobiscum residere, quibus secundum statuta et consuetudines dicti ordinis est esus carnum inter- dictus. Nos, uestris supplicaeionibus inclinati, ut Confessor, quem quilibet uestrum habet, uel quemlibet uestrum habere contingent, possit eisdein Mo- nachis, auctoritate apostölica, uescendi carnibus in Mensis eisdein, illis diebus duntaxat, quibus a sacris canonibus esus carnum communiter prohibitus non existit, dummodo iuramento, uel uoto ipsorum Monachorum ad id minime sint astricti, licenciam concedere et cum eis dispensare super hiis, cum hoc expedire uident, super quo eius conscienciam oneramus, predictis statutis et consuetu- dinibus ac priuilegiis apostolicis contrariis nequaquam obstantibus, deuotioni uestre tenore presentium indulgemus. Nulli ergo omnüio hominum liceat, haue paginam nostre concessionis infringere, uel ei ausu temerario contraire; Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignacionem omnipotentis dei et bea- torum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit ineursurum. Datum Rome apud Sanctumpetrum, VIII. Id. Januarii, Pontificatus nostri Anno Quarto deenno. (£)riginnl im SRnnigl. 33nir.^JfärnuinfinlnrdjiuE q Sambtrg. 21* 163 CLXXVIII. fkbst 13niiifniiits IX. nitlrbigt V\t IttrggrnflitjjB ^intrunntfi - cLöciütliiljkrit kr Berpflidjtnng, bie erste Saljramttymg einer pnink km lisdjnf gi überlassen. 6. Januar 1403. Bonifacius episcopus, seruus seruorum dei. ad perpetuam rei memoriam Honestis supplicum uotis, illis presertim, que in releuamen et commodum eccle- siarum ac beneficiorum ecclesiasticorum cedere ualeant, libenter annuimus illa- que fauoribus prosequimur oportunis. Sane petitio dilectorumfiliorum, Nobilium virovum Johannis et Fridericifratrum Burgrauiorum Nureinhergensium nobis nuper exhibita continebat, quod in Eystetensi et Angustensi diocesi consistnnt non- nulla beneficia ecclesiastica, in quibus predicti fratres ius obtinent patronatus, quodque, cum ipsi fratres ad huiusmodi beneficia, cum pro tempore uacant, personas ydoneas, ut instituantur in eisdem benefieiis, presentant Eystetensibus et Augustensibus Episcopis, siue illis, ad quos de consuetudine uel, de iure in- stitntio huiusmodi pertinet, predicti Episcopi fruetus primi Anni eorumdem beneficiorum, inquibus persone ipse instituuntur, iuxtaprauam consuetudrnem quan- dam exigunt ab eisdem, in non modicum preiudicium et grauamen personarum et beneficiorum predictorum. Quare pro parte dictorum fratrum asserentium, quod, cum viciifi Episcopi illarum partium similem consuetudinem non obser- uent, fuit nobis humiliter supplicatum, ut super hoc oportune prouidere de speciali gracia dignaremur. Nos igitur, huiusmodi supplicationibus inclinati, uolumus et auetoritate apostolica tenore presentium decernimus, quod persone, que ad beneficia huiusmodi, cum uacabunt, presentabuntur per fratres antedictos et quas in eisdem benefieiis institui contigerit pro tempore, ratione dictorum beneficiorum, ad que presentate et in quibus institute fuerint, per Eystetenses et Augustenses Episcopos, siue alios, ad quos institutiones huiusmodi de consuetudine uel de iure pertinent, ut premittitur, antedictos deineeps fruetus primi Anni exinde soluere nfinhne teneantur, et ad id a quoquam com- pelli non possint inuite, consuetudine prefata et aliis contrariis non obstantibus quibuscunque. Xulli ergo omnino hominum liceat, hanc paginam nostre uolun- tatis et decreti infringere, uel ei ausu temerario contraire; Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli Apostoloruin eius se nouerit ineursurum. Datum Rome apud Sanctum- petrum, VHL Id. Januarii, Pontificatus nostri Anno Quartodecimo. dDriginal im Eönifll. ®nir. Jirnuin|inlnrdjtuc ja lambctg. 1G4 CLXXIX. üjSntist Bonifatius IX. ncrhictet, kss iiic dkistliiijkit in Itirggraflirfp Bankn kn jtttitiligfti Äntljaltsort kr Burggrafen mit km Sntcrkct tirlcgr. 6. Januar 1403. Bonifacius episcopus, seraus seruorum dei, Dilectis filii.s, Nobilibus viris Jo/ianni et Friclerico Burgrauiis Nurembergensibus, Bambergensis dioceseos, Salutein et apostolicam benedictionein. Singularis deuocionis affectus, quem ad nos et Romanain ecclesiam gerere comprobamini, non indigne meretur, ut uotis uestris, illis presertim, per (pie animarum uestrarum quietein et pacem consequi ualeatis, quantmn cmn deo possumus, fauorabiliter annuamus. Vestris itaque supplicacionibus inelinati, ut dyocesanus Loci existens pro tempore Terras uel loea uestra, in quibus inoram traxeritis, generaliter uel specialiter ecclesiastico interdicto supponere, dmmnodo uos uel in ibi morantes pro tempore causam liuiusmodi non dederitis, aut dederint interdicto, non ualeat, abs- que licentia sedis apostolice speciali, faciente plenam et expressam ac deuerbo ad uerbum de indulto liuiusmodi mentionem deuotioni uestre, tenore presentiuin indulgemus. JSTulli ergo omnino hominum liceat, lianc paginam nostre conces- sionis infringere, uel ei ausu temerario contraire; Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli Aposto- lorum eius nouerit se ineursurum. Datum Rome apud Sanctumpetrum, VIII. Id. Januarii, Pontificatus nostri Anno Quartodecimo. dSrigittnl im Kütiigl. Inir. ^UrDuinfialarrijiuc jtt Samberg. CLXXX. 7. Januar 1403. Hanns Motschidler bekennt, daz im Meister Peter 60 Dulden bezalt hat, für Burggraf Johannsen zu Nuremberg, an der Schuld, die dieser im und seinen Brüdern schuldig ist. Gescheen zu Culmnach, dominica proxima post Epiphanie, Anno etc. Tercio. dbriginal im Sönigl. Sair. ^rnniufialnrdjinc fti Samberg. 165 CLXXXI. 9. Januar 1403. Ernst uncl Wilhelm Herzoge in Bayern verkünden, dass nach des alten Theilbrief Sage, welchen die 40 Männer aus der Landschaft gefertigt haben, dem Herzog Stephan die Stadt Ingolstadt mit Zubehör zugefallen sei, Ingolstadt aber soll beiden Theilen so lange zugehören und dem Herzog Stephan nicht zuschwören, bis München mit Freundschaft oder mit Krieg dahin gebracht werde, beiden Fürsten zu schwören und bis Herzog Ludwig seine offene Briefe in das Land heraus sendet, nach Laut des Vertrages, den der Burggraf zu Nürnberg und der Bischof von Regensburg deshalb errichtet haben. Dat. Ingolstadt, am nechsten Eritag nach dem Obristen. Reg. Boica T. XI, pag. 286. CLXXXll. Burggraf Jritbridj VI. ncrltijjt km Carl Ijnljsdjnjiw $rkcr hei Börnberg. 11. Januar 1403. Wir fridrich von gotes gnaden Burggraf zu Nuremberg, bekennen offen- lich mit disem briff, daz wir gelihen haben, vnd leihen auch In kraft ditz brifs vnszerm liben getrewen karl Holtzschuer, Burger zu Nuremberg, Sesz Morgen Ackers auf dem Hirsselfelde gelegen, die der Schewrer von Tan von des ege- nanten karls wegen bawet, vnd auch ertliche Ecker vor dem Newntor bey Sand Johans gelegen, die die frawen von Sand Johans von des egenanten karls wegn auch bawen, die alle von vns vnser Herschaft zulehen gen, vnd die vorgenanten Ecker sol der egenante Holtzschuer vnd sein Erben ewiclich von vns, vnszer Herschaft zu Manlehen haben ongeuerde, doch vns, vnser Herschaft vnd einem iglichm vnschedlichen an vnszern vnd Iren rechten on geuerde. zu vrkunde geben Wir disen brif mit Vnszen anhangenden Insigil, zu Nuremberg, am Do- nerstag nach Sand Ehards (sie !) tag, nach Cristi gepurt virtzehenhundert Jar darnach In dem dritten. Gatterer Iiistor. Holzschuher. Cod. dipl. pag. 102 Nr. 88. 166 CLXXXIII. ifcinrirl] in laiern niill kn Pfleger gi Innknfcii, Jfalb er Smilmfen an Burggraf Jfriekidj ansantmarten miisste, sdjaMan Ijalfen. 17. Januar 1403. Wir Hainreich von gotes genaden pfallentzgraf bey Rein vnd Hertzog in Beyern etc., Bechennen offenlich mit dem brief, für vns, vnser erben vnd nach- komen. ob es sich fuegt oder zu schulden cliäm, das vnser lieber getrewer Arnold frawnb erger, vnser pfleger zu Inkchouen, Dem Hochgeboren fürsten, vnserm lieben Swager Purkgraf Fridreichen zu NUrenberg , dieselben vnser vestt ^nd pfleg Inkchouen nu von vnserr heben frawntag zu Lieclitiness schirst über ein gancz dar von vnsern wegen übergeben vnd antwurten muest, nach seiner brief sag, So haben wir im, seiner Hawsfrawn, erben vnd nachkömen zu rechtem furphand darumb gesetzt, vnd setzen im auch wissentlich in kraft diczz hriefs vnser vestt vnd pfleg wald mit allem zue gehören, Vnd auch vnser lieb getrew Vireichen Ekger vnsern Vitztumb, Wilhalinen frawnhouer vnsern Hofmeister, Erasmen layminger, Albrechten Preysinger Vnd Gorgen Aichperger zu rechten selbgeltern vnd porgen, In söliclier mass: wann sy di egenanten vnser Vestt vnd pfleg Inkchouen über geantwurt habend, als oben an geschriben ist, was sy dann gelts auf der egenanten vnserr pfleg habend, nach vnserr brief lawt vnd sag, di sy von vns darumb habend, Der süllen sy Tawsent guidein haben vnd gewartten auf der egenanten vnserr vestt vnd pfleg Wald, di süllen sy darumb ynn haben, hanndien vnd nyessen an allen abslag mit allem zue- gehören, als lang vnd als vil, bis das sy der obgenanten Tawsent guidein genczlich von vns beczalt vnd ausgericht sind an schaden, Dann vmb das übrig gelt habend sy ir egenanten selbgelter vnd porgen monen zu laisten mir, zu Haws zu Hof oder vnder äugen, wann sy darnach wellend; vnd wann sy von in also gemont werdent, So sol ainer auf den andern nicht waigern, sy süllen in in den nächsten Acht tagen nach irr monung laisten, yeder mit einem erbern knecht vnd mit zwain pfarden gen Landshuet oder gen freysing, in der zwayer Stetaine, in ein erberg Gastliaws, wo sy in hin zaigend, vnd sullen dn. inn hgen vnd laisten in geisels weis, als inn ligens vnd laistens recht ist, vnd aus der laistung nicht körnen, sy sein dann irs gelts vor genczlich von vns ausgericht, als oben an geschriben ist. Wurd in aber di laistung vertzogen von vnserr obgenanten selbgelter vnd porgen ainem oder mer, was sy dann der laystung schaden nämen, wie der genant war, dieselben schaden süllen sy 1(57 haben vnd beköxnen dacz vns, vnsern egenanten selbgeltern vnd porgen, vnser vnd aller irr hab, der mugen sy sich wol darumb vnderwinden mit recht oder an recht, wie sy Verlust, vnd sich selb dauon weren Hawbtgüts vnd aller irr schaden. War auch, das der obgenanten vnserr selbgelter vnd porgen ainer oder mer in der zeit mit tod abgiengen, da got vor sey, So sullen wir in amen oder 111er an des oder der stat setzen, der geprechen ist. Vnd was wir vmb der obgenanten pünd vnd artikel' ainen oder mer mit in zu recht oder zu krieg kämen, geistlich oder werltlich, dieselben recht vnd krieg habend sy an aller stat Huicz vns behabt vnd wir gen in verloren, wo das furkömet. Wer auch den brief mit irem gueten willen hm hat, fürbringt vnd vns damit ermont, der zu vnserm lannd gehört vnd darinn gesessen ist, dem oder denselben sein wir alles des schuldig vnd gepunden, das in selben oben an ist verschoben. Des zu vrchund geben wir in den brief mit vnserm aigin anhangendem insigel^ dartzue mit vnserr obgenanten selbgelter vnd porgen aller aigen anhangenden insigel versigelten. Geschehen als man zalt nach kristi gepürd virtzehenliun- dert Jar darnach in dem Dritten Jar, an Mitwochen vor Sand Agnesen tag. (Original im Küttig!. laitisdjcn ©ridjsardjtar. Vergl. Nr. CXXVI. CLXXXIV J^aknsjioltwigs-Brief IfetgDg Ipinridj's in i'3nirni für üie km pkgcr j\\ Snnbofeii gcsctkn Bürgen. 17. Januar 1403. Wir Hainreich von gotes genaden Pfallenczgraf bey Rein vnd Idertzog in Beyern etc., Bechennen olfenlich mit dem brief, für vns vnd vnser erben, vmb das versetzen, das wir vnser lieb getrew, Vireichen Ekger vnserm Vitztumb, Wilhahnen lfawnhouer vnsern Hofmeister, Brasilien den layminger, Albrechten den Preysinger vnd Görgen den Aichperger aus dem Mos gtan haben, gen vnserm lieben getrewen Arnolden dem frawnberger, vnserm pfleger zu inkchouen, vmb zway Tawsent vnd Hundert guidein, der Sy in beczalen vnd ausrichten muessen, nach söheher brief lawt vnd sag, als sy für vns darumb versigelt habend, Ob es zu schulden cham, das er di Vestt vnd pfleg Inkchouen dem Hochgeboren fürsten, vnserm Lieben Swager Purkgraf Fridreichen czu Nuren- herg, nu von vnserr lieben frawn tag zu Liechtmess schirst über ein gantz Jar 168 über geben vnd antwurten muest: So geloben vnd versprechen wir in, iren Hawsfrawen vnd erben, Das wir sy von derselben porgschaft genediklich vnd an schaden ledigen vnd lösen süllen vnd wellen. Täten wir des nicht, was sy dann der porgschaft schaden nämen, wie der genant war, ir ains Worten Dar- uinb ze gelauben an aid vnd an recht, Dieselben schaden süllen sy haben vnd bekömen datz vns, vnsern genaden vnd trewen dartzü ausz aller vnser liab, vnd allen den vnsern, di mügen sy wol darumb auf halden, angreiffen vnd phennden, als lang bis das wir sy vnchlaghaft machen, daran sullen noch wellen wir in dliein irrung noch hmdernüss tün, noch nyeman von vnsern wegen, vnd wer in Dartzü hilffet, der ist sein gen vns vnd allen den vnsern vnentgolden. Des zu Yrchund geben wir in den brief mit vnserm Aigin An- hangendin Insigel. Geschehen Als man zalt nach kristi gepurd virtzehenhundert Jar vnd in dem Dritten Jar, An Mitwochen vor Sand Agnesen tag. (ßriginnl im JBjnißl. laitiädjm Icidjaai'tjjint. Vergl. Nr. CLVIII. CLXXXV pnljgrnf jHeptjan, Markgraf Milljelm gl Meissen nub Burggraf inekidj |it lümlrg farkrn kn (Brjbisdjaf tian Main| inr liilfe gegen kn liiiiig tian lugarn auf. 22. Januar 1403. Ainica salute praevia, reuerende domine et amice, domine Johannes Ar- chiepiscope. Quemadmodum nos vobiscum ac cum aliis nostris conprincipibus electoribus quondam in hoc convenimus, vt nostrum vnusquisque in iis rebus, quae sacrum imperium Romanum et noui regis electionem concernunt, firmiter et constanter omni potentia, auxilio et consilio vnus alteri adesset, sicuti vestrae et aliorum vestrorum conprincipum electoruin nobis desuper datae litterae*) proprio monstrant: ita, si eamdem ob caussam rex Hungariae, vt intelleximus, nos impedire, turbare ac pravam suam voluntatem in nos conuertere intendat, contra cum vestro auxilio nec carere volumus, nec possumus. hinc vos rogamus, monemus et requirimus per sponsionem nobis factam iuramentoque firmätam, vt ineunetanter nobis contra eundem regem Hungariae auxilium praestetis, nos- que cum omnibus vestris copiis sequi curam habeatis quam primum, vel simul Zelienden zu der Looe*), mit aller seiner Zugeliorung, vnnd auch drey Garten auff den Thirgarten gelegen, daz alles von vns vnnd von vnszer Herschafft zw Lehen geet vnnd ruret; vnnd daz ehgenannt dorff, Zehend vnnd gärtten soll der ehgenannt Idannsz Tucher vnnd seine Erben ewiglich von vnns, vnnszer Herrschafft zw rechtem Mann-Lehen haben, doch vnns, vnnszer Herschafft vnnd einem Jeglichen vnschedlich an vnnszer vnd Iren Rechten one geverd. Zw Vrkund geben wir ditzen offenen Briff, mit vnnszern anhangenden Innsigel versigelt, zw Nürnberg, am samstag nach Vicentii, nach Christs gehurt im vier- zehenhundert vnnd in den dritten Jare. Deduction des Geschlechts der Tucher, S. 110. *) Lolie im Landger. Erlangen. CLXXXVIII. Eeohs Iprkp Boliiirr's, über Bin mit Burggraf intkidj uBrtansditcs idljii. 30. Januar 1403. Ich herdegen phalczner, burger czu Nureinberg, beten offenüchen mit diesem briffe, für mich vnd alle mein Erben vnd naclikomen, vinb solich gnade, die mir der hochgeborn furste, mein gnediger herr, herr Fridrich Burggrafe czu Nureinberg, getan vnd mir, meinen Erben vnd naclikomen gefreyet vnd geeygent hat den plechhammer ob werde gelegen, den weyer, ein garten vnd ein Acker auch daselbst gelegen, daz bissher von Im vnd seiner herschafft czu lehen ist gegangen, hab ich wydervmb auffgeben vnd czu rechtem manlehen empfangen von seinen gnaden den gemawerten sitz czu Heymendorjf*) , ein hawsz, ein halpals wysmat vnd holcz, alles doselbst gelegen, mit allen iren czugehorung, nichts aussgenomen, daz alles bisher mein freyes aygin ist gewest: Also, daz ich, alle mein Erben vnd naclikomen das iczunt alles von dem egenanten vnsserm gnedigen herrn, seiner herschafft, Erben vnd naclikomen czu rechtem manlehen haben vnd enpfahen sullen vnd wollen ewiclichen, als offt es not geschieht on alles geverde. vnd des czu vrkunde gib ich obgenanter herdegen, für mich, alle mein Erben vnd naclikomen, diesen brif mit meinem anhangenden Insigel versigelt, czu Nuremberg, am dinstag nach sant paulstag conuersionis, do man czalt nach Christi gepurt vierczehenliundert vnd darnach in dem dritten Jaren. Bibimirtf (fopif bts ^Slnastnlwrgtr ätrjjiatä. *) Haimendorf im Königlich Bairischen Landgericht Alfdorf. omnibus aut seorsim singulis hoc annuntiaverimus et a vobis id petierimus, iuxtatenorem litterarum vestrarum, quas cum sigillis appensis penes nos liabe- mus, iuxtaque quas, nec aliter vos monere, aut a vobis quidquam petere licet, quod etiam libenter promereri conabimur. vestrum rogamus responsum, vt iuxta illucl nostra disponere possimus. Datum Norimbergae, die lunae post festum sanctae Agnetis, anno domini millesimo quaclringentesimo tertio. Stephanus comes palatinus Rheni et Bavariae clux, Wilhelinus Marchio Misniae et Lanclgravius Thuringiae, et Fridericus Burgravius Norimbergae. Martene & Durand, Collect. T. IV. pag. 121. Gleichlautende Schreiben ergingen an die Erzbischöle von Cöln und Trier. ") Yergl. Nr. LXXIV. CLXXXVI. 23. Januar 1403. König Ruprecht bestellt den hochgebornen Friderichen Burggrauen zu Nurenberg, seinen lieben Swager und Fürsten, und den Erwirdigen Conrat Egloffsteiner, Meister dutsclies ordens, zu Schiedsrichtern zwischen den edeln Ludwig und Friderich Grauen zu Otingen einerseits und des heiligen Richs Sta-t Dinckelspüliel andererseits. Datum Nurenberg, ferialll. post Agnetis virginis, Anno domini Millesimo quaclringentesimo tercio. dDriginal im JEönigl. 33nir. JJrnutnpalnrrjjtuc jti Itnrnberg. CLXXXVII. Inrggraf JFrichrid] fti liinilitrg otrltiljt km Ijniis Ciuljtr, Bürger gl lürnbtrg, üns Inrf i'oljc ctc. 27. Januar 1403. Wir Friederich von Gotes Gnaden Burggrav zw Nurenberg, bekennen öffentlich mit ditzen Briff allen den, die in sehen oder hören leszen, das wir gelihen haben vnd leichen auch in Crafft ditz Briffs dem Ersamen vnnd weiszen Hannszen Tucher, Burger zw Nürnberg, clasz dorff vnd zwey drittayl des CLXXXIX. Ittrggraf intkid] )it lärnkrg ucrglcidjt bu.s Kloster Kangjjrim mit km (irafcn tum diijamr^litirg iikr im Stiftung ks (trafen cDttn onn (Drlamiinba. 30. Januar 1403. Wir fridrich von gotes gnaden Burk graue zu Nurmberg, Bekennen offen- licli mit disem brief vnd tun kunt allermeniclich. vmb sulehe zweidrachtung vnd misseliellung, die biszher gewest sint zwischen den geistlichen herren dem Apt vnd dem Couent dez closters zu Langheim einsteils vnd dem wolgeboren lierren grauen gunthern von Swartzburg vnd herren zu Ranisz dez andern teils, von wegen der Pfarrkirchen zu Rodolfstat in meintzer bistum gelegen, die vor zyten der Edle here graue Otte von Orlamund seliger gedechtnisse demselben closter geeygent vnd gegeben hat, durch gote vnd durch seiner vnd seiner vordem sei heil, als die brief darüber gegeben daz redelich vsweisent, dieselben zweidrachung vnd misseliellung sie vns beiderseit furgetragen vnd vsgelegt haben vnd der by vns, als by einen fruntlichen teidinger, mit guter wilkur bliben sint: Also, nach fleissiger erwarung vnd verhören vnd auch rede vnd Widerrede beider teil, haben wir zwischen in gerett vnd geteidingt vnd darnach diselben teiding mit ir beider wissen vnd willen vor dem Aller durclilwchtigstem forsten vnd herren, hern Ruprecht Römischem kunig, zu allen zyten merer dez riclies, gelwtert, als hernach geschriben stet, zu dem ersten, als grafe Gunther meynt, daz der obgenant Apt vnd Couent dez Closters Langheim sich der gewere der egenanten Pfarr zu Rudolfstat gelegen nicht vntertzogen haben, nach lawt vnd sag der brief darüber geben, als doch der vorgenant Apt meynt, wie er, nach Innehalt derselben brief, dez nicht schuldig wer ze tun, So haben wir zwischen den vorgenanten teiln einen Wechsel geteidingt, daz der obgenant grafe Gunther von Swarczburg einen redlichen weclisel tun sol mit den obgenanten herren von Langheim vmb die lehenschaft der obgenanten Pfarr zu Rudolfstat, der sie sich also in wechselsweis gentzlich ewssern vnd abetreten vnd dem obgenanten grafen Gunther von Swarczburg geben sullen, vnd sieh auch vertzeihen aller der recht, die sie vnd ir voruarn zu derselben Pfarre meynten ze haben, vnd sol in der vorgnant von Swarczburg den vorgnanten herren von Langheim widerumb wechseis weis geben die lehenschaft der Capellen sant Elizabeth doselbst zu Rodolfstat in der stat gelegen, vnd sich doran aller der rechten, 172 die er oder sein erben doran gehabt haben, gentzlich vertzeihen vnd sie dieselben Capellen furbas leihen lassen; doch also, daz der egenänt Apt vnd Couent etwan vnd als oft, als ez zu vall körne, dem die Capellen leihen sullen, für den dann derselbe graf Gunther vnd sein erben biten, vnd nymand anders, vnd sol diser weclisel dem bescheiden Briester Hern Niclas Viczner an seinen rechten, die er zu der Pfarr hat zu Rodolfstat von lehen wegen, die ime die egenante herren von Langheim getan haben, vnschedlich sein an geuerde. auch sol der obgenant Gräfe Gunther von Swarczburg die obgenanten Herren von Langheim mit seinen briefen versichern vnd vergewissen, daz er vnd sein erben je entwenden vnd entweren sullen, ob in do keinerley Zuspruch oder anreichung in künftigen zyten geschehe von der herschaft von Orlamund von dez obgenanten wechseis wegen, vnd wen nu der vorgenant Graf Ott von Orlamund seliger gedechtnüss zu den Zyten, als er di vorgenant kirchen zu Rodolfstat dem obgenanten Closter zu Langheim gäbe vnd eigent, als vorgeschoben stet, vnd als auch darnach die herschaft von Swarczburg demselben Closter dieselben kirchen auch schufen vnd lissen volgen, daz der Apt vnd Couent daselbst solten alle iare vier clinst geben vnd vsrichten, in irem closter zu Langheim zwei vnd zu der ILimelcrone zwei, vnd dauon der obgenanten Herschaft von Orlamund vnd von Swarzburg Begencknuss vier stund in dem iare mit vigilien vnd messen redlich halten vnd begeen, daz sulche andechtig selgeret der obgnanten herschaft icht gekrencket ader gemynnert vnd auch ewiclich von dem obgenanten Apt vnd Couent also gehalten werde, als vorgeschoben stet: so sprechen wir, daz der vorgenant grafe Gunther von Swarzburg dem vorgenanten Closter geben vnd beczalen sol drewhundert gülden Reynischer werung, gueter vnd gerechter am golde vnd am gewichte, uf den Schirst- kumenden heiligen Cristtag natiuitas domini zu latin genant, vnd sol in auch die verbürgen vnd vergewissen zu Nuonberg in der Stat in sulcher masz, daz der vorgnant Apt vnd Couent billichein genügen daran haben, vnd vmb'die vorgenanten gülden sol der Apt vnd Couent kaufen irm closter ewige gült vnd zinss an ligenden guetern mit dez egenanten grafen gmithers willen vnd rate, dauon die obgnanten selgeret volliclicli mugen vollmacht vnd begangen werden, auch sprechen wir, als balde der vorgenant Wechsel geschieht in der masz, als vorgeschoben stet, vnd dem vorgenanten Closter das obgenant gelt von dem vorgenanten grafen Gunther versichert vnd gewisz gemachet wirt, so sullen sie alle ire Briefe, die sie haben vber die obgenante Pfarr zu Rudolfstat, ez sei von Pebsten, von bischofen oder von weine sie die haben, dem obgenanten grafen Gunther vfgeben vnd antworten gentzlich vnd gar vngeuerlicli, vnd beide teil sullen dem vorgenanten Wechsel vnd allen die obgenanten stucken, 173 puiiten vnd artikel volenden vnd gentzlich volfuren liie zwischen vnd dein heiligen Ostertag. zu vrkund gehen wir vorgenanter Fridrich Burkgraue zu Nürnberg disen vnsern offen brief mit vnserin anhangendem Insigel versigelt, zu Nürnberg, am dinstag vor vnser frawentag lichtmess genant, do man zalt nach Cristi geburt viertzehenhundert iar darnach in dem dritten iare. Bibiinirtc (Copic uns bcm ^Inssenhuvgcr Srdjttit. cxc. liinfjäjirigBS liitikiss jmisdjcii km dEr^istjjnf j\\ lininj, km BistJjnf }\\ dBidjstäbt, kti Burggrafen Snjjann xmb jFribbndj |it lürnkrg nnb kn (trafen }\\ dttingen, |um idjiits iljrtr Batik xtnb Bente. 2. Februar 1403. Wir von gots gnaden Johann des heiligen stuls zu Mentze Erczbischoff, Des heiligen romischen riclis in dutschen landen Erczcanceller, Frederich By- schoff zu Eystete, Johans vnde Frederich, gebrudere, Burggrauen zu Nurenberg, Bodewig vnde Frederich, gebrudere, grauen zu Ottingen, Bekennen vnde tun knnt offenliehen mit diesem brieue allen den, die yn sehen oder hören lesen, daz wir uff diesin hutigen tag, als datum diesis brieues heldet, vnser aller lande, lute vnde vntertanen, geistlichin vnde wernthehin, zu Eren, nutze, frommen vnde gemach, vnde durch des besten willen, vmbe daz die destabaz in fridden vnde in schirme furbaz me bliben vnde besten mögen, vns frunt- lichin mit einander vereyniget vnde verbunden haben, vereynigen vnde verbinden vns gemwurtlichm mit crafft diesis brieues funff gantzejare, die nach datum diesis brieues folgende sin, in aller masze als hernachgeschreben stet. Zum ersten sollen vnde wollen wir vnser einer den andern eren vnde fordern, vnde mit guten truwen meynen vnde einander beraten vnd beholffen sin mit worten vnde mit wercken getruwelichen ane alle geuerde. So sal auch vnser einer widder den andern, oder widder die andern nit sin oder tliun, oder auch des andern oder der andern fiende in vnsern Sloszen vnde gebieten wiszentlich nit husen, halten, yn zulegen, oder sin vnwegestez werben in dheine wise, sunder argelist vnde geuerde. Vnde werez, daz ymand, wer der were, vnser dheinen vnser lande, vnser lute oder die vnsern mit vnrechter gewalt vber- zieheri, angriffen, besitzen, verbuwen, beschedigen oder vervnrechten wolte, 174 So sal vnser iclicher der obgeschriben herren, oder vnser Amptlude, als balde wir oder sie des von den andern ermanet oder inne werden, zn stund ane allen vertzog mit macht zuziehen vnde den vnde den gewalt helllen weren vnde entschudden (sie!), vnde dazu thun glicher wise, als abe ez vnser iclichin selber anginge, getruwelich ane alle geuerde. Mochte aber solich schade zu frischer datt nit entschuddet vnde daz vnrecht abgetan werden, vnde darum.be ein gliches gescheen, So sollen wir, die andern herren, deine, der sohehen schaden vnd vnrecht getan hait vnde tüt, darumbe schriben vnde mogelich recht für yn bieden, vnd sin auch darzu mechtig sin; vnde mochte dann deine, dem vnder vns solich schade vnd vnrecht gescheen were oder noch geschee, keine karunge oder wandel gescheen, solich vnrecht abegetan werden, oder daz yme kein mogelich recht widderfaren mochte, also daz die saclie zu kriege komen müsten, So Sölten wir herren obgenant vnser ichcliir zwene sine frunde an eyne gelegeliche stad bynnen vierezehen tagen, als wir des von dem clage- hafftigen teile ermanet wurden, schicken: mit namen, geschee vns, Erzbischoff Johann obgenantem, solich schade, gewalt vnde vnrecht, oder wer vns gescheen, So solten wir Herren obgenant die egenanten vnser frunde gein Bischoffesheim schicken, vnde geschee vns, Frederich Bischoff zu Eystete, Johann vnde Frederich Burggrauen zu Nurenberg vnde lodewig vnde Frederich grauen zu Ottingen solich schade, gewalt vnde vnrecht, oder were vns gescheen, So solten wir Herren obgenant die egenanten vnser frunde gein Offenheim schicken; die selben solten dann nach aller gelegenheit ratslagen vnd auch gentzlich über komen einer zal lute, vnde in welicher masze man denselben krieg anheben, füren vnde bestellen solte, vnde wie dieselben vnser frunde des ubercjwemen nach gelegenheit der sache, daz solten wir obgenante herren thun vnde follenziehen sunder alle argelist vnde geuerde. vnde geschee ez, daz wir in solichen kriegen fromen nemen an Sloszen oder an gefangen, so solten soliche gewonnen Slosze vnde gefangen des alleyne sin vnd bliben, der vnder vns des kriegis ein heubtman were, Wurden wir aber sementlichen eins gemeynen zoges zurade, oder daz wir zu felde zogen, da iclicher uff sin selbs koste were, Nemen wir dann fromen an Sloszen, die solten wir glich teilen, aber gefangen solten wir teilen nach marzal reisiger gewapenter lüde, die dann vnser iclicher in deine fehle hette ane geuerde. Werez auch, daz wir Slosze gewonnen, die vnser eins eigen weren, oder von vnser eyme zülehen gingen, die solten dem bliben, des eigen oder lehen sie gewest weren; Gewonnen wir aber Slosze, die vnser einer versatzt hette, deine solten die bliben, der die versatzt hette, vnd solte auch der oder die, den sie angewonnen weren, nit widder darzu laszen komen, ez were dann vnser aller wille, Ez were dann, 175 daz der herre vnder vns, der das Slosz versatzt hette, sieh gein deine, dein er daz versatzt hette, anders verbunden vnde verschriben hette, wie sich dann der herre vnder vns in derselben versatzunge vnd pantschafft verschriben hette, da by solte ez bliben vnd also gehalten werden vnde den andern lierren sement- hchin oder besunder nicht darumbe verbunden oder schuldig sin zu thun ane alle geuerde. Gewonnen wir auch Slosze, die vnser eins offen gewest weren, deine Sölten die bliben, der sie gewonnen hette, doch also, daz deine andern herren sin recht von der offenunge wegen daran behalten sin solte ane geuerde; Gewonnen wir aber Slosze die vnser lceins eigen lehen, versatzt oder offen weren, die solten wir gemeyn inhalten, oder die brechen, wie wir des dann zu rade wurden. Werez auch, daz zusehen vns, den vorgenanten herren nü furbaz mee nach datum diesz brieues dheinerley zweyunge, oder myssehellungen uffer- stunden, daz got nit wolle, die sal man riechten als hernachgeschriben stet: Also, were die anspräche vnser eins obgenanter herren widder den andern oder die andern, So solte icliche parthie, die clagehafftige vnd auch die angesprochen wirdet, zwene ire frunde bynnen vierzelien tagen, als eine parthie des von der andern ermanet wirdet, gein Bischoffesheim schicken, abe anders die clage vnser, Erczbischoff Johans, were, oder gein Offenheim, obe die clage vnser, Bischoff Frederichs, oder Burgraue Johans vnd Burgraue Frederichs, oder graue lodewiges vnde graue Frederichs egenant were, die viere sollent der clageliafftigen parthie anspräche vnd der angesprochen parthie antwurte verhören vnd vns darumbe miteinander fruntlichin riechten mit beider parthien wiszen vnd willen, abe sie mochten; Mochten sie aber des nicht gethun, So solten sie vns darumbe entscheiden mit deine rechten uff ire eide, ee sie von daline qwemen, abe sie mochten, vnd wie sie dann daz recht zusehen vns vzsprechen vnd vns daz vnder iren ingesigeln verschriben geben, da by solte ez bliben, vnde solte daz auch von beiden parthien gehalten vnd follenzogen werden ane alle geuerde. Mochten sie aber des rechten vnder yn nicht ein- dreclitig werden, So solten sie eins obermans uberkommen, konclen sie sich aber des obermans nicht vereynigen, So solten wir herren, die soliclie saclie von beiden syten antreffen, innewendig deine nesten Mande darnach eins obermans überkommen, Der solte dann mit der egenant beider herren frunden gein Bisclioffesheim, oder gein Offenheim, als vor vnderscheiden ist, ryden, vnd da die sache fruntlicli mit vnser beider wiszen vnde willen, oder mit dem rechten uff ire eide vzriechten innewendig deine nesten Mande, vnd wie dann die funffe, oder der mererteil vnder yn, vns herren, die dieselben sache antreffen, mit dem rechten entscheiden vnd vns daz vnder iren ingesigeln verschriben geben, daby solte ez bliben vnd von beiden parthien gehalten vnd follenzogen werden ane 176 geuerde. Wir herren obgenant sollen auch die vnsern, die wir also zu den Sachen geben oder bescheiden worden, darzu halten, daz sie sich des anneinen vnd auch der raihtunge ende geben in der masze, als vurgeschriben stet. Gewonnen aber vnser herren obgenant Manne, Burgmanne oder dienere furbaz dheine zusproche an vnser dheinen, oder sie selber gein einander, So solte die clagehafftige parthie einen obermann kiesen vnde nemen vz des herren raide, der oder des Manne, Burgmanne oder diener angesprochen wirt, Denselben obermann solte dann der angesprochen herre in vierzehen tagen nach deme, als er des ermanet wirdet, gein Bischoffesheün, abe anders die clage uff vnser, Erczbischoff Johans, syten wcre, schicken, oder gein Offenhehn, abe die clage uff vnser, Bischoff Frederichs, oder Burgraue Johans vnd Burgraue Frederichs, oder graue lodewiges vnd graue Frederichs syten were, vnd solten beide parthie, die daz anginge, ire icliche zwene raitmanne darzu schicken, vnde die funffe sollen yeder parthie anspräche vnde antwurte verhören, vnd die mit der mynne, oder mit deme rechten vzriechten, vnd darin thun vnde ende geben in aller der masze, als da oben von vns herren gescliriben stet ane alle geuerde. vnd sal auch vnser iclicher die sinen darzu halden, daz sie by solicher raihtunge vnde vzsprache hüben vnd die halten; weliche aber der vnsern soliche raihtunge nicht halten vnd sich darwidder setzen wolten, So sal vnser einer deme andern beholffen sin, wehcher des andern darzu bedorffte, dieselben, die des nicht halten wolten, darzu zuhalten, daz ez follenzogen wurde vnd da by bliebe, als daz vzgesprochen were. Auch werez, daz die ihenen, die also von vns herren zu obermanne erkoren wurden, verlobt betten recht zusprechen, oder ez nit thun wolten, vz der lande füren, oder von nottsache wegen daby nit gesin mochten, oder von todes wegen abe gingen, ee daz recht vzgesprochen wurde, So solte vnd mochte yder herre vnder vns, weine des nott were, einen andern obermann vz des andern herren raide, an des abegangen stad, als dicke des nott geschieht, widder nemen vnde heischen, den sal auch derselbe herre vnder vns darzu halten, daz er sich der Sachen anneme, vnd auch mit den egenanten raitlnden ende gebe vnde thu in aller der masze, als vurgeschriben stet. Gewonnen auch vnser vorgenanten herren, Burgere, oder armelute aneinander iclit zusprechen, von waz sachen daz were, So solte ir einer deme andern nach folgen in daz geriechte, da der geseszen ist, deine zugesprochen were, vnd sal auch da deme cleger vnuerzogenlichin rechtis geholffen werden, da midde yn auch beidersyt gnugen sal ane alle geuerde. In dieser vurgeschriben eynunge vnde buntnisse nemen wir herren obgenant sementlich vz vnsern heiligen vatter den Babist, die heiligen kirehen, vnsern herren den romischen konig, daz heilige romische rieh, vnd auch sunderlich alle die, mit den wir oder vnser iclicliir 23 Bd. VI. 177 besunder vor data diesz brieues kuntliehen verbunden sin. So nemen wir herren obgenant vz vnser ielicher sin lierlichkeit, geistlich vnde werntlich friheid vnde herkommen, vnde alle vurgeschriben stucke, punte vnde artikele sal vnser einer deme andern zu deme besten keren, vnd sie alle vndir ichchin besunder stede veste vnde vnuerbrochenlichen halten, als wir daz zusamen in guten truwen globt han, vnd globen in guten truwen geinwurthch in crafft diesz brieues ane alle geuerde vnde argelist. Des zu vrkunde liait vnser ielicher sin eigen ingesigel an diesin brieff thun hencken. Datum Bischoffesheim, ipsa die Purificationis beate Marie virginis, Anno domhii Millesimo Quadringentesimo tertio. dDriginn! im Höuiglttjj Baivisrijtu Isidjsardjitit. Die Burggrüfl. Siegel sind abgefallen. cxci. Der ißisdjof 11011 (IBidjkiik nnh W dornftii tum (Dttiiigrn sdjlidjten .#trritii|kitrn Duihriicn linrjjgra! jFrirbridj mib kn irrrrn nnii iiüikrk, mcgrii kr IjBrrsdjnft l'ankrk. 9. Februar 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Byschoffe zu Eysteten, Wir Ludwig vnd Fridrich gebrüder Grauffen zu Otynngen, Bekennen vnd tun kunt offenlich mit clisem briefe allen den, die In Sehen oder hören lesen, vmb sulche Spenn, zwayunge vnd Stosse, Als der hochgeborn fürst, vnser lieber Oheim Fridrich Burggrauffe zu nüremberge, vff eyner seyten, vnd die wolgebornen vnser liebe Ohemenn Fridrich herre zü haydeckg vnd Johanns seyn Sun vif der andern seyten, miteinander bis vff disen hewtigentage datum diez briefs gehebt haben, Mit namen von landeck*) des gerichts wegen, Das sy derselben Spenn vnd Stosse bayderseyten hinder vns Grauf ludwigen vnd Grauff fridrichen egenant ze mynne vnd ze rechten gegangen vnd bey vns beliben sin. Des haben wir, die obgenanten drey, die egenanten vnser liebe Ohemen bayderseiten mit der gutlichkeit entschaiden vnd vberein gebraucht von landeck wegen egenant: Also, was vogteyen, Eliafften, gericht vnd eigenlüt darezu gehören oder gehört haben, als desz tags, da es der hochgeborn l'urste, vnser lieber oheim selig, fridrich Burggrauff zu nuremherg, des egenanten vnsers oheims vater, voji 178 Sweyggern von Gundelfingen erloszt hatc **), das man darumb sol faren in ein erber kuntschaffte, da ze erfar'en, wie es vnser Oheim selig Burggrauf fridrich yczgenante fanden habe, da sol vnser Oheim Burggrauff fridrich egenant bey beliben; weres aber Sachen, das sich an der kuntschaffte erfände, wie vnsers Oheims Fridrichs lierre zu havdekg altvordern vnd auch er das herbraucht e/ O hetten in derselben vorgenanten zeit, E es in vnsers Oheims Burgrauf fridrichs seligen liande komen were, dabey ycz vnser ohemen von haydeck auch beliben sullen. Es ist auch berette worden, das die egenant vnser Ohemen bayderseyten wol fircziehen mügen bricfe vnd was In zii der kuntschaffte nücz vnd gilt ist. vnd sullen auch bayderseyten deheiner dem andern sin kuntlüt nilxt wenden, noch darumb destder feynder niht sin denselben kuntlüten, die daruinb sagen. Es ist auch berette, das wir, die obgenanten drey, fridrich Byschoffe zu Eysteten vnd luclwig vnd fridrich Grauen zu Otingen, den egenanten vnsern Ohemen einen gemaynen man geben sullen, die kuntschaffte zuuerhoren, dasselbe wir also getan vnd Inen Aulbrechten Erlacher zu einem gemaynen man geben haben, vnd denselben die egenanten vnser Ohemen darumb bayderseyten ernstlichen vnd eingefarlich bitten sullen, sich der Sachen anzenemen, vnd sullen darezu seezen, vnser Oheim Burgrauf fridrich egenant drey, vnd vnser ohemen von haydeck drey, die kuntschaffte trewlich zuuerhoren vnd zuuerschriben, doch das die kuntschafft also scy, das yederman zu siner kuntschaffte bitten mage ze sagen, wen er wil, vnd dieselben, die dann also beten werden, oder mit denselben dahin komen, von bayden parteyen, die sullent ir Sachen freuntüch furtragen vnd miteinander nihts ze schaffen haben, dann freuntlichs vnd gutlichs. Es sullen auch die Siben, die dy kuntschaffte verhören sullen, furselien, das, die dy kuntschaffte sagen werden, zu den heyligen sweren, als dann kuntschaffte recht ist, vnd auch sulch leut.sien, das man billich ein kuntschaffte von In verhören sulle, vnd auch von bayden herren weder leibe noch gut haben, vnd auch sy die Sache selbe nih t angange, vnd weres dann, so die kuntschaffte verhöret wurde, das die als lüter an ir selbe würde, das die Siben, die also dy kuntschaffte verhören süllen, sich darüsse verrichten mochten, vnd baydtail daran benügte, das were wol vnd gut; Mochten sie sich aber darusz niht verrichten, So sullen Sye dy kuntschaffte wider an vns, Grauff ludwigen vnd Grauf fridrichen egenant bringen, als A lf einen gemaynen man, oder an vnser einen, ob der ander dabey niht gesin mochte, vnd sol aber yetweder teyl darezü seezen drey; was dann der mererteil an einem rechten darumb vszspricht, nachdem vnd die kuntschaffte verhöret wirt, dabey sol es beliben, ob man das mit der mynne niht abgetragen mochte, vnd in demselben furtragen, ob die kuntschaffte also für vns Siben getragen würde, da sol vnd mage aber yetweder teil furziehen briefe, vnd was In zu der kuntschaffte nücz vnd güt ist. Auch so haben wir berette vnd getedinget von solicher Stosse wegen, als die wolgebornen vnser liebe Ohemen fridrich herre zu lraydeck vnd Johanns sein Sün zu Ylrichen Eggmanshofer gehebt haben, vnd Ylrich Eckgmansliofer widerumb zu In bis vff disen heutigen tage, das das alles abgetragen vnd bayderseit gut freund sin sullen, vnd von ir bayder clage wegen, so sy bayderseyt zu einander gehebt haben, da haben wir ir bayder rede darumb verhöret, vnd die Clage vnser Ohemen von haydeck egenant ist also zu dem Eckmanshofer, das er geschafft, liate mit sinen büren vnd die angerüfft, das sy vnsern Ohemen von haydeck vff das ir gelaffen sient, vnd hatte sie hayssen sich weren, do warde einer erslagen, hiesz vi in kunigk, vnd zwen vast wunde bis vff den tode. Darczü körne der von haydeck geritten, vnd wolte die sinen gerette haben, da vande er nymann dann einen knechte, der das gemacht hette, vnd begert darumb gerichts an Vlrichen Eckmanshofer zü dem knechte, des wolte Im der Eckmanshofer niht lielffen, vnd do fürt In der von haydeck hayme als lange, bis man den von Im getedinget. Daruff antwurtet Virich Eckmanshofer egenant also von des Totslags wegen, vnd spricht, der Totslage, der beschehen sey an einem des von haydeck zü Talmassingen, das er zu den selben zeiten, als der Totslage beschehe, vff der vestin landeck were, vnd darnach erst, als der Totslage beschehen were, vsz der vestin darczü kome, vnd das des von haydeck büren freuen lieh an die sehis herren brechten mit worten vnd mit wercken, vnd do er kome, do weren die buren von einander komen vnd getreten in das weinhuse, do machte er eynen fride zwischen des von haydeck buren vnd seins herren, vnd den fride namen des von haydeck büren vff bis an iren herren, vnd do ward gesprochen: Wer, ob sie den fride niht halten wolten, So solte man Im vnd den seins herren den fride absagen, das sie sich darnach wiszten ze richten; do wurde er ze stünden gewarnet vor dem von haydeck, wie das er kome mit zway hundert mannen odermere, das auch von stunden beschach, das er kome mit zway hundert mannen oder mere, vnd rante sinem herren freuenlich vnuerschulter ding vff das sin, vnd do wurde Im der fride als stumpf abgesagt, were er in dem wcynliuse gewesen, er mochte dauon niht komen sin, wann der von haydeck selber mit sinem eygen plosen Swert von stunden in das weynhuse lüffe vnd In darinnen Süchte vnd maynte, In sines lebens ze berauben, do funde der von haydeck einen seins herren armen man in dem weynhuse, vnd fienge den vnd fürte den mit Im gen haydeckg, vnd wolte in berechtet haben, der doch dehein schulde an dem Totslage hette, vnd do körne der Stauffer vnd machte einen tage zwischen Ine bayderseiten, do wurde erfunden, das der Arm dehein schulde an den sachen hette, do liesse der von 180 haydeck denselben Armen ledig vnd losz. darnach stürbe des von haydeck armer man, vnd do machte der Stauffer einen andern tage gen Steyn; vif demselben tage begerte der von haydeck einer gemaynen beszrung vsz dem gerichte zü landeck von seins armen manns wegen, vnd do Im die beszrung also niht gen mochte, do fielet der Egmanshofer also in des von haydecke vngnaden. vnd do ryte der egkmanshofer zu seins herren holfmaister vnd leget im das für; do schribe der holfmaister dem von haydeck, das er In sicherte; das mochte Im nye gen, vnd was also lang in sinen vngnaden, bis das der holfmaister zu Im kume vnd nemhch mit Im rette, das er In da sichert, do rette auch der holfmaister mit Im, das er ein beszrung vffneme von des Armen wegen, der den Totslag getan hette; das tete der von haydeck vnd name ein beszrung vif mit des erslagen freunde willen vnd wort, vnd gäbe auch sein selbs willen dorczu, auch name er selber etlich der guldin, die da gefielen vf der beszrung, vnd vif sulch beszrung laszt sich der Arm genczlich vnd besorgt sich vor nymand, wann er maynet, er habe in gebessert nach des erslagen freund willen vnd auch des von haydeck, das alles wolle derselbe Eckmans- hofer wol kuntlichen machen mit leuten, die clabey gewesen sind. Item darnach so clagt aber vnser Oheim friclrich herre zu haydeck zu Ylriclien Eckmanshofer also : Es haben sein arm leut ein beszrung gehabt zu Awe, dabey sien gewesen zwen Edell knecht die Awer vnd auch des Ec km anshofers knecht, vnd die Edelnn knechte ertrügen sich mit des Eckmanshofers knechten, darczu die armen lütcloch nihts teten, vnd waren damit vnbekuinert; vndvber das so habe der Egkmanshofer dem von haydeck fünf arm gefangen, die doch nihts damit ze schaffen hetten, vnd do sie hayme wolten gegangen sin, do fienge sie der Eckmanshofer vnd legt sie zu Landeck in den Turn, vnd wolte sie weder vif mynne, noch vff recht ledig lassen, als lange bis sie Burgrauf friclrich liiesz ledig lassen. Item daruff antwurtet aber der Eckmanshofer also: als Im der von haydeck egenant zuspreche, das er Im die sinen gefangen habe, des bekenne er vnd tete das darumb, das sie Im einen sinen knechte, den Chunczen geslagen hetten, vnd bey den Ermein namen vnd zugen In von dem Tancze vsz einem stadel, vnd slugen In vnuerschulter Sache, vnd das geschehe vff seins herren gut vnd in sinem gerichte; vnd da sie den seins herren geslagen hetten, do kome ein ander seins herren vnd sprach, wos sie den zyhen, das sie den also morden wolten; do luffen sie an denselben vnd in sein hawsz, vnd wolten In auch geslagen haben, vnd do er In niht werden mochte, do rafften sie vmb lewr vnd wolten In gebraut haben, vnd das sey die sache, darumb er sie gefangen habe, vnd als der von haydeck spreche, es sey beschehen vff dem sinen, des sey niht vff dem sinen beschehen, cIqs wolle er avoI kuntlichen machen. Item vmb sulcli Artikel vnd stuk, als vnser Ohemen von haydeck egenant zu Ylrichen Eckmansliofer geckigt haben, als die obgeschriben stend, vnd Virich Eckmansliofer egenant widerumb daruff geantwurtet hate, als die auch in disem briete begriffen ist, vnd Virich Eckmansliofer daruff nein lieh geantwurtet hate, das er das alles mit biderben lewten grüntlichen machen wolle, das silier antwurt also sey, Des haben wir sie bayderseiten entschaiden das sie dieselben clagen vnd Widerrede auch tragen süllen für die egenanten Siben, die dann dy kuntschaffte auch verhören sullen: vnd dieselben Siben sullen dann die Clage vnd Widerrede vnd das gruntlich machen daruff verhören, vnd die sullent dann das auch an i ns Grauff ludwigen md Grauf fridrichen Grauffen zu Otingen bringen vnd an die Sechs, die dann zn vns geseezt sind, vnd darusse wir sie dann mit der gütlichkeit auch entschaiden sullen. Sunder so ist berette worden: wer, ob yetweder herre icht Sprüche zu dein andern hotte, die er vff dem tage zu haydenhen nit fürtragen hette, der sol vnd mage dieselben Sprüche vor der kuntschaffte vff demselben tage wo 1 fürtragen, doch in semlicher massen, das er dem andern herren die in solicher zeit verkünde, das er die vff denselben tage auch verantwurten müge vnd sich mit der kuntschaffte darnach gerichten, als das ander. Es ist auch berette worden von der zwayer gefangen wegen, Mit namen des Megen vnd des bawrs, der des probsts von Rebdorffe ist, den sol man tage vnd vsgeben Iiis vff den nehsten Suntag nach Sant Georien tage selürst künftig, Also das ir yetweder ein zeitlich Summ gelts verbürgen sol, die dann sinem gut geinesse ist, vnd mit solichen bürgen, die dann dafür wol gutgnug sind vngefarhch, sich wider ze stellen vff den egenanten Suntag nach Sant Georien tage in die Bande, darusse sie man yczund nemen wirdet, ob sie bey leibe vnd leben sind vngefarlich, oder aber die Summ gelts verfallen sin, die sy dann verbürget band, vnd weres dann sache, das der mererteyl, die vber die kmitschaffte sprechen werdent, nach derselben kuntschaffte sage dem obgenantem vnserm Oheim Burgrauf fridrichen den Megen zusprechent mit der eigenschaffte, So nuiee er sich seins Armenmanns wol vnderwinden in der massen, als vor- gescliriben stat, vnd mit dem tun, was In gelüst; weres aber sache, das er vnsern Ohemen von Haydeck zü gesprochen wurde von den egenanten Siben, die dann vber die kuntschaffte sprechen werdent, oder dem nierer teyl, das sie In billichen haben solten, So sol der vorgenant vnser Obern Burgrauff Fridrich oder seyn Amptlüt den vorgenanten vnszern Ohemen von haydeck denselben Megen von der burgschaffte, die Im von desselben Megen wegen besclieheii were, ledig vnd lose schaffen, vnd mögen vnser Ohemen von haydeck denselben fürbasse haben, als ander ir eigenlüt. Auch von des andern gebawrs 182 wegen, der des probsts von Rebdorff ist vnd bey dem Mögen gefangen leyt, der sol auch vssgeben werden in aller obgeschriben massen, doch also: Er- furent die, dy zu der kuntschaffte zuuerhören geben sind, das er iclit verschuldet hette, nach dem vnd Im vnser Oheim Burgrauf fridrich vnd die sinen zusprechent, das sol man aber tragen für die egenanten Siben, die vber dy kuntschafft sprechen werdend; vnd was dann der nierer teil darumb sprechent, dabey sol es beliben. Auch, als vnser liebe Ohemen Fridrich Burgrauffe zu nuremberg vnd Fridrich herre zu haydeck miteinander einer Sicherheit vber- einkomen waren zwischen vnserm Oheim Johannsen herre zu haydeck vnd Ylrichen Eckmanshofer, Also, das der egenant vnser lieber Oheim Fridrich herre zu haydeck vnserm lieben Oheim Burgrauff Fridrichen die Sicherheit verkünden soIt, ob sein Sün Johanns herre zu haydeck die also halten wolte oder niht, vnd vnser Oheim fridrich herre zu haydeck egenant spricht, Er habe vnserm Oheim Burgrauff Fridrichen egenant das enbotten bey einem sineni Rate, Wigelays Scheuchen, vnd derselbe spricht, daz er vnserm Oheim Burgrauffe fridrichen egenant das niht verkündet, noch ze wissen getan habe: vnd darumb so sprechen wir, das der egenant vnser Oheim fridrich herre zu haydeck dem vorgenanten vnserm Oheim Burgrauff Fridrichen Burggrauffe zu Nuremberg zwen dinst in dein nehsten Jare nach dato dicz briefs, ob er sein bedarff, tun sol, yecz dinsts mit sechsen mit spicssen an Acht tage vnd niht lenger, vnd in den vier weiden, vff vnsers Oheim Burgrauff Fridrichs kost vnd vff vnsers Oheims von haydeck schaden, doch so sol der egenant vnser Oheim Burgrauffe fridrich den egenanten vnsern Oheim von haydeck niht ma- nen vff deheinen sinen gebornen freund, noch vff deheineh sinen gelopten" herren, des diener vnd man er were, noch sunst vff nyman, dem er iclit schuldig von verbuntnusse wegen were vor datum dicz briefs, noch vff dej|einen sinen gelopten diener on alle geuerde. Auch sullen alle obgeschriben stucke vnd artickel ende vnd vsztrage nemen in aller der massen, als ob geschriben stat, hie zwischen vnd des nehsten Suntags nach Sant Georien tage scliirst künftig von bayden parteyen on alle geuerde. vnd das alle obgeschriben Sachen, Artickeln war vnd stet beliben, So haben wir, die obgenanten Fridrich Byschoffe zu Eysteten vnd ludwig vnd fridrich Grauffen zü Otynngen vnszre eygne Insigel, zu einer bessern vnd waren gezuicknusse aller obgeschriben Sachen, offenlich gelienckt an disen briefe. . Wir Fridrich voii gots gnaden Burggrauffe zu nuremberg vnd wir fridrich vnd Johans herren zu haydeck Bekennen, alle obgeschriben Sachen vnd artickeln war vnd stet ze halten bey guten trewen, 011 alle geuerde, als die in disem briefe begriffen sind, vnd des zu warem vnd offen vrkund hate vnser yclicher sein eygen Insigel offenlich viicl wissentlich geliencltt an disen briefe, der geben ist des nelisten iVi tags nach sant dorotheen tage der heiligen Junckfrawen, do man zalt von Cristus geburt vierzehenliundert Jare vnd darnach in dem dritten Jare. (Original im jKimigl. Jkiriädjtn $knuinjialarrijiuc ;n Jtiirntierg. Anh. das Wildeinanns-Siegel Burggraf Friedrich s. ") Landeck im Landger. Greding. **) S. T. IV. Nr. CXCIX. exen. Innig litprcdjt mill in dtrciisndjcn psdjcn Burggraf JFrirbridj m lärnliErg miit ötr EridjnstaM Intjjrnbnrg rnfndjrikn. , 24. Februar 1403. Es ist zu wissen, claz der Allerdurchluehtigister furste vnd herre, herr Ruprecht Romischer kunig, zu allen ziiten merer des Riclis, zusehen dem hoch- geborn fursten, hern friderichen Burggrauen zu Nürenberg, vnd derer von Rotenburg frunde, die off hüte hie zu Nürenberg geinwurtig gewest sin, von solicher spenne vnd zweyunge wegen, als sich zusehen dem obgenanten hern friderichen Burggrauen zu Nürenberg vnd den sinen vnd den von Rotenburg vnd den Iren yetwedersiit gein einander verkniffen haben bisz off disen hütigen tag datum disz brieffs, berett vnd betedinget hat in der masz, als hernach geschriben stat. zu wissen, daz der obgenant herr friderich Burggraue zu Nürenberg alle ansprach, die er vnd cli sinen zu den obgenanten von Rotenburg vnd den yren haben, von Mantag nehst kumpt über acht tage, mit namen off den Mantag nach dem Sontag als man singet in der heiligen ltöchen Inuocauit nehst kumpt, gein windeslieim vnder sime Ingesigel versigelt, schicken sal; des glichen sollent auch die von Rotenburg alle ansprach, die sie vnd die Iren an den obgenanten hern friderich Burgraff zü Nürenberg vnd die sinen haben, off den obgenanten Mentag auch gein windeslieim schicken vnder Ire Stad Ingesigel versigelt, vnd sollent bede, hern friderichs Burgrauen zu Nürenberg vnd der von Rotenburg anspräche, die sie also von beidensiten geineinander ubergeben vnd genomen, gein windeslieim geschickt werden off den obgenanten Mantag, vnd darnach von dem selben Mantag über acht tage, mit namen off dem Mantag nach dem Sontag als man singet in der heiligen kirchen Reminiscere zu latin nehst kumpt, sollent beide obgenant parthien, mit namen herr friderich Burgraff zü Nürenberg für sich vnd die sinen, vnd die von Rotenburg für sich vnd die Iren, einen 184 gütlichen tag vor vnserm Herren dem leunige obgenant daselbs zu Windesheim leisten zu rechter dage ziit, vnd vnser herre der kunig sal auch alsdann ver- süchen, ob er die obgenanten beide parthien von der obgenanten Irer zuspräche wegen von beiden siiten gütlich mit einander vereinen möge; vnd were es, daz er sie vmb dieselben ire zuspräche alle oder Ire einteil nit gütlichen mit einander vereinen möchte, so sal er vmb die zuspruche, darumb er sie dann mit der gutlichkeit nit vereinen möchte, die obgenanten beide parthien eines frunt- lichen glichen rechten vereinen, vnd daroff sollent beide obgenanten parthien vnd die Iren dazuschen gein einander sicher sin vnd verliben ane geuerde. Es ist auch berett, daz alle gefangen dazüschen ziel sollen han, es sin eigen lüte oder ander, olf sölich Burgschafft, als sie vor getan haben. Were es auch, daz noch etliche gefangen weren, den man nit tage liette geben, den sal man auch die obgenant ziit tage vnd ziel geben off ein bescheiden gliche Burgschafft ane geuerde. Dieser beredunge zü Orkunde haben wir kunig Ruprecht obgenant vnser Ingesigel off diesen brieff heiszen drucken. Datum IN Urenberg, In die beati Mathie Apostoli, Anno domini Millesnno quadringentesimo tercio. (JDrigiital im Känigl. Sair. qknuinpnlnrcjjiuc jtr Samberg. CXCIII. 1. März 1403. Hans von Idespurg, Ritter, bekennt, daz Gr off Fridrich Burckgraue zu Nuremberg im die zwei thewsent Grddin bezalt hat, darumb er von im daz Slosz Bropberg gekauft hat. Gebin am Donerstag vor Invocauit, Anno CCCC 3. (Original im Konigl. Snir. proninjialartjjiuc |n Samberg. cxcw 1. März 1403. Hans Wühste, Bürger zu Nürnberg, bekennt, das Conradus, Kastner zu der Newenstat an der Eysch, im, für seinen herrn, Johannsen Buregrafen zu Nürnberg, zweyhundert zweilffe guidein bezalt hat. Geben, unter Cunzen Semlers Insigel, am donerstag nach Mathie, Anno domini MCCCCIII. (Original im Känigl. Snir. prnuinjinlarrijinr ja Samberg. cxcv. (0Bridjt5Üriüf iikx itts Burggrafen Inljnnn lüdjt an ein Irittljril ks Dorfes Birk. 5. März 1403. Ich Burckhardt von Seckendorf?, des hochgebornen forsten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen czu Nüremberg, marschalke, Bekenne offenlich mit diesem brieff allen den, die In sehen oder hören lesen, das Ich auff hewt czu gerichte sasz, an stat vnd vollem ganezen gewalt des yeezgenanten meins gne- digen herren. do trat für mit forsprechen derselbe forste, mein gnediger herre, vnd lawtmert, wie er czu dem ersten gerichte vnd vor dem rechten geclagt liett czü einem dritteil des dorffes czu pircke, *) mit aller seiner czugehorunge, nichtes awszgenomen, das von Im vnd seiner herschafft czu lehen gehabt hett herman Pülenrewter, das er alles in fremder hant fonden hett, vnd were czü pesserm rechten sein vnd seiner herschaft, dann anders yemands, vnd hett sich des in ein erberge kuntschafft geezogen. vnd als auf demselben tage vnd gerichte forgetreten ist mit forsprechen hanns czirckendorffer, das zuuer- antwortten, vnd lawtmert, Er hett sich czu denselben czeiten auf das recht nicht gewegen von der gute wegen czü verantworten, vnd pat doselbst vmb gnade, den Egenanten meinen herren zu bitten, das er Im einen andern tage beschiede, wenn er sich auf das recht nicht gewegen hett, desselben über retten vnd erbaten In die Erbern Ritter vnd knechte, die an dem rechten gesessen sein gewest. Also haben sie mit irr beider willikür einen andern tag über vierezehen tage dornocli aufgenomen, vnd verwillekurten sich beider seit vor dem rechten, auf denselben tage vnd recht czu bringen kuntschafft, oder waz auf beideseiten Ir yeglichem genüczen mocht ongeuerde, czu gewynne vnd czuuerlust, vnd das recht czu leiden, als das awszweisen wörde. vnd dornocli über vierezehen tage Ist aber forgetreten der vorgenant mein gnediger herre vnd clagte czu den guten vnd lehen, als vor stet geschriben, Als Im von gerichtes wegen das leezte recht bescheiden were worden, do ist hannsen czirckendorffer nicht lcomen, noch yemands von seinen wegen, der In versprochen oder Ehaft not iur In beweist hett, Als recht gewest were. dornocli lawtmert mit forsprechen der Egenant forste vnd herre : Er hett sein kuntscliaft bestellet vnd bracht, ob man die icht pillich verhören solt vnd dornocli gescheen, was recht were. dasselbe ist Im erteilt worden, Also das einPrister sagen solt aufsein pristerlichAmpt, Burger oder Pawr solten gelerte eyde sweren czu den heiligen vnd auf dieselben eyde 18G sagen die warheidt, was In kunt vnd gewissen dorümb were, vnd dasselbe solten sie weder durch lieb, noch dürch leit, durch gäbe noch durch gunst, durch vorchte noch durch veyent schalt lassen on aller slacht geuerde. Also haben gesagt die hernachgeschribcn, her Conrad pfarrer czu Pirck auf sein pristerlich Ampte, Heinrich loher von wernsrewt, lianns Smidt, fricze weyse, waither lewppolt vnd heinrich lewppolt von Nidern Olssnicz, Ileincze Reicholff, heincze Bernnolt, Pachhanns, Otte beschorn, Concze Pawer vnd fricze lot von Swarczach vnd Concze von Pircke, der des pülenrewters hintersesz gewesen ist, auf ir eyde eynmütichchen, als Ir yeglicher In gericht zu den heiligen mit aufgereckten fingern einen gelerten eyde gesworn hett: Also, das die alle gleich über ein gesaget haben, das In anders nichts gewyssen, noch künt were, dann das herman pulenrewter auf den guten czu pircke gesessen vnd gewesen were, vnd dieselben guter vnd lewthe in nucze, in gewere vnd in versprechnüsse; ge- welticlichen ynnen gehabt habe, vnd anders niemandt, mit allen nüczen, gulten, czinszen, rentten, weysäten, fronen, diensten vnd vasznachthünern, die er Jer- lichen von seinen armen lewtlien eingenomen hett, Als ein ander Edelman von seinen lewthen von recht, vnd hett auch gancze macht, dieselben gut zu be- seczen vnd czu entseczen, czü nüczen vnd czu niessen gehabt noch seinem Pesten vnd seinem willen, bis auf dieselben czeit, vnd weren auch die armen- lewth an dheinen andern von Im oder yemands anders geweist worden, czu wartten, czu dienen, noch czu geloben mit dhein Sachen indheinweisz onge- uerde. Do die kuntschaft also verhört wardt, lawtmert mit furspreclien der vorgenant forste vnd herre : Sein gnediger herre der Romische künig hett Im seinen Brieff gesant vnd geschriben, wie das er den vorgenanten hannsen czirckendorffer in seiner botschaft gesant hett, also, das er auf denselben ver- wilkürtten tage noch recht nicht komen moeht, das er Im dorümb dester vngunstiger nicht sein solt, vnd wolt dorümb das recht durch seinen willen besten lassen, vnd schyeben vnd Im einen andern tage desselben rechten bescheiden wolt lassen; derselbe brief In gericht gelesen vnd verhört wardt. Solichs Schreibens der offtgenant fürste vnd herre den Romischen kunig ge- weren vnd nicht versagen wolt, vnd bat fragen, wenn nü dem czirckendorffer desselben ein andrer tage bescheiden wurde, ob auf demselben tage das recht wol billich vnd. czu recht furgang gewynnen vnd haben solt, vnd gescheen, was recht were, in aller masse vnd rechten, als auf hewt, vnd auch, daz Im dasselbe an allen seinen rechten dheinen schaden bringen solt. dasselbe alles wardt Im erteilt. Also ist dem vorgenanten czirckendorffer aber tag bescheiden worden zum rechten noch demselben über fünff wochen, das Im auch mit des gerichtes brief verkündet ist worden, als recht ist. vnd auf denselben tage, 187 noch czu dem rechten, als Im bescheiden ist worden, der offtgenant hanns ezirckendorffer aber nicht körne, noch niemandt von seinen wegen: Do bat aber fragen mit fursprechen der offtgenant forste vnd herre, ob er wol pillich vnd von rechtes wegen das dritteil des dorffes pircke mit aller seiner czugeho- rünge, als vor stet geschriben, erfüllet vnd erstanden hett noch recht. Dasselbe alles ist im von gericlit mit rechte vnd vrteile erteilt worden vnd czugesprochen, Doch also, das demselben hannsen ezirckendorffer aber ein andrer tage von gericlit über vierezehentage dornocli lur des Egenanten meins gnedigen herren Hofgericht bescheiden solt werden, als recht ist. were dann, das er auf denselben tage vnd gerichte helffrede brechte vnd fürlegt, die Im genüczen mochten, Der solt vnd mocht er wol gemessen; were aber, das er nicht kome vnd awszen bliebe zu demselben tage vnd gerichte, So were das dritteil des Egenanten dorffes mit aller seiner czugehorunge, niehtes awszgenomen, des offtgenanten meins gnedigen herren vnd seiner erben erclagte, erlangte vnd erfollete gute, 011 Widerrede vnd einsprechen des obgenanten czirckendorffers vnd aller seiner Erben ongeuerde. derselbe tage, gericlit vnd auch vrteile wardt Im von gericlit mit des gerichtes brieffs bescheiden vnd verkündet czu haws vnd czu hoff, als recht ist. derselben gerichts brieff vnd verkundigunge Ich alle in gericlit verhört habe vnd vor mir In gericlit gelesen seindt worden, vnd der vorgeschriben tage vnd rechte aller herr Heinrich von Wirsperg, Ritter, Ein Richter gewesen vnd an dem rechten gesessen ist, Vnd als auf diesen hewtigen tage vnd für gericlit hanns ezirckendorffer aber nicht kome, noch nieinant von seinen wegen, der In verspreche oder Ehafft not für In beweiset, als recht were, vnd dorumb so ist mit vrteil von gericlit dem offtgenanten fursten meinem gnedigen herren, herrn Johannsen Burggrauen czu Nureinberg, an den vorgeschriben guten vnd lehen allen mit allen iren czugehorungen, niclites awszgenomen, nücze vnd gewere geben vnd erteilt vnd mit rechte czugesprochen worden, Also, das er die erclagt vnd eruollet hat noch recht, das dheiii lawgen mer do für gehört, vnd sol Er vnd sehr nochkomeii furbas ewiclichen vngehindert, Sünder gerwet siezen vnd bleiben vor dem vorgenanten ezirckendorffer vnd allen seinen Erben vnd noclikomen 011 alles geuerde. So seindt dits die vrteilcr gewesen: Her Jorge kraeze von Sampach, Wilhelm von Meiental vogt czu Reyrstorff, Concze Gocz- man, frieze vnd Jorge die tewrlcin vnd hanns von holienheim. Gescheen czu der Newenstat an der Eysclic mit vrteil, am nehsten Montage nach dem Suntag Inuocauit in der vasten, Noch Cristi vnsers herren gepurt vierezehenhundert Jare vnd dornoch In dem dritten Jare, vnter meinem anhangendem Insigcl. Original im -Königl. inir. ^trnuinfialarrjjiue ;u Samberg. ') Birk im Landger. Neunburg vorm Wald. 188 CXCVI. Uns <#takgmrj)t j\\ lürakrg Imtrhnkt Einen lauf Ikrgpflidjcr l'cljnsfiidic. 5. März 1403. Ich Fridrich von Lauffenholcz, Schultheiz, vnd wir, die Scheppfen der Stat czu Nüremberg, yeriehen offenlichen mit disern brief, das für vns körne in gerichte Hans Ryeter der elter, vnd erczewgt, als recht waz, mit den ersamen mannen, Herrn Hansen Weybier vnd Herrn Seiczen Erber. die sagten auf ir eyde, daz sie des geladen zewgen wem, daz Im Virich zürn von hölistet het recht vnd redlichen ze kauffen geben sein wisen, der ein tagwerk vnd die prunnwise genant were, vnd darezu auch seinen zehende von den Sechezehen tagwerk wismats im prül, zwischen Meylach vnd weytendorlf gelegen, das alles ze lehen gienge von dem hochgeporn forsten vnd herren, lierren Johansen Burggrauen czu Nüremberg, Im, dem egenanten Hansen Ryeter vnd seinen erben ze haben vnd ze nieszen mit allen rechten vnd nüczen, die darezu gehörten, wie daz alles genant wer, besucht vnd vnbesucht, fürbaz ewigkliclien, vnd gelobt, sie des ze weren für lehen, als recht wer. vnd für die werscliaft het gesprochen Fricz Habelczheymer der elter vnd Seicz Jacob, vnd hett Im auch die lehenschaft daran aufgesaut bey Peter Haller, der Im die in trewshant tragen solte, aislang biz sie Im verlihen würden genczlichen 011 geuerde. vnd des ze vrkunde ist Im dirr brief mit vrteil von gerichte geben, versigelt mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem Insigel. Geben am Montag nach saut Adriani tag, nach Crists gepurt vierezehenhundert vnd in dem dritten Jar. (©tiginal im Sättigt Buir. |kotuttjuiliudjMK jti litnibtrg. CXCVII. Bönig Htipraijf ucrlciljt km Inrggrakn Sntjann pt liirnkrg Einige km IridjE nerfnllenE üilkiinnt 13. März 1403. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, czu allen zyten merer des Bichs, Bekennen vnd dun kunt olfmbar mit dissem brieffc, daz vns der hochgeborn Johanns Burggraue zu Nüremberg, vnser lieber Swager vnd forste, forbracht hat, wie daz die Wiltpenne uff den weiden, die da gehörent zu Walden- rode, vnd vff den weiden, die Conrad von Wildenstein, Thomas vom Reiczen- stein vnd fricze von Gutenberg habent, die alle von dem heiligen Riehe zu lehen rorent, vns vnd dem Riehe ledig wurden vnd verfallen sin vmb des willen, daz dieselben lehen die obgenanten Conrad von Wildenstein, Thomas vom Reiczen- stein vnd fricze von Gutenberg von vns, als eime Römischen kunige, nit ent- phangen habent, vnd der obgenant vnser Swager Burggraue hans hat vns fliszlichen gebeten, daz wir yme dieselben lehen zu uerlihen gnediclich ge- ruchten. Des haben wir angesehen des obgenanten vnsers Swagers vnd forsten redeliche bete vnd auch soliche dinste vnd trüwe, als er vns vnd dem Riehe offt getan hat vnd auch furbasz in kunfftigen zyten tun sol vnd mag, vnd haben yme darvmb geliehen, vnd lihen yme auch in crafft diis brieffs vnd Romischer kuniglicher mechte vollenkommenheid, die obgenanten lehen mit allen iren rechten, niiezen vnd czugehorungen, wasz wir yme von rechte daran lihen sollen vnd mögen, vnschedeRch doch vns, dem heiligen Riehe vnd eime ighehen an sinen rechten. Vnd der obgenant vnser Swager Burggraue Hans hat vns auch, als eime Romischen kunige, darüber huldunge getan mit glubclen vnd eiden, als getreulich vnd billich ist eime Romischen kunige vnd dem Riehe dauon zu tuue. Orkund diis brieffs, versiegelt mit vnserm künighehenMaiestad Ingesiegel, Geben czu Windsheim, uff den dinstag nach dem Suntage als man singet in der heiligen kirclien Reminiscere, In dem Jare als man czalte nach Cristi geburte virezehenhundert vnd drii Jare, vnsers Richs in dem dritten Jare. Ad mandatum domini Regis, Johannes Wmheim. ©riginal im Itöitigi. 33atr. ff^rnuiniinlnrdjiuc jit Bnnibtrg. CXCVII1. Innig Iitpndjt imlfiljt km Burggrafen Jnljann |ii lörnkrg ks nerfalknt t flridjsletjn lirsdjlitrg. 13. März 1403. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, zu allen czyten merer des Richs, Bekennen vnd dun kunt offenbare mit diesem (»riefe, daz vns der Hochgeporne Johanns Burggraue zu Nuremberg, vnser lieber Swager vnd forste, furbracht hat, daz hirszperg, liuser vnd Marckte vnd alles daz darezu gehöret, weide, dorffer, höfe, als daz alles Cunrad von Zeclewicze Inne hat vnd von vns 190 vnd dem heiligen Riehe zu lelien ruret, vns vnd dem Riehe ledig worden vnd verfallen sy, vmb des willen, daz dieselben lehen der obgenant Cunrad von Zedewicze von vns, als eime Romischen kunige, nit enphangen hat. vnd der obgenant vnser Swager Burgraue Hanns hat vns fliszeclichen gebeten, das wir ym dieselben lehen zu verlilien gnedechche geruchten. Des haben wir angesehen des obgenanten vnsers Swagers vnd forsten redeliche betde vnd auch soliche dienste vnd truwe, als er vns vnd dem Riehe ofte getan hat vnd auch forbaz in kunfftigen cziten dun sal vnd mag, vnd haben ym darvmb geluhen, vnd Lilien ym auch in crafft diesz briefs vnd Romischer kuniglicher mechte vollenkomenheid, die obgenanten lehen, mit allen yren Rechten, nuezen vnd zugehorungen, waz wir ym von Rechte daran lilien sollen vnd mögen, vn- schedelich doch vns, dem heiligen Riehe vnd eime ighehen an sinen Rechten. Vnd der obgenant vnser Swager Burgraue Hanns hat vns auch, als eime Romischen kunige, darüber liuldunge getan mit glubden vnd eyden, als gewonliche vnd billiche ist, eime Römischen kunige vnd dem Riehe davon zu tun. Orkund diesz briefs, versigelt mit vnser kunglicher Maiestad Ingesiegel, Geben zu Wynszheim, off den dinstag nach dem Sontage als man singet in der heiligen kirchenReminiscere, In dem Jare als man zalte nach christi gehurte vierezehen- hundert vnd drue Jare vnsers Richs in dem dritten Jare. (ßrigitml im liintgl. lait. ^touinjialardjiut jii Snmbttg. CXCIX. Innig lugrcdjt tierhijjt km Burggrafen Injjann )ii litrnkrg ke imMenra Ilridjsldp Itttljans ttnir leib. 13. März 1403. Wir Rüprecht von gots gnaden Romischer kunig, zu allen zyten merer des Richs, Bekennen vnd dun kunt offenbar mit diesem brieff, das vns der hochgeborne Johanns Burggraue zu Nuremberg, vnser lieber Swager vnd forste, forbracht hat, wie daz das Nuwehusz, daz Erhard forster besieze, mit allem dem das darzü gehöre, vnd die forste, die derselbe Erhard Innhabe vnd den wiltpann off denselben forsten Jensit vnd hiediesyt der Roszlin, vnd darzu Sewe den marckte, mit allen dorffern, hofen, vischwassern vnd andern zuge- horüngen, das alles von dem heiligen Riehe zu lehen rüre, vns vnd dem Riehe ledig worden vnd verfallen sy,Vmb des willen, das dieselben lehen der vorgenant 191 Erhard forster von vns, als eime Römischen kunige, nit enphangen hat, vnd hat vns fliszlich gebeten, das wir Im dieselben leben zuuerlyhen gnediclich geruchten. Dez haben wir angesehen dez obgenanten vnsers Swagers vnd forsten redelich bete vnd auch soliche dinste vnd trüwe, als er vns vnd dem Riehe offt getan hat vnd auch forbaz in kunfftigen zyten tün sol vnd mag, vnd haben Im darum.be gelühen, vnd lyhen yme auch in crafft disz brieffs vnd Romischer kunigheher mechte die egenanten leben, mit allen yren rechten, nuezen vnd zugehorüngen, waz wir Im von recht daran lyhen sollen vnd mögen, vnschedelich doch vns dem heiligen Rieh vnd eime Iglichen an sinen rechten. Ynd hat der obgenant vnser Swager vnd forste vns, als einem Römischen kunige, darüber huldünge getan mit glubden vnd eyden, als gewonlich vnd billich ist, eyme Romischen kunige vnd dem Riehe dauon zu tün. Orkunde disz briefs, versiegelt mit vnserm kuniglicliem Maiestad Ingesiegel, Geben zu Wynszheim, offc den nechsten dinstag nach dem Suntag als man singet in der heiligen kirchen Reminiscere, In dem Jare als man zalte nach Cristi geburte vierezehenhundert vnd darnach in dem dritten Jare, vnsers Richs in dem dritten Jare. (Drigiitnl im liitiigl. Stoir. lironinjinlnrdjint ;u Starnberg. CC. 17. März 1403. Hans von Gutemberg bekennt, daz in Burggraf Fridricli zu Nuremberg enthoben hat um 37 11. für ein gekauftes Pferd, als er im schuldig gewesen an dein Zug gen Lamparten. Geben zu Onolspach, am Samstag vor Oculi MCCCCIII. (Original im Mänigl. Stair. pmnin|ialnrtijiut jtt Bamberg. Ebendaselbst eine Soldquittung Desselben über 21 Gulden, welche ihm Friedrich Sesselmann, Pfarrer zu Cadolzburg, am 2. December 1402 bezahlt hat; desgleichen eine General-Quittung über allen rückständigen Sold aus dem Lombardenzuge, d. d. Nürnberg, 6. Januar 1405. CGI. 2. April 1403. Wilhelm Steiner zu Günzenhausen quittirt dem Burggrafen Fridrich zu Nuremberg über fünfhundert Remisch gülden, die er im an der schuld von Tawsent gülden bezalt hat. Geben Montag nach Judica, Anno domini Quadringentesimo tercio. (frriginnl im Juinigl. Stairisrljni üßrotiinjiulnrdiior fti Starnberg. 192 CCII. Burgpf JriEkiilj Eignet km lEtksdjnrkn ilkilirr nntt Miilile jit inilirsiunl]. 20. April 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggrave zu Nüremberg, Bekennen dienlich mit diesem brief, für vns, vnser Erben vnd nachkommen, allen den, die yn sehen oder hören lesen, das für vns käme der Erwirge herr Chunrat von Eglofstein, Meister des Deutschen Ordens in Deutschen vnd Welischen landen, vnd vns mit llcisze bäte, das wir Im vnd seinen orden den weyer zu Barspach gelegen vnd die Mül daran hegende eigen wolten, die derselbe Meister vnd orden von heinrich hawszlod dem Eltern gekaufft haben vnd die von vns vnd vnser herschafft, als von iren rechten leiten herren, zu leiten geen. Also haben wir des obgenanten Meisters fleiszige bete angesehen, vnd haben Im vnd seinen orden die egenanten Weier vnd Mule geeygent, vnd eygen auch in crafft diesz briefs, doch mit sulcher beschedenheit: wann das were, das wir, vnser Erben, oder ymand von vnszern wegen, dem wir des guitnen wolten, denselben Weier vnd Mulen für hundert vnd dreysig gülden vnd für souil geltes, als sie dann daran verbawet hetten, doch das sie vber virzig gülden daran nicht verbawen laszen wolten, das sie vns, vnsern Erben, oder wem wir des gunten, zu losen geben sullen on widersprechen, vnd wenne wir, vnser Erben oder ymand von vnssern wegen den vorgenanten Weier vnd Millen zu Barspach wider losen wollen, nach vorgeschribner masse, So sullen wir, vnser Erben, oder wem wir des günen wollen, das eime Comthur, der zu den zeiten zu Virnsperg sein wirdet, virczehentag vor Sand Michaheistag oder virczehentag darnach vfsagen, vnd derselbe Comthur sol dann den Weier fischen vor Sand Walpurgentag liehst künftige darnach, als die aufsagung gescheen ist, vnd mag auch vnd sol dieselben fisch leeren vnd wenden in seinen vnd des hawsz nuez zu Yirnsperg 011 hindernisz; Aldieweil aber wir, vnser erben, oder niemand, dem wir des gunen wolten, nicht losen nach obgeschribner mass, So sullen vnd mügen die vorgenanten, der Meister vnd sein orden den obgeschriben Weier vnd Mülen Inhalten, nuczen vnd nyssen, als ander ir eigen guter, zu vrkunde geben wir diesen vnsern offen brief, mit vnsernt anhangenden Insigil vefsigelt, zu Wassertruhendingen, am freitag nach dem heiligen Ostertag, nach Cristi gepurt virczehenliundert darnach in dem dritten Jare. üibmürtc (iDnpic im % B. $rouin{ialartj)iut |u Bamberg. 25 Bd. vi. 193 CCIII. 25. April 1403. Ich Albrecht von Hessburg, Tumherr czu Wirczburg, vnd ich triez von Hessburg, gebrüder, bekennen an disem offenn brief. als der Edelgeborn fürst vnd lierre, friderich Burckgraue czu Nürnberg, vnser gnädiger herre, vnserin lieben bruder sälig Otten von Hessburg hundert guldin duckaten schuldig ge- wezen ist, daz der obgenant vnser gnädiger herre dieselben hundert güldin an vnsers egenanten brüders schuld, mit namen hern wirichen von Trüchtlingen, Ritter, dem Jungern herzig guldin, Erkingern von Sawnsheim zum Stetfansberg fünfzig guldin, vnd Conczen von kirchberg zehen guldin, bezalt vnd gegeben hat. darvmb sagen wir albrecht vnd friez von hessburg, gebrüder obgenanten, denselben vnsern gnädigen herren der vorgeschriben hundert guldin duckaten, für vns vnd alle vnser Erben quit ledig vnd loz. mit vrkund dez briefs, mit vnser beider obgenanten gebrüdern zu ond cliser geschrift ufgedruckten Insigeln besiglt, der Geben ist zu wirczburg, an Sant Marcus tag, als man von Crists gebürd fierzehenhundert Jare zeit vnd darnach im dritten Jare. dMginal im Xiinigl. lait. |5rotiinfialardjiuc jn ^Samberg. CCIV Conrad von Hartheim, Ritter, und Barbara seine eheliche Wirthin, bekennen, daz inen Burggraf Johanns zu Nuremberg gegeben hat 500 Gulden für die Schüczen. Datum in crastino Walpurgis, MCCCCIH. (Original im liinigl. jßair. ^fnninjialnrdjiuE jtt lambctg. Vergl. Nr. CCCCXIX. u. CCCCXXVII. CCY lEinrid] , 3§tr)tig ji Ikiern-Iiiitbljtit, EntJtnbtt seinen Ijofineister an seinen Jnijmagtr Inrggraf inEkidj. 15. Mai 1403. Hochgebomer fürst, lieber S wager. Als ir vns aller nächst geschriben habt ymb vnsern vieztumb vnd hofmaister, daz wir eweh dy schikclien sohlen, vnd als ir sew mit ewern brifen yeczo selben geuodert habt, Also schikclien wir eweh vnsern hofmaister vnd bitten ewre frewntschaft mit ganezem fleizz vnd ernst, was eweh der zu disem mal von vnsern wegen sag, das ir im das gänczlich gelauben vnd darinne tün wellet, als wir ewer lieb wol getrawn; Sünder begern wir an ewcli, das ir ewern lleis mit ernst darzu ehern vnd wennden wellet, damit di saclihen zwischen vnser vettern zu einem guten end Chüme, daran beweiset ir vns solicli frewntschaft, di wir alezeit gern vmb ewer lieb verdienen wellen, wir bieten eweh vnsern vieztum auch gern ge- schikcht, so bedurffen wir sein yeczo merkchlicli bey vns vnd mügen sein zu disem mal nicht geraten. Geben zu Landshut, an Erichtag nach Panngraci, Anno etc. CCCG° Tercio. Heinrich von gots genäden Herczog zu Beyern etc. Dem Hocligeborn forsten, liern fridriclien Purkgrafen zu Nürenberg. vnserm lieben Swager. (ßriginnl im lünigl. ^tcusHisdjtn #rt). ^auaardjiut. CCVI. 17. Mai 1403. Johanns Herr zu Haydegg quittirt herrn Erenfrid über 500 II., die er im für Burggraf Fridrich zu Nuremberg bezalt hat, und bekennt, daz er die übrige Schuld*) nicht vordem will hie zwischen und sant Walpurgtag. Geben zu Ileydeg, am Donerstag vor dem Suntag Yocem Jucunditatis, Anno etc. Tercio. dDrigiitnl im Sünigl. Inir. ^rnniK{tnlardjiuE jtt Imttteg. •) Die ebendaselbst befindliche General - Quittung Desselben ist vom 16. Januar 1405. •25" 195 CCVII. Hie dtailf Miindjen mill ijjren Munst mit ktt ipi^agtn (Ernst nnti MI je I üi in Inirrn tmrdj linrggrnf Jntkid) j\\ liirnkrg austrügen lassen. 25. Mai 1403. Wir, die Bürgermeister, Rat vnd Burger gemeinlieli Reich vnd arm zu München, Bekennen vnd verielien offenheh an disein brief allen den, die in ansehen oder hören lesen, vmb sulicli czwitracht, krieg vnd vngenad, die die Hochgebornen fursten, herzog Ernst vnd herzog Wilhelm Pfalczgrauen beyRein vnd Herzogen in Beyern, vnser gnedige herren, mit vns gehabt vnd vns auch darvmb entsagt habent, daz wir des auf ein gantze berichtung czu dem Hochgebornen fursten, Hern Fridric/i Burg grauen zu Nu?' einhery, vnserm gnedigen herren, gegangen vnd bey im beliben sein auf ein gancz ende, vnd sol auch auf seinen auszspruch ein ganeze berichtung vnd süne sein getrewlich vnd on alle geuerde. vnd er sol vns auch versorgen nach vnser brief Weisung, treibet, Recht vnd gute gewonheit, nach vnser noturft, vnd das sol geseheen mit wissen oder mit einer gutlicher myniie; Mochte er des abir nicht wege finden, was er dann für ein Recht auf den Eyd spricht, dabey sol ez beleiben, vnd wenn wir denselben bestetbrief *vnd versorgnisz nach seinem auszspruch auf den Eyd oder mit der mynne, als obgeschriben stet, haben, So sullen vnd wollen wir vnuerzogenhehen den obgenanten vnsern gnedigen herren, herzog Ernst vnd herzog Wilhelm vnd iren Erben, darauf sweren vnd huldigen, als vnsern rechten Erbherren, vnd daz wir daz alles getrewlichen vnd 011 alle geuerde stet vnd vnuerruckt halten sullen vnd wollen, haben wir dem vorgenanten vnserm gnedigen herren dem Burggrauen bey vnsern eren, Eyden vnd trewen versprochen vnd verheiszen. mit vrkunde vnd kraft diez briefs, den wir im darvmb geben, mit vnser Stat gemeyiicm anhangendem insigil versigelt, zu München, an dem freitag nach vnsers herren Auffart tag, Anno dommi Millesimo Quadringentesimo Tercio. Original im lönigl. lairiärijrn äifiriisnrrijiuf. CCVIII. Burggraf Jtiekidj mill iiit Irring e (Ernst ititit liilluim in Inirrtt mit kr <$fnbt Miindjcn urrtrugcn. 26. Mai 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Bekennen vnd veriehen offenlieh mit disem brief allen den, die yn sehen oder hören lesen, das wir den hocligebornen forsten, hern Ernst vnd hern Wilhelm Plialczgrauen bey Rein vnd herzogen in Beyern, vnsern lieben Swegern, versprochen haben vnd versprechen auch in kraft disz briefs, für die von München, vmb ein gancze Richtigung auf vnsern Auszspruch, den wir zwis- schen yn auf bede seiten thun sullen, nach auszWeisung irer Antlasz brief, die sie vns auf bede Seiten geben haben, vnd wann wir dann also ausz- gesprochen haben vnd den von München ir versorgnisz gangen ist, So sullen dieselben von München den obgenanten vnsern Swegern, als iren rechten Erbherren, huldigen vnd sweren, vnd wann sie dann also gehuldiget vnd gesworen haben, So sullen wir von dem spruch ledig vnd losz sein. Zu vr- kunde haben wir vnser insigil auf disen offen brief heiszen drucken, der geben ist zu München, am Sampcztag nach vnsers herren Auffart tag, Anno domini Millesiino Quadringentesimo Tercio. dDtigtaal im Siiitigl. 33niriadjeu HeidianrrjjiuE, ani'Papier mit hinten aufgedrücktem Burggräflichem Siegel. CCIX. Burggraf JFrirtrridj ueöjiridjt km itnng Bnkiig in Baiern, kss kr l ]ei ')ngE (Ernst nnti HilljElm km Mtxm IfEinririj nirijt roikr ihn kistEljEii snÜEn. 30. Mai 1403. Wir Büderich von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen offen lieh mit dem brieff, daz wir besprochen haben, vnd versprechen auch mit krafft dicz brieffes, dem hochgeboren forsten vnserm üben Bruder, her- czog ludwigen pfaltzgraffe bey Rein vnd herczogen in Beyern etc.: Ob im vnser über Swager, herczog Heinrich auch pfalczgraue bey Rein vnd herczog in Beyern etc., nicht eines freuntlichen rechten sein, an steten, do sie ez dann h illi ehen halten vnd neinen sullen, noch gnuck thun wolt, vmb sülch Sprüche, als er vmb sein Erbe tzu Im hat, vnd daz sie darumbe tzu krieg vnd in vn- willen mit einander körnen, daz dann die hochgeboren forsten, vnser liben Sweger Herczog Ernste vnd Herczoge Wilhelm, dem obgenanten vnserm liben Swager, herczog heinrich, wider den obgenanten vnsern liben Bruder Herczog ludweigen, si selbs, ir lant, nach nymant von iren wegen keynerley hülffc wider recht von der sache wegen nicht thun süllen, sondern in, noch die seinen daran nicht irren, noch hindern in dheinweis vnd 011 allez geuerde. Zu vrekunde geben wir disen briff, mit vnserm anhangendem insigel versigelt, czu freisingen, am Mittwochen nach dem heiligen aufferttage, Nach cristi ge- burtt Yirczehenhundert vnd dornach in dem dritten Jare. ■ÜÜöimna im Miinigl. Iniradjm Seittjsntrljiut. ccx. diiliräsprndj Burggraf JFritbridj's j\\ liirnkrg Itiiisdp kn Iningcii (Ernst mih Üilljrlm in Baimi nnti kr J?tnk Mündjcn. 31. Mai 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Bekennen olfe nlich mit clisem brief. Wann die Hochgebornen forsten, her Ernst atk.I her Wilhelm Pfaltzgrauen bey Rem vnd herzogen In Beyern etc., vnser lieben Sweger, auf ein Seiten, vnd die Ersamen vnd weisen die Burgermeister, der rat vnd die ganeze Gemeyn der Stat zu München auf die andern Seiten, vnd er yn grosze stosz, zweyung, krieg vnd vngnaden gehabet haben, die yn auf bede Seiten zu groszem schaden komen seind, vnd nü die obgenanten vnser Sweger a r nd die von München bederseit aller ir stosze, zweyung, krieg vnd vngnaden, die zwisschen yn gewesen seind vnd an einander gehabet haben bisz auf disen heutigen tag datum diez briefes, genczlichen an vns gegangen vnd beliben seind, Also, wie wir sie darvinb nach worten, briefen, freilieiten, gewonheiten vnd furlegung a r on bede Seiten entscheiden, riechten, seezen vnd besorgen auff den Eyd, das wir des ganeze macht von yn haben sollen, a T nd das sollen sie einander also a r este a 'iid stete halten, thun vnd folforen, als sie vns des ir 198 Anlasz briet von beden Seiten darvinb mit iren Anhangenden Insigeln ver- sigilt geben haben. Ynd hervmb, wann vns alzeit ir zweyung, krieg vnd vngnade getrewlichen leit gewesen seind vnd noch seind, als billichen ist: Darvmb so haben wir angesehen solicli grosze vordurpliehe Scheden, die yn dauon komen mochten, vnd haben vns sulicher sache vnd zweyung angenomen vnd vnderwunden zu riechten in der masz, als vor vnd hernach geschriben stet, vnd haben mit vnsern guten freunden vnd mit vnsern retheil darvber gesessen vnd beder partey wort, brief, freiheit, gewonheit vnd furlegung verhöret. Wann wir nü alle ir Spruch vnd zweyung beder partey mit der mynne gutlichen, nach der Anlasz brief auszWeisung, gerner entriebt hetten, dann auff den Eyd, daran wir vns tleissichchen versucht haben, vnd des wir doch nicht folge fluiden von beden teylen, So haben wir auszgesprochen, vnd sprechen nach vnserm besten versten vnd wissen zu disen zeiten nicht bessers auf vnsern Eyd, als hernach geschriben stet. Zum ersten vnd vor allen dingen sprechen wir, das bede obgenante vnser heben Sweger, vnd wer auf irem teil zu yn gewant ist, der egenanten von München, ir aller gemeinclichen vnd ir iglichs besunder Gnedigen herren, vnd aller ir helfer vnd wer auf irem teil zu yn gewant, oder in den Sachen oder kriegen verdacht seind mit worten oder mitwercken, heymlich oder olfenlich, gnedige herren vnd gute freunde sein sullen. Ynd des geleichen sullen die von München aller der, die in dem krieg vnd in den Sachen auf vnser Sweger teil verdacht seind oder gewant seind, auch gut freunde sein getrewlich 011 alle geuerde, Was sich von des ytzunele kriegs wegen verlauffen haben. Auch sprechen wir, das alle gefangen auf beden teilen ledig sullen sein vnd ledig gelassen werden auf ein siecht vrfehe, on alles wegern vnd verczilien, vnd was Schätzung, gedinges, Atzung, oder welcherley Schätzung noch vorhanden ist, ez sey verdingt, verbriefet oder verbürget, oder nicht, das sol alles genczlich bederseit absein, vnd was Slosze von beden teilen in dem krieg gewunnen weren worden, dieselben bederseit sullen lediclichen wider vbergeben werden den, der sie vor gewesen seind. Auch sprechen wir nemlich, ob die egenanten von München gemeinlich, oder ir einer oder mere besunder, in vorgangner zeit biszher vnd auch yn den vorgenanten kriegen vnd zweyungen ichts getan oder gehandelt lictten, wenig oder vil, mit worten oder mit wercken, heymlich oder olfenlich, daz wider die egenanten vnser Sweger gewesen were, darvmb sullen dieselben vnser Sweger vnd ir Erben vnd nachkomen der egenanten von München, ir aller gemeinclichen vnd ir iglichs besunder, gnedige herren sein vnd das furbasz ewiclich nymmermer gein yn rechen, noch eifern, noch in vngnade aufheben, mit Worten oder mit wercken, heymlich oder olfenlich, vnd sie sullen weder an irem 19!) leib noch an irem gut des dhein engeltnisz haben, noch gewartende sein, weder vonyn, noch von nyemand anders von iren wegen, in dheinen Sachen, noch in dheiner weise 011 geuerde. Wurde abir an yn allen, oder ir einem oder mer das vberfaren oder vbergriffen von vnsern Swegern vorgenanten, oder iren Erben, oder ymand anders von iren wegen, wie sich das fuget, das sich mit wissentlicher warhait kuntlich erfunde, So mugen sie sich des wol setzen vnd widersten vnd sich des zu einander verbinden vnd genczlich bey einander beleiben, dest besten des sie mugen, Vnd mochte auch vmb solich vberfaren wol anruffen, wen sie wolten oder wer yn dazu geuil, der sie dazu schirmet, vnd vor wer, als lange vnd verre, bisz sie an vnsern obgenanten Swegern oder an iren Erben gnedige herren gewunnen vnd yn suhch vbergriffe genczlich wider- tan wurden, vnd des sullen sie die selben czeit an iren eren, Eyden vnd trewen genczlichen vnentgolten sein. Als habe abir die offtgenannten vnser Sweger oder ir Erben sulich vbergriffe ablassen gein yn vnd widerthun vnd furbasz villi» alle vergangen sache ir gnedige herren sein wollen, So sullen sie yn widervmb alles des gebunden vnd schuldig sein zuthun, als vor, vnd als iren rechten Erbherren, vnd als sie yn gesworen haben. Vnd Ob ymand in der egenanten Stat zu München, gemeinclichen oder besunder, vmb was sich zwisschen yn bisz auff disen heutigen tag verloffen hat, nichts hindan ge- saczt noch auszgenomen, nu furbasz rechen oder eifern wolten mit worten oder mit wercken, heymlieh oder offenlich, oder ymand darvmb gein ir her- scliaft verclagen oder verwerren, oder liinfur fremde leuffe, zweyung oder vn- fride zwisschen yn machen wolten, der oder dieselben, welich die weren, auf die sich mit ganczer warheit das erfunde vnd erzeuget wurde, die sullen der egenanten Stat zu München mit Leibe vnd mit gute auf gnade veruallen sein, vnd mugen die oder den nach irem verdinen straffen, wie sie wollen, als sie des auch i r or gnade vnd brief haben, vnd dazu sullen yn auch die obgenanten vnser Sweger oder ir Erben beholfen vnd beystendig sein, nach allem irem vermügen. Auch als die von München gnade vnd brief haben von vergangner herschaft, das sie ire Mitbürger wol straffen mugen nach irem verdinen, dieselben brief sie vns gezeiget vnd furbracht haben, vnd bestet brief darüber von den egenanten vnsern Swegern, dar inne nemlich stet, wie sie von ir lant- scliaft kuntlich erinnert vnd beweiset worden sein, das alle ir Stet vnd Merckt zu Beyern des gut recht haben, die iren zu straffen nach irem verschulden vnd verdinen, als irer Stat recht vnd gewonlieit ist, vnd auch einen brief, den sie haben, das sie nyemand schuldig sein recht zuhalten, dann in ir Stat vnd auf irem Rathawsz vor dem richter zu München, Auszgenomen Erb vnd eigen etc.. Auf solicli vorgenant brief vnd. gnade sprechen wir wol bedechticlichen, nach zeitigem rat, vncl als wir beste ytzo versten, auf vnsern Eid, daz die egenanten von München bey solichen iren briefen, gnaden vnd freiheiten vnd guten gewon- lieiten vnd bey allen iren gesetzen genczlichen beleiben sullen, vnd wie sie in vorgenanter masz ir mitburger gestrollet habent, ir Stat verboten liabent, vnd nemlichen vber die sie versigilt vnd brief geben vnd sich versclxriben, vnd die auch brief vber sich selbes gehen haben, sie sein hin auszen oder dortinnan, das sie des auf vorgenant ir hrief vnd gnade gut macht haben vnd thun sullen vnd mugen, vnd daz ez gentzlich dabey beleiben sol, vnd vnser egenante Sweger vnd ir Erben sullen die egenanten ingesessen von München vnd ir Erben vnd naclikomen bey allen vorgenanten gnaden vnd briefen vnd bey der straff, die sie in vorgescliribner masz getan haben, gentzlichen beleiben lassen, gnedichchen halten vnd sie des schirmen vnd hanthaben gein aller meinclich, wo vnd wie des not geschieht, vnd darwider nicht komen, noch sein, weder mit gewaltiger bete, noch in dhein weise, wenig noch vil. vnd ob ymand anders dawider tliiui oder yn feintschaft trüg oder tragen wolte, wie das bekeme, des sullen sie den egenanten von München czulegen, begesten (sie!) vnd ge- trewlich vnd gnediclich beholfen sein vnd. vorsteen on alle geuerde, mit gan- czen irem vermugen, als oft in des not geschieht. Ez sullen auch die von München solcher straff, die sie den iren mitburgern getan haben, dhein engelt- nisz noch vngnad von vnsern obgenanten Swegern, nach von nymand anders nicht haben, noch gewynnen in dhein weise, wenig noch vil. Ynd were auch, daz dieselben von München sich zu ymand verbunden oder besunder verbril't lietten wider ir obgenante herschaft, daz sol genczlichen ab sein vnd furbasz dhein kraft haben, vnd sie sullen des auch furbasz nicht thun, ez geschee dann von vberfarnisz wegen in vorgescliribner masz dises vnsers Spruchs. Nemlich sprechen wir auch: ob der Burger zu München einer oder mer von der ob- geschriben Leuffe vnd sache, oder von forcht, oder von welcherley seiner noturft das Wer, von München in ein ander Stat, Slosz oder Marckt, in der egenanten vnser Sweger, oder ir vettern liertzog Stephanz oder herezog Ludwigs lande vnd gebiet varen wolte, in dem lande zu obern Beyern vnd nicht auserhalp, daz mag er wol thun, vnd sol er leib vnd gut des von ydennan, vnd wenn er varen wil oder vert, von yderman vngeliindert sein aller sach. Es sullen auch die Planeken. vnd die vngewonliclien Erker, die gein der vesten gemacht sein in disen leuffen, auch gentzlichen abgetan werden. Auch die Graben, die die von München aussen vmb die mawer gemacht haben, ob sie ymand darinne vbergriffen, oder daz sein abgegraben hetten, das sie dheinen Zuspruch darvmb haben sullen, weder mit recht, noch 011 recht, er wer Inner oder ausz der Stat, doch nemlich auszgesatzt, ob der herschaft an iren Mulen 26 Bd. VI. 201 oder Stiften, das zu iren ewigen Messen gehört iLette oder gehöret, icht schaden bescheen weren von den egenanten von München in disen leuffen, das sol von denselben voll München, oder wer nü liinfür die vischnisz der egenanten graben haben vnd niessen wil, genczlichen vnd als redlichen ist vnuerzogen- lich widertan vnd bekeret werden, Sunder darvinb, daz ewig gotcs dinst icht abgee oder gemynnert werde. Vnd also auf den vorgenanten vnsern spruch, des wir gantze macht haben, vnd auf der egenanten von München versorgnisz, die yn gescheen vnd nach obgescliribner masz gehalten sol werden, vnd auf die beste'tnisz, die sie aller ir recht, gnaden, freiheiten, briefen, guten gewonheiten vnd gesetzen haben vnd die yn vnser egenantc Sweger ytzo mit iren briefen vnd ee sie sweren besteten sullen, für sich selbes vnd alle ir Erben vnd nachkomen, sprechen wir: alsbalde sie denselben bestet brief haben zu irem gewalt, das sie dann vnsern egenanten Swegern sweren vnd huldigen sullen forderlich willic- lich oil alle Widerrede, yn vnd iren Erben gewcrtig, gehorsam vnd vndertennig zusein, als gctrcw frum biderlewt Irem rechten leiphchen Erbherren schuldig sein vnd thun sullen getrewlich 011 alle geuerde. Wir obgenanter Burggraf Fridrich von Nuremberg Bekennen in kraft dcsz briefs, das wir disen Auisem spruch also mit guter vorbetrachtung vnd nach rat wissentlichen auf vnsern Eyd getan haben, als er in dem brief von wort zu wort geschriben stet vncl begriffen ist, vnd des zu warer vrkunde Auid pleibhcher stetikeit geben wir den brieflf, mit vnserrn anhangenden insigil versigelt, daran vnser egenanten lieben Sweger ire vnd die egenanten von München ir Stat gemeins insigil zu merer gewisheit vnd warer gezeugnisz gehengent haben. Wir Ernst vnd Wilhelm von gotes gnaden Phalczgraucn bey Rein vnd herzogen in Beyern etc., Bekennen, als Avil' aller sach vnd spruch zAvisschen A r nser A r nd der egenanten von München zu dem liochgebornen forsten, Burggraflfe Fridrich zu Nuremberg, vnsern lieben Swager, gegangen sein, nach auszweisung sulcher Anlasz brief, die wir im bederseit darvmb geben haben: also A r er sprechen wir seinen ob- genanten spruch, als der mit allen stucken vnd Bunten A *on wort zu wort begriffen ist auicI geschriben stet, genczhchen zuhalten, dabey zubeleiben vnd dem gnug zuthun A 7 nd zufolforen, bey vnsern forstenlichen eren Auid trewen, in rechtes Eydes Aveise vnd trewhch on alle geuerde Auid argehst, als wir dar- Aunb vnsere insigil zu warher stetikeit vnd gezeugnisz haben heiszen hengen an den briff. Wir, die egenanten von München der inner vnd der Auszer rat vnd die gancze Gemein dasclbest, reich a 7 nd arm, Anriehen auch, als wir aller sach vnd spruch zwisschen der hochgebornen forsten vnser gnecligen herren, herzog Ernst vnd herzog Wilhelm, vnd vnser zu dem hochgebornen forsten Burggraf Fridrich a'oii Nuremberg, vnserxn gnedigen herren, gegangen sein, 202 nach auszWeisung sulcher Anlasz brief, die wir im bederseit darvmb geben haben: Also versprechen wir vnd geloben in kraft des briefs, seinen ob- genanten Spruch, als der mit allen stucken vnd bunten von wort zu wort begriffen ist vnd geschriben stet, gentzlich zuhalten, dabey zubleiben vnd dem gnug zuthun vnd zu volfuren, als wir das leiplich zun heiligen gesworen haben, vnd sweren auch in kraft clises briefes on alle geuerde vnd argelist, darvmb wir vnser Stat Gemeynes insigil zusampt der obgeschriben vnser gne- digen herren insigil gehanget haben an den brief, der Geben ist zu Freisingen, nach Cristi gepurt Yirzehenhundert jar darnach in dem dritten Jarn, am Phincz- tag vor dem heiligen Pliingsttag. (Driginal im Jföittgl. 3ßairiarljcn leitjjäatcjjtuc. CCXI. 4. Juni 1403. Ilans von Lentersliaim, Conraden von Lentershaim Son, bekennt, daz in Burggraf Friedrich zu Nuremberg befriedigt hat wegen alles Soldes, so er im gen Lamparten schuldig worden. (feben am andern Pfingstag, Anno MCCCCIII. (ÜH'igiital im Sönigl. 3kir. ^raniiijialnrrijiut jtt lamtag. CCXII. Innig Enprcdjt nnb seine (fmnaljlin t£lisahetj) gnittiren km lurggrafen imkidj über .1000 Mark filkrs, als bie Mnlftc ks iilterlidjen dMjrilj kr letzteren. 10. Juli 1403. Wir ruprecht von gots gnaden Römischer kunig, zu allen czyten merer des Richs, vnd wir Elgzaheth, von denselben gnaden, Romische kunigynne, Bekennen vnd dun kunt ol'linbar mit dissem brieffe. Als der Hochgeborn forste, Burggraue Friederich von Nuremberg, vnser, kunig Ruprechts, Sweher, vnd vnser, Elysabeth, lieber herre vnd vater seliger gedechtnisse, vns vorschrieben hat*) zwey tusent marcke lotiges silbers, die vns sin Sune in den nehsten zwein 26" 203 Jaren nach siine dode geben vnd bezalen solten, vor vnser, Elybeth (sie!), veter- licli vnd müterlicli erbe: Des hat vns der Hochgeborn Friederich Burggraue zu Nüremherg, vnser, kunig Ruprechts lieber Swager vnd furste, vnd vnser, Elyzabetlr, lieber bruder, Sehs dusent Rinischer guldin geben vnd bezalt, vor daz halbe teil der obgenanten zwey tusent Marcke lotiges Silbers, nach gebor- nisse, als er dann des obgenanten vnsers Swehers vnd vaters seligen erbe halbes gezogen hat, vnd sagen auch, vor vns vnd vnser erben, den obgenanten vnserr Swager Burggraue Friederich vnd sin erben der vorgescliriben Sehs Dusent guldin, als vor vnser, Elyzabetlr Romischer konigynne, veterlich vnd muterlich erbeteil halbes, qwyd ledig vnd loys. Orkunde dys brieffs, versiegelt mit vnsern anhangenden Ingesiegeln, Datum Ileydelberg, feria tercia ante beate Margarethe virginis, Anno domini Millesimo Quadringentesimo tercio, Regni vero nostri, Regis predicti, Anno tercio. litltmtMini) üta Intggtnftjitunä Jtäniherg. •) Vergl. T. IV. Nr. LXXXV. CCXI1I. 15. Juli 1403. Wilhelm Steinheimer und Ann sein Eliche Iiausfrow bekennen, daz sie der dewsent guidein, die ir herr, Burgraff Fridrich, inen schuldig war, genzlich bezalt seyen. Datum Onolspach, In divisione Apostolorum, Anno XIIII C. Tercio. «ßrigitml im Üötiigl. Bnir. qjrotiinjiulardjiuc ju SStunberg. CCXIV 15. Juli 1403. Hans von Gauberstat, Ritter, quittirt dem Burggrafen Fridrich zuNuremberg über gänzliche Bezahlung aller der Schulde, die er im bis jetzt schuldig gewesen. Geben zu Cadolzpurg, in divisione Apostolorum, Anno etc. Tercio. dDriginnl im üiinigl. Bair. |Srnuinjinlnrd )iuE jti Bamberg. Ebendas. verschiedene andere Quittungen aus dieser Periode, für Burggraf Friedrich, ohne nähere Angabe der Schulden, so: von "Völkart Feiberg (25. Jan. 1402), Chunz Gerer (22. Febr. 1402), Hans v. Rosenberg (29. Novbr. 1402), Rüppelin v.Erbach (11. Decbr. 1402), Ritter Heinrich v. Wirsberg, zu Lanzendorf (d. d. Nürnberg 4. April 1403), Peter Schenck v. Sümau (d.d. Cadolzburg 15. Juli 1403), Apel v. Milcz (28. Juli 1403), Jorge Schenck v. Geyern, Ritter (d. d. Cadolzburg 2. Octbr. 1403), Jorge Lamparter (d. d. Onolzbach 24. März 1404), Hans v. Hespurg zu Eyscliawsen (24. Octbr. 1404). 204 ccxv. Ipittrirj] draf )ii idjauir^nrg gelallt, tten larggraten Jotjanu unir JFriekidj gi liirnlierg mit seinen Jntjlöflseni irannetk, Ireglingen nnb (Erlad] gi bienen. 16. Juli 1403. Wir Heinreich Graffe zu Swarczburg Bekennen olfenlichen mit disem bi'iffe. Als die hochgeporen fürsten, vnser liebe herren vnd S weger, her Johans vncl her Fridriche Burgraffen zu Nuremberg, von solicher fruntschaft vnd liebe wegen, di si zu vns haben, vns, vnser lande vnd lewte in iren schücze vnd schirme empfangen vnd genomen haben, vnd vns vnd auch die vnsern getrew- lichen schüczen, schirmen vnd verteydigen sullen, als si ander ir frunde vnd di iren schüczen vnd verteydmgen, vnd wir darauff ir dyener worden sein: Also bekennen wir, daz wir vns wider dorumb zu In verpunden haben, vnd verpinden vns auch in craft diez brifes, das wir In getrewlichen dienen, iren nueze vnd frumen schicken vnd werben vnd sunderlichen mit vnsern Slossen Prawneck, Kreglingen vnd Erlach dienen vnd gewarten sullen vnd wollen wider allermenclich, awszgenomen daz Römisch Reich, vnd di iczunt genanten Slosz sullen Ir offne Slosz sein zu allen iren gescheiten vnd Sachen, als offte In dez not geschicce, von dato diez brifes über vire ganeze Jare nehste nacheinander zu zellen, alz offner Slosz recht ist ongeuerde. Auch were oder wurde, daz wir der egenanten vnsern Slosz eines oder mere verseezen oder verkümern wolten oder musten, So sullen wir dein oder den, den wir di Slosz also verseezen oder verkümern wolten oder müsten, nicht eingeben, si haben sich dann vor verschriben vnd gelobt, den egenanten vnsern Swegern mit dem oder dennen zu warten vnd zu dyenen die egenant zeitt, alz dann vor von vns oben on stet geschriben on alles geuerde. vnd dez zu vrkungen (sie!) geben wir disen briffe, vnter vnserin anhangenden Insigell versigelt, der geben ist zu Heilsprun, am Montag vor sand Alexien tag, Anno domini Millesimo quadrin- gentesimo tercio. (Otiginal im liraigl. lair. |kouittjialurd)iut ja lätaberg. 205 CCXVI. Burggraf Jrifkidj riitsdjcikt Streitigkeiten Derer nun Crtndjtlingen mit ürintiat imnpnr. 24. Juli 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue tzu Nuremberg, Bekennen offenlich mit diesem briet", von solicher zwitraeht vnd krieg wegen, die tzwisschen vnsern lieben getrewen wirich von Treutling, Ritter, dem Jungen vnd Jobst von Treutling seinem Bruder auf ein Seiten, vnd Reynbot Dompne auf die andern Seiten gewesen sind vnd verloffen haben, der sie gentzlich liin- der vns gegangen sind, vnd der bey vns beliben, sie darumb tzuentscheiden, tzurieilten vnd darumb ausztzusprechen, vnd wie wir darumb auszsprechen, das sie das stete halten sullen, wollen vnd volfuren on alles geuerde: Also sprechen wir ausz mit craft ditz brieues, das der obgenant Reynbot Dompne daz weiter Obernheymenden genant vnd den hoff tzu Nidermerenberg mit Iren tzugehorungen für drewhundert vnd Sibentzig gülden, die Im die vorgenanten Wirich vnd Jobst von Treutling schuldig sein, nach ausz Weisung seines haup- brieues, den er darumb von yn hat, Inliabcn, nyssen vnd gebrauchen salin phandsweise, als ander sein eigen güt, von datum diesz brieues bisz auf Sand Peters tag kathedra genant schirstkomende vnd von demselben sand Peters tag vber tzwey Jar darnach, für die obgenant Summe drewhundert vnd Sibentzig gülden on geuerde. vnd sullen auch die vorgenanten Wirich vnd Jobst von Trewtlingen die obgenant frist losung vmb die obgeschriben drewhundert vnd Sibentzig gülden auf den guten haben, tzu welcher zeit In dem Jar sie wellen, on alles widersprechen des obgenanten Reynbot Dompnes vnd seiner erben; Wer abir sache, das die oftgenanten Wirich vnd Jobst von Treutlingen die vorgenanten gute in der obgeschriben frist nicht loszten, als vorbegriffen ist, So sullen dieselben von Treutlingen oder Ir Erben furbasz dliehien Zuspruch tzu den guten haben, Sunder der obgenant Reynbot Dompne vnd sein erben sullen vnd mugen die obgeschriben gute nach der frist, als vor geschähen stet, keren vnd wenden, als ander ir eigen gute, 011 hindernusze vnd entsprechen der obgenanten Treutlingen vnd Ir erben. Auch sprechen wir, das die obgenanten parteye gute freunde sein sullen vnd die sache nicht iner furbasz geilt einander effern in dhein weise, zu vrkunde geben wir diesen brief mit vnserm anhangendem Insigil versigilt. vnd wir, die obgeschriben teil Bekennen mit disem briefe, das wir mit gutem willen solcher zwitraeht, als obgeschriben 206 stet, zu dem obgenanten vnserm gnedigen herren Burggraue fridrich gegangen sein, vns darumb zuentscheiden, vnd was er darumb auszspriclit das wir das stet halten vnd daz volfuren sullen vnd wollen, vnd haben tzu vrkunde vnd zu bekentnusz vnser Insigil zu des obgenanten vnsers gnedigen herren Insigil gehangen, der brief ist geben zu Nuremberg, am dinstag vor Sand Jacobs tag, nach Cristi geburt virtzehenhundert Jar darnach in dem dritten Jar. (Mgiital im liinigl. Bair. ^routn;ialard]toe |tt Ittenberg, mit «111h. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. CCXVH. 24. Juli 1403. Herman Pechthaler zu Pechtal bekennt, daz er von dez Mayden wegen, den er auf purckgrofen Johansen zu Nürenberck, zu Michel dem Kewenhwler pürger zu aystet, verlayst het, und den her fridrich pysehof zu aystet wider in sein gewalt pracht het, nizhs mer an sein gnedigen herrn purgraff fordern sol. Geben feria tercia ante Jacobi, anno etc. tercio. (Original im üönigi. Bnir. ^roaittjinlnwjjttiE ju Bamberg. CCXVIII. 24. August 1403. Nickel von der Awe bekennt, daz Conrad von Flurstet im, von Burggrauen Johannsen zu Nuremberg wegen, bezalt hat siebenzehn guidein. Geben an sand Bartholomeus tage, anno tercio. (ßrigitml im -Bönigl. 3Snir. |Srtiutn{ialardjiuc j« Bamberg. CCXIX. 26. August 1403. König Ruprecht errichtet eine Einigung*) und Landfriedens-Ordnung wider die Räuber, zumal in Franken, und bestellt den Friedrich SchenckHerrn zu Limpurg von Reichs wegen zum Hauptmann der Emung zu Franken. Geben zu Mergentheim, an Sontag nach Sant Bartholomeustag, vier- zehenhundert und dru Jare. (©riginal im jRänigl. ^irrnaaiscjjeu üBelj. Ifattanrdjiue. *) Die in der Urkunde nicht namentlich aufgeführten Theilnehmer dieser Fränkischen Einigung waren (nach lloftmann, ap. Ludewig Scr. Rer. Bamberg. 1. pag. 224): Wenzel König von Böhmen, die Bischöfe von Bamberg und Würzburg, der Abt von Fulda, Friedrich Burggraf zu Nürnberg und die Reichsstädte Nürnberg, Rothenburg, Windsheim, Schweinfurt und Weissenburg. ccxx. ins l'nt%ürid]t |ii Mörnbcrg srtit kn li trg grnfcn Sin Im im in Iksitj mm nbrrgcbirgisdjrii Imnkstljriis. 80. August 1403. Ich Heinrich Schencke von Lawttershausen genant, Lantrichter zu Nuerenberg, tu Kunt mit disem briefe, das für mich Körne Ingerichte Johannes Serewter, an stat, von wegen, mit vollem vnd ganczein gewalt des Hochgeboren fürsten vnd herren, hern Johansen Burgrauen zu Nuerenberg, den er nach recht beweist, vnd name mit vrteil kündbriefe, vnd sant die Auf alle die Slosz, veste, Stete, Merckte, dörlfer, weder vnd auch alle die gut vnd recht, die derselbe herre hete, mit namen Flassenberg, kulmach, Mittelberg, Cassendorf, Hofe Stat vnd veste, Schawenstein, wunsidel, Höchenberg, Arczperg, Münnichperg, Ruedolfstein, weyssenstat, Epprehtstein, kyrchenlömnitz, Gelfesz, Bernecke Slos vnd Stat, wirsperg Slos vnd Marckt, Goltkrönacli, Rawhe vnd Sieht kulme, die Newstat doczwischen, kraüsen, franckenberg, Peheimstein. Pegnitz mit allen zugehörungen, Bayrrewt, Newstat Im vörste, Jöslere, Czwernitz, wunngeses, Rawhenstein, Tüsprunne, östernach, kitzingen, Gastet, kleinen- laiicklieim, Heytingsfelt, Bernheim, Priclissenstat, Michelfeit, Newstat an der Eysche, wernsperg, Dachspach, liebnawe, Payrstorf, Erlangen, Burggrafschaft vnd herreschaft, die er hete zu Nuerenberg , vnd wo -er iclit hete, vnd was zu den obgeschriben guten allen gehört, es weren herrescheft, gerichte, lawte, gute, Manschefte, kirchensetze, wiltpenne, Manlehen, hölczer, holczmarck, wasser, weir, wuime, weide, gült, zinse, rente, varend vnd ligende habe, besucht vnd vnbesucht, nichts ausgenomen, wo das gelegen oder wie das genant were; vnd clagt dorauf vmb vierczig tausent marck goldes, Alzlange, das Im mit vrteil von gerichte anleit dorauf gegeben warde; die anleit besas er nach recht mere dann sehs wochen vnd drey tage, das sye nyemant versprach, als er mit wernhern ödenberger, seinem anleitter, vor gerichte beczewget hat nach recht. A r nd dorumb ist im mit vrteil von gerichte geben nutz vnd gewere an den vorgeschriben vesten, Slossen vnd guten allen vnd was dorczu gehörte, besucht vnd vnbesucht, wie das alles genant ist: Also das der vorgenant her Johanns Burgraf zu Nuerenberg die behabt vnd eruollet hat, das kein laugen mer döfür gehörte, vnd do der obgenant herre die also vor mir Ingerichte erclagt vnd eruollet hete, Do bat mich der vorgenant Johannes Serewter, an stat, von wegen, mit vollem vnd ganczem gewalt desselben herren, fragen 208 einer vrteil, ob yemant hintter dem selben lierren auf die obgeschriben seine gute erclagt vnd eruollet, also das er sein nicht gewar würde, ob Im das wol- billichen vnd zu recht keinen schaden bringen solt, man verkünt dem selben lierren Burgrauen Johansen dann daz vor, zu Hause, zu Hofe oder vntter äugen, mit gerichts briefen vnd boten, Also, daz er sein gewar würde. Dasselbe wurde im erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil auf den eyde. Mere warde Im erteilt, was er vnd seinde helffer an den selben seinen erclagten guten teten, Doran solten sye nicht gefreuelt, noch getan haben, das sie weder Pessern oder Puessen solten gen lantfriden, lantgerichten, noch gen yemanntz, vnd sol man dem obgenanten lierren, her Johansen Burgrauen züNuerenberg, von gerichte dorüber zu scliiriner geben, wes er begeret. Geben mit vrteil, vntter dez lant- gerichts Insigel, am Dönrstage vor sand Egidien tage, Nach Cristi gepurde vierczehenhundert iare vnd dornach Im dritten Jaren. ©tiginnl im König!. fynma. Jfnnaardjiuc. A11I1. das liier abgebildete Nürnberger Landgerichts - Siegel Burggraf Friedrich's Y. (vergl. T.Y. Nr. LI.) mit hinten aufgedrücktem Contra-Siegel des Landschreibers Friedrich Schrecker. Ein Duplicat befindet sich im Königl. Bairischen Provinzialarchive zu Bamberg. 27 Bd. VI. 200 II 1! CCXXL Burggraf Jntkirfj jtt ffürnkrg uiill kn l|er|Dg I fnki ig mit kn iftrjugtn c£rnsf uniJ Sfilljtliti in laitni UErtragEii. 12. September 1403. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Bekennen offenlieh mit diesem brief, vmb solich miszlielung, Spruch vnd czweyung, als vnserm lieben Bruder vnd vnsern lieben Swegern Herczog Ernst vnd Herezog gewesen sein czwischen den hochgebornen forsten bertzog Ludwig, Wilhelm, alle von gotes gnaden Pfalczgrauen bey Rein vnd Herczogen in Beyern etc., bisz auf den nehsten Mittwochen vor dem nehsten heiligen vergangen Phingstag, wie sich die vor der ytzvndgenanten czeit czwischen yn gemacht vnd verloffen haben, vnd als sie derselben czuspruche vnd czweyung genczlich bey vns beliben sein, Also versprechen wir dem egenanten vnserm lieben Bruder Herczog Ludwig bey vnsern furstenlichen trewen vnd eren, in kraft diesz briefs, das im die vorgenanten vnser lieben Sweger, herczog Ernst vnd herczog Wilhelm, vmb die obgeschriben sach, Spruche vnd czweyung gerecht werden sullen, tliun vnd volfuren, was sich denn mit recht erfindet vnd eyscht czuthun vnd czuvolforen vor vns, als vor einem Obman, czu einem gleichen czusatz, wenn vnd wohin wir yn vor Sand Merteins tag schürst körnende bederseit tage bescheiden; Doch also, das vnsers Bruders Herczog Ludwigs clage vnd Recht vor gen sol mit einer clage, vnd vnser Sweger Herczog Emsts vnd herczog Wilhelms antwert darauf, darnach sol vnserr vorgenanten Sweger herczog Emsts vnd herczog Wilhelms Recht mit einer clage, vnd von dein andern teil geschee ein antwert darauf, Also das ye eines teils clage vnd Recht mit der antwert darauf, nach des andern teils clage vnd recht mit der antwert darauf gen sol, vnd ein recht das ander nicht phenden. Hette abir ein teil inere clage, denn der ander, so softe derselbe teil, nach endung des andern teils clage vnd recht, alle sein clage nacheinander Vorgericht furbringen, nach seiner noturft vnd nach antwert darauf, als vorgeschoben ist on geuerde; vnd was denn nach endung betler teil clage vnd recht iglicher teil dem andern mit recht veruelt vnd schuldig wirdt czurichten, das sol ein teil dem andern richten vnd volfuren, nach erkennen vnd auszweisung des rechten, das denn darvmb gesprochen wirdt on alles geuerde, doch ausz genomen der leczten Puntnusze, als sich der obgenant vnser Bruder Herczog Ludwig mit den von München verbunden hette, vnd was sich in derselben Puntnusze verkniffen hat, darvmb 210 sol der vorgenant vnser Bruder von yn 011 czuspruch beleiben, wann er die von München vnd den Puntbrief darvmb in gutlichen teidingen vbergeben hat. Des czu vrkunde geben wir diesen brief, mit vnser in Anhangendem insigel versigilt, czu Nuremberg, am Mittwochen nach vnser frawen tag als sie geborn wart, nach Cristi gepurt virczehenhundert darnach in dem dritten jare. (Drigitml im Konigl. 3Jniriarijcit Ititjjaardiiut, mit. anh. erstem Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich 's (s. bei Nr. CCXL.). CCXXII. 20. September 1403. Fridericus Burggravius Nürembergensis et Bertholdus abbas fontis salutis, Cisterciensis ordinis, componunt lites, que vertebantur inter Petrum Abbatem et Conventum Monasterii Ebracensis ex una parte, et dominum Ulricmn Meckenloher, perpetuuin vicarium Ecclesie parrochialis in Opido Swabach, et Proconsules, Consules ac Opidanos Opidi Swabach parte ex altera. Actum in Opido Onolspach, in Stuba domus decani, anno Millesimo qua- dringentesimo tercio, Indictione undecima, die vicesima mensis Septembris. dDriginnl im Königl. Inir. ^rnuinpnlnrdjiac p Inrntag, mit anh. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. Ebendaselbst auch das Original einer Deutschen Ausfertigung. CCXXIII. #d]i£kjintdi Burggraf Jmbridj'5 gl iürnlhrg jiuihdjrii Mcnng Bntimig uiib kn licrfftP (tat nnh ihiltirliii in Inimi. 25. October 1403. Wir Friderich von gotes genaden Burggraue tzu Nuerenberg, Bechennen o Ähnlichen mit disem brieff. Als die hochgeboren Fürsten, vnser lieber bruder herczog ludwig, pfalczgraue bey Reyn vnd herczoge in Beyern etc., auff einem tayl, Vnd herczog Ernste vnd herczog wilhelm geh rüder, vnser lieben sweger, auff dem andern teil, aller irr clag, tzuspruch, krige vnd tzweyunge, dye sich vormals tzwischen in verloffen haben vnd gewest sint biz auff den nechsten mitwochen vor dem nechsten vergangen heiligem pfingstage, an vns vnd auff einen geleichen tzusatz gegangen, gesetzt vnd gestalt haben, tzuriehten vnd tzuscheiden mit dem rechten, als ir anlazz brieffe doruber geben awszweisen, 27" 211 vnd als dann darnach bed vorgenant teyl yecznnden auff dein tage hye czu Nureinberg etlicher hernach geschribner sache vnd artikel czu handeln sind komen vnd der awff vns, als awff einen obman, mit irem geleichen tzusatz mit recht entricht vnd geschiden sind worden: Des haben dornach hede vorgenanten teil, durch vnser fleisziger bete willen, tzuuermeiden vnfreuntschaffte vnd hertikeit des rechten vnd vnwillen czwischen in, vnd auch durch das alle sache, clage vnd tzweyunge dester gruntlicher in ein gancze bleibenlich frewnt- scliaffte vnd eintrechtikeit czwischen in vnd den iren gesetzte vnd gemacht werden, alle ander ir klage vnd tzuspruch, die sich czwischen in vnd den iren vor der obgenanten czeit gemacht haben vnd verloben sind, vnd der sye mit dem rechten, als vorgemeldet ist, noch nicht entricht sint, genczlichen vnd gar an vns, als an eynem obman vnd auff eynen geleichen czusatz, gestellet vnd gesetzet, czurichten mit eyner frewntschaffte vnd güthckeit, vnd auch bey iren furstenlichen trewen vnd eren versprochen vnd gelobt haben, alles das getrewhchen czütun vnd czuvolfuren, was wir dann mit dem czusatze tzwi- schen in mit dem rechten ausgesprochen haben vnd auch noch zwischen in mit der früntschaffte vnd gütlikeit auszgesprochen vnd scheyden werden on alles geuerde. also sprechen wir tzum ersten vmb dye veste iglingen, das herczog ernste vnd herczog Wilhelm, vnser sweger, dem sweygger von gundolfingen oder eynem andern mit seynem vollen gewalt das seihe slossz mit den ein- genomen tzinsen, die sye dauon genomen haben, seyder sye es innen gehabt haben, wider antwurten sullen, 011 alle widersprechnussze. Auch so sprechen wir vmb den peysenberg, das den hertzog ludwig, vnser bruder, wo! pawen mag, an hindernüssze vnd eynsprechen vnserer swegerer hertzoge Ernstes vnd iiertzog Wilhelms vnd allermeniclichs irenthalben. Auch sprechen wir von des slosszes lichtenbergz wegen, das vnser bruder herczog ludwig das innen haben vnd halten sol, nach lawtt vnd sag seiner kauffbrieue, die er darüber hat, än liindernüzze der vorgenanten vnserer sweger. Wir sprechen auch vmb solich geltschulde, die vnser bruder lierczoge ludwig auff den zollen czu münclien vnd czu freysingen vnd von Gyengen dem slossze meint czu haben, nach dem als im sein vater lierczoge Stephan verschriben hat, schayden wir, das er dieselben schulde an seynem vater vorgenantem wol vordem mag vnd das im vnser sweger hertzogErnste vnd Iiertzog willialm daran nicht schuldig sein vszczurichten, doch vnschedlichen herczogen Stephan seynem vater, ob der von der schulde wegen iclit rechtes oder tzu in czu sprechen hette, darumbe wir im nichts auszsprechen, wann er nichtes liinder vns gegangen ist. So sprechen wir auch vmb den wild- pan, wann ir eyner in seynem wildban leszet, So mag er seyn Jäger, oder wer mit im vngeuerlich auff dem velde ist, den hunden wol nachvolgen in des 212 andern lierren wildpan, än irmüssze vnd widersprechen des andern, doch alszo, das ir eyner in des andern wildpan dehein netz stelle, noch dehein hekken schlachen vngeuerde. War auch sach, das vnser bruder hertzog ludwig ineint wildpan tziüiahen von den vesten paybrunn, peysenberg vnd liechtenberg, So entscheiden wir, das man mit brieuen oder mit eyner erbern klintschaffte erfarn sol, wye es an in komen sey, von den er es kaufft hat, vnd was rechtes dieselben gehabt haben mit jagen, das sol im auch recht sein. Darnach so sprechen wir vmb die vesten ftiszberg, das vnser bruder hertzog ludwig hannsen Gumppenberg vnd vnser sweger, herczog Ernste vnd hertzoge wil- halrn, Arnolt von kamer darczu schicken sullen, kuntlich tzu erfarn, wem dy- selbe veste entwert sey worden auff dye tzeit, als sy.verlorn ward, ob das dem preysinger oder dem leyminger geschechen sey, vnd die sullen vns dann aygenthch verschreiben bey iren guten trewen vnter iren insigeln, wie es darum.be gestalt sey, darnach so wollen wir dann auszsprechen, als es sol beleiben. Auch sprechen wir vmb den werder, das vnser sweger hertzog Ernste vnd herczog wilhalm in ledig sagen sullen än alles vercziechen vnd eyntrage, doch alszo, das er ein urfethe tu vnd swere, die sach vnd gefenck- nusse vnd was sich darinne verloffen hat, nymmermer tzu eifern in dehein welsze gein allen den, die in den Sachen verdacht sein, vnd sol auch derselbe werder mit deheinen andern heimlichen geluptnussze sust nicht bedrungen werden. Wir entscheyden auch vmb des hoffers schulde, das alszo besten sol als lange, bisz hertzog Stephan, herczog Ernste vnd herczog Wilhelm, vnser sweger, ir schulde teylen werden mit eynander, vnd wem dann dieselbe schulde tzu geuellet tzurichten, das sye derselbe auszricht. Vmb hanssen rudolff sprechen wir auch, das den vnser bruder hertzog ludwig ledig sagen schol an alles vertziechen vnd eintragen, doch alszo, das er ein vrfethe tü vnd swere, die sach vnd gefencknüsse vnd waz sich dar inne verloffen hat, nymermer tzu eifern in dehein weis gen allen den, die in den Sachen verdacht seyn, Vnd sol auch derselbe hanns rudolff mit andern heimlichen geluptnussze sunst nicht bedrungen werden, vnd die tzeit, als er in gefencknüssze gelegen ist, da sol er alle wochen II guidein für atzung geben, hette er dann vor daran ichts geben, das sol im an der atzunge abgen. des geleichen sol auch der werder vorgenant die tzeyt, als er in fencknussze gelegen ist, alle wochen tzwey gülden für atzung geben, vnd hette er dann vor daran ichtz geben, das sol im auch an der atzung abgen. So sprechen wir auch, als vnser bruder hertzog ludwig vnsern swegern, hertzogen ernste vnd hertzog wilhelm, tzusprach von der puntnussze wegen, die sye mit hertzog heinrich vnserm swager gethan haben, das die selben vnser sweger hertzoge Ernste vnd hertzoge wilhelm vnserm 213 bruder hertzog ludwigen vorgenantem darurnb nichtz schuldig sein tzu antt- wurten, Ez wer dann, das er das land regiert oder seines vatters, hertzogs Stephans, vollen gewalt hette. Auch als vnser sweger hertzog Ernste vnd hertzog wilhelm vnserm bruder hertzog ludwigen tzusprechen vmb eyngenomne gulte, rente, stewr vnd rechte feile vnd vmb gelt, das er in ausz der tzolkisten tzu munchen genomen sol haben vnd iren tzolner vertriben von dem tzolle da- selbest czu munchen, vnd vmb das gelt von lauffe vnd vmb das gelt, das im die von Munchen geben sullen haben, vnd vmb die halben nütze des slosszes swaben, vnd von der vesten lewtzmenstein wegen, vnd auch als hertzog lud- wig vnser bruder für geben hat, das er vnserr sweger, hertzog Ernstes vnd hertzoge Wilhelms, vater seligen insigel liab vmb Moringen für funfftzehend halbe hundert vngrischer guldin, vnd eynen brieue, den er hab vmb einlfft halb hundert guidein auff dem tzolle tzu munchen, auch von irem vatter, vnd vmb seynen teyl des geltes, das vnser sweger hertzog Ernste vnd hertzog Wilhelm von dem heyratgelte von lamparten sullen eyngenomen haben: Alszo sprechen wir, das dye ytzgenanten sprach gentzlichen vnd gar geyn eynander absein siülen, Doch vnschedhc.hen den vor vnd nach geschriben artikeln, die beleiben sullen, alsz sye mit schrifften begriffen sein, an widersprechen. Auch sprechen wir, ob bede vorgenanten teyl icht klag vnd sprach geyn eynander hetten, dye sye tzu diser tzeyt an vns nicht gesetzt hetten, vnd die nicht in diszer schrifft vnd brieffen begriffen sint, das diser vnser auszspruch vnd schi- dung yeglichen teyl daran vnschedlichen sein sol. vnd tzu vrcliunde aller vor- geschribnen stuck vnd artikel geben wir disen brieff, mit vnserm anhangendem insigel versigelt, vnd wir obgenanter hertzog ludwig wekennen, das wir alle obgeschriben stuck vnd artikel getriulichen halten vnd volfürn wollen, vnd haben auch das alles mit gutten trewen bey vnsern fürstlichen eren vnd trewen gelobt tzu halden vnd tzu volfurn, vnd habe des tzu vrkünde vnser insigel mit gutem willen vnd wissen an disen brieff tzu des obgenanten vnsers bruders lasszen hencken. vnd wir obgenanter hertzog Ernste bechennen vnd geloben, für vns vnd vnsern brüder hertzog wilhelm vorgenanten, Alle obgeschriben stuk vnd artikel getrewlichen tzuhalten vnd tzuvolfürn, bey vnsern fürstlichen eren vnd gutten trewen, vnd haben des tzu vrkunde vnd tzu gezewcknüsse vnser insigel tzu der obgenanten vnsers swagers vnd vetters insigel mit gutem willen vnd wissen an disen brieff gehangen. Geschechen tzu Nueremberg, An dem nechsten donerstag vor Symonis vnd jude tag der hayligen tzwelff hotten, Nach Cristi vnsers herrn geburte vierczehenliundert vnd dar nach in dem dryt- ten jaren. Cnmssnmt ans einem im S. Inir. ffieidjsareljiue beiinblirijen fibimns mim .18. Htürj .15-26. 214 7. November 1403. Hanns von Hartheim, Ritter, bekennt, daz in die Burggrafen Hanns und Friedrich zuNuremberg bezalt haben aller derVorderunge, Ansprach und Schuld, die er zu inen gehabt. Datum Hartheim, feria quarta post oinnium. sanctorum, Anno MCCCCIII. (Original im jiiinigl. Bair. |Jro»iafialard)itte ja Bamberg. Vergl. Nr. CLXVI1I. CCXXY Ifriiirid] uoii MtSBtittjan gelobt ihm Unrggrnfcn inebridj auf's lene, iljin mit seinem Jdjlosse Ironjjtim geljorsam }\\ sein. 11. November 1403. Ich Heinreich Wysenta wer, zu den zelten czu kronheim gesessen, Bekenne offen lieh mit diesem brief, für mich vnd mein Erben, von sülcher übergriffe wegen, die ich an meinen gnedigen herren, herren Fridrich Burggrauen zu Nuremberg, getan habe, Dorumb mir der selbe mein gnediger herre kronheim daz hawsz angewonen vnd mich gefangen hat, vnd mir darnach daz hawsz kronheim, durch meiner fründe vnd meiner fleisziger bete willen, widergeben vnd mich ledig gesagt vnd gelassen hat: Dorumb so habe ich Im mein trewe an Eydes stat geben vnd ein Eyde auch leipleich zu den heiligen gesworen, Nymmermer wider seinen Bruder, meinen gnedigen herren Burgrauen «Tohansen, wider yn, Ir Erben, noch dheinen den Iren, geistlich oder werntlich, zu tliün, an ein frewntlich Rechte, vnd daz selbe sol ich nemen von yn vnd den Iren an sülchen steten, da sie daz tliün süllen. Es sol auch weder ich, noch mein Erben nymand gestaten, die vorgenanten mein gnedigen herren, yr Erben, lande vnd lewte, geistlich vnd werntlich, zu beschedigen von dem vorgenanten liawsze. vnd ab sache were, daz ich oder mein Erben das hawsz verkauften würden, So sullen wir daz thün mit sulchen gedingen, das die vorgenant mein gnedigen herren, Ir Erben, lande vnd lewte dauon nicht beschediget sollen werden ewic- lich in dhein weyse. des gleichen süllen sich auch solich verschreiben, die daz vorgenant hawsz von mir oder meinen Erben kauften wölten. vnd des zu vrkunde gibe ich diesen offenn brieff, für mich vnd mein Erben, mit meinem anhangenden Insigel versigilt, zu Onolspach, an sandMerteins tag, Nach Cristi gebürt vierezehenhundert vnd darnach in dem drytten Jare. #nntinbtirjifr bes ■ßnrggrnftjjmns liirtibrrg. CCXXVI. ins Itnnögeridjt )\\ Mümling bestreitet km iistjjnf mm Biiqlinrg ks Eeejjt, hie Ütirggrafen not ks dßeridjt ks Ifeviugtljiiins Jf ranken jn laben. 20. November 1403. Ich Heinrich Schencke von Lawttershausen genant, Lantrichter zue Nuerenberg, tu Kunt mit disem 1 »riefe, das für mich körne In gerichte Johannes Serewter, an stat, von wegen, mit vollem vnd ganezem gewalt der Hochgeboren fürsten vnd herren, hern Johansen vnd hern friclrichen Burgrafen zu Nuerenberg , meiner genedigen herren, den er nach recht beweist, vnd laut- mert mit fürsprechen, die selben herren heten ein lantgericlit der Burgrafschaft zu Nuerenberg, des sye von dem heiligen Römischen Reiche vnd auch dez heiligen Reichs kurfürsten gut vrkunde vnd briefe heten, Alz dann die selben ir briefe ausweisten, lauten vnd sagten, Sünderlichen mit guidein Wullen vnd andern keiserlichen vnd Römischen küniclichen Meiestaten vnd des heiligen Römischen Reichs kurfürsten Insigeln versigelt, vber daz selbe ir lantgericlit freylieit vnd recht liete der Erwirdig forste vnd lierre, her Johans Byschof zu Wirczburg, die vorgenanten mein herren Burgrafen mit ir selbs leibe geladen, vnd sye in seinen furboten, pfantbriefen vnd andern seinen briefen fürsten genant, alz die das wol ausweisen, vnd sie geladen, geeyschen vnd fürbracht anders, dann man fürsten von rechcz wegen laden vnd fürbringen sol, vnd auch sünderlingen ire herschefte, Stete, Slose, lande, lewte vnd gute, alz die fürbot ausweisen, lauten vnd sagen, auf daz gerichte dez herezogentums zu francken, vnd maynt, die selben mein herren Burgrauen zu echten vnd auf dieselben ir herreschaft, lande, lewte vnd gute zu erclagen vnd zu eruollen. vnd do bat mich der obgenant Johannes Serewter, von der egenanten meiner herren Burgrafen wegen, fragen einer vrteil, ob derselbe her Johanns Byschof zu Wirczburg auf die egenanten mein herren Burgrauen, ir herreschaft,. lande, lewte vnd gute erclagt eruollet vnd sie zu echt Brechte, ob in, irer herreschaft, 216 landen, lewtenvnd guten die selbe clage, eruollungvnd echte dheinen schaden bringen solt, vnd ob sie des iclit schaden nemen, ob in, irer herreschaft, landen vncl lewten denselben schaden der obgenant her Johanns Byschol' zu Wircz- burg icht wolbillichen vnd zu recht ausrichten solte. Dasselbe warde im von der obgenanten meiner herren Burgrauen wegen erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil aut den eycle. Geben mit vrteil, vntter dez lantgerichts Insigel, am dyns- tag vor sand kathreyentage, nach Cristi gepurde vierczehenhundert Jare vnd dornach Im dritten Jare. (Original im Xönigl. $nir. -promnjialardjiue \n 3ßninberg r mit aiili. Landgerichts - Siegel Burggraf Friedrich's Y Vcrgl. die unter Nr. CCXXXI. mitgetheilte ho 1 gerichtl icli e B estäti gun g. CCXXYli. #d)nbln5j]altnng5-IBricf Ufering tftinridj's in Initrn für 5tincn JMiroagcr Uiirgpf Jntkirji, iucgni Mrgsiljaft fiir das Iftiratljsgnt srinrr ddjmtster Magbakiia, nmitöljltni driilin fit im}. 2. December 1403. Wir Heinrich von gotes genaclen Phallnczgraue bey Rein vnd Herczog In Beyern etc., Bechennen offenlich mit dem brif, für auis , A 'nser Erben vnd naclikomen. Ymb daz verseezen, daz wir den hochgebornen forsten vnsern lieben Swager, hern fridrichen Purkgraue zu Nürenberg, getan haben gen vnserm lieben Swager Johannsen Mänharten Grafen zu Gorcz, vmb fünf vnd zwainezig Tawsend guidein guter vnger vnd Tucaten, zu heiratgut zu vnser lieben Swesster frawn Magdalen, seiner gemaheln, Daz wir In von derselben porgschaft getrewlichen vnd an schaden entledigen sullen vnd wellen zu yeder czeit, nach der brif lawt vnd sag, Die er dem egenanten vnserm lieben Swager vmb die obgenanten fünf vnd zwainezig Tawsend guidein, mitsambt vns vnd andern seinen mitborgen versigelt hat: Daz loben vnd versprechen wir Im mit vnsern forstlichen eren vnd weren vnd auch In kraft des brifs. darumb haben wir Im zu einem rechten furpfant geseezt vnd ehigeantwort vnser vesst vnd Pfleg Griespach, mit dem kassten vnd allem zugeliorn, nichts ausgenomen, vnd darzu vnser Mawtt zu Purkchawsen, daz die alle Jar lediklich voligen vnd an dhainen andern vnsern Nücz geuallen sol, dann an daz cgenant heiratgut, Ausgenomen der gewonheit, vnd clorauf sol Im vnser Pfleger zu Griespach vnd •28 Bd. VI. 217 auch viiser Mawtter zu Purkchawsen auf vnser lieben frawntag zu liechtmezz schirst, wer die dann sind, von vnsern wegen loben vnd versprechen, daz sy im mit der obgenanten vnser Pfleg vnd auch mit der Mawtt zu Purkchawsen gewarrtig sein vnd nyeman anders, Als oben vnd hernach geschriben stet, ge- trewlichen vnd slechtlichen an geuerde. Beschähe Im aber dhainerlay Pruch oder Irrung dar Innej von vns selb oder anders yeman von vnsern wegen, wie sich daz fügt, Oder ob er der porgschaft dhainen schaden näme, wann czeit oder weliclis Jars daz wäre, wie der schad genant war, seinen siechten worten darumb zu gelauben an ayd vnd an recht, denselben schaden sol er haben vnd bekomen voraus auf dem egenanten seinem furpfand vnser vesst vnd pfleg Griespach mit irem zugeliörn, darczü zu vns, vnsern trewn vnd auf vnsern 1a, nn den vnd lawten. Er mag auch vns vnd dy vnsern wol darumb an greiffen, pfennden vnd aufhalten mit ir leib vnd güt zu der obgenanten vnser vesst, seinem fürpfanndt Griespach, vnd auch zu andern vnsern vnd seinen Slossen, wo er daran kümbt mit recht oder an recht, wie In verlusst, vnd wer Im darzü geholffen ist, darzü liaimet, behawst vnd beherbergt, der tut wider vns, noch wider dhainen der vnsern daran nicht. Dez sullen die hochgeboren fursten, vnser lieb vettern lierczog Ernst vnd herczog Wilhalin etc., sein helffer sein, Als lang vnd als vil bis daz er vnschadhaft wirt von der egenanten porgschaft: daz ist vnser guter will vnd tünd vns auch dhain vnfrewntschaft daran, wann vnser obgenanter lieber Swager, durch vnser fleissign gepet vnd rechten trewn willen, vnser porg worden ist vmb daz egenant heiratgut. Des zu vrkund geben wir Im den brif, mit vnserm aigen Anhangendem Insigel versigelt, Als man czalt nach kristy gepurd virczehenhundert Jar vnd darnach In dem dritten dar, An Suntag vor sand Niclastag dez heiligen Bischofs. (Triginnl im Sünigl. Inir. ^Irnuinjialartjjiut ju SJninbrrg. CCXXVIII. 9. December 1403. Eberhart von Waidenfels bekennt, daz Burggroff Friclreiche zu Nurenberg im bezalt hat hundert gülden, als seins weibes zugelt. Geben am Suntag nach Nicolai, nach Cristus geburt virzehenhundert Jare und darnach in dem dritten Jare. Original im liinigl. 3Sair. ^Srouiitjialnrdjint jit Jkmbcrg. 218 CCXXIX. 18. December 1403. Heinrich Herzog in Bayern verspricht, seiner Schwester, die er an Johann Meinhard Pfalzgrafen zu Kärnthen, Grafen zu Görz und Tyrol verheirathet, 25,000 Gulden Heirathsgut zu geben. Bürgen und Mit siegler: Ernst und Wilhelm Herzoge in Bayern, Fridrich Burggraf zu Nürnberg, Ulrich Ekger Vitzdum in Niederbayern, Wilhelm Fraunhofer Hofmeister, Erasmus Layninger, Oswald Törringer, Arnold Frauenperger und Conrad Kuchler. Geben zu Hall in dem Intal, des Eritags vor Tomastag. Reg. Boica T. XI. pag. 329. ccxxx. 26. December 1403. Oswald Graue von Truhending bekennt, das sein lieber Ohem, her Fridrich Burggraue zu Nuremberg, in aller schulde genzlich bezalt hat, bis auf einen Schuldbrief, der hehlet vierhundert und fünf und sechzig gülden. Geben zu Lichtenburg, am andern Cristage, anno domini M° Quadringen- tesimo H°. (©riginnl im liinigl. $ßir. $rouiitjifllßrd]iae ;n Hamberg. CCXXXI. ins Inniglidje Ijkgmrljt bestätigt bic fontinn kr Inrggrato imn km Iknbgtridjt ks Iferjogtljmns irankn. 7. Januar 1404. Wir Engelhart herre zu Winsperg, des Allerdurchluchtigisten forsten vnd heren, hern Ruprechts von gotes gnaden Romischen kungs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, Bekennen vnd tun kunt offenbar mit disem brief, das wir zu gericlite sassen zu heydelberg in der vesten vff disen tag, als diser brief gegeben ist, vnd das vor vns quam daselbst in gerichte der hochgeborn 28" 219 fürst, her Fridrich Burggraf zu Nürnberg, von sinen vnd des liochgebornen fursten, liern Johans Burggrafen zu Nürnberg, sines Bruders, wegen, vnd mit sin ein ganczen vnd vollen gewalt, der ouch daselbs vor vns in gerichte recht vnd redlich bewiset ward, vnd bracht für vnd liess ouch da lesen vnd verhören einen ganczen gerechten vnd vnuerserteil briefe, versigelt mit des lantgerichts der Burggrafschaft zu Nürnberg anhangnndem Insigele, derselbe brief von worte zu worte geschriben stund vnd lutet also : *) Ynd do der vorgeschriben brief also vor vns in gerichte gelesen vnd verhöret ward, do bat vns der egenant Burggraf Fridrich, von sinen vnd des egenanten Burggraf hansen, sins Bruders, wegen, mi t sinem fursprechen einer vrteyl zu fragend, ob sy icht billich vnd von rechts wegen by demselben briefe, vrteilen vnd rechte dorinn begrilfen furbassmere beliben solten, vnd ob man In die icht billich vnd von rechts wegen mit des egenanten vnsers herren des kungs vnd des heiligen Bichs hofgerichts brief vnd Insigele bestetigen, conlirmieren vnd dorunder verschriben solt, Als recht wer, also das sy furbassmer stete beliben vnd craft vnd macht haben solten, vnd dy ouch der gebrachen vnd gemessen möchten vor allen gerichten, geistlichen vnd werntlichen, vnd an allen steten, das ward In alles erteilt mit gemeiner volg vnd vrteil, als recht ist. Dorumb, vnd ouch von gewaltes vnd hofgerichtes wegen des genanten vnsers herren des kungs, bestetigen vnd conlirmieren wir denselben Burggrafen, als erteilt ist, den obgeschriben brief, vrteyle vnd recht in craft diss hriefs, vnd gebieten allermeniclich, von desselben gewaltes vnd hofgerichtes wegen, ernstlich vnd vesticlich mit disem brief, das Sy nyman daran hinder oder Irre in dhein wis, Sunder das sy yderman daby getrulich hanthabe, schucze, schirme vnd geralich beliben lasse, Wann, wer des nicht entete, zu dem oder den wurde man dorumb richten, Als des egenanten hofgerichtes recht ist. darnach bat vns der egenant Burggraf Fridrich, von sinen vnd des egenanten Burggraf hansen, sines Bruders, wegen, einer vrteil zu fragend, ob der egenant Byschof vor dem egenanten sinem lantgericht des egenanten herczogtums zu franken vif Sy, ir band, lewt oder gute iclit erclagt oder erlanget hette, oder erclagen oder erlangen wurde, ob in das icht billich vnd von rechtes wegen keinen schaden fügen oder bringen solt oder möclit in dhein wis. doruff ward nach vnser frag erteilet: was der egenant Byschof vor dem egenanten lantgerichte des herczogtums also erclaget oder erlanget liette, das solt billich den egenanten wurggrauen, Iren landen, lewten vnd guten keinen schaden fügen oder breiigen in dhein wis, vnd ob er furbass doruff icht clagen wurde, das solt in ouch keinen schaden fügen oder brengen, man verkündet Inen dann das, als recht ist. Mit vrkund diss briefs, versigelt mit des egenanten 220 hofgerichtes anhangnnden Insigel, Geben zu heydelberg, Nach Crists gehurt, vierczenhundert Jar vnd darnach in dem Vierden Jare, des nelisten Montags nach dem Obirsten tage der weyhennachten, den man in latin nennet Epiphania domini, ißrigitutl im Böitigl. Buir. prouitijialardjitic jn Bamberg. ) Hier folgt der unter Nr. CCXXVI. mitgetlieilte Landgerichtssprucli. CCXXXII. Heuers Cünrait' j , lerrn jtt Hkinskrg, megen ks ijjin nun Inrggruf Jriekidj |tx liirnkrg iibrrtrngrnhn (Meib. 13. Januar 1404. Ich Conrad lierre zu Winsperg Bekenne vnd tun künt offenbar mit disem briff, Daz mir der edeln hochgeborn fürst vnd lierre, her Fridrich, Burggraue zu Nurenberg, min gnedig lierre, gegünnet vnd enpliollien hat, daz ich von sinen wegen geleiten sol vnd mag yn sollichen geleiten, so er hat zwischen mins herren von Meincz geleit vnd auch der von ütingen, alz lang bis uff sin vnd silier erben widerruffeil, vnd sol ym auch ierlicli douon geben vnd antwurten halbes, was douon gefellet on geuerde. Vnd dez zu vrkund hau ich min eygen Insigel an disen briff gehangen, Der geben ist nach cristi geburt virezehen hundert iar vnd dornoch in den virden iar, an Suntag neclist nach Sant Erharts tag. (ßrigiunl im luiuigl. Buir, |St'Ouittjialatd)iut ju liinibtrg. ccxxxni. Burggraf Jrakidj pi lürnkrg nertansri]! mit km dtift gi (Dnul^odj einen Hof jtt lettses gegen einen l|uf |tt dDberreidjenlmdj. 3. Februar 1404. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue tzu Nuremberg, Bekennen offenlieh mit diesem brief. Als die Erwirdigen vnd Andeclitigen, vnser lieben getrewen, der Probst vnd das Capitel tzu Onoldspach vns gegeben haben den hoff tzu Oberneichenbach, den der vberfül bawet, der ir gewesen ist, vnd ir 221 Custerey Jerlichen drew inalter getreids, ein halphunt (sie!) haller alter werung, acht kesz vnd tzwey vasznacht lhiher gegolten hat, Dafür wir den obgenanten herren Ir Custerey tzu Widerlegung aufgehen haben ein hof tzu Newsesz, den der Smitzel bawet vnd besiezt, der vns Jerlichen ein malter korns, ein inalter habern vnd ein halben Globen Flachs gegolten hat, vnd geben yn auch ein morgen Ackers, ein tagwerk wismat gelegen bey Weyentzelle oben an dem dorffe gen Ruglant aufhin, darauf wir Stewer vnd dinst gehabt haben, vnd die ytzundgenant gulte tzu Newsesz, die Ecker vnd wisen geben wir der obgenanten herren Custerey mit allen rechten vnd tzugehorungen, als wir das gehabt haben ongeuerde, vnd das sal vnd mag ein iglicher Custer furbasz ewic- lichen nützen vnd nyssen nach seinem besten, on Irsal vnd einsprechen vnser, vnser Erben vnd naclikomen. tzu vrkund geben wir diesen brief mit vnserm anhangenden Insigil. vnd "wir, die obgenanten herren, der Probst vnd das Capitel tzu Onolspach, Bekennen mit craft ditzs brieues, das wir vnser gunst vnd guten willen tzu den obgenanten Sachen geben haben, die also tzu handeln, vnd haben vns auch verzihen des manlehens, das wir an den eckern vnd wisen gehabt haben. Zu vrkund haben wir vnser Insigil tzu des obgenanten vnsers gnedigen herren Insigil gehangen an diesen brief, Der geben ist zu Onolspach, an Sand Blasien tag, nach Cristi gepürt virtzehenhundert darnach in dem Vierden Jare. (Original im Siinigl. lait. ^roninjialardjior jii Itiirnherg, CCXXXIN 21. Februar 1404. Wir friderich von gotes gnaden Burg graue zu Nurmberg, Bekennen offen- lichen mit disem brief, daz wir zwischen den pflegern des Stifts zu Bamberg, von vnsers herren von Bamberg wegen, auf ein teil, vnd den Erbergen vnd weisen den Burgern des Rates der Stat zu Nüremberg auf den andern teil, geredt vnd geteydingt haben, Also, daz der von Nürmberg Burger, dy vor zeyten zu Bamberg gesessen sind oder nicht da gesessen sind, alle Ire hewser, dy sy zu Bamberg in dem Statgericht ligen haben, verkauffen oder bezihen sullen hie zwischen sand Jacobs tag, der von dem nehstkünftigen sand Jacobs tag über ein Jare schärst kumet, auszgenomen der freyen liewser; wer aber, daz sy der hewser nicht verkauffen möchten nach irem willen, so mohten sy dy wol geben wem sy wolten, der sy bezug in der egenanten zeit, waz sie dann derselben hewser nicht verkauft oder bezogen hettcn, oder ymand geben, der sy bezug ongeuerd, dy solten vnserm herren von Bamberg oder seinem nachkomen verfallen sein. Wer aber, daz vnser herre von Bamberg seinen willen zu dem egenanten zug vnd frist vmb dy hewser zu verkauffen nicht geben wolt, so solt es zwischen Im vnd den von Nüremberg beleiben vnd besteen, als in den Anlasbriefen, dy vor zwischen in beyderseit gemacht sind, begriffen ist; vnd als dyselben anlazz brief sten auf vnser frawentag Assump- cionis nu schirst, Also solt es auch gleicher weise von der heuser wegen furbaz besteen vnd erlengt sein biz auf sand Merteinstag der schirst kumt ongeuerd. mit vrkund dicz briefs, versigelt mit vnserm aufgedruckten Insigel, der geben ist zu Nüremberg, am donerstag vor S. Peterstag Cathedra in der vasten, do man zalt vierzehenhundert Jar vnd darnach in dem Vierden Jare. (ÜÄipinllmrlj jßiadjof Slltarijt's umi 'Uambtrg. CCXXXV übrcdjnting %\m Mieters, Bürgers ji\ lörnbtrg, mit Burggraf Jnebridj, titirr Micfcningcn itnb Inslagen. 18. März 1404. Ich hans Rieter, Burger zu Nüremberg, der Elter, Bekenne offenlieh mit diesem brief, für mich vnd alle mein erben, vmb alles das auszgeben von ge- wand, von gelte vnd von andern saclien, als ich dem hochgebornen fursten, liern Fridrich Burggrauen zu Nüremberg, vnd den seinen von seinen wegen vannals her bisz auf diesen heutigen tag getan habe, das das alles gerechent ist, das mir mein herre Burggraue fridrich zu diesen zeiten nicht mere schuldig beleihet, dann drewthausent drewhundert vnd Siben vnd funfezig gülden, als das der Scholdebrief auszweiszt vnd sagt, den ich von dem vorgenanten meinem gnedigen herren han, vnd sol vnd wil auch alle die brief, die mir von sulches auszgebens wegen vnd ander sache gesant sein worden von meinem gnedigen .herren Burggrauen fridrich vorgenant, oder von den seinen, var datum 223 diesz briefs gaiicz vnd gar widergeben, wer auch, das furbasz in meiner oder in meiner Erben gewalt dheynerley brief gefunden wurden von dem vorgenanten meinem gnedigen lierren, oder von meinem gnedlgen herren Burggraue fridricli, seinem vater seligen, die mir von auszgebens wegen gesant weren worden, die do sagten var datuin diesz briefs, die solten alle todt sein vnd dhein craft haben, zu vrkunde habe ich mein Insigel an diesen brief gehangen, der geben ist zu Nureinberg, am dinstag vor dem heiligen Palmentage, nach Cristi geburt vir- czehenhundert darnach in dem Vierden Jare. dDrigiitnl im Xiinigl. Jkir. |lrmiiii|inlnrri]int jtt JSambrrg. CCXXXYI. 19. März 1404. Herdegen von Hürnlieim bekennt, daz Burggraf Fridrich zu Nürnberg im die für Dinst und Schuld schuldigen dreihundert Rynische Gulden bezalt hat. Geben an der nehsten Mitwochen vor dem Palmtag, AnnoMCCCC quarto. (Priginal im Üiiinigl. -Bnir. ^rnninjinlnrdjiot jtt JJnmhtrg. Eben das. eine ähnliche Quittung des Fritz Stetner d. d. Onolspach 12. Aug. 1404. CCXXXYII. 9. April 1404. Peter Truchsesz, Diczen Truchsessen seligen sun, quittirt lieni Friderich Burgrauen zu Nüremberg über alle schuld, mit namen den sold, den sein vater seliger verdinet gein welschen landen. Geben am Samsztag vor dem Sontag Jubilate, anno CCGC"IIir i . dDrißinnl im ffiiinigl. 33air. |)rouiii|ialardjiuc jn Kmnbtrg. Ebendas. aus diesem und dem folgenden Jahre mehrere andere Quittungen über rückständigen Sold von dem Lombardenzuge Burggraf Friedrich' s. als: von Wiprecht Wilde, Cunz von Steinsfeld und Fritz Grumat, alle drei von Ehenlieim (d.d. Onolz- bach 20. Mai 1404), Hans Schlays (11. Decbr. 1404), Hans Förtscli zu Turnaw (d. d. Nürnberg 15. Jan. 1405), Ulrich Feczer (21. Mai 1405) und Nickel Sack zu Virmpach (9. Juni 1405). ccxxxvm. Jnikidj frljciik jn Idinpnrg, ErfdjsjianptiMim kr (Einigung in friinkrn, nitsdjcikt kr ^mistigkritm ks Inrggrnfni Soljnnn nnti irrer uun (inttenberg mit Eitter Biljjelm min ^djaniiibnrg. 16. April 1404. Wir friderich Schenk, herre zülimpurg, dez allerdurchlutlhgisten forsten vnd herren, liern Ruprechs Romischen konigs, czu allen cziten merer dez Richs, heuptinan der eynung czü francken, dun kunt menglich mit disem brieff allen den, die In selient oder horent lesen. Als der Hocligeborne forste vnd herre, lierr Johanns Bürggraue czu Nüremberg, von sinen, friezen von gutemberg, Seiner Sone, Heinrichs sins Bruders, Eberhardts kinden von gutemberg wegen, für atis vff die eynunge hern Wilhelmen von Schawemberg, Ritter, geeischt vnd gefordert hett, von bescliedung, name, prannt vnd mort wegen, als sie vnd Ir helffcr dem yeezgenanten vnserm herren, Burggrauen Johansen, vnd auch den gutembergern gethan, zugefüget vnd zugeschickt lietten, vnd als sie der selben Sache genczlichen vnd gar an vns vnd an die vier, di zü den cziten mit vns von der herren wegen an der eynunge saszen, gangen vnd blieben seindt von beiden teilen, dez In auch vnser anlasz briff von der eynung wegen geben wart: Also sint sie von beiden partien ülf hüte willichchen an vns vnd an die vier, mit namen hern Ludewig von hutden, hern waithern von Secken- dorff, hern Albrecht vom Eglofstein vnd Burckartten von Seckendorff, gegangen vnd by vns frunthehen zü scheiden vnd vzzusprechen genczlichen blieben, Also, wie wir daz scheiden vnd vzsprechen, daz sullen vnd wollen sie alle von beiden pertien halten vnd volfüren genczlichen vnd gar, als sie daz von beiden teilen üffgenommen vnd vormals gelobet haben an alles geuerde. Also scheiden vnd sprechen wir vsz mit den viern obgenanten eininüticlich, daz vmb alle verlauffend sache, kriege, mort, name, prannt, zuspruche vnd vorderunsre, wie sich die zwüschen In vnd allen iren helffern von beiden teiln o 7 bis vff diesen hütigen tage gemacht vnd verlauffen haben, ein gancz verrichte vnd abarenomen sache sin sol mit allen clen, die von beidenteiln darvnder ver- o dacht sind, vnd sol auch darvmb dhein teile dem andern arges gewartten, noch forbasz in arge geeifert, noch geenclert werden in dhein wise an alles geuerde. von der schaden wegen, die der offtgenant forste, vnser herre Burggraue Johanns , von dem vorgenanten hern Wilhelmen vnd den sinen genommen vnd enpfangen hat: Dorvmb scheiden vnd sprechen wir vsz, daz her wilhelin yecz- genant vnserm vorgenanten herren Burggraue Johanns mit czweinczig glen gutes volkes In dieser Jarsfrist, als dieser briff gegeben ist, getrulichen dienen sol vier wochen In dem lande czu francken, üff dem gepirge oder nider vögt- lannde, uff dez selben vnsers herren Burggraue Johannsen kost vnd gewon- lichen vngeuerlich schaden, wenn er dez in dieser Jorsfrist ermant wirdet ongeuerde; vnd wann er In also zu dinste manen wil, daz sol er vierczehen tage vor dun, daz sich der vorgenant her wilhelm daruff wisse zu richten vnd zu bereitten. Auch sol her wilhelm offtgenant einen hoff, der eigen vnd czwey- hondert güldin wert ist oder pesser, dem vorgenanten forsten vnserm herren, Burggraue Johannsen vnd sinen erben vffgeben vnd den furbasz von im vnd der herschafft czu lehen haben vnd enpfahen, vnd furbasz ewiclichen ein lehen der herschafft sin, domit er der herschafft man werden vnd sin sol, als man lehens recht ist. das sol vnuerczogenlich geschehen 011 geuerde; wer aber, daz her wilhelm vorgenant der höfe einen, doruff frauwe Margreth, Hannsen von giecli eliclie wirttin, Ir gelt vnd vermachunge hette, dem vorgenanten herren vffgebe vnd von Im den empfinge, dasselbe sol derselben frauwen an derselben irer vermachunge, noch iren erben deheinen schaden bringen, doch also, daz dem obgenanten vnserm herren der hoff vermannet werde, als man lehens recht ist vnd als dicke daz not düt, ongeuerde. Auch scheiden vnd sprechen wir vsz, daz fricze von gutemberg hern wilhelm von Schauwenberg für alle sin zuspruche geben vnd richten sol funfczig güldin, dieselben funfczig güldin sol der vorgenant fricze geben vnd antwortten Eber- hartds kinden von gütemberg für den schaden, den In herr wilhelm von Schauwenberg gethan hat, vnd darvff sol auch her wilhelm von siner ge- swillen, hannsen von giecli elichen wirttin, noch irer kinder wegen furbas friczen von gütemberg nichts mer zusprechen, noch niemant von iren wegen, Sunder ein gancze verriechte vnd abgenomen sache sin, vnd furbas mee weder crafft noch macht haben von der zuspruche wegen, die sie im geben hetde on alles geuerde. Dez zu vrkunde so haben wir obgenanten Friderich Schenck, für vns vnd für die obgenanten vier, mit namen herr Ludewigen von Hutden, hern waithern von Seckendorff, hern Albrechten vom EgloffiStein vnd Burckartden von Seckendorff, vnser eigin Insiegel dun hencken an diesen briff, Der geben ist zii Babenberg, an der Mitwochen nach dem Sontag Miseri- cordia domini, in dem Jor als man czalt von Cristi gehurt Tusnnt vierhundert vnd In dem Vierden Jore. (JDriginal im Sönigl. lait. ^rauinfialarrijiuc }u lambtrg. 226 CCXXXIX. Innig Enprtdjt Enthbigt Vit iljtn, mtgrn ks Iftirafljsgnte srincr dkmaljliii, (ElisatiEtlj gib. Ittrggräiitt }\i lürakrg, üErpfünktE ItnM #rl]ituUnirl] itpr (Lßtliikit nntt tu Eist siE an inrggraf JnEÖridj. 19. April 1404. Wir Ruprecht von gots gnaden Römischer kunig, zu allen zyten nierer des Richs, Enhieten dem Rate vnd den Bürgern gemeinlichen arme vnd Riehe zu Swabach vnser gnade vnd alles gut. liehen getruwen, Als yr iczund etwe- lange in vnser gehorsam vnd vnder vns gewest sint, von solichs hyrat gutes wegen, als vns der hochgeporen forste Friderich Burgraue zu Nurenberg der Elter. vnser Sweher seliger gedechtnüsz, zu der allerdurchluchtigisten hochgeporen furstynnen, frauwen Elizabach (sie!) Romischer kunygynne, siner dochter, vnser husfrauwen, off vcli verschriben hatte, nach vszwisunge siner brieff darüber gemacht, *) Des hat vns der hochgeporen Friderich Burgraue zu Nurenberg, vnser lieber Swager vnd forste, von derselben hyratguts vnd pfant- schafft wegen gnüg getan, vnd damit uch wider an sich gelöset.") vnd lierumb so sagen wir uch solicher gelubt vnd eyde, als Ir vns gesworen vnd getan habent, genczlichen quit, ledig vnd losz mit diesem genwurtigen vnserm offen brieff, vnd heiszen vch auch, das yr fürbas dem obgenant vnserm Swager Burgraue Eriderich vnd sinen erben globent vnd swerent gehorsam zu sin vnd zu- gewarten, als andere sin eigen lüte vsz sinen Stetten vnd Sloszen ane geuerde. Orkund disz briefs, versigelt mit vnserm königlichen anhangendem Ingesigel, geben zu Heidelberg, off den liebsten Samsztag vor dem Sontag als man singet in der heiligen kirchen Jubilate, In dem Jare als man zalt nach cristi gepurt vierezehenhundert vnd vier Jare, vnsers Richs in dem Vierden Jare. Ad mandatum domini Regis, Johannes Winlieim. ©riginnl im Sünigl. lair. ^irnuinjinlarriiinc ja lärnbcrg. ■) Vergl. T. IV. Nr. LXXXV ") Yergl. unten Nr. CCXLVII. 20. April 1404. Wir Fridrich von gots gnaden Burgkgraue czu Nüremberg, Bekennen für a us vnd all die vnsern, vnd tun kunt olfenlichen mit disem brief Allen den, die In sehen oder hören lesen, Ymb solch stosz, prüche, miszhellung vnd czwitraht, als gewesen sind biz her czwiselien vns vnd den vnsern auf ein seiten, vnd den Erbern weisen Bürgermeistern vnd burgern des Rats vnd der gemaine gemeinlichen der Stat czu Rotemburg auf der Tawber vnd den iren auf die andern Seiten, daz das alles gütlichen bericht vnd verteidingt ist worden in der weise, als hernach geschriben stet vnd begriffen ist. Czum ersten, so sein wir vnd sie vberein worden, daz darczu gegeben sind der Edel herre, her Fridrich Schencke herr czu Lympurg, vnsers herren des Römischen künigs hawbtman der eynung czu Francken, vnd Heinrich Toplcr Burger czu Rotemburg, Also, daz die czwen als ein man sein stillen, vnd sol yede partey czwen irer Rete, oder wen sie wollen, darczu seczen, vnd waz wir egenanter Burggraf fridrich czu der von Roteinburk Comune gemainlichen czesprechen haben, daz vns, vnser herschaft, oder die vnsern, oder erb vnd eygen anrüret, waz dann dieselben vier vnd die czwen als ein man mit ir beyder wiszen vnd willen mit der mynne oder mit freuntschaffte abgetragen vnd gerichten mügen, da sol ez bey beleiben, waz sie aber niht mit der mynne vnd freuntschaft mit ir beyder wiszen vnd willen abgetragen mügen, da sollen sie oder der merer teil vnterln ein ffeuntlich reht vmb sprechen, vnd waz sie dann czu dem rehten darürnb erfinden, do sol ez aber bey beleihen. Wer aber, daz sich der vorgenant her Fridrich Schenck vnd Heinrich Topler in dem rechten czweiten vnd niht vberein werden möchten, also daz nilit ein maistes vnter den Sechsen were, in welchem stück das wer, So solt wir vorgenant Burgraf Fridrich einen nemen awsz dem Rate czu Nüremberg, welchen wir wolten, vnd ob der des niht tun wolt, So solt wir einen Andern nemen ausz dem Rate doselbste czu Nüremberg, aber welchen wir wolten, als offt des note geschehe, doch welchen wir aber also nemen, der sich des vnterwindet, der sol dabey beleiben. In welchen stücken sie dann geczweyet werden, als vor begriffen ist, alslang biz die richtigung ein ende nymt, Vnd waz dann dieselben oder der mererteil für ein recht sprechen, do sol ez bey beleihen. Gleicherweise waz die von Rotemburg czu vns vorgenanten CCXL. Burgraf FricMchen czu sprechen heten, daz sie, Ir Commun vnd die Stat gemeinlichen oder die iren, oder erb vnd eygen anrürt, das solt aber beleihen auf dem egenanten hern Fridrich Schenken vnd Heinrich Topler, vnd auf den vieren, die darczu geseczt würden, in der weise als vorgeschriben stet vnd begriffen ist, doch also bescheydenlich: Ob sich der egenant her Fridrich Schenck vnd Heinrich Topler in dem rechten czweyten, in welchen stücken das wer, dabey solt der aber sein, den wir awsz dem Rate czu Nüremberg darczu ge- nomen heten. als offte des Hot geschehe in der weise als vorgeschriben stet. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden, waz wir vorgenanter Burggraf Fridrich vnd die vnsern czu einczigen personen, die den von Rotemburg czu- gehören, czu sprechen haben vmb Sprüche, die niht grünt oder podem anrüren: Darümb sullen wir vnd die vnsern recht vordem vnd nemen von den, die in der Stat siezen vor dem Rate czu Rotemburg, Vnd von den, die auf dem Lande siezen, in den gericliten, darynne sie siezen; waz aber grünt vnd podem anrürt, darümb sol ez besteen in der weise vnd mitnamen gen den als hernachgeschrieben stet. Gleicherweise, waz die von Rotemburgk oder die Iren czu sprechen heten czu vnsern dienern vmb Sprüche, die niht grünt noch podem anrüren, darümb Süllen sie recht vordem vnd nemen vor vns oder vnserm hofmeister, Wem ez aber burger oder ander vnser arm lewte, von den stillen sie vmb Sprüche, die niht grünt noch podem anrüren, recht nemen in den gerichten, darynne sie geseszen sind; waz aber grund vnd podem anrürt, das sol aber besteen als liernachgeschriben stet. Ez ist auch geredt worden, was czu dem rechten kumt, das czwen vnsers Rats, oder vnser Erber diener mit vnserm vollen gewalte vns verantwurten vnd vertreten mügen in dem rechten, gleicher weise als wir selber. Gleicherweise, wo ez czu dem rechten küint, so mügen czwen des ynnern Rats czu Rotemburg die von Rotemburg gemeinlichen mit t/ o o o irem vollen gewalt verantwurten vnd vertreten ze gleicher weise, als der Rate oder die gemaine selber tun mühten. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden, das alle klagbrief, echt vnd pan in dem rechten von beden teilen niht fürgeezogen süllen werden, vnd sullen auch alle klag vnd klagbrief auf diso richtigmig, als vor vnd liernachgeschriben stet, vnd mitnamen die klag, die wir egenanter Burggraf Fridrich vor dem vorgenanten hern Fridrich Scheuchen, hauptman der eynung czu franken, getan haben, genezhehen absein Vnd auch fürbaz bedenteilen kheinen schaden bringen. Auch ist geteydingt worden, waz wir vorgenanter Burgraf Fridrich czu dem Peter Judensmit czu sprechen haben, von eins lehens wegen, als wir mainen, das vns ledig sey worden, daz das auch besteen sol auf den Sechsen, oder, ob sich die czweyeten, auf dem Sybenden, in der weise als vorgeschriben stet, Mit solcher bescheidenheit: Ob das wer, daz der egenant Judensmit czu vns ieht zesprechen het von erbs oder von evgens wegen, das er maint, daz Im weylund der hochgeporn fürst vnd herre, her fridrich der elter Burgraf czu Nüremberg, vnser lieber rat er seliger gedeht- nusze, genomen solt haben czn der Newenstat oder anderswo, Darüinb solten wir Im auch des rechten sein auf die vorgeschriben Sechs vnd den Sybenden in der weise, als vorgeschriben stet. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden Vmb die vierczig malter gült, die vns Seicz Hewptlein vorhelt vnd dernyderlegt, die wir mainen, die czu werdeck gehören, Ynd vmb den andern halbenteil, darümb wir dem Rudiger Siitzel czusprechen vnd vns einer kuntschaft mit Im darümb vereint vnd verfangen haben: Ist, das wir dem egenanten Süczel seinen teil mit dem rechten angewynnen oder mit kuntschaft, So Süllen die von Rotem- burg den egenanten Hewptlein daran weisen mit lieb oder mit freuntschaft als- uerre sie mügen ongeuerde, daz Er vns fürbaz an seinem teil derselben gülte auch vngehindert lasze; Wer aber, daz des der Hewptlein niht tun wolt, So sölt ez fürbaz aber besteen auf den Sechsen oder auf dem Sybenden, waz sie darümb fiinden mit dem rechten in der weise, als vorgeschriben stet. Auch so ist geredt vnd geteyding (sie!) worden: waz die von Rotemburg, bürgere oder anderr lewte, heten die gute von vns obgenantem Burgraf Fridrich oder von den Pfaffen czu fewhtwangk, oder andern den vnsern heten, wo das wer, daz sie die selben ir bürgere vnd lewte darezu halten siillen, daz sie dieselben gute hieczwischen vnd vnser fraun tag czu Lielitmesse der schierst küint selber be- siezen, oder daz sie die verkauffen lewten, die darauf seszen, oder vns die aufgeben, oder vns süst als lieb mit redten, daz sie die mitvnserm guten willen heten; Ynd wem man solch gute verkauft, der darauf siezen wil, dem sol man die leihen also, daz man weder Hantion, noch ichts von des aufgebens noch leihens wegen vordem, noch nemen sol. Ynd dafür haben gesprochen, für die von Rotemburg vnd die iren: Heinrich Topler, Peter Northeymer, Hans Spör- lein vnd Heinrich kesselweisz. Gleicherweise heten wir oder die vnsern ieht lewte, die gute von den von Rotemburgk oder den iren heten, die solten wir auch darezu halten, daz sie dieselben gute hieczwischen vnd dem egenanten vnser frawn tag czu lielitmesse selber besessen, oder verkaufften leuten, die darauf seszen, oder In die aufgeben, oder daz sie In süst als lieb mit redten, daz sie die mit der von Rotemburg oder der iren gutem willen heten; Vnd wem man die verkauft, der darauf siezen wil, dem sol man die auch leihen also, daz man weder hantlon, noch ichts von des aufgebens noch leihens wegen vordem, noch nemen sol. Ynd dafür haben wir obgenanter Burgraf fridrich auch gesprochen für vns vnd dy vnsern ongeuerde. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden : wenn vns die von Rotemburg ein reht tun. So Süllen wir In das ander o 7 hinwider tun, aislang biz die sache ein end nimt, Ynd sol ein recht das ander niht pfenden, alslang biz das auszgetragen wirdt in der masze als vorgeschriben stet. Wer auch, ob die von Roteinburg sich iclit erbs oder eygens vnterwunden beten, das sie noch ynnen heten oder verkaufl't heten iren burgern oder andern leuten, darüinb süllen sie auch antwurten vor den Sechsen vnd dem Sybenden, in der weise als vorgeschriben stet. Auch ist geredt worden, daz wir vnd die von Rotemburg bederseit einen tag suchen sullen, also, daz wir vnd sie auf den Montag ezu naht nach vnsers herren leichnams tag nu schierst czu Nüremberg süllen sein, vnd wer das, daz die sache auf demselben tag niht gar geendet würde, so solt vns der, den wir auz dem Rate czu Nüremberg genomen heten, einen andern tag bescheiden aber gen Nüremberg, Ynd den Sölten wir vnd die von Rotemburg dann bederseit suchen vnd des niht sewmig sein. Wer ez auch, daz der vorgenant her Fridrich Sclienck, Heinrich Topler, oder der, den wir ausz dem Rate nemen werden, einer oder mer abgiengen, ee die sach ein ende nemen, So Sölten wir einen awsz vnserm Rate an des egenanten hern fridrich Schencken stat geben, oder an des stat, den wir ausz dem Rate czu Nüremberg genomen heten, Einen andern ausz demselben Rate nemen ongeuerde. Gieng aber Heinrich Topler abe, So sullen die von Rotemburg einen auz irem ynnern Rate an sein stat geben, vnd auf denselben sol ez aber bleiben vnd besteen in der weise, als vorgeschriben stet. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden, daz wir vnd auch die von Rotemburg bederseit yederteil sein czusprüche in den nehsten vierczehentagen beschriben vnd besigelt sol senden Berchtold Pfinczing gen Nüremberg, vnd der sol die iurbaz yedern teil schicken. Auch so ist geredt vnd geteydingt worden vmb Hansen Wernt, daz'das besteen sol, als wir vorgenanter Burggraf Fridrich, Berhtold Pfinczing, Mertein vnd Peter die Hall er vnd auch Herdegen valczner wol wiszen, vnd sol auch derselb Hans Wem vnd das sein hieczwischen vnd Pfingsten nu schierst sieht frid vnd geleite czu den von Rotemburg bey In vnd von In haben on geuerd, vnd er sol sich auch vmb alle sache in Ir gnade geben vnd Irer gewiszen empfelhen, waz sie Im tun; Vnd waz sie Im dann tun, daran sol Er sich benugen laszen vnd sol darauf genczlichen mit In berichtet vnd besünet sein ongeuerde. Ynd das auch das alles, als vorgeschriben stet, getrewliehen gehalten vnd volfurt werde 011 allers Iaht geuerde, des czuvrkunde geben wir obgenanter Burggraf Fridrich für vns vnd die vnsern disen brief, versigelt mit vnserm anhangendem Insigel. Darc-zu haben wir gebeten die Erbeni vnd weisen die Burgere des Rats der Stat czu Nüremberg, daz sie Ir Insigel czu dem vnsern czu geczewgnüsz gehangen haben, In on schaden, vnd wir, die Burgere des Rats des (sie!) Stat czu Nüremberg, Bekennen auch, Daz wir vnser Insigel an disen brief also gehangen haben, Wan die vnsern von vnserm Rate dabey gewesen sind, daz das alles czwischen beden teylen geredt vnd geteydingt worden ist, als vorgeschriben stet on generde. Geben czu Nuremberg, am Sünntag vor sant Görgen tag, Nach Crists gepurt vierczehenhundert vnd in dem Vierden dar. Original im Xönigl. Inir. ^raniitfialardjioc \\\ itiirnbrrg. Anhängend das liier abgebildete erste Wildemanns - Siegel des Burggrafen Friedrich VI. Die Rothenburger Gegen-Urkunde befindet sich im Archive zu Bamberg. CCXLJ. Die unter iirn Cljnrjitrrtn itts dtifts inuljtntaiui entstellten Streitigkeiten nierhen itnrdj Bnrggrütlidjc Cnimnissarien gtsdjlidjtct 21. April 1404. Fridericus imSteinhus, Gustos ecclesie Onolspacensis, magister Thomas, Reetor parochialis ecclesie in Leutershusen, Theoderic-us de Lauter, Conradus Kaymlein et Hermannus Kraft, Canonici capitulares ecclesie Onolspacensis pre- dicte, ad noticiam vniuersorum dedueimus per presentes, Quod ex ülustris prineipis et domini nostri, domini Friderici Burggrauii Nürembergensis, Tutoris ecclesie feuhtwangensis, commissione, et honorabilium dominorum Ottonis de- cani ac. tocius capituli eiusdem ecclesie feuchtwangensis instand supplicacione, quibusdam literis et scripturis, in presenti materia dudum confectis et sigillatis, diligenter per nos ad inuicem perlectis et examinatis, Statutum subscriptum, de quo inter Canonicos feulitwangenses in capitulo et extra capitulum consti- tutos controuersia tunc exorta fuit et dissensio, perpetuis futuris temporibus in ecclesiaFeuchtwangensi predicta per capitulum et singulos canonicos tenendum, obseruandum Inuiolabiliter et duraturum, diffiniuimus et presentibus diffinimus, 232 concludimus atque confirmamus, In hmic modum videlicet et tenorem : Quod omnis Canonicus feuclitwangensis, soluentem habens prebendam in ordinibus sacris Subdyaconatus, Dyaconatus aut presbyteratus constitutus, ac. alias ydoneus, nulluni habens canonicum obstaculum seu Impedimentum legitimum, quam primum quis talium canonicorum Incipit et facit actualiter ac realiter residenciam in Feuchtwangen personalem, vt ceteri canonici sine vara statim tunc et iminediate ad capitulum feuchtwangense, si pecierit, recipi debet et admitti, secundum statutum felicis memorie dommorum Eberhardi de Knöringen Officiahs Augustani et Ilermanni Custodis Onolspacensis in presenti materia dudum confectum et sigillatum. Idemque statutum presentibus eciam approbamus ac decernimus, quemadmodum ad recepcionem canonicorum ad capitulum, sigillo capitulari feuchtwangensi de nouo communiri et per nota- rium publicum signari et publicari, Omnibus tarnen et singulis statutis et con- suetudinibus ipsius ecclesie feuclitwangensis et capituh, presentem materiam 11011 concernentibus, nec sibi repungnantibus (sie!) in premissis, Semper sal- uis. In cuius testimonium ac robur perpetue firmitatis Illustris dominus noster Burggrouius supradictus presentes literas suo sigillo ac sigillo Archidyaconatus Onolspacensis fecit legitime communiri. Datum et actum Onolspach, feria se- cunda proxima post dominicam Jubilate, sub anno domini Millesimo quadrin- gentesimo quarto. düriginnl im limigl. JJnit. ^tnniii|inlatd )iuE |u Jtiirnbcrg. CCXLII. 22. April 1404. Cunrat Zobel, Thumherr zu Wirzburg, bekennt, daz im die Burggrafen die 219 Malter Korns bezalt haben, die sie im bezalt solten haben in der liebsten vergangen Erne. Datum feria Tercia ante Jeorii, Anno MCCCC quarto. (ßriginnl im liinigl. Inir. ^rnninfinlnrrfjine jn Inmbtrg. 30 Bd. vi. 233 CCXLIII. Berjjankting kr (13 rufen Ikkuig uiili Jnekidj |n (Dttiiigcn über ticrsdiitknt Artikel kr Erbtheilung zwischen den Burggrafen Johann III. und Friedrich VI. zu Irnberg. 23. April 1404. Zü mercken ist, das Wir Ludwig vnd fridrich grauen czu Ottingen auf hewt hie geteidingt haben czwischen dein hochgebornen forsten, hern fridrichen Burggrauen czu Nuremöerg, vnserm lieben Bruder vnd Oheime auf einem teile, vnd hern hannsen von Seckendorff von Rospach, Wilhelm von Meiental vnd Conrad flurstet, anstat vnd von wegen des hochgebornen forsten, hern Johannsen Burggrauen czu Nuremöerg, vnserm lieben Oheime vnd Bruder, die mit vns vnd an seiner stat volle ganeze macht gehabt haben, von dem andern teile, vinb diese hernachgeschriben stucke vnd artikel. Zum ersten ist geteydingt worden von der dreytawsent vnd funfezig reynischer guidein wegen, die Burggraue fridrich Burggraue Johannsen schuldig ist blieben von des Eyratsgelde czu Beyern vnd andrer schulde,, als das mit rechnunge herkomen ist vnd Burggraue Johanns an gemeine schulde mer awszgeben hat, dann Burggraue fridrich, desselben gel- des Burggraue fridrich vorgenanten Burggrauen Johannsen entheben solt haben auf den mitwochen in der marterwochen nehst vergangen gen hern Burckartten von knormgen Tawsent vngerische guidein, oder souil dofor an reynischem golde, als sich dann dofor gepurt liette; Nu aber des nicht gescheen ist auf die vorgenant mitwochen, So sol der egenant Burggraf fridrich hieezwischen vnd dem nehstkomenden Suntag den vorgenanten Burggraf Johannsen des ob- genanten geldes entheben hinfur auf seinen schaden, vnd wes leistung von der vorgenanten mitwochen bis auf den Suntag schirst körnend gangen ist dorauff, des sol er auch den vorgenanten Burggrauen Johannsen entheben, als vor- geschriben stet ongeuerde. vnd was er also an reynischem golde auszgeben wirdet für die vngerischen guidein, das sol Im abe gen an der obgenanton Summe, vnd was vbriger guidein an dem vorgenanten gelde bestunden, das sol Burggraue fridrich seinem Bruder beczalen an den Juden zu Nuremberg, dorumb Ir gemeyne cleinot sten, So verre vnd das gelangen mag, die für Burggraue Johannsen sten, vnd auch den schaden, der dorauf gegangen ist von der mitwochen in den Osterfeyrtagen nehst vergangen, vnd was hin für schaden dorauf gen wurde, den sol Burggraue fridrich awsz richten vnd beczalen seinem 234 bruder on schaden, vnd dieselben cleinot sol Burggraue fridrich einlegen zu Nuremberg zu einem pidermann, von irer beider wegen, mit wissen Wilhelms von Meiental, die do ligen sullen, als das berett ist worden. Auch ist gcrett worden von teilunge wegen irer beider hawszrat, das sich yeczundt Burggraue fridrich einen sol mit wilhelm von Meiental vmb einen tag, vnd darczu schicken, das die teylunge also geschee, als vor mit wortten herkomen ist. Auch ist ge- rett worden von der reynunge wegen, des yeczundt ein czeichnusse *) gemacht vnd mit vnserm, grauen fridrichs von Ottingen Insigel versigelt ist, dieselben czeichnusse zustundan Wilhelm von Meiental hern hannsen von kulmmach schicken sol, vnd was der darczu oder dorvon seczt, dobey sol es bleiben in aller masse, als man des vor bey im ist blieben, die teilbrieffe **) czu machen. Were es auch, das in der czeit, als die sache ein ende nemen sol, her Johanns von kulmmach abginge, do got vor sey, So sullen beide herren yeglicher seiner retlie einen darczu schicken vnd geben, die czwen sullen ein man sein vnd yeglich parteye czwen darczu seczen, vnd was die oder der mererteil vnter In also czwischen In verschreiben vnd machen, dabey sol es bleiben In aller der masse, als sie des bey hern Johannsen von kulmmach blieben woren ongeuerde. Geschee dann, das sich die nicht geeynen mochten, So sullen wir obgenanten Graue Ludwig oder graue fridrich, als ein obman, sie des getrewlichen entscheiden, noch vnserm erkennen ongeuerde, Wenn wir des ermant werden von In beiden oder von ir einem, in vier wochen nehst noch der ersten manunge ongeuerde. Auch ist geteydingt worden von der Castner schulde wegen, die den herren awszen stet in dem Obern vnd nidern landen, das ein yeglich herre sich der schulde annemen vnd vnterfahen sol von denselben castnern, die seinem lannde czugelioren; Desgleichen sol auch ein yegliche herre denselben castner beczalen, ob man In an rechnunge icht schuldig blieben were; Auch sullen die schofe auf dem gepirge Burggrafen Johannsen bleiben. Auch ist sunderlichen gerett worden von allen puchern, brieffen vnd andern sachen wegen, wie die genant seind, das es genczlichen also volfurt vnd gehalten sol werden noch awszweisünge des schiedbriefs,***) den vnser herre von Eyhstet vnd wir, graue Ludwig, czu Nuremberg geschieden vnd versigelt haben ongeuerde. Auch ist gerett worden, das Burggraue fridrich die sache, die In antreffen, auszurichten, thun vnd auszrichten sol hie czwischen vnd dem nehsten Süntag vor der egenanten schulde wegen, als vorgeschriben stet. So sol auch Burggraue Johanns vorgenant, was Im gepurt awszrichten vnd czuthünde, noch awszweisünge des schiedbriefs, den vnser herre von Eyhstet vnd wir graue Ludwig vorgenant versigelt haben, vnd auch als vorgeschriben stet, das alles awszrichten, fertigen vnd thun ongeuerde hieczwischen vnd 30" 235 sandt Johannstage des tewffers als er geporn wart, vnd dofur haben gesprochen vnd gelobet vnuerscheidenhch Burggraue fridricli vorgenant, für Burggraue Johannsen Herr Hanns von Seckendorf von Rospach, wilhelm von Meiental vnd Conrad flurstet, ob das gescliee, das Burggraue Johanns Burggrauen fridrichen nicht awszrichtet vnd fertigt aller stucke vnd Artikel, noch awszweisunge des vorgenanten Schiedbriefs vnd als vorgeschriben stet, Wenn sie dann gemant werden von dem Egenanten Burggrauen fridricli mit seinen brieffen oder vnter awgen, So sol ir yeglicher einreiten in achtagen noch der ersten manunge mit sein selbs leibe mit einem knechte vnd czweien pferden auf den eyde gen Nuremberg in die stat, in eins offen wirtteshaws, dorein sie gemant vnd geweist werden, vnd doraws nicht komen ongeuerde, als lange bis genczliehe awszgericlitet wirdet Burggraue fridricli, dorumb er gemant hett, als vorgeschriben stet ongeuerde, Doch also: ob das gescliee, das der pote, den man gen Beliehnen yeezundt zustundan schicken sol, Burggraue Johannsen fluiden mit derselben botschaft; Wer es aber, das man denselben Burggrauen Johansen czu Beliehnen in dem lannde nicht enfunde ongeuerlich, So solt es dornoch noch dem vorgenanten sandt Johannstage besten vier wochen. Wurde dann noch den vier wochen dem vorgenanten Burggrauen fridricli nicht awszgericht, als vorgeschriben stet, wenn er dann die vorgenanten drey manet, So sullen sie dann zu stundan in solicher masse vnd an soliche stete einreiten, als vorgeschriben stet ongeuerde. Vnd des czu vr- kuiide haben wir vorgenanter Graue fridrich vnser Insigel zu des offtgenanten Burggrauen fridrichs vnd der dreyer vorgenanten Insigeln auf diesen brieff gedrucket, Der geben ist czu halsprünn, an sandt Jorgentage des heiligen mar- trers, Anno domini etc. Quadringentesimo quarto. (Original im iRürtigl. 33air. ^rnaiitjiQlardjiot ju Samberg. Die Siegel sind abgerissen. ') Vergl. Nr. CCXLIV. **) Dieses Erbtlieilungs-Instrument ist noch nicht aufgefunden. ***) Der Nürnberger Schiedspruch ist ebenfalls noch unbekannt. 236 CCXLIV (©rni^toiitiiiiung ^misdjrn ten ptjjeiltEii IBnrggrnllidjßn l'iinkn. 28. April 1404. Zu mercken ist, das die reynunge der Hochgebornen fursten vnd Herren, Herrn Johannsen vnd Herrn fridrichs Burggrauen tzu Nuremberg, an der teylunge irer Lande zwischen In auf hewt berett vnd benennet ist worden, als hernoch geschähen stet, zum ersten, als sich die Swobach anhebt vnd abe bis gen Erlangen in das Wasser die rednitz genant get, vnd die rednicz auf, so verre vnd die awrach dorein get, vnd die awrach furbas auf, bis zu der mull die Mossmüll genant; von derselben Mossmüll, oder wie die genant sey, das an Hern Hannsen von Kuhnnach stet, vor vnd durch die lioltzer abe bis gen Pirckenfelt in die Eysche, vnd die Eysche auf bis gen Windsheim an die mawre, vnd von Windssheim bis vnter Kottenheim vnd die steige, nentzheimer steige genant, bis gen nentzenhehn vnd von nentzenlieim bis gen Kitzingen, vnd welcher teile yedein Heren also tzu geuallen ist, was dann manschaft, wiltpan oder ander herlikeit, es sey von czollen oder geleiten, in denselben teile trifft, do bey sol derselbe Idere bleiben, awssgenomen ob einer in des andern teile gult, gericlit oder sust lelien hett, das Im der teile geben hett, dobey sol er bleiben vngehindert vnd vngeirret von dem andern. Auch ist berett, das die veste czu Nuremberg, das lantgericlit, Sclmltheissen Ampte, der czolle, die Müllen vnd die hernach geschoben dorffer: Werde, Puch, hofleins, Sniglingen, Snepffenrewt, vnd was dorein und dartzu gehört, oder in der inarcke gelegen, es sein lelien oder ander saclie, vnd mit namen die lehen vmb Nuremberg in der Statmarck, vnd sunderlichen zum gostenhöfe, gemeine vnd ungeteilt sullen bleiben, awssgenomen der czoll, das fiscliwasser vnd die guter zii Prucke, der czolle czu tennlohe, das wolfsfelt, der forsthaber, Huner vnd andere gult czuDornpentze, dasselbe alles gen Beyrstorff gehören sol, vnd der czolle czu Vache vnd das fiscliwasser doselbst sol gen Cadolzsburg gehören, vnd in den vorgeschoben marcken soll alles geleite vnd ander sache gemeine sein ongeuerde. czu vrkunde haben wir graue fridrich von Ottingen vnsser Insigel auf diesen brief gedruckt, gescheen czu Halsprünne, an sandt Jorgen tage, Anno Millesimo Quadringentesimo Quarto. Igrrradjaftsbitcjjcr bcs Inrggraftljmns liirnbtrg. 237 CCXLY ibnrggrnt intörirp j\\ eignet ienen tum €rendjtlingen (iiiter |ii Inemljrim nnti brlttjut sie tiagegen mit jit liam.stierg mib Crendjtlingtft. 2ß. April 1404. Wir Fridrich von gotes gnaden Bürggraue zu Nürenberg, Bekennen offenn- lichen mit disem otrenn britfe, das wir von besünder günst vnd libe wegen vn- senn liben getrewen wiriclien von trewtlingen, ritter, vnd Jobs seinem Bruder vier Hoffstet tzii Aüernheffn vnd dreie tagwerck wismat dasselbs gelegen ge- eigent haben, vnd eigen in die in Crafft ditzs briffs, die von der herschafft von Truhending tzu lelien gangen vnd von der selben herschafft auff vns chomen sein, das wir die selben hoffstet vnd wysen gelihen haben. So haben die vorgenanten wirich vnd jobs tzii Widerlegung von vns zü lehen entpfangen vier hoffstet zu Ramsperg vnd drey tagwerck wismat gelegen zü Trewtlingen an der burgwisen, das alles ir eygen gewesen ist, vnd sullen auch sie vnd alle ir erben die selben hoffstet vnd wismat ewiglichen von vns vnd | | herschefft zü lehen haben vnd entphahen in aller der masz, alz sie die hoffstet vnd wysen gehabt haben, die wir in geeigent haben, zu vrkünde geben wir den vnsern offen briff mit vnserm anhangenden insigel, der brieff ist geben zü Onolspach, am samstag nach sand marx tag, Nach Crist gepürt vireezehen hündert jar dar nach in dem virden iar. (Original im Sättigl. 33air. JlcirijsanjjiBr, mit anli. erstem Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's. CCXLVI. 11. Mai 1404. Herman von Vestenberg, zu Wald gesessen, bekennt, die 600 Gulden, welche im Burggraue Friderich der alte, seliger, Burggraue Johans und Burggraf Fridrich, Burggrauen zu Flürenberg, schuldig waren, erhalten zu haben, und erklärt. die Schuldverschreibung, die im verloren gegangen, für tod und kraftlos. Geben nach Cristi geburt vierzehenhundert Jar vnd darnach in dem Vierden Jar, am nechsten Suntag nach unsers herren vffart. (Original im JSänigl. Sßair. prüuiiijialardjinc jtt,Samberg. CCXLVII. temil - (Jönittnng liinig EiHircdjt's iibrr bs larirntlisgclti seiner (ikmaliliii, runfür iljm nun Utirggraf JFriebrirJ) V. iMjuialiad], leaiiimerstein, tKIjnnn itnii uersdjrieben tnaren. 21. Mai 1404. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, czn allen czyten liierer des Riclis, Bekennen vnd dun kunt offenbar mit diesem brieff. Als Swabach, Camer stein, Thann vnd Stauf die Slosze, mit yren zugehörungen, von dem hochgeporen husten, Burgraue Friderich von Nurenberg, vnserm lieben Sweher seligen, für dry vnd zweynezig düsent guldin zugelts vnser lieben hussfrauwen der Romischen kunigynne, siner dochter, vns Ingeben waren,*) das vns der hochgeborn friderich Burgraue zu Nurenberg, vnser lieber Swager vnd fürste, des obgenanten Friderichs vnsers Swehers seligen Sun, dieselben dry vnd zwenezig dusent guldin zugelts iczund ganeze vnd gar wol bezalt vnd gewert hat, vnd wir yme auch die obgenant Slosze darumb wider Inne geantwurt hau;") vnd sagen auch daruff, für vns vnd vnser erben, den egenant Burgraue friderichen vnd sin erben der obgenant Summe dry vnd zwenezig dusent guldin genczlich quit mit disem vnserm offen brieff, versigelt mit vnserm kunig- lichen anhangendem Ingesigel. Geben zu lyndenfels, off den nehsten Mitwochen nach dem heiligen pfingstag, In dem Jare, als man zalt nach Cristi gepurte vierezehenhundert vnd viere Jare, vnsers Riehs In dem Vierden Jare. Ad mandatum domini Regis, Johannes Winhehn. (Original im Künigl. lair. ^rauittfialacditae p lürnberg. •) Siehe T. IV. Nr. LXXXV. ") Vergl. oben Nr. CCXXXIX. CCXLVIII. 28. Mai 1404. Nickel und Paul, Gebrüder, genant die Murring, bekennen, dasz inen Burggraf Fridrich zu Nuremberg bezalt hat die 200 Gulden, dafür Erenfried von Seckendorf und Ulrich von Kinsperg Bürgen seyn. Datum Nuremberg, feria quarta post Yrbani, Anno etc. quarto. (Original im Siinigl. lair. ipSroninjialurtjjiae ;n 3ßombcrg. 239 CCXLIX. (IDnni (Dknkrpr jjat iioir iiinigrnf JPrirbrid] |ii lliirnlifrg kn IBinkrllinf, anstatt Diirrcniniiiigniaii, )it Ikljn genommen. 9. Juni 1404. Ich Chuntz Ödemberger Bekenne offenlicli mit diesem Ii rief, für mich vnd mein erben, vor allermeniclich. Als mir der hochgeboren forste vnd herre, her Fridrich Burggraue zu Nur einherg : die gunst vnd gnad getan, vnd mir die tzwey gut zu durnmungaw ,*) die ich von Chuntzen Gewder kauft han, geeigent hat mit Iren zugehorungen, die von demselben meinen gnedigen herren Burggrauen Fridrich vnd seiner herschaft zu lehen gangen sind: darumb so habe ich zu Widerlegung von dem ytzgenanten meinem gnedigen herren zu lehen enpfangen den Winckelhof**) gelegen bey Sumerszdorff, dartzu Sechs vnd dreissig morgen ackers vnd fünf tagwerg wismat gehören, vnd hawsz vnd hoff, darauf der Pyner sitzt, vnd den hoff tzum wachstein, da Chuntze Swab auff sasz, vnd Sechs vnd dreissig morgen ackers auf dem hegnech, vnd die hagen wisen, der drithalb tagwerg ist, vnd hawsz vnd hoff vnd daz holtz an dem hegnech, vnd newen morgen ackers vnd fünf tagwerg wismat genant auf dem Birckech, vnd ein tagwerg wismat vnd ein morgen ackers gen Gundelshem gelegen, mit allen zugehorungen, vnd den weyer zu Cronheym gelegen, das alles mein eygen gewesen ist, vnd daz ich vnd mein erben furbasz ewiclichen von dem ob- genanten meinem gnedigen herre Burggrauen Fridrich vnd seinen erben zu rechtem manlehen haben vnd enpfahen sullen, als oft ez zu falle komet; vnd sullen auch ich vorgenant Chunrat Ödemberger vnd mein erben dauon thun, als dann manlehen recht ist. zu vrkund gibe ich diesen offen brief, für mich vnd mein erben, mit meinem anhangenden Insigil versigilt zu Onolspach, am Montag vor Sand Veytz tag, nach Cristi vnsers herren gepurt viertzehen- hundert darnach in dem Vierden dar. dDriginal im Innigl. Inir. JJrnuinjialardjiuc jti liirnbrrg. *) Dürrenmungcnaa im Landger. Heilsbronn. **) Winkelhof, im Landger. Herrieden. CCL 15. Juni 1404. Dietrich von Haslach bekennt, dasz er von soliclier Zugriffe und Scheden wegen, die er dem Burggrafen Johannsen zu Nuremberg und allen den Seinen bisher gethan und zugefügt hat, mit im versunet und verrichtet ist. Geben zum Hofe, an sand Veistage, Anno etc. quarto. dDriginnl int Möttigl. lair. pnniittjinlnrdjitiE jtt Skmbtrg. CCLI. Mmaift Innig Inpifjt's für seinen lojjn %ti)% Jnljann, )ni' (Binfnrkrung kr 6000 (inlkn, bie itjm sein ddjmagfr Burggraf Sujjann an kui f-kgrlk seiner dkmapn Clisabctli sdjulkg geblieben. 21. Juni 1404. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, czu allen zyten merer des Richs, Bekennen vnd dün kunt offinbar mit diesem briefe, daz wir dem Hochgebornen fürsten, vnserm lieben Sone Ilerczoge Hannsen, vnser volle gewalt vnd gancze macht gebin haben, vnd geben ym die auch in Crafft diesz brieffs, von dem Hochgebornen Johannsen Burg grauen zu Nuremberg. vnserm Reben Swager vnd forsten, Innzufordern vnd Innzunemen solicli Sechstüsent gülden, als vns derselbe vnser Swager Burggraue Johanns schuldig ist von zügeltes vnd Heiratgüdes wegen, daz vns der Hochgeborn forste, Burggraue fmg der ich der Elter, vnser Sweher seliger gedechtnusz, zu der Allerdurcl duchtigsten Hochgebornen forstynnen, frauwen Elizabeth Romischer kunigynnen, silier docliter, vnser lieben Husfrauwen, verschrieben hat, nach üszwisunge der briefe darüber gemacht, vnd 3111 auch sinen besiegelten qwytsbrieff daruor zu geben; Vnd so der vorgnant vnser Swager Burggraue Johanns dem obge- nanten vnserm Söne Herczog Hannsen die Sechstüsent gülden also gebin vnd beczalt oder sust gnüg darumb getan hat, vnd auch seinen besiegelten qwytsbrieff von yme darumb entpfangen, So sagen wir daroff, vor vns, vnser Husfrauwen vnd Erben, den obgenanten vnsern Swager Burggraue Johannsen vnd sin erben der obgeschrieben Sechstüsent gülden genczlichen qwyt, ledig vnd lois. mit orkunde diesz brieffs, versiegelt mit vnserm königlichen anhangendem 31 Bd. VI. 241 Ingesiegel, Geben zu Heidelberg, vff dem Samsztag nach der heiligen Merterer viti vnd Modesti tag, In dem Jare als man schreib nach cristi gehörte vier- czehenhundert vnd vier Jar, vnsers Bichs in dem Vierden Jar. Ad mandatum domini Regis, Johann winheim. Bibiniirte Cup 111)111 Itaäciibrirgcr dDrifliiutl. CCLII. 13. Juli 1404. König Ruprecht erlaubt, auf Bitte des Burggrafen Friedrich zu Nürnberg, Denen von Sc/nvabach, ein Weggeld zu nehmen, von einem Wagen einen Pfenning und von einem Karren einen halben Pfenning. Geb. zu Heidelberg. Climel Regest,i Ruperti pag 108 Nr. 1813. CCLIIl. 23. Juli 1404. Erhart von Liechtenstein bekennt, daz im Burggraf Fridrich zuNur einher g bezalt vnd genügktan hat für ein Pferd, das er in seinem Dienst vor der Weiden verloren. Geben am Mitwochen vor sant Jacobstag, anno MCCCCIY. dDrigtiral im Kijnigl. Inir. ^rnuin|ialnrd)itit ju Bamberg. CCLIV Iii iRririjShtabf JRntjjeitburg Ijaf sitj} mit Iiirggraf Jntkidj ji Mitrnticrg iitur kn lauf tron drikrmt nnb nnbm $tmtpnnkfc Hertingen. 29. Juli 1404. Wir, die Burger dez Rats vnd auch die Burger gemeinlichen der Stat czu Rotemburg auf der Tauber, Bekennen offenlichen mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, Vmb söliche prüche, stösze, czwitracht vnd misz- helung, als bisher bis auf disen hewtigen tag, als diser brief geben ist, gewesen sein czwischen dem Hochgebornen forsten vnd Herren, Hern fridrichen Burggrafen czu Nur einherg vnd den seinen auf ein Seiten, vnd vns vnd den vnsern 242 auf die andern Seiten, daz das alles gütlichen vnd frewntlichen verrichtet vnd verteidingt ist worden mit vnserm guten willen, wissen vnd worte, als hernach gescliriben stet vnd begriffen ist. Czum ersten, Als er vns czu lcauffen hat geben sein Slozz Seldenegk*) mit allen seinen czugehörüngen, Ist geredt worden, daz er vns darvmb geben sol einen güten redlichen kaüfbrief mit bürgen, geleicher- weise, als vns vnser Herre, sein vater seliger gedechtnüzz, geben hat vmb das slozz Gamesfeld. Darczü hat er vns czü kaufen geben alle seine aigen lewte, die czu demselben slozz Seldenegk gehören, Awszgenomen ob derselben eigenn lewte iht in seine Stete geezogen weren biez auf disen tag, die sullen sein be- leiben, vnd diser artikel sol auch in dem kaufbrief, den er vns vmb das egenant slozz Seldenegk geben sol, begriffen werden; wer aber, daz derselben eigene lewte iht abtrunig weren worden, die mochten wir wol vol vordem mit den rechten, Doch also, daz er vns der nicht weren, noch vertreten solt. Auch ist geredt worden vmb den Hofe czü vinsterloch mit seiner czügehorung, den Jacob Lochner von demselben vnserm Herren Burggraf friderich czü Lehen hat, den sol derselb vnser Herre leihen vnd sol auch hindan geseezt vnd in dem kauffe nicht begriffen sein. Es ist auch geredt worden, was der egenant vnser Herr Burggraf fridrich eigner lewte hat, die nicht gen Seldenegk gehören, die er von vnsern güten abgevordert hat, denselben seinen eigenn lewten sol man iren winterpaw volgen lassen czü disen iar, Also, daz sie auch hinter In lassen sullen, als des Landes recht ist on geuerde. Auch mugen diselben sein eigen lewte, die also abgevordert sind, Ire erbe, die sie an vnsern güten haben, wol verkauften hieezwischen vnser frawentag Lieclitmezz der schürst kümt, Also, daz sie die- weil darauf nicht cziehen stillen, vnd mügen die cze kauffen geben lewten, die nicht eigen sein, oder lewten, die des Reichs, der Tewtsclienherren, oder vnser der von Rotemburg eigen sind; vnd wem sie die dann also verkauffeil, Den sullen wir diselben erbe vnuerczogenlichen leihen 011 alles hantlon, vnd miet. wer auch, daz sich derselben eigene lewte in der vorgenanten czeit von den egenanten vnserm Herren Burggraf fridrich icht abkauften, vnd des sein brief brechten, Diselben solt man auch wider auf ire erbe, 011 hantlon vnd miet, cziehen vnd dabey beleihen lassen; Wiebche aber derselben eigenn leute liie- cz wischen Lieclitmezz schirst ire erbe an vnsern guten nicht verkaufen, als vor begriffen ist, so solten wir furbas bey denselben güten gerüt beleiben, vnd wir möchten die verlaszen, wem wir woltcn, vnd solten auch furbas von nyemanden daran gehindert werden. Auch ist geredt worden, vmb den sprach, als der vorgenant vnser Herre Burggraf fridrich dem Peter Judensmit vnserm Burger czügesprochen hat, Nein liehen von des liofes wegen czü Geszler, der von demselben vnserm Herren Burggrafen fridrich czü lelien geet, daz er dem egenanten 31- 243 Judensmit darvmb einen tag für sein manne bescheiden sol, vnd soi dann dar- vmb geschehen, das recht ist. Darnach vmb die wisen, die Aberdarynn genant, vnd als der egenant Judensmit maint, das die eigen sey, vnd der vorgenant vnser Herr Burggraf fridrich maint, daz die von Im czü lohen gehen stille, Darvmb sol man ein frewntlich kuntschaft ervaren, nach des Landes recht, vnd derselben kuntschaft sol Albrecht Ebner verhörer sein; vnd erfindet sich dann, daz die egenant Avise eigen ist, So sol der Judensmit dabey beleihen. Erfindet sich aber, daz sie von den egenanten vnsern Herren Burggraf fridrich czü lelien geet, So sol er dem Judensmit einen tag bescheiden für sein manne in der weise, als vor vmb den Hofe begriffen ist. Auch Als der Judensmit dem vorgenanten vnserm Herren Burggraf fridrichen czü gesprochen hat von etlicher guter wegen vmb die Neuenstatt vnd Hohenegk gelegen, darvmb demselben vnserm Herren das recht erteilt ist worden, Des haben wir vnd der Judensmit In vberhaben. Auch als wir demselben vnserm Herren Burggraf fridrich cziigesprochen haben von Margreten der Glessin, vnser mitburgerin, vnd des weilers wegen czü kyenhart, Darvmb Im auch das recht erteilt ist, Des haben wir In von vnsern vnd derselben vnser Bürgerin wegen vberhaben; vnd als wir Im dann czü gesprochen haben von der fürbringer vnd des Hansen Schreibers kinde, vnd auch der güter vnd vogtey wegen czu vlssenheim, Darumb Im auch sein recht erteilt ist worden, desselben rechten haben wir In auch vberhaben, Doch also, daz er denselben furpringern des rechten vnuerczogenliclien A 'on den Göczen fürbringer iren bruder czu vlfenheMi hellfen sol. Auch süllen wir beleiben an den geleitten vnd czöllen, die von den von Ilohenloch an denselben vnsern Herren Burggraf fridrich kumen sein, als wir brief darvmb haben, vnd als wir auch bey den von Ilohenloch damit herkumen sein: Ez sol auch derselb vnser Herr Burggraf fridrich fürbas von vnsern armen lewten keinen schirm habern nemen, 011 vnsern willen vnd wort. Auch als derselb vnser Herr Burggraf fridrich den Seiczen Ilewbtlein, vnserm Burger, czügesprochen hat von der vierczig malter gelts wegen, die czü Werdegk gehören, daran In der Ilewbtlein entwert hab, als er maint, Darvmb ist geredt worden: wenn das awsgetragen wirdt mit dem Rüdiger Siiczel, es sey mit der mynne oder mit den rechten, Avil dann der egenant Seicz Ilewbtlein in derselben richtigung vmb seinen teil auch also sein, da sol es bey beleiben; wolt er aber des nicht tun, So solt es bey den sechsen, oder dem sibenden beleiben, als der anlasbricf darvmb awsweiset, Vnd darvmb solt In bederseit der edel herre, her fridrich Schenk herre czü Lympurg, einen tag bescheiden 011 geuerde. Es ist auch geredt Avorden, vmb die müle cz xikarach, daz wir daA 7 on demselben vnserm Herren Burggraf fridrich sein gülte vnuer- czogenlichen volgen süllen lassen, Auid was sant kylian vnd die Goczhewser rechts haben aws den czehenden, Das siillen wir In auch volgen lassen 011- geuerde. Auch ist geredt worden von der von fewchtwang vnd andrer, die desselben vnsers herren Burggraf fridrichs sein, vnd auch von dez gerichts wegen, das wir czü Pretheim gemachet haben, daz wir diselhen ir lewte darczu nicht czwingen noch halten stillen, sie wollen dann gerne darauf geen, vnd wir sullen auch die heiligen pfleger darczü nicht czwingen, noch halten, daz sie vns rechnung tun von der heiligen pflege wegen, vnd die gemeine sol heiligen pfleger doselhst seczen, vnd die sullen dann darvmb widerrechen, als von alter herkumen ist. Es ist auch geredt worden, was der obgenant vnser Herre Burggraf fridrich eigner lewte het, die hinter vns sezzen, die möcht er in der Jars- frist bestellen, als des lands recht ist, Awszgenomen was der czü vns in die Statt czü Rotemburg geczogen weren, die Sölten da beleihen, von Im vnd den seinen vngehindert. Geleicher weise, was wir, die von Rotemburg eigner lewte betten, die hinter dem offtgenanten vnsern herren Burggrafen fridrich auf dem land sezzen, Die möchten wir in der Jarsfrist auch wol bestellen, als des lands recht ist; Was aber der in seine Stete geczogen weren biz auf disen tag, die Sölten auch darynnen beleiben, von vf|s vnd den vnsern vngehindert. Auch ist geredt vnd geteydingt worden, was wir Burger vnd andrer lewte beten, die nicht eigen weren, die güte von den egenanten vnserm Herren Burggraf fridrich, oder den pfaffen czü fewchtwang, oder andern den iren heten, wo das were, daz wir diselhen vnser Burger vnd lewte dar czü halten sullen, daz sie ire erbe an denselben guten hieczwischen vnd vnser frawen tag czü Liechtmezz der sc, bir st, kiunt selber besezzen, oder daz sie die verkauften lewten, die nicht eigen weren, vnd selber darauf sezzen oder In die aufgehen on geuerde. Gleicherweise het der oftgenant vnser Herr Burggraf fridrich, die pfaffen von fewchtwang, oder die iren iht Burger oder arm lewte, die nicht eigen weren, die güte von vns oder den vnsern heten, wo das were, daz sie diselhen Bürger vnd lewte darczü halten stillen, daz sie ire erbe an denselben güten hieczwischen vnd vnser frawen tag Liechtmezz nu scliirst selber besezzen, oder daz sie die verkawfften lewten, die nicht eigen weren vnd selber darauf sezzen, oder In oder den ire die aufgehen on geuerde. Auch ist geredt worden vmb alle Spruche, die er vnd wir aneinander beschriben geben haben, die nicht grünt vnd podem anrüren, was er vnd die seinen czü einczlichen personen, die vns czügehören, czü sprechen haben, Darvmb sol er vnd die seinen recht vordem vnd nemen von den, die in der Stat siezen vor dem Rat czü Rotemburg, vnd von den, die auf dem land siezen in den gerichten, darynne sie gesezzen sein. Gel eicherweise, was wir oder die vnsern czü seinen Dienern vmb Sprüche, die nicht grünt vnd podem anrüren, cze sprechen haben, Darvmb Süllen wir vnd die vnsern recht vordem vnd nemen, vor Im oder seinem Hofmeister; Weren es aber Burger oder andere sein arm lewte, von den Süllen wir vnd die vnsern vmb Sprüche, die nicht grünt vnd podem anrüren, recht vordem vnd nemen in den Gerichten, darynne sie gesezzen sein. Es ist auch besunder geredt worden, daz der oftgenant vnser Herre Burggraf fridrich vnd auch wir, die von Rotern- Imrg siezen vnd beleiben sullen, yetweder teil bey allen seinen güten in sölicher gewer, als wir bederseit gesezzen sein biz auf den tag, als der brief geben ist. Auch so ist nemlich geredt vnd geteidingt worden, daz auf die vorgeschriben teyding alle klage vnd czüsprüche, die der obgenanter vnser Herre Burggraf fridrich vnd wir bederseit czü einander haben, vnd die sicli czwischen Im vnd vns biz auf disen tag verloffen haben, genczlichen verrichtet vnd ab sein sullen, Doch also, ob der oftgenant vnser Herr Burggraf fridrich, oder wir, die von Rotemburg ilit gerichte haben in dörffern, oder wo das ist, da lewte von alter ein gehören, diselben lewte sol man diselben Gerichte süchen lassen, als von alter herkamen ist on geuerde. vnd daz auch das alles, als vorgeschriben stet vnd begriffen ist, getrewlich gehalten vnd volfuret werde, des czü warem vr- kunde geben wir, die obgenanten Burger dez Rats vnd der Stat gemeinlich czü Rotemburg vf der Tawber disen brief, versigelt mit vnserm anhangendem In- sigel. Darczü so haben wir gepeten die erbern vnd weisen die Burger dez Rats der Stat czü Nüremberg, daz sie Ir Insigel czü dem vnsern czü gcczewgnuzz an disen brief gehangen haben, vnd wir, diselben Burger dez Rats der Stat czü Nüremberg bekennen auch, daz wir vnser Insigel czu der obgenanten von Rotemburg Insigel czü geczewgnuzz aller obgeschriben saclie vnd teyding gehangen haben an disen brief, wan die vnsern vom Rate dabey gewesen sein, daz es alles czwischen beden teilen geredt vnd geteidingt ist, als vorgeschriben stet, doch vns vnd vnser Stat vnschedlichen. Geben am dmstag nach sant Jacobstag dez Cwelfboten, Nach Crists gepurt vierezehenhundert vnd in dem Vierden Jare. Stts km Stotjjmbnrgcr 33tidjlcitt ks -ptascnburgtr Srdjines. *) Seldenech im Landger. Rothenburg. CCLY 5. August 1404. Oswald Graf von Truhending quittirt dem Burggrafen Fridirich zu Nüren- berg. seinem gnedigen hern, über fünfzehn und einen halben gülden fälligen zins. Geben nach Christi geburt virzehenhundert jar und darnach in dem vir- den Jar, an sant Oswalts tag dez heiligen küngez. (Original im jtötiigl. Inir. ^roniitfialardihc jti lambcrg. 24G CCLVL 25. August 1404. Wernher Pairstorfer, Lantrichter in der Graueschaft zu Hirsperch, setzt den Albrecht Jarstorfer zu Pirpawm in Nutzgewähr aller Güter Hansen Wildensteiner zu Wildenfels, und ertheilt im zu Schirmern: alle Hern von Payrn, den Bischoff von Eystet, den purgroff von Nuremberg, hern Friderich von Ilaideck, hern Hadmar von Laber u. A. m. Geben zu der Freinstat, des Montags nach sand Bartholomes tag, in aller masz, als das lantgericht wer gewesen zu den Kelern, Anno domini Millesimo quadringeiitesimo quarto. iMgitml im Söiügl. Bninadjcit 2?eid]snrrljiar. CCLVI1. Ilcnrrs einiger I'3urggräfliiijcr jFreigclasseneii, siri] nimmer in einen untreren Itrrn iL v cibeigennii]uft gt begehen. 8. September 1404. Wir, die hernachgeschriben, Bekennen vnd tun kunt offennlichen mit di- sem brief vor allermeniclichen: Chuncz Spelter, Hans Ritter von hawsen, Tol- man (sie!) von lenckersteten, Chuncz Kistner, Chuncz lange, Michel Reischer, Merthein Walderstein, Hans Rosziem, Chuncz Schuman von Speckheim, Dyt- rich Rudolf von Smalfelden, Dymar Key fers Sün, Hans Emhart, Hans Mawrer von Piafehlen vnd Ilemcz Gleisz. Alz vns der hocligebome fürste, vnser gne- diger herre, her fridrich Burgraue zu Nuremberg, sulcher eigenschaft, als wir sein eygen sehr gewesen, ledig vnd loz gelassen vnd gesagt hat, als wir des sein ledigsagen brieff haben: Darumb haben wir Im versprochen, vnd versprechen auch in kraft diezs briefs, das wir vns nymand fürbasz zu eygen geben, noch machen sullen; wer abir, daz wir alle, oder ettliche ausz aus, ymandes anders eigen werden woltcn, oder zu eygen geben, Welche ausz vns das teten, dem ader den solten solicli ledig sage brieff, die vns dann der vorgenant vnser gliediger herre geben hat, nicht zu nücze, noch zu frumen komen, vnd solten auch solich brief, die vns also geben sein worden, weder kraft noch macht haben, Sunder der ader die, die sich also awsz vns anderswohin eigen woltcn, Solten des vorgenanten vnsers gnedigen herren eigen sein, Als 247 wir vormals gewest weren, ee er vns seinen ledig sage brieff gäbe. vnd des zu vrkunde vnd zu merer sicherheyt, So haben wir vorgenant den Edeln vnsern lieben besundern, herren Schencken Fridrichen Herren czu limpurg, gebeten, das er sein Insigil an disen brieff gehangen hat, doch Im on schaden, vnd wir yczgenant Schencke Fridrich herre zu limpurg Bekennen, das wir von fleisziger bete willen der obgenanten vnser Insigil an den brieff gehangen haben, Der geben ist zu Creuslheim (sie!), an Montag vnser frawen tag als sie geporen wart vnd nach Cristi gepurt vierczelienhundert vnd darnach in dem Vierden dar. #nncinhiidjcr ks Inrggrnftljnms Itüraüerg. CCLVIII. (Ein n du Burggraf imkidj frrigHn.ssnitr ibilitipiicr gthilif, sictj nimmer in frank lÄipisdjaft begeben. 13. September 1404. Ich Michel von Idiltgersthawsen Bekenn vnd tun künt offennlich mit disem brieff vor allermeniklich. als mich der hochgeborn fürste, mein gne- diger herre, Her Fridrich Burggrafe ze Nürnberg, solicher eygenschafft, Als ich sein eigen gewesen byn, ledig vnd loz gelassen vnd gesagt hat, als ichs des seinen ledigsagbrieff han: Darvmb lian Ich Im versprochen, vnd versprich auch in krafte diez briefs, das ich mich nyemanden fürbasz zu eygen geben, noch machen sol; Wer es aber, das Ich yemandes anders eygen werden wolt, oder mich zu aigen gebe, So solt mir der ledigsag brief, als mir der egenant mein gnediger herre geben hat, nicht cze nueze noch cze frumen kummen vnd auch furbas weder kraffit noch macht haben, Sunder solt ich des vorgenanten meins gnedigen herren eigen sein, Als ich vormals gewesen byn, ee Ich seinen ledigsagbrieff gehabt han. vnd des czu vrkunde vnd merer sicherheyt han Ich gepeten den Erbern vnd vesten Wilhalm Truchsezzen, Greynet genant, daz er sein Insigel an disen briefe gehangen hat, doch Im on schaden, vnd ich yeezgenanter Wilhahn Truchsezze Bekenn auch, das ich, von fleizziger pete willen des egenanten Michels von hiltgersthawsen, mein Insigel an den brieff gehangen han, Der geben ist am Samstag vor des heiligen krewezes tage als es erhaben ward, Nach Crists gepürt vierczelienhundert iar vnd in dem Vierden Jare. (®micint)iirljcr ks Inrggraftjjums liirtikrg. CCLIX. 29. September 1404. Heinrich von Czedwicz, Amptmann zu Schönnecke, bekennt, daz in Engelhart Goltsmide, Bürger zum Hofe, von wegen Burggraf Johannsen zu Nuremberg bezalt hat 25 Gulden für ein Pferd. Gescheen zum Hofe, an sand Michelstage, MCCCCIY. (Original im Böntgl. 33air. |Srütiinjialard)iue |n Bamberg. CCLX. 30. September 1404. Quittung des Heinz und Jan der Veiltscher gegen Burggraf Fridrich zu Nuremberg über ganzliche Bezalung aller Schuld, dafür Erenfrid von Seckendorf und Ulrich von Kinsperg Bürgen gewesen. Geben zu Culmacli, am Dinstag nach Michaelis, 1404. (Original im Bättigl. Bair. |5rntiinjialani)ine ja Bamberg. CC'LXI. ins BCanögcrirfjt |ti liirsrijkrg $i\)\ kn Ilntljcs fdjtnk in Mutigem iiljr seiner Inrggräflidp BÜcjjcn. 20. October 1404. Ich Wernher pairstorifer, lantrichter in der graueschaft zu Hirsperch, bekenn mit dem brieff, das für mich cham ingericht mit vorsprechen Mathes Schenk zu tegning, vnd behub mit volg vnd mit Frag vnd mit dem rechten vnd mit voller ganezzer chlag vnd anlait, die er aus ersessen hat, als recht ist vnd als er wol erzewgt hat mit gerichtz brieffen vnd mit dem gesworn fronbotten, der dar vmb gesagt hat auff seinen aid, das er behabt hat mit dem rechten alle die lehen, die sein anherre selig vnd sein vatter zu lohen gehabt haben von den von Truchending, wie die selben lehen genant sein vnd wo die gelegen sein, nichcz aus genomen. Vnd dann besunder hat er behabt mit dem rechten die gewet vnd flurecht in den drein veldern zu diet- furt, zu Österdorff vnd zu tegning. die selben obgenanten lehen alle hat er 32 B(l. VI. 249 beliabt mit dem rechten für sein erchlagt vnd angeerbt gilt vnd für sein recht lehen von dem edeln vnd wolgeporn hern, groff Fridrichen purgroff zu Nurem- berg, Ynd hat auch behabt die obgenanten flurrecht vnd gewet in den drein veldern, als oben geschriben stet, also, das im yeder, der die gewet pricht, als oft das geschieht, so ist er im verfallen z weif Regenspurger pfenning vnd zwelff kes jarlichen von yedem flür, zu östern, zu pfingsten, zu Weichennächten, aufl' yeder frist vier kes. Mathes schenk zu tegning ist auch der obgenanten lehen aller flurecht vnd gewet, als oben geschriben stet, gesäzzt in rechtew nüczlichew gewer vnd vndertenig gemacht mit dem rechten, das chain laugen do für gehört. Er sol auch die obgenanten lehen vnd besunder die flurecht vnd gewet beseezzen vnd entseezzen, nyessen vnd inn haben mit allen nuezzen, eren vnd rechten für sein behabt vnd erchlagt vnd angeerbt gut vnd für sein recht lehen, als oben geschriben stet. Brieff vnd. schermer sein im geben vnd ertailt mit dem rechten, vnder des lantgerichtz insigel: alle hern von payrn, der Bischolf von Eystet, her Fridrich von Haidek, her hadmar von laber, her albrecht vnd jobs von abenspercli vnd alle von wolfstain, Sweigker von gun- dolfingen der jung, vnd wer lantrichter ist vnd wer im dor zu hilft vnd schennpt, des er begert, die tun all recht vnd nicht vnrecht. Geben zu Rietenburk, des Montags nach sand gallen tag, in aller der mazz als das lantgericht wer gewesen zu Dietfurt, Anno Domihi Millesimo CCCC° quarto. (Drigittul im liiitigl. Änirtsdien lEtttjäurdjiiit. CCLXII. Burggraf Icljanii III. jti lürnterg iibrrsrnbrt seiner .#d]rtiestrr Beatrix, ucroi. Ijcijogiii unn (Dsttntidj. llisdjrift itjrer (Eljebriefe. 1. November 1404. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue czu Niemberg, Bekennen öffentlichen mit disem briete allen den, die In sehen oder hören lesen, das die hoehgeborne fürstinne vnserr liebe Swester, frawe Beatrix Herczoginn zu Osterrich, vns geschriben vnd gebeten hat, Ir abschrifte czu senden etlicher briel'e, die sie habe von dem Hochgebornen lürsten, herrn Albrechten Herczogen zu Osterrich, Irem Gemahel vnd vnserin lieben Swager seliger gedechtnusz, die wir In vnserr 250 gewalt, haben, Sunderlichen solieherr briefe, Als sich derselbe vnserr Swager vnd vnser lieber herre vnd vater seliger gedechtnusze, von irer fruntschafte, heyratgutes vnd andrer geschefte wegen geneinander verschriben vnd verpun- den haben, vnd auch von solieherr briefe wegen, Als die Hochgebornen fürsten Hertzog Wilhelm, Herczog Lewpolt vnd Herczog Albrecht, vnser lieber Oheim auch selige, darczu gegeben haben, dieselben briefe wir alle gesehen haben vnd hören lesen, mit ganezen guten vnd gerechten Insigeln vnd an Schriften a ml on allen andern dingen vnverseret, die von wort zu worte genczliehen lauten vnd ausweiszten, als hernach geschriben stet. *) der Erste : : Der ander briefe : Der dritte briefe : Des zu vrkunde vnd warem Bekentnusz haben wir obgenanter Johanns Burggraue zu Nuremöerg vnser I11- sigel an diezs vidimus vnd abschrifte tun hencken. Geschehen zu Piassemberg, an aller heiligen tage, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Quarto. dDftginal im 35. 35 . 3fnns - mtb ittantsnrdjine ja Wim. Anh. das bei Nr. CCCCLXIX. abgebildete grosse Bracken - Siegel des Burggrafen Johann. ") Hier folgen die in Mon. Zoller. T. IV. Nr. CCLXVI., CCLXV1II. und" CCXCIX mitgetkeilten drei Ehebriefe- der Herzogin Beatrix von Oesterreich, geb. Burggräfin zu Nürnberg. CCLXII1. 1er pfarrrr in lEitisliirdp nerkaft an Inrggrof Jtickidj einen Junten jii <#takln. 9. November 1404. Ich lieinrich lewpoldis, Pfarrer zu Emskirchen, Bekenn offennlichen mit disem brief, für mich vnd alle mein Erben, daz ich recht vnd redlichen verkawft habe, vnd gibe auch zu kawfen in krafft diezs briues dem hochgebornen fürsten, meinem gnedigen herren, hern fridericlien Buregrauen zu Nüremberg vnd allen seinen Erben, einen Zehende zu Stadel gelegen, den ich gekawfft habe vmb Cunraten Rudolfen zu Emskirchen vnd den bizher von denselben seinen gnaden zu leben gehabt habe, vnd sol vnd wil In des vertreten vnd veranttworten an allen steten, vnd auch des weren nach des lanndes syeten vnd rechten zu francken on allez geuerde. Vnd des zu urckünde gibe ich diesen brief, versigelt mit meinem anhangendem Insigel, der geben ist am Suntage vor Martini, Anno domini M° Quadringentesimo Quarto. (Original im (Rünigl. Sair. ^ärouinüalardjiuc ;u Samberg. 32" 251 CCLXIY 10. November 1404. Hans Nevensteter der Jung, Amptman zu Krevelsheym bekennt, daz er der 100 Gulden, die im Burggraf Johans schuldig war, durch Heinrich Ram- pausch, Pfarrer zu Crewsen, hezalt worden. Geben an sant Merteins Abend, MCCCCIV. ißtigitml im König!. Jkir. ^rnniit|ialaniji »E jit Bamberg. CCLXN Jnekirij Jjtjjrnk in J'inprg, Hauptmann bis Banbfmto in iranktn, ridjtct, auf Ilagi Burggraf Inljann's )ii lürnhErg, iibrr bin Banb£shE5d]äbigting ks dErjjarb Aster nun Icntinns. 12. November 1404. Wir fridrich Schencke, herre zu Lyntburg, haubtmann, vnd die echte, die mit vns vber den lantfride in francken vnd in Beyern geseczt seinde, Tun kunt mit disem briefe, das für vns körne In gerichte Johannes Pawscher, an stat, von wegen, mit vollem vnd ganczem gewalt des hochgeboren fiirsten vnd lierren, hern Johansen Burgrauen zu Nuerenberg, den er nach recht beweyst, vnd clagt mit fürsprechcn zu Erharten förster zum Newenliaws gesessen, Dor- mnb, das er vnd sein gewalt desselben lierren armlewten In den Ampten zu Hochemberg, zu weyssenstat vnd zu Chirchenlomnicz ir kwe, pferde vnd ander ir habe vnd gute genomen vnd liinwecke getriben vnd gefürt bete, vnd wer geschehen gein Newenliaws ausz vnd ein von im vnd zu Im, vnd hielt auch im vnd seinen armlewten das alles noch vor Rewpüch mit gewalt on recht Im Newenfride, vnd sprach doran liete er den obgenanten lierren besehedigt auf tausent marck sylbers, vnd bracht auch das mit dem gesworen boten, alz er durch recht solt, das er im fürbot vnd pfantbriefe dorumb gesaut liete. vnd wan er dez nicht verantwort, noch vertreten hat, alz er durch recht solt, Dorumb ist erteilt worden, das der obgenant Burgraf Johans die vorgeschriben tausent marck sylbers auf den egenanten Erhart förster erclagt vnd eruollet hat, das kein laugen mcr döfür gehört, vnd sol man Im mit dem lantfride dorumb zu im beholffen sein, als er geseczt ist ongeuerde. Wer aber, das sich der 252 obgenant förster mit dem vorgenanten herreil Burgrafen Johansen frewntlichen richten wolten, Also, daz er seiner vorgescliriben Sache gen wolt an vns, die vber den lantfride geseczt seinde, Ee dann man auf In züge, an derselben richtigunge sol sich der obgenant herre Burgraf Jolians lassen benügen vnd abrichten, wie wir oder der merer teil yntter vns daz erkanten vnd zu rat würden ongeuerde. Wer auch, das der vorgenant herre Burgraf Johans den obgenanten Erhart förster in dlieiner veste oder Stat oder in dheinem gerichte betrete, So solt im derselbe herre, Richter, oder Amptman zu im beholffen sein, daz er seiner vorgeschribner sache bericht werde, vnd sol dhein geleit fürtragen, vnd wen er also anrüft, vnd daz der des nicht entete, vnd im dorczu nicht beholffen were, zu dem wolten wir richten, alz der lantfride stet. Geben zu der Newenstat an der Aysch, mit vrteil, vntter des lantfrids Insigel, am Mitwochen nach sand Mertteinstage, Nach Cristi geburde vierczehenhundert iare vnd dornach In dem Vierden Jare. (Dttgitml im Küttigl. Bnir. ^Stnuinjialat'diittB }tt Jkinöcrg. « CCLXVI. Itirggraf Intjann Eignet km Sllkrkiligcn-Illtiir }\\ Cnlmhnijj (lüter gt (Lfecrskuf nnb Idsknkrg. 15. November 1404. Wir Johanns von Gottes Gnaden Burggraue zu Nürmberg, bekenne offendlich mit diesem Brieff, das wir freyhen einen Hoff gelegen zu Gossersdorf, der von uns zu lehen ist gangen, und zwei gütlein zu Liestenberg, die etwann Conrad Ratlochs gewest sind, und die er zu aller Heyligen Altare in der Plarr zn Culmbach hat gegeben; auf denselben gütlein wir fron vnd hüner bishero haben gehabt, davon wir sie frei, ledig und losz sagen, und dasz der Priester, Herr Nicolaus Schnabel, dem wir die mesz geliehen haben, oder wem wir oder unsere Erben in künftigen Zeiten als einen Verweser des ehegenannten altars leihen werden, dieselben gut besitzen mag. Geben zn Flassenberg, am Sambstag vor Ottmar (sie!). Archiv für Ob ertranken Bd. II. Heft 1. S. 86. 253 CCLXVII. 28. November 1404. Otto Lamprecht zum Zahelstein bekennt, daz er für die pferde, die er in der hochgebornen Fürsten, Johansen und Fridrichen Burg grauen zu Nuremberg, dinste vor Erdfurt verloren, entschädigt sey. Geben zu Ulfenheim, am Freytage vor sand Endres tage, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Quarto. Original im Unnigl. 3kir. pbrouinpnlnrrijinr |ti ÜBatnbfrg. ccLXVin. fällst SiuiDtcni VII. bietet, nttf Inlass Burggraf intbridj's in Mümling, V\t gtistlidjen UBcridjtc gegen Ihiijjmr auf. 1. December 1404. Innocentius episcopus, seruus seruorum dei, Yenerabili fratri Episcopo Herbipolensi, Bambergensis ac beate Marie Erfordensis, Maguntinensis dioce- seos ecclesiarum Decanis, Salutem et apostoheam benedietionem. Exhibita nobis pro parte dilecti filii, Nobilis viri friderici Burggrauii Nurembergensis, Bambergensis dioceseos, petitio continebat, quod olim tarn ipse, quam etiam progenitores sui quedam Opida, Castra, Officia laicalia, Aduocatias, terras, domos, vineas, possessiones, redditus, prata, pascua, nemora, molendina, iura, iurisdictiones et nonnulla alia bona ad ipsos spectantia, datis super hoc litteris et mstrumentis ac interpositis iuramentis, factis renuntiationibus et penis ac aliis quampluribus exquisitis conditionibus, cautelis et cautionibus adiectis, nonnullis tarn nobilibus, quam aliis personis aliquibus earum ad uitam, et quibusdam ad non modicum tempus, ac aliis perpetuo, ad firmam uel sub annuo censu, aut loco pignorum pro pecuniarum summis, seu aliis de causis obligarunt et concesserunt et ahquibus terras et pecuniarum summas nonmodicas, ex causis minus legitimis, dare indebite promiserunt, requirendis interdum non requisitis aut consentientibus, ipseque persone liuiusmodi Castra, Opida, Officia, Aduocatias, terras, domos, vineas, possessiones, redditus, pascua, prata, nemora, molendina, iura, iurisdictiones et alia bona liuiusmodi pretextu obligationum predictarum per plura tempora detinentes fruetus, ex eis 254 nonmoclicum ultra sortem ascendentes perceperunt et percipiunt, nonnulli etiam huiusmodi fructibus 11011 contenti plurima diuersis usure exquisitis co- loribus, a progenitoribus et friderico predictis per usurariam prauitatem extorserunt, ipsique progenitoribus et friderico intollerabilia damna intulerunt et adhuc ab ipso friderico indebite premissas et alias pecuniarum suinmas per ob- stagia fideiussorum ipsius friderici, aut alias per depredationes, incendia et inuasiones patrie et locorum ad ipsuin fridericum spectantia extorquere non uerentur, in ipsorum animarum periculum et dicti friderici 11011 modicum detri- mentum. Quare pro parte dicti friderici nobis fuit humiliter supplicatuin, ut prouidere sibi super hoc de oportuno remedio dignaremur. Nos itaque huiusmodi supplicationibus inchnati, discretioni uestre per apostolica scripta coin- mittimus etmandamus, quatinus uos, uel duo aut vnus uestrum, peruos, uel alium seu alios, omnes et singulas personas huiusmodi, illas uidelicet, quas ipse fridericus uobis per se uel alium duxerit nomiuandas in specie, alias uero in genere, sub excommunicationis et aliis formidabilibus penis sententiis et cen- suris, de quibus uobis uidebitur, auctoritate nostra moneatis et infra certum terminum peremptorium competentem, eisdem personis per uos prefigendum, sua sorte contente et perceptis in sortem computatis, Opida, Castra, Officia, aduocatias ac omnia alia bona supradicta et etiam ea, que ultra sortem, per usurariam prauitatem huiusmodi, a progenitoribus et friderico predictis, ut premittitur, extorserunt, restituant, et ab huiusmodi extorsionibus, depreda- tionibus et inuasionibus penitus desistant, alioquin declaretis, easdem personas sententias et penas huiusmodi incurisse, easque faciatis excommunicatas et alias, ut tales publice nuntiari fideiussoribus, nec non iuramentis fideiussio- nibus, renuntiationibus ac aliis cautelis et conditionibus supradictis penitus relaxatis. Et nicliilominus fideiussoribus prefatis, ne decetero obstagia dent, acHospitibus seu Iiospitia publica aut priuata tenentibus, in partibus il Iis con- stitutis, ne obstagia sie facere uolentes decetero quo quo modo reeipiant, sub eisdem penis, sententiis et censuris eadem auctoritate mandetis, Prouiso ne ad presentimn executionem procedatis, nisi prefatus fridericus restituat, si quas prefati progenitores extorserunt, uel ipse extorsit aliquando usuras, cum fru- stra legis annexum inuocet, qui connnittit in legem, Et insuper processus per uos super hiis habendos legitimos, quotiens expedierit, aggrauare curetis, C011- tradictores per censuram ecclesiasticam appellatione postposita compescendo, Inuocato ad hoc, si opus fuerit, auxilio brachii secularis, Et nicliilominus, si }ier smnmariam informationem per uos super hiis habendam uobis constiterit, quod monitiones, citationes et huiusmodi processus personis ipsis, nec non aliis, quas ipsi processus concernent, tute nequeant publicari, uos monitiones et citationes ac processus eosdem per edicta publica, locis affigenda public is eisdem partibus uicinis, de quibus sit uerisimilis eoniectura, quod ad notitiam personarum huiusmodi ac aliorum predictorum, quos ipsi processus concernent, peruenire ualeant, quotiens opus fuerit, auctoritate predicta publicare curetis. Yolumus autem et eadem apostolica auctoritate decernimus, quod processus, nionitiones et citationes per uos taliter, ut prefertur, habendi perinde monitos et citatos ipsos arctent ac, si eis intimati et insinuati presentialiter et personaliter extitissent, pie memorie Bonifacii pape Villi predecessoris nostri ceterisque constitutionibus apostolicis ac aliis contrariis non obstantibus quibuscunque, Seu, si aliquibus communiter uel diuisim a sede apostolica indultum existat, quod interdici, suspendi uel excommunicari non possint per litteras aposto- licas, non facientes plenam et expressam ac de uerbo ad uerbum de indulto huiusmodi mentionem. Datum Rome apud Sanctum petrum, Kaiend. Decein- bris, Pontilicatus nostri Anno Primo. (Original im -Königl. 35nir. ^rntiinjialnrdjitic jtt 3ßambrrg. CCLXIX. Itinig flttpraljt gestattet seinem Jhljmnger, Burggraf irirbridj VI., bie tintt seinem <#djitiiegeruater JFriebridj V. iljm statt cBJjegelb nergfanbetc Beste Igilientriibingen nnb Üfcibenljeim girtiebtnlöseii. 4. December 1404. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, zu allen zyten merer des Richs, Bekennen vnd dun kunt ofiinbar mit diesem briefe allen den, die yn sehent oder horent lesen. Als Hoendrohendingen die veste vnd Heidenheim der Marckte, mit zinsen, gulten vnd allen andern zugehorüngen, vns von dem hochgebornen fursten, vnserm lieben Sweher, Burggraue Friederich von Nurem- berg dem alten seliger gedechtnisse, für ein summe geltes, die er vns zu zugelte geben solte zu der Allerdurchluchtigsten hochgebornen furstynnen Elizabeth Romischer kunigynne, vnser lieben husfrauwen, verschrieben vnd Inngeben ist, nach uszwisunge derbriefe*) darübergemacht, als wir die auch etwie vil Jare biszher Innegehabt vnd beseszen haben, vnd als wir auch vnserm lieben getruwen Hannsen von Mittelburg dieselben vesten Hoendrohendingen vnd 256 Heidenheim den marckte mit yren zugehorungen, vor fünfftusent vnd Nün- hundert gülden ducaten vnd vnger. furbasz verschrieben vnd Inngeben haben uff einen widderkauff, als dann die briefe besagent, die wir yme darüber geben haben: Des sin wir mit dem hochgebornen Friederiche Burggrauen zu Nurem- herg, vnserm heben Swager vnd fursten, uberkomen, das er den obgenanten Hannsen von Mittelburg siner vorgenanten schulde, darfur wir yme Iloen- drohendingen vnd Heidenheim verschrieben vnd Inngeben haben, als vorgeschrieben stet, genczlichen bezalen vnd yn darumb uszrichten sal, vnd vns auch vnsere briefe, die wir dem vorgenanten Hannsen von Mittelburg darüber geben haben, widder in vnser gewalt schaffen vnd antwurten sal. vnd darczu sal vns der vorgenant vnser Swager Burggraue Friederich uszrichten vnd beczalen, als wir dann auch mit yme uberkomen sin, das esz sich mit dem gelte, daz er Hannsen von Mittelburg antwurten vnd beczalen wirdet, zu- samen dreffen sal uff zwolff tusent guter Rynischer gülden; vnd vor dieselben summe gelts sal dann der vorgenante vnser Swager Burggraue Friederich vnd sin erben die vorgenante vesten lloendrohendingen vnd Heidenheim den marclct, mit allen eren, nüczen vnd zugehorungen, furbasz Innehaben, nüczen vnd nyszen, als andere yre eygene gutere, Doch das sie vns vnd vnsern erben der losunge daran vor die obgenanten zwolfftusent gülden gehorsame sin sollen, die wir auch also losen mögen, welche zyt wir in dem Jare wollen. Vnd so wir oder vnser erben daz also von yn geloset haben, so sal esz furbasz vnser pfand sin vnd verüben (sie!) vor soliche summe zugelts, als vns dann der ob- genant vnser Sweher Burggraue Friederich der elter seliger gedechtnisse zu vnser husfraüwen daruff verschrieben hat, vnd als wir daz iczunt Innehaben, nach uszwisunge der briefe darüber gemacht ane geuerde. Orkunde dissz brieffs, versiegelt mit vnser kuniglicher Maiestad anhangendem Ingesiegel, geben zu Heidelberg, uff sant Barbaren tag der heiligen Jungfrauwen, In dem Jare nach Cristi gehurte vierezehenhundert vnd darnach in dem Vierden Jare, vnsers Bichs in dem funfften Jare. Ad mandatum domini Regis, Johannes winhehn. (JDrigino! im lönigl. Inir. Ikaoinjialardjuie ;n Sttimtag. •) S. T. IV. Nr. LXXXV. 33 Bd. VI. 257 Burggraf Jfriefrrirfj tmir 5cinc (ieinaljliit (flisabetjj ncrHanfen Icmiljnf im ifaiis pirkljrinicr, Bürger jii Üirnürrg. 16. Januar 1405. Wir von Gottes gnaden Friderich Burggraff zu Nürnberg undt Fraw Elszbeth, sein Ehelige gemahl, Bekennen, llir uns undt all Ynsere Erben undt Nachkommen, undt Thuen Kundt öffentlich mit diesem brieff allen denen, die ihn sehen oder hören lesen, dasz wir einmüthlichen, mit wohlbedachten muth undt guten Rath unsers Raths undt lieben getrewen, durch Ynsern nutz und Nothdurft haben recht undt redlich verkauft undt zu Kaufen geben dem bescheidenen Manne Hansen Birckhamer, burger zu Nürnberg, undt allen seinen Erben undt Nachkommen Vnser dorff zum Neuenhojf*) genant undt alle unsere gutter, Zinsz, gültt und Rechte daselbst, mit seinen Zugehörungen, undt auch nembliehen das Iialszgericht, dasz wir daselbst zum Neuenhoffe haben, mit nahmen das lehn in den dorff, dauon Hansz Pühler Jährlichen gibt zwey gülden, ein Herbstliun und ein Fastnachthun, dasz lehn, da derselb Hansz Pühler aufsitzt, daran er Jährlichen gibt zween gülden undt ein orth eines gülden, Ein Herbsthun undt ein fastnachthun, das lehn bey dem baumbe, davon derselb Hans Pühler Jährlichen gibt ein gülden und ein orth eins gülden, ein herbstliun undt ein fastnachthun, dasz lehn oben im dorff, davon der ehe genant Hans Pühler Jährlichen gibt zween gülden, ein Herbstliun und ein fastnachthun, dasz lehn, davon der Herman Schmitt undt sein gesellen Jährlichen geben anderthalb en gülden, ein Herbsthun undt ein fastnachthun, dasz lehn, dauon der Wernlein Ilirschman Jährlichen gibt anderthalb gülden, ein Herbsthun und ein fastnachthun, dasz lehn genant das Pesenlehn, davon der Wemlar gibt Jährlichen zween gülden minner ein halbes orth eines gülden, ein herbstliun und ein fastnachthun, dasz lehn, darauf derselb Wemlar wohnhaft ist, davon Er Jährlichen gibt zween gülden undt ein orth eines gülden, ein Herbsthun undt ein fastnachthun, dasz lchen bey dem Mayrhoff, dauon der ehegenante Wemlar Jährlichen gibt zween gülden, ein Herbsthun undt ein fastnachthun, dasz lehn unten im dorff, dauon der Weyse Jährlichen gibt anderthalb gülden, ein Herbstliun undt ein fastnachthun, dasz leim darauff derselb Weyse wohnhaft ist, dauon Er iährlichen gibt zween gülden, ein Herbsthun undt ein fastnachthun, die zwey Mayerslehn, davon der ehegenant Weyse und Hansz Grasznauer iährlichen geben dritthalben gülden, zwey Iderbsthüner vnd zwey fastnachthüner, ober des Mayershoff zwey lehn, davon der Keglholtz iährlichen gibt dritthalben gülden, zwey herbsthüner undt zwey fastnachthüner, das lehn, dauon Fritz undt Heinz die goder iährlichen geben anderthalb gülden, ein Herbstliun undt ein fastnacht- hun, dasz lehn, dauon der götz drechsel iährlichen gibt ein gülden undt ein halbes ort eines gülden, ein Herbsthun undt ein fastnaclithun, dasz lehn, dauon der Prenttel undt sein helffer iährlichen geben ein gülden undt ein ort eines gülden, ein herbstliun und ein fastnaclithun, dasz lehn, dauon der Fritz Weber iährlichen gibt einen gülden, ein Herbstliun, ein Fastnachthun, dasz lehn, dauon hans drechsel iährlichen gibt ein gülden, ein Herbstliun undt ein fastnaclithun, dasz lehn, der schützin lehn genant, gibt iährlich ein gülden und ein ort eines gülden, ein Herbstliun undt ein Fastnachthun, dasz lehn, dauon der Cuntz schuster iährlichen gibt anderthalb gülden undt ein ort eines gülden, ein <_> o o Herbsthuri und ein fastnaclithun, dasz lehn, dauon die alte Phülerin iährlichen gibt dritthalben gülden, ein Herbstliun undt ein fastnaclithun, dasz lehn, davon der Haincz Simon iährlichen gibt dritthalben gülden, ein Herbstliun undt ein fastnaclithun, zwey lehn, dauon der Stör undt sein Iiclffer iährlich geben drey gülden, zwey Herbsthüner vnd zwey fastnaclithünner, dasz lehn, davon der Peckher iährlichen gibt zween gülden, ein Herbsthun undt ein fastnaclithun, undt das lehn dauon der götz drechsel undt sein helffer iährlichen geben einen halben gülden, ein herbstliun undt ein fastnaclithun; undt dazu auch neinbhellen die Yogtey undt rechte, die wir haben daselbsten zum Neuenhoff an den hernachgeschriebenen güttern : mit nahmen zwey lehn, dauon der obgenant Hans Pliuler iährlichen gibt sechzehn Metzen dinkhel undt ein Viertel habern, Ein lehn, dasz flieglehn genant, davon der vorgenante Weyse iährlichen gibt acht Metzen dinckhel, ein Vogthafft gut, dauon der ehegenant Stör iährlichen gibt acht metzen dinckhelsz, das gutli, darauf der obgenant Wemlar sitzet, dauon er iährlichen gibt acht metzen dinckhel, ein Vogthafftes gut, davon der Mayr iährlichen gibt acht metzen dinckhel, den Mayrhoff, dauon der vorgenant Weyse iährlichen gibt dritthalb Sümmer dincklicls nach schlechten inasz undt zwey Sümmer habern undt ein Viertel Habern, aber der Mayrhoff, dauon der «/ 1 tj 1 obgenante Kegeilioltz iährlichen gibt dritthalb Sümmer dinckhels nach schlechten mas undt dritthalb Sümmer habern nach rawen masz, undt ein guth, dauon Heinz undt Friz die goder Jährlichen geben acht metzen dinckhelsz; undt dasz vorgenant dorff undt Gütter alle zum Ncucnhoff undt auch die Vogtey, die wir in denselben dorff über etlich gütter undt leutli haben, undt nemblich das Halszgericht undt gericlit daselbst, alsz vorbegriffen ist, dasz haben wir alles dem vorgenanten Hansen Pirckhamer undt allen seinen Erben undt Naclikom- inen, mit allen ihren freyheithen, Zinsen, gülten, Nutzen undt Rechten undt 33" 259 auch allen andern ihren Zugehörungen, es seye zu dorff, zu leide, an äckhern, wiesen, wasszern, Wune, Wayde, höltzern, Stoc-kh, steinen, grundt vnd Boden, wie das alles Nahmen mag haben, für lauter freyes undt lediges eigen zu Kauffen gehen, auszgenohmen die hernachgeschriebenen dörlfer undt, Gutter mit ihren Zugehörungen undt rechten, die Vormaldsz in dasYorgenant dorlf undt gericht zum Nene nh off gehört haben, mit nahmen des dorffs zu Tauchersreuth, des Dorffs zu Obern-Scheinbach, des Dorffs zu Niedern schelnbach genant undt der vier lehn zum Simvelberg mit ihren zugehörungen undt rechten, die wildem bescheidenen Manne dem Hansen Pirckhaim'er (sie!) undt seinen Erben zu kauffen geben haben,**) undt auch des dorffs undt gütter zum Ginterspühel"*) genant mit ihren zugehörungen undt rechten, die wir den Heinrich Grefenberger mit seinen Erben zu Kauffen haben geben, nach der Kauffbrieff lauth undt sage, die wir ihn darüber besiegelt geben haben, in dem ehegenanten Hansen Pirck- heimer und allen seinen Erben undt Nachkommen dasselh ehegeschrieben dorff, Halszgericht midt gericht zum Neuenhoff mit ihren zugehörungen undt rechten, alsz vorbegriffen ist, zu haben undt zu nieszen fürbasz ewiglichen, also, das er mit sein Ains Hand sein lebtag damit thun undt lassen mag, was er will, undt wir geloben, sie desszelben dorffs, gütter, Yogtey, Halszgerichts undt Gerichts zum Neuenhoff mit allen ihren zugehörungen und rechten, alsz vorbegriffen ist, zu wehren für lauter freyes undt lediges eigen, alsz eigens und des lanndtsz undt auch dem landtgericht, darinnen dasszelb dorff undt Gütter gelegen seyn, recht ist, ohne gefehrde, mit der beschaidenheit: ob dasz were, dasz Ihn daran einerley einfall, hinderung oder irrung geschehe, woran das were, oder von jemand ansprach oder beklagt wurden, Von wem oder wie dasz beschehe, so sollen vndt wollen wir ihn dasz ohne allen ihren schaden vertretten, fertigen undt ledigen mit dem Rechten, alsz des landts undt der landtgerichte, darin dasszelb dorff, gütter, halszgericht undt gerichte dan gelegen sein, recht ist, alsz offt das noth geschihet ohne gefehrde. Auch bekennen wir obbenanter burggraff friderich undt fraw Elszbeth, sein elielige gemahl, dasz uns der ob- genant Hans Pirckheiiner umb dasz Yorgenante dorff und gütter, alsz Halszgericht undt gerichte mit ihren zugehörungen, geben und bezahlt hat ein Summe geldtsz, der wir gar vndt gäntzlichen von ihm gericht undt gewehrt seyn worden undt die wir in Ynsern undt Vnser Erben Nutz undt frommen gewendet undt gekehrt haben, undt wir sagen auch demselben Hansen Pirckheimer undt sein Erben darumb gäntzlichen quitt, ledig undt losz ohne gefehrde, Yndt wir Verzeihen uns auch lautterlichen, für uns undt alle unsere Erben undt Nachkommen, des Vorgeschriebenen dorffs, leuth, gütter, Yogteyen, Halszgericlite undt gerichte aller mit ihren zugehörungen undt rechten, undt auch aller der 260 rechte, die wir biszhero daran gehabt haben oder gewinnen mögen, alszo, das wir, noch jemandt von unsertwegen darnach Keinerley ansprach, Clag noch forderung nimmermehr gethun, noch gehaben sollen in Keine weis furbasz ewiglichen, Yndt wir geloben auch, für uns undt alle unsere Erben undt Nachkommen, diesen vorgeschriebenen Kauff in allen seinen Stuckhen, Puncten und Articuln stet und vest zu halten und dawider nicht zu thun, noch des jemanden, der dawider von vnsern wegen thete oder thuen wolt, gestatten, zulegen oder gönnen, heimblich noch öffentlich in Keine weis, undt das dem vorgenanten Hansen Pirckhaimer undt seinen Erben undt nachkommen dasz alles, alsz vorgeschrieben stehet undt begrieffen ist, gäntzlichen wahr undt stet gehalten undt vollführet werde, darumb zu mehrer Sicherheit so haben wir obgenante Burg- graff Friderich undt fraw Elszbeth sein ehelige gemahl, für uns und unsere Erben unverscheidentlichen zu unsz zu rechten bürgen undt geysein gesezet die hernachgeschriebene bürgen, mit der bescheidenheit: ob ihn daran einigerley Pruch, einfall oder hinderung beschehe, also das ihm dasz alles nit gäntzlichen gehalten und vollführet würde, alsz vorgeschrieben stehet und begriffen ist, von wem oder wie das geschehe, es wäre an einen stuckli oder mehr, woran das were, so haben sie gantzen undt vollen gewalt undt auch gut recht, dieselbe hernachgeschriebene bürgen alle und jeden besonder zu mahnen zu leisten, undt welcher dan also von ihm gemahnet würde, es seye mit brieffen oder botten, zu Hausz, zu Hoff oder unter äugen, so soll derselbe bürg, der dan also gemahnt ist worden, bey seinen guten Trewen ohne alles erkennen, fürzog undt verziehen in den nechsten Vierzehn Tagen nach der ersten inahnung einen knecht undt ein Pferd gen Nürnberg in die Statt in eins offen gastgebers Hause, dahin er dan von ihm geweist wird, schickhen vnd stellen, undt das soll ihr keiner auff den andern nicht verziehen und soll dan daselbst in geysei weis ohn ge- fehrde leisten, undt ausz der leistung nicht Kommen, alsz lang bisz ihm gäntzlichen gewendt, auszgericht undt vollführet wird, darumb sie dan zu leisten gemant haben, alsz offt dasz noth geschihet. undt alsz off't auch derselben leistenden Knecht einer, oder der .pferd eins oder mehr in derselben leistung abgehen oder verleist werden, so soll derselben bürgen yeder, ye an seines abgangen oder verleistenden Knechts statt, einen andern Knecht undt, an seines abgangen oder Verleistenden pferds statt, ein ander pferdt ohnverzögenlichen in dieselbe leistung wider antwortten undt stellen, in der weisz, alsz vorgeschrieben stehet ohne gefehrde. War auch, das der bürgen einer oder mehr von dieser burgschafft abgingen, es were von Todtsz wegen oder sonst wie dasz geschehe, oder bey dem landt nicht were, so sollen wir ihn, an eines jeden abgegangenen Bürgen statt, oder der bey dem landt nit were, je einen andern alsz guten undt gewiesen bürgen, den sie gern nehmen, in den nechsten 8 Tagen darnach undt wir des von ihn ermant werden, Vnverzögentlich setzen, der sich alles dasz verbinde zu lialten, zu leisten undt zu vollführen, alsz der, an des Statt er dan gesezet würd; Tliäten wir dasz nicht, wan dan die blieben bürgen gemant würden, die solten einfahren und leisten in der weis alsz vorgeschrieben stehet, alsz offt dasz notli beschehe ohne gefehrde. Auch ob dasz were, dasz der bürgen einem oder mehr von ihm keinerley züge oder frist zu leisten geben oder ausz der leistung mit ihren Knechten oder Pferden zu ziehen erlaubt würde, darumb, noch von keinerley andern sach weegen, solten dieselben bürgen von dieser bürgschafft ledig sein, noch fürzog haben, dasz sie fürbas nit mehr schuldig weren zu leisten, besonder, wan sie gemant wurden, so solten sie leisten in der weis, alsz vorgeschrieben stehet undt begrieffen ist ohne gefehrde. Auch so geloben wir obgenante Burggraff Friderich undt fraw Elszbeth seine ehelige gemahl, für uns undt unser Erben, dieselbe hernach geschrieben unser bürgen von dieser bürgschafft gütlichen zu ledigen undt zu lösen, ohne allen ihren schaden und ohne gefehrde. Vndt des allen zu wahrer Vrkundt undt guter Sicherheit geben wir, obgenante Burggraff Friderich undt fraw Elszbeth seine ehelige gemahl, in diesem brieff mit Vnser beeder undt der hernach geschriebenen Bürgen ahnhangenden Insiegehi versigelten, so seint dies die bürgen: mit Nahmen Burckard von Seckhendorff zu Franckhenberg, Walter von Seckhendorff zu Jochsperg, Ernfried von Seckliendorlf, Hoffmeister, Stephan von Abbtsberg, Ritter, Conrad von Bebenburg, Jacob von Seckhendorff, Nold genant, zum Regensperg undt Wygenloys Schenckli zu Geyern, undt wir, die itzgenante bürgen, bekennen auch offenbahr ahn diesem brieff, dasz wir alle also vnverschiedentlichen gut recht bürgen worden seint, undt mit guten Trewen gelobt haben, vndt geloben auch an diesen brieff, alles das wahr undt steet zu halten, zu leisten undt zu Vollführen, dasz von uns an diesen brieff geschrieben stehet undt begriffen ist, getrewlich ohne gefehrde. Vndt das zu wahren gezeugnus hat unser jeder sein insiegel zu der obgenanten, Vilsers gnedigsten Herrn Burggraff Friderich vnd fraw Elszbethen seiner eheligen ge- mahel, gehangen an diesen brieff, undt weil auch der insiegel eines oder mehr an diesem brieff henget, alle dieweil soll er gantz Krafft undt macht haben an aller statt vndt vnverworffen seyn undt bleiben, Der geben ist am nechsten freytag vor S. Antoni Tag, nach Christi gebührt Vierzehnhundert undt in den funfften Jahr. Bibimirtt dJope tints nltrn Cransätimts. Vergl. Nr. CCLXXXIV und Nr. CCXCIV ') JS'eunhof im Landger. Lauf. **) Vergl. Nr. CCLXX1. *") Gilnthcrsbühl im Landger. Erlangen. Der Verkaufsbrief fehlt. •262 CCLXXI. Unrggraf iricbrirl] nnti seine (taajjlin nerkattfen an IcrtjjDlii |Hin)ing fadjet'srentli, (Dbtr- tintr IntEr-IrljüIltiiliad) nnii JminitEllitrg. 16. Januar 1405. Wir von Gottes Gnaden Friederich Burggraf zu Nürnberg und Frau Elisabeth, seine eheliche Gemahl, bekennen für uns und alle unsere Erben und Nachkommen und thun kund öffentlichen mit diesen Brieff allen und jeden, die ihn sehen oder hören lesen, dasz wir mit wohlbedachten muthe und guten Rathe unserm Rath und liehen Getreuen, durch unser Nutze und Nothdurft, haben recht und redlichen verkauft und zu kauffen gegeben unserm lieben Getreuen, den Berchtold Pfinzing Burger zu Nürnberg, und allen seinen Erben und Nachkommen, die hernach geschrieben unser Dörfler und Güter alle mit ihren Zugehörungen und Rechten, als von Wortt zu Wortt hernach geschrieben stehet und begriffen ist. Zum Ersten, das Dorff Tauchersreuthe*) genannt und alle unser Gütter, Zinnsze und Gülte daselbst, und mit Nahmen die zwey Lehen, davon der Brechte! Tewrlein jährlichen gibt Fünfthalben Gulden, Acht Mezen Dinckel, zwey Herbsthüner und zwey Fastnachthüner, Ein Lehen, davon der Eberlein Pfyster jährlichen gibt drithalben Gulden, vier Metzen Dinckel, ein Herbsthun und ein Fasznaeht lluu, Eni Lehen, davon der Fritz Teuerlein jährlichen gibt dritthalben Gulden, vier Metzen Dinckels, ein Herbsthun und ein Fasznachthun, die zwey Lehen, von den einen der Albrecht Weyr jährlichen gibt dritthalben Gulden und ein Orth eins Gulden, vier Metzen Dinkels, ein Ilerbsthun und ein Fasznachtshun, und von den andern so gibt er jährlichen Zween Gulden und anderthalb Ort eines Gulden, ein Herbsthun und ein Fasznachthun, das Lehen, davon der Cappermann jährlichen gibt zween Gulden und anderthalben Ort eines Gulden, ein Herbsthun und ein Fasznachthun, und darzu auch nehmlich die Vogthey und Recht, die wir haben an den Heinzen Tewrlein, der hinter den Teutschen Herren sitzet und an den Vorster- lein, der hinter den Merten Haller sitzt, allso beschaiclenliehen, dasz die ehe gemelte zween und ihre Erben und Nachkommen, die auf denselben ihren vogthaften Guten sitzen oder die haben, alle Jahr jährlichen drey Ehehaft Recht und Gerichte von den ehegemelten Bertold Pfinzing und seinen Erben suchen, vorstehen und gerecht werden sollen, wer zu ihn ichtwas zu sprechen oder zu klagen hat; und derselben Gericht und Rechte ist alle Jahr einst am nechsten Sambstag nach Obersten, und welcher aber unter ihn derselben Ehehaften 263 Gerichte und Rechte eines versäumet und darzu nicht kombt und also vorstehet, der ist je demselben Berchtold Pfinzing und seinen Erben ein und dreyszig Pfennige zu pann verfallen, als offt das geschieht. Darnach das Dorff zu Obern - Schölnbach **) und alle unsere Gütter, Zinnsze und Gülte daselbsten, und mit Nahmen das Lehen, davon der Hermail Pfyster jährlichen gibt 4 Gulden und ein halbes Ort eines Gulden. Fiinff Mezen Diu ekel, ein ITerbsthun und ein Fasznachtshun, das Lehen, davon der Schneider jährlichen gibt dritthalben Gülden und anderthalb Ort eines Gulden, ein Herbsthun und ein Fastnachthun, das Lehen, davon der Cunz Wirt jährlichen gibt dritthalben Gulden, ein Herbsthun und Fasznachthun, die zwey Lehen, davon die Cunz Hoffmanyn und ihre Kinder jährlichen geben Fünfthalben Gulden, zwey Herbsthüner und Zwey Fasznachtshüner, und auch nehmliche die Yogtey an einen Gute und Eckern, davon Sie jährlichen geben 8 Metzen Dinckel, auch so geben Sie von einem andern vogtbaren Guth und Ackern zwey Metzen Dinckel, das Lehen, davon der Eberlein Hoffmann jährlichen gibt zween Gulden und ein Orth eines Gulden, ein Herbsthun und ein Fastnachthun, und auch die Vogthey an dem Guthe und Eckern, davon derselben Eberlein Hoffmann jährlichen gibt acht Metzen Dinckel, und darzu auch die Vogthey an den Guthe und Eckern, davon Heintz Hoffmann jährlichen gibt ein Metzen Dinckel. und die Leuthe, die auf den eigentlichen Güttern zu Obernschöllnbach sitzen, sollen auch in aller der masze alle Jahr jährlichen drey Ehehafte Gericht und Recht vor den elie- gemelten Berchtold Pfinzing und seinen Erben vorstehen und suchen, als die vorgemelt von Tauchers Reuthe. Darnach das Dorf zu Niedern - Scheinbach, und alle unsere Gütter, Zinnsze und Gülte daselbst, und mit Nahmen das Lehen davon der Wyszheckel jährlichen gibt drithalben Gulden, vier Metzen Dinckels, ein Herbsthun und ein Fasznachtshun, das Lehen, davon der Hermann Ilayden jährlichen gibt drithalben Gulden, vier Metzen Dinckel, ein Herbsthun und ein Fasznachtshun, das Lehen, davon derselbe Hermann Hayden und auch der Wyszheckel jährlichen geben anderthalben Gulden, zween Metzen Dinckels, ein Herbsthun und ein Fasznachtshun, die zwey Lehen, davon der Vllein Schuster jährlichen gibt Sechsz Gulden, Sechsz Metzen Dinckels, zwey Herbsthüner und zwey Fasznachthüner, und auch die Vogthey an einen Guthe und Eckern daselbst, davon gibt der Fuchsz jährlichen zwölff Metzen Dinckel. und derselbe Fuchsz, sein Erben und Nachkommen, die dann dieselben vogt- haften Guthe und Ecker haben und besitzen, die sollen auch alle Jahr jährlichen die obgemelte drey Ehehafte Gerichte und Rechte suchen und vorstehen, in aller der masz, als die von Tauchersreuthe. und darzu auch die vier Lehen zum Symvellnberg gelegen, davon der Kaltenhauser und der Haffner jährlichen 264 geben zehendhalben Gulden, vier Herbsthüner, vier Fasznächthüner. und die vorgemelte Dörffer und Güter alle, und nehinlich die Vogthey, die wir in denselben dörffern über ettliche Gütter und Lenthe haben, als vorbegriffen ist, das haben wir den vorgenanten Perchtold Pfinzing und allen seinen Erben und Nachkommen, mit allen ihren Freyheiten, Zinnsen, Gulden, Nutzen und auch allen andern ihren Zugehörungen, es sey zu Dorff und Felde, an Eckern und Wiesen, Waszer, Wonne, Wayde, Hölzern, Stockstemmen (sie!), Grund und Boden, wie das alles Nahmen möge gehaben, nichts ausgenomen, für lauterund freyes ledigs Eygen zu kauffen geben, in zu haben und zu nysen fürbasz ewiglichen, Allso, dasz der vorgenant Berchtold Pfinzing sein Lebtag mit sein eins handt damit thun und laszen mag, was er will, vnd wir geloben, sie des alles zu wem, für lauter freyes und ledigs Aygen, als aygenes und des Landes und auch der Land - Gerichte, darinn dieselben dörffer und Gütter gelegen seyn, recht ist ohngefelirde, mit der Bescheydenheit: ob in die vorgeschrieben ihre Dörffer, es wer eins oder mehre, besamt oder besonder mit ihren Zugehörungen von jemand ansprech oder beklagt würde, oder in sonst von jemanden Keiner ley Einfall, Hinderung oder Irrung daran geschehe, So sollen und wollen wir ihn das on allen ihren Schaden vertreten, fertigen und ledigen mit den rechten, als des Landes und der Landtgericht, darinn dieselben Dörffer und Güter dann gelegen seyn, recht ist, als offt des noth geschieht olmgefehrde, und auch nehinlich mit den Rechten, dasz die vorgenannten Dörffer, Lenthe und Güther alle fürbasz mit dem Gerichte zum Neuenlioff nichts zu schicken, noch darauf gehen oder darein gehören sollen, und der obgenant Berchtold Pfinzing und seine Erben und Nachkommen sollen dieselben Dörffer und Güther und auch die Leuthe, die darauf geseszen seyn, versprechen und vor ihm zum rechten stellen, wer zu ihm zu sprechen oder zu klagen hat oder gewinnet, als offt des Noth geschieht, fürbasz ewiglichen. Auch bekennen wir obgenante, Burg- graff Friederich und Frau Elisabeth sein Ehegemahl, dasz uns der obgenant Berchtold Pfinzing umb die vorgenanten dorffer und Güther mit alle ihr en Zugehörungen geben und bezahlt hat ein Summa Geldts, die Wir gar und O O O 7 o gänzlichen von ihm gericht und gewehrt seyn worden, und die Wir in unsern und unsern Erben und Nachkommen Nutz und Frommen gewendt und gekehrt haben; und wir sagen auch denselben Berchtold Pfinzing und sein Erben darumbe quitt, ledig und los ohne Gefehrde, und wir verzeihen unsz auch leuterliehen, für unsz und alle unsere Erben und Nachkommen, aller vorgeschriebenen Dörffer, Leuthe und Güther und aller der Rechte, die wir daran gehabt haben oder gehaben mugen, Allso, dasz wir, noch Jemanden von unsern wegen darnach keinerley Ansprach, Klag noch Forderung 34 Bd. VI. 265 nimmermehr gethun noch gehaben sollen in kein Weisze lurhasz ewiglich, und. wir geloben auch, für unsz und alle unsere Erben und Nachkommen, diesen vorgeschriebenen Kauf in allen seinen Stucken, Punckten und Articuln stetli und veste zu halten und darwider nicht zu thun, noch des Jemand darwider von unsern wegen thun oder können wolt gestatten, zulegen oder gunnen heimlich noch öffentlich in keine Weisze. und dasz dem vorgenanten Berch- told Pünzing und seinen Erben das alles, als vorgeschrieben stehet und begriffen ist, gänzlichen war und stet gehalten und vollführt werde, darumb zu mehrer Sicherheit so haben wir obgenante, Burggraf Friederich und Frau Elisabeth sein Gemahl, für unsz und unsere Erben unverscheydenhchen zu unsz zu rechten Bürgen und Geysein gesetzet die hernach geschriebene Bürgen, mit der Bescheidenheit: ob ihm davon keinerley Pruch, einfalle oder Hinderung geschehe, Allso, dasz ihm das alles nicht gänzlichen gehalten und vollführt würde, als vorgeschrieben stehet und begriffen ist, von wem oder wie das geschehe, es Aver an einen Stück oder mehr, wenn das wer, so haben Sie ganzen mid vollen Gewalt und auch gut Recht, dieselben hernach geschriebene Bürgen alle und jede besunder zumanen zu leysten; und welcher dann also von ihm gemahnt wird, es sey mit Brieffen oder mit Rothen, zu Idausze, zu Hoffe oder unter Augen, so soll derselben jeder, der also gemahnt wird, bey seinen guten treuen, ohne alles Erkennen, Fürzug und verziehen in den nech- sten Aderzehen Tagen nach der ersten Mamrnge einen Kileclit und ein Pferd gen Nürnberg in die Stadt, in eines offenen Gastgebers Hausz, dahin er von ihm geAveiset wird, schicken und stellen, und dasz soll ihr keiner auf den andern nicht verziehen, und soll dann daselbsten Geiszelsweisz bleiben und leisten ohne Gefehrde, und aus der Leystung nicht kommen, als so lang bisz ihn gänzlich gewert, ausgericht und vollführt wird, darumbe Sic dann zu leysten gemalmt haben, als oft des noth geschieht, und als oft auch derselben ley- stenden Knecht oder der Pferde eins oder mehr in derselben Leystung abe gehen oder verleyst Averden, so soll derselben Bürgen jeder je an seines abgegangen oder verleystenden Knechts statt, einen andern Knecht und an seines abgegangenen oder verleystenden Pferds statt ein ander Pferde unverzüglichen in dieselben Leystung wieder anwürtten und stellen und leysten in der Weysze, als Abgeschrieben stehet ohne Gefehrde. Wer auch, dasz der Bürgen einer oder mehr von dieser Bürgschaft abgienge, es were A 'on Todes wegen, oder sonst Avie das geschehe, oder bey den Land nicht wer, so solten Avir ihn, an emes jeden abgangen statt, oder des, der bey dem Land nicht wer, ie einen andern als guten und GeAviszen, den Sie gern nehmen, in den nächsten 8 Tagen darnach und wir des von ihn ermant würden, unverzögenlichen setzen, der 2GG V sich alles des verbünde zu halten, zu leysten und zu vollführen, als der, an des Statt er dann gesetzt wird. Tetten wir desz nicht, wenn dann die beliehen Bürgen gemannt würden, die Sölten Einvarn und leysten in der Weysze, als vorgeschrieben stehet, als offt des Noth geschehe olingefährde. Auch ob das wer, dasz der Bürgen einer oder mehr von in keinerley Zuck oder Frist zu leysten geben oder aus der Leystung mit ihrem Knecht oder Pferden zu ziehen erlaubt würde, darumb, noch von keinerley anderer Sache wegen solten dieselben Bürgen von dieser Bürgschaft nicht ledig seyn, noch Fürzug haben, dasz Sie fürbasz nicht mehr schuldig wem zu leisten, besonder wenn Sie ge- mant würden, so solten Sie leysten, als vorbegriffen ist ohngefehrde. Auch geloben Wir, dieselben unsere Bürgen von dieser Bürgschaft gütlichen zu ledigen und zu loszen ohne ihren Schaden und Gefehrde. und des alles zu wahren Uhrkund und guter Sicherheit so geben wir, obgenänter Burggraf]' Friederich und Frau Elisabeth seine Eheliche Gemahl, in diesen Brieff mit unser beetler und der Bürgen anhangenden Innsiegel versiegelt, so seyn disz die Bürgen: mit Nahmen Burckhart von Seekendorff zu Franckenberg, Waither von Seeken- dorff zu Johsperg, Ehrnfried von Seckendorff, Hoffmeister, Stephan von Abs- perg, Ritter, Conrad von Bebenburg, Jacob von Sekendorff Nolt genannt, zum Regensperg geseszen, Wygeleys Schenck zu Geyern und auch Albrecht von Wilhelmsdorf, und wir, die jetztgenanten Bürgen bekennen auch offenbar an diesen Brieff, dasz wir alle unverscheydenhchen Gut und Recht bürgen worden seyn und mit guten treuen gelobt haben, und geloben auch mit diesen Brieff, alles das gänzlichen wahr und steht zu halten, zu leysten und zu vollführen, dasz von uns in diesen Brieff geschrieben stehet und begriffen ist, getreulich ohne Gefehrde, und des zu wahrer Gezeugnüsze hat unser jeder sein aigen Innsiegel zu den obgenanten unsers gnädigen Herrn Burggraff Friederichs und Frauen Elisabeth sein Gemahl gehangen an diesen Brieff. und dieweil auch der Innsiegel eines oder mehre an diesen Brieff hangt, Alldieweil soll er ganz Kraft und Macht haben an aller statt, und vnverworffen seyn und bleiben, der geben ist am Freytag vor San et Antoni-Tag, nach Christi Geburth vierzehen hundert und darnach am Fünften Jahr. Bibimirtr ißtifiit cinra alten Crnnsstmits. Vei'gl. Nr. CCLXXXIV und Nr. CCXCIV. *) Tauchersreulh im Landger. Lauf. ") Ober- und Unter - Schöllenbach und Simmelberg im Landgericht Erlangen. 34* 267 CCLXXII. 16. Januar 1405. Graue Herman von Hennberg, Tumherre zu Bamberg, quittirt seinem Oheim Fridrich Burggraue zu Nuremberg über alle seine schuld. Datum anno domini Millesimo quadringentesimo quinto, sexta feria ante diein sancti Antonii. ißrigitml im lönigl. Jktr. pmiinjinlrirrjjutc ;n Bamberg. ccLxxin. Intjjnrina unn ilingriistein, farab's nnn Itknliurg Ifaturfran, urrknnft a n Inrggraf Jfrickid] jn liirnhcrg hs nun iljr Itiligcbiiigsmiisr ksmmt Drittliril nnn IiElirnlitu-g. 18. Februar 1405. Ich Kathrey von Klingenstein, des Conrats von Bebenburg eliche haws- frau, bekenn für mich vnd all mein erben vnd tun kunt offenlich mit disem brief, daz ich dem hochgebornen fürsten vnd herrn, herrn Fridrichen Burggrafen zu Nüremberg, meinem gnedigen herrn, vnd seinen erben recht vnd redlichen verkauffet vnd zu kaulfen geben hau meinen vnd meiner erben dritteil recht vnd warte des leipgedings an dem ampte vnd der vesten Bebenburg, mit aller ir zugehorung, es sein lewte oder gute, Zinnsze, giilte, oder wie das genannt ist, nichts auszgenomen, Also, daz derselb mein herr Burggraf Fridrich, sein erben vnd nachkomen das alles furbas haben vnd niessen sullen, nach laute vnd sage des haubtbriefs vnd auch der briefe, die über das leibgeding vmb Bebenburg zwischen Conraten von Bebenburg, meine wirte, Rapote von Gebsedel meinem Sune, vnd mir geben vnd gemachet sind, vnd ob kheinerley velle geschehen, die auf mich oder mein erben an Bebenburg gevallen solten, wie das geschehe, das sol alles gevallen auf den obgenanten meinen gnedigen herrn vnd sein erben oder nachkumen genczlichen on geverde. vnd das alles han Ich Im verkauftet vmb das leipgeding, als er mir darfur geben hat, vnd ich solln auch das alles, als oben begriffen ist, weren vnd versprechen mit dem rechten on geverde, vnd sol auch den haubtbrief vmb das leipgeding demselben meinem herren dem burggraven vnd seinen erben vnd nachkumen für- bas ligen vnd steen in allen den rechten, als er mir vnd meinen erben gelegen 268 vnd gestanden ist 011 geverde. Mit vrkund clicz briefs, versigilt mit meinen anhangenden Insigel. darzu han Ich gepeten Peter von Klingenstein, Heinrichen Ybel von Ehenheim vnd Räpoten von Gebsedel, meinen Sun, daz sie Ire Insigel zu dem meinen an diesen briet' gehangen haben, In 011 schaden, des wir dieselben Peter von klingenstein, Heinrich übel vnd Rapot von Gebsedel auch also bekennen, der brief ist geben am Mittwochen vor sanet Peters tag kathedre, Nach Christus geburt Vierczelienhundert dar vnd darnach in dem fünfften Jare. Biiumitte dfopit im 1.1. firatiiiijialardjitic p -Bamberg. Vevgl. T. V Nr. LXXII. und T. VI. Nr. CCCVII. u. CCCXXVII. CCLXXIY J> djiebsprndj kr Snrggrafcn p liirnkrg in dtrritiglhitrn ks lisdjnfe nnn (lE-idjstäbt mit Denen unn ,#eiiihljeiiii. 24. Februar 1405. Wir Johanns vnd Fridrich, gebruder, von gotes gnaden Burggrauen czu Nureinberg, Bekennen offenlichen mit diesem brief vor aller meinclichen. von sulcher zwitracht, miszhelung vnd stosze wegen, als gewesen sein von kriegs wegen czwisschen dem Erwirdigen In got vnserm lieben herren vnd Ohem, herrn Fridriche Bisscliolf czu Evsteten vnd sein helffern auf ein, vnd den e/ ' Erbern vesten Erckinger von Sawnsheim von Stolberg vnd Erckinger von Sawnsheim von kottenheim vnd iren helffern auf die andern Seiten, der sie beder seit gentzlichen vnd gar hinder vns gegangen vnd bey vns beliben sein, sie darumb czu entscheyden vnd auszzurichten, vnd vns auch mit hantgebenden trewen, an eins rechten eydes stat, gelobt haben, was wir darumb auszsprechen vnd scheiden, das sie das gentzlichen vnd gar halten vnd volfuren sullen vnd wollen, on allen eintrag vnd geuerde: Also scheiden vnd sprechen wir, des ersten, das bede vorgenante partey vnd ir helffer vnd alle, die von beden Seiten darunder verdacht sein vnd des Krieges czuschicken gehabt haben, gute frewnde sein, vnd das auch furbasz nymmermer gern ein ander in arg auf- liemen, noch geeffern sullen in dhein weise 011 geuerde; doch so nemen wir ausz in disen teydingen Burckarten Crümmen vnd den vngern seinen knechte, die hie inne nicht begriffen sein sullen. Darnach so scheiden wir auch, das alle gefangen, die sie auf bede Seiten gefangen haben, der gefencknüsz ledig sein sullen auf ein siechte redlich vrfehe, vribeschedigt furbasz mere, vnd 269 Schätzung, atzung vnd auch verbürgte Schätzung gentzlichen abe, vnd die Burgen ledig sein sullen, das noch vorhanden ist ongeuerde. Iiette ahir der vorgenanten Erckinger von Sawnsheym einer in diesem gutlich steen, als das der lantfride beret hette, icht Schätzung eingenomen, die sullen sie keren. Auch scheiden vnd sprechen wir, das die vorgenanten Erckinger von Sawnsheim von Stolberg vnd Erckinger von Sawnsheim von kottenheim in der jarsfriste nelist nach datum dicsz briefs dem obgenanten vnserm herren von Eysteten dinen sullen, wenn sie des von im in derselben zeite ermant werden, mit fiinftzig mit gleuen in tzwentzig meilen von kottenheim, da sie das mit eren getün mügen, vnd sullen ein Monede in seinem dinste sein 011 geuerde, auf desselben vnsers herren von Eystet koste vnd auf ir selbes Scheden; Wurde abir ir einer oder mere in vnsers herren von Eysteten dinste gefangen vnd beschatzt, dieselben Schätzung sol er in auszrichten 011 geuerde. Were abir, das sie des nicht tcten oder tün wolten, So haben der Edel Ditrich herre zu Bickenbach vnd Conrat Steynrucke dafurgesprochen, vnd darumb hat sie vnser herre von Eystet czu manen, vnd ob des die vorgenanten von Sawnsheim sewmig wurden, das dann die ytzgenanten zwen daz volfuren; Wurde sie abir in derselben Jarisfriste von dem egenanten vnserm herren von Eysteten des nicht ermanet, So Sölten sie des lurbasz vnuerbunden, Sünder ledige vnd losz sein on alles geuerde. zu vr- kunde geben wir diesen ollen brief mit vnsern anhangenden Insigiln versigilt, zu der Newnstat an der Eysch, nach Cristi gepurt viertzehenhundert dar, darnach In dem fünften dar, an sand Mathias tag des heiligen Czwelfboten. (Original im -Königl. Sairisrtjtn Stitjjaartjjiut. Anh. das erste grosse Bracken-Siegel des Burggrafen Johann (s. bei Nr. CCCCLX1X.) und das erste Wildemanns - Siegel Friedrich's (s. bei Nr. CCXL.). cclxxm JhiljtiB liirgtr non linklsliiilil, njEgBii eines an einem Inrggrüflidjen Intertijnnen urrübtni ^utedjlags. 13. März 1405. Es ist zu merken von sölicher sach wegen, Als Walther vnd Seycz die Nunnenmacher, bayd burger zu Dinckelspühel, czu Gunczenhawsen in gefenck- nüsse gewesen sein, von Wernlins wegen von lrikenfelden, daz da zwischen getedingt ist worden, Als hernachgeschriben stet. Des ersten haben die egenanten Walther vnd Seicz, vnd mit In Heincz fleischman von kemnaten, dez 270 egenanten Walthers brüder, mit uffgeboten vingern zu den heiligen gesworen, von derselben gefcncknüsse wegen, vnd waz sich darynne vnd darvnder erloffen hat, daz daz gen dem egenanten Wernlein, allen den seinen vnd allen den, die darynne vnd dar vnder verdacht sein, mit Reten, mit täten, mit worten, mit wercken von In, allen den Iren, noch von allermenglich nymmer mer gerochen, geäfert, noch zu arge gedacht sol werden, weder heimlich noch offenlich, 011 alles geuerde. Darzü haben die egenanten Waltlier vnd Seicz zu den heiligen gesworen, Das sie nymmer mer mit worten, noch mit werken, haimlich noch olfenlich getün, noch sein sullen wider den hochgeporn forsten, hern Fridriclien Burggrafen zu Nüremberg, noch wider kein die seinen, Sye sind gaistlich oder werntlich, die Im zu versprechen sten on alles geuerde, denne mit ahn frunt- lichen rechten, daran sie sich benügen lassen süllen von ainem ieglichen, der den obgenanten fürsten zu versprechen stet, an den Stetten, da yr ieglieher daz billiclien tun sol ongeuerde. Darzü so haben sie gesworen die egenanten Walther vnd Seicz, daz sye zu stund In dem nechsten Monat nach dem heiligen Ostertag, der schirest körnet noch datum diecz briefs, sich erheben vnd hinweg ziehen süllen von Dinckelspühel funfczig tawsent (sie!) meyl wegs, vnd der egenanten Stat Dinckelspühel nymmer mer neher zu komen, denn die egenanten funfczig tawsent meil on alles geuerde, Es were denn, daz In der obgenant hocli- geborn fürst mit sampt seinem hofmaister, Herr Erenfriden von Seckendorff, die gnad täten vnd In erlabten, neher zü sein, So möchten sie daz wol tün on geuerde. Darzü haben die egenanten waither vnd Seycz zü den Heyligen gesworen, das ir baider eliche hawszfrawan (sie!) In disem nechsten halben Jar nach datum diez briefs von stund ziehen vnd ravmen sullen von Dinckelspühel, vnd nit neher beliben sullen, denn vber Tünow oder über Rine, weliches sie wellen ön geuerde, vnd auch her wider vber nit zü komen, denn mit lawb vnd gunst dez obgenanten hochgebornen forsten; Wer aber, daz der sein gnad darzü nit wenden noch keren wölt, So möcht der obgenant herr Erenfride von Sekendorff vnd der erber vest Heinreich göldelin semenclich dieselben frawen heissen erlaben, oder wider zu komen ongeuerde. Darzü haben die egenanten Walther vnd Heincz fleischman zu kemnaten, sein brüder, zü den Heyligen gesworen, von des todslages wegen, den der obgenant Walther Nunnenmacher getan hat an dez obgenanten hochgeborn fürsten armen knelit, genant Seczen fIm von Mittelbach seligen, Darumbe vor betedingt vnd berett ist worden, daz daz bestan vnd beleiben sol hinder dem Erwirdigen vnd gaistlichen forsten, herr Silfriden abbt zuElwang, vnd dem edeln herr Fridriclien Schencken herre zü Lympurg, die baid als ain gemainn man sein süllen, vnd darzü die vier, die darzu gegeben sein, oder fürbasster (sie!) darzu gegeben wurden, nach 271 auszweissung der anlass brieffe, die darüber gegeben sein von den obgenanten Hochgebornen forsten, Herr Fridrichen Burggrafen zu Nürmberg vnd der Stat zu Dinekelspühel. vnd waz nach derselben anlasz brieffe ausz Weisung von des obgenanten todslages wegen ausz gesprochen würde, Daz die egenanten waither vnd haincz sein bruder daz vollenden vnd folleforen sullen ön verziehen. vnd darzü zu merer Sicherheit vnd besser haben sie vnuerschaidenlich zu Bürgen vnd zü rechten giseln geseczt: Hainczen fleischnian von bürlberg vnd Hainczen laiopff, bayd bürger zu Dinekelspühel, vnd friezen Mayer vnd Vlriclien Nagel, baid gesessen zü Ehingen, Mit solichen geding vnd beschaidenliait, wer es, daz die egenanten czwey geprüder die obgenant bessernng nicht vollcforten, noch vollenten, wann dann wir, die Jeczunt genanten bürgen, gemant werden von dem obgenanten hochgeborn forsten, seinem liofmaister, oder von seinen obersten Amptman, So süllen wir obgenante vier bürgen von stund ön alles verziehen Invaren laisten mit vnsers selbs liben in des obgenanten hochgeborn forsten Slosz eim, da wir dann in gemant werden, in eins offen wirezhaws, vnd darinne laisten vnd darausz nit komen, als lang biz daz die bessernng, alz ob- geschriben stet, vollefort vnd vollendet wirt ön geuerde. vnd darzu haben die egenanten Walther vnd Seicz gebetten dise vor vnd hernachgeschriben Ir fründe, hainczen fleischnian, Hainczen laiopff, Steffan Probst, burger zu Dinekelspühel, vnd Steffan, des Seiczen Nunnenmachers bruder, Vlrichen schinder, Friezen Mayr, Vlricli magel, Hainczen Olpuch den Jungern, alle gesessen zu Ehingen, vnd Seiczen Hashart zu werschofen vnd Closen flaischman zu kemnaten gesessen. Vnd wir, die Jeczunt genanten Bekennen vns alle genta nclich, daz wir zu den heyligen mit vffgebotten vingern gesworen haben, ob daz were, oder geschehe, daz die egenanten Walther vnd Seicz dieser obge- schribner Artikeln ainen oder 111er brechen, oder über füren, In welicher weise das geschehe, wenne wir denne geinainlicli oder besunder daz erfüren, oder des geindert wurden, So sullen wir alle gemainlieh oder vnser ieglic-her besunder, der des geindert were worden, ön verziehen vnd an alles geuerde vnsern ganezen vliss vnd ernste darzü tün vnd nach In stellen, ob vns die wider werden möchten vnd die zu bringen vnd zu antwürten In beheltnüss vnd gewalt dez obgenanten hochgebornen forsten, Herr Fridrich Burgraff zu N Aremberg, oder seinen erben oder nachkomen, ön alles geuerde. vnd des zu ainem waren vrkunde, So haben wir obgenante Walther vnd Seicz die Nunnenmacher vnd tvir, die andern yr fründe, die hie vorgeschritten steil-, gebetten die erbern weysen Burgermaister vnd Rate der Stat zü Dinekelspühel, daz sie haben ir Stat Insigel gehenckt an disen brieffe, zu ainem waren gezewgnüsse aller vor- geschriben sach vnd artikel. vnd wir, die burgermaister vnd Rate der Stat zu 272 Dinckelspuhel, bekennen, daz wir mit guten wissen vnd willen vnser Stat In- sigel gehenckt haben an disen brieff, doch vns vnd vnser Stat 6n schaden, Der geben ist am freitag vor dem Suntag alz man singet Reminiscere In der vasten, do man zalt nach Cristi vnsers herrn gepurt vierczehenhundert Jar vnd darnach in dem fun fiten Jare. (ßemtinbiidjcr bts SJnrcjgraftljiuns liirnbtrg. CCLXXVI. ipinridj ann ICriitcrslirini gilbt tum lorggrnfm inibrirf] }\\ lürnbirg Ein oiittrlidjrs ICfibgctiiiige fii fe)Etij)aMeit niriirii 4. April 1405. Ich Heinrich von Lentersheim, Conrats von Lentersheim seligen Sün, Bekenne vnd tü kunt offenliclien mit disem brief, von solichs leipgedings wegen, das mein vater seliger Conrat von Lentersheim auf seinem vnd meinen leip gekauft hat vmb den hochgebornen fursten vnd herren, herren Fridriche llurg- grauen czu Nuremberg, ausz der Stat Guntzenhawsen, nach awszweissung, laüt vnd sage, des kaufbriefs, den Ich darumb han, da han ich angesehen solich furderung vnd lieb, die der egenant hochgeboren fürst vnd herre meinem vater seligen getan hat vnd nach in künftigen czeiten mir vnd mein erben getün mag, vnd bin abgetreten von dem obgenanten leipgedinge vnd han das wider czu- kauffen geben meinem vorgenanten gnedigen herren vmb die Sümgelt, darumb ez mein vater seliger kauft hat, vnd sage des meinen vorgenanten gnedigen herren vnd sein erben cpht ledig vnd losz; vnd wo ich obgenanter Heinrich von lentersheim oder mein erben den leipgedingbrief furbasz furprechten oder tzeigten, ez wer auf geistlichen oder werntlichen gerichten, der sol furpasz kraftlosz vnd verworffen sein an allen Steten, von mein oder meiner erben wegen, vnd des alles zu einem waren vrkund vnd steter Sicherheit gib Ich vorgenanter Heinrich von lentersheim, für mich vnd mein erben, dem obgenanten meinem gnedigen herren vnd sein erben den brief, versigelt mit hern krafts von lentersheim, meins vettern vnd Elsen von lentersheim, meiner muter Insigeln anhangenden. Geben tzu Guntzenhawsen, am Samsztag So man singet In der heiligen kirohen Sicientes, Anno domini Millesiino Quadringentesimo Quinto. (Original im Sänigl. $air. |Srot)injialard)iuc jn Xlnrttberg. 35 Bd. vi. 273 CCLXXVII. Soljann III., Ißttrpgraf ni lürnkrg, nerbictet sriiini Hintlciitrn kf ünfnajiitie udii Intertljanrn ks Uostcrs Bnlkfojwrii. 22. April 1405. Wir Johannes von gotes gnaden Burggraue czn Nuremberg Embieten allen vnsern Amptlewthen, vogten vnd vnterthan, vnsern lieben getrewen, vnsern grus vnd alles gilt. Wann vns der wirdige her Conrad Apte zu waltsachssen, vnser Andechtiger vnd lieber besonder, furbracht hat mit clage, wie das etthche vnser Amptlewthe seine armen lewthe ettwenn aufnemen von im vngevrlawbt, das vns doch vnczymhchen vnd vmpillichen duncket: dorumb so heissen vnd gepieten wir euch allen vnd yeglichem besunder, daz ewr dheiner furbas mer dheinen der seinen aufneme vngevrlawbt von im, noch sich des vnterwinde in dhehi weis, sünder in bey seinen rechten, freyheiten vnd gewonheiten bleiben lasset, das vnser gantze ernste meynunge ist. des zu vrkunde geben wir diesen brieff mit vnserm anhangendem insigel. Gescheen zu plassemburg, am mit- wochen in den Osterheiligen tagen, Anno domini Millesimo Quadringentesimo quinto. Original im liittigl. ISairisiijnt Itirljsariiiiuf. Anh. das erste grosse Bracken - Siegel des Burggrafen Johann III. (s. hei Nr. CCOCLXIX.). CCLXXVII 1. ddjickpntii) Itirggröf JFrirbrid] 5 •misrljtii lifriog #tepljnn in laicrn mib km Bisdinf uon dEidjstäbt. 28. April 1405. Wir fridricli von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen offen- lichen mit diesem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, von solcher Stosze, krieg vnd zwitracht wegen, Als gewesen sein zwisschen dem hochge- porn forsten, herrn Stepfan Pfaltzgrauen bey Rein vnd hertzogen in Beyern etc., vnserm lieben Ohem, auf ein, vnd dem Erwirdigen in got, hern Fridricli Bis- schof zu Eystet, vnserm lieben herren vnd Ohem, auf die andern seifen, Ez sey vmb raup, Mort, Prant, Prantschatzung, oder sust Schätzung, oder was sich zwisschen den obgenanten parteien, allen iren helffern, dinern vnd vndertan 274 verlauffen hat in dem krieg, den sie mit einander gehabt haben, wie sich das gemacht hat, nichts auszgenomen, des sie alles gentzlichen vnd gar von beden parteien hinder vns gegangen vnd bey vns beliben sein. Sie darumb frewnt- liclien znentrichten vnd zuentscheiden, vnd wie wir sie des entrichten, setzten vnd zwisschen in auszsprechen, das sie das alles bederseit getrewliclien vnd vesticlichen halten, tun vnd gein einander volfuren sullen vnd wollen 011 alles geuerde : Also haben wir vns der sach zwisschen in angenomen, vnd sprechen auch darumb ausz in kraft diesz briefs, mit vorrat vnd guter wissen, das der obgenant bertzog Stepfan, vnser Ohem, alle sein helffer, diner vnd vndertan, vnd der obgenant vnser herre vonEystet, alle sein helffer, diner vnd vndertan, vnd alle, die von beden parteien des kriegs czuschicken gehabt haben vnd darunder verdacht sein, vmb alles, das sich darunder vnd darinne nach obge- schribner masze verlauffen hat, wie das alles genant ist, nichts auszgenomen, gein einander nicht mere zu arg effern oder gedencken sullen, Sunder sie sullen darumb gentzlichen gute frewnde vnd des bericht sein, vnd diese richtigung getrewliclien halten 011 alles geuerde. Auch sprechen wir nemlichen, Als der Marckt zu Gredingen verdingt vnd geprantschatzt worden ist von dem obge- nanten vnserm Ohem hertzog Stepfan vnd den sein vmb Tawsent gülden, vnd dieselben Summe gelts die von Gredingen verbürgt vnd vor ertlicher zeit beczalt solten haben, vnd darauf swerhehen geleist ist worden, das die von Gredingen dem obgenanten vnserm Ohem hertzog Stepfan die egenanten Tawsent gülden noch betzalen sullen, doch mit dem gedinge vnd vnderscheide, das der obgenant vnser Ohem hertzog Stepfan sich vnderfahen vnd die von Gredingen entheben vnd ledigen sol von den Burgen, die für die Tawsent gülden Burgen sein vnd darauf geleist haben, vnd nemlichen alles, das darauf verleist ist worden, das sol der obgenant vnser Ohem hertzog Stepfan auszrichten vnd den von Gredingen darumb von den Burgen redliche cjuitbrief schicken, daran sie die von Gredingen der burgschaft ledig sagen; die weil abir den von Gredingen die cpiitbrief nicht werden, vnd sie von den Burgen nicht ledig sein, So durffen sie dem obgenanten vnserm Ohem hertzog Stepfan die Tawsent gülden nicht betzalen, er hab dann vorhin die leistung, die gescheen ist, oder noch gesclieen wurde, auszgericlit, alles on geuerde. Wir sprechen auch als von suleher stosze wegen, darumb die obgenanten hertzog Stepfan, vnser Ohem, vnd vnser herre von Eystet gein einander czu krieg komen sein, ez sey von des wiltpans oder von ander sach wegen, die sie zu einander zusprechen haben, das das besten sol, hinder vnd bey dem hoehgeborn forsten, herrn ludwig Pfaltzgrauen bey Rein vnd hertzogen in Beyern, des obgenanten vnsers Ohems hertzog Stepfans Sün. vnserm heben Bruder, vnd vns, wie wir bede sie in freuntlichkeit darumb richten vnd entscheiden, das sie das bederseit einander halten, tun vnd volfuren sullen vngeuerlichen. vnd zu vrkund aller vorgeschriben sach vnd teidinge haben wir, Burggraue Fridrich vorgenanter, vnser insigel an disen brief heiszen hengen zu der obgenanten vnsers Ohems Hertzog Stepfans vnd vnsers herren von Eystet insigil. Vnd wir, hertzog Stepfan vnd Fridrich Bisschof zu Eystet vorgenante, Bekennen aller vorgeschriben sach vnd teiding, als die von vns beden geschriben sten, vnd geloben auch, die stete vnd vnuerruckt zuhalten vnd zuuolfuren, vnd haben des zu warem vrkund vnd merer Sicherheit vnser insigil an den brief heiszen hengen, der geben ist zu Werde an der Tunaw, am dinstag vor walpurgen, nach Cristi gepürt viertzehenhundert vnd darnach in dem fünften jaren. ©rigittal im Söniglirii SBairiadjen Icidjäai'diiue. Anh. das zweite Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's. VI. (s. bei Nr. CCC'XCVII.). CCLXXIX. 12. Mai 1405. Nickel Rabe zu Tlieymen gesessen schwört hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg Urfehde, und gelobt, nymand furbas gegen In vnd sein herschaft geholffen zu sein, ausgenomen seinem rechten Erbherrn. Gescheen zu Kulmnach, am dinstag noch dem Suntag Jubilate, noch Cristi geburt vierzehenhundert Jare und dornocli in dem fünfften Jure. iDripml im liinigl. Init. ISrouittjialatdiiue ju lambcrg. CCLXXX. ütx streitige €erritnriat - (ßereiijtsame. 20. Mai 1405. Wir, die Burgermeister vnd Rate der Stat zu Dinckelspuliel, Bekennen vnd tun kunt olfenbar mit disem brieff, für vns vnd alle vnser nachkomen, vor allermenigclich, daz der edel herre, her fridrich Schencke herre zu lympurg, haptman dez lantfrides in franclcen, vnd die erbern vnd vesten Ritter, her heinreich von dürwang vnd her Waltlier von Sekendorflf zu Stoplfenheim, Wilhalm von halle, Burger zu nördlingen vnd hans von Höchberg, burger zu Popplingen, zwischen dein hoehgeborn forsten, vnserm gnedigen herren, her fridrichen Burggrauen zu Nuremberg, auff einer vnd vns auf der andern Seiten, frewnt- lichen geredt, getedingt vnd vns vber ain bracht haben, von der Ecker, wisen, hölczer vnd hofstet wegen, die der vnsern von Dinckelspüliel sind in des ege- nanten vnsers herren des Burggrauen vogtey zu Ehingen vnd in dem obern ampte zü Michelbach vnd zu gerliingen: Also, waz wir von dinckelspüliel haben, daz dem selben vnserm herren dem Burggrauen dahin vogtper ist, davon sol ain ieglicher von Dinckelspüliel von seinen Eckern, wisen, hölczern, hofsteten mit yren zugehörungen, zü dorff, zu velde, oder was daz ist, an solicher vogt gülte vnd stewre, mit namen Sechs vnd dreissig guidein, die man vnserm herren dem Burggrafen da Jerliehen gibt, Raichen vnd geben, als dann nach redlicher vnd zeytlicher anzal davon daran gepüret öngeuerde, vnd darüber sullen sie vnserm herren dem Burggrauen keiner stewre, noch dienst da von schuldig sein, vnd wenn es zu schulden kumpt, das man von wegen solicher Ecker, wysen, holczer, hofstet, oder was das ist, rechten sol, dasselb recht sol allezeyt geschehen vnd aussgetragen werden vor des ob- genanten vnsers herren Burggrauen gerichte zu wassertrühendingen, Wenn man aber die verkauft, daz sol allezyt der da hin gibt vnsers herren des Burggrauen kastner oder amptman zü wissen tün, das er das einschreibe, Also doch, daz man dem kastner oder amptman darümbe nihtzit schuldig ist zu gebent. des zu vrkunde haben wir, der obgenanten Stat Dinckelspüliel Insigel olfenlichen gehenkt an diesen brieff, der geben ist der nechsten Mitwochen vor sand vrbans tag, do man zalt nach Cristi gepürt viertzehenhundert Jare vnd darnach in dem funlfteii Jare. Snkunftabndi brs Jäurggnrftjjunia Homberg. CCLXXXI. Ittrggraf Jrakidj betätigt, giMgc ks lanfrs nmi Mtrargstiiftrn, ks ami kr urrra. Criuijsfssiii uun fBillrargstüttrii ksrltist gestiftete Jbclgerntlje. 25. Mai 1405. Wir Büderich von gotes gnaden Buregraue zu Nuremberg , Bekennen vnd thun kunt ofienliclien mit disem brief, für vns, alle vnser Erben vnd Nachkommen, vor allermenigliclien, vmb die drew tagwerck Wysmats, die tzu Wilburgsteten*) an dem Burckgraben gelegen sein, die Anna Truchsessynn, von Hornstein geboren, Jacob Truchsessen seligen Ritters von Wilpurgsteten eliehe wittwe, In dem kawffe von Wilburgsteten wegen des dorffes gen vns awszgenomen, gesündert, vnd die einem iglichen pfarrer czu Wilburgsteten vnd czu Grüszelbach czu einem ewigen selgerete, von des obgenanten Jacobes vnd Annen Truchsessynn vnd ir beyder altvordern sei heils wegen, geben vnd geschaffet hat, daz wir vnd vnser Nachkomen In daz auch gutlichen bleiben vnd wollen volgen laszen, wie daz die vorgenant Truchsessinn den czweyen pfar- rern schicket vnd ordinirt on alle geuerde. Sunder hat sie domit awszgenomen vnd bedingt, daz wir den obgenanten tzweyen pfarrern Brennholtzs gnuck vnd auch holtz czu Iren hewsern, hofreyten vnd gartten an bekömlichen steten awsz den holtzern, die tzu Wilburgsteten gehören vnd gelegen sind czwischen der hart vnd Wilburgsteten, allewegen tzu Irer notdurfft geben vnd volgen süllen lassen, dohin sie dann von vnsern Amptlewten oder Nachkomen geweiset werden, daz wir auch williglichen vnd gerne heissen tun vnd In daz an hindernüsse geben, bescheiden vnd lassen volgen fürbaz ewiglichen an alle geuerde. Auch hat die vorgenant Truchsessinn gedingt vnd awszgenomen ein vierteil kerns, daz vortzeiten die Alten Truchsessen vor der vorgenant Jacob Truchsesz vnd auch sie geben haben Jerlichen czu sand Merteins tag awsz der hedwiginül einem iglichen pfarrer zu Wilburgsteten, wie daz von den obgenanten Truchsessen her auf vns komen ist. Also wollen wir vnd süllen auch vnser Nachkomen den vorgenanten Keren williglichen vnd gutlichen einem yegliehen pfarrer tzu Wilburgsteten Jerlichen tzu der obgenanten tzeit awsz derselben Mül reichen vnd geben lassen In allermasz, als obengeschriben stet vnd her- komen ist an alle geuerde. Mit vrkünde diezs brifes, den wir darüber besigelt geben mit vnserin anhangendem Insigel, Der geben ist an sant Yrbans tag, Do man Czalt nach Cristi geburt vierezehenhundert Jare vnd darnach In dem füriff- ten Jare. Driginal im Innigl. Bnir. ^Ironiiijinlnttljint ;u Hürnberg. mit anli. Burggraf]. Wildemaims-Siegel. ') Wilbwr/stätteii im Königlich Bairischen Landgericht Dinkelsbühl. 278 CCLXXXII. dErkiiigcr nun Hritriibrrg ucrlmiift im Ihirgpf Jnciuiiij bie Besten llen-iierljcntierg tiritr Limpurg nnb seinen ® Ii eil im Millinrgstütten. 27. Mai 1405. Ieli Erkinger von Reehemberg Bekenn, für mich vncl all mein erben, vncl tun kunt offenlich mit disem briete allen den, die In sehen oder hören lesen, daz ich mit verdachtem mute vnd rate meiner frewnde han recht vnd redlichen cze vrtet vnd ewigen kauffe verkauftet vnd czü kauften geben dem hochgebornen fürsten vnd herren, herren Fridrichen Burggrafen czü Nürem- berg, meinem gnedigen herren, vnd allen seinen erben vnd nachkumen, die vesten Newen Rechemberg vnd Limpurg *) vnd darczü meinen teil an Wilburgsteten, nemlich die purk halbe vnd was czu dem allen gehöret, mit allen her- licheiten, lewten vnd güten, Gerichten, dörffern, weilern, Mülen, Eckern, Wisen, waszern, weiden, pergen, telen, weiden, liölczern, velden, stock, stein vnd allen andern gölten, rechten vnd nüczen, die darczü gehören, wie das alles genant ist, niclrtes awsgenomen, vnd nemüchen alle die recht vnd warte, die ich vnd mein erben haben oder gehaben möchten an Newen Rechemberg, Limpurg vnd Wilburgsteten mit allen vnd yegliehen iren ezügehörungen, nichts hindan gesaczt. vnd das alles han Ich In geben vnd verkauftet, mit namen meinen teil an Wilburgsteten vnd was darczü gehört, vmb fünfhundert guidein, vnd die andern gute vnd vesten Newen Rechemberg vnd Limpurg mit iren zügehörungen vmb Tausent guidein, derselben beder summe guidein ich von dem obgenanten meinem gnedigen herren Burggraf Fridrichen gancz vnd gar schon gerichtet vnd beczalet bin, vnd sag In, sein erben vnd nachkumen darvmb für mich vnd all mein erben quit, ledig vnd loz. vnd das alles, die vesten, meinen teil an der pürge vnd guter mit Iren ezügehörungen, han ich In geben, vnd süllen ich vnd mein erben sie des weren vnd versprechen, lelien für lehen, vnd eigen für eigen, yegliches als es dann herkumen ist, vnd mit namen Newen Rechemberg, das czu lehen geet von dem erwirdigen geistlichen herren dem Abbte czuElwangen, süllen wir aufgeben, als lehen recht ist 011 geuerde. vnd die obgenanten vesten Ncwenrechenberg vnd Limpurg vnd die purk halbe Wilburgsteten mit allen vnd yegliehen iren ezügehörungen, süllen der obgenant fürste vnd herre Burggraf Fridreicli, sein liben vnd nachkumen haben vnd messen, vnd ich egenanter Erkinger von Rechemberg verezeihe mich auch des alles, als oben begriffen ist, vnd nemlichen aller der rechten 279 a ik I warte, die ich vnd mein erben an dem allen haben oder gewinnen möchten, lewterlichen, Also, daz Ich vnd mein erben, noch yemant von vnsern wegen, darnach nymmermer dheinerley ansprach, klage noch vordrung tün noch haben süllen fürbas ewildichen. Vnd des czü vrkünd gib ich disen brief, yer- sigelt mit meinem anhangendem Insigel; vnd darezu han Ich gepetten herren Erenlrid von Seckendorf, liofmeister, herren Kräften von Lentershehn, herren Wirichen von Trewtlingen vnd Wigleis Schenken czü G-eyrn, Daz sie alle vier Ire Insigel czü dem meinen czü geczewgnüzz gehangen haben an disen brief, In on schaden, des wir diselben vier auch also bekennen. Geben am Mitwochen nach sant Vrbans tage, Nach Crists gepürt vierezehenhundert iar vnd darnach in dem Fünften Jare. (ßtigiitnl im 1.33. Jkaoinjinlnrdjiot 511 Dürnberg. ") Hechenberg und Limpurg in der Herrschaft Hohentrüdingen. Vergl. Nr. CCCXXY1. u. CCCLXII. CCLXXXIII. Inrggraf Jrickidj }i\ lörnlurg tmlriljt km (Erkingtr üdii ücrljcnbcrg ihn lirdjEnsat^ 511 cDstlicim. 27. Mai 1405. Wir Friderich von gotes gnaden Burggraue tzu Nuretnberg, Bekennen olfenlich mit dem brief, das wir angesehen haben sulich dinst, die vns vnser dincr vnd lieber getrewer Erckinger von Rechenberg getan hat vnd In künftigen zeiten tün sol vnd mag, vnd haben Im vnd sein erben verlihen, vnd verleihen auch in craft des briefs den kirchensatz tzu Ostheim, der tzu der herschaft Hohentruhending gehöret, das er vnd sein erben dieselben kirchen leilien sullen vnd mugen einem frümen erbern Prister, als ofte die ledig wirdet, daran wir vnd vnser erben In vnd sein erben nicht hindern sullen. vnd leihen Im was wir Im von rechts wegen leihen sullen vnd mugen, vns, vnser herschaft vnd einem Iglichen an seinen rechten vnschedlichen. Yrkund des briefs, mit vnserm anhangenden Insigel versigelt, tzu Onolspach, am Mitwochen des heiligen Auffart tags obend, Nach Crists gepürt viertzelienliundert. vnd darnach In dem fünften Jare. (Driginnl im Hiraigl. JBair. prüuinjinlarrijiuc ;n ITiirnbrrg. ccLxxxrv; Burggraf lajjann willigt in bic Berntisscntng kr Dörfer Mcttnlmf, iäjölleiikrfj t Candjersretitl], (IMntljcrsluilil nnir fiiiiiiifUirrg, mchijü sriii Brnkr Burggraf Jnekidj aa nürnberger Bürger Herkunft jjat. 31. Mai 1405. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen olfenlich mit diesem Briefe, vmb den kawffe, als der hochgeborne Forste, vnser lieber Bruder, herr Fridrich Burggraue zu Nürnberg, getan hat mit vnserm lieben getrewen Berchtolt Pfinczig vnd auch etlich andern Burgern zu Nuremberg, vmb den newen hofe, die zwey Schellembach, Tankersrewte vnd den Guntherspuhel vnd den Synbelberg, nach der kaufbriefe laute vnd sage, die er In darüber geben hat, das derselbe kauffe vnser guter wille vnd wort ist, vnd geloben für vns vnd alle vnser erben, denselben kauffe an den egeschriben dorffern getrewlichen stet zu halten vnd dowider nicht zu sein, noch zu thun in kein weise furbas ewic- hchen. vnd des zu vrkunde geben wir diesen briefe mit vnserm anhangenden Insigil, der geben ist zu Flassenberg, an dem Suntage als man singet exaudi, nach Cristi Vilsers herren gepurt virezehenhundert vnd darnach In dem fünften Jaren. dDriflinnl im 1. II |Sraniitjialartl)ine jti Samberg, mit anh. grossem Bracken - Siegel des Burggrafen Johann (s. bei Nr. CCCCLXIX.). Dieses Document hat am 15. März 1576 Hans Ölhafen ; Bürger zu Nürnberg, von Conrad Pfinziny, Bürger zu Nürnberg, empfangen, und Solches nicht nur durch eine Vor- und Nachschrift, sondern auch durch Anhängung seines und seines Schwagers, Friedrich Saurman, Rathsherrn zu Nürnberg, Insiegcl, beurkundet. Vergl. Nr. CCLXX sq. u. CCXC1V. CCLXXXY. 9. Juni 1405. # Hans Plestner schwört den Burggrauen zu Nürnberg Urfehde, unter Ylrichen und Mertein von Waldenfels, gebrüder, Insigel. Gescheen zu Piassemberg, am dinstag nach pfingsten, 1405. ©tigiiml im üiittigl. Sair. pramnjinlarrljiur ;rt Samberg. 36 Bd. VI. 281 CCLXXXVI. Der Meister hs prtihgtr-cDrkns nindjt kn Burggrafen Soljann j\\ liirnkrg mib seine dPematjlin lian aller guten Wtrke seines (Orbens ttjtiljjaflig. 11. Juni 1405. Illustri ac excelso prineipi et domino, domino Johanni Burkgrauio de Nurenberga, ncc non magnifice domine Margarethe, eius consorti dignissime, l'rater Thomas de firrno, sacre theologie professor ac totius ordinis predicatorum humilis magister et seruus, Salutem et prosperos ad cuncta successus. Quia illi, epios carnis origo nobilior produxit in lucem et potestas amplior preconio celebri sublimauit, variis rerum euentibus inter aduersa mnndi et prospera sepius colliduntur et periculis patent plurimis, nisi celestibus adinti suffragiis ad salutaria dirigantur: Ilinc est, quodvestre fidei sinceritas, quenostri ordinis et fratram ipsius extitit promotrix et fautrix, exigentia digna meretur, eorun- dem fratrnm, quos dei credit domesticos et amicos, spiritualia beneficia obtinere. Ego igitur, vestris multiplieibus benefieiis, quibns fratres nostri ordinis affectuo- sius cont'ouetis graciarumque fauoribus oportunis gratiosius sustollitis, debita recognitione pensata, deuote et excelse vtreqne dominationi vestre, nec non insignibus liberis vestris Omnium missarum, Orationum, predicationnm, Jeiu- niorum, Abstinenciarum, vigiliarum, diseiplinarum, laboruin ceterorumque bonorum omnium, que per fratres nostri ordinis dominus Jhesus christus per mmidum lieri dederit, vniuersam partieipationem concedo tenore presentium specialem, in vita pariter et in morte, Statuens nichilominus, ut post decessus alieuius vestrum, aut liberorum vestrorum, si obitus ipse capitulo generali in- timetur, et decedentis anima fratrum totius ordinis orationibus recommendetur, et iniungantur per eadem missarum Sacra solempnia ac cetera sulfragia, sicut pro fratribus nostri ordinis lieri consueuit, vt multiplici suffragiorum presidio et liic augmentum gratie et in futuro mereamini eterne vite premium possidere. In cuius concessionis testimonium Sigillum officii mei duxi presentibus appen- dendum. Datum Nurenberga, in nostro generali capitulo, Anno domini M° CCCC" quinto, die XI. mensis Junii. (Original im Kätiigl. iair. ^rnuin|ialardjine jn JJmnbfrg. CCLXXXVII. Der Meister ks ^rebiger-(Drbens inaiijt kn Burggrafen Inekirtj )ii Üiirnkrg mii) seine dkniajilnt (Blisaktjj niler guten Merke seines (Drkns ttjeilljaftig. 11. Juni 1405. Illustri ac excelso prineipi et dornino, domino Friderico Burlcgrauio de Nurenberga, nec non magnifice domine Elizabeth, eins consorti dignissime, ac liberis eorundem frater Thomas defirmo, sacre theologie professor ac totius ordinis predicatorum Immiiis magister et seruns, Salutem et prosperos ad cuncta successus. Quia illi, quos carnis.origo nobilior produxit in Incem et potestas amplior preconio celebri sublimanit, variis rerum euentibus inter aduersa mnndi et prospera sepius colliduntur et periculis patent plurimis, nisi celestibus adiuti sulfragiis ad salutaria dirigantur: Hinc est, quod vestre fidei sinceritas, que nostri ordinis et fratrum ipsius extitit promotrix et fautrix, exigentia digna meretur, eorundem fratrum, quos dei credit domesticos et amicos, spiritualia beneficia obtinere. Ego igitur vestris multiplieibus beneliciis, quibus fratres nostri ordinis alfectuosius confouetis graciarumque fauoribus oportunis gra- tiosius sustollitis, debita recognitione pensata, deuote et excelse vtreque domi- nationi vestre, nec 11011 insignibus liberis vestris Omnium missarum, Orationuin, predicationum, Jeiuniorum, Abstinenciarum, vigiliarnm, diseiplinarum, laborum Ceterorumque bonorum, que per fratres nostri ordinis dominus Jhesus christus per mmidum fieri dederit, vniuersam partieipationem concedo tenore presentium specialem, in vita pariter et in morte, Statuens nichilominus, ut post decessum alieuius vestrum, aut liberorum vestrorum, si obitus ipse capitulo generali in- timetur, et decedentis anima fratrum totius ordinis orationibus recommendetur, et iniungantur per eadem missarum sacra solempnia ac cetera suffragia, sicut pro fratribus nostri ordinis fieri consueuit, \'t multiplici sufiragiorum presidio et hie augmentum gratie et in futuro mereamijii eterne vite premium possidere. In cuius concessionis testimonium Sigillum officii mei duxi presentibus appen- dendum. Datum Nurenberga, in nostro generali capitulo, Anno dominiM"CCCC" quinto, die XI. mensis Junii. (ßtiginnl im Snnigl. lair. ^Ikautnfialnrrijiur ja Samberg. 283 ccxc. 21. Juni 1405. Hans von Schaumberk, Knoch genant, quittirt dem Burgrafen Fridrich von Nürernberk über dreyzehen guidein für ein fpert, daz er seim hern entwort do man zöch vor Erfurt. Geben nach unsers hern Cristy geburt CCCC° jar und darnach in dem fünften, am Suntag vor sant Johans tag sunbent. ißrigiunl im Sönigl. JJnit. iprotiiiijialnrdjiuü ju Samberg. Laut einer ebendas. befindlichen Urkunde quittirt auch noch am 1. Novbr. 1410 Peter von Schaumberg über den Ersatz eines Hengstes, den er in Burggraf Friedrieh's Dienst vor Erfurt verlor. CCLXXXVIII. 15. Juni 1405. Johann Burggraf zu Nürnberg und der Rath der Stadt zu Hof verschreiben Heinrichen Herrn zu Gera 1000 Gulden rhein. Geben zu Plassenburg, an St. Yiti Tag, 1405. 3ns btm J'iirstl. Sctiss. Irdjinc jit licrn. CCLXXXIX. 15. Juni 1405. Anna Truchsezzin, geporn von Hornstein, bekennt, daz Burggraf Frid- reich zu Nilremberg ir bezalt hat vierhundert und vierzig guidein an dem Leibgedinge, darumb sich die von Rrewlsheim zu Im verschriben haben. Geben an Sant Veitstag, vierzehenhundert Jar und darnach in dem fünften Jare. ©i'igtnal im Sättigt lair. prntiinjinlnrdjiuc |ii ißnmbtrg. CCXCI. (tninproiniSÄ |uiisd]en km Bisdjof nun B?iir|bnrg nnb kn Burggrafen jti lürnkrg mrgrii litpngrn. 22. Juni 1405. Es ist zu wissen, dasz beredt und beteydingt ist worden zwischen dein Ehrwürdigen Fürsten und Herrn, Herrn Johansen Bischoffe zu Würtzburg auf ein Seiten, und den Ho chgebohrnen Fürsten, Herrn Johansen und Herrn Friedrich Burggrafen zu Nürnberg auf die andern Seiten, umb solch Sprüche, Stücke und Artickel, als hernach geschrieben steht, mit Nahmen von Kitzingen wegen, und darüber sie sich eines gemeinen Manes vereynet haben zu einem gleichen Zusatz, zu einem freundlichen Rechten, mit Name des Edlen Herrn Friedrichs Scheuchen, Herrn zu Lymburg, Hauptmann etc., zu demselben gemeinen Mane iedweder Parthey drey Mane zu einem gleichen Zusatz setzen soll, so sind das die Sprüche, der zwölff sin sullen, von beyden Partheyen also, dasz iegliche Parthey sechs Sprüche darlegen soll und nicht mehre zu diesem male, so sin ditzts des obgenanten Herrn Johansen, Bischove und Herrn Friedrichen, Burggrafen zu Nürnberg zu (sie!), dasz sie eingenommen haben Pete, Steure, Scheuch, Ungelte, alle Nutze, Rente und Velle, und noch einnemen gantz von der Stadt Kitzingen, anders dan in das verschreiben und eingeben worden ist und von Recht thun solten. ditz ist der ander Zuspruch, dasz sie in kein Erb- hulde wolten lassen gen, die doch der Stiffte ye und allzeit gehabt hat, und haben es doch neuer Insatzungs Weisz innen, der dritte Zuspruch ist, dasz sie ja irren an der Idulde, als von des von Hohenloch Theile, den er gelöset hat von den Schweigrern, nach Ausweisung der Brieffe, die darüber gegeben sind, so ist das der vierdte Zuspruch, dasz sie ihm haben das Thor zu Kitzingen gegen dem Kloster verbauet, die Prücken abgeworffen, die zinszhafftigen Güther in der Stadt abgebrochen, und haben unbillige Gebot gethan an Pfiffen und an Layen und dieselben beswert und etlich Bürger verweiset und vertrüben und neu Gesetz gemacht, des sie doch alleine nicht Macht haben zu thun, wann drey Herren Theile daselbsten zu Kitzingen seynd. Auch ist das der fünfte Zuspruch, dasz sie in und seinem Stiffte irren an seinen Gerichten und Frey- heiten anders dann Herkommen ist. darnach ist das der sechste Zuspruch, dasz sie dem Ratlie zu Kitzingen gewandelt und anders gesatzt haben und auch die Gemeine daselbsten anders dann Herkommen und in das verschrieben ist. so sind das die Zuspräche, die obgenante Herren Johanns und Herrn Friedrich, 285 Burggrav zu Nürnberg haben zu dem vorgenanten Herrn Johansen Bischove zu Würtzburg: zu dem Ersten von der Lösung wegen gen den Schweigrern zu Kitzingen, daran er sie gehindert und geirret hat. der ander Anspruch, dasz er selber nach Kitzingen gestanden hat mit der Lösung gen den Schweigrern, dasz sie meinen, dasz es nicht solte sein gewesen, das ist der dritte Zuspruch, dasz er in einfeile an ihr Gülten und Zinsen zu Kitzingen gemacht hat. so ist das der vierdte Zuspruch, dasz er die von Kitzingen geladen und gepannet hat, als sie meynen, dasz es nicht solt seyn gewesen, auch ist das der fünffte Zuspruch, dasz er dieselben von Kitzingen ihre Leibe, Habe und Gute nicht sichern Wolt und unsicher vor ihm seyn gewesen, das ist der sechste Zuspruch, dasz er in einfeile gemacht wolt haben gen den von Kitzingen, dasz sie meinen, dasz er das nicht gethan solt haben, es ist auch beredt worden, dasz die obgenante Sieben erkennen sullen, welche Parthey den ersten Zuspruch tliun sulle; und welch Parthey den ersten Zuspruch geben hat, der soll damit vorfahren und der dann zum ersten darlegen und darnach die ander Partliey auch sein ersten Zuspruch thun und also zu beyden Seiten voilefahren mit dem obgenannten Zwölff Zusprächen, ye einen um den andern, bisz dasz sie gantz und gar aus vollrechtet werden, also dasz ein Recht das andere nicht pfänden soll. Auch mügen die obgenante beyden Partlieye in dem Rechten von der ehegeschriebenen Sache wegen Brieff und Wort, und was im zu den Rechten ein Nothdurfft ist, wol fürziehen, und was denn die ehegenante Sieben oder der mehre Tlieil unter ihn darnach erkennen und zu Rechten sprechen, das soll auf beyde Seiten lürbasz gehalten werden also, welche Sache sy mit der myne und mit Wissen nicht gerichten mugen. auch so ist geredt worden um ander Sprüche, die Kitzingen nicht anrühren, das vormahls gestellet worden ist an den Ehrwürdigen Herrn, Conraden von Egloffstein, Meister Teutsches Ordens und an dem vorgenanten Herrn Friedrich Schencken Herrn zu Lymburg, dasz es noch bey denselben beleiben soll, also dasz beyde Parthey den Meister uf den Tag bitten sollen, und wenne derselbe Meister uf den Tag kommet, so sullen sie zu beyden Seiten ihr Sprüche fürlegen und erzehlen, und umb welche Zuspräche sy erkennen, die unredlich wären von beyden Partheyen, die solt man zu Stadan abthun gar und gäntzlichen ohn Geverde; were aber, dasz der obgenant Meister zu dem Tage nicht kommen möchte, so soll es an dem ehegenannten Schencken und den Sechsen oder an den mehrern Theile, die zu im gesetzt werden, besteen in allermasse, als vorgeschrieben stet, doch also, dasz die Artickel zum ersten berecht sullen werden vor den Zusprächen von Kitzingen wegen, was man mit der Gütigkeit und mit Wissen nicht abgenemen mag. so sullen auch alle ob- gescliriebene Sachen von beyden Partheyen ausgetragen werden hiezwischen und dem schierst kommenden Sant Bartholomaus Tag und in der Zeite sullen sie in einem Tage kommen gen Bamberg uf den nechsten Sant Lorentzen Tage zu Nacht da zu sein und an dem nechsten Tage darnach früe zu den Teydingen zu greiffen, als obgeschrieben stehet, es soll auch der vorgenannt Herr Johanns Bischoue zu Wurtzburg den Pan aufslahen gen den von Kitzingen mit einem Effecte bisz uf den schierst kommenden St. Michaels Tage, were aber, dasz die Sache in der Zeite, als obgeschrieben steet, gütlichen oder rechtlichen verrichtet würde, so soll er sie darnach gantz und gar aus den Pannen lassen ungefehr- lichen. und das alle vorgeschriebene Punckte und Artickel von uns beyden Theilen stet, feste und unverrückt vollführt und gehalten werden gar und gäntz- lichen ohn Geverde, haben wir obgenante Herr Johanns und Herr Friedrich Burggraffeh zu Nürnberg unser Insigel auf diesen Brieff lassen drucken zu einem wahren Uhrkunde aller obgeschriebenen Sache, und dieser obgenant Sache sind Teydings-Leute gewesen: die Ehrwürdigen Herrn, Herr Albreclit Bisehove zu Bamberg und Herr Friedrich Bisehove zu Eystätten und der Edel Friedrich Schencke, Herr zuLymburg obgenant, und bekennen, dasz wir das beteydingt haben in der masse, als vorgeschrieben steet, und haben ihre Insigel zu unsern Insigeln uf disen Brief lassen drucken, in 011 Schaden. Geben zu Bamberg, am Montag nechste vor St. Johanns . Tage Sunwenden, anno Domini millesimo quadringentesimo quinto. Limig Reichsarcliiv, Spicil. ecclcs. T.II. pag. 961. Vergl. Nr. CCCIX. CCXCII. 28. Juni 1405. Michel von Schawmberg bekennt, daz her heinrieh Rampawsche pfarrer zuKrewsen im, von Burgraffe Johans wegen, für schaden bezalt hat dreyzehen guidein. Datum in vigilia Petri et Pauli, anno domini MCCCC° quinto. ißriginnl im liinigl. Bair. Järouiitjialardjitie ju Bamberg. 287 ccxcin. Clintons SönEl }\\ Itwrf srijmört hm Ißitrgjpfen Injjnnn ilrfrlibr. 30. Jnni L405. Ich Thomas Dönel, czu der c.zeit gesessen ezu Adorff, vnd alle mein Erben Bekenne öffenlichen mit disem meinem offen brife vnd wil, daz es wissenlichen sey allen den, dy disen brife sehen oder hören lesen, daz ich gütlichen gericht vnd geeint pin mit dem hochgeborn fürsten vnd herren, hern Johannsen burg- grqfen czu nörmberg vnd mit allen den den seinen on alles geuerde, also der Egenante fürste vnd herre vnd dy seinen mir genczlichen vnd gar vorgeben haben allez, daz ich wyder in vnd dy seinen gethan han. dorauf so han ich obgenanter Thomas Dönel gelobt pey trewen vnd pey eyden, fürder mer Ewic- lichen dez obgenanten hochgeborn herrn vnd der seinen irn frumen zu werben vnd irn schaden czu bewarn, wo ich daz weiz angeuerde, vnd han auch dez ein gelarten eit gesworn mit aufgerackten vingern czu den heiligen, wider den Egenanten hochgeborn fürsten vnd herren, hern Johannsen purgrafe zu nörmberg, noch wider alle dy dy seinen lande vnd leüte nymmer mer nichcz czu thun in keinerley weisz on allez geuerde. vnd ab daz köm, daz ich Egenanter Thomas Dönel vnd alle mein Erben mit dem obgenanten fürsten vnd herren, oder mit den seynen furder mer ichtes czu schicken gebün, daz schol ich vordem vor im oder seinen amethtleüten mit einem freüntlichen rechten vnd nicht anders, oder wo ich daz von rechcz wegen thun schol. vnd diser Teyding sint Teidingsleüte gewest dy Erbergen vnd geistlich herre, her Johannes von leibczig Uumptewer vnd pfarrer czu der czeit czu adorff vnd peter von czedwicz czu der czeit gesessen czu neipperg. vnd dez czu eim rechten warn bekentnüsz, so gib ich Egenanter Thomas Dönel disen offen brife, für mich vnd alle mein erben, mit meim angehangenden Ingesigel, vnd han dorczu gepeten dy obgenanten hern hansen von leibczig vnd den Erbergen vesten petern von czedwicz, daz dy ir Ingesigel, durch meiner fleissiger bet willen, czu eim warn geczeügknüsz czu dem mein an disen brife gehangen haben, in an schaden, der geben ist nach Crist gebürt virczehenhundert Jare dor nach in dem fünften Jare, an dem nehsten dinstag noch Petri et Pauli. (ßriginnl im Söitigl. Inir. ■prouiniinlnrrijiur ;n Samberg. CCXCIV. Honig Eitprcdjt tirldmt, auf Bitten Burggraf JFvicbridj 5, k\\ Berttjulb pfinjing mit Menntjnf, dDlier- uiib Intcr-idjöllciiluuj], Caiuijer^reiitl] etc., Hingegen ber Burggraf Beuterslieim km Bcidje tu Belm aufgetragen jjat. 13. August 1405. Wir Ruprecht von Gottes gnaden Römischer König, zu allen Zeyten mherer des Reichs. Bekennen vnd thun kundt öffentlich mitt diesem brief, Das der Iiochgeborn Fridrich Burggraf zu Nürmberg, vnser lieber Schwager vnnd Fürst, vnns fürgetragen hat, wie das er vnsern lieben getrewen Berthold Pfinzig vnnd ertlichen andern vnsern burgern zu Nurmberg den Neioenhof, die zwey Schellenbach, Tauchersreuth, den Güntterspühl vnnd den Simvelnberg, das alles von vnns vnd dem Reich zu Lehen rüret, erblichen verkaufft vnd vmb zwey Tausent vnnd Achthundert Gulden geben habe, vnnd hat vnns fleyssiglichen gepetten, vnsern willen, gunst vnnd Verhengnus darzu zu geben, vnnd auch den obgenannten vnsern Burgern die vorgenannten güetere zu eignen, So wolle er vnns vnnd dem Reich andere seine aigene giitter, mitt namen Lentershaimb das Dorf, bey Wassertrohendigen gelegen, mitt gericht vnnd allen andern Zugehörungen, das sein frey lediges Aigen sey, dargein belegen, vnnd von vnns zu Lehen empfahen: Des haben wir angesehen des obgenannten vnsers Schwagers Burggraf Friderichs vleisige vnnd redliche bete vnnd auch getrewe danck- neme Dienste, die er vnns vnd dem Reich dick williglichen gethan hatt, vnd auch lürbas thun soll vnd mag Inn künfftigen Zeyten, Vnd haben darumb den obgenannten vnsern burgern zu Nürmberg und Iren Erben die vorgenannten Güetere, den Neuenhof, die zwey Schellenbach vnnd den Simvelnberg ge- aigent, vnd aignen In die auch, für vnns vnnd vnsere Nachkommen an dem Reiche, Inn crafft diz briefs vnnd Römischer Königlicher machte vollkommen- lieyt. vnnd der obgenannt vnser Schwager Burggraf Fridrich hat auch also das vorgenannt Dorf Lenterssheimb bey Wassertrohendigen gelegen, mitt gericht vnnd allen andern Zugehörungen, vnns vnnd dem Reich dargein beleit, Also das er vnnd sein Erben das liinfur von vnns vnnd vnsern Nachkommen An dem Reiche. Romischen Kaisern vnd Königen, mit andern Iren Lehen allzeit zu Lehen empfahen, haben und tragen sollen, alls er auch das Yezund von vnns empfangen hatt. Uhrkund dicz briefs, versigelt mit vnsern Königlichen Majestät Anhangenden Insigel, Geben zum Amberg, auf den nehisten Donnerstag 37 Bd. VI. ccxcv Itinig Hii|.irfii)t eignet km Burggrafen JFriekitjj tiic nun pfol; jii tCeliii räljrenk halbe Jtabt Crnilsfpn nebst iliigelan. 13. August 1405. Wir Ruprecht von gots gnaden Römischer Runig, zu allen ziten merer des Richs, Bekennen vnd dun kunt uffinbar mit diesem briefe allen den, die yn sehen oder hörent lesen, für vns vnd vnsere erben. Als Creylszheim die Stad halb vnd ßügelaw, mit allen yrnn rechten, nuezen vnd czugehorüngen von vns vnd vnser Pfalz zu lehen gerüret vnd gangen hant, vnd der Edele vnser lieber Swager vnd getruwer landgrave Hans vom Luchtenberge der alte dasselbe allez von vnsern altfordern vnd vns zu lehen gehabt vnd getragen hat, vnd nu die ganeze Stad Crauwelsheim mit llügelawe vnd allen Iren rechten, nuzzen vnd zugehörungen dem hochgebornen vnsenn lieben Swager vnd fürsten, Burggraven Friederich von Nuremberg , vnd sinen erben erbeclichen vnd ewec- lichen verkaufft vnd zu kauffen geben hat, nach vszwiszunge der briefe*) darüber gemacht: Des haben wir angesehen der vorgenanten vnserr Sweger, Burggrave Friederichs von Nuremberg vnd Lantgrave Hansen vom Luchtenberge, ernstliche vnd fliszige bete vnd auch getruwe vnd danckneme dinste, die sie vns etwie lange zyt widder den Kunig von Beheim vnd sine hellfere getruwelichen getan hant vnd noch tegelichen dunt, Vnd haben darumbe für vns vnd vnsere Erben dem obgenanten vnsenn Swager Burggrave Friederich von Nuremberg vnd seinen erben die obgenante halbe Stad Crauwelsheim vnd ilügelaw, mit allen Iren rechten, Nuezen vnd zugeliorungen, als die von vns vnd vnser Pfalcz zu lehen gerüret hant, geeygent, vnd eygnen yn die in crafft disz briefs, Also, das sie die fürbaz zu ewigen zyten Innehaben, besiezen vnd der genieszen sollent vnd mogent, hohe vnd nyeder, nach yrem besten willen, als andere yre frilie eigen gut, ane alle widderrede, Intrag vnd hindernüsse vnser vnd aller vnser erben. Vnd des zu orkunde vnd vester gezugnisse, so nach St. Laurentien des Heyligen Mertterers Tag, Nach Cristi geburt Vier- zehenhundert vnnd darnach Inn dem fünfften Jare, unsers Reichs Inn dem funfften Jare. Dednction wegen des Umgelds bei der v. Geuder'sehen TJeberlassung von Neuhof', S. 35 Beil. 1. •) S. T. IV. Nr. CLXXVIII. Vergl. Nr. CCLXX sq. und CCLXXX1V. haben wir dein obgenanten vnserm Swager Burggrave Friederich von Nureinberg vnd sinen erben diesen brich' gegeben, versiegelt mit vnser Pfalcz anhangendem Ingesiegel. Geben zu Arnberg uff den neclisten Donrstag vor vnser frauwe tage als sie zu hiemel Iure, Assumpcio zu latine, nach cristi gepurte Yierczehenhundert vnd darnach in dem fünfften Jare, vnsers Bichs in dem fünfften Jare. üitmnirtf Copic bta lilaäscnbtirger Slrdjiuts. •) S. Nr. L. CCXCVI. (Eint IkrggräflidjE Ifintersnssiit gi Ifashulj ncrglcidjt siri] mit kr Irrrsdjaft iikr bic Änsharkth iljrcr (iiitrr. 12. September 1405. Ich Agnes kolin, zu haslacli bey dürwang gesessen, Bekenn vnd vergüte offenlich mit dem brieff, vor aller menniclichen, für mich vnd alle mein erben, vnd tundamt allen den, die disen brieff an sehent oder liörent lesen, von solicher stöss, zwayung vnd auffleff wegen, die der Hocligeborn fürst vnd herr, Burggrafffridrich zu Nurernberg, mein gnediger her, sein vogt vnd ampt- lewt zu Wassertruhendingen, mit mir vnd mit hillen seligen gehabt haben von der versessen vnd vergangen zins vnd gülte wegen, die wir inanig zeyt vnd Jar von dem hernach geschriben leben vnd gut, zu hasslach in dem weyler vnd marck gelegen, versessen vnd verswigen haben, der selben egenanten stöss, zwayung vnd vffleff, die sich dann alzo zwischen vnd (sie!) vergangen vnd verloffen sin, wie die also gewesen, gehaissen vnd genant sin biss auff disem heutigen tag, derselben stöss, zwaigung vnd vffleff bin ich vnd mein erben Mit mein egenanten gnedigen herren, sin vögten vnd amptlewten zu wassertruhen&igen gar vnd genezhehen bericht vnd betedingt worden: Also mit solchem geding, daz daz hernach geschriben leben vnd gut mit aller seiner zugehörunge, als hernach benent vnd begriffen ist, lurbasser ewiclichen meins egenanten gnedigen herren Burgraff Fridrichs zu Nurernberg vnd seiner erben aygne gut sein stillen, als die doch vormals auch sin gewesen sein, Doch also, daz ich die hernacligeschriben gut vnd auch alle mein erben albeg Line haben vnd nüczen vnd nvessen sullen, vnd dor uon alle Jar Jerlichen Im oder sein Amptlewten zu wazzertruhending raichen vnd geben sullen fünff Schilling 37" 291 J lialler auff sand "Walpurg tag vnd funff Schilling haller darnach auff Sant Michels tag, ein Schilling haller zu weyset vnd ain vasnacht Ihm. vnd die weil ich vnd mein erben daz hernachgeschriben leben vnd gut alzo verdienen, verczinsen vnd verstewren mügen, so süllen wir dar uon vnuertriben beleiben on all ge- uerde. Diez sind die gut, die also in daz egenant lehen zu Hasslacli gehörn: zu dem ersten daz hauss vnd hofrat zu Idalsslach (sie!) mit seiner zugehörung, da ich yczunt wesenlich vnd heusslich vif siezen bin; Item drey morgen Ackers zu Hasslach gelegen bey dem hochholcz aneinander, vnd der ain morgen gilt alle iar Jerlichen siben pfennig vnser frawen gen kemnaten; Item zwen morgen Ackers leit (sie!) den fünfenden zu Hasslach gen hegnich; Item anderhalben morgen Ackers vnd ein wisflecklin dobey gelegen herauss gen halsslach, vnd ein virtail vnd ein tagwerk wismatz, genant die lelienwyse, gen halsslach vnd ein halb tagwerk wismatz genant die Bosenbergerin, ligt am weyler, vnd ein lialbs tagwerk gelegen bey meiner hoffrät zu Hasslach, vnd ein virtail eins tagwerks ligt auch vnterhalb der hoffwysen, vnd ein Egerd ligt am weyler zu hasslacli vor dez bachmans hoffrät, vnd ein holcz herauss gein hegnach gelegen. vnd des zu einem waren vrkund aller obgeschriben sach vnd Artikel, so han ich vnd mein erben den Erbern vnd vesten Ritter, herrn hainreich von dürwang, fleissiclichen gebeten, daz er sein aygen Insigel, zu einer waren gezeucknüss aller obgeschriben sach, an disen brieff gehencht hat,« Im vnd sein erben on schaden, dorvnter ich vnd mein erben vnd (sie!) verbinde bey ayd vnd bey trewen, allez daz zu halten, daz an dem briff geschriben stet ongeuerde. Daz geschacli vnd der briff ist geben am Samstag nach vnser frawen tag Natiuitatis, Nach Cristi vnsers herren gepürt virzehenhundert iar vnd darnach ym fünften Jare. liilmtiftabnd) bes SSnrggraftljnma lüritbcrg. CCXCVII. (JDttn ^onpiiME sdjtnört km Burggrafen Juliann Irfeljk. 2. October 1405. Ich Otte Ponpeisze Bekenne für mich vnd Henszlein meinen Süne off'en- lich mit diesem brieff allen den, die In sehen oder hören lesen, Das wir mit dem hochgebornen fursten vnd herren, liern Johannsen Burg grauen czu Nurem- berg, vnserm gnedigen herren, allen den seinen lannden vnd lewthen, Edeln • vnd vnedeln, vmb alle stosse, kriege, rniszhelunge, name, gefengnüsse, Scheden vnd vmh alle verlanden sache, wie die gescheen seindt vnd sich die czwischen In vnd vns von beiden teilen verhandelt vnd verlanden haben bis auf diesen hewtigen tage, nichtes awszgenomen noch hind an geseczt 011- geuerlich, genczlichen vnd gutlichen mit vnserm guten willen gesünt, vereint vnd gericht seindt worden ongeuerde: Also, das wir, noch yemands von vnsern wegen wider den vorgenanten vnsern gnedigen herren wider die herschafft der Burggraueschaft zuNüremberg, noch wider alle ire lannde noch lewthe furbas ewiclichen nymmer mer gethun sullen, noch wollen, weder mit worten, noch mit wercken, heimlichen noch offenlichen in dhein weisz, on ein frewntlich recht 011 alles geuerde. Gewunen wir fürhas mit der herschaft, iren lannden oder lewthen ichtes zu schicken oder czu sprechen, das Süllen vnd wollen wir thun, als offtvns des not geschieht, mit einem fre Amtlichen rechten vnd an soliehen steten, do soliche, czu den wir dann czu sprechen hotten oder gewunnen, hin gehortten ongeuerde. vnd dorauff sol auch der vorgenant furste vnd herre, Burggraue Johanns, vnser gnediger herre sein, So sullen vnd wollen wir sein vnd der herschaft getrewe diener sein, Iren schaden czu wenden vnd Iren frumen zu werben vnd In czu dienen getrewelichen, wo wir kunnen vnd mugen vnd wenn die herschaft des an vns begert ongeuerde. Auch sollen, noch enwollen wir soliche verkniffen sache gegen der herschafft, gegen allen iren lannden vnd lewthen, noch allen den, die dorvnter verdacht seind, furbas ewiclichen In arge, noch In rachsall geeffern, noch geendern in dhein weisz, weder heimlich noch offenlich on alles geuerde. Geschee aber, das wir vns vnwissentlichen In dheinen Sachen gegen der herschaft, Iren lannden oder lewthen vergriffen, wenn vnd von wem wir dann zu rede geseczt vnd gemant wurden, welcher vnser einer der were vnd das gethan hett, der sol sich zu- stundan noch der manunge in vnsers vorgenanten herren hoff stellen, vnd dorynne hgen vnd nicht awszkomen, So lange bis er verrecht oder verfuget bette, dorümb er dann gemant vnd czu rede geseczt were worden, nach rate vnd erkennen des offtgenanten vnsers gnedigen herren Rete oder diener czweyer oder dreyer ongeuerde. Wenn auch der vorgenant henszlein, mein Süne, zu seinen Jaren vnd tagen kumpt, So sol vnd wil ich In darezü halten vnd weisen noch alle meinem vermugen getrewlichen, das er des, als vor- geschriben stet, swere czu den heiligen, zu halten und czu uolfuren on alles geuerde. Zu merer sicherheidt vnd warem vrkunde lian ich zu den heiligen mit aufgerackten fingern einen gelertten eyde gesworen, das alles, als vor- geschriben stet, vnuerbrodienlichen vnd vnuerruckt genczlichen vnd gar zu halten vnd zuuolfuren getrewlichen on alles geuerde. Des zu vrkunde hau ich 293 mein eigen Insigel an diesen brieff gehenckt, vnd czu bekentniisse vnd geczewg- ■ nüsse hau ich gepeten die erbern Peter von czedwicz, fridrichen von gutemberg vnd Jorgen von kindsperg, die Ir Insigel, durch meiner fleyssigen pete willen, czü dem meinen an diesen brieff gehenckt haben, In on schaden. Gescheen czum liofe, am freytag noch sandt Michels tage, noch Cristi vnsers herren gehurt Yierczehenhundert Jare vnd dornoch In dem fünfften Jare. ©riginal im Mönigl. lair. ^rintinpnlnrrijitte jtt limihtrg. CCXCYIII. 10. October 1405. Wir Fridreich von gots gnaden Burggraf czü Nüremberg, Bekennen offen- lich mit disem briefe, für vns, vnser Erben vnd nachkumen, daz wir, mit wol- bedachtem mute vnd rate vnsers Rates, haben recht vnd redlichen cze vrtet verkauffit vnd czekauffen geben vnsern lieben andeclitigen dem Techant vnd dem Capitel czü Onelspach, drew gute czü Klafheim,") die vns von lehens wegen ledig sind worden von Chünczen Rorer etwenn Burger czü Onelspach. Derselben güt eins giltet Jerlichen vier pfunt vnd Sechs pfenning czü sant Walpurgen tag vnd so vil czü sant Michels tag, ye dreissig pfenning für ein pfunt, vier kese czü Pfingsten, siben herbsthüner vnd vier vasnachthüner, vnd das besiezt vnd pawet Fricz Wagner; So giltet das ander güt Jerlich vier pfunt on czwen pfenning czü sant Walpurgen tag, auch ye dreissig pfenning für ein pfunt, Czweinczig ayr, Czwen kese czu Pfingsten, Yiervndfünfczig pfenning czü sant Michels tage, drew herbsthüner vnd czwey vasnachthüner, vnd das- selb güte besiezet Virich Bucz; vnd das dritte güt giltet Jerlichen Anderthalb inalter korns, Anderthalb malter habern vnd ein vasnachthün, Vnd das besiezet der Ofenhaws. Vnd die vorgenanten güte vnd gälte, mit allen iren czügehö- rungen czü dorff vnd czü velde, nichts ausgenomen 011 geuerde, haben wir dem obgenanten Techant vnd dem Capitel czü Onelspach vnd iren nachkumen geben für freyes ledigs aigen, vmb Hundert vnd Acht vnd czweinczig guidein, der wir von In schon gericlit vnd beczalt sein, vnd wollen sie auch der obgescliriben galt vnd güte weren für freyes lediges eigen, nach des lands recht A nd gewon- heit on geuerde, Vnd sie süllen fürbas die güte beseezen, entseezen, cze recht 294 stellen vncl da mit tun, als mit iren freyen aigen, on all hindernüzz. Dez alles cze vrkünd geben wir In disen brief, versigelt mit vnserm anhangendem Insigel. Geben czü Kadoltspurg, am Samstag vor sant Gallen tag, Nach Crists gepürt Vierczehenhundert iar Ynd darnach in dem Fünften Jare. (Original im SR. 3S. |kouM{talardjiue fii Himberg, mit anhängendem "Wildemanns - Siegel des Burggrafen Friedrich VI. *) Klafheim im Landger. Anspach. CCXCIX. Inssjinulj ks Htnubgcridjts |it liirnkrg, k'ss Inrggrnf JFrichridj tinn kr griidjtckn Ihidjssfaiit lutljcnlinrg mikr dkträjjr nor iljr l'akgmdjt gelakn tonrkn. 21. October 1405. Ich Heinrich Sehencke vonLawtershausen genant, Lantrichter zuNueren- berg, Tu kunt mit disein briefe, das für mich kome In gerichte her Ernfride von Seckendörfe, Hofmeister, vnd Johannes Pewscher, an stat von wegen mit voL- lem vnd ganezem gewalt des hochgeboren fürsten vnd herren, hern fridrichs Burgrafen zu Nuerenberg, den sie nach recht beweisten, vnd laütmerten mit für- spreclien: die Burgermeyster, die Burger des Rates vnd die Burger gemeinc- lichcn der Stat zu Rotenburg weren freuelich vnd wider recht in der echte gelegen mer dann Jare vnd tage vnd legen noch dorynnen, vnd brachten auch das mit dem pueche vnd mit dem gesworen lantschreiber, alz sie durch recht Sölten; So were der obgenant herre, her fridricli Burgraf zu Nuerenberg, ouch dez heiligen Reiches fürste, vnd wolt nu das recht vor des heiligen Reichs hof- gerichte gern wol vnd wee lassen tun, Also als dann des heiligen Reiches fürsten einer fürbracht würde, alz er von rechts wegen fürbracht werden solt, alsdanne ein yeglich fürste gefreyet ist; über das allez hetten denselben herren mit sein selbs leibe, vnd auch alle seine Slose, Stete, veste, Merekt, dörfler, gerichte, lande vnd lewte, wo er die hete, besucht vnd vnbesucht, nichcz aus- genomen, vnd auch etlich sein dyener, Ritter, knechte vnd armlewte mit leibe vnd giite die egenanten von Rotenburg auf ir gerichte, das sie nennen ein lant- gerichte, gen Rotenburg geladen, do sie doch nicht antworten solten, wann der selbe herre des heiligen Reiches fürste were, vnd daz auch dieselben von 295 Rötenburg nicht clagen möchten, wann sie noch In der echte vnd doraus nicht komen weren, Alz dann dhein echter weder clagen, noch sich verantworten möchte, alle die weil sie aus der echte nicht komen weren; vnd baten fragen einer vrteil, ob die obgenanten von Rotenburg oder ir clagfuerer auf dez vorgenanten herren vnd der seinen lande, lewte vnd gueter, wie die genant oder wo die gelegen weren, erclagten, ervolten, vnd sie zu echte brechten auf demselben irem lantgerichte oder andern gerichten, ob in dieselbe clage, vollunge vnd echte icht wolbillichen vnd zu recht dheinen schaden bringen solt, vnd ob derselb herre vnd die seinen des icht schaden nemen, den sie noch recht be- weysten, ob in den die obgenanten von Rotenburg auch icht wolbillichen vnd zu recht ausrichten solten, vnd was er vnd sein helffer denselben seinen echtem, wann er sie yeczunde mit seiner clage dorein erclagt vnd bracht hete, an iren leiben vnd gueten teten, ob sie doran icht wolbillichen vnd zu recht nicht gefreuelt noch getan heten, das sie weder pessern oder puessen solten gen lantfriden, lantgerichten, noch gen yemancz, alle die weil sie auz der echte nicht komen weren. dasselbe alles warde im erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil auf den eyde. Mer warde demselben herren erteilt, daz er die egenanten von Rotenburg, sein echter, In seinen rechten, wo er mit In zu rechten hat, an aller stat wol verwerffen mage, alz- die echter von recht, alle die weil sie auz der echte nicht komen weren. Geben mit vrteil vntter dez lantgerichts Insigel, am Mitwochen nach sand Gallen tage, Nach Cristi gepurt vierczehenhundert Jare vnd dornach in dem fünften Jare. (Original im üiinigl. 55nir. ^rnninjialardjiuE pt lambctg. mit anh. Landgerichts - Siegel Burggraf Friedrich's "Vi (wie bei Nr. CCXX.). ccc. ©as liikgmdit |ii liimlierg sctjt kn inrggrafen jKrichrid] in liitjgcmiiljr aller cßiiter imb ddjliisacr kr fUidjsstak Ilattjenliurg. '21. Oc,tober 1405. Ich Heinrich Schencke von Lawtershausen genant, lantrichter zu Nueren- berg, Tu kunt mit disem briefe, das für mich kome In gerichte der hochgeboren furste vnd herre, her fridric/i Burgraf zu Nuerenberg, vnd name mit vrteil kund- briefe vnd sant die Auf alle die gute vnd recht, die die Burgermeyster, die Burger dez Rates vnd die Burger gemeinclichen der Stat zu Rotenburg auf der Tawber 296 heten zu Rotenburg, vnd mit namen auf die vesten vnd Slose Seidenecke, Nortten- berg, Enttse, Habolczheim, liehentale, Gamesfelte, Insingen vnd Mestelnllausen, ircn teile, den sie heten an der vesten vnd Stat kyrchperge vnd auch alle pfantschaft, die sie heten an Geylnawe, lantspurg vnd anderswo, vnd wo sie icht heten gemeinc- lichen vnd sünderlichen, das zu den vorgenanten guten vnd Slossen gehörte, ez seinde gerichte, kirchensecze, dörffer, weyler, eygenschaft, erbe, eygen, haüser, liofe, wisen, ecker, weingerten, hölczer, wasser, weil', wunne, weide, varende vnd ligende habe, besucht vnd vnbesuclit, nichcz ausgenomen, vnd clagt dorauf vmb hunderttausent marck goldes, Alzlange das Im mit vrteil vor gerichte anleitt dorauf gegeben warde. die anleit besaz er nach recht mer dan sehs wochen vnd drey tage, daz sie nyemant versprach, als er mit Wernhern ödenberger seinem anleitter vor gerichte beczewgt hat nach recht, vnd daruinb ist Im mit vrteil von gerichte geben nucz vnd gewere an den vorgeschoben gueten allen vnd was dorczu gehörte, besucht vnd vnbesuclit, wie daz alles genant ist, das er die behabt vnd ervollethat, das kein laugen mer doför gehörte. vnd do der obgenant herre, her fridrich Burgraf zuNuerenberg die vorgeschoben gueter alle also vor mir In gerichte erclagt vnd ervollet hat, da bat er mich fragen einer vrteil, ob yemant hintter Im auf dieselben gute erclagt vnd ervollet, also, daz er sein nicht gewar würde, ob Im das icht wolbiUichen vnd zu recht dheinen schaden bringen solte, Man verkünt im dann daz vor zu haws, zu hofe oder vntter äugen, mit gerichcz brieten vnd boten, also daz eisern gewar würde, dasselbe warde im erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil auf den eyde. Mere warde im erteilt, was er vnd sein helffer an denselben seinen erclagten guten teten, doran solten sie nicht gel'reuelt, noch getan haben, daz sie weder pessern oder puessen solten gen lantfriden, lantgerichten, noch gen yemancz, vnd sol man dem selben herren von gerichte doruber zu schirmer geben, wes er begeret. Geben mit vrteil, vntter dez lantgerichts Insigel, am Mitwochen nach sand Gallentage, Nach Cristi gepurde virczelienhundert iare vnd darnach in dem fünften Jare. ©riginnl im %. 1. ^rniiinfinlnrdjinc jtt lombtrg, mit anh. Landgerichts - Siegel Burggraf Friedrich's V 38 Bd. VI. 297 26. October 1405. Wir Engelhart Herre zu Winsperg, des Allerdurchluchtigisten Fürsten vnd Herren, Hern Ruprechts von gotcs gnaden Römischen Kunigs, zu allen ziten merers des Richs, Hofrichter, Bekennen vnd tun kunt offenbar mit clisem brief, das wir desselben vnsers Herren des kunigs vnd des heiligen Richs Ilof- ichte besessen haben zu Heidelberg in der Burg uff disen tag, als cliser brief gegeben ist, vnd das für vns quam daseibist in gerichte der Iiochgeborn forste, Her Fridrich Burggraue zu Nürnberg, vnd bracht für vnd liess auch da lesen vnd verhören einen ganezen gerechten vnd vnuerserten brief, versigelt mit des Landgerichtes der Burggrafschaft zu Nürnberg Anhangendem Insigele, derselb brief von worte zu worte geschriben stund vnd lutet also : *) Ynd do der vorgeschriben brief also von vns in gerichte gelesen vnd verhöret ward, do bat vns der vorgenant Her Fridrich Burggrafe zu Nürnberg mit sineni forsprechen einer vrteyl zu fragende, ob Er icht billich vnd von rechts wegen bii denselben brief, vrteylen vnd rechten begriffen fiir- bassmer beliben solle, vnd ob man Im die icht billich vnd von rechts wegen mit des egenanten vnsers Herren des kunigs vnd des heiligen Richs Hofgerichtes briefen vnd Insigeln bestetigen, confirmieren vnd dorunder verschriben solt, als recht wer, Also das Sii lurbassmer stete beliben vnd craft vnd macht haben sollen, vnd Er ouch solicher briefe, vrteile vnd rechte gebruehen vnd gemessen möge vor allen gerichten, geistlichen vnd werntlichen vnd an allen enden, Ynd ob man Im ouch icht billich vnd von rechtes wegen schirmer vnd Helfer dor- uber geben sölte, wes Er begeret. das ward Im alles erteylet mit gemeiner volg vnd vrteyl, als recht ist. Dorumb, vnd ouch von gewaltes vnd Hofgerichtes wegen des obgenanten vnsers Herren des kunigs, bestetigen vnd confirmieren wir demselben Hern Fridrichen, als erteylt ist, die vorgeschribenn brief, vrteyl vnd rechte in craft diss briefs, vnd gebieten von desselben gewaltes vnd Ilof- gerichtes wegen Allen vnd ig liehen forsten, geistlichen vnd werntlichen, Grauen, Fryen, Herren, Dienstiuten, Rittern, knechten, Amptluten, Houptluten, lancl- richtern, Richtern, vrteylsprechern, Burgermeistern, Reten vnd gemeinden, inniglidjE 3t|ufgcridjt bestätigt km Itirggrafen Jfriekidj |ti litrnkrg kn hiiiiigcridjtlidjrii liisspntdj ii kr seine mikmdjtlirjje l'iikuig nur bas Mjenburgtr dkridjt. ccci. vnd allen andern, den diser brief vorkomet, bii des heiligen Richs rechten vnd gehorsamkeyte, ernsthch vnd vestichch mit disem brief, das Sii gemeinlich vnd sunderlich den vorgenanten Hern Fridrich an so liehen vorgeschribenn brieuen, vrteylen vnd rechten fürbassmer nicht hindern oder Irren, noch die Iren hindern oder Irren lassen in dhein wis, Sunder In vnd die sinen dabii getrulichen hanthaben, schuczen, schirmen vnd gerulich beliben lassen, vnd In ouch ernstlich vnd vestichch dorezu beholffen sin sollen, als recht ist, Wann, wer des nicht entut, so das an In geuordert wirdet, zu dem oder den wirdet man dor- umb richten, als des egenanten Hofgerichtes recht ist. Mit vrkund diss briefs versigelt mit desselben Hofgerichtes Anhangundem Insigele, Geben zu Heidelberg Nach Crists geburt vierezenhundert Jar vnd dornach in dem fünften Jare, des nechsten Montags vor sant Symonis vnd Sant Jude tage. (Driginnl im 1. 1. ^ irnutnfialardjiuc jti Samberg. *) Hier ist der unter Nr. CCXCIX. mitgetheilte Landgerichts - Brief inserirt. CCCII. ins liiniglidjc linfgcridit forkrt kn Inrggrafcn Sntiann j\\ lürnkrg auf, kii l'Bnrggrafpn Jnekidj in seinen Eedjten uiikr bie Eeidjsstak Entjjentarg gt sdjirmen. 2G. October 1405. Dem hoehgebornen fursten, hern Johannsen Burggrauen zu Nürnberg, Entbieten wir Engelbert Herre zu Winsperg, Des AHerdurchluchtigisten fursten vnd heren, hern Ruprechts von gotes gnaden Romischen kungs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, vnser dinst vnd alles gut, vnd tun uch kunt mit disem brief, Das wir des yezgenanten vnsers heren des kungs vnd des Richs hofgerichte besessen haben zu heidelberg in der Burg vif disen tag, Als diser brief gegeben ist, Vnd das der hochgeborn fürst, her Fridrich, Burggraue zu Nürnberg vor vns daseibist in geriehte mit guten, ganezen vnd vnuerserten briefen, versigelten mit des landgerichtes der Burggrafschaft zu Nürnberg Anhangenden Insigeln, recht vnd redlich fürbracht hat, Als recht ist, Das Er vff die Burger- meyster, die Burger des Rates vnd Burger gemeinlich der Stat zu Roteinburg vff der Tawber vor demselben landgerichte, souerre geclaget hat, das Sy in desselben landgerichtes Echte getan vnd versehriben sind, vnd das Er oucli 38" 299 alle Ire güter vnd habe, varnde vnd ligende, besuchcz vnd vnbesuchez vmb ein genante Summe erclagt, erlanget vnd eruolget hat, Als recht ist, Als das alles in solichen des vorgenanten landgerichtes brieuen doruber gegeben eigentlicher begriffen ist, vnd das ouch demselben hern Fridrich soliche desselben landgerichtes brieue vnd Rechte dorinn begriffen vor vns vnd dem egenanten des Richs hofgerichte mit rechter vrteyle bestetigt sind, Als desselben hofge- richts recht ist, x\Js das ouch soliche brieue doruber gegeben clerlicher Inne- halden. Dorumb, von des obgenanten vnsers heren des kungs gewaltes vnd hofgerichtes wegen, begeren wir von uch mit discm brief, das Ir dem egenanten hern Fridrich vnd den sinen vff die egenanten von Rotemburg vnd ouch zu den vorgenanten giitern vnd habe, nach lute der vorgenanten brieue, getrulich vnd ernstlich beholfen sin vnd Sii ouch vestichchen dabii hanthaben, schuczen vnd schirmen sollet, Als recht ist. Geben zu heidelberg, vnder desselben hofgerichtes vffgedrucktem Insigele, Nach Crists geburt vierczenhundert Jar vnd darnach in dem fünften Jare, des nechsten Montags vor sant Symonis vnd sant Jude tage. (Original im Mimtgl. lair. ^roninftalnrdjinE ju Inmbtrg. Eben solche hofgerichtliche Aufgebote ergingen gleichzeitig an die übrigen Fürsten, Grafen und Herren des Frankenlandes: an die Bischöfe von Bamberg, Würzburg und Eichstädt, an Pfalzgraf Johann bev Rhein und Herzog in Baiern, an die Grafen Berthold, Friedrich und Wilhelm von Henneberg, die Grafen Ludwig und Friedrich zu Öttingen, die Grafen Heinrich zu Schwarzburg, Ludwig von RieneJc und Lienhard von Castell, Ulrich, Albrecht und Hans von Hohenlohe, Friedrich Herrn zu Haideck, Conrad Herrn zu Weinsberg, Friedrich Schenk zu Limpurg, Hauptmann des Landfriedens in Franken, und an Alle, die den Landfrieden in Franken geschworen, nach Ausweis der zu Bamberg befindlichen Originalien. OCCIII. 26. October 1405. Wir Engelhart Herre zu Winsperg, des Allerdurcliluchtigisten fürsten vnd herren, hern Ruprechts von gotes gnaden Romischen kunigs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, Entbieten Burkharten von Seckendorff vnd allen von Sekendorff, Hansen von Hesspurg, Ritter vnd allen von Hesspurg, Fridrichen Wolfskele von Grunbach, Ritter vnd allen von Grunbach, Fridrichen von Aufsesze, Ritter vnd allen von Aufsesze, Albrechten vom Eglofstein, Ritter, 300 Amptman zu Voroheim, vnd allen vom Eglofstein, Wilhelmen von Streytperg vncl allen von Streytperg, Heinrichen von Schawinbcrg, Ritter vnd allen von Schawmberg, Dytrichen fuchs, Ritter vnd allen fuchssen, Hannsen vom Liechtenstein, Ritter vnd allen vom Liechtenstein, Mathis von Maspacli vnd allen von Maspach, Brauten von Sawnsheim, Ritter vnd allen von Sawnsheim, Heinrichen Schencken von Geyren, Ritter vnd allen Schencken von Geyren, kraften von lentersheim, Ritter vnd allen von Lentersheim, Wirichen von Treutlingen, Ritter vnd allen von Treutlingen, Iioupten Marschalk von Pappenheim, Ritter vnd allen Marschalken von Pappenheim, Hansen von Wenckheim vnd allen von Wenckheim, Conraten Marschalk von der Sney, Ritter vnd allen von der Sney, Eberharten von Redwicz vnd allen von Redwiez, Apeln vogt, Ritter vnd allen vögten, Hansen von Prenne vnd allen von Prenne, Dyczen Truchsessen von Weczhausen vnd allen Truchsessen, Hansen Czolner zu Pirckenfelt, Ritter vnd allen Czolnern, Hertnyten vom Steyn vnd allen vom Steyn, karlen von der kere vnd allen von der kere, Fridrichen von Bibrach, Ritter vnd allen von Bibrach, Conraten Steinruck vnd allen Steinrucken, Wilhelmen von Tungen, Ritter vnd allen von Tungeh, Wilhelmen von der Tann, Ritter vnd allen von der Tann, Ludwigen von Hutten, Ritter, vnd allen von Hutten, Herman von Sneber vnd allen von Sneber, Dytrich von Ebersperg, Ritter vnd allen von Ebersperg, Herman von Eberstein vnd allen von Eberstein, Dyczen zobel vnd allen Zobeln, Hansen Truchsessen zu Walkmanshofen, Ritter vnd allen Truchsessen, Wilhelmen Geyer vnd allen Geyern, Conraten von Gebsedel vnd allen von Gebsedel, Hansen von Seldneck vnd allen von Seldnecke, Wilhelmen von Bebenburg, Ritter vnd allen von Bebenburg, Heinrichen vbel von Ehenheim vnd allen von Ehenheim, Reinboten von Wohnershusen vnd allen von Wol- mershusen, Arnolten Geyling vnd allen Geilingen, Hansen von Rosenberg, Ritter vnd allen von Rosenberg vnd Dytrichen Hündelein vnd allen Hündelein, vnsern gruss vnd alles gut, vnd tun uch kunt mit disem brief, das wir des ycz- genanten vnsers herren des kunigs vnd des Richs Hofgerichte besessen haben zu Heidelberg in der Burg vff disen tag, als diser brief gegeben ist, vnd das der hochgeborn fürst, her Fridrich Burggraue ezu Nürnberg, vor vns daseibist in gerichte mit guten, ganczen vnd vnuerserten briefen, versigelten mit des land- gerichtes der Burggrafschaft zu Nürnberg anhanngnden Insigeln, recht vnd redlich fürbracht hat, als recht ist, das Er uff die Burgermeister, die Burger des Rates vnd die Burger gemeinlich der Stat zu Rotenburg uff der Tauber vor demselben landgerichte souerre geclaget hat, das Sy in desselben landgerichtes Echte getan vnd verschriben sind, vnd das Er ouch alle Ire güter vnd habe, varnde vnd ligende, besuchts vnd vnbesuchts, vmb ein genante Summe erclagt, 301 erlanget vnci eruolget hat, Als recht ist, Als das alles in so liehen des vorgenanten landgerichtes briefen doruber gegeben eigentlicher begriffen ist, vnd das ouch demselben hern Fridrich soliche desselben landgerichtes brieue vnd rechte dorinn begriffen vor vns vnd dem egenanten des Richs hofgerichte mit rechter vrteyle bestetigt sind, Als desselben Hofgerichts recht ist, Als das ouch soliche brieue doruber gegeben clerlichen Innehalden. Dorumb, von des ob- genanten vnsers herren des kunigs gewaltes vnd hofgerichtes wegen, gebieten wir euch mit disem brief, das Ir dem egenanten hern Fridrich vnd den sinen vif die egenanten von Rotenburg vnd ouch zu den vorgenanten gütern vnd habe, nach lute der vorgenanten brieue, getreulich vnd ernstlich beholffen sin vnd Sii ouch vesticlichen dabii hanthaben, schuczen vnd schirmen sollet, als recht ist; Wann, tut Ir des nit, man rieht dorumb zu uch, Als des egenanten hofgerichtes recht ist. Geben zu Heidelberg, vnder desselben hofgerichtes vf- gedruckteni Insigele, Nach Crists geburt vierezehenhundert Jar vnd dornach in dem fünften Jare, des nechsten Montags vor Sant Symonis vnd Sant Judetage. ©tigittnl im Kötiigl. 3ßair. |Srotnnjialnnljinr fit Inmltfrg. Aehnliche hofgerichtliche Aufgebote ergingen, nacli Ausweis der zu Bamberg befindlichen Originalien, auch an die Reichsstädte Frankens: Schweinfurt. Nor (Hingen. TJinJcelsbühl. Nürnberg. Windsheim. Weissenburg und Hall. CCCIY 4. November 1405. Erkinger von Rechenberg bekennt, daz her Erenfrid von Sekhendorf, Hofmeister, im an der Schuld, die im sein gnediger herr Burgraf Fridreich schuldig ist, bezalt hat hundert gülden reinisch. Geben am Mitwochen nach Allerheiligentag, nach Christi geburt vier- zehenhundert Jar und dornach in dem fünften Jare. (Original im Sättigt Inir. ^romnjialardjitit fit Samberg. Ebendas. eine Quittung Desselben, d/d. Nürnberg 2. Febr. 1406, über eine weitere Abschlagszahlung von 200 Gulden; desgl. vom 26. März 1406 über 500 Gulden. CCCM Der lisdjnf unn ilnirjlntrg uiill .seine Streitigkeiten mit Burggraf laliann ihii'dj Sdjieksriifjter austrugen lassen. 13. November 1405. Wir Johanns von gots gnaden Bischoff tzu Wirtzpurg, Bekennen offenliehen mit diesem briue, das zwischen vns, vnserm Capitel vnd Stiffte auf ein seitten, vnd dem hochgeboren hern Johansen Burggrafen czu Nuremberg auf die andern seitten, vmb alle sullicli Stosze vnd Spönne, zwitracht vnd verlouffen sache, die wir biz auf diesen hewtigen tag miteinander gehabt haben, daz wir des auf bedeseitten gentzlichen vnd gar bey dem hocligeborn hern Fridrichen Burggrafen tzu Nuremberg, dem Erwirdigen hern Conraten vom Egloffstein, Meister Tewtschordens etc., dem Wolgebornen hern Johansen Grafen tzu Wertheim dem Eltern, vnd hern Fridrichen Sehencken hören tzu Limpurg, hawpt- man des Lantfrides, in der frewntschafft beliben seinde, wie sie das entscheiden vnd auszsprechen, das wir das auf beden Seiten furbasszer stete veste vnd vn- uerrucket genczlichen halden wollen on gouerde; Docli in sollicher bescheiden- lioit: das yeglich von vnsorn beyden parteyen sein tzuspruche in den nechsten viertzehen tagen dem egenanten hern Fridrichen Sehencken beschriben vnd versigelt geben sol, vnd der sol danne dieselben tzuspruche behalten, vnd sullen danne tzu bederseiten tzu einem tage komen gen Kytzingen auf die nechsten Mitwochen vor Lucie virginis, die schirst kumpt, tzu nacht da tzu sein vnd an dem nechsten tage darnach die sache antzuvahen, da die obgenanten vier hereil, die der sache Schidlewte sein, auch hin komen sollen, vnd des dann daselbst einen aussprach tun vnd ein ende machen 011 alles vertziehen on geuerde. Wer aber, das der obgenanten vier heren vnd schidlewte einer oder mere von todes wegen, da got vor sey, abginge, oder suste vngeuerlichen von eliafter note wegen auszen beliben, So sullen die andern schidlewte, die danne tzu dem tage komen, macht haben ausztzusprechen In aller der masse, als ob sie alle entsemenclichen gegenwirtig weren ongeuerde. Auch ist mit nemlichen Worten berett vnd betedingt worden: wer es danne, das wir mit vnsersselbs leibe auszen beliben vnd von eliafter note wegen tzu dem tage nicht komen mochten, So sollen wir vnser rete mit macht darauf schicken; Beiiben aber vnser Rete auch auszen, So sollen die egenanten schidlewte doch auszsprechen geleicher weyse, als ob wir oder vnser Rete gegenwirtig weren. vnd alle solieh obgeschriben sache, puntte vnd artikel haben wir den obgenanten schidlewten 303 mit guten trewen gerett vnd gelobt, stete veste vnd vnuerbrochenlichen tau halten vnd da wider nicht tau tun, noch tau kumen mit dheinen Sachen In dehein weyse on geuerde; So sol es auch vmb den pan gen den von Kitzingen die weil gütlich besten, biz daz auszgesprochen wirt, als vorgeschriben stet. Des tau vrkunde haben wir obgenant her Johanns bischoff tau Wirtzpurg den briel'mit vnserm anhangenden Insigcl versigelt, Der geben ist am freytag nach santt Merteins tage, Nach Cristi geburte viertzehenhundert iare vnd darnach In dem fünften Jare. (SDrigiunI im Hönigl. Buir. ^rnninjialQrrijinc jii Intnbtrg. VergL Nr. CCCIX. CCCYI. roikr bie IBitrgjpfni noii lörnbBrg. 13. November 1405. Wir Johanns von gotes genaden Bischoff zu Wirtzpurg, Bekennen A nd tun kunt offinlich an disem briue gein allermeniclichen, Das wir mit wol bedachtem mute vnd gutem \mrrate eynig worden vnd uberkomen sin vnd auis O fj O aber anderweit verbunden haben mit den Ersamen weisen Burgermeistern, Rate Auid burgern gemeynlichen zu Rotemburg uff der Tuber, vnsern liben besundern, vmb etliche besundere sache, als hernach geschriben stet, die Jare usz, als wir vormals mit einander eynung haben, verbunden vnd verschriben sin, die doch auch bliben aukI zuuor ausz gehalden werden sullen, Also, daz Avir In dieselben Jare getruwelichen beholfen A r ncl geraten wollen vnd sullen sin zugliche vnd zurechte, mit leibe vnd gute noch vnserm besten vormugen ongeuerde: Sunder, das in vnser Stat wirtzpurg vnd alle andere vnsere Stete a 'nd slosz, wie die genant oder wo die gelegen sin vnd der Avir macht haben, offen sein sullen zu sulchen widerwertikeiten vnd gebrechen, als sie haben oder noch gewynnen zu den hochgeborn Herren Johannsen vnd Herren Friderichen Burggrauen zu Nuremberg Auid allen den iren, als lange bis daz den obgenanten burgern zu Rotemburg der tzweytrachte Auid stosse, als sie zu den obgenanten Amsern herren den Buregrauen itzund haben oder noch gewynnen mugen, ein fruntlich recht oder mynne Aviderfaren vnd geschehen ist; Auch also, daz wir dhein mynne oder rechte in den genanten Jaren, als vorgeschriben ist, von 304 den egenanten vnseren herren den Burcgraffen nicht anffnemen oder verfahen sullen, vmb welcherley Sache daz ist, von der tzweitracht wegen, on der egenanten von Rotemburg willen, wissen vnd worte, als lange bis daz In ein fruntlich recht widerfert vnd geschieht mit einem fruntlichen rechten oder mit der mynne; Geschee aber daz mit wissen oder on wissen, so sullen wir in doch beholfen sin glicher weise, als vor vnd hernach geschriben stet, zu Iren saclien, Doch also, daz die obgenante stat vnd Burgcrc zu Rotemburg wider- umb gein den obgenanten vnsern herren den Buregrauen vnd allen den Iren beholfen sullen sein, noch des briffes lute vnd sage, den sie vns vnd vnserein Stifte widerumb geben vnd versigelt haben. Wer auch, daz die obgenanten Stat vnd bürgere zu Rotemburg mit den obgenanten vnsern herren den Burggrauen zu kriege komen, So sullen wir In sechs vnd tzwentzig mit glen zu dinste leihen vnd schicken, wenne sie des begern oder vns daz wissen lassen: Also, wenne dieselben vnsere diner in iren Steten, Slossen vnd vesten sin vnd ligen, so sullen sie dieselben vnsere diner verkosten, ligen sie aber zu fehle, so sullen wir sie verkosten ongeuerde. Auch ist berett, waz Slosz wir mit einander gewynnen, die wir vns vnd vnserem Stifte zulehen, oder die vns angewunnen weren, oder die man vns verhalten wolte, dortzu sie vns getreu- welichen beholfen sin sullen, die sullen vns vnd vnserm Stifte alleyn folgen vnd werden. Were auch, ob den egenanten von Rotemburg ein Slosz oder mere, die ir weren, angewunnen wurde, vnd ob sie die wider erkoberteil (sie!) oder gewunnen, dortzu wir in auch getreuwelichen beholfen sullen sin, die sullen In auch allein werden vnd bleiben ongeuerde. Gewunnen wir aber andere Slosz, Stete, Merckte, dorffere, reysige getzuge oder waz daz were, daz sol man pewten nach anzal der pferde vnd reisiger lute, oder daz man ye zwene fuszgeende gewapende für eynen rüstigen reysende zele, oder ye drey plosze fusgeende für eynen wepener. Auch ist nemlichen berett worden, we- hche partey zu kriege kompt mit den obgenanten vnsern herren den Buregrauen vnd den iren, vnd derselben partey ein richtigung noch glichen wegen mocht geen, des sie doch nicht aufnemen noch vorfolgen wolte, oder ab wir Inen an der teilung, ob wir icht gewunnen, oder ob wir stosze betten feit zumachen, oder anslege zutun vnsere veynde zubeschedigen, oder waz andere irtum zwischen vns beiden parteyen uff erstunden in den jaren, des sol er friderich wolfskel, ritter, vnser lieber getrewer, ein obmann sein, dortzu wir von beiden parteyen zwene geben sullen, ygliclie partey eynen; vnd waz die drey oder der mererteil vnter In sprechen vnd erkennen, do sol es altziit bii bliben, volfurt vnd gelialdcn werden ongeuerde. wer auch sache, daz friderich wolfskele obgenant in den Jaren abe ginge von todes wegen, oder sust vnnutzc 39 Bd. VI. 305 würde, so sullen die obgenanten bürgere zu Rotemburg einen andern obman an sein stat usz vnserm rate kiesen, der dann macht haben sol glicher weise, als friderich wolfskele vorgenant ongeuerde. vnd daz sol gescheen als oft dez not wirdet zu auszgenden jaren, doch sol auszgenomen sein in diser eynung die heilige Römische kirclxe, daz heylig Romisch Ryche vnd vnser genediger herre konig Ruprecht vnd der landfride, den er gemacht hat, vnd andere, den wir eythaftig vnd mit schritte verbindlich sein. Czu vrkunde ist vnser insigel an disen briff gehangen, Der Geben ist tzu Mergentheim, am fritage nach sant Merteins tag, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Quinto. (Mgittnl im Sättigt lairärjjett JieitjiäntrljittE. Vergl. Nr. CCCLXXII. CCCVII. inflmriiin nun iMitttlmrg niitr ijjrt # öIjiib Enbolplj tmfr (EngEltjarö mallen Bülicntnirg tum Burggraf Jnckidj Rtrürkktittfrn. 15. November 1405. Ich Kathrey von Bebenburg vnd ich RudolfF vnd ich Engelhart von Bebenburg, Ir Süne, Bekennen offennlich mit diesem briete, für vns vnd vnser erben, daz wir mit dem hochgeborn forsten vnd herren, herren Fridrichen Burggrauen zu Ntiremberg, vnserm gnedigen herren, eins kauffes eynig worden sein vmb die vesten Bebemburg mit irer zugehörungen: Also, daz wir Im dafür drewtawsent guidein absiahen sullen an den fünf tawsent gülden, die er vns schuldig bleibt, vnd er vnd sein erben sullen vns den kaufbrieff darüber vertigen vnd die ein antworten vnd auch die vberigen Czweytawsent gülden beczalen alles auff sand Peters tag kathedre, der schierst kümt, vierezehen tag vor oder nach ongeuerde. vnd wenn er oder sein erben vns daz alzo vollfüret vnd tüt, So süllen wir In den hawbtbrieff vmb die obgenanten fonftawsent guidein vnuerczogenlichen wider geben vnd furbasz zu dem egenanten vnserm gnedigen herren vnd seinen erben, noch czu den pürgen von den obgenanten fonftawsent guidein vnd der Scheden wegen keynerley züsprüche, noch forderung tün, noch haben, vnd sie sullen dann darumb ledig vnd lozz sein gar vnd genczlichen ongeuerde; Wer es aber, das vns daz auff die egenant zeite nicht also vollfüret würde, So sol vns daz an vnsern briefen furbasz keinen schaden bringen, vnd des zu vr- kund geben wir In disen briefe, versigelt mit vnsern, der obgenanten Kathrein 306 vncl Rudolfs von Bebeinburg anhangenden Insigeln, dar vnter ich obgenanter Engelhart mich des alles auch verpind stete zu halten, als vorgescliriben stet. Geben am Suntag nach sand Merteins tage, Nach Crists gepürt vierczehen- hundert iar vnd darnach in dem fünften Jare. (©emfiiibiidjer bcs Jkrggraftjjmns Ititaherg. Vergl. Nr. CCLXXII1. u. CCCXXVII. CCCVIIL Üritnlfi min Itrlmikrf, gen. tum CriEsimrf, mrkaaft an Burggraf Jnekidj düttr ja Ifaljttitrk Etc. 23. November 1405. Ich Arnolt von Seckendorf, genant von Tribstorf, Bekenn für mich vnd all mein erben vnd nachkumen, vnd tun kunt offenlich mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, daz Ich recht vnd redlichen verkauftet vnd cze kauften geben lian dem hochgebornen forsten vnd herren, hern Fridrichen Burggrafen czü Nüremberg, meinem gnecligen herren, den Czehenden, die Czwey teile auf dem perge czü Hohenegg *) vnd alle meine recht an dem koppenpüliel, Pawmgarten vnd Eckern vmb Hohenegk gelegen, vnd an des vorcheimers haws czü Ipsheim vnd der künlerin güte czü Oberndorf, Im, dem egenanten forsten vnd herren Burggraf Fridrichen, seinen erben vnd nachkumen czü haben vnd cze niessen, mit allen rechten vnd nüczen, die darczü gehören, wie das alles genant ist, besticht vnd vnbesücht, nichts awsgenomen fürbas ewikhchen. vnd gelob In des czü weren für aigen, als recht ist. vnd ich obgenanter Arnolt von Seckendorf verczeich mich auch, für mich, mein erben vnd nachkumen, des alles vnd aller der rechten, die wir daran haben oder gewinnen möchten, lewterlichen, Also, daz wir, noch yemant von vnsern wegen darnach nymmermer dheinerley ansprach, klage noch vordrang tün, noch gehaben stillen fürbas ewiklicheu, alles ongeuerde. Mit vrkund dicz briefs, versigelt mit meinem anhangendem Insigel, Geben an sant dementen tage, Nach Crists gepurt vierczehenhundert iar vnd darnach in dem Fünften Jare. (Original im Köitigl. lair. |Srnum{ialnrii|iuc ;n Bamberg. *) Hoheneck im Landger. Udenheim. 39* 307 CCCIX. Unrjjpf iriebrirfj }\\ ütrnbErg, kr flcutsdjiiiristrr Cnnrait mm (Eglnfstriit nrrgkiiip V\t Streitigkeiten be.s liiiuijofs m iktir^nirg itnit Burggraf Snjjantt's, megen litgiigni etr. 13. December 1405. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Conrad vom Eg-lofstein, Meister dewtzsches ordens In dewczschen vnd welischen lanri- o " den etc., Johanns Graue czu Wertheim vnd Schencke Fridrich Herre czu liinpurg, Bekennen vnd thün kunt offenbar mit diesem brieff allen den, die In sehen oder hören lesen, von solicher czwitracht, spenne vnd Stosse wegen, als gewesen seindt czwischen dem Erwirdigen in got vater vnd herren, liern Johanns Bischoff zu wirtzburg, auf eine, vnd dem Hochgebornen fursten, hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg auf die andern Seiten, wie sich die bis auf diesen hewtigen tage zwischen In gemacht vnd verlauffen haben, als sie der genczlichen vnd gar hinter vns vorgenanten gegangen*) vnd bey vns blieben seindt, sie dorumb czu entscheiden vnd czwischen In awszusprechen, vnd wie wir aussprechen vnd sie entscheiden, das sie das auf beideseiten stete halten vnd volfuren sullen vnd wollen on alles widersprechen vnd geuerde: Also sprechen wir aws inder masse, als hernachgeschriben stet. Des ersten So sprechen vnd scheiden wir, das die vorgenanten vnserr herre von Wirczburg vnd herr Johanns Burggraue czu Nuremberg vmb alle verblüffen sache, wie sich die czwischen In bis her gemacht vnd verblüffen haben, gute ffewnde sein vnd die lürbas nicht mer rechen, nochEfern sullen indhein weisze on alles geuerde. Dornoch sprechen wir, das alle erclagte rechte, die sie von beden- seiten* auf einander erclaget haben, genczlichen vnd gar abe sein vnd furbas dhein krafft, noch macht haben sullen. Auch sprechen wir von Kiezingen wegen, als vmb des von Hohenloch teile, den vnserr herre von Wirczburg vorgenant von den Sweigerern gelost hat, das vnserr herre von Wirczburg denselben teile ynnen haben vnd niessen sol mit allen czugehorungen, eren, rechten, nüczen vnd herlicheyten, nichts awszgenoinen, vnd sullen Im auch die von Kitzingen czu demselben teile liulden vnd sweren, als irem rechten herren. Wir scheiden auch, das der vorgenant Burggraue Johanns macht hat, die stewre czu Kiezingen ezuseezen, vnd wie er dorauff ein Summe geldes seezet, dor von sol vnserr herre von Wirczburg seinen teile noch anczall 308 liemen, als dann des von Hohenlochs teile ezugelioret, vnd die Stewrc sol Burggraue Johanns yeezgenant ye an dem dritten Jare seczen, dor von ycder parteye ir teile noch anczall sol gefallen. Wer auch, das vnserr herre von Wirczburg, sein nochkomen, oder der Stilft den teile losen wurden, von dem vorgenanten Burggrauen Johannsen oder seinen erben, wann das gescheen were, So solten die obgeschriben teydinge als von der Stewrc wegen gencz- lichen abe sein, vnd yeglieher herre solt dann bey seinem teile bleiben, als von alter lierkomen ist ongeuerde. Es sol auch der herren dheiner, oder Ampt- lewte, die sie czu Kiezingen haben, dlicine sehencken dem andern czugeferde liemen, nemo ir einer aber ein schencke, So solt er die mit dem andern noch anczall ongeuerlich teilen. Auch als vnserr herre von Wirczburg in seinen czuspruclien geseezt hat von der vier burger wegen, die czu Kiezingen eut- hawbt seind worden, vnd auch von des geldes wegen, das er ineynt, das Burggraue Johanns obgenant von den von Kiezingen czüuil genomen habe, vnd auch als von der hülfe wegen gegen den Steten, vnd vmb alle ander Sprüche, die Kiezingen antreffen vnd raren, vnd die sie gegen einander von Kiezingen wegen haben beschriben geben, wie die genant sein, Sprechen wir, das dasselbe gentzlichen abe vnd ganeze verczyeg sein vnd furbas nicht mer geeifert sol werden gegen vnserm herren von Wirtzburg, Burggrauen Johannsen, den von Kiezingen, noch dheinen andern, die von beiden parteyen vnter den Sachen indheinweisze verdacht sein 011 alles geuerde. Wir sprechen auch, das man das tore gegen dem closter wider offen vnd die Brucken wider machen sol. Auch als von des closters Steynach wegen Sprechen wir, das vnserr herre von Wirtzburg bey dem geistlichen rechten vnd Burggraue Johanns bey dem werntlichen schirme bleiben sullen. Auch als von des egenanten vnsers herren von Wirtzburg, Bürggrauen Johannsen vnd Burggrauen Fridriehs obgenant Lantgericht wegen sprechen wir, wann ir eins diener, manne, lewte oder gute auf des andern lantgericht geladen werden, das dann ir yeglieher mit seinem lantrichter bestelle vnd dem befelhe, als palde Im von dem herren, seinem hofmeister oder seinem gewaltigen geschriben werde, des gute, diener, man, Ir leibe oder güt geladen sein worden, sie seindt geistlich oder werntlichen, vnd die mit seinen brieffen wider für sich vordert, das dann soliche, die also geladen weren worden, von stundan hin wider geweiset worden, vnd demselben herren, des lewthe also wider heim geweiset worden, der lantrichter schreiben sol, das er dem cleger in czweien moneiden tage bescheiden vnd Im den tage vierezehentage vor verkünde czuhawsze vnd czu- liofe, mit brieffen oder vnter awgen, vnd Im dann eins rechten helffe, Ee die czwene moneidt vergeen; Geschee des nicht vnd wurde dem clager das recht verezogen, So mag der clager sein recht auf dem lantgerichte, dorauff er sein clage angefangen hat, wol volfuren, vnd sol auch furbas von derselben clage wegen dör von nicht werden geweiset, Würde aber yemands kemptfliehen geladen auf der vorgenanten herren lantgerichte eins, der mag sein ere vor- antwortten, ob er will, vnd dorürnb sol man niemandt weiszen. Vnd die ob- geschriben weysunge sol funff ganeze Jare noch einander volgend noch datum dits briefs werende sein vnd besteen, Vnd wenn dieselben funff Jare noch ob- geschribner masze volgangen seind, So sol es yegliclien herren an seinem lantgerichte vnd herkomen derselben dheinen schaden bringen. Auch von O o solicher Spruche wegen, dielr beider diener czu einander haben, Sprechen wir das die herren dorumb czu einem frewntlichen tage mit einander komen, oder ire Rethe an gelegen stete czu einander schicken sullen, do zuuersuchen, ob soliche sache frewntlichen abegetragen mochten werden, Mochten sie aber des nicht gethün, das sie dann soliche ire diener eins frewntlichen rechten ver- eynigen, ob sie mügen. Es sol auch der bann, den vnserr herre von Wirtzburg vorgenant gen Kitzingen geleget hette, genczlichen vnd gar abesein. Auch sol dieserr vnserr awszspruche Graue Johannsen von Wertheim vnd seinen erben an dem czolle czu Kitzingen dheinen schaden bringen, noch awszweisunge der brieffe, die er doruber von vnserm herren von Wirtzburg vnd seinem Stifte hat. vnd wir, die vorgenanten Fridrich von gotes gnaden Burg graue czu Nurem- berg, Conrad vom Eglofstein, Meister dewtzsches Ordens etc., Johanns graue czu Wertheim vnd Schencke Fridrich herre czu hmpurg, Bekennen, das wir eintreehticlichen zwischen den obgenanten vnserm herren von Wirtzburg vnd hern Johannsen Bürggrauen czu Nuremberg gescheiden vnd awszgesprochen haben, als vorgeschriben stet. Wir sprechen auch sunderlichen, das vnserr herre von Wirtzburg obgenant Burggrauen Johannsen vorgeschriben einen newen brief vnter seinem vnd seins Cappittels Insigeln geben sol über den drittenteile der Stat Kitzingen, der des Stiftes eygen ist, den er für viertzehen- tawsent guidein ynnen hat, do mit er wol bewart sey; Des gleichen sol Burggraue Johanns offtgenantlm ein newe reuersz widerumb geben, do mit er auch wol bewart sey. vnd czugeczewgnüsse vnd warem vrkunde des vorgeschriben awszspruches vnd teydinge haben wir vorgenanten vier vnserr Insigele an diesen gegenwertigen brieff gehangen, Der geben ist czu Kitzingen, am Suntag Lucie, Noch Cristi gepurt, vierezehenhundert vnd dornoch indem funfften Jare. ©rigimtl im liinigl. Init. ISrouinjialnrdjiut ;n Dürnberg, mit anh. Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's. Das Duplicat im Würzburger Archive. ■) S. Nr. CCXCI. u. CCCV. 310 cccx. Sie inrggräiitwEn Katharina, Ititissin, im fr Agnes, lamm j\\ ifnf, ncrlEijjEn rincn ütljnttn p MgtfringE. 30. December 1405. Wir Frauw Kather in Purgreffin zu Nürnberg, zu derselben czeitt Eptesin, Vnd Wir Frauw Agnes Purkgreffin zu Nürmberg vnd Closterfrauwen zum hoff, sende Ciaren Ordens, vnd der gancz Couent vnd Samnunge gemeinlich dasel- benst vnd alle dy noch vns kumen, Bekennen offenlich mit disem ol'fem wriff allen den, dy in horn oder sehen lessen, daz wir haben mit guten willen vnd vorwetrachten rat vnserer obersten, mit rat, wissen eyntrechtiklichen guten willen vnsers Couentes haben verlilien, vnd verleyhen in kraft dicz brilfes dem Erbergen prister, hern Nikiassen, zu derselben czeit Frumesser vnd vnser Amptman auch czu derselben czeit, den Cehent, den wir haben ligen vor der Stat zum hoff Regnicz vnd pey in den dorfern genant koezauw, dowerhcz, Gotwaltesrewt vnd weyhen, als wir yn haben kauft zu den Closterfrauwen zu Eger, vnd wir yn ynen haben gehabt zu seynem liwe, mit vnterschei- dung, als her nach geschriben stet, mit allen nuczen, reuten, rechten vnd czugehorunge, wi vil der ist, ader wi diselben nucz genant sind, nichtes aus- genomen angeuerde. Wen den got seynes lebens nyinmer wil oder schol seyn, so schol der vorgenant czheent gevallen auf dy Erberge Junckfrauw Eis czogen- rewterin, Closterfrauw daselbenst, an alle wyderrede, yr lebtag czu nuczen, wenden vnd kern, als der obgenant her Nikiassen an geuerde, wen der oft- genant her hat gekauft den vorgenanten ezehent vm seyne eygne gelt zu den Frauwen czu Eger, vns vnd vnserm Closter Ewickleichen zu pleyben durch gocz willen vnd durch seyner sei selikeyt willen, vm czwanczik vnd hundert guldin reynisch vnd dy selben wereyt hat beczalt. wir schullcn ym auch keyn krank an dem vorgenanten ezehent tun, weder geistlich noch werntlieh, vnd ym den selben ezehent eyn saminen an seynen schaden vnd ym treuwlich zu antworten, als czhent recht ist; vnd ym vorezogen wurde von dem obgenanten Closter, so mag der obgenante her, wez er dez selben ezehent schaden nein vnder Juden vnd vnter Cristen, an potenlon, czerunge, an nach reysunge, pfenden dez Closters lewt gut vnd hab, vnd mag daz vorseezen vnd vor- kauffen von den obgenanten czhent, dar vm hat er wider vns, noch wyder dy vnsern nicht getan, wir schuhen auch yn getrulich vor teiding vor aller meniklich, als ander dy vndern vnd als vns selber; wer aber, daz ymant kein eyn 311 CCCXI. Wnkxh\\is-%tms ks (ßiit- nnn Icrlidjingcii mib seiner Ifansfrati über bas iljnen uuii Burggraf jFriebrid) VI. gi lürnkrg uerkaufte ddjlaas Merbeck. (Im Jahre 1405.) Ich Gröcz von Berlachingen vnd Elz von Tierbach, sein eliche hawsz- frawe, Bekennen vnd tun kunt mit disem Ii riefe Allen den, die Li sehen oder hören lesen, für vns vnd alle vnser Erben. Als der hochgeborn fürste vnd sprucli in den vorgenanten czhent het oder tet, oder wurde, ez wer werntlich oder geistlich, dez schulte wir yn vorteiding gen allermeniküch vnd vin keyn schaden wrengen. auch ist zu merken, ab diser briff keyn bruch het ader gebun, oder an vorfamid, wy dy genant wurden, oder keyn briff, der Jünger oder Eider wer wenn der briff, der schol ym keyn schaden pringen, wen der brif schol vor allem rechten eyn guter briff seyn vnd vnvorworfen; wer disen briff ynen hat mit seynem guten willen, der hat alle dy recht, zu besezen vnd enseezen, als der obgenant her. wen seynes lebens nymer schol seyn, so scholl dy vorgenant Junekfrauw alle dy recht haben zu yrem liwe, als der oftgenant her niklas. daz alle dise obgeschribenrede, punt. vnd artikel stetiklichen werde gehalden vnd viiAorwrechenlieh, vnd dez zu eyner merern Sicherheit, So geb Avir obgenanten Frauwen Amd der gancz obgenant Couent disen offen briff, mit A iiserm anhangenden Insigel Amd wissenlich dez Couentes Insigel, der geben ist noch Cristes geburt virezhenhunder Jar dor nach in dem fünften Jar, an (JDrigittnl im Himigl. Bair. fknnmjialatdjiuc j» Bamberg. Anh. das hier aus T. V. Nr. CCXO. wiederholte Siegel der Burggräfin Katharina, Aebtissin zu Hol*. Vergl. Nr. CCCXXXI. herre, her FridriM Burggraue zu Nürnberg, vns daz Slosz Werdecke') mit solichen gutem vnd zugehörungen, als dann vnser kaufbrieffe, den wir von Im darüber haben, auszweiset, zu kauffen vnd eingeben hat: Also Bekennen ich Göcz obgenant vnd Elsz sein hawszfrawe, für vns vnd vnser erben, das der obgenant vnser herre Bürgraue Fridriche Mit nemlichen worten vnd ge- dinge In demselben kauffe auszgedingt vnd Im selber behalten hat Plafelden mit aller seiner zugehörunge, lewte vnd gute, vnd nemlich alle eygen frawen vnd man, die gen Werdeck gehören vnd yeczunt zu Plaffelden siczent, darzu Rod vnd Saltbach mit allen Iren czinsen, lewten vnd guten, vnd den See zu Rode vnd den See zu Walnhawsen vnd die geleyt zu Wisenbach vnd zu Hennberg. Mit dem yecund genanten allein wir, noch vnser erben, noch nyemant von vnsern wegen nichts zu schicken haben sullen, noch wollen angeuerde. vnd Bekennen auch, welches Jares der obgenant vnser herre Burgrafe Fridrich, oder sein erben das obgenante Slosz Werdeck mit seinen zugehörungen, leuten vnd guten von vns oder vnsern erben wider kauffen wollen, desselben wider- kaufs wir oder vnser erben In an alle Widerrede vnd eintrag gestaten vnd In das wider zu kauffen geben sullen vnd wollen vmb vierclhalb tawsent Reinische gülden, gute vnd gebe an Müncze vnd an gewichte, welches Jares sie wollen, alle wege auff sand Peters tag kathedra genant, vierezehen tag vor oder nach, vnd so sie vns das vor zu obersten, Achtag vor oder nach, verkünt oder zu wissen getan haben alles ongeuerde, vnd vns die obgenanten vierdlialbtawsent guidein an sulchen steten vnd nach auszweisunge vnsers kauff hriefs beczalt haben, So sullen wir In daz selbe Sloz mit allen zugehörungen, lewten vnd guten williclichen an vereziehen lediclichen mit sampt vnserm kauffbriefe wider eingeben vnd antworten, vnd darnach dheine vorderung, nach ansprach mer haben an alles geuerde. Auch bekennen wir obgenanter Göcz vnd Else sein eliche hawszfrawe, für vns vnd vnser Erben, ob geschehe, daz der obgenant vnser herre Burgrafe Fridrich oder sein Erben kriege oder veintschaft gewun- nen, daz sie dez Sloszes Werdeck darezu bedürffen wurden, gen wem das were, der vnser geborn frönt von gesippe nicht were, So solt daz obgenant Slosz Werdecke dem obgenanten lierren Burggrafe Fridrich oder seiner erben offenn hawse sein, vnd sie möchten sich darein vnd darausz behelffen vnd weren, alz offte In dez not geschehe oder bedürffen würden an alles geuerde, Doch mit dem gedinge: was wir oder vnser erben dez schaden nemen an dem obgenanten Sloz, an lewten oder an guten, die darzu gehörent, daz redlich vngeuerlieli schade were, den solt vns vnd vnsern erben der obgenant vnser herre Burggraue Fridrich oder sein erben richten vnd widerlegen an als geuerde. vnd ich obgenant Göcz von Berlachingen vnd Else sein eliche hawszfrawe Bekennen, 40 Bd. VI. 313 SSSflfös ■rpflflfff! für vns vnd vnser Erben, aller vorgesehriben pünte vnd Artikeln, die gancz, veste, stete vnd vnuerbrodienlichen zu halten, da wider nicht zu tun an alles geuerde, vnd haben des dem obgenanten vnserm herren Burgrafe Fridrich vnd allen seinen erben, zu waren vrkunde, disen brieff geben, der versigelt vnd bevestet ist mit meinem obgenant Göczen von Berlachingen vnd Elszen von Tierbach seiner hawszfrawen anhangenden Insigeln, vnd darzu mit Wilhelms vnd Czürchen von Steten anhangenden Insigeln, die sie durch vnser fleizzigen bete willen, In anschaden, an disen brieffe gehangen haben, Der geben ist") #Emcinhiidjtr trcs SSarggrnftljnina lürnhcrg. *) Werdeck im Königl. Wiirtembergisclien Oberamt Gerabronn. ") Das Datum ist nicht ausgeführt, doch gehört die Urkunde, nach ihrer Stellung im Copialbuche, wahrscheinlich in obiges Jahr. CCCXII. Der Ingnstiiicr-Jrnöiiijiül iiiarfjt kn Burggrafen Jfriekidj gi lliinitirrg nnb bessen tetajjiin aller guten Wnk seines (Drbens tijeiljjaftig. 1. Januar 1406. Frater Nicolaus, Prior proumcialis Ordinis fratrum saneti Pauli primi Heremite Regulam Beati augustini professorum in almanie partibus, Generoso ac nobili prineipi, Domino friderico Burggrauio de Nürenberga, Salutem et saluari et in conspectu maiestatis diuine premiari. Deuocionem vestre inagni- iieeneie venerabilem, nostre vniuersitati commendabilem, volentes nostre reli- gionis sulFragiis cumulari ac prerogatiuis attolli presidiis, quibus regni siderii aditus expanditur et abrahe sinus acquiritur: Yos, simul cum domina, vestra consorte Carissima, in Confraternitatem nostri ordinis complectimur, Et omnium missarum, Oracionum, Jeiuniorum, Yigiüarum, abstinenciarum, ceterorumque fruetuosorum operum, altissimi offensain placancium, participacionem vestro cuhnini presencium tenore inpertimur, Quatenus per hec specialia dona spiri- tualia graciam in presenti et gloriam in futuro largiente Domino valeatis pro- mereri. Datum apud Rubeam domum nostro in conuentu, Basiliensis Diocesis, Anno inCarnacionis christi Milesimo quadringentessimo sexto, Kai. Januarii. (Original im Simigl. Sair. ^tnum|ialnrtj)iut p lambcrg. 314 CCCXIII. 2. Januar 1406. Die Äbtissin und der gancze convent der closter junckfrawen sand claren ordens zu Eger verkaufen den hochgeboren fürstin und frawen, frawen Kathrein und frawen Agnesen, pur grafin zu Nurenberg und closterfrawen send claren ordens, allen iren czehenten und allen iren mantbalk, den sy haben vmb dy stat czum Hofe, dizc kaufz sint tedingez lute gewesen: Peter Czedwicz ezu Neitperg gesessen und Erhart Rudisch, purger czu Eger. Gegeben dez nechsten sonnabendz nach dem iartage, 1406. Longol, Sichere Nachrichten Th. IV S. 172 ff. Anmerk. CCCXW 4. Januar 1406. Beatrix Ilertzogin ze Oesterreich etc., zu den zeiten Verweserin irer lieben Brueder Burggraf Johansen und Burggraf Fridrichs zu Nurmberg mannschaft in Oesterreich, ertheilt dem Edlen Achazien von Kuenring seine Lehen. Geben zu Wien, am Montag vor der heiligen dreyer Runig tag, anno 1406. Sns rintm Cod. Mscpt. bcr libltotjjelt bcr lifbctiistcrradj. l'anbsdjaft. CCCXY Burggraf Inljann Drrpfüniret seinen Mai gt (0Dssmannsrentl]. 5. Januar 1406. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue czü Nüremberg, Bekennen offenlich mit diesem brieff allen den, die In sehen oder hören lesen, das wir vns gütlichen vereynt vnd geseezt haben, eynen vnd seezen vns in crafft dits briefs mit Eberlein hoffman von Pattenfelt, vmb den hoff zu donersrewt gelegen, den er vmb hannsen Meingoszrewter gekaufft hett vmb hundert vnd achczig reynische guidein, Also, das er denselben höff mit seiner cziigehorünge, durch vnserr pete willen, wilhchchen vnd lediclichen hannsen Meingoszrewter wider ein geantwort vnd gegeben hat vnd der schulde auf vns getreten vnd an vns gegangen vnd blieben ist, In czu beczalen vnd awszürichten. vnd dorümb vnd lur soliche obgeschriben schulde sullen vnd wollen wir Im vnd seinen erben einseezen vnd eingeben, Geben vnd seezen Im ein in erafft dits briefs vnsern 40" 315 hoffe czu Gosmanszrewt, der Jerlielien gilt vüd czinst zwey sumer korns, ein sumer gersten, Ein sümer habern vnd drey guidein, denselben hoff mit aller seiner czugehorünge, vnd sunderlichen mit so liehen czinssen vnd gulten, Er vnd sein erben ynnen haben, nüczen vnd niessen süllen vnd mugen noch irem pesten, vngehindert von vns vnd allen den vnsern 011 alles geuerde, So lange, bis wir, oder vnser erben, vmb In oder sein erben denselben hoffe czu Gosz- manszrewt mit seiner czügehorünge wider geloset haben vmb hundert vnd achczig Reynische guidein lantwerunge, des wir wol macht haben czü thünde wenn vnd auff weihe czeit yegliches Jarcs wir wollen ongeuerde, doch also, das der vorgenant Eberlein, oder wer den hoffe von seinen wegen ynnen hat, vnd die weile der vngelost ist, dheinerleye newikeit mit dhein Sachen auff den hoff czihen, noch czüfügen sullen ongeuerde; vnd sullen vns Jerlielien dorvon reichen vnd geben ein fasznachthün. Wenn aber das geschieht, das wir die losünge thün wollen oder gethan hetten, als vorgeschriben stet, So sullen sie vns, oder den vnsern an vnser stat, des gestaten, weihe czeit das Im Jare were oder geschee, vnd denselben hoff mit seiner czugehörungen lediclichen wider einantwortten vnd geben on verezüg vnd on alle Widerrede ongeuerde. Des czu vrkunde geben wir diesen brieff mit vnserm anhangendem Insigel. Gescheen czu Beyrrewt, am heiligen Obersten abendt, Noch Cristi vnsers herren geburtte vierezehenhundert Jare vnd dornoch in dem Sechsten Jare. dDriginal im Stönigl. äSair. ^rnuiitfialardjinE jtt Inmlicrg. Anh. das grosse Bracken - Siegel Johanns. *) Gossmannsreuth im Königlich Bairischen Landgericht Pegnitz. CCCXVI. fhbst SiinDitni VII. gestattet km Burggrafen inckidj jti lürakrg itnb seiner dmnaljlin tren Sekauejj eines Cragalfars. 7. Januar 1406. Innocentius seruus seruorum dei, episcopus, Dilecto lilio, Nobili viro Frederico Burggrauio Nurenbergensi, et dilecte in christo lilie, Nobili mulieri Elizabeth, eius vxori, Bambergensis dioceseos, Salutcm et apostolicam bene- dictionem. Sincere deuotionis affectus, quem ad nos et Romanam geritis ecele- siam, noii indigne meretur, ut petitionibus uestris, illis presertim, quas ex deuotionis feruore prodire conspicimus, quantum cum deo possumus, fauora- biliter annuamus. Hinc est, quod nos, uestris deuotis supplicationibus inclinati, 316 ut liceat uobis et cuilibet uestrum habere Altare portatile cum debita reuerentia et lionore, super quo, in locis ad hoc congruentibus et honestis, possitis, per proprium uel alium sacerdotem ydoneum, Missam et alia diuina officia, sine iuris alieni preiudicio, in uestra et cuiuslibet uestrum presentia facere celebrari, deuotioni uestre tenore presentium indulgemus. Nulli ergo omnino liominum liceat, haue paginam nostre concessionis infringere, uel ei ausu temerario con- traire; Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli Apostolorum eius se nouerit ineursurum. Datum Viterbii, VII. Id. Januarii, Pontificatus nostri anno Secundo. dDrigtital im Siinijjl. ®atr. rnuiiqialnrrijiuc jtt iSninhcrg. CCCXVII. fällst Jinuirai) VII. erstattet km Burggrafen JFriebrirtj nnit seiner (0EitiafjIin kn dkintss ann Mild]s;iciscn in Jasten^iten. 7. Januar 1406. Innocencius episcopus, seruus seruorum dei, Dilecto lilio, Nobili viro Frederico Burggrauio Nurenbergensi et dilecte in Christo lilie, Nobili mulieri Elizabeth, eius vxori, Bambergensis diocesis, Salutem et apostolicam bene- dictionem. Exigit vestre magno deuocionis et sinceritatis affectus, quem ad iios et Romanam geritis ecclesiam, ut peticionibus vestris, quantum cum deo possumus, fauorabiliter annuamus. Cum itaque, sicut asseritis, nature debiles et complexionis sitis, nos, vestris in liac parte supplicacionibus inclinati, vt confessor, quem quilibet vestrum duxerit eligendum vobiscum, quod quadra- gesimali et aliis temporibus, quibus esus lacticiniorum de Jure uel consuetudine est interdictus, vesci licite lacticiniis valeatis, quibuscunque statutis, priuilegiis, consuetudinibus et constitucionibus contrariis nequaquam obstantibus, quociens eidem Confessori id vobis et animabus vestris expedire viderit (sie!), super quo ipsius conscienciam oneramus, auetoritate nostra valeat dispensare, vobis tenore presencium indulgemus. Nulli ergo omnino liominum liceat, haue paginam nostre concessionis infringere, uel ei ausu temerario contraire; Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignacionein omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius se nouerit ineursurum. Datum Viterbii, A'Il. ydus Januarii, Pontificatus nostri anno secundo. Hfcradjaftslntd) ks Ikt'jfffaftjjuniä lltirnberg. 317 CCCXVIII. Burggraf iraiiridj utrJcillt km Carl lialisditikr (fnittr jit Jwdjbadj nnb Cmrlskirf. 29. Januar 1406. Wir Friderich von gotes gnaden Buregraue zu Nürernberg Bekennen vnd thun kunt offenlich mit disem brief, daz wir vnserm üben getrewen karel Iloltz- ,schuüer, burger czuNürernberg, czu rechtenManlehen gelilien haben daztlawse, Graben, Gartten, die Wisen auf dem Gaghoff, daz gütlein, daz der Brechtel bawet, vnd drew ander seiden gütlein, daz allez czu Vispach gelegen ist, vnd darezu den Czehenden czu Emelstorff, als er daz vmb Veyten Pfintzing gekawfft hat vnd daz von vns czulehen rüret vnd get. vnd leihen Im daz allez In krafft ditzs briues, waz wir Im von rechtes wegen daran leihen sullen vnd mügen, vnschedlich doch vns an vnsern vnd süst yederinan an seinen rechten. Mit Vrckünde ditzs briues, versigelt mit vnsern anhangendem Insigel, Geben czu Nürernberg, am freytage nach Conuersion. saneti Pauli, Nach Cristi gehurt vierezehenhundert Jar vnd darnach In dem Sechsten Jare. Gatterer Histor. Holzscliuher. Cod. dipl. pag. 105 Nr. 94. CCCXIX. lit (lEbrükr liitljart gflnbfit, liri itjrtr iEbErsititfltmg und] Üfninbrnnn, sitjj kr InrggräflidjEn ilrrrsdjnft nirijt gi rntpElp. 1. Februar 1406. Ich Heinrich vnd Hanns die Ruthartt, gebruder, Bekennen offenlich mit diesem brieff allen den, die In sehen oder hören lesen. Als wir vns hinter den hochgebornen fursten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen zu Nürernberg, vnsern gnedigen herren, czu cziehen meynen vnd wollen gen Heynbrünn, vnd doselbst czu pawen auf vnser erbe, das wir vns von demselben vorgenanten vnserm gnedigen herren mit vnserm leibe, habe noch güte nicht verrücken, verwenden, verkeren, noch von Im cziehen wollen, on sein wissen, günst, willen vnd wort on alles geuerde, Als wir des gelobet vnd czu den heiligen gelertte eyde gesworen haben czu halten vnd czu uolfuren on alles geuerde. Des czü 318 vrkünde geben wir diesen brieff, mit Jorgen von koczawe vnd fridrich Piassem- bergers Insigeln besigelt, die das durch vnser fleyssigen pete willen, In on schaden, czü geczewgnüsse vnd waren bekentnüsse aller vorgeschribner sache, an diesen brieff gehangen haben. Gesclieen czu Beyrrewt, an vnser lieben frawen abendt lichtmesse, Noch Cristus gepürte vierczehenhundert Jare vnd dornoch In dem Sechsten Jare. (Original im ISäuigl. 3Bair. ^ronittfialardiine jtt Bamberg. CCCXX. Die nan dpnrnftk, nnn Wm$hx$ tutb nnn (inttEnterg cntsdjcihrn jiuihdjBn Inrggraf Snljann imb littridj nnn Bimiitlian. 6. Februar 1406. Ich Hans von Sparneck, Ritter, der Elter, Heinrich von Wirsperg, ritter, vnd Fritze von Gutemberg Bekennen offenlichen an diesem briefe. Als der Hochgeborne fürste vnd herre, herr Johanns Burggraue tzu Nuremberg, vnser gnediger herre, vff ein, vnd Dietriche von Wisentaw vff die andern seyten, an vns gegangen seind aller irer spenne, kriege vnd stosse, die sie gehabt haben von des gefencknüsz wegen, das der egenant vnser gnediger herre Dietrichen obgenant getan hat, von soliclier besagung wegen, als er danne besagt vnd darumbe er gefangen worden ist, vnd darnach von des geltes wegen, das dietrich von Wisentaw dem obgenant vnserm gnedigen herren gelihen hat, vnd was sich in den selben Sachen verlauffen hat: Also sprechen vnd scheiden wir alle dreye einmüticlichen aus, in Crafte ditzs briefes. Zum ersten, das vnser gnediger herre Dietrichen von Wisentaw vnd seinen erben sol geben vnd betzalen vierhundert vnd eylffe Reinische guidein werüng auff den nechst körnenden sand Walpurgen tage, vnd im die vergwissen vnd vermachen, das sie daran ein gnüge haben ongeuerde. Auch haben wir verstanden, das Wilhelm von meyental, hoffmeister, Dietrichen obgenant sulle geben haben funfftzig Reinisch guidein, als das sein Register vnd rechnung wol sagt vnd auszweiset, die er des obgenant vnsers gnedigen herren dienern vnd reten getan hat, derselben funfficzig guidein Dietrich obgenanter laugenden vnd nicht bekentlichen ist. Sprechen vnd scheiden wir, das dieselben funfftzig guidein besteen sullen, bis das Wilhelm vom Meientale widerkomet zu lande vnd sich beyderseite miteinander darumI) vnterreden vnd besprechen; Ist dann, das Wilhelm obgenanter 319 Dietrichen von Wisentaw vnterweisen kan, das er derselben funfftzig guidein bekentlichen wirdet, So sullen im die abgeen an den obgeschriben vierhunderton vnd eylff guidein. Geschürt des nicht, So sol es besten vnd beleiben, als vor- geschriben stet ongeuerde. Auch sprechen vnd scheiden wir, was dietrichen obgenantem zu Erlangen genomen ist worden, als er gelangen ward, das im noch auszen stet, das sol man im alles widergeben oder gelten, nach vnsrer obgeschriben dreier rate vnd lieisze, doch sol das auch besten So lang, bis das Wilhelm von Meiental tzu lande komet; Vnd ob der nicht kome, so sol es dannoch an vns besten vnd bey vns beleiben vmb den vnd den nechsten obgeschriben Artickel von der funfftzig guldein wegen, Vnd was wir danne dar- nm b scheiden vnd auszsprechen, da sol es aber bey beleiben ongeuerde. Auch scheiden wir, das alle zinse vnd Scheden, die von dem gelte, das Dietrich ob- genanter vnserm egenantem gnedigen herren gelihen hat, gentzlichen vnd gar ab vnd tode sein sullen ongeuerde. Auch scheiden wir von der hewser wegen, die Dietrich egenanter zu Erlangen gelcaufft hat, darumb wollen wir vns erfarn vnd kuntschafte verhörn, vnd darnach einen auszspruch tun; wie wir das dann scheiden vnd auszsprechen, dabey sol es auff beyde Seiten besteen vnd beleiben ongeuerde. Auch scheiden wir, das alle briefe, die der offtgenant Dietrich von o ' ' o Wisentaw vnd sein erben haben von vnserm obgenantem gnedigen herren, die dise sache anruren vnd treffen, sullen alle abe vnd gentzlichen tod sein, And was sie derselben briefe haben, die sullen sie vnserm gnedigen herren, oder wem er das beuilhet, antworten vnd geben in den nechsten vnrtzehen tagen ongeuerde. Auch sprechen vnd scheiden wir, das Dietrich von Wisentaw \'ud sein süne vnserm obgenantem gnedigen herren sullen vrfehde tun a nd des beyde tzu den heiligen sweren, das sie wider vnser gnedige herren Burggraff Johansen Amd Burggraff Fridrich, ir erben, lierschäfte, lande vnd lewte Amd alle die iren ewiclichen nymer ic.htes daAvider tun sullen in dheinweise, dann mit einem fruntlichen rechten, a nd dasselbe recht auch Aorderen Amd nemen an solichen steten Amd vor den, da sie dann das müglichen thun, vnd sullen das also verbriefen mit beyder iren anhangenden insigeln Amd dartzu dreyer irer frunde insigel, zu einer merer getzewgnusz, doch denselben iren frunden on- schaden. vnd ob sie das indheinweise vb er füren Amd zerbrechen, wenne sie danne a t oh dem obgenant vnserm gnedigen herren, oder wem er das beuilhet, ermant würde, So sullen sie a *on stund an nach derselben manung mit ir selbes bey den leiben ein reiten gen Kulmnacli in die Stat, in offner wirtes hewser, Amd daraus nymer komen, Sy haben dann alles verfugt, Amd verrecht, darumb sie dann gemant sein worden ongeuerde. Auch scheiden wir vnd sprechen, das vnser obgenanter gnediger herre Dietrich obgenanten Amd seinen Sune des gefencltnusz ledige vnd lose sagen, vnd sullen auch des ledige sein, alspalde sie die vrfehde getan haben. Auch scheiden vnd sprechen wir, das alle die, die in diesen Sachen vnd gefencknüsze verdacht sein auff beyde Seiten, das sol alles abe vnd gentzlichen tode vnd darumb gut frunde sein, vnd des in arglc nymmennere geefern in dheinweise ongeuerde. Des zue vrkunde geben wir in discn briete, versigelt mit meinem, Hansen von Sparneck vnd Fritzen von Gu- temberg obgenänt Anhangenden insigel, darunter ich, Heinrich von Wirsperg obgenanter, mich auch verpinde vnd verschreibe, wann ich tzu disen zeiten meins eygen insigels bey mir nicht enhan. Das geschehen ist tzu Beyerreute, an sand dorothee tag, Nach gotes geburte viertzehenhundert vnd darnach in dem Sechsten jaren. (ßviginnl im lönigl. latradittt Heidjsardjutr. CCCXXI. 21. Februar 1406. Heinrich Gareyszen bekennt, dasz er Friczen Newnsteter und Friczen Puczpacher, die er gefangen hett in des Burggrafen Johannsen zu Nuremberg Lande, Herschaft und Gebiete, der Gefängniss ledige und los gelassen habe. Geschehen am Sonntage an der Fassnacht, MCGCCYI. (Driginnl im lönigl. 38nir. ^rouinfialarrjjiuE p Bamberg. CCCXXIL 20. März 1406. Frklrich Burggrauf zu Nuremberg, Eberhart Grauf zu Wirtemberg, Schenk Eberhart Herr zu Erpach und Johanns vom Hirshorn, Ritter, verhandeln über die Entscheidung der Streitigkeiten zwischen den Herzogen Ludwig und ILain- rich von Baiern, wegen der väterlichen Landestheilung. Geben zu Ougspurg, am samstag vor dem Sunntag Letare ze Mittervasten, do man zalt von Cristz geburt vierczehenhundert jar und sechs jar. (Original im liittigl. Bairisdjett Jiridjanrdjittr, mit anli. erstem Wildemanns - »Siegel des Burggrafen. 41 Bd. VI. 321 CCCXXIII. 20. März 1406. Walther von Seggendorf 7,u Stopfenlieim, Ritter, und Barbara gewolfin, sin eliche wirtin, verzichten gegen Herzog Ludwigen in Beyern, um 1500 Gulden, auf das Recht, das sie von pfantschaft und Erbes wegen gehabt haben an der herrschafte vnd vesten Greyspach. Mitsiegle?': Fridrich Burgraf zu Nuremberg und Ludwig grafe zu Ottingen. Geben an Samstag vor dem Suntag Letare in der yasten, vierzehenhundert jar und darnach in dem Sehsten jare. (Original im Sünigl. Bnirisrljcn llcidjanrdjiur. Das Bnrggräfl. Siegel ist abgängig. CCCXXIV. 20. März 1406. Eberhart von Wilhelmstorlf der Junge, zu Langenzenn gesessen, bekennt, daz in sein gnediger herre, Fridrich Burg raff zu Nuremberg bezalt hat alles dez Soldes, den er umb sein gnade verdinet hat in welschen Landen. Datum Anno MCCCC sexto, am Samstag vor Letare. (Original im Biinigl. Bair. |Srnuinjinlardjiue ju Bamberg. Ebendas. auch noch eine Quittung des Jacob Schenck gesessen zu Bertheim, über seines seligen Vaters Sold für den Lombardenzug, d. d. 28. Febr. 1406. CCCXXM 20. März 1406. Wilhelm Gyer tritt seyne Forderung von wegen des meydein, der im in seyns gnedigen hern burgraff Frydrichs dinste, vf dem zuge für dy weydin, abgegangen war, an seym sun Stelfan Gyern ab. Geben nach Crist gepurt vierzehinhundert Jar in dem sechsten Jare, am Samstage vor Letare. (Originol im lünigl. Buir, ^rouittpalardjiuc ju Bamberg. Ebendas. die Quittung Stephan Geyer's über den Ersatz besagten Pferdes, d. d. 19. Decbr. 1406. 322 CCCXXVI. MekrlöfMg5-EenErs tos ÜÜIjdin tum (ßljenjjeittt p. tum 1fnl|ljatisen tiufr Jnrnli JfofkimmtEl, über bit iljiicn tum lurggrnf Jnckidj uerkattfte jjalbe Burg Mlmrgstiitttn, nebst Imttgttrg. '21. März 1406. Ich Wilhelm von Elienheim genant von Holczhawsen vnd Ich Jacob Czückmantel, Bekennen offennlichen mit diesem hriefe, für vns vnd alle vnser erben, vmb den kawffe, alz vns der hochgeborne Furste vnd herre, Her Fridrich Buregrafe zu Nuremberg, vnser gnediger herre, zu kawffen geben hat die Burck halbe czu Wilburgsteten vnd daz Purckstal vnd dorff czu Limpurg, *) mit andern guten vnd Iren czugehorungen, alz daz benant vnd begriffen ist In In (sie!) dem brife, den wir darvber haben, daz darvmbe czwisclien Im vnd vns In dem obgenanten kawfe nemlichen beredt vnd geteydingt vnd auszgetragen worden ist, daz der egenant vnser gnediger herre Burcgrafe Fridrich vnd sein erben ganezen vollen gewalt vnd mäht haben, daz sie dieselben Purck halbe zu Wilburgsteten, daz Purckstal vnd dorff zu Limpurg, mit den andern guten vnd czugehorungen von vns vnd vnsern erben widerkauffen vnd ablösen inügen vmb Czwelfhundert. guldinReinisch, gut in golde vnd swere genünge an rechtem gewichte, in den liebsten vier Jaren nach datum diez brifes, yedes Jares, wenn sie wollen, auf sand Peters tag kathedra, virezehen tag vor oder nach vngeuer- lichen. Also zu welchem Jare sie die ablosunge tun wollen, daz süllen sie vns auf Obersten, aber virezehen tag vor oder nach, vor sand Peters tag kathedre, alz dann die ablosunge werden sol, zu wissen tun vnd verkünden, vnd wenn sie vns dann die obgenanten czwelfhundert guidein beczalen, So sullen wir vnd vnser erben In, oder wem sie daz an Irer Stat beuelhen, der obgenanten purck halber zu Wilburgsteten, daz Purckstal vnd dorffes zu Limpurg mit den andern guten vnd Iren czugehorungen alles abtreten vnd die wider geben vnd einantwurten, an alle Widerrede vnd vereziehen angeuerde, vnd die beezalung sol geschehen zu Nördlingen, czu Dinckelspühel oder zu Otingen, an der dreyer Stete einer, in welcher wir wollen, mit guldin, alz vorgeschriben stet, die dann in derselben Stat werunge sein, an alle hindernusz vnd verbot. Auch sullen wir die obgenanten nehsten vier Jare mit der Schefrey zu Limpurg niehtes zu schicken haben, danne fünfe guidein, die wir Jerlichen darauff haben sullen, vnd was auch guter in vnserm obgenanten kawfbriefe nicht benant sind, daran 323 süllen wir den obgenanten vnsern herren Burcgrafe Fridrichen, sein erben vnd nachkumen nicht hindern vnd In die volgen lassen. Auch so! die obgenant be- hawssung halbe Wilburgsteten vnser teil, den wir Innen haben, dez obgenanten vnsers gnedigen herren Buregraf fridrichs offenn hawsz sein die egenanten vier Jar, alz o ffn er hewser recht ist angeuerde, In allen seinen noten vnd kriegen, wider allermeniclichen, doch mit dem gedinge, ob wir dez icht schaden nemen, Es were an dem obgenanten Slosz, an sulcher kost oder habe, die wir darinnen hetten, oder an vnsern,gekawften guten, nach auszweysung vnsers kawfbrifes, daz solte der obgenante vnser gnediger herre oder sein erben vns oder vnsern erben wider richten vnd ablegen angeuerde. vnd des alles czu czewgnusz vnd warer vrkund haben wir, für vns vnd vnser erben, dem obgenanten vnserm herren vnd seinen erben gegeben diesen offenn brife, der versigelt ist mit vnser beyder anhangenden Insigel. Geben an dem Suntag alz man singet Letare zu mittervasten, Nach Cristi gepürt virezehenhundert iar vnd darnach in dem Sechsten Jare. düriginal im Sönigl. 33air. ^rnniitfialartjjine jit liintbcrg. ■) Vergl. Nr. CCLXXXII., CCCLXII. u. CCCCV. CCCXXVI1. inrgpf Jncbridj uerkauft an Entmlptj unb liigelliark nnn Icbenliurg bie Beste Uehenbnrg. 23. März UOli. Wir Friedrich von Gotes Gnaden Burggrave zu Nürenberg, Bekennen vnd tun kunt offenlich mit diesem briefe allen den, die In sehen oder hören lesen, daz wir gar beretenlicli, mit gutem wolbedachtem mute vnd Rate, vor- betrachtunge vnd rechter wissen, für uns vnd alle unser erben, herfschafft und nachkommen recht und redlichen haben aufgeben und verkaufft, und geben auf, In eines steten rechten kaufes weyse, mit crafft diz briefes, als ez dann allerbeste craffte und macht hat und haben sol, unsern lieben getreüen'Rudo 1 Ifen und Engelhardteil von Bebenburg, gebrüder, Rudolffs von Bebenburg seligen Süne, und allen iren erben vnser Sloss und vesten Bebenburg genannt, mit allen seinen zugehörenden, eren, nützen und rechten und was darzu und darein gehört, mit Yogtey, gcrichten, herschafften, Zehenden, Renten, vellen, dinsten, Zinsen, gölten, lewte und gute, wie daz alles genant ist oder namen hat, Es sey eygen, Erbe oderlehen, lieüsser, hofreyt, holzer, Äcker, Wysen, Garten, See, Wasser, Weyer, Wunne, Weyde, Wege, Stege, Stock und Stein, in der erden und ob der erden, Es sey benannt oder unbenannt, Es lige in pau oder in unpau, besucht und unbesucht, wie ymant daz sunderlich mit Worten be- dencken, beschreiben oder erfinden mochte, klein und gross, nichts auss- genomen, dann allein hindan gesezt der Manlehen, die wir leyhen, sie sein geystlich oder wertlich, mit sulch besclieidenheit, daz die obgenante Rudolff und Engelhart von Bebenburg und Ir erben die obgenannte vesten und Sloss Bebenburg mit allen zugehörenden, lewten und guten, Yogteyen, Gerichten, herrschafften, rechten, Renten, vellen, Zinssen, gülten und was darzu und darein gehört, alz vor begriffen ist, und auch mit allen andern guten gewonheiten sullen und mügen Innen haben, nützen und niesseil, besetzen und entsetzen In freyer nutzlich gewer und gewalt, und damit tun und lassen und daz alles keren und wenden nach allem irem pesten willen, an alle Widerrede unser, Unser erben, herrschafft und nachkommen und eines yeglichen, alz mit andern iren eygen guten fürbass ewiclich an alle geverde, zu rechtem kawfe umb drewtausend gülden Reinisch guter und gewer in golde und swere genüge an rechtem gewichte, der wir aller gentzlich und gar gericht und bezalt sein und die gebent haben in unssern bessern kunthchen nutze und frumen, darumb sulln und wolln wir sie der egenanten vesten und Sloss Bebenburg mit seinen zugehörenden, alz vorgeschriben stet, weren und vertigen on alle ansprach, Irrsal und hinternüss aller lewte und gerichte, Sie seind geistlich oder wertlich, alz dez Landes in francken recht und gewonheit ist, an allen iren schaden angeverde. And alz dieselbe veste Bebenburg von dem heihgim Riehe zu lehn geet und rüret, und wir sie enpfangen haben, wölln und sulln wir, unser erben und nachkommen In die getrewlichen tragen und bestellen, daz daz In, iren erben und naehkumen keinen Schaden bringe, noch füge in keine weyse. Auch were ez, daz In nu oder hernach keinerley bräche daran wurden oder geschehn, gemeinclich oder hesunder, ez wer von der Lehenschafft wegen oder sust von weine, oder wie sich daz mechte, daz alles sulln vnd wohn wir in gantz und gar vertigen und aussrichten mit dem rechten, noch dez Landes gewonheit und recht in francken, an allen iren schaden, und hesunder so sulln wir, vnser erben und nachkommen In und Iren erben umb die Wertschafft von der lehnschafft wegen allezeit verpunden sein angeverde; Geschehe dez nicht, wann dann diese hernachgeschrieben pürgen von In ermant werden mit briefen, mit boten, zu hausse, zu hofe oder unter äugen, So sullen sie leysten, alz hie nach von In geschrieben stet, alz lange, biss In snlche brache gentzlich aussgericht werden an allen iren schaden. Auch sullen die egenanten Rudolff und Engelhardt von Bebenburg an dem genanten Sloss und vesten mit redlichem purcklichen paw verpawen anderthalbhundert Gulden mit unserm wissen angeverde. Nemlich so! die yorgenant veste und Sloss Bebenburg unsers, vorgenanten Friedrichs Burgraven zu Nüremberg, unser erben und nachkommen offen hawse sein, doch unschedlichen den egenanten Rudolffen und Engelharten von Bebenburg und Iren erben an demselben Sloss und vesten vngeverlich. Auch haben vns die egenanten Rudolff und Engelhart von Bebenburg sulche liebe und Freünt- schafft gethan, Also, daz wir oder unser erben und nachkommen daz egenant Sloss vnd vesten Bebenburg mit allen seinen zugehörenden, alz vorbegriffen ist, von In oder von iren erben fürbass ewiclichen, welches Jares wir wollen und zu welch Zeit vns daz gefüglicli ist, mügen widerkaufen und losen vmb dreytausend Gulden und uinb anderthalbhundert Gulden, ob die dann darauf verpauet weren, alles Reinischer guter und geber in golde und swere genüge an rechtem gewichte, mit sulch bescheidenheit: wann oder welches Jares wir die losunge und widerkaufe also tun wollen, So sullen wir In daz vorhin zwen Monede Verkünden und ufsagen mit unserm offcnn versiegelten briefe, und sie dann darnach der obgeschriben drewtausend Gulden und anderthalbhundert Gulden, wieviel der dann darauf, alz vorgescliriben stet, verpawet weren, alle gentzlich und gar richten und bezalen sullen in den nechsten zweyen Moneden noch der aufsagunge, vnd In die antworten zu Rotenburg oder zu halle, in der zweyer Stete einer, in welcher sie wolln, oder zwu meile umb und umbe von derselben Stete einer, wo sie daz haben wolln, an alles verziehen und an allen iren schaden angeverde. Sunder und mit narnen, were ez, do got vor sey, daz die egenante veste und Sloss Bebenburg verloren und angewunnen würde von viiser kriege und veintschafft, oder vnser offunge wegen, daz sol vns, vnsern erben und naclikomen geschehen sein vnd nicht In, und wir sulln getrewlichen darnach stelin und schicken, daz In daz wider eingeantwortt werde; were aber, daz wir In clez nicht wider geschicken und eingeantwurten möchten, So sulln wir In die vorgescliriben gülden alle in den nechsten vier Wochen, nach dem And daz Sloss und vesten verloren were, antworten, richten und bezalen an den Steten und in der masse, alz vorgescliriben stet, an allen iren Schaden ATigeverlich. Geschehe clez nicht, oder daz In sust keinerley bräche, einfal, Irreal oder hindernüss würden oder geschehen an den egeschriben stücken und artickeln, allen gemeinclichen oder besunder, oder an den hernachgeschriben dingen, A r on weme oder wie sich daz mechte, wann dann diese hernachgeschribn pürgen von In ennant werden in der mass, alz obgeschribn stet, Sol sol ir yeg- licher besunder mit guten trewen einfaren mit einem knechte vnd mit einem Pferdt zu Rotemburg oder zu halle, in der Stete ein, in welche sie ermant werden, in offner wirte häuser, die In benennet werden, und sulln da leysten In rechter unbedingter und ungeverlieher leystunge, alz lange und alz vil, biss den egenanten Rudolffen und Engelhardten von Bebenburg, oder iren erben gantz und gar vssgericht, vergolten vnd gefertigt wird, darumb dann die Pür- gen gemant sein worden, an allen iren schaden ongeverde. dez ensol sich der Pürgen kein mit der leystunge uff den andern verziehen, noch fürziehen, daz er in ein andern leystung sey, oder daz man frist an seine willn, wissen vnd wort geben habe, noch sust in keine Weyse nichtes fürziehen, vnd wie oifte eines Pürgen Knecht in der leystunge abgeet, oder sich ein Pferd abgüsset oder vergeet, So so! yeder Pürge, dez derselbe knecht oder Pfert gewesen ist, ye alz offte einen andern Knecht oder Pfert, an der abgangen stat, schicken vnd antworten, alz offte dez not geschieht, Inwcnndige achtagen den nechsten, an alles verziehen ongeverde. Ginge auch der Pürgen keiner ab, von dem Lande füre oder stürbe, verdürbe oder geystlich würde, oder wie Im geschehe, daz er vnutze were zu manen, so sulln wir In, ye alz offte daz geschieht vnd wir dez von In ermant werden, einen andern alz guten purgen setzen, an dez abgangen stat, in einem monat den nechsten, oder die andern Pürgen, werden sie gemant darumb von In, leysten in der mass, alz vorgeschribn stet, alz lange, biss daz ein ander pürge, alz nemelichen, an dez abgangen stat gesezt wirdet in aller der mass, alz der vorderer pürge gewesen ist vngeverlich. vnd were, dez Got nicht er wolle, daz die hernachgeschribn pürgen, ein oder mere, so sie gemant werden, alz vorgeschriben ist, verbrechen und nicht leysten, So haben die vorgenanten Rudolffen und Engelhart von Bebenburg vnd alle ir erben vnd alle ir helffer, oder weine sie daz befehlen, vollen gantzen gewalt vnd gut recht vnerclagter dinge, daz wir In auch willicliehen erlauben mit diesem brieffe, den oder dieselben unleystenden pürgen anzegreiffen, zu noten und zu pfenden an allen Iren Leuten und guten, wo sie die haben, wie sie dez bekomen mügen, an allen Iren frevel vnd pene unser, vnser erben, herschafft vnd nachkomen und auch allermeniclichen, alz lange biss in gehalten vnd volfürt werde, dar- umbe sie dann gemant hetten vngeuerlich, vnd dowider sol vns, vnser erben und nachkomen und auch die unleystenden pürgen nicht helffen, schirmen noch schäwren, noch den egenante Rudolffen und Engelhardten von bebenburg, iren Erben und helffern nicht schaden kein geböte, genade, freyheit, acht, keysers noch künges, noch kein pan babstes oder bischoffes, geystlich oder wertlicher, nach kein Landfride, Landrecht, gesetzde, geyselschafft, eynuge fürsten, herren oder Stete, noch neue fünde, wie daz ymand fürgetziehn oder erdenken möchte oder konde in kein Weyse an alle geverde. vnd ob daz geschehe, daz diser brief nutzinahlig oder löchrecht würde, oder wie er geschediget würde an den Insigeln oder sust, daz sol alles gemeinclich oder besunder den obgenanten 327 Kudolffen und Engelharten von bebenburg und Iren erben an allen obgeschribn stücken und artickeln keinen schaden bringen oder fügen in keinerley band weyse an alle geverde, Sunder er soll dannoch vnverworlfen sein und krafft und macht haben mit allen seinen artickeln usswendig und Inwendig gerichtes, tagen und teydingen an alle geverde. Auch were ez, daz daz obgenante Sloss von Iren und nicht von vnsern wegen verloren vnd In angewunnen wurde, So sulln wir In auch getrewhchen beholffen sein, ob In daz wider ein werden mochte angeverde. Vnd wir vorgenant Fridrich burgrave zu Nüremberg geloben, für vns, vnser erben, herrschafft und nachkomen, diesen obgeschribn Kaufe, mit allen puncten, stucken und artickeln, alz dieser briefe aussweyset, getreulich und vngev er liehen war, veste und stete zu halten und dawider nymer zu tun, noch schaffen getan, heimlich noch offenlich, mit gerichten oder on- gericlite, geystlich noch wertlich, noch sust in keine weyse, on alle argeliste und geverde, und gereden auch unser pürgen gütlich und schön zu ledigen und zu losen von diser purckschafft, an eyde vnd an allen iren schaden vngeverlich. Vnd wir, die hernachgeschrieben pürgen, bekennen offenliehen mit diesem briefe, daz wir also alle vnuerscheidenlichen pürgen worden sein, vnd gereden und geloben mit vnsern guten trewen, alles daz wäre, veste und stete zu halten, daz in disem briefe von uns geschriben stet, an aller slaclit geverde. So sind diz die pürgen: mit Namen Hartmut fuchs, Ritter, Wilhelm von bebenburg der Jung, Ritter, Contz von Ivirchperg, Rudiger Enssel von Mergetlieim, Dipol von Seckendorff zuBirckenfels, Leupolt von Seckendorff, Ritter, Herman von Vesten- berg, Endres Zobel, Leupolt von Seidenneck zu Gertzbach, Wich Iis Scheuche von Geyern, Erenfried von Seckendorff, Ritter, Hanns von Seckendorff von Rossbach, Ritter, Burckhart von Seckendorff von Mainheim, Ditz Zobel, Ernst von Vestenberg. Geben zu Onelspach, am dinstag nach dem Suntag Letare, Nach Cristi gepurt Vierzehenhundert iare und darnach in dem Sechsten Jare. üibimirtf dkpit im 1. i\ prnntnpalardjinc jti lumbtrg. Vergl. T. V Nr. LXXII. und T. VI. Nr. CCLXXIII. u. CCCVII. CCCXXV1I1. 25. März 1406. Chunrat Heuler bekennt, daz im Chunrat Elurstett bezalt hat sechs gülden, und die Stadt Wunsidel vier und vierzig Gulden, auf Abschlag der Newnhundert Gulden, die im Johanns Burgraue zu Nüremberg schuldig ist. Geben an dem Donerstag vor Judica, MCCCCVI. dDriginal im Küttigl. 3Sair. pruuitijtnlaiitjkic ja lambtrg. CCCXXIX. Elisabeth Burggräfin zu Irnberg, Inljann's III. Cndjtcr, bat mir item iiii%crid]t j\\ lürnlierg anf alles itjr (Erbe Verzicht geleistet. 26. März 1406. Ich Hans von Seckendörfe von Roszpacli genant, Ritter, Landrichter zu Nuerenberg, tuKunt mit disem briefe, das für mich körne In gerichte die Höch- gebören fürstinne fraw Elisabeth Burggrefinne zu Nuerenberg, des höchgebörnen fürsten vnd herren, hern Johannsen Burg grauen zu, Nuerenberg eliche leibs tochter, vnd lautmert mit fürsprechcn, ob sy sich irs veterlichen vnd auch alles ires Müterlichen erbteils, was sye danne davon anersterben vnd gefallen möchte, icht wol vertzeihen möchte, dasselbe warde ir erteilt, vnd also trat sy dar vor mir In gerichte vnbetwungenhchen, vnd vertzehe sich lewterlichen alles ires veterlicher vnd Müterlichen erbteils, Also, daz sie fürbas ewicklichen dheiner clage, anspräche, noch vordrunge dornach nymmer gehaben noch tün wolt In dhein weise ongeuerde. vnd do die obgenant fraw Elisabeht dez alles also vor mir In gerichte veriehen, bekant vnd sich des verczigen hete, do bat mich der vorgenant herre, her Johanns Burggraue zu Nuerenberg, fragen einer vrteil, ob man im ditz veriehen vnd auch verczeichnüsse icht wol bilhchen vnd zu recht besteten vnd verschreiben solt mit des lantgerichts briefe vnd Insigel, Also, das es kraft vnd macht haben solt, ez wer vor Geistlichen oder wernt- lichen gerichten vnd an allen steten, wo im des nöte gescliee; dasselbe warde dem obgenanten herren Burggraue Johansen erteilt mit gemeiner volge vnd vrteil auf den eyde. Geben mit vrteil, vntter dez lantgerichts Insigel, am freytag vor dem Suntag als man synget Judica in der vasten, nach Cristi gepurde vierezehenhundert Jare vnd dornach in dem Sechsten Jare. Bibimirtc (Kopie bts ^älnsscnbargcr 3rtjitncs. 42 Bd. vi. 329 Intnrints- Instrument iitirr V\t bnrdj Procuration gesdjBjpc Vermählung kr Inrggrnlin Elisahelli mit (®ruf ikrljnrh ju Würtemberg. 27. März 1406. In gottes namen Amen. Wir Elsbetli von gottes genaden Burggräuin zu Nüremberg yff ein, vnd Wir Sifrid von desselben Gnaden Abbte des Gotzhusz zuElwangen, Ougspurger Bistumbs Sanct Benedicten Ordens, Conrat Herre zu Geroltzegge vnd Hanns Truclisasz von Hölingen, ein edelkneclit, zu den ziten verweser vnd Statlialter des Hocbgebornen vnd Edelen Herren, Hern Eberharts Grauen zu Wirtemberg, vnsers gnedigen Herrn, als von diser nachgesehriben elichen Gemahelscliafft vnd Hyratz wegen zu volbringend, vff dem andern teile, bekennen vnd tund kunt offenbar mit disem offem brieff allen den, die In sehend oder hörend lesen, das wir mit guter vorbetrachtung vnd gemeinem rat von derselben rechten vnd waren elichen gemahelscliafft vnd Hyratz wegen zwuschen vns Elszbetlien vnd dem Hochgebornen Herrn. Hern Eberhart Grauen zu Wir- temberg vorgenant zu vollenden, vnd als wir Sifrid Abbt vorgenant, In gegen- wärtikeit des edeln Hern Ounratz von Geroltzecke vnd Hannsen Truchsassen vorgemelt, als vnser mittverweser vnd bystander, dise sach durch vns vol- bracht, gefestnet vnd verwilligt haben, die obgenanten Durchluchtigen frowen Elszbethen, In verweser namen des vorgenanten Hochgebornen Herrn Eberharts Grauen zu Wirtemberg, demselben nach der form vnd masz, die vns beuolhen vnd verlihen ist, haben zugemehelt zu einer waren vnd rechten elichen ge- mahel vnd Iluszfrowen, durch soliche gnugsame ehche wort, die man dann gebruchen sol, zu volbringend ein rechte vnd wäre ehe, vnd damit behalten alle die recht, sitten vnd gewonheit des Lands, als dann zu sohehen Sachen gewonlicli ist zu tund: dartzu haben wir die obgernelten frow Elszbethen zu liand nach soliclien Worten begäbet vnd bezeichnet mit einem guldin vinger- lin, das wir Ir an Iren vinger gesteckt habnd, zu bestettung die obgernelten Gemahelscliafft, als billicli ist. Vnd wir Elszbeth obgenant bekennen, das wir sollichs so obgescliriben stat mit guten sinnen vnd vernunfft vnbezwungen on vorcht vnd on alle geuard, sunder wolbedachtiglich vnd mit freyem willen, ouch durch rat des Durchluchtigen fürsten vnd Herrn, Hern Johannsen Burggrauen zu Nüremberg, vnsern lieben Herren vnd Vatter, Haben den obgenanten cccxxx. Iii hochgebornen Herrn Eberharten Grauen zu Wirtemberg in gliclier masz zu einem waren vnd rechten elic-hen gemahel empfangen vnd vifgenommen, durch rechte gnugsame eliche wort, In person des Erwirdigen Abbt Sifrids vorgenant, denselben ouch zu begaben vnd bezeichnen mit einem guldin vingerlin, als gewonlich ist, In masz als ob derselb min Her vnd Gemahel selb in eigner Person gegenwartig were, zu einem rechten vnd waren zeichen vnd vrkund einer rechten vnd waren gemahelschalft yetzo volbracht. das aber soliche gemalielschafft, so yetzo volbracht ist durch persönliche abwesens wegen des Hochgebornen Herrn Graue Eberharts von Wirtemberg, hinturo von menglichem vngehindert, vnzertrent vnd vngelrt, sunder stet vest vnd vnuerbro dienlich gehalten werde, So haben wir Sifrid Abbt egenant vnser gerechten Hand gelegt vff vnser Brust, vnd wir Cunrat vnd Hans vorgenant haben ouch vnser ieg- lieher besunder mit viferhebten vingern lipiich gelert eyd gesworen zu Got vnd dem Jüngsten Gericht vif des vorgemelten Graue Eberharts, vnsers Herren sele, nachdem vnd vns von Im bevolhen ist, alles das war stet vnd vest ze halten zu ewigen ziten vnd nichtzit dawider zu tund, noch schallen geton werden, weder heimlich noch offenhcli, all arglist vnd geuard lierlnn gantz vnd gar vszgeslossen vnd liindan gesetzt. Vnd wir Johanns von gottes genaden Burggraue zu Nurem- herg bekennen offenhcli, das alle obgeschriebne ding von anevang bis zu ende durch vnsern guten gunst, wissen vnd willen volbracht worden ist, vnd also vil an vns ist, so wollen wir daran sin vnd dartzu beholffen sin, das soliche obgemelte sach in krafft dis brieffs vestiglich vnd volkomenlich erhalten werde, vnd wollen ouch die Durchluchtigen frow Elszbethen, vnser lieben Dochter, ge- truhchen vnd vatterlichen vnderwisen vnd hanthaben, das sie den vorgemelten Hvrat vnd eliche gemahelschalft volende vnd volbringe mit den wercken. Vnd des zu warem vrkund, getzugnusz vnd Sicherheit, so haben wir Johans Burggraue zu Nuremberg vorgenant, für i ns vnd vnser egenante tochter Elszbethen, disen brieff tun besigelt mit vnserm eigen Insigel, wann sie eigens Insigels nit hat. vnd Wir Syfrid abbt, Cunrat vnd Hanns vorgenant haben vnsere eigene Insigele ouch offenhcli durch disen offenn schriber Hienach benempt tun hencken an disen brieff, vnd damit ouch sich selbs darunder nämlich ze schriben vnd sin offen zeichen daruff zu machen, nach masz vnd form als dann gewonlich ist. dise Dinst sind volbracht vnd beschehen zu der Nuwen Statt nach by dem wasser genent Aysche, In der groszen bürg daselbs, In dem obern sal derselben bürg, Wurtzburger bistumbs, des Jars von Cristi geburt als man zalt vierzehenhundert vnd sechs Jare, In dem viertzehenden Jare der keiser- lichen zinszal vnd In dem andern Jare des allerheilgesten In gott vatter vnd Herrn, Herrn Innocencien dem sibenden Bapst, an dem siben vnd zweintzigsten 42" 331 J n i Iii!! liilllr Iii liil tag des Mertzens, Li der sechsten stund desselben tages oder nach dabey, In gegen wer tikeit des durch hiclitigen Fürsten vnd Herren, Hern Fridrichs von gottes genaden Burggrauen zn Nuremberg, der Edelen Herren, Hern Johannsen von Hohenloch vnd Hern Friderichs Schencken zu Limpurg, der Strengen Ritter, Hern Hannsen von Seckendorff den man nempt von Rospach, Walthers von Seckendorff genant von Stopphenheim, Hilpolts, Burkartz vnd Erenfrids von Seckendorff' vnd vil andern gloubhafften mannen zu disen dingen gerufft vnd gebetten. Vnd Ich Cunradus klingler von Herspurck, ein priester Bamberger Bistmnbs, durch keiserliche mechtikeit ein offner schriber, als disz vorgeschribn ILyrat, eheliche gemahelschafft vnd begabung der ege- nanten ee vnd ouch der eyde, die deszmals gesworn wurden vnd anders, so dann zumal beschehen sind, als sie beschehen, bin Ich gegenwertig gewesen mit den vorgenanten zugen, vnd hau solichs gesehn vnd gehört. Darumb durch bevellmusz des durchluchtigen forsten vnd Herren, Hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, frow Elszbethen siner tochter, des Erwirdigen In gott vatters vnd Herrn, Hern Syfrids abbt, Herrn Cunrats von Geroltzegk vnd Hansen Truchsassen vorgenant, han ich disz offen Instrument gemacht vnd In ein offen form gesetzt vnd das mit minem gewonlichen offenn zeichen vnd minem namen vnd ouch mit der obgenanten Herren anhangenden Insigeln bezeichnet vnd befestiget, als ich dann darzu durch sie erfordert vnd gebetten worden bin. Sattler Würtemberg unter den Grafen, Fortsetz. II. Beil. Nr. 31. CCCXXXI. Wir Frauwe katherinBurgraffin czu Nurmberg, czu derselben czeit Epttsin, vnd wir Frauwe Angnes Burgr affin czu Nurmberg vnd Closter Frauwen czum hoff sende Ciaren Ordens, vnd der gancz Couent gemeinlichen da selbenst vnd alle, dy noch vns kumen, Bekennen offenlich mit disem offen briff allen den, dy yn horn oder seheen lesen, daz der Erberger Prister her niklas Frumesser czu sende Michel, czu der selben czeit vnser Amptman, hat gekauft den czhenclen, der da ligent ist vor der Stat czum Hoff vnd dapey in den dorfern genant kocz- gawe, doberlicz, Gotwaltesrewt, weyen, czu den Closterfrauwen czn Eger, vns vnd vnserm Closter Ewicklichen czu wleyben, der vnserm Closter gefreyt vnd westetiget ist worden, vm Czwanczig vnd hundert guldin, dy er mit seynem eygen gelde, gut vnd hab wereyt hat weczalt, durch gocz willen vnd durch seyner sei selikeyt willen, vnd den selben obgenanten czehenden, den schol eyn nemen czwu erberge Swester dez ordens, dy den eyn Eptesin vnd der Couent auswelen ader kysen; dy selben czwu Swestern dy schullen alle Jar Jerlich da von eyn gancze rechnung tun eyner Eptesin vnd den Swestern, dy den czu der rechnunge gehorn, wer aber daz sy deucht, daz sy dem Couent nicht eben wern, so schuhen sy czwu ander beln vnd kysen, als dike vnd als oft alles yn not tut, dar vm haben sy wyder nymant getan, vnd wen sy den selben czende eynnemen, den schuhen sy getrewlich vorkauffet auf ir gewissen vnd alles gen got müsen vor antworten, ider swester da von geben eyner als vil alles der andern, sy sey Junck oder alt, vnvorczogenlich an hindernusse auf sende walpurgen tag, da sy czu der selben czeit mugen kauffen wollen vnd yre gewant da mit gepessern vnd dez fleysicklicher got mugen dinen. vnd derselben swestern, den man czheenden schol reychen ader geben, der schuhen seyn an der czal fünffczig swestern, die aller eldesten dez ordens; wen eyne ab getvon todes wegen, welche den dar nach ist dy aller eklest dez ordens, dy schol aber von stundan an dy selben nucz treten an alle hindernusse vnd alles geuerde, weder noch gunst noch libe, noch freuntschaft oder nocliliaz, daz ste zu ewern gewissen. Dar vme gelob wir obgenanten Closterfrauwen vnd vor pinten vns vnd alle, dy noch vns kumen Ewirklich mit disern offen briff, dyse nach ge- schriben selgeret stetikleiclien zu halden auf vnser sei trewe vnd gewyssen dem Erberger prister her Niklas Frumesser zu der selben czeit vnd Eis czogen- rewterin vnser Swester dez Ordens, dy darczu getrulichen hat geholfen, daz wir schuhen vnd wollen Ewicklichen alle Jar vir stund in dem Jar vigilen wollen halden, drey stund gelesen vnd virden vigilen gesungen, und darczu drey messe gelesen vnd dy vir de messe gesungen czu seyner Jarczeit. vnd der selbe Prister, der dy messe liset oder singet, er sey geystlich oder werntlich, waz den gewoneliit ist czu geben von eyner messe, daz scholl man ym auch geben an gewerde, vnd dy erste vigilen vnd messe schuhe vur lesen am nesten tag noch sende walpurgen tag, dy ander vigilen vnd messe am nesten tag noch sende bartholomeustag, dy dritten vigilen vnd messe am dem nesten mantag noch den vir tagen in der vasten, dy virde vigilen vnd messe, dy scholl man singen an seynem Jarczeit tag, wy der gefellet, vnd fleissiklechen vür dy sei biten vnd vor alle dy liben sei, die darczu yr hulf vnd yr rat haben getan, 833 vnd we namen für dy hochgeborn forsten Frauw katherm vnd for Frauwe Angnes Burkgräffin czu Nürnberg, dy czu der selben czeit vnsers Olosters ge- trewe vorbeserin wem vnd yre forderung getrewlich dar czu haben getan. Vnd auch sunderlich bite wir euch durch gocz willen, daz yr got for vns pit in allen andern ewern gebeten, durch der trewe willen, dy wir haben czu dem Closter vnd auch czu euch, vnd seczen daz czu ewer gewissen, daz alle obgeschriben rede, punt vnd artikel Ewicklichen gehakten werde, vnd czu eyner Merern Sicherheit so geb wir vorgenanten frauwen Burkgrefifin vnd der ganz Couent vnsers Closters disen offen brifif mit vns er m anhangenden Insigel vnd mit wissen rat eyntrechekleich dez ganczen Couentes Insigel. der wriflf ist geben worden do man czalt noch Cristi gepurt virczheenhundert Jar dar nach in dem sesten Jar, an der mittwochen vor dem Palmsuntag. (Original im Sättigt Bair. ^rnninpnlnrrfjine ju -Bamberg. mit anh. Siegel der Aebtissin, Burggräfin Katharina. Vergl. Nr. CCC-X. CCCXXXII. 7. April 1406. Walther Tnmprobst zu Auspurg zeigt dem Conrad Eben, hern Fridrichs Burggrafen zu Nürenberg Kuchenmeister, an, daz Fridel, des Burggrafen laufender Knecht, im von seines herren wegen bezalt hat vier und zwainzig guidein. Geben zu Auspurg, am Mitwochen vor dem heyligen Ostertag, Anno MCCCCVT. dDriginnt im Säntgl. 38niriarijrn ^irnuinpnlnrdjinc gl Bamberg, in Briefform, mit hinten aufgeschriebener Adresse. cccxxxni. 12. April 1406. Oswalt Gräfe von Truhendingen bekennt, daz Burcgrafe Fridrich zu Nuremberg, sein lieber Oheim, im am Osterabend zu Kulmnach in der Stat bezalt hat drewhundert guidein und dreyszig guidein Reinischer. Geben an dem Montag nach dem heiligen Ostertag, nach Crists gepurt virzehenhundert Jar und darnach in dem Sechsten Jare. düriginal im Sättigt lair. ^raninjialartijiuE Bamberg. 334 14. April 1406. Die Stadt Dinkelsbühl bekennt, dass ir Wilhelm von Holzhusen und Jacob Zuckmantel, von wegen hern Fridrichs Burggraf zu Nüremberg, bezalt haben sechsthalbhundert guldin an den achzehendhalbhundert guldin, die er ir schuldig ist. Geben an Mitwochen nach dem heiligen Ostertag, MCCCCYI. O O ' (ßtigtital im Siittigl. 3ßair. Sptmunjinlardiiuc fit lamlittg. Vei'gl, Nr. CCCXXVI. CCCXXXV Im olii ddii irtfrlbniij ncrlunttf dPnter jti CicfciiLuidj tft. an fßtirggraf JFrictirirfj. 18. April 1406. Ich Arno lt von Tettelbach vnd ich Elisabeth sein Eli che haussfrawe, Bekennen vnd tund kunt offenlichen mit dem briefe vor allermenglich, für vns, aller vnsser erben und nachkommen, Datz wir dem hochgebornen fürsten und herrn, herrn Fridrichen Burggrafe zu Nürenberg, vnserm gnedigen herrn, allen seinen erben und nachkommen, nach Rate, mit guter Vorbetrachtung, zu einem ewigen und stettn kaufe recht und redlichen zu kauffen geben haben vnssre die hernachgeschriben güte: mit Namen ein vnssern hole zu Tiefenbach gelegen, daruff itzunde sitzet heinrich gerünge, Item ein unser gute zu tristeshussen und ein holtz daselbs mit allen zugehörungen, nutzen, gulten, rechten und zugehörungen, zu dorf und zu velde, nichts ussgenommen, vnd den halben unssern Zehenden zu helmshofen mit allen zugehörungen. Darumb vns der obgenannt vnnsser gnediger herr obgenant ein Sume gehles also par geben und gutlichen bezalt hate, daz alles an vnssern frommen und guten nütze komen ist, daz wir In vnd sein erben, für vns vnd vnsser Erben mit dem briefe gentzlichen quit ledig und lose sagen. Vnd die obgenanten gute alle, mit aller zugehörunge süllen wir In vertigen nach. Lands recht vnd gewonheit, ob In dez von ymand ansprach wurde ongeverde, vnd sullen vnd mügen die obgenanten gilt mit allen zugehörungen, nutzen, gülten, Renten vnd Zugehörenden Innen haben, nützen, niessen, besetzen, entsetzen, wenden und keren nach irem frommen und nutze, wie sie Wüllen und in aller beste fügt und nutzlichst ist, als ander ir eigen gut, ohn vnsser, vnsser erben vnd mengclichs von vnssern wegen ansprach, Irrunge und bekummernüsse, und verziehen vns auch der obgenanten gut aller mit aller zugehörungen, rechten und gewonheiten, Also, daz wir, kein vnser erbe, noch nymand von vnssern wegen darzu nymer mer, weder mit recht noch on recht, geistlichen noch weltlichen, kein ansprach, vordrung noch recht gewinen, noch haben süllen in kein weise ongeverde. And dez zu vrkunde geben wir dem obgenanten vnsserm gnedigen herrn, allen sein erben und nachkommen den briefe, versigelt mit vnsern eigen anhangenden Insigeln. und darzu haben wir gebeten die vesten Cuntzen von Bebenburg und Wilhelm Truchsessen, grener genant, daz sie ire Insigel zu dem vnssern, In selb on schaden, zu gezügnüsse aller obgeschriben sache an den brief gehangen haben. Der brief ist geben nach cristi geburt ALerzenliundert und in dem sechsten Jare, am sontag vor sanct Jorigentag. Bibimirte Cnjiic im 55. B. ^ärouinpnlnrrljiuc jit Bamberg. CCCXXXAX. 23. April 1406. Friclerich von gotes gnaden Buregraue zu Nüremberg. A nser freüntlich grüs zuuor, Ersamen vnd AVeysen. Ez ist bey vns hienyden gewesen vnser Andechtiger vnd heber getrewer, her Anrieh pfarrer zu Swabach, vnd hette sich darezu geschicket, daz er alhie ettlicli czeite zu Schul sten wolt. Nu sehen wir nicht gerne, daz er sich von der pfarre ezihen wil, vnd haben Li czu disen czeiten davon genomen vnd geweiset. Begern vnd bitten wir euch mit ganezem fleisse, daz ir den vorgenanten herren Ylrichen an seiner pfründe czu lehen hat (sie!), vngehindert vnd In guten Sachen sten vnd bleiben laszet, biz wir selbs zu lande hinauf körnen, So hoffen wir suleh weg mit euch zu treffen, die der pfründe nüczlich sein vnd daran ir ein genügen habt, vnd tut hieherynnen, des wir euch sünderlichen gerne dancken, vnd gen euch verschulden wollen. Datum Ideidelberg, In die saneti Georii, Anno domini etc. CCCC° sexto. Den Ersamen vnd weysen Burgermeistern vnd dem Rate der Stat czu Nüremberg. dDriginal im 55. B. f)roDtu|iaiardjiiie p Inrnbrrg, auf Papier, mit rückwärts aufgedrücktem Burggräfl. Siegel. 336 cccxxxvn. 5. Mai 140G. Cunrat von Cedewicz, Ritter, zu Hirsperck gesessen, bekennt, daz im Ott Sneyder, Bürger zu Beyerrewt bezalt hat, von des Burggrafen Fridreichs zu Nürnberg wegen, 80 reinische Gulden für ein Pferd. Am nechsten Mitwochen vor Johannis ante portam latinam, anno MCCCCYI. dDriginal im Höittgl. SBair. |kuBtn}ialnrtl)uie jn Bamberg. Ebenda,s. eine ähnliche Quittung des Heinrich von Perrj v. 3. Jan. 140(1 über 49 Gulden, für ein an Burggraf Johann verkauftes Pferd. CCCXXXVIII. Dir Jrnuigrii juris dp Innig Enprtdjt traft Burggraf latra ;tt lärnlrarg stillen ftttrdj ddjieftsridjtcr ausgetragen merften. 9. Mai 1406. Zu wissen, das czuschen dem Allerdurchluchtigisten hochgeporner fursten vnd herren, liern Ruprecht Romischem kunige, zu allen cziten merer des Richs, vff ein vnd dem hochgepornen fursten, Burggraue Hansen von Nurenberg off die ander siite, von solicher stucke vnd artickel wegen, die sie einander von beiden siiten verschrieben gen lian, gerette vnd geteidinget ist, als hernach geschrieben steet. Zum ersten sint sie von beiden siiten überkommen, das von ir beder wegen die edeln Graue Gunther von Swarczpurg lierre zu Ranis, hofemeister, vnd Graue friederich von Otingen, als czwene gemeyne manne, vnd der Edel Scheuche friederich lierre zu lympurg, heubtman des lantfrieden in ffancken, als eyn obman beider vorgeschrieben parthien, anspräche vnd antwurt, vnd waz sie von beiden siiten für wenden wollent off die vorgeschrieben stucke vnd artickel, vff den Sontag vierwoclien nach plingesten, das wirdet mit namen der nehste Sontag nach sanete Johans tag des tauffers nehste kumpt, zu Mergentheim verhören vnd In nemen sollen, vnd als dann versuchen, ob sie die ob- geschrieben parthien mit wiszen fruntlichen verriechten vnd vereynen mögen. Mag aber nit gesin, So sollent die obgesclirieben drii sich von den Sachen mit- eynander vnderreden, vnd was die drii dann, oder der mererteil vnder Ine, zu dem rechten by einander sprechent, das sollen beide parthien halten, vnd ye 43 Bd. VI. 337 die parthie der andern follenfuren vngeuerlicli. Weres aber, das vor dem tage (Traue Gunther obgenant, do got vor sii, abeginge von todes wegen, So sol viiscr herre der kunig eynen andern an sin stat seczen, wen er wil, den Sachen nachzugeen, als vorgeschrieben steet; Ginge aber Graue friederich abe von todes wegen, do auch got vor sii, so sal Burggraue hans eynen andern an sin stat seczen, wen er wil, als vorgeschrieben steet; Were aber, das Scheneke friederich obgenant abeginge von todes wegen, do auch got vor sii, so sollent bede parthien eyns andern obmans überkommen, den sachen nach zugeen, als vorgeschrieben steet. Weres aber, das der obgenanten driier eyner oder inee vor vnmüsze oder not wegen zu dem obgenanten tage nit kommen mochte vngeuerlicli, So sal eyn ander tag sin von dem egenanten tage über vier wochen, den Sachen nachzugeen in aller der masze, als vorgeschriben steet, Ynd were dann, das vff den andern tag Graue Gunther von Swarczpurg obgenant nit queme von vnmusze oder von noit wegen vngeuerlich, So sal vnser herre der kunig eynen ,andern an sin stat seczen, wen er wil; Were auch, das Graue friederich obgenant zu dem andern tag in solicher masze nit queme, so sal Burggraue hans obgenant eynen andern an sin stat seczen, wen er wil, den sachen nachzugeen, als vorgeschrieben steet; Auch hat sich vnser herre der kunig des obgenanten Scheneke lriederichs, das er sich der sachen annemen solle, in der masze, als vorgeschrieben steet, gemechtiget vngeuerlich. Es sollent auch vnser herre der Romische kunig vnd Burggraue hans mit ir selbes libe gein Mergenthem zu dem vorgenanten tage kommen, Were aber, das ir eyner zu dem tage bequemelich selber nit kommen mochte, so sal derselbe dem andern widderbitten vierezehentage vor dem tage, vnd sollen alsdan beder herren fremde mit machte vff den egenanten tag gein Nurenberg kommen vnd der Sachen von beiden parthien noch geen, als vorgeschrieben steet. Item es ist auch gerette, das alle gefangen von beiden siiten heruff ledig sin sollent, vnd sal man die sachen von beiden siiten gegen eynander, bisz das es zu vsztrag kommet, gutlich, fruntlich vnd gelimpfflich halten. Ynd des zu vrkunde so hant wir, kunig Ruprecht vnd. Burg graue hans obgenant, vnser iglicher sin eigen Ingesiegel vnden an diesen brieff tun drucken, Der geben ist vnd diese beredunge gescheen ist zu heidelberg, vif den Sontag als man singet in der heiligen kirchen Cantate, In dem Jare als man czalte nach Cristi geburte vierezehenhundert vnd darnach yn dem Sechsten Jaren. (Original im liinigl. lair. Ipmünjialardjiui' jtt Jtiirnlwg. Anh. das bei Nr. CCCCLXIX. abgebildete grosse Bracken-Siegel des Burggrafen. 838 CCCXXXIX. Burggraf Jnekid] befreit bie Bürger |ti Iffenljeiiti tum km beim lauf unn (irnnkftitken m entrirfjteiikn laiiblalju. 30. Mai 1406. Wir Frideric/i von gotes gnaden Burcggraue zu Nüremberg, Bekennen mit dissein brief, für vns, vnser Erben vnd Nachkomen, Daz für vns komen vnser übe getrewen, die Burger vnserr Stat zu Vffenheim, vnd haben vns fürbracht von sulchs twangsals vnd hantlons wegen, daz sie biz her geben haben, Also wenn ir einer ettwazz In der Stat oder der Statmarck gekawfft oder ver- kawfft haben, daz dieselben vns oder vnsern Amptlewten hantlon davon geben musten, daz docli sust in dheiner andern vnserr Stat nicht gewönliclien oder genomen worden ist, vnd Baten vns so ileissiglicli, daz wir sie sulchs hantlons Überhuben, freyten vnd sie bleiben wolten lassen, als ander vnser Stete. Also haben wir angesehen ir lleissige bete, die sie vns darum.be angelegt haben, vnd durch nuez vnd besserunge willen der Egenanten vnserr Stat, vnd haben sie des gefrey et, vnd freyen sie auch In krafft diezs briefs, daz ein ighclier, der also In der Egenanten Stat oder Statmarck kawfft oder verkawfft, ez sind hewser, hofreit, hofstet, Gerten, Ecker, wysen, daz In der Marek gelegen ist, vns oder vnsern Amptlewten fürbaz 111er da von dhein hantlon nicht mer geben durlfen, noch sullen, dann als ander vnser Stete sulch sache In recht vnd mit gewonlieit her bracht haben, allez ongeuerde. Mit vrkünde diezs brief, den wir In darüber geben haben mit vnserm anhangendem Insigel versigelt, Geben czu Onoltzpach, an dem heiligen pfingstage, Nach Cristi geburt vierezehenhundert Jare vnd darnach In dem Sechsten Jare. dDriginnl im Mönigl. Inir. •pkuuiiijinliu'djius' |ii liirnteg. I)as Burggräfl. Siegel ist abgefallen. GCCXL. 3. Juni 1406. Jacob Nolt von Seckendorf ersucht den hochgeborenen Fürs teil, Burkgr äff Fridrich, die ihm schuldigen 55 Gulden an Hansen Zeidler zu zahlen. Geben am Pfinztag in der Pfingstwoche, da man zalt vierzehenhundert im sechsten jar. (E)rigiiml im Sönigl. lairiadjen Heitjjaardjiuc. 339 CCCXLI. ffltjjnrina nnn Jblknttk iljrc Itrijen 511 st km InrggrafEn iriEurui] jii niiit Ikruliarkminku auf. 12. Juni 1406. Ich Kathrey von Seideneck vonRüghawsen geborn, Bekenne Offennliclien mit diesem brife Allen den, die In sehen oder hören lesen, von des lehens brifes wegen, den ich Innen habe, Als mir der Hochgeborne Fürste, mein gliediger herre, her Fridriche Burggraue zü Nuremberg, mit meinem Sun Görgen von Seidenecke den hole czu Kollemberg, vnd die gut czu Bernoltzwinden gelihen hat, vnd denselben lehenbrife ich yczunde nicht In hennts habe, dann alsbalde mir der czu handen wirdet, So sol vnd wil Ich den wider geben angeuerde; Tette ich des nicht, So sol derselbe briffe an aller stat tode vnd abe sein, vnd weder kraft noch maht haben vngeuerlichen, vnd gibe auch die obgenanten lelien aüff mit craft dicz brifes.. Des czu vrkunde gibe ich obgenante Kathrey von Seideneck diesen brife, mit des Wolgebornen meines gnedigen herren, liern Friderichs Grafen zu Ötingen, anhangenden Insigel, das er, durch meiner lleissigen bete willen, czu czewgnüsz, doch Im an schaden, an diesen brife gehangen hat. Geben czu Ötingen, an dem liebsten Samsztag vor des heiligen sand Yeyts tag, Nach Crists gepurt vierczehenliundert iar vnd darnach in dem Sechsten Jare. ißriginiü im lüttigl. Bair. ^rouinjialnrrjjiuc jtt lämbtrg. CCCXLII. Die InrggiafEii Injjann nnb iikkirJ] UEiiuntfEii bit liEStEii tmb ÜÜmttr ÜiErsbtrg nnb lEniEck aintiiiannsmEiüE nnb auf BiEkrkauf au Saljauii, ciBrjbijgrijuf gl Iliga nnb kssEii Irukr Inuilb nun liallEiirak. 13. Juni 1406. Wir Johanns vnd Fridrich etc., Bekennen etc., das wir recht vnd redlichen, mit Rate vnsers Rates vnd wolbedacht, verkauftet vnd czu kauften geben haben, verkauften vnd geben auch czu kauften In craft diczs brieflts aufit einen widerkauflt, als hernachgeschriben stet, dem Erwirdigen In gott vatter, hern Johann Erczbischoff czu Rige etc., Arnolten von waldenrod seinem Bruder, vnserm liben getrewen, desselben Arnoltes elicben hausfrawen vnd Iren erben vnser vesten wirsperg, den Marckt daselbsten, die 'dorffer Newfang, Seissenrewt, Ossera vnd die czwen hofe czu Pirckech gelegen vnd das halsz- gericht vber kottenaw, vnd mit namen den hoff czu Seissenreut, den der Ic.z- genant Arnolt von waldenrod pishere gepawet hat, vnd auch sunderlichen alle vnser getreidgult, die wir czu Seissenreut vnd czu Pirkech haben vnd auch darczu alles hew, das wir In dem obgenanten Ampt allenthalben haben, mit allen czugehorungen derselben vesten, Marcktes vnd dorffern, nichts ausz- genomen, dann allein vngelt vnd haller czinsz desselben Amptes, die sie Innhaben, besiezen, nüczen, nieszen, beseezen vnd entseezen sullen vnd mugen In Amptmcmsweis vnd In solicher masse, als dieselben vesten vnd Ampt ander vnser Amptleut vormals Inngehabt, genossen, beseezet vnd entseezet haben. Sie sullen auch darczu haben all geeichtes feile, auch auszgenomen grosser feile, die vber X Ii. heller sind, die wir vns selbes behalten. Wir haben In auch czu kauffen geben mit craft diezs brieffs, auch vff einen Widerkauff, als hernach- geschriben stet, vnsern zehenden über die Stat zu Berneck, vnsern Zehenden zum Newenreut, lebendigen vnd töten, alle vnser guter czu Mistmansgesesz vnd was wir czu Godendorf haben, mit allen eren, nüczen, rechten, czinszen, gul- ten vnd allen Iren zugehorungen, besucht vnd vnbesucht, wo das alles gelegen, oder-wie das genant ist, nichtz auszgenomen, dann das vngelt czu Berneck vnd die pfening czinsze daselbsten vnd In allen andern dorffern desselben Amptes, die vor nicht beschriben sind. Auch haben wir In besunder czu kauffen geben vnser vesten vnd Stat Berneck vnd das Ampt daselbsten, das sie dieselben mit allen Iren zugehorungen, nichtz auszgenomen, In Amptmansweise auch Inn- haben sullen vnd mügen, In aller masz vnd weisz, als die vormals ander vnser Amptleut auch vor In Inngehabt haben, auszgenomen auch grosser feile, die leih vnd gut anrüren, die wir vns selbes behalden, vnd auch mit nainen, das all armleute, die In beiden obgenanten Ampten vnd geeichten gesessen sind, die bishere gefrönet haben, furbas mere fronen stillen, Iglich pflüg vier tag in dem Jare, Iglich man zwen tag In dem kornsnit vnd czwen tag In dem haber- snit sneiden, Meen, hewen vnd alle ander frön thun vnd foliebringen, die czu den behausungen gehörn, In aller masz, als man die bishere getan vnd gefronet hat; were aber, daz sie der fron In den obgenanten Ampten cze thun aller nicht bedorften, So sullen sie In die vbrigen fron czu knoden auff iren erblichen gutern thun vnd foliebringen, vnd das derselben frön doch nicht mere werden, dann als vor herkomen vnd gewonheit ist gewesen on alles geuerde. Vnd haben In die vorgenanten vesten Wirsperg vnd Bernecke vnd alle ander vorgeschriben ■ 341 I I güter, als daz vorbegriffen ist, czu kauffen geben vmb dreitausend hundert vnd XXII alter Reinischer gülden, die wir von In genczlichen vnd gar beczalt vnd gewert sein, der wir sie auch mit diesem brief quidt, ledig vnd losz sagen, dieselben vesten vnd alle Ir vorgeschriben güter sullen vnd mugen sie vnd ir erben Innhaben, nuczen vnd niessen Li aller masz, als vorgeschriben stet, So lange bis daz wir oder vnser erben dieselben vesten vnd güter vmb sie wider ge- kauffet vnd Ires geltes beczalt haben, Souil vnd solicher werung, als dann vorgeschriben stet, desselben widerkauffes wir alle Jar, vnd welicli czeite wir In Iglichem Jare wollen, gewalt vnd macht haben ze thuri, des sie vns gestatten sullen, 011 alles widersprechen. Auff welicli czeit wir den widerkauff thun wollen, das sullen wir In alleweg vor dem tag, als wir den widerkauf tun wolten, ein gancz vierteil Jares oder lenger vorhin mit vnsern briuen czu wissen tun, Also, das sie sich mit Irem gelt darnach gerichten mügen, vnd die beczalung des widerkauffes sol da nn czu Bamberg oder czu Nüremberg, in der czweyer stete einer geschehen, In welcher stat vnd herberge sie kiesen vnd wollen. Wenne auch der widerkauff also geschehen ist, were In dann ieht aussenbeliben von Zinsen, giilten oder feilen, mit ander irer habe, die sie uff den hewsern hetten, vnd mit dem getreide, das sie vff dem felde oder anderswo hetten, lediclichen vngehindert nachuolgen ongeuerde. Wir sullen In auch für schaden sten, als andern vnsern Amptleuten, ob sie den von Ampten wegen anders nemen wurden ongeuerde. Wh sullen vnd wollen auch die vorgenanten kauffer czu Irem o o rechten vnd gleichen dingen getrewlichen schüczen vnd schirmen ongeuerde, darczu wir Ir auch mechtig sein sullen. Würde auch der obgenanten Slosz eines oder sie beide verloren, wie das geschehe, da got vor sey, das sie doch getrewlichen, als ir eygcn gut, bewaren sullen, dasselbe sol In an der vorgeschriben summ geldes vnd irer beczalung dheinen schaden bringen, vnd sullen auch darczu tun vnd gedencken, das wir In die vorgenanten vesten nach der Verlust in dem nechsten Jare wider einantworten; Mochten wir aber dez nicht gethun, So sullen wir In ir gelt darnach czu liant, als das Jar ist vergangen, beczalen vnd richten an den steten, als vorgeschriben stet ongeuerde. Auch sullen sie mit andern vnsern czinsen vnd gulten, weiden, forsten vnd holczern, die In nicht verschriben sind, nichtz zu schicken haben, doch so mügen sie aus denselben weiden, forsten vnd holczern czimerholcz vnd prennholcz nemen vnd füren Ir gnüg czu den obgenanten Slossen, vnd auch vnsern Armenlewten In denselben Ampten czimerholcz vnd prenholcz Ir notdurft vngeuerlichen geben, als das vormals herkomen ist, die vorgenanten vesten Berneck hausz vnd Stat, wirsperg hausz vnd Marckt sullen vnser offne slosz sein wider allermeniclichen, nymands auszgenomen, als ofte wir dez bedürften, doch den obgenanten kauffern on schaden ongeuerde. wir, oder vnser kastner an vnser stat, sullen vnd wollen die vesten Berneck mit Wächtern vnd turnern bewaren vnd mit lone auszrichten, vnd die vorgenanten kauffer sullen In kost darczu geben, als das In gewonheyt herkomen ist, die vesten wirsperg sullen die obgenanten kauffer getrewlich bewaren mit turnern vnd Wächtern, mit kost vnd lön auszrichten, als mit gewonheit auch herkomen ist, dann allein dem turner sullen wir seinen haller Ion beczalen; Auch sullen vnd mügen sie sich czu vnd von den obgenanten Slossen Bernecke vnd wirsperg gen Iren feinden, die sie wider recht Angreiffen vnd beschedigen wolten, behelffen vnd weren, als vil vnd als ofte In dez not geschihet, doch sullen wir Ir czu dem rechten meclitig sein, als vor auch geschriben stet ongeuerde. Wir mügen auch In den obgenanten czweien Ampten stewre nemen von vnsem Armenleuten, als ofte vns des not tut vnd geschihet, on Widerrede vnd einsprechen der obgenanten kauffer, Auszgenomen In den czweien dorffern Goden- dorlf vnd Mistmanszgesesz, vnd von dem pawer, der vif dem hofe czu krenwiez siezet, den sie selber pawen, dauon wir vor dem widerkauff dhein stewre nemen sullen, noch wollen, were auch, das die vorgenanten kauffer solieh not anginge vnd In czufallen würde von verdurpliehen irer Scheden wegen, die vngeuer- lichen weren, Also, das sie ires geldes bedürften vnd den kauff, als vorgeschriben stet, nicht lenger gelialden mochten, das sullen sie vns czu wissen tun; Mochten wir dann solichen widerkauff alspalden nicht gethun, So haben sie gewalt, die obgenanten Slosz, Ampt vnd gulteln aller inasz vnd recht, als sie in versehriben sind, einem dez obgenanten Arnoltes von waldenrod genossen zu kauffen geben, der vns den widerkauff auch halt, vns dez cze thun gestat, vnd vns das ver- schriben In aller masz, als sie vns dez von schritte wegen verpunden sind, nach vnser beyder teile briue laut vnd sag, vmb so vil summ gülden, als obgeschriben stet ongeuerde, die wir geneinander haben ongeuerde. Gescheh auch, das diser brief lochrecht, nasz, malig, oder an etlichen seinen Insigeln brechenthaftig würde, von was Sachen sich das gepüret, das alles sol den obgenanten kauffern dlieinerley schaden bringen, Sunder er sol ein gerechter vnd vnuerworffner briue an allen steten vnd gerieilten sein ongeuerde. wer auch disen briue mit der obgenanten kauffer willen, wissen vnd wort Innhat, die anders Ir genossen sind, die oder dieselben haben alle die schuld vnd forderung czu vns, gleicherweise als die obgenanten kauffer, an arglist vnd geuerde. vnd dez alles zu merer Sicherheit haben wir den obgenanten kauffern czu vns vnuerscheidenlichen czu bürgen gesaezt vnser lieb getrewen vnd besunder, die hernach geschriben sten, mit solichem geding: Ob das were, das den obgenanten kauffern oder Iren erben nicht genczlichen vnd gar gehalten noch follefurt würde, als oben an disem 343 briue geschriben stet, So haben sie vollen gewalt vnd gut recht, dieselben Ir bursren darumb czu manen czu leisten; vnd wenn die also von Ir ermant werden mit boten, briuen, czu liausz, czu hofe oder vnder äugen, So sollr dbeiner die leistung uff den andern nicht verczihen, Sunder nach der inanung einen kneeht mit einem pferde gen Bamberg oder gen Nurmberg einschicken vnd stellen, die dar Innen ligen vnd leisten, vnd aus der leistung nicht komen sullen, Ez sey dann den obgenanten kauffern gancze auszrichtung getan vnd widerfaren, darumb sie Ir bürgen czu leistung bracht haben ongeuerde. Als ofte auch derselben leistpferd oder knecht eines oder mere abgeen etc. Ging auch der bürgen einer oder mer abe etc. Vnd wir obgenanter Johans Burggraue czu Nuremberg wollen vnser bürgen von diser burgschaft gutlichen ledigen, Vnd wir, dieselben bürgen Bekennen diser burgschafte etc. So sind dicz die bürgen: Hanns von Sparneck, Ylrich von kindsperg, fridrich von kindsperg, Ritter, Jorg von kindsperg, frid- rich von wirsperg, Ritter, Mertein von waldenfels, Hanns von Streitperg, Hanns Scliucze von nedmansdorf, Herman von hirsperg, Jan von feiltsche, Concz von wirsperg vnd Erhart von koczawe. Actum Culmnach, am Sontag vor viti, Anno domini MCCCC Sexto. (fiümfintmttj Burggraf Hojiann's III. CCCXLIII. % llagt Inrggraf SoJjann's mkx lisdjnf lliimijt unn lamlurg. 17. Juni 1406. Item so sein das die gebrechen, zusprüch vnd Artickel, die, von meins herren Burggraf Joliannsen wegen, meinem herren von Bamberg auch vormals beschriben geben vnd auf den vorgenanten tag auch furbracht vnd gelautmert sein, vnd dieselben artickel wurden nicht versigelt von meins herren von Bamberg Teydingslewt obgenant. So sein daz die zusprüch, die wir, Burggraf Johanns, zu dem Erwirdigen vnserm herren vnd liben Oheymen, hern Albrecht Bischof zu Bamberg vnd den seinen haben. Zum ersten sprechen wir in zu von sulchs vbervallens wegen, daz sie den Meyentalern in vnser herrschaft vnd freyung zu Erlangen teten, als wir sie auf vnsers herren vnd Oheime bete vnd wort versichert dor hetten, als wir daz wol grüntlichen mit worten erczelen vnd fürgeben wollen lazzen zu tagen. Item, das er vnd sein gewalt den vnsem Petern groszen überczogen, genötiget vnd beschedigt hat, des doch nicht sein 344 solt, als wir das auch wol mit worten erczelen vnd furgeben wollen lazzen zu tagen. Item desselben gleich wolt er vnd sein gewalt Mertein fortsehen, der zu den zeiteil der vnsef was, auch überczogen haben, dorvmb wir zu grossem schaden vnd kosten komen. Item das er vnd sein gewalt vnserm armen manne dem Oswalt sein habe vnd gut, das Im mit vrteil vnd rechte zu geteilt ist, ver- poten hat vnd hat geschickt vnd geheissen, daz er vnd sein weihe geturnt vnd gestöcket seincl worden in seinen eygen Slossen. Item sein Marschalk vnd der Münstrer haben demselben Oswalt, vnserm armenmanne, vnd seinem weihe ir getreide, das sie erbawet hetten, genomen vnd hingefurt mit gewalt, A nd slugen die armen frawen vnd wolten sie ertrenckt haben, do sie daz weren wolt, das ist mit seinem willen vnd wort geschehen. Item dieselben haben vnser arinen- frawen, die vorgeschriben des Oswalts weib, ausz dem iren ausz gestozzen vnd auszgetriben freuelich mit gewalt an recht. Item Peter von Glich und der Münstrer haben dem vorgenanten vnserm armenmanne dem Oswalt sein hewe genomen vnd hingefurt freuelich mit gewalt, vnd haben vnsern Castner zu Zwernycz gefangen vnd ander die vnsern, die dem vnsern daz hew wolten helfen einfüren. Item das sein Czolner vnd ander die seinen zu Schechslicz die vnsern, die vnser selbs habe vnd wein fürten, notigen zu czollen, vnd slahen die vnd handeln sie vbel. Item so hat der Münstrer einem vnserm armen manne von goltkranach mutwilliclich seinen wagen vmb geworden vnd Im mere dann vierczehen eymer weins verschütt. Item die von hochstett seind vnd in vnser herschaft vnd gerieht zu vitfeit geuallen vnd haben vnsern armenlcwten clo- selbst Iren Pader dorausz genomen vnd hingefurt ausz vnserm gerieht vnd den geschaczt. Item desselben gleichen haben sie in vnser herschaft vnd gericlit zu Meylach zwen gefangen vnd dorausz gen hohstet gefurt, vber des lantfrids gepot. Item das die von Yorcheim vnsern armenmann vnd mitbürger zu Erlang, genant hartung Rüglieim, gefangen vnd geturnt haben vnd auch bo- schaczt, wie wol der lantfride dorvmbe schreibe. Item die von vorcheim haben vnsern armenmann, desselben hartungs Sün, geslagen vnd gewünt, dorumb, daz er vns geclaget hett von seines vaters wegen. Auch so seczen sich die vnsers herren vnd Oheime von Bamberg in vnser leben, die wir vmb vnsern Oheime von Trühendingen kauft haben, vnd enczihen vns die. Auch so stellen sie vnd steen nach dem vnsern genannt Pibosz zu Ludbach, nach seinem leibe vnd gute, der auch lehen von vns hat, vnd mag noch nicht sicher gesein. Item heinrieh von Aufsesz ist vns in vnser herschaft vnd geleit gerant bey der leynburge, vnd hett den von Eger ir habe genomen vnd sie gefangen vnd gen liolfelt gefürt. Auch hat er Eberharten von Püch, der von vnsern wegen geleitet, gefangen, vnd nötigt den zu einer vrfehe freuelich mit gewalt vnd widerrecht. Item 44 Bd. VI. 345 derselbe ist gerant gen Oberngesezze in vnser herscliaft vncl gepiet, vncl hat do vlrichen Erhart vnsern armenman gefangen vnd dorauss gen freyenfels gefört freuelich mit gevvalt. Item desgleichen ist er gen Trubach gerant vnd hat vnsern armenman den lochner auszgepuchet, gefangen vnd durch ein pein geschossen vnd wolt den verprant haben. Auch hat er einen schedlichen man in vnserm gericht zu Beyerreute gefangen, volbrecht genant, vnd hat den dorausz gefurt freuelich mit gewalt. Item derselbe hat vnsern armenmann vnd mitbürger zu Beyreute, den heinricli Nürmberger gefanngen vnd durch sein köpf gehawen freuellich mit gewalt. Item fridrich von Aufsesz hat sich des Salwürken zu trubach, der vns zu uersprechen stet, vnderwunden vnd angenomen zu uer- sprechen. Item fridrich von Aufsezz hat dem Eberlein Nüszman, vnserm armenmann von Wünsidel, dreyssig kwe auf dem gepirge genomen, mynner oder mere, die noch vnuergolten sein. Item das vnser herre vnd Oheime von Bamberg die von Streitberg vnd vlrichen groszen, die vnsern vns abgeteydingt hat, vnd wolt den von Streitberg vnd andern nicht leihen, sie nemen dann vor vrlawbe von vns, als wir das erczelen wollen lazzen. Item daz dem vnsern Arnolten von hirsperg dheinerley auszrichtung geschehen, noch geen mag, dorumb daz er gegen dem forster für einen fride stet vnd gesprochen hat, vnd hat der forster dem vnsern entsaget. Item Günther von Bünaw, zu den Zeiten als er sein Amptman was, hat mitgenomen heinczen vom Reiczenstein vnd heinczen von Weihselstorf, den vnsern, ire habe vnd sie gefangen. Item Cuncz vom Brandenstein vnd ander die seinen sind vns in vnser geleyte bey dem kupferberg gefallen, vnd haben die habe mit vnserm geleyte widervmb gein küppferberg getriben vnd zwen hengst genomen freuellich mit gewalt vnd widerrecht. Item er vnd sehr gewalt haben Stewer auf vnsers Closters zu kulmach armenman geleget vnd fingen In dorumb, der er doch mit recht nicht schuldig ist zu geben, vnd trenngen In, das er vier vnd virczig pfunt müst geben stewer vnd stockmite. Item Ir kobler vnd seidner müsten funfczehen pfunt geben; So hat der Conuent dorvnder verczeit mere dann dreiszig pfunt. Item die von Steynach weren vnserm Schelfer zum newenfange die treibe vnd hut auf wüstemfelde, vnd haben den oft gepfendet vnd abgezogen; Auch haben sie einen vnsern pawern von pawmgarten auf einer Egerten geplant vnd die plant vertruncken. Item die von Cranach haben vns vnd die vnsern gehindert vnd vnser feinde wilhehn von Schawmberg gesellen geschuczt vnd gefordert vber sulch eynung, die wir mit vnsern lierren vnd Oheim von Bamberg betten. Auch vallen vns die seinen, fridrich von Aufsezze, heinrieb, sein Sune vnd ander die seinen in vnser geleite auf dem gepirge zwischen Beyreute vnd Beyerstorf vnd zwischen kulmach vnd Beyerstorf vnd vnderwunden sich vnsers geleites 346 vnd geleitten über vnd über, wider vnsern willen vnd geheisz. des gleichen vnderwindet sich Albrecht vom Eglofstein vnd ander die seinen vnsers geleites zwischen dem krewczpach vnd Nürnberg, vnd geleitten ausz vnd ein wider vnsern willen vnd geheisz. Item Albrecht vom Eglofstein helt dem vnsern herman weher von Beyerstorf vor den Rumelfels, sein schuldiger, mit gewalt vnd wil dein nicht gunnen noch gestaten, sein bürgen zu ledigen vnd zu losen, als er des gelobt vnd gesworen hatt. Item derselbe Albrecht vom Eglofstein hat in vnsern wiltpan zu Beyerstorf auf den Marcken gejaget heimlich wider vnsern willen, geheisse vnd wort. Item desgleichen hat derselbe Albreht vnd die seinen gejaget in vnserm wiltpan in den hölczern auf dem gepirge vmb den awrnberg. Item herman vnd Irans die Stieber haben ir czewge gestellet in vnserm wiltpan auf dem zeibach wider vnsern willen, geheisse vnd wort fre- uellich mit gewalt. Auch vellet vns vnser herre vnd Oheime von Bamberg vnd sein gewalt in vnser wiltpan vmb Stambach, vnd vnderczihen sich des freuellicli mit gewalt. Desgleichen vallen sie vns in vnser wiltpan vmb Steynach auf dem walde, der der herschaft ye vnd ye gewesen ist vnd von dem von Meran an die herschaft kumen ist. Item sie vnterwinden sich vnser vogtey zu holfeit, vnd haben vns die enczogen, die von alter vnd von rechts wegen gen zwernicz gehört, daz wol küntlich ist. Item vnser herre vnd Oheime von Bamberg, die korherren des Stifts auf dem Timme zu Bamberg vnd ir gewalt legen alle gotes dinst dernider doselbst, als die vnser Eltern gestift haben, vnd lazzen der nicht Volbringen, vnd tun auch dorvmb nicht, als die briue lawten vnd sagen, die sie dorüber haben, vnd wollen auch der briue nicht furbringen, noch verhören lassen, als wir das mit worten wol erczelen wollen lassen zu tagen. Item desselben gleichen geschieht vns zu vorcheim auch. Item sein hofmeister, noch sein gewalt wölten vnserm armenmann zu dem Münczmeister zu Beyreute des rechten von dem Grünhunde nye geholfen, als er das oft geuordert vnd gesucht hat. Auch so werden vnser annleute zu treberstorf von hern Arnolt von Sparneck vnd dem Stifte zu Bamberg swerlich vmbgetriben vnd gepannet widerrecht, vnd wollen dorumb weder zu tagen noch zu kuntschaft lazzen. So werden die vnsern vil vnd oft hinein gen Bamberg auf geistheh vnd werntliche gerichte geladen, dohin sie doch nicht gehören, noch zu uerantworten steen, wider vnser Priuilegia freylieit vnd recht, die wir von Romischen keysern vnd künigen haben. Item daz sie vnsern Spitahneister vnd zolner zu Beyreute hinein gen Bamberg geladen haben, vnd wollen zins vnd gulte auf sie ziehen vnd bringen, dorezu sie doch dheynerley recht vnd weder briue noch vrkunde haben, vnd vmb alle vorgeschriben stücke vnd Artickel vnd iglichen Zuspruch besunder wollen wir mit worten zu tagen wol eygentlicher vnd grüntliclier 44" 347 erczelen vnd fürbringen lazzen, dann sie hieuor begriffen sind vnd auch den schaden, des wir vnd die vnsern vmb yglichen Artickel vnd Zuspruch besunder genomen haben, wollen wir zu tagen wo! zu derkennen geben vnd erczelen lazzen, vnd begern vmb alle vorgeschriben zuspräche vnd vmb yglichen besunder wandel vnd kerunge. Presentata et data sunt feria quinta post Yiti, Anno M" CCCC 0 (VI 0 ). So waren von meins herren, Burggrafen hannsen, wegen Teydinger : der liochgeborn fürste Burggraf fridrich, der Erwerg Johanns von kulmach pfarrer zum hofe vnd der Erwerg wilhelm von Meyental, hofmeister Burggraf Johannsen. So waren dobey die Erbern hans von Seckendorf von Rospach, Craft von lentersheim, Jorg Schencke, Ritter, Burchard von Seckendorf von Mennheim, Arnolt von Seckendorf von kadelspurg, Ott von vestem- berg, fricz von Gutemberg, Jorg von kindsperg vnd fricz plassenberger. (fi/Q{ttalbnd) bcs 33iarijnfa ä!brcd]t utm Bamberg. Vcrgl. Nr. CCCCLX1X. CCCXLIV 20. Juni 1406. Ulrich und Mertein von Waidenfels, Gebrüder, bekennen, daz inen Burggraf Fridricli zu Nuremberg bezalt hat alle Schuld, die er inen bis auf diesen Tag schuldig gebliben. Geben am Suntag nach Sant Veitstag, Anno etc. sexto. «Original im Innigl. Bnir. ^t'ontnfialnrdjiDe jtt Bamberg. Ebendas. eine Schuld quittung des Hans von Rosenberg v. 26. März 1406: desgl. von Ritter Burkard von Herkelbacli d. d. Baiersdorf 12. Novbr. 1406. CCCXLV Ilagt listjinf lltiraljt's rinn lamkrg mikr Itirggraf Inljann. 26. Juni 1406. Es ist zu mercken, das, als man zalt von Cristi geburt vierezehenhundert vnd SehsJare, an dem nehsten Samstag nach sand Johanns tag Sünwenden, meins herren von Bamberg frewnde vndRete auf eynseyten, von meins herren von Bamberg wegen, vnd meins herren Burggrafen Johannsen frewnd vnd Rete 348 auf die andern seyten, von meins herren Burggraf Johannsen wegen, bey einander waren auf einem vermessen tag zu Kerspach, von gepresten wegen, die dy egenanten herren gen einander hetten, die sie beyderseit gen einander beschriben gaben, als die hernach geartickelt vnd vermerckt sein, vnd ward doselbst mit teydingen zwischen In zu beyderseit begriffen vnd verslossen, daz ir yglicher sein Erber botseliaft zu vnserm herren dem Römischen künig Ruprecht tun solt, daz die botschaft biz donerstag schirst dornach zu naht zu Windsheim were, die furbas mit einander reyten solten vnd In biten, daz er In beyderseit mit seinen briuen tag beschide zu dem Rechten auf sand Michelstag schirst dornach, vnd niderseczet, die er In billichen dorczu nid er seczen solt. vor den solt mein herre Burggraf Johanns meinen herren von Bamberg gerecht werden vmb alle gebresten vnd Zuspruch, die mein herre von Bamberg zu Im hett, sie sein beschriben geben oder niht; So sol auch mein herre von Bamberg meinen herren Burggraff Johannsen herwider vmb gerecht werden auch vmb alle gebresten vnd Zuspruch, die er zu Im hat, sie sind beschriben geben oder niht. were aber, daz mein herre Burggraf Johanns auf sand Michelstag vorgenant niht zu land were, so er dann schirst zu lande kumet, so sullen die vorgenanten beyde herren in dem nechsten Monade dornach meinen herren den kunig bitten, daz er In einen andern tag secze mit seinem briue, In aller- maszen als vorgeschriben stet ongeuerde. were aber, daz mein herre Burggraf Johanns liieheimen belibe vnd nicht gen Vngern Riete, so sullen sie aber ir Erber botschaft zu meinem herren dem kunig tun in einem Monade, daz er In tag bescheide, aber in aller mosze als vorgeschriben stet; kome aber mein vorgenanter herre Burggraf Johanns nach der tag einem, den der vorgenant vnser herre der kunig gemacht hett, zu uerre hinfure geseczt were, So solten die vorgenanten herren beyde meinen herren den kunig biten vnd In Innern, Innerhalbe eines Monaden einen kürczern rechtlichen tag zu seczen vnd auszurichten mit dem rechten, als vorgeschriben stet ongeuerde. des sind tey- dinger wesen von meins herren von Bamberg wegen: die Edeln vnd Erbern Gräfe Ludwig von Wertheim, Comenteur des deutschen haws zu Nürmberg, Johanns Graf zu Wertheim der Elter, Graf Berchtolde von hennberg vnd Rei- cholf von Elina, der von meins hern von Wirczburg wegen geschickt waz dorczu. So sind auch sust von meins herren von Bamberg wegen do bey gewest: der Edel Johanns Graf zu Wertheim der Junger, die Erwergen Otto vonMilcz, decliand, fridrich zolner, Schulmeister, fridrich Stieb er, Probst zu Tewerstat, Thumherren zu Bamberg, fridrich von Aufsesze, Albrecht vom Eglofstein, Hanns stieber, Ritter, Peter von Gich, Cuncz vom Brandenstein vnd lierman Stiber, Amptman zu weischenuelt. So sein diez die gebrechen, zuspruche vnd Artickel, die von meins herren von Bamberg wegen meinem herren Burggrafen Johannsen vormaln gesehriben vnd auf den vorbenanten tag furbracht vnd gelautmert sein, die lawten von wort zu wort also, dicz sind die gebrechen, die meinem herren von Bamberg vnd seinem Stiftte von meinem herren Burggrafen Johannsen von Nurmberg geschehen sein: Zum ersten sein meinem herren von Bamberg vn dem Stift der von Brawneclce seligen lehen recht vnd redlichen ankumen vnd ledig worden, dorein feilet mein herre Burggraue Johans freuelich vnd meynet, die zu leihen, daz er doch dhein recht hat, vnd dringet die leute dorzu, daz sie die enpfahen müszen. Item daz mein herre der Burggrafe die lehen, die er vom Stift zu lehen hat, beschriben geben solt, noch nicht beschriben geben hat, vnd hat das langczeit verczogen, domit er meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngutlichen tut. Item er feilet auch meinem herren von Bamberg in sein rechte lehen, die Conrade wildenstein von der Grüne von dem Stift Inne hat, no mli ch zum ncw- leins daz dorf lialbs vnd das halsgericht halbs, des er doch dhein recht hat. Item das die meins herren von Bamberg oft geladen werden auf meines herren Burggrafen gerichte gen Nurmberg, gen fürt, wieder meins herren von Bamberg vnd des stifts freyheit, die sie haben von Bebsten, Romischen keysern vnd kunigen vnd von den beschriben rechten, do mit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngutlichen geschehen ist vnd geschieht. Item so fallen die Burger zu Wirsperg meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte in sein halsgericht vnd gerichte zu weissembach in dem Ampte zu Marcktschorgast, dohin dieselbe wüstung mit halsgericht vnd gerichte über lewt vnd gute gehöret, vnd das tun sie alles widerrecht. Item es sein zwen todsleg geschehen zu Wunckempach in dem gerichte zu Marcktschorgast, der ein vor vier Jaren der ander vor einem Jare; dieselben Morde haben die meins herren Burggrafen von Berneck doselbst zu Wunckembaeh in meins herren gerichte genomen vnd gen Bernecke mit gewalt an recht gefürt vnd berechtet, vnd wolten die Cunczen vcfm Brandenstein, meins herren Amptman, niht antworten, do er die vordert, wie wol daz halsgericht zu Wunckembaeh, zum Gefresze, zu Zedlicz vnd zu Stambach in das halgericht gen Marckschorgast gehört, doran meinem herren von Bamberg auch vngutlich geschieht. Item das halsgericht zu Nidernsteynach gehört in das gerichte gen Obernsteynacli, dorein feilet mein herre Burggrafe vnd meint, daz in sein gericht gen kulmacli zu zihen, doran dem Stifte vngütlich geschieht vnd des doch niht sein sol. Item daz mein herre Burggraue Johannse vnd die seinen meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte in Ir geleit greilfen auf der straszen zum kupferberg. Auch wirdet meinem hern von Bamberg vnd dem Stifte von meinem herren Burggrafen vnd den seinen in dem Ampte zu weiszmen in sein geleit geuallen, wann er von kulmach in daz Ampte zu Weisz- men verrer geleitet, dann von älter herchomen ist. Auch wenn die meins herren von Bamberg geleytweise reiten auf dem Gebirge vnd in dem Tale auf dem Sand durch vorcheym, Beyerstorff vnd durch Erlangen, da die geleit vnd die strasz meines herren von Bamberg vnd des Stifts sein, so geschehen zu zeiten denselben meines herrn von Bamberg von den meins herren Burggrauen drew- wort, vnd wollen dasselbe geleite zu Zeiten nicht durch Erlangen laszen geen, domit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngütlicli geschieht. Item so greiffet mein herre Burggrafe meinem herren in sein wiltpen auf der Marek bey vorcheim, das des Stiftes lawter eygen ist, grünt, bodem vnd wiltpan, domit dem Stifte vngutlichen geschieht. Item auch hat meins herren Burggrafen Johannsen gewalt meins herren von Bamberg wiltgarn vnd geezeuge genomen in des Stiftes wiltpan in dem Ampte zu weischenuelt, do sein Jeger zu iagen gestalt hetten, do er recht zuhat, vnd dieselben garn gefvrt gen Beyerreute, doran meinem herren von Bamberg vngutlichen geschieht. Item es hawen auch die von Beyerstorf meinem herren seinen walt abe mit gewalte in der Marek freuelich on recht, vnd haben doch nicht mere rechts dorein; dann als ander dorffer dorumbe gelegen, vnd weren sich pfandes, vnd wollen sich nicht pfennden lassen, vnd füren dasselbe liolcz in Stett vnd Merckt vnd verkauffen daz, do mit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngüthehen geschieht. Item so greiffet sein Amptman zu Mittelnberg meinem herren von Bamberg vnd seinem Stifte in sein wiltpan zu Seybelstorff, in dem gericht zu Obernsteynach gelegen, mit gewalte an recht, Also, daz der wiltpan zu Mittelnborg in der gegende des Stiftes ist, doran meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngutlichen geschieht. Item auch greiffen die meins herren Burggrauen meinem herren vnd dem Stifte in sein wiltpan vnd waszer zu weissembach vnd in das wasser an der Sehorgast gelegen in dem Ampte zu Mareks chorgast, daz tun der voit vnd die Burger zu Wirsperg freuelich 011 recht. Auch greifet er meinem herren in sein weide zu Steymbach, die des Stiftes eygen sein, mit gewalt an recht. Auch greiffet der Bettendorfer, meins herren Burggrauen Schultheizze zu Stambach, meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte in ein waszer, daz gehört zu der wüstung zum Rode, die der Erhart vonMachwicz von dem Stifte zu leibgedinge hat, gelegen in dem Ampte zu Markts chorgast gelegen (sie!), abgenomen, des doch nyemand anders, dann der Stifte reht hat. Auch greiffen die vomNewenmarckt meinem herren vonBamberg in ein Stücke wassers an der Schorgast, gelegen an dem Gebelspach, das alles gehört gen ludwigschorgast, vnd tun daz alles freuelichen, doran sie dhein recht haben. Auch feilet Ott von waldenrode, voit zu wirsperg, mit gewalt an reht albrechten hutman zum 351 Küpferberg in ein Stucke wassers an der kösz gelegen, daz von meinem herren von Bamberg zu leben geet, doran meinem herren vngutliehen geschieht. Item die von Erlangen Valien meinem herren vnd dem Stifte in Iren wält, die Meyl genant, des grünt vnd Bodein mit aller herlicheit des Stifts ist vnd gen Schellenberg in sein Ampte gehört, vnd doch nemlich auszgedingt ist in dem kaufe, do keyser karel Erlangen vmb den Stifte gekauft hat, daz derselbe walt in demselben kaufe auszgenomen ist, vnd tun daz alles freuelich on recht, domit dem Stifte vngütlichen geschiht. Item auch hat mein herre von Bamberg einen walt, der virst genant, bey Yorcheim, dorein die meins herren von Bamberg erlauben swein zu treiben in die Eycheln, dorein sein ctlicli von BeyerstorfF gangen vnd haben die Eycheln auf gelesen, das haben In die vorster gewert, wann sie des dhein recht lietten; dorvmb hiesz mein herre der Burggrafe die vorster vahen vnd in den Turn zu Beyerstorlf legen vnd dorlnn in stocke slahen, domit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngutliehen geschieht. Item meins herren Burggrafen seiner Burger vnd arm lewte scholfe vnd vihe wirdet ge- triben mit gewalt an recht auf meins herren von Bamberg eygen grünt vnd bodem zu Obernsteinach, vnd eczen Im abe sein wunne vnd weide, doran meinem herren von Bamberg vnd seinem Stifte von In vngutlich geschehen ist vnd geschieht. Auch vnderwindet sich mein herre der Burggrafe etlicher leut zuuersprechen, die In meins herren Gericht zu Obernsteynach gehören, vnd meins herren von Bamberg vnd seines Landes, als ander die seinen, genyessen, domit meinem herren von Bamberg vnd dem Stift vngutlich geschieht. Item es siezen etlicli vnder meinem herren Burggrafen zu Bessenecke, die gut von meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte haben vnd zu Marcktschorgast zu Statrecht ligen, vnd mit Bete vnd Stewer mit andern den meins herren mitleiden solten, des sie niht tun wollen vnd doch die Guter nyeszen, vnd wollen des vberhaben sein, dorvmb, das sie vnter meinem herren Burggrafen siezen. Item die vom Newenmarckt haben Innen das Erleich vnd was dorezu gehört, vnd meynen das zu einer gemein zu behalten, das doch alles gen ludwigschor- gast einem herren von Bamberg zugehört. Geleicherweyse haben sie sich auch vnderezogen freuelich meinem herren vnd dem Stifte zu schaden clreyer wisen der hopfgarte, die ander die luchelwise vnd die dritte die pühlerein vnd das holcz genant daz gemein holcz, vnd meynen daz alles In zu einer gemein zu behalten. Item auch greiffet mein herre der Burggraf meinem herren von Bamberg vnd seinem Stifte in seinem hof zu langenrode, der gen ludwigschor- gast gehört. Item das sich mein herre der Burggraf meins herren vnd des Stiftes zu Bamberg Burgmann vnd gesezzen man vnderwindet zu uerteydingen wider meins herren von Bamberg willen. Item auch vallen die meins hern Burggrafen meinem herren von Bamberg vnd dem Stiffte in einen schirm eines kirchtags fride zu Merndorf in dem ampte zu vorclieim gelegen, vnd nemen den Armenlewten, die do feil haben doselbst. schirmrecht vnd zappfenrecht, daz doch vor nye mer gehört, noch geschehen ist, domit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngütlich geschieht. Item Es haben die von Erlangen einen von Burck genant Rughem zu einem pfalburger eingenomen, der doch auf des Stiftes vnd des Spitals zu Vorcheim gut siezet, vnd gehört mit allen rechten gen Vorcheim, vnd den beslewszet auch mein herre A 'on Bamberg mit Türe vnd mit Nagel, do mit meinem Herren von Bamberg von demselben Rügheim vnd den von Erlangen vngutlicli geschehen ist vnd geschieht, des er doch hinfüre von demselben Rügheim, die weil er vnder Im gesezzenist, also nicht ineynet zu leyden. Auch ist sein lantrichter auf des Stifts gut Clolsperg genannt vnd hat einen meins herren Armen mann, dem Smyde, vier Kwe vnd ander sein habe genomen vnd die gen Beyerstorf gefürt, verkawft vnd anworden, domit meinem herren von Bamberg vnd dem Stifte vngütlich geschieht, wann doch die meins herren von Bamberg auf sein gericht nicht gehören. Item auch hat mein herre Bürggraue ettlich eingenommen, die von meinem herren von Bamberg vnd ausz seinem lande entrannen sein vnd sich vor meinem lierren von Bamberg vnd seinen Amptleuten nicht an recht wolten genügen lazzen, vnd Avil die gen meynen herren von Bamberg rechtuertigen, das doch mein herre von Bamberg vngern wider In tete, do mit meinem herren A T on Bamberg vngütlich geschieht, Auid des die seinen auch zu groszem schaden kumen sein. Item es ist auch ein weber vorcheim entrannen, den hat mein herre Burggraue eingenomen zu Beyerstorff; derselbe weber meynet sprach zu haben zu einem dem meins herren Burger A r on Vorcheim, Rumelfels genant, vm dieselben sprüch Im die meins herren A r on Bamberg rechts geholffen haben vnd gern mer geholfen hetten zu einem vollen ausztrag. in derselben zeit für der Rümelfels mit seiner kaufmannschaft gen Nürmberg Auid an dem herwider auszfaren ving In der weber mit Aufsacze zu Erlangen, A r nd warf den in den Türn auh! verbürget vber In, als A T ber einen schedlichen mann, des er doch nicht enwaz, vnd lisze den also in gefengnüsze ligen Siben wochen; dozwischen rechtag geseezt Avürden Arnd doch mit dem rechten nicht volfüre, vnd notet den am leezten dorezu, daz er dem Avilhelm Meyentaler A r erburgen müste, das er gerecht solt werden zu Beyerstorff vor seinem Gerichte Aunb Erblich Gut vnd Eygen, die in meins herren von Bamberg Statgericht zu Vorcheim liegen, doran meinem herren von Bamberg Arnd den seinen vngütlich geschehen ist vnd noch geschieht, vnd doch nemlich vor auszgetragen ward vor dem lant- fride, daz sich der weber am rechten zu Aurcheim dorvmbe solt genügen 45 Bd. VI. 353 lazzen, das doch von Im selber billich vnd recht ist, dor czu sie Im auch sein wisen vnd das grazz mit gewalt an recht abgemeet haben vnd das gen Beyerstort' gefurt. Item auch hat mein herre Burggraue sein diner dorczu gehanthabt vnd gestewert, das sie ein Slosz gen den wüstenstein über in meins herren von Bamberg vnd des Stifts land vnd lierrschaft aufgeslagen haben, vestemberg genant, das nicht sein solt, do mit meinem herren von Bamberg freuelich vn- gütlich geschehen ist vnd geschieht. Item es ist zu wissen von des hawses o O o wegen, das der Rabensteiner aufgeslagen hat bey Eylsfelt in des Stiftes land vnd herschaft, mit lawbe meines herren von Bamberg, das haben sie mit gewalt gewert, dorczu sie doch dliein recht haben. Auch so hat der Stürmer, mit hilf vnd Stewer meines herren Burggrafen, auf des Stiftes eygen vnd in seinem land vnd herschaft gebawet ein haws ob Schönfeit, wider meins herren von Bamberg willen vnd wort, doran meinem herren von Bamberg vngütlich geschieht. Item das mein herre Burggraue auf meins. herren vnd des Stiftes vesten Türnaw sein Banyre gestecket hat wider meins herren von Bamberg pfleger vnd gewalt, vnd meynet claz meinem herren vorczuhalten. Item es iure ein Judein aus, die waz von Nürmberg, vnd fürt ein Judenkint von vorcheim bey ir auf dem karren, dasselbe kint in Irer koste Avas, die füre durch Erlangen vnd ward aufgehalten doiwm.be, claz sie den zol solt verfüret haben, vnd ward auszgeben vmb funzig guidein; vmb dieselben frawen schreiben die von Nürmberg A'ncl namen sich dorumb an vnd redten mit meinem herren Burggrauen, claz sie die frawen ledig sagten vncl vmb claz kint, das meins herren von Bamberg Avaz, des Avölten sie nicht ledig sagen vncl manten die Burgen vmb die fünfzig guidein, dorumb mein herre schreibe imd bäte, ab man daz kint yht billich ledig lisze, vnd wolt claz gern lazzen erkennen, wann das kint nicht Mündig was, vnd am leezten müst das kint zehen guidein geben, wolten anders sein freund daz ledig haben, vnd meynet mein herre von Bamberg, daz kein sein Jude mit rechte zu Erlangen nicht sulle zollen, doran menclich wol A 'ersteet, das meinem herren von Bamberg vngütlichen geschieht. Item von herman heiders vnd ander Burger zu Bamberg wegen, die dy Meyentaler zu Beyerstorf slugen, wunten vnd vingen. Item das die Meyentaler, als sie des Stiftes feynt waren, zu Beyerstorf vnd in etlichen andern meins herren Burggrauen Sloszen geherbergt, geesset vnd getrencket wurden. Item es ist einer genant Cuncz Marggraue meins herren von Bamberg vnd des Stifts feynt vnd hat die zu Mangein möle mit Rawbe angriffen, denselben Marggrauen ving meins herren Burggrauen Amptmann zu Wunsidel, Also daz er den Rawb vnd die gefangen an der haut hett, dem hat der Amptmann tag geben vnd hin- gelazzen \md hat meinem herren von Bamberg seinen gebawer vncl habe nicht ledig gelaszen, als der lantfride auszweiset, domit meinem lierren von Bamberg vn dem Stifte vngütlicli geschieht, vmb alle obgeschriben Artickel vnd gebrechen, die meinem herren von Bamberg gen meinen liern Burggrauen vnd den schien in seinem namen geschehen vnd anligend sein, solt sich mein herre von Bamberg am rechten wol benügen lazzen zu nemen vnd zu geben. Auch hat mein herre von Bamberg vil sprüch, die Im vnd seinem Stift von meinem herren Burggrauen vnd den seinen anligend sein, die mein herre von Bamberg wol nennen wil, wenn das zu schuld kumet vnd des not geschieht, des zu gedechtniisze haben wir Graf Johanns zu wertheim der Elter, Graf Berchtold von hennberg vnd Reicholf von E lin a vorgenant vnser ygücher sein Insigel zu rücke auf disen briue gedrucket. Coptallnidj ha liadpfa llbrcrijt urni -Samberg. Verg-1. Nr. CCCCLXIX. CCCXLYI. Ikrggraf Jnekid] unb (iruf ißtrfljolh non H^cmicbcrg tutsrijtikn itnisdjfii km lisdjnf umi Bamberg unb kn Itniibgrnfni nnn idudjteukrg IDEgEtl ks ddjl055ES IktjEIUtEiil. 30. Juni 1406. Wh' Fridrich von gotes gnaden Burkgrajf czu Nur einherg vnd wir Berchtold von den selben gnaden Gräfe czu Hennenberg, Bekennen offenlichen mit disem brife. von solcher stösz, czusprüch vnd bresten wegen, dy czwisschem dem erbirdigen in got vater vnd herren, hern Albrechten Bischoff czu Bamberg auff ein seyten, vnd den wolgebornen Johansen dem Eltern vnd Johansen dem jungen Lantgrafen czu dem Lewchtenberg auff dy andern seyten, vnsern üben herren vnd Oheimen, von dez Petzensteins vnd anderr gebrechen wegen gewesen sint, der sy gentzlichen vnd gar bey vns beliben sint, vndvns mit guten trewen bederseit geredett haben, wy wir daz czwischen in richten vnd ausz- sprechen, daz sy daz gentzlichen halden wollen ongeuerde: Also haben wir eintrecliticlichen ausgesprochen, vnd sprechen auch also czwischen in ausz mit disem brife, Zum ersten, daz all sache, czusprüch vnd gebresten, dy biz her auff datum disz brifes czwischen In gewesen sint, gentzlichen vnd gar bericht vnd absein Süllen, alz der Lantfride vor czwischen In auszgesprochen hat, 45" 355 douon sy sieh niht gesetzt haben, vnd sol ir keiner dy gegen dem andern furbaz niht antten, sünder sy stillen gut frewnt sein ongeuerde. Vnd vnser Öheim dy Lantgrafen süllcn Albrechten vom Eglolfstein, ritter, ytzunt Amptman zu Vorcheim, richten anderhalbhundert guidein, dy er auff dem Petzenstein gehabt hat, daz er der haben sey auff den nehstkumenten sand Peters tag Cathedra genant, oder in den nehsten virtzehentagen dornach ongeuerde. So sol vnser herre von Bamberg vorgenanter vnsern Oheimen den Lantgrafen den Petzenstein wider einantworten vnd geben, Doch sol der Petzenstein vnsers Herren von Bamberg, Bischoff Albrechtes vorgeschriben vnd seines stiftes, die weil er lebet, czu allen iren nöten vnd krigen offensz haws sein, auff ire kost,- an der egenanten vnsrer Öheim der Lantgrafen Scheden, die man vermeiden mage ongeuerde, Ez wer denn, daz vnser herr von Bamberg vnd dy Lantgrafen miteinander krigten, so sol sich kein teil ausz dem Petzenstein wider den andern beliehen, vnd sol auch der Petzenstein mit seinen zugehormigen bederseit sicher sein ongeuerde. Vnd Süllen der offenung dez Slosses Petzenstein, als ytzund geschriben ist, vnser Öheim dy Lantgrafen vorgenant vnserm herren von Bamberg Iren offenbrife *) mit iren anhangendenn insigeln für sich vnd ir erben geben; Vnd ab sie daz Sloz verkauffen, oder süst auz iren henden geben würden, in welcher weise daz geschee, daz sie da mit bestellen süllen, daz daz vnserm herren von Bamberg vnd seinem stifte, alz vorgeschriben stet, gehalten vnd geoffent werde vnd wenn dise ding also verbrifet vnd vergewisset sein, so sol in vnser herre von Bamberg daz Sloz, alz vorgeschriben stet, einantworten ongeuerde. Vnd dez tze vrkunde haben wir Burkgrafe Fridrich vnd wir Berchtold Gräfe czu Hennenberg vorgenant vnser iglicher sein Insigel an disen brife gehangen. Diser auszspruch geschähe vnd der brife ist geben zu Nureinberg, an der neehsten Mitwochen nach Petri vnd Pauli der heiligen czwelfboten, do man czalt nach Cristi geburt virtzehen hundert dar vnd darnach in dem Sechsten jare. düriginal im lönigl. SSniciadjen ldridjsnrdjiuc, mit anh. zweiten BnrggräfL Wilcleinanns - Siegel (s. bei Nr. CCCXCVII.). *) Der Leuchtenberg'sche Öffmings- Revers von demselben Dato befindet sich ebendas., desgl. auch ein Revers des Jorg Türrigel, Burgmanns auf Betzenstein, vom 3. Juli 1406. CCCXLVII. Der Ifanptiiiunn ks J 'i'iiiikisdjcn IdinkriEkns oennittrlt einen Baffenkillstanfr linisitrii Ißnrggrnf JFriebrirjj nntr kr Ilciiijsstak Intljeubnrg. 30. Juni 1406. Wir Fridrich Schencke lierre zu Lympurg, haubtman, vnd die zehen, die mit vns vber den Lantfride in francken vnd in Beyern geseezt seind, Tun kunt mit disem briefe allen den, die In sehen, hören oder lesen, von solicher Spenne, tzweytracht vnd stosze wegen, Als der Hochgebörne fürste vnd Herre, her Fridrich Burggrafe zu Nuerenberg, auf ein, vnd die Burgermeister, die Burger dez Rates, vnd der (sie!) Burger gemeinclichen der Stat zu Rötenburg auf der Tawber auf die andern seytten, Iiis her mit einander gehabt haben, von der ladung vnd Vollung wegen, als der obgenant vnser herre der Burggraf die vorgenanten von Rötenburg, ir lewte vnd ire guter auf sein Lantgerichte des Burggraftums zu Nuerenberg, vnd die yetzundgenante von Rötenburg denselben vnsern herren den Burggrafen, sein lewte vnd seine guter widervmb auf ir Lantgerichte gen Rötenburg, geladen vnd ervollet heten, vnd yetweder teil meynet, das dez nicht sein solt, nach ir bayder freyhaitbriefe laute vnd sage, Dorumb man etwievil tege gemachet liete, vnd die gesuchet weren worden vnd doch nicht zu austrage noch zu ende komenwere, vnd Tu guetliebem steil gestanden were bis her. Nu het der Allerdurchlewhtigste fürste vnd herre, her Rueppreht Römischer künig, zu allen tzeiten merer dez Reiches, vnser gnediger herre, Einen frewntlichen tage gemachet gen Nuerenberg, auf den nehsten Suntage nach sand Johans tage zu Sünwenden, Do man besehen solt, ob man daz in der gütlichheit abe getragen vnd berichten möchten, Das wir nach allem vnserm vermügen versucht, oh wir das in der gütlichheit abgetragen möchten haben, das nicht gesein künde. Dörnach beliben sye auf hedeseitten bey vns, die vber den Lantfride gesetzt seinde, von der vorgeschriben clage vnd Vollung wegen, wann sie den Lantfride auf bedeseitten gesworen heten, was wir, oder der merer teil vntter vns erkanten mit dem rechten, dohey solt ez danne beleiben, nach ausweisunge dez lantfridbriefes. Vnd dornach so haben wir eynmüticlichen auf die eyde erkant, Das der obgenant vnser herre der Burggraf vnd die egenanten von Rotenburg, von der obgeschriben clage vnd Vollung wegen, die sie dann auf bedeseytten getan haben vnd dorumb biz her In zweyunge mit einander gewest weren, Das sie von derselben clage vnd Vollung wegen In disem Lantfrid, die weil der weret, nicht mit einander kriegen, 357 noch dheinen zugrife tun sollen, weder an iren leiben, noch an iren gutem in der yeczvndegenanten zeite, vnd das danne fürbas mit einander austragen mit frewntlichem rechten an den steten, do daz billichen sein sol, Dewehte aber der partey eine, welliehe die wer, das sye sölich clage nicht ligen wolte oder mochte lassen, dieselben zeite So möchte der obgenant vnser herre der Burggraf oder die egenant von Rötenburg an einander wol vordem mit einem frewntlichen rechten vnd auztragen an den steten, do das billichen sein sol. alz vorgeschoben stet vnd der Lantfridbriefe ausweiste. Welliehe partey des danne ein lewterung haben wolte, wo das billichen sein solte, daz verstet der obgenant vnser herre der Burggrafe vnd auch die vorgenanten von Rotenburg wol, von wem sie danne ir herlickheit vnd freyheit haben, do mügen ez beide partey, oder aber ir eine, welliehe die wil, danne do austragen vnd vordem, ob sie wellen, das setzen wir hintz in auf bedeseytten. Geben zu Nuerenberff, fJ o ' mit vrteil vntter dez lantfrids Insigel, am Mitwochen nach sand Peters vnd Paulus tage der heiligen zweifboten, Nach Cristi gepurde vierczehenluindert iare vnd dornacli in dem Sechsten Jare. (Originale in btu S. $. |5roüiti{ialard)iurn jit Himberg mib Bamberg. Vergl. Nr. CCCLXXVI. OCCXLVIII. 3. Juli 140G. Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nurrenberg bekennt, als Jorg von Leonrode Albrechten von Abensberg gefangen ist gewesen und im darüber urfehe getan hat, das er demselben von Abensberg darumb von derselben verlaufen sache, gefengnusze und urfehe wegen dester feinder nicht sein wolle. Gescheen zu Cadelspurg, am samstag nach peter et pauli, Anno sexto. (iBemcinbnrti Barggraf Jiujjanu's III. 358 CCCXLIX. Inns Bfol^inger nun fulorl] mib srinc t|aitsfnut ocrkniifrn iljtt IBiitrr ja IBurh qii ks IlnstiT ifrilsknim, ju km ksdkt boIi kn Bnrggraftn Jnjjann nnb Jrikrid], für ijjren Baftr, gestifteten fcdgcriitk. 5. Juli 1406. Lcli Hans Hoitzinger von Salach vnd Margareta mein elichu Wirtinn, Bekennen vnd vergehep offen liehen, für vns, alle vnser erben vnd nachkomen, mit disem brief, vnd tun kunt allermenigklich, das wir mit gutem willen ein- lielliclichen vnd mit gesampter hant, zu einem steten vnd ewigen kauft", zu vrtet reht vnd redlichen verkauft vnd zu kauften geben haben dem erwirdigen vnd geistlichen herren, Herren Bertholt Apt vnd dem Conuent gemeineliehen des Closters zu Hailsbrunn vnd allen iren nachkomen die nachgesclniben Gut, dy in dem dorlf zu Burk an der wisent vnd da bei gelegen sein. Des ersten vnser Gut doselbst gelegen, da der Poppenseitz auf sitzt, das der liehen gilt zwen guidein der stat werung zu Nüremberg, Ain vasnalit hun vnd zway herbst hüner; Item Yllein Rosswanger doselbs gibt Jerlichen von seinem gut zwen guidein der egeiianten werung vnd zway vasnalit hüner, Item Poppenhans doselbs gibt Jerlichen zu gulte zwen guidein auch der egeiianten werung, Ain fasnahtliun vnd zway herbstliüner, Item der Koler doselbst gibt Jerlichen dritthalb pfunt des landes werung vnd ain vasnalit hun; Item vnsreu zway höltzer vnd den weyer an einander doselbst bey Burk gelegen. Dy uorgeschriben Gut, Höltzer vnd Weyer zu Burk vnd da pey gelegen, mit allen iren zugehorungen, Es sei an hofraiten, an seiden, an hofsteten, an gärten, an ecltern, an wisen, an waid, an holtz, an holtzmarken, an Egerden, an Rain, an stock, an stain, oder wie das genant ist, nilitzit ausgenomen, besucht vnd vnbesucht, mit allen iren nützen vnd rollten, dy wir dar an haben vnd als wir die auf disen hewtigen tag, als diser brief geben ist, herbraht vnd genossen haben : Das alles haben wir In zu kaulfen geben für ledigs freyes vnd vnuerkümerts aigen, Das dy ob- genanten herren von Hailsbrunn zu aim steten kauf vnd czu rehtem aigen vmb vns kauft haben vmb hundert vnd Siben vnd Sibentzig Reinisch guidein der stat werung zu Nüremberg. An der Summe haben vns geben vnd gentzlielien betzalt dy hochgeboren forsten vnd herren, herr Johanns vnd iier Fridrich Burkgrafen zu Nüremberg, hundert vnd zwaintzig guter guidein der vorgenanten werung, Mit solcher beschaidenheit, das man furbas alle Jar einem igleichen vnterkelner zu Hailsbrunn, der ytzund ist oder in künftigen zeiten wirt, geben vnd raichen sol Sehs guidein von den obgenanten Guten, vnd dieselben vnterkelner sullen denn fürbas ewigklichen von denselben Selis Guidein an dem dar tag einer seligen gedehtnüsz hern Fridrichs Burkgrafens von Nüremberg , der vorgenanten zwayr herren vatter, dem Conuent gemeinclichen zu hailsbrunn in dem Refenter dyenen mit Wein, mit schönem Brot vnd mit fischen, And die uberigen Siben A nd fünftzig guidein hat vns der vorgenant erAvirdig herre, her Berhtolt Apt zu Hailsbrunn auch gentzlichen geben vnd betzalt 011 allen gebrechen a"iid also, das die vorgenanten herren von Hailsbrunn vnd Ir nachkomen die uorgeschriben Gut, höltzer vnd weyer zu Burk Amd dabei gelegen, mit allen zugehörungen, nützen, Gülten, diensten Amd rehten, dy wir daran gehabt vnd als Avil* dy herbraht haben, als da a r or beschaiden ist, Nu fürbas mer ger\Vek- lichen mit zu besetzen Amd zu entzsetzen, oder wie das genant ist, Innehaben, messen Amd haben sullen Amd mügen, als ander Ir aignew gut, 011 Aniser Amd vnser erben vnd auch allermenigklichs von vnsern wegen Irrung, hindernüsz Amd ansprach, wann Avir Ams der yczund ledigkliehen gar a r nd gantz gen In verzigen haben mit guter wissent a r nd mit kraft ditz briefs, Also das wir, noch a 'nser erben nu fürbaz dhein vordrang, ansprach, noch reht darnach nymmer mer haben noch gewinnen sullen, noch wollen, weder mit Reht oder on reht, geistlichem noch werblichem gerillt, in kain weg on alle geuerd. Darzu sol ich vorgenanter Hans Höltzinger, Margareta mein eücliu wirtinn Amd vnser erben den ofiftgenanten herren a r on hailsbrunn, irem closter vnd iren nachkomen den uorgeschriben kauf, als da uorbeschaiden ist, nu für sich hin mit dem rehten a r ertigen vnd weren on Iren schaden, vor aller menigkhehs ansprach, für ledigs vnbekümerts aigen, als wir das herbraht haben noch des landes gewonheit vnd reht, als aigens reht ist ongeuerde. Vnd darvmb haben wir In zu besserr sicherhait zu rehten Burgen vnuerschaidenlich zu vns gesetzt die erbern vnd a 'esten Seytzen Kemnater, Clawsen Höltzinger vnd Cunrat Höltzinger seinen Sun, In solcher beschaidenheit: also, ob das were, das In dhain Irrsalung oder ansprach an der uorgeschriben vertigung Amd guten geschehe, vnd das wir, noch vnser erben In das niht ausrihtten vnd vertigen weiten nach dem rehten, als da uorgeschriben stet, So haben die egenanten herren von hailsbrunn gewalt vnd reht, die obgenanten ir bürgen dar vmb ze manen zu laisten, selb oder mit iren boten oder briefen. Vnd wenn oder Avie dy also von In geinant werden, So sullen In dieselben bürgen nach der manung in den nehsten Acht tagen 011 a t erziehen einvaren Amd laisten zu Orenbaur in der Stat, in welichs offenn wirts haws In benempt wirt, Je der Bürg besunder mit einem pferde, A'nd einer sol sein emvaren zu laisten auf den andern niht Aberziehen, vnd die sullen darinnen 360 sein vnd laisten reht, gewanlich vncl vnbedingt laistung vf vnsern vnd vnser erben schaden, vnd auz der laistung niht koinen, noch von der Bürgschaft nymmer ledig werden, als lang vnd vi! bis das wir In diw vorgeschriben Gut geuertiget vnd vnansprüchig gernachet haben, nach dem rehten, als da vorgeschriben stet ongeuerde. Gieng auch der Bürgen in der weil ainer oder ir mer von tod ab, Süllen wir In ander als nämlich bürgen setzen in allen uor- geschriben rehten Inwendig den nehsten acht tagen, wenn wir des von In ge- mant werden, 011 verziehen vnd on alle geuerde. Wir geloben auch für vns vnd vnser erben, die egenanten Bürgen gütlichen zu lösen uon diser burgschaft vnd laistung on allen schaden. Auch bekennen wir obgenanten Bürgen diser burgschaft vnd laistung in der weise, als da vor von vns geschriben stet ongeuerde. Des zu gutem urltund gib ich uorgenan'ter Hans Holtzinger den uor- genanten herren von hailsbrunn vnd allen iren nachkomen disen brief, besigelt mit meinem vnd der obgenanten meiner bürgen aignen anhangenden Insigeln. vnd wann ich Margareta, Hansen Holtzingers ehchu Wirttinn, aigens Insigels niht enhab, so verbind ich mich vnter meines wirttes vnd der uorgeschriben Bürgen Insigeln, alles das, das hie vorgeschriben stet, mit gantzen trewen stet zu behalten. Diser brief ist geben am nehsten Montag vor sant Willibolts tag des heiligen Bischofs, Do man zalt nach Cristi vnsers herren gepurt vierzehen hundert vnd in dem Sehsten Jaren. Original im Sönigl. Inir. fSroitiitjinlnnijrot |n Hituherg. CCCL. laus ffltje sdjttiiirt in seinem, seiner (lEljemirtljin itnb fiiiine Manien kill Burggrafen Inljnnn Irfclik. 22. Juli 1406. Ich Hanns Köcze Bekenne offenleich mit diesem brief allen den, die Inn sehen, boren oder lesen, für mich, Margrethen mein eleiche wirtin, Hannsen, Jorgen, Erharten vnd Aberdar die Köczen, alle mein Sune, vnd für alle mein erbn, das wir von sulcher gefencknüsz wegen, Als ich vorgenanter Hanns köcze bekümert vnd gefangen bin worden In des hochgebornen fürsten vnd herrn, herrn Johannsen Burggraue zu Würmberg, meins gnedigen herre, haut vnd gewalt, wider denn yeezunt genanten mein gnedigen herrn, wider alle sein laut vnd lewt fürbas ewicleichen nymer gesein, noch gethun sullen noch 46 B(l. VI. 361 enwollen, on ein freuntleich recht, in dhein weysz 011 alles geuerde. vnd dasselbe recht snll wir nemen, da das pilleich vnd mügleichen ist, vnd sullen auch von der selben gefencknusz wegen nyemands dester feynder sein, noch der für- has ewicleichen nymmer gerechen, geeifern, noch geendern in arge, noch des yemands von vnsern wegen gestaten zu thun in dhein weys on alles geuerde. Auch wenn der vorgenante vnser gnediger herre Burggraue wider zu lande kümpt, was er dann mich vorgenanten hansen köczen heyset oder gepewtet zu thun von der gefencknusz wegen, das sol vnd wil ich genczleichen noch allem meinem vermugen thun vnd volluren on alles geuerde, dar vmb ich auf hewt der gefencknusz ledig vnd losz gelassen vnd gesaget bin. vnd des alles, als vor geschriben stet, haben wir vorgenanten alle zu den heyligen mit auf- gerackten vingern ein gelerten eyde gesworn, zu halten, zu thunde vnd zu volluren 011 alles geuerde. Des zu vrkunde geben wir diesen brief mit meinem, hannsz köczen anhangenden Insigel, dar vnter wir vns vorgenante sein Sune verpinden. vnd zu merer bekentnusz haben die erbern vnd vesten Conradus flürstet vnd hannsz Czirckendörffer, durch vnser lleyssiger bete willen, Ir Insigel zu dem meinen an diesen brief gehenckt, In on schaden. Gescheen zu Beyerrewt, an Sant Maria Magdalen tage, Anno Sexto. (ßrigiital im Siinigl. Bnir. ^rnnin|ialnrd]iuc jtt Saabtrg. GCCLI. llrid] tum Ittttcniinrf imtr seine (Eljeaiirfljin oerkaixfen an Ünrggraf Jriebrid] itjre (liiter }i\ (Dtier- itiii) Inttr-MiimbErg. 23. Juli 1406. Ich Virich von Buttendorlf, Agnes mein eliche wirtinn vnd alle vnser Erben, Bekennen olfenlichen mit disem Brief, daz wir recht vnd redlichen ver- kawfft vnd czu kawffen geben haben dem Ilochgebornen Fürsten vnd Herren, Hern Friderichen Burggrauen zu Nuremberg, vnserm gnedigen Herren, vnd allen seinen Erben, vnsere guter zu Obern vnd Nydern Munberg,*) die vns Jerlichen gegolten haben Drew Sümerein korns, czwey Sümerein Haberns, Sechs vnd Czweintzig Schilling Ilaller der langen, ye Dreisig Haller für einen Schilling, Siben Herbsthuner vnd Funff vasnachthuner, die wir von vnsers vorgenanten Herren gnaden czu lohen gehabt haben, vnd dieselben gute hau ich Im geben 362 vmb ein Summe geltes, der wir gentzliclien vnd gar von seinen gnaden gewert vnd beczalt sein, vnd sullen vnd wollen Im auch die obgenanten guter vertigen vndweren, für allerley Ansprach vor allermeniglich, mit dem rechten, als Lanndes recht ist; Tetten wir oder vnser Erben des nicht, waz dann vnser vorgenanter gnediger Herre oder sein Erben des schaden nemen, daz redlicher vnd czeitliclier schade liiess vnd were, den geloben wir In gentzlichen vnd gar awsszurichten, allez ongeuerde. Vnd wir verczeihen vns auch der obgeschriben gülte vnd gute, Also daz wir, noch vnser Erben kein recht, noch ansprach darnach nymmermer gehaben, noch gewynnen sullen an allez geucrde. Ynd des czu vrkunde gib ich obgenanter Vlrich von Buttendorff, für mich vnd alle mein Erben, meinen obgenanten gnedigen Herren vnd seinen Erben disen Brief, versigelt mit meinem anhangendem Insigel, allez daz war vnd stete czu halten, daz von vns an dem Brief geschriben stet, Der geben ist am nechsten Freytag vor saut Jacobs Tag des heiligen Czwelfpoten, Nach Cristi geburt Vierczehen- hundert Jare vnd darnach In dem Sechsten Jare. ©ibimitte ( ICopit bca ^ Insäctttorget' ärdjities. ') Ober- und Unter-Mümberg im Königl. Bair. Landger. Altdorf. CCCLII. Innig Engredjt Erneuert km Burggrafen Jnekidj VI. bie Ecid]S|ifaiikdjaften nnn Einers Jansen, ks Ifnmggelks im lürnkrger Borst, kr Burg Bankrk nnb #tak Jendjtmang. 11. August 1406. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer kunig, zu allen zyten merer des Rich s, Bekennen vnd dun kunt uffinbar mit diesem briefe allen den, die yn selient oder lrorent lesen. Als seliger gedechtnisse keiser Ludwig, vnser furfare an dem Riehe, des hochgepornen Friederichs Burggrauen zu Nuremberg, vnsers lieben Swagers vnd forsten, Eltern, mit namen etwann Burggraue Friederich seligen von Nuremberg, gegunnet vnd verhenget hat, zu losen des Richs lute zu Anelshusen, *) zu der zyt genant den Swab, Herman Erchlinen, den Puchler von Breitenbronn, den Wolffart, vnd ire erben, vmb zwey vnd driszig pfund heller von Walthern dem Schencken von Richenecke, dem sie furmals verseezt waren, 46* 363 Also, das der vorgenant Burggraue Friederich vnd sine erben die vorgenanten lute vnd ire erben, ire übe vnd ire gute, mit allen den rechten, gewonheiten vnd nüczen, als sie der vorgenant Walther Schencke Innegehabt hat, nuczen vnd nieszen sollen, vnd das der egenant keiser Ludwig vnd sine nachkomen an dem Riehe die vorgenanten lute alle Jare widderlosen mögen, wann sie wollen, vmb zwey vnd driszig pfund heller; vnd als seliger gedechtnisse keiser karle,* da er dannoch Romischer kunig was, etwann Arnolt von Seckendorff seligen, sinen erben vnd nachkomen zu einem rechten pfände vnser vnd des Richs honickgelt, daz wir haben uiF vnser vnd des Richs forste zu Nuremberg vnd in der vmb- gelegenheit, daz daselbs gefeilet von den zeidlern vnd zeidelliuben, mit allen rechten, dinsten, eren vnd nüczen, als sie daz Riehe herbracht hat, mit ganczem gewalt, die zeidler alle vnd ir iglichen besunder zu seczen vnd entseezen, wie yme vnd sinen erben daz allergefuglichst gesin mag, für zweyliundert marcke lotiges silbers, die er yme schuldig was vmb sinen dinst, verseczt hat, Also das er vnd sine erben vnd nachkommen dasselbe honickgelt mit allen rechten, eren, wirden vnd nuczen Innehaben vnd nieszen sollen ane abeslag, Als lange bisz das der egenant keiser karle oder sine nachkomen an dem Riehe dem obgenanten Arnold vnd sinen erben vnd nachkomen dieselben zweyliundert marcke silbers genczlichen bezalen, vnd demselben Arnold vnd sinen erben vnd nachkomen auch macht gegeben hat, dieselbe pfantschafft vmb dasselbe gelt fürbaz zuuerseczen, vnd yn darczu von besundern Gnaden vnd rechter wiszen geben hat allen den gniesze, den sie dauon enpfahen, alle diewile dieselbe pfantschafft von yn nit gelosct wirt, vnd als der vorgenant keiser Karle, nach dem als er keiser wart, die vorgenante pfantschafft des lionickgelts von bete, gunstes, willen vnd verkauffens wegen des vorgeschriebenn Arnolts in aller der masze vnd mit allen gnaden puncten vnd artickeln, als vorgeschrieben stet, etwann Burg graue Albrecht seligen von Nuremberg, des obgenanten Burg- graue Friederichs Eltern, verseczt hat;**) vnd als der vorgenant keiser Karle etwann Burggraue Friederich seligen von Nuremberg, vnserm Sweher, gegunnet vnd erleubet hat mit rechter wiszen vnd keiserücher mechte, das er die Burg Bann decke*") vnd daz gerichte doselbs, mit andern gutern, die darczu gehören, von Swickern von Gundelfingen vmb zwey tusent pfund heller, daruinb sie demselben Swickern von yme vnd dem Riehe verpfendet vnd verseezet waren, losen möge, als er auch die darumb geloset hat, vnd der egenante keiser karle demselben vnserm Sweher von sunderlichen gnaden die vorgenant Burg vnd gerichte mit allen zugehörungen für dru tusent pfund heller verpfendet vnd verseczt hat, Also das derselbe vnser Sweher vnd sine erben dieselben Burg vnd gerieht mit allen zugehorungen in pfandes wise für dieselben dru tusent pfund 3G4 I l * JRl&rV 1 heller von yme vnd dem Riehe Innehaben, halten vnd nieszen sollen ane abe- slag der nücze, als lange bisz er oder sine nachkomen an dem Riehe dieselben Burg vmb dru tusent pfund heller von dem egenanten vnserm Sweher oder sinen erben losen; Vnd als furbaz der egenant keiser Karle dem vorgenanten Burggraue Friederiche, vnserm Sweher, vnd sinen elichen erben, mit rate siner getruwen, rechter wiszen vnd lceiserhchen machte, vnser vnd des heiligen Richs Stad Fuchtwange ■[) mit der vogtie daselbs, vnd mit aller yrer zugehorunge Inngeben, verseezet vnd verpfendet hat für funfftusent gülden, gut an gokle vnd swere an gewichte, die er yn uff die egenant Stad Fuchtwange geslagen hat, Also das sie die Innhaben vnd nieszen sollen, als lange bisz das er oder sine nachkomen an dem Riehe, sie von yne widderlosen vmb als vil gelts, als vorgeschrieben stet, Als daz allez der egenanten keiser Ludwiges vnd keiser Karies kunigliche vnd keiserliche briefe mit yren Maiestat anhangenden Ingesiegeln, die wir darüber gesehen han, clerliehen vszwisent; Vnd als nu die vorgenanten pfantschaffte vnd gute alle an den vorgenanten vnsern Swager Burggraue Friederichen von erbes wegen komen sint, des wir auch folleclichen vnderwiset sin, vnd vns als eyme Romischen kunige die eigenschafft der Losung e doran nu zu- gehoret: Des haben wir kunig Ruprecht obgenant angesehen vnüerdroszen, geneme vnd getruwe dinste, die vns vnd dem Riehe derselbe vnser Swager Burggraue Friederich offte vnd dicke getan hat, stetes dut vnd in kunfftigen zyten dun sal vnd mag, vnd haben darumb mit gutem Rate, rechter wiszen vnd kuniglicher meehte vollenkomenheide dem egenanten vnserm Swager vnd sinen erben zu den obgeschrieben summen für sinen dinst geben vnd uff dieselben Burg, Stad, lute, honickgelt vnd gut geslagen zwey tusent gülden gut an golde vnd swere an gewichte, Also, das wir von besundern gnaden die vorgenante Stad, Burg, lute, honickgelt vnd gute alle, als sie hieuor geschrieben stent, mit iren zugehorungen dem egenanten Burggraue Friederich vnserm Swager vnd sinen erben für Syebentusent gülden, dru tusent zwey vnd driszig pfund heller vnd zwey hundert marcke lotiges silbers ledeclichen vnd genez- lichen Inngeben vnd yn darinne geseezt han, Inngeben vnd seezen in crafft dissz briefs, zu nuezen, zu nieszen, zugebruchen, vnd damit zu tun vnd zu laszen, als mit sinen eigenn gutern vngeuerlich, ane allen abeslag aller nueze vnd feile, die yme oder sinen erben dauon gefallen mögen. Vnd wannt wir yme der egenanten Burg, Stad, lute, honiggelt vnd gute vnd aller nücze vnd feile, die dauon gefallent, genczlichen günnen vnd yme die auch mit fryem willen vmb redelicher saclie willen, die vns darezu bewegeilt, für die vorgeschrieben!! summen Inngeben han, vnd Inngeben in crafft dissz brieffs, Doch also, das vns vnd vnsern nachkomen an dem Riehe, Römischen keisern vnd kunigen behalten 365 sy, die vorgenantenBurg, Stad, lute, honiekgelt vnd gute mit iren zugehorungen alle samentlich vnd einez ane daz ander nicht von dem vorgenanten vnserm Swager, oder sinen erben widder zu kauffen eins iglichen Jares, wann vnd zu welicher zyt wir wollen, vmb die vorgeschrieben summe Siebentusent gülden, guter an golde vnd swere an gewichte, dru tusent zwey vnd driszig pfrnid heller vnd zweyhundert marcke lotiges Silbers, Vnd wann wir, oder vnsere naehkomen an dem Riehe die obgenanten Burg, Stad, lute, honiekgelt vnd gute allez samenthehe vmb die vorgeschriebenn summen also von dem ege- nanten vnserm Swager oder sinen erben widder gekauffen vnd yn der vorgeschriebenn summen gülden, heller vnd silbers allez wol geweren, So sollent er oder sine erben vns oder vnsern naehkomen an dem Riehe vnuerezogen- lichen die vorgenanten Slossze, Stad, lute, honiekgelt vnd gute ledeclichen widder Inngeben mit allen yren zugehorungen, ane alle hindernisse, Inntrag vnd widderrede, alle argeliste vnd geuerde genczlich uszgescheiden. Auch dun wir dem obgenanten Burggraue Friederich, vnserm Swager, vnd sinen erben von rechter wiszen vnd fryem eigem willen die besunder gnade, das wir genczlich vnd luterlich verezihen für vns vnd vnser naehkomen an dem Riehe in aller der besten forme vnd wise, als daz geistlich vnd werntlich crafft haben sal vnd mag, uff alle vnd igliche niieze vnd feile, die von den vorgeschriebenn Burg, Stad, luten, honickgelte vnd gutern mit yren zugehorungen dem egenan- ten vnserm Swager vnd sinen Eltern vnd furfaren an denselben gutern uffgehebt worden vnd gefallen sint in dheine wise, Also das wir vnd vnsere naehkomen an dem Riehe dieselben nueze vnd feile nümmer sollen, noch wollen furdern, noch heischen, vnd vns vnd vnsern naehkomen der egenant vnser Swager vnd sine erben darumb nichtsnit schuldig sin sollent ane alle geuerde. Vrkunt dissz brieffs, versiegelt mit vnser kuniglicher Maiestat anhangendem Ingesiegel, Geben zu Steinsperg, Nach Cristi gepurte vierezehenhundert dar vnd darnach in dem Sechsten Jare, uff den neehsten Mittwochen nach sant Laurencien tag des heiligen mertlers, vnsers Richs in dem Sechsten Jare. Ad mandatum domini Regis, Jos. veuer, doctor vtriusque Juris. (Original im Sünigl. 3ßair. ^Irnuin|ialardjiuc jn Häritbrrg. ') Alvers hausen im K. B. Landgericht Greding. Vergl. T.II. Nr. DCXI., wo, nach der Schreibart, der Ortsname auf Ottenhausen gedeutet werden musste. ") S. T. III. Nr. CCCXCI1I. —) S. T. IV. Nr. CXCIX. f) S. T. IV. Nr. CCCXXIII. 3GG occliii. 15. September 1406. König Ruprecht verleiht dein Uobenye (sie!), des Burggrafen Friedrichs von Nürnberg Richter zu Füchte, das Drittel des Zehends zu Hagenhusen, das als ein verfallenes Lehen durch den Tod Ulrichs Loderer ledig wurde. Geh. zu Welrsauwe. Chmel, Regesta Ruperti pag. 135 Nr. 2191. cccliv 19. September 1406. Ruprecht, Römischer König, verkauft seinem Vetter Ludwig Pfallentz- grafen bey Reine und Iiertzog in Beyern seine Veste zum Rotenberg und den Marckt zu Snayttach, doch also, das er das nymand versetzen sol, ausgenommen den Hertzogen von Beyern, den Bischöfen von Würczburg und von Bamberg, den Burggrafen von Nuremberg und der Stadt Nuremberg. Geben zuHaydelberg, an Sonntag vor sand Matheus tag, 1406. Crnttsstmit im Mönigl. loinsdjnt IReirjjaarrijiue, in dem W i ederkauf sbriefe Herzog Ludwig's, d. d. Heidelberg 20. September 1406. ccclv König Enprtdjt iiiiii kn littggrnftii Jmkidj j\\ liirnkrg, itirgeii kr im Ii iiiiii ki seinem irijuiifgusnliiir, Ifctgog Jmkidj nun (Dsturfidj, geleisteten Mrgsrjmft, 5diablns jjalten. p 7. October 1406. Wir Ruprecht von gotes gnaden Romischer kunig, zu allen zyten merer des Richs, Bekennen vnd veriehen vffenbar an diesem brieff, vnd tun kunt allen den, die yn ymmer ansehent, lesent oder horent lesen. Also, als der Hoch- geborn Fridrich Burggraue zu Nuremberg, vnser lieben (sie!) Swager vnd furste, mit ettwieuil andern vnsern lieben getruen, von vnsern bete vnd be- gerunge wegen, vnss vnd vnsser Erben Bürge wurden ist gen dein Hochgelborn Fridrich Herczogen zu Osterrich etc., vnserm lieben Svne vnd fuxsten, vnd sinen Erben, vor vierczig Tusent guldin zugelts zu vnser lieben Tochter Elysabeth, sin er elichen husffauwen, die wir halb vff Sant Georien tag nelist lcumpt vnd das ander lialbteyl von dem selben sant Georien tag Dornach über ein Jare beczalen sollen, nach vsveisung (sie!) vnsers briefs, den wir vm dor- uber gegeben haben: Des versprechen vnd gereden wir, kunig Ruprecht obgenant, in rechter warheid, vor vns vnd alle vnsere Erben, das wir vnd die selben vnser erben den obgenanten Burggraff Fridricli vnd sin Erben von der obgenanten Burgeschafft wegen vnd vmb allen den schaden, den Sy vmb ob- genanter Burgeschafft wegen lyden wurden oder gelyden hetten, es were mit leistunge, pfendunge, oder mit angriffen, in welcher masse, wie oder wo von sich der schade verließe, oder geschee, das redlicher schade were on geuerde, gnediclichen, gutlichen vnd on alle Widerrede vnd verezog ledigen, losen vnd entheben sollen vnd wollen, on allen yren schaden, vnd dorumb Sy nit zu Eyden oder zu rechte tryben oder dringen, ön alle geuerde vnd argeliste. vnd diss alles, als vorgeschriben stet, zu waren vrkund vnd geezugnisse, So hau wir kunig Ruprecht obgenant, vor vns vnd vnser Erben, vnser Pfalcz by Ryne Insigcl an diesem brieff tun liencken. vnd wir Ludwig, Johan, Stephan vnd Otte, gebruder, von gotes gnades (sie!) Pfalczgrauen by Ryne vnd herezogen in Beyern, des obgenanten vnsers lieben herren vnd vaters des Römischen kunigs Söne, Bekennen auch offenbar mit disem brieff, vnd vnser iglicher vor sich selbst vnd sine Erben: Als der obgenant Fridreich Burggraue zu Nürnberg, vnser lieber Oheim, des vorgenanten vnsers lieben herren vnd vaters, des Romischen künigs, vnser vnd vnser Erben bürge wurden ist, als vorgeschriben stet, wer es Sache, das derselbe Burggraff fridricli oder sine Erben der obgenanten Burgeschafft wegen dheinen schaden, das redlicher schade were 011 geuerde, lyden, gelyden hetten oder lyden worden, Es were mit leistunge, pfendunge oder angriffen, in welcher masse, wie oder wo von sich der schade verlieffe oder geschee, versprechen, gereden vnd geloben wir vff vnser fürstliche trewe, das wir den obgenanten Burggraff Endlichen vnd sine Erben von der obgenanten Burgeschafft vnd schaden gnediclich vnd gutlich ledigen, losen vnd entheben sollen vnd wollen, ön allen yren schaden, vnd Sy nit dorumb zu Eyde, zu Rechte tryben oder dringen, on alle geuerde vnd argeliste. vnd des zu warein vrkund vnd vestem geezugnisse, so .... vnser iglicher sin Insigel by des obgenanten vnsers lieben herren vnd vaters, des Romischen kunigs, Insigel an disem brieff tun hencken, Der geben ist zu Heydelberg, nach Crists geburt vierezenhundert dar vnd dornach in dem Sechsten Jar, vff dem nehsten dornstag nach sant Remigii tag, vnsers kunig Ruprecht Riclis in dem Sybenden Jare. ünltHnftabndj bts Snrggrnftlimna Itiimberg. 3G8 CCCLVI. SÄtitLs-Bersrl Innig Iltipndjt's für seine tetaljlin (llisalietli (gell, lurggriitin |ii Ifirnberg). 14. October 1406. Wir Ruprecht von gotes genaden Römischer könig, zu allen tziiten merer des Riehes, Beke nn en vnd thund kunt offenbar mit disem brieff, allen den, die In Seffent oder horent lesen, wann wir nach menschlicher natur vnwissend sind, vir welche zyt vnd stunde der almechtig got vnser Schöpfer vns von disem leben berüffe, vnd wir auch der allerdurchleuchtigisten fürstynnen, Elisabeth von gotes genaden Romischer keniginne, vnser liben Hauszfrawen vnd gemaheln, von sunderlichen tögenden, fruntschaft vnd liebe, die sie vns alletzyt, als lang wir bei einander gewest sin, getrewlichen ertzeigt vnd beweiset hat, wol schuldig sind, Sie ires wydembs vnd zugelts, das wir ir bis here vertzogen vnd noche nit bewyset han, in solcher massen zu bewysen vnd sie des auch sicher zumachen, ob das were, das sie vns überlebte, das sie dann dauon yrs leibes narunge vnd notdürft ir lebtag geliaben möge : Vnd darumbe so haben wir mit wo 1 bedachtem mut gutem rate vnd rechter wissen, der obgenanten vnser liben Hauszfrawen vnd gemaheln verschriben, vnd verschreiben ir auch in kraft diss briefs, mit willen vnd verliengnüsse vnser liben sone, HertzogLudwigs, Ilertzog Johanns, Ilertzog Steffins vnd Hertzog Otten, alle nütz vnd vell, kleine vnd grosse, nichts auszgenomen, die zu disen nacKgeschriben vnsern vesten, Steten vnd dorffern gehörend, mit nomen Stralenberg vnd Schriszheim, Burg vnd Stat, Laudenburg die stat halb, die veste zum Steyne vnd Camparchen das Dorff halb mit inen zugehörungen, Nuewiszloch Burg vnd Stat, Hembszbach Burg vnd dorff, Ludenbach das dorff, loelreszauw die Burg mit dem zolle daselbs vnd mit den dörffern Rütlingen vnd Hockenheim mit irn zugehörungen, dartzu zwine Torn- esche vff vnserm zolle zu Germerszheim vnd zwine Tornesche vff vnserm zolle zn Manheim, die sie yetzund ynne hat, vnd dartzu auch drey Tornosse an vnserm zolle zu Cube. vnd wollen setzen vnd ordenn, in craft diss briefs, wann wir von tliodes wegen abgand vnd nit mere sin, das dann die obgenante vnser libe Hawszfraw vnd gemahel, die Romisch königinne, die vorgnanten vesten, Stete, dorffere, zoll vnd Tornosse mit allen iren nützen, rechten, feilen vnd zugehörungen, walden, wassern vnd weyden, vogtien vnd gerichten, mit aller lierlicheit Ir lebtag Inne haben, nützen, gemessen vnd der gebrauchen solle vnd mage zu irem nutzlichsten vnd besten, vnd dartzu sol auch dieselbe 47 Bd. VI. 369 Ii :vT ; I pifo i 1 i 11 I ll'lilib! •' H ! b3S J a viiser libe Ilawszfrawe vnd gemahele bei irer morgengabe beleihen, nach laute ires bricucs*) darüber, vnd der gemessen vnd brauchen, als morgengaben recht ist, vnd sie mag auch bei irem leben, es seie an irem todbethe, oder vor wenn das ist, mit aller irer varender habe thun vnd lassen, was sie wil, vnd die setzen, geben, schicken, achten vnd vermachen, wem oder wie sie wil; vnd wem oder wie sie die schicket vnd vermachet, es sei durch irer sele willen oder sünst, da bei sol es bleiben vnd nach irem thode also geuallen, vnd welcherlei gescheftniisse sie da mit tut, das soll alles gantz kraft vnd macht haben, an allermenglich Widerrede vnd Hindernüsse, weres auch, das wir bei vnsern lebtagen ein ordenunge vnd gesetze vnter vnsern sönen machen würden, wa bei yetlicher nach vnserm thode bliben solte, oder ob wir des bei vnsern lebtagen nit teten vnd etlichen vnsern frunden, Rathen vnd getrewen beuelhen würden, solch ordenunge vnd gesetze vnder yn zu machen, welchem dann die obgnanten vesten, Stete, dorlfere, zölle vnd gittere nach derselben ordenunge gebürten, der sol doch die obgnant vnsere libe Ilawszfrawen vnd gemahel die Romischen koniginne ir lebtag daran nit hindern, Sunder sie der ir lebtage lassen gemessen, als vorgeschriben stet, vnd nach irem thode allererst recht dartzu gewinnen vnd han. weres auch, das so die obgnant vnser libe Hausz- frawe vnd gemahele die vorgnant vesten, Stete, dorlfere vnd gittere nach vnserm thode Inn hete, keinerley zwitraclit, kriege oder vintschaft zwischen den obgcnanten vnsern liben sönen Hertzog Ludwigen, Hertzog Johannsen, Hertzog Stephan vnd Hertzog Otten, oder ir ein teil vif ersteen würden, da got vor sei, vmb das dann die vorgnant vnsere libe Hawszfrawe vnd gemahel die Romisch königinne die obgnanten vesten, Stete, dorlfere, zölle, Tornosse vnd gutere mit iren zugehörungen deste gerueter vnd fridelicher Inn haben, besitzen vnd der auch gemessen möge, so sol sie der vorgnanten vnser söne keinen wider den andern, noch niemant anders, der ir dheinen wider den andern sament oder besunder helfen oder zu legen wolte, in den obgnanten vesten vnd steten nit enthalten, noch daselbs aus oder einreiten lassen in dliein weise ongeuerde. wir wollen auch, das vnsere bürgere, armlewte vnd hintersessen in den obgnanten vnsern Steten vnd dörffern der obgnanten vnser liben Iiawsz- frawen vnd gemaheln hulden vnd sweren sullen, Ir nach vnserm thode ir lebtage mit allen vnd yetlichen Vellen, nützen vnd gülten getrewlieh gehorsam zu sin vnd zu gewarten, in der masse als vorgeschriben stet 011 geuerde, vnd das sie auch sunderhch sweren sollen, das sie bei der obgnanten vnserer liben Ilawszfrawen lebtage, vnd als lange sie in irer hant sin, der obgnanten vnser Sone keinen wider den andern helfen oder zulegen sollen, noch ir keins veinde bei In enthalden, oder vss vnd ein ryten lassen in kriegsweise on all geuerde. Es sollent auch alle Zollschreiber, Beseher vncl zolknechte der obgnanten vnser liben Hawszfrawen nach vnserm thode, die dann zu zyten da sind oder darnach gesetzt werdent, geloben vnd sweren, mit den vorgnanten Tornossen getrew- liclien zu warten vnd ir dauon zu geben vnd zu reichen, was dauon geuellet ongeuerde, vnd dartzu sollen sie vnsere erben halten vnd das altzeit mit In vnd ir ietlichen also bestellen, als dick des not ton wirdet ongeuerde. Vrkund diss briefs, versigelt mit vnsern pfallentz anhangundem Insigel. vnd wir Ludwig, Hanns, Stepfan vnd Otte von gotes genade pfaltzgrafen bei Reine vndHertzogen inBeiren, des obgnanten vnsers liben Herren vnd vaters, des Romischen königes Sone, Bekennen auch offenbar mit disem briue, für vns vnd vnsere erben, das wir zu disen vorgeschriben vermachunge in aller der masse, als von worte zu worte liieuor begriffen ist, vnsern guten willen, gunst vnd verhengnüsse geben haben, vnd geben sie auch dartzu in kraft diss briefs, vnd versprechen, gereden vnd geloben bei vnsern fürstenlichen trewen vnd eren, das alles stete zuhalten vnd die obgnante Amsere übe frawen vnd muter, die Romischen königinne, ir lebtage bei den vorgnanten vesten, Steten, dorffern, Zöllen, Tornossen vnd gutem vnd allen iren zugehörungen gerulich zu bliben lassen, vnd sie daran nit hindern, noch Irren, heimlich oder offenbar, durch vns selbs oder yemant anders in dheine wyse, vnd weres, das yemant, wer der oder die weren, der oder die die obgnant vnsere libe frawen vnd muter, darüber an den obgenanten Schlössen, Steten, dorffern, zollen, Tornossen vnd gittern mit aller irer zuge- liörunge hindert, yrret oder bedrengt, in welchen weg das were, oder geschehe, So sollen wir alle vnd vnser yetlicher besunder ir darzu vnuertzogentlichen getrewlichen beholfen sein, gein wem das were, vnd mit aller vnser macht, on alle Widerrede, Sie da bei gerulichen hanthaben, schucen vnd schirmen, das solcher Bedranck vnd irsal zumal abgeton werde, als dick vnd vil sich das geburt, alle geuerde vnd argliste gentzlicli auszgescheiden. vnd des alles zu Vrkunde vnd vestem getzeugnüsse, so hat vnser yetlicher sein eigen Insigel bei des obgnanten vnsers liben Herren vnd vaters, des Romischen koniges Insigel auch an disen brief tlion hencken. wir lian auch fleissiglichen gebeten den erwirdigen in got vatter, Hern Raban Bischöfe zu Spire, vnsers liben Herren And vaters, des Romischen koniges kantzier, vnsern besundern frewnde, Auid den Ecleln fridrich Grauen zu Otingen, vnsers liben Herren A r nd vaters Hofmeister, A 'iisern liben oheime, vnd die Strengen vnd vesten, Wypreclit Ann Helmstad den alten, Hannsen Ann Ilirszhorn, Swarz, Reinharde von Sickingen, Landuogt in Elsass, weiprecht Ann Helmstat den Jungen, vogt zu Bretheim, Rittere, vnd Hanman Ann Sickingen, das sie Ir Insigele by die vnsern auch an disen brieff gehangen hant, zu getzeugnüsse aller vorgeschriben dinge. Auid wir Raban Bischoue zuSpeire, Cantzler, fridrich Graue zu Otingen, Hofmeister, weiprecht von Helmstat der Alte, Hanns vonHirszhorn, Swartz, Reinhard von Sickingen, Lantuogte inElsasz, weiprecht von Helmstat der Junge, vogte zu Bretheim, Rittere vnd Hanman von Sickingen, Bekennen, das wir, vmb bete willen der obgnanten vnserer gnedigen Herren, Hertzog Ludwigs, Hertzog Hannsen, Hertzog Steffans vnd Hertzog Otten, vnser yetlicher sein Insigel by vnsers gnedigen Herren des Romischen königes vnd Ir Insigele, zu getzeugniisse aller vorgeschriben dinge, auch an disen brief gehangen haben, der geben ward do man zalt nach Cristi geburd viertzehenhundert vnd sechs Jare, auf den dornstag vor sand Gallen tage, vnsers, konig Ruprechts Ryche In dem Siben- den Jare. Cransstiuit hm einem im it. Inir. litl;. JLjansnrcljtue hciinblidjtn 'Bibiitma, ausgestellt von Elisabeth, Markgräfin von Brandenburg, d. d. Onolzbach 2, Januar 1418. *) Vergl. T. IV. Nr. LXXXV. u. CCXLV. CCCLVI1. 18. Oetober 1406. Johann pfaltzgraff bey Rein und hertzog in Beyern schliesst mit seinem lieben Vettern hertzog Heinrich, auch pfaltzgrauen bey Rein und liertzogen in Beyern, ein Bündniss auf drey Jar, und wollen beyde einander beholfen sein mit anderthalbhundert spiessen volks gegen Jedermann, ausgenommen iren vater vnd vettern den Römischen konig Ruprecht, die hertzoge Ernesten und Wilhelm in Beyern, hertzog Friderich in Österliche, Johannsen und Fridericli Burg grauen zu Nürmberg, die Marcgrauen zu Meyssen, die Byschoue Johannsen zu Wirtzpurg und Albrechten zu Bamberg, auch hertzog Leupolden, Ernesten und Albrechten in österliche etc. Datum zu Regenspurg, auf inontag nach sant Gallentag, Anno domini Millesimo quadringentesimo sexto. (Original im lönigl. Intriädira Jicidjanrdjiut. 372 CCCLVIII. L8. November 1406. •Cuncz und Fricz Pirkhaimer, Purger zu Nurenberg, und ire gesellschaft quittiren über hundert und sechs und dreissig gülden, die inen Vlrieh und Bernhard dy Schuczen von dez hochgeporen Fürsten, Graf Jo/ians Burkgrafen, wegen hezalt hat. Gehen, unter ir gesellschaft aufgedruckten Petschit, auf sant Eisbeten abend, zu Nurenberg, Anno 140(5. «ßrifliiml im lünigl. Bnir. ^rnuinpalnrdjiur jtt Samberg. CCCLIX. Inrggraf loljnnn III. otrspridjt, ihn Markt pttjj tili seinen läniglidj löjjmisdjen prinilegien |n sdjtitien. 26. November 1406. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nureinberg, Bekennen olfenlichen mit disem briue vnd thun kirnt allen den, die In sehen oder hören lesen, von solicher gnade vnd verschreibung wegen, Als der allerdurchleuchtisten forsten vnd herren, herren karel Romischen keisser Auid seligen gedechtnusze vnd herren Wenczlawe Römischer konige zu Beheiin, vnser gnedigen herren, den ersamen Richer, scheppfen vnd der ganezen gemeine vnsers Marclces zum Bleclxef) vnsern lieben getrewen getan haben, als das derselben vom Pleche hawbt briue klerlichen vnd genczlichen ausweisset, Wollen Wir dieselben gnade vnd freyung an in auch gerne halten, vnd vestigen In die In Graft diezs briues, vnd gebieten darvmb allen vnd Iglichen vnsern ampleuten, vnd mit namen vnserm ampman zum Behemstein, der Iczundt da ist acler forbas in künftigen zeiten sein wirdet, vnsern lieben getrewen, ernstlichen vnd vestig- lichen mit disem briue, das sie die egenanten burger zum Pleche an solichen vnsern gnaden beleiben laszen vnd sie auch getrewlichen schuczen, schirmen vnd in hüt haben, als liebe vnser swere vngnade sey zu uermeiden. zu vr- kunde etc. Datum Heyersdorf ', in Crastino katherine, sexto. (Semciitbtidj bts Bnrggrnftn Bajjann. ") Pieck im Königlich Bairischen Landgericht Pegnitz. 2. December 1406. ix: ~ — CCCLX. Burggraf Jrifkid) jit liirnkrg cignrf km ttn nun dDrlamönba muH tu siil) tnird] üit IkrggrafEii inlinmi imtt Jridirirfj imi l Üfrinrid] IfErrn )ii clßcra initEinanbEr nErgkiiljEn lassEn. 7. Juni 1407. Wir Wilhelm, Sygmund vnd Ott, alle drey Brüder Grauen czu Örlamünd, Bekennen olfenlichen mit disem brief, für vns vnd vnser Erben, daz wir durch nucz, frummen vnd eren vnser vnd vnserr herschaffte willen, mit wolbedachtem mut vnd guter wissen vnbetwüngenliclien aller vnserr sache gegangen vnd ge- bliben sind, geen vnd bleiben auch In crafft diczs briefs hinter vnd czu den hoclagebornen fürsten, vnser lieb herren vnd Oheim, hern Johannsen vnd hern friderichen Burggrauen zu Nüremberg, vnd den Edeln heinrichen herren czu 50* 395 Gera, Also, was die vorgenanten vnser lieben herren vnd Oheim czwischen vns scheiden, sprechen vnd heissen, nach auszweisunge der brief, die sie vns darüber geben werden, Ez sey von vnser selbs leib vnd herschaffte wegen, daz wir daz halten vnd genczlichen volfüren süllen vnd wollen on widersprechen vnd on allez geuerde. vnd daz haben wir In mit hantgebenden trewen gelobt an Eydesstat, vnd czu vrkunde vnsere Insigel an disen brief hencken lassen, der geben ist zu Flassenberg, am neclisten dinstage nach sant Bonifacien tage, Nach üristi geburt vierczehenhundert Jare vnd darnach In dem Sibenden Jare. ißriginnl im König!. Buir. ^rnuinjinlttrdjiut jit Bamberg. CCCLXXXI. 13. Juni 1407. Hanns Appotecker zu Bamberg bekennt, daz her Eberhart Krempel, seins gnedigen herren Burggrafen Joliannsen Capplan, hundert guidein Reinisch bezalt habe, die derBurrggraf im und seinem Bruder, Cunraten Appoteker zuNürem- berg, schuldig gewesen. Geben am Montage vor sant veytstage, nach Cristi geburt vierzehen- hundert Jare dornach in dem sibendem Jare. dDriginal im Königl. Bair. |Scnaiii{in!nrtliiut fu Bamberg. CCCLXXXII. 22. Juni 1407. Steffin und Ludwig, sein Sun, Hertzogen in Beyern, ains tails, und Ernst, Wilhelm und Hainrieh, Hertzogen in Beyern, dez andern tails, übertragen die Entscheidung irer Misshelung Berchtolden Bischöfe zu Freysingen und irem Swager, hern Fridrichen Burgrafen zu Nuremberg. Geben [zu Moringen] zwischen Ingolstat vnd Vohburg, an mitwochen vor sand Johanstag zu Sun wenden, viertzehenhundert jar und darnach in dem Sibenden Jare. (Brigitta! im König!. Bairisdjrn Heirijsardjine. Vergl. Nr. CCCLXXVII. 396 CCCLXXXI1I. 23. Juni 1407. Berchtolt Bischof ze Freysingen, der, liehst Burggraf Fridreichen von Nuremberg, zum Schiedsrichter zwischen den Hertzogen Stephan und Ludwig eines teils und den Hertzogen Ernst, Wilhelm und Heinrich andern teils ernannt worden, beurkundet, daz, wenn der genannt Burggraf von Nürmberg vor dem Auzspruch, der auf den nächsten sand Jörgen tag geschehen sol, mit tode ab- gieng, er dann denselben Spruch allein auzsprechen wolle. Geben zu Ingelstat, an sand Johanns Abend Baptiste, nach kristi gepurde viertzehenhundert Jar darnach in dem Sibenden Jare. (Original im Siitiigl. lairisdjtn Stitjjsattjjittr. CCCLXXXW Bnrggraf Itkkid) acrspridjt, kss, mihi kr Bisrijaf tum Irnsing aar kr Mtit sterben sollte, er kn jMjickpnid] piisdjcn kn Ifcr^ngen ann Baiern allein tljnn malle. 7. Juli 1407. Wir Fridreich von gotes genaden Burggraf zu Nuremberg, Beclienn offen- lich mit dem brief, von des hindergangs wegen, den die Ilochgeborn forsten, vnser lieb Swager Hertzog Stephan vnd Ilertzog ludweig, sein Sün, auf ainem tail, vnd hertzog Ernst, Hertzog Wilhalin vnd hertzog Hainrich auf dem andern tail, all Pfallenczgrauen bei Rein vnd Hertzogen, in Bayern etc., auf den erwirdigen in got vater liern Berchtolden Bischoff zu Freisingen vnd vns getan habend, als die Anlazz brief lauttent, die darüber geben sind, das wir vns derselben Sprüch also verfangen haben: Ob das geschehe, da got vor sei, das der obgenant vnser herr von Freisingen vor dem ausspruch, der auf die nächst chunftigen sand Görgentag geschehen sol, mit dem tod abgieng, das wir dann denselben Spruch alain aussprechen sullen vnd wellen in aller der masse, als wir den bed mit einander getan sohlen haben, vnd die anlassbrief lautend. Mit vrehund diez briefs, versigelt mit vnserm auf gedrukehten insigel, Geben zu kadoltspurg, an sand wilbolds tag, Mach kristi geburd vierezehenhundert jar vnd darnach in dem Sibenden jare. Ins cintin (ßopiilhntjic bes äumigl. JJnir. fficidjsardiuics. 397 ccclxxxm ins lihiiglidje Ipfgmdjt si%\ kn Burggrafen Jrickirl] in Iiitptüüljr aller #iitcr nnir labe kr ftcidjsstabt Intljmbnrg. 16. Juli 1407. Wir Engelhart, Here zu Winsperg, Des Allerdurchluchtigisten forsten vnd Heren, heren Ruprechts von gotes gnaden Romischen Kungs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, Bekennen vnd tun kunt offenbar mit disem brief, Das wir desselben vnsers heren des kungs vnd des heiligen Richs hof- gerichte besessen haben zu heidelberg in der Bürge, vff disen tag, als diser brief gegeben ist, vnd das der hochgeborn fürst, her Fridrich Burggraue zu 'Nürnberg, vff alles, das die Burgermeystere, die Burgere des Innern vnd des äussern Rates vnd andere Burger gemeinlich der Stat zu Rotemburg An der Tauber gelegen haben, Es sy vesten, Slosse, Dörffer, wilere, Erbe, Eygen, Lehen, pfantschafte, zinse, gulte, Czehenden, hüsere, höfe, Eckere, wisen, liölczere, wassere, weyere, wunne, weyde, Leute oder gütere, varnde oder ligende habe, besuchts vnd vnbesuchtz, nichts vssgenomen, vmb Tausent Mark Golcz, minner oder mere, vor dem egenanten hofgerichte souerre ge- claget hat, das Im mit rechter vrteyle Anleyte doruff zu tund erteylet ward, vnd das ouch derselb her Fridrich durch den Strengen Amsten Ritter Heinrich Schencken von Lawtershusen genant, dem wir das von des egenanten hof- gerichtes wegen zu tund gebotten hatten, Als desselben hofgerichtes recht ist, a 'ff die vorgenanten gütere vnd habe also angeleytet ist, Als recht ist, Als das vor A'ns in demselben hofgerichte mit des •yezgenanten Heinrichs Schencken offenn brief vnd Insigel recht vnd redlich beAviset ist, Als recht ist, vnd das ouch der yezgenant her Fridrich solicli Anleyte A 'ff den vorgenanten gütern vnd haben recht vnd redlich ersessen hat mer dann Sechs Avochen vnd dry tag, Das die egenanten von Rotemburg das nicht verentwort haben, noch nymant von Iren wegen A r erentwort hat, Als des egenanten hofgerichtes recht ist, Als das ouch alles vor vns in demselben hofgerichte redlichen fürbracht vnd beAviset ist, Als recht ist. Wann nu doruinb dem vnrgenanten hern Fridrich Alle vnd igliche vorgenant der von Rotemburg gütere Amd habe, A r arnde vnd ligende, besuchte A *nd Ambesuchte, für die vorgenante Summe Tusent Mark Golcz an dem vorgenanten hofgerichte mit rechter vrteyle zu geteylet sind, vnd Er ouch der mit rechter ATteyle in nuczlich gewere geseezet ist, Als recht ist, Also, das Er die erclagt, erlanget vnd eruolget haben sol, das kein laugen mer 398 dafür gehöret, vnd das Er die ouch Innemen vnd furbassmere Innehaben, be- seczen, entseczen, niessen, verkouffen, verseczen oder hingeben vnd damit tun vnd lassen möge, was Im füglich ist, Als mit anderm sinem eigenlichen gute, Als vil vnd als lange, bis das Im die egenant Summe Tusent Mark goldes, gericht vnd beczalet ist: Dorurnb, von des obgenanten vnsers heren des kungs gewaltes vnd hofgerichtes wegen, seczen wir ouch also in craft diss briefs denselben hern Fridrich in nuczlich gewere der vorgeschribenn gutere vnd habe, aller vnd iglicher, vnd gebieten ouch von desselben gewaltes vnd hofgerichtes wegen Allen vnd iglichen forsten, geistlichen vnd werntlichen, Grafen, Fryen, Herren, Dinstluten, Rittern, knechten, Burggrauen, Landrichtern, Richtern, Amptluten, Burgermeistern, Schelfen, Reten vnd gemeinden, vnd allen andern, den diser brief fürkummet, by des heiligen Richs Rechten vnd gehorsamkeyte, ernstlich vnd vesticlich mit disem brief, das Sy dem vorgenanten hern Frid- richen vnd den sinen zu den vorgenanten gittern vnd habe ernstlich vnd vesticlich beholfen sin, vnd Sy ouch daby getrulichen hanthaben, schuczen vnd schirmen sollen, Als vil vnd als lange, bis das demselben hern Fridrich die vorgenant Summe Tusent Mark golez gericht vnd beczalet ist, Wann, wer des nit entut, so das an In gefordert wirdet, zu dem oder den wirdet man dorurnb richten, Als des egenanten hofgerichtes recht ist. Ouch ist dem ycz- genanten hern Fridrich erteylet worden, was Er, vnd sin helfere von sinen wegen, an den vorgeschribenn gütern vnd habe also tun oder tun werden, Das Sy doran nit freuein oder missetun mögen wider dhein gerichte, geistlichs noch werntlichs, Landfride, Landgerichte, Stetgerichte, Friheite, noch gewonheite, noch wider dhein ander ding in dheinwis; vnd ob ymancz liinder Im dorulf erclagen oder erfolgen wurde, das Im das kein schad doran sin sol, Im werd dann das beuor verkündet, Als recht ist, vnd das man Im ouch zu schirmern dorvber geben solle, wes er begeret. Mit vrkund diss briefs, versigelt mit des vorgenanten hofgerichtes anhangundem Insigel, Geben zu Heidelberg, Nach Crists gehurt vierezenhundert Jare vnd dornach in dem Sibenden Jaren, Des nechsten Sampstags nach sant Margarethen tage. Jo. Erichen. (ßrigiiml im Kimig!, lair. |lrüuin|iolnrdjiBt ju Hamberg. Vergl. Nr. CCCLXXVI. 399 CCCLXXXYI. dcbnt ks luiiiiglidjni IJflfgmdjtfl an Burggraf lajjann )ti lürnkrg, kn Inrggrafen Jikkid) in srinrn licdjtcn mikr V\t Ikidjskak Bntljtnbnrg |ii spinnen. 16. Juli 1407. Wir Engelhart Herre zu Winsperg, des Allerdurehluclitigisten forsten vnd Heren, hern Ruprechts von gotes gnaden Römischen kungs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, Entbieten dem hochgebornen forsten, hern Johansen Burggrauen zu Nürnberg, vnser willig dinst vnd alles gut, Vnd tun uch kunt mit disem brief, Das wir des yczenanten vnsers heren des kungs vnd des heiligen Richs liofgerichte besessen haben zu heidelberg in der Bürge vif disen tag, Als diser brief gegeben ist, vnd das der lioehgeborn forste, her Fridrich Burggraue zu. Nürnberg, Alles, das die Bürgermeister, dye Burgere des Innern vnd des äussern Rates vnd andere Burgere der Stat zu Rotemburg An der Tauber gelegen haben, varnde vnd ligende güter vnd habe, besuchcz vnd vnbesuchcz, niclicz vssgenomen, vor vns An dem egenanten liofgerichte vff ein genant Summ Tusent Mark Golcz erclagt, erlanget vnd eruolget hat vnd des ouch in nuczlich gewere geseczt ist, Als recht ist, Als das soliche eruolgsbriefe doruber gegeben eigentlicher vsswisen. Dorumb, von des ob- genanten vnsers heren des kungs gewaltes vnd hofgerichtes wegen, gebieten wir uch ernstlich mit disem brief, das Ir demselben hern Fridrich zu soliclien vorgenanten gütern vnd haben, nach lute der vorgenanten eruolgsbrieue, ge- trulich vnd ernstlich beholfen sein vnd oucli In vnd die sinen vesticlichen daby hanthaben, schuczen vnd schirmen sollet, dem heiligen Riehe, dem Rechten vnd dem egenanten liofgerichte zu Eren vnd zu hebe; Wann, wer des nit eutete, zu dem oder den wurde man dorumb richten, Als ,des yczgenanten hofgerichtes recht ist. Geben zu heidelberg, vnder desselben hofgerichtes vffgedruktem In- sigele, Nach Crists geburt vierczenliundert Jare vnd dornach in dem Sibenden Jare, des nechsten Sampstags nach sant Margarethe tage. Original im Säitigl. lair. ^rauin|ialnrdjiue ;ti -Bnmljrrg. Ebendas. befinden sich gleiche Gebotsbriefe an den Bischof Johann zu Würzburg, Friedrich zu Eichstädt, Graf Eberhard zu Würtemberg, Berthold, Friedrich und Wilhelm Grafen zw Henneberg, die Grafen Johann zu Wertheim, Ludwig zu Rieneck, Lienhard von Castell, Ulrich, Albrecht und Hans von Hohenlohe, Conrad Herrn zu Weinsberg und andere Fürsten, Grafen und Herren des Frankenlandes. 400 CCCLXXXVII. (§Bliot bB5 iiiniglidjBn Ifofgcridjts an littcr Jfricbridj nnb Ulle mm üttes, h\i InrggrafEn JriEbridj gi liinibErg in SEinEn ÜEdjtEii aiibEv biE EEidjsstabt llntjjEiibnrg )\\ sdjirniBit. 16. Juli 1407. Wir Engelhart Herre zu Winsperg, des Allerdurchluehtigisten fursten vnd Heren, hern Ruprechts von gotes gnaden Romischen kungs, zu allen ziten merers des Richs, hofrichter, Entbieten Fridriclien von Aufsesse, Ritter vnd Allen von Aufsesse vnsern gruss vnd alles gut, Vnd tun uch kunt mit disem brief, Als wir des yczgenanten vnsers heren des kungs vnd des heiligen Richs hofgerichte besessen haben zu heidelberg in der Bürge, An sant Vrbanstage nechste vergangen, das der liochgeborn furste, her Fridrich Burggraue zu Nürnberg, vor vns An demselben hofgerichte vff den Burgermeistern, den Burgern des Innern vnd des äussern Rates vnd andern Burgern gemeinlich der Stat zu Rotemburg An der Tauber gelegen Tausent Mark golcz, die Sy, nach lute siner brieue vnd friheite, Als Er hat von Romischen keysern vnd kungen, zu eyner pene verfallen sein, mit rechter vrteyle erkobert vnd er- wonnen hat, Als recht ist, vnd das Im ouch An demselben hofgerichte mit einhelliger vrteyle erteylet ist, Als recht ist, das man Im, soliche Tausent Mark golcz incznbringen, zu belfern vnd zu schirmern geben solle, wes Er begeret, Als das alles in solichen brieuen, Im vber solich vrteyle gegeben, eigentlicher vnd fö Iii elidier begriffen ist; Vnd wie wol wir An dem egenanten sant Vrbanstage zu liand, nach dem vnd das vorgenant hofgerichte doran gehalden vergangen was, von dem vorgenanten hern Fridrich ernstlich an- geruffen wurden, Im sölicli vorgenant helfere vnd schirmer zu geben vnd den von des egenanten hofgericlites wegen ernstlich zu gebieten, Als erteylet vnd recht were, das wir doch den vorgenanten von Rotemburg durch des besten willen beuor verschriben haben, das Sy die vorgenant pene Tausent Marke golcz mit rechter vrteyle verfallen sein, vnd In dorumb ernstlich gebotten haben, das Sy die dem vorgenanten hern Fridrich reichen, geben vnd be- czalen solten in den nechsten Sechs wochen vnd drin tagen, die nach dem egenanten vergangen sant Vrbanstage aneinander komen sein, Wann toten Sy des nit, so wurd man furbasser tun, Als erteylet wer, vnd das sich von des egenanten hofgericlites wegen zu tund gebiiret. Wann nu dem vorgenanten 51 Bd. VI. 401 liern Friclrich soliche vorgenant pene von den vorgenanten von Rotemburg nicht gegeben noch gerichtet ist, Als vns mit clage furbrächt ist, vnd wir, Als des vorgenanten hofgerichtes hofrichter, von demselben hern Fridrich Aber ernstlich angerufen sein, Im helfere vnd schirmere zu geben, Als Im An dem obgenanten sant Yrbanstage erteylet vnd in den brieuen doruber gegeben begriffen ist, Vnd wann Er ouch vff disen tag, Als diser brief gegeben ist, Alles, das die egenanten von Rotemburg haben, Es sy varnde oder ligende gütere oder habe, besuchcz vnd vnbesuchcz, nichcz vssgenomen, vor vns An dem egenanten hofgerichte vff ein genante Summe ouch Tausent Märke golcz er- clagt, erlanget vnd eruolget hat, vnd des ouch alles in nuczhch gewer geseczt ist, Als recht ist, Als das ouch soliche eruolgsbrieue doruber gegeben eigentlicher vsswisen: Dorumb, von des obgenanten vnsers heren des kungs gewaltes vnd hofgerichtes wegen, gebieten wir uch ernstlich mit disem brief, das Ir dem vorgenanten hern Fridrich zu den vorgenanten von Rotemburg vnd ouch zu den vorgenanten sinen erclagten vnd eruolgten gütern vnd haben vestichch vnd ernstlich beholfen sein, vnd ouch In vnd die seinen daby getruliehen hanthaben, schuczen vnd schirmen sollet, Als vil vnd Als lange, bis das Im die vorgenant Summen bede von denselben von Rotemburg, nach lute der vorgenante]! hofgerichtes brieue Im doruber gegeben, gerieht vnd beczalet werden, Als erteylet ist, dem heiligen Riehe, dem Rechten vnd dem egenanten hofgerichte zu ereil vnd zu liebe; Wann wer des nit entete, zu dem oder den wurde man dorumb richten, Als des yezgenanten hofgerichtes recht ist. Mit vrkund diss briefs, versigelt mit desselben hofgerichtes vffgedrucktem Insigele, Geben zu Heidelberg, Nach Crists geburt vierezenhundert Jare vnd dornach in dem Sibenden Jare, des nechsten Sampstags nach sant Margarethen tage. Original im Kiinigl. 3Sair. ^rnuinpnlaidjiitc jti Straberg. Ebendaselbst befinden sieh gleiche Gebotsbriefe an die übrige Fränkische Ritterschaft, insbesondere an Ritter Albrecht von Eejlofstein . Heinz von Ehen heim ; Hans von Grumbach, Burkard von Seckendorf zu Frankenberg; ingleichen an die Reichsstädte Nürnberg, Hall, Windsheim und Weissenburg. CCCLXXXVÜI. 19. Juli 1407. Wilhelm Gobott, Amptman zu Habelsheim, erwidert Herrn Friedrich Burggroff zu Nürnberg, auf die an in ergangene Mahnung, dasz er sein Lehnsmann nicht sey; auch sey er zu den von Rotenburg kumen mer dann vor zwei Jaren, ee dann der krieg sich angefangen hatte. Geben an Dinstag nach sant Margarethen tag, anno Septimo. Minutoli Kurf. Friedrich I. S. 165. CCCLXXXIX. Ildjtserkiiirintg Innig l\ii|irrd)t's mite biß licidjsstaiit l\ntl]ßiibiirg r mcgcn ijjrE* dtrcitcü mit IBnrggraf JFriebridj. 21. Juli 1407. Ruprecht von gotes gnaden Romischer Kunig, zu allen zyten merer des Richs, Bekennen vnd tun kunt offinhar mit diesem brieff Allen den, die yn sehent oder liorent lesen, wann der hochgeborn Fridrich Burggrane zu Nürnberg, vnser lieber Swager vnd furste, vor vnserm vnd des heiligen Richs Ilofgerichte vff die Burgermeistere, die Burgere des Innern vnd vssern Rates vnd andere Burgere gemeinlich der Stat zu Rotemburg an der Tauber gelegen souerre erclaget vnd auch erlanget hat, als reht ist, das Sy durch solicher vngehorsamkeite willen, dorumb, das Sy sich, nach dem vnd Sy von des vorgenanten Fridrichs clage wegen für das vorgenant Hofgerichte recht vnd redlich geladen vnd geheischen waren, vnd dornach von demselben Fridrich an dem Ersten, den Andern vnd dem Dritten Hofgerichten beclaget wurden, als desselben Hofgerichts reht ist, gegen solicher clage weder durch sich selber, noch durch ymants anders verantwort oder versprochen haben, als reht ist, In vnser vnd des heiligen Richs ahte mit rehter vrteyle geteylet sind, als des egenanten Hofgerichtes reht ist: Dorumb von Romischer kuniglicher mähte vnd gewalte haben wir dieselben Burgermeistere, die Burgere des Innern vnd vssern Rates vnd andere Burgere gemeinlich Mannes gesiechte vnd über vierzehen Jare Alte der egenanten Stat zu Rotemburg In vnser vnd des heiligen Richs Ahte getan vnd gekündet, vnd haben Sy vsz vnserm vnd desselben Richs friede vnd schirme genomen, vnd in den vnfriede geseczet, vnd haben auch allermeniclich gemeinschafft mit In zu haben wissentlich verbotten, vnd gebieten dorumb allen forsten, geistlichen vnd werntlichen, Grauen, Fryen, Herren, Dinstluten, Rittern, knechten, Burggrauen, Landrichtern, Richtern, Vögten, Ainptluten, Bürgermeistern, Schelfen, Reten vnd gemeinden, vnd allen andern vnsern vnd des heiligen Richs vnd er tauen vnd getruen, den dieser brieff forkomen wird et, by vnsern vnd desselben Richs rehten vnd gehorsamkeyte, ernstlich vnd vesticlich mit disem brief, Das Sy die egenanten von Rotemburg, vnsere vnd des yczgenanten Richs Filtere, furbaszmere weder Imsen, noch houen, etzen noch trenken, noch keinerley gemeinschafft mit In haben, noch die Iren haben laszen, weder heimlich noch offinlich in dhemwise, Sunder dem eatenanten Fridrich vnd den sinen uff dieselben Ehtere getruelich vnd ernstlich 403 behulffen sin, vnd Sy auch in allen Steten, Sloszen, gerichten vnd gebieten vnd an allen enden, zu waszer vnd zu lande, bedy von vnsern vnd des Richs vnd auch des egenanten Fridrichs wegen vffhalden vnd, als desselben Richs vn- gehorsamen Ehtere, bekümmern, angrifen vnd mit yn tun vnd gefaren sollen, Als man mit des heiligen Richs vngehorsamen Ehtern billich vnd von Rehts wegen tun vnd gefaren sol, als vil vnd als lange, bisz das Sy in vnser vnd desselben Richs gnade vnd gehorsamkeyte wieder komen sind, Als Reht ist; Wann, was also an denselben Ehtern gescheht vnd getan wirdet, damit sol, noch mag von Rehts wegen nymant missetun, noch gefreuein wieder vns, das yczgenant Riehe, noch sust wieder ymants anders, noch wieder keinerley gerichte, geist- lichs noch wernthehs, Landfrid, Landgerichte, Stetgerichte, Fryheit noch ge- wonheit, noch wieder kein ander ding in dheinwis. AVere auch diese vnsere kunighehe gebotte freuenlichen vberfüre, oder die nicht Melde, tete oder nach sinem vermögen vollenfürte, der vnd die wurden In sölich vnsere vnd des vorgenanten Richs Alite vnd pene verfallen, gheherwise als die vorgenanten Ehtere verfallen sind; Man wurde auch dorumb zu dem oder den Richten, als des icz- genanten vnsers vnd des heiligen Richs Hofgerichtes Reht ist. Mit vrkund disz briefs, versigelt mit desselben Hofgerichtes anhangundem Insigele, Geben zu Heidelberg Nach Crists geburt vierezehenhundert Jare vnd dornach in dem Sybenden Jare, Des nehsten Dornstags vor sant Marie Magdalene tage, vnsers Richs in dem Sybenden Jare. Jo. Erichen. düripwl im Königl. Inir. |Srotiittjinlardjiuc |u ätnrnbtrg. cccxc. Innig Eitprtdjt gfbictct km inrggrnfcn lnljonn, bie Etirljsadjt an kr dtuk Entljentmrg nnlhtrateii j\\ jjelfen. 21. Juli 1407. Wir Ruprecht von gotes gnaden Römischer kung, zu allen ziten nierer des Richs, Embieten dem Hochgebornen Johansen Burggrauen zu Nürnberg, Ynserm lieben Swager vnd forsten, vnser gnad vnd alles gut, vnd tun dir kunt mit disem brief, das der hochgeborn Fridrich Burggraue zu Nürnberg, vnser lieber Swager vnd forste, vff die Bürgermeister, die Burgere des Innern vnd des äussern Rates vnd andere Burgere gemeinlich der Stat zu Rotemburg An 404 der Tauber gelegen, vor vnserm vnd des heiligen Richs hofgerichte souerre geclaget vnd oucli erlanget hat, das dieselben von Rotemburg in vnser vnd des heiligen Richs Ahte mit rechter vrteyle geteylet sind, Als desselben hofgerichtes recht ist, Vnd das wir Sy dorumb in solich Ahte von Romischer kunglicher mähte vnd gewalte getan vnd gekündet haben, Als das soliche Ahtebrieue dor- uber gegeben eigentlicher vsswisen. Dorumb gebieten wir dir, by vnsern vnd des heiligen Richs Rechten vnd gehorsamlceite, ernstlich vnd vesticlich mit disein brief, das du dieselben von Rotemburg, vnsere vnd des heiligen Richs Ehtere, furbassmere weder husest, noch houest, eczest, noch trenkest, noch keinerley gemeinschaft mit In habest, noch die dinen haben lassest in dhein wis, Sunder dem egenanten Fridrich vnd den sinen vff Sy gemeinlich vnd sunderlich, nach lute der egenanten Ahtebrieue, getrulich vnd ernstlich be- holfen sein, Vnd Sy ouch bedy von vnsern vnd des Richs vnd desselben Fridrichs wegen vffhalden, bekumern, angrifen vnd mit In tun vnd gefaren sollest, Als man mit des heiligen Richs vngehorsamen Ehtern billich vnd von Rechts wegen tun vnd gefaren sol, Als vil vnd als lange, bis das Sy in vnsere vnd desselben Richs gnade vnd gehorsamkeite wider komen sind, Als recht ist; Wann, tust du des nit, so wirdest du in solich Ahte verfallen, Als dieselben Ehtere verfallen sind; Man wirt ouch dorumb zu dir richten, Als des egenanten hofgerichtes recht ist. Mit vrkund diss briefs, versigelt mit desselben hofgerichtes vffgedruktein Insigele, Geben zu heidelberg, Nach Crists geburt vier- czenhundert Jare vnd dornach in dem Sibenden Jare, des nechsten donerstags vor sant Marie Magdalene tage, Vilsers Richs in dem Sibenden Jare. (ßrigittal im Küttig!, lair. ^roainjialardjiue ftt Itttttteg. Ebendas. befinden sich gleiche Gebotbriefe an andere Fürsten, Grafen und Herren in Franken. CCCXCI. innig Ittiimljt gebietet km Bitter JFriekidj nun Infsm itnü alten kn deinen, ke Ileirfjsadjt an kr Im der obgeschriben artikel einer oder mer nicht gehalten wurden vnd Im ver- czugen oder seinen erben, so liet er oder sein erben, alsz vorgeschriben stet, vollen gewalt, die. obgenanten purgen al mit ein ander czu manen, vnd wenn die dann also von Im oder seinen erben ermant wurden mit briffen, poten oder vnd er avgen, so sol einer auff den andern nicht waygern, noch verczihen in chanerley weisz, dann al mit einander leisten, yder man mit einem knecht vnd einem leisperen pferd czu essenhacli oder gein kemnat, in der stet einew, in welchalb sie von ym oder seinen erben ermant worden an geuerd, vnd ausz der leistung nicht kumen alsz lang, pisz der obgenant koczawer oder sein erben gericht vnd heczalt sein an allr Scheden, darvmb sie gemant hetten. wer aber dann, das Im die purgen die leistung verczugen, oder seinen erben denn desz schaden nemen, wie der schad genant wer, an eyd vnd Iren siechten worten darvmb czu glauben, den geloben wir vnd geheissen In den trewtlich abczutun vnd trewtlich angeuerd, mitsampt dem habptgut, an al widerred vnd Irem geprechen an geuerde. wer aber, das der purgen ainer oder inere abgingen, do got vor lang sey, oder vom dem lande füren, so sullen wir Im oder seinen erben einen als guten hin wider seczen an des obgenanten stat, alsz der obgenant gewest ist an geuerd. vnd ab der briff eins artikels czu vil oder czu wennig liet, das sol dem gegenwertigen briff keinen schaden pringen. vnd wil der sigil auch eins oder merer an dem briff hanget, so sol der briff gancz vnd vnuerworffen sein an aller stat, wo man In furpringt oder czeyget; vnd wer nicht (sie!) den briff Innen hat mit heinrich des kocawer wil vnd wort oder seinererben, alsz denn vorgeschriben ist, den sind wir oder vnser erben als des gepunden vnd suldich, des wir heinrich dem koczawer oder seinen erben suldich sein, trewlich an al geuerd. Datum plassenberg, Johannis Baptist,e, Anno etc. MCCCC octauo. (ßemcttibttdj lucggtnf loljnttti'a III. CCCCXLVI. 27. Juni 1408. Vilich Reting, pfarrer czu Czober vnd seine Brüder verkaufen frawen Katrein vnd frawen Angnesen, bargrafinen czu Nürmberg, und dem couent dez jungfrawen closters czum Hofe ir gut czu Leubnitz. Geben an mitwochen nach sende johannes tag dez heiligen teufers, 1408. Longol, Sichere Nachrichten Tli. X. S. 45 Anmerk. Ebendas. Th. V. S. 52 Notiz über zwei andere Käufe derselben Burggrafinnen d. d. 4. Aug. 1408 u. 9. Juni 1409. 406 %i\\\\\\m ks inrggrüfliiijBn Ifnfineisters non Jkcktikt 'f nnii ks non Ifornkri], kss sk kti nn kr llotljEiiliiirger Jtljk für inrggraf Jnekirfj ktliriligtcii (Bklkimljtfii je 50 #ttlkn nun kr Beute uersprarijen Ijakn. 22. Juli 1408. Ich Irrenfried \oii Sekendorff, Ritter, Hoffmeynster dez Hochgebornen fürsten vnd herren, Burggraue frieclrichs von Nüremberg, vnd Ich Hornek von Hornberg, Bekennen vns offen lieh mit diesem Brieffe. von sölicher zusprüche vnd vorderünge wegen, Als diese Erbern veste knelite, Bernolt von Talhein der Jünge, Wilhelm Jüde vom Steyn, Ylricli von Rosenberg, Peter Münche von Rosenberg, Hans von Dürn, Conrad von Siekingen vnd Heinrich von Kochendorff, vordem an den obgenanten fürsten, Burggraue friedlich, von sölicher hülfe wegen, als sie Im getan haben In dem kriege gen den von Rotenburg darvmb er ire ieghehem geredt habe zu geben lünffczig güldin, vnd als sie daz vff vns zwen ziehen, wie daz wir daz zwischen In beredt vnd beteydingt haben: Also bekennen wir obgenanten zwen, daz ez also zwischen In beredt vnd beteydingt wart, Ob daz wer, daz ez sich vnserm vorgenanten herren dem Bürggrauen also gelüket, daz er den von Rotemburg ein güte redliche name neme, oder daz er In ein nyderlag tete vff dem felde vnd gute gefangen ge- wunne, vnd daby die vorgenanten Edelknehte weren, So solt ich Horneck obgenanter selber darin griffen vnd sölt ire ieglichem fünffezig guldin geben davon. Were auch, daz vnserm obgenanten gnedigen herren ein redlich nücz- lich rihtüng von den von Rotemburg gieng vnd entstünde, So sölt er auch der obgenanten Edelknehten ieglichem fünffezig guldin schuldig sin zu geben, ob Im ein merklich habe vnd Summe von den von Rotemburg würde vngeuer- licli. zu vrkunde vnd gezugniezze diese obgeschriben teydinge zu besagen, So hat vnser ieglicher sin eygn Insiegel vff diesen offenn Brieff gedrukt zu ende der gescliriefft. Geben vff den Suntag vor Sant Jacobs tag, Anno doinini M° CCCC°YIII°. ©rigiiml im üiinijjl. Inir. ^rouinfinlnrrliiur |u -Bamberg. ccccxlvil ccecxLviii. Burggraf Sntjnnn )ti lürnhcrg ucrknitft an tfans unn Balknffls öie Darfrr Bidjtadj, Balöbiidj unb jFclblinrl). 23. Juli 1408. Wir Johanns von gotes gnaden Bürg graue czu Nur einherg vnd alle vnser erben vnd noclikomen, Bekennen mit diesem offen brieff allen den, die diesen brieff sehen oder hören lesen, daz wir mit gutem willen vnd wissen recht vnd redlichen verkaufft vnd czugeben (sie!) haben vnserm lieben getrewen Hannsen von Waidenfels, ritter, vnd allen seinen erben vnd nochkomen vnser dorff czü vichtecli vnd den Rewczehenden doselbst vnd vnser dorff zü waltpuch vnd vnsern hoff czü feltpuch vnd alles daz, das czu den egenanten dorffern vnd guten gehört, in dorffe vnd czu felde, mit allen eren, nüczen vnd wirden, nicht awszgenomen, als wir sie ynnen gehabt haben on alles geuerde: Also, das wir, nochniemands von vnsern wegen, noch kein vnser erbe noch nachkomen mit den Egenanten dorffern vnd guten ewiclichen nicht czu schicken, noch czu gepieten sullen haben, weder czu beseezen noch czu entseezen, weder mit frone noch sust mitlceyner- leye, on alles geuerde; Doch nemen wir vns aws das lialszgerieilte, was haut vnd hals antrifft. Die vorgenanten dorffer vnd gut haben wir Im geben vmb Newnhundert guidein, alte Reynische guidein, gut am golde vnd swer genug an rechtem gewichte, Nuremberger werung ongeuerde, der wir von Im gancz vnd gar gewert vnd bcczalt on vnsern schaden, vnd sagen In dorumb genez- lichen qwidt, ledig vnd losz, Also, daz hanns von waldenfels vnd alle sein erben vnd nochkomen die vorgenanten dorffer, czehent vnd gut fürbas ynnen haben sullen, nuezen vnd nieszen, beseezen vnd entseezen mit gerichte vnd andern rechten, awszgenomen daz halszgerichte, als wir sie ynnen gehabt haben, noch irem willen wenden vnd keren, als ander ire gut ongeuerde. Auch ist gerett vnd geteydmgt worden, wenn wir auf ander vnser lande stewer legten, So mochten wir auff die vorgenanten dorffer vnd gut auch wol ein gewonliche stewre legen, Also, daz doch der guter dheins wust wurde von der stewre wegen. Auch ist gerett vnd geteydingt worden, daz wir vnd alle vnser erben die vorgenanten dorffer vnd gut mit allen rechten, als wir sie Im czu kauffen geben haben, wider kauffen mügen alle Jar Jerüchen, weihe czeit wir wollen Im Jare, wider In oder sein erben, vmb Newnhundert alte Rev- " ' fj irische guidein gut an golde vnd swere genug an gewichte, auch Nuremberger werunge: Also, wenn wir oder vnser erben den widerkauff thun wolten, So 4G8 ■ . solten wirsz Im oder seinen erben ein virteil Jars vor sagen vnd czu wissen thun, vnd solten In oder sein erben beczalen czu warttenfels in dem Slosse in seinem teile, oder drey meile dorumb In Slossen oder in Steten, wo er oder sein erben die beczalung danne nemen wolten, on alle sein schaden ongeuerde; wer aber, daz wir oder vnser erben Im oder sein erben die beczalunge püten vnd verkündigten vnd sie darnocli In einem virteil Jares nicht beczalten, als vorgeschriben stet, So hette der vorgenant hanns von waldenfels oder sein erben die hernaehgescliriben vnser bürgen czu manen vmb sein gelt, dorauff czu leisten, wenn er wolt, vnd was er oder sein erben des gehles dann furbas schaden nemen zü Juden oder czu kristen, oder von Iren schuldigern vmb Ir gult auff sie getriben ader getan würde, wie sich der schade mechte on auf- secze vnd vngeuerlichen, den sie törsten bereden bey iren waren trewen, denselben schaden sullen vnd wollen wir oder vnser erben in richten vnd wider- keren mit dem liaubtgelde 011 allen eintrage vnd Widerrede on alles geuerde. vnd sollen auch vnser hernaehgescliriben purgen darumb czu leistend behafft sein vmb haubtgut vnd Scheden, als lange bis sie genczliclie beczalt vnd gericht werden, noch lawte vnd sage des brieffs ongeuerde. vnd daz dem obgeschriben hannsen von waldenfels vnd alle sein erben alle die stucke vnd artikel, die In diesem brieff vor vnd noch geschähen sten, von vns vnd vnsern erben war, stete vnd vnuerbrodienlich gehalten werde vnd bleibe, des czu einer merern Sicherheit, So seezen wir für vns vnd vnser erben Im vnd allen seinen erben zu vns vnuerscheidenhclien zu bürgen mit gesampter liant die hernaehgescliriben Burgen, mit solicher vnderscheit vnd in der masze: ob Im oder seinen erben an einem oder an mer der vor vnd hernach geschriben stucke vnd artikel nicht gehalten vnd volfurt wurde, So hette er oder sein erben die hernaehgescliriben vnser bürgen zu manen zu leisten, vnd wenn die von Im oder sein erben ge- mant werden mit brieffen oder hotten, zu haws, czu hoff oder vnter awgen, so sol ir yeglicher der gemanten bürgen von stündan noch der ersten manunge einen kneclit mit einem pferde gen Bamberg, oder gen Ebern, oder gen koburg, in der drey er stete eine, in eins offen wirtes haws, die In dann benant würde, vnuerczogenlich in die leistung schicken vnd do leisten auff vnsern schaden, noch gastes rechte, vnd aws der leistunge nymmer czu komen, bis als lange, daz dem obgenanten hannsen von waldenfels vnd alle seinen erben vnd noch- komen alles daez genczlichen vnd gar gehalten vnd awszgericht wirdet, dorauff sie dann auff die frist vnd czu yeder czeit czu leisten gemant haben ongeuerde. vnd ob der brieff dlieinerleye mal oder gebrechen gewunne, Es were an In- sigeln oder an andern dingen, so sol es Im vnd sein erben vnschedlichen sein, vnd ob er vnd sein erben ein andern brieff haben wolten, wenn wir oder vnser 469 f i 1 iMlIIH iisi «Hl ;| Iii !, •. t erben von In dorumb gemant würden, So solten wir In dornoch in czweyen inoneiden ein als guten redlichen brieff vertigen vnd geben, als der gewest were, als verre vnd des not von gebrechenheit des brieffs wegen were, on alles geuerde; Tetten wir des nicht, So lietten sie vnser bürgen dorumb czu manen, als obengeschriben stet. Wer es auch, daz der hernachgeschriben vnser bürgen einer oder mer abgingen von todes wegen, daz got lange beware, oder vom lannde für, oder ein geistlich man wurde, So sullen wir In ein andern als guten vnd gewissen bürgen an des abgegangen stat wider seezen in XIIII tagen dornoch, als wir von erste dorumb gemant wurden vnd als dicke In des not geschee; Geschee des nicht, so solten die andern bürgen leisten, die noch do weren, wurden sie dorumb gemant, gleicher weisze als do vorgescliriben stet, als lange, daz daz verpürgen geschee, vnd die czall der purgen wider gancze wurde ongeuerde. Ginge auch der leistende knecht oder pferde eins oder mer In der leistunge abe oder verczert sich dorynnen, So sol ye derselbe bürge, des danne der knecht oder pferdt gewest were, einen andern knecht oder pferdt vnuerczogenlichen in die herberge in die leistung wider schicken, die dann furbas aber leisten vnd thün, als vor von In geschriben stet, als offt vnd als dicke des not geschieht ongeuerde. Auch sullen vnd wollen wir oder vnser erben die hernachgeschriben vnser bürgen gütlichen vnd frewntlichen losen von dieser burgschafft, 011 alle ire Scheden vnd 011 notrecht ongeuerde. vnd des alles czu einem waren guten vrkunde, so haben wir obgenanter Burggraff Johanns czu Nuremberg, für vns vnd alle vnser erben vnd nochkomen vnser eigen Insigel an diesen offen brieff gehangen, dorvnter wir vns alle verpinten, vnd gereden vnd geloben, alles daz stet, gancze vnd vnuerbrochenlichen czu halden, daz an diesem gegenwertigen brieff vor vnd hernachgeschriben stet, vnd vns do wider nicht czu seezen, noch czu thunde, noch anders nyemandt von vnsern wegen, weder mit gerichten, geistlichen noch werntlichen, noch 011 gericht, mit wortten noch mit wercken ongeuerde. Auch wer den brieff innen hat mit des vorgenanten hannsen von waldenfels oder seiner erben guten willen, wissen vnd wort, dem sol der brieff vnd was dorynnen geschriben stet als wol nuezen, als Im selber. So seindt dits die bürgen, von den vor vnd hernöc-h geschriben stet: Eberhart von Redwicz, fridrich Piassem- berger, Otte von Wallenrode, Concze von Wallenrode, Heinrich von Feilczsche, Kwnemunt von dobennecke, Jorge von Planckenfels, Hanns von Awfses vnd Arnolt von Wallenrode, vnd wir die yeezgenanten bürgen bekennen an diesem offen brieff, daz wir mit gutem willen purgen worden seindt, durch fleyssiger pete willen des hochgebornen fürsten vnd herren Bürggraffe Johannsen zu Nüremberg, vnd geloben mit guten hantgeben trewen, als gute purgen czu 470 , . . . ___ rtrfiWiwhiiwr leisten vntl czu halten vnd czu thunde alles daz, daz vor vnd hernoch von vns geschriben stet, ob es czu schulden kümpt vnd wir des (sie!) von dem vorgenanten hannsen von waldenfels oder seinen erben oder nochkomen, oder wer dann den brieff mit Irem guten willen ynnen hette. Es sullen, noch enwollen die leistunge vnser dheiner auff den andern nicht verezihen, noch fürezihen, daz wir in andern leistungen begriffen sein, oder daz wir Jare vnd tage vn- gemant blieben seindt, oder daz man on vnsern wissen vnd wort lenger trist gegeben habe, sunder als offt vnd dickein leistung not geschieht, So sullen vnd wollen wir halten vnd leisten vnd thun als gute bürgen, als daz vor an diesem brieff von vns geschriben stet ongeuerde. Des czu einer waren vrkunde, So haben wir vnsere eygene Insigel czu vnsers vorgenanten gnedigen herren Insigel an diesen offen brief gehangen, der da geben ist noch Cristi vnsers herren gepurt virezehenhundert Jare vnd dornoch In dem achten Jar, am neh- sten Montag vor sandt Jacobstage des heiligen czwelfpoten. (©rtncinbitdj Burggraf Snjjatin'a III. CCCCXLEX auf arht Inljrt tum itmmi mib liistcn Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zw Nur einherg Bekennen, Als wir solche verdurbliche Scheden, die vnser liebe getrewen, die Burger gemeinc- lichen In vnser vor Stat zw Wunsiclel gesessen, von pranndes wegen auff diezs Jare genomen haben, vnd verprunnen seindt, mercklichen angesehen vnd erkannt haben, das wir dieselben, alle vnd yglichen besunder in der vor Stat gesessen, den Ir habe verprunnen ist worden, von besunder gnade vnd Irer fleisziger pete vnd sunderiiehen durch vnsers vnd vnser vorgenanten Stat nuezes vnd pesserunge willen, vnd Vornamens zw widerbringunge vnd widerkomen Irer habe vnd gepewe, recht vnd redlichen gefreyet haben, vnd freyen auch die In craft diez briefs, Also vnd in solicher masse, das dieselben verprunen In der vor Stat zw Wunsidel gesessen, alle vnd yglicher besunder, an stewren, an fronen, an czinsen vnd vor allen vnczimlichen bekumernussen, von datmn diezs briefs vber Acht ganeze Jare, die sich nechst noch einander verkniffen, sicher vnd freye siezen vnd beleiben sullen vnd mugen ongeuerde, Es were dann, das sie oder Ir einer mit dem rechten ichtes verfilen, dasselbe sie noch demselben rechten oder noch gnaden pussen vnd pessern sullen ongeuercle. vnd dornmb yglicher, der also schaden von prandes wegen genomen hat vnd verprunen ist in der vorstat gesessen, bekomlichen, wol vnd nuczlichen wider pawen sol ongeuerde. were auch, das derselben verprunen einer oder iner schenclcen wolt vnd wurde, welcherley gedranckes das were, dorvon er vngelt geben sol, als ander die vnsern, die vnverprunnen seindt, vnd recht oder ge- wonheit ist ongeuerde. des zw warem vrkunde vmd bestetigunge aller vor- geschriben stucke, punde vnd artickel, haben wir vnser Insigel an clisen brieff gehencket, der geben ist czw plassenberg, feria secunda ante Jacobi, Anno MCCCC 0 octauo. ®cmtinbndj Inrggrnf HoJjamt's III. CCCCL 3. August 1408, Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue czü Nuremberg, Bekennen vnd thun kunt offenlich mit diesem brieffallen den, die In sehen oder hören lesen, für vns, alle vnser erben vnd nochkomen, das wir rechter redlicher schulde schuldig worden seindt vnd gelten sullen vnd wollen vnsern lieben getrewen Albrechten Sacke czu Geilstorff gesessen, Magdalen seiner elichen wirttinn, Ylrichen Sacke seinem Sune, allen iren erben oder wer den brieff mit irem guten willen ynnen hat, Sibenhundert Reynische guidein alter werunge, gut am golde vnd swer genug auff der wage, als ir recht ist ongeuerde, der wir genczlichen vnd gar von In gericht vnd beezalt seindt worden on alle vnser scheelen, vnd wir an vnsern nücze vnd frumen geAvant vnd leget haben, dieselben Summe guidein Sibenhundert vorgeschobner werunge sullen vnd wollen sie (sie!) genczlichen vnd vnuerczogenlichen richten auicI beczalen auff den nehstkunfftigen sandt Peters tage kathedra genant über ein ganeze Jare, Ader- czehen tage vor oder vierezehen tage dornoch, zu Plawen oder czü Olsznicz, in der czAveier stete eine, avo sie Avollen, mit sampt den czinssen, ob der ichtes a r orhannden auicI vmbeczalt weren worden, one alle ire Scheden ongeuerde; vnd sullen vnd Avollen wir In von der yeezgenanten Summe gülclein Jerlichen czu czinsse reichen vnd geben Sibenczig guidein a r orgeschribner werünge, halb auff Obersten schirst komend vnd halb an 11' sandt Johannstane Sünwenden o dornoch nehst künfftig, alles ongeuerde. derselben czinsse wir sie Jerlichen vnd auff yegliehe frist aufezuheben vnd einezunemen beweysen auff vnser Stat czüm hofe, die In vnser lieben getrewen, der Bürgermeister, die Burger des Rates vnd die Burger gemeinclichen arm vnd Reiche daselbst, awszrichten, geben vnd beczalen sullen czu yeglicher frist, als vorgeschriben stet ongeuerde; vnd sullen sich auch vmb soliche vorgeschriben czinsse zu geben gegen den vorgenanten Albrechten vnd Vlriclien den Secken vnd Iren erben verschreiben vnd verbriefen, dor an sie noch gleichen dingen ein genüge gehaben mugen ongeuerde. Wenn wir sie auch Ires geldes der Sibenhündert guidein vorge- schribner werunge auff den nehstkunfftigen sandt Peters tage kathedra genant über ein ganezes Jare, XIIII tage vor oder XIIII tage [dornach] richten vnd beczalten, was sich dann von demselben sandt Peterstage kathedra genant vnts auff sandt Johanns tage Sünwenden dornoch am czinsse czu geben ge- püret, daz sol vns obgenanten Burggrauen Johannsen vnd vnsern erben an den obgeschriben Sybenczig guidein czinsses abgeen; Was wir In dann czinsses auff soliche frist schuldig blieben vnd weren, denselben czinsse mit sampt dem haubtgute wir sie gutlichen vnd vnuerczoglichen richten sullen vnd wollen on alles geuerde. Tetten wir des nicht, was sie des dann noch der obgeschriben frist schaden nemen czü Cristen oder Juden, mit bottenlon, czerünge oder mit nachreysen, wye der schade körne, der redlicher ongeuerlicher schade hies vnd were, denselben schaden Süllen vnd wollen wir In auch mit dem haübtgüt abrichten vnd beczalen ongeuerde. Auch sullen vnd wollen wir sie zum rechten getrewlichen versprechen vnd vertheidingen vnd bey rechte behalden, so wir pest mügen, als ander die vnsern ongeuerde. In sol auch dheinerleye gericlite, geistliches noch werntliches, pabstes noch prelaten pane, keysers noch künigs achte, verpuntnüsse noch eynunge der fürsten, herren, Ritter, knechte, Stete, noch des lanndes, an der vorgeschriben irer beezalunge haubtgutes, noch czinszes schaden bringen In dhein weisz ongeuerde. Vnd des czu Merer Sicherheit haben wir In vnuerscheidenliclien czu vns zu bürgen geseezt vnser lieben getrewen, die hernachgeschriben, mit soheher bescheidenheit: ob das were, das In nicht genczlichen vnd gar alle obgeschriben stucke vnd artikel vnd yeglicher besünder volfurt wurde, als obgeschriben stet, So haben sie wol macht vnd gewalt, dieselben hernachgeschriben vnser bürgen manen czu leisten, vnd wenn die also gemant werden mit hotten, brieffen, zu haws, zu hofe oder vnter awgen, So sol Ir dheiner die leistunge auff den andern nicht verezihen, Sund er es sol Ir yeglicher besunder einen knecht mit einem pferde ins eins offen wirts haws schicken vnd stellen gen plawen oder gen Olsznicz, In der 60 Bd. VI. 473 ezweyer stete eine, In welche sie ermant werden, vnd dorynnen ligen vnd leisten, noch gastes recht, So lange bis daz In alles das volbracht vnd vollurt wirdet, daz obgeschriben stet. Ginge aber der leistende kneclit oder pferdt eins oder mer abe, oder sich in der leistunge verleisten, So sol ye der Bürge, des der knecht oder pferdt gewesen were, einen andern kneclit oder pferdt In die leistünge schicken vnd stellen In vierczehen tagen dornocli vnd sie des ermant werden, als dicke vnd offt des not geschee ongeuerde. Ginge auch der Burgen einer oder 111er abe von todes wegen oder fure von dem lannde, als offt daz geschee, So sullen vnd wollen wir In als guten vnd gewissen an des abgegangen stat seczen, als der abgangen gewest were, In einem moneidt dornoch, als wir des ermant werden, oder die bestannden bürgen sullen so lannge leisten, bis daz gesclieen ist ongeuerde. Wer auch diesen brieff mit Irein vnd irer erben guten willen ynnen hat, dem oder den sein wir verpunden vnd schuldig, zu geben, czu beczalen vnd zu uolfuren alles, daz In diesem brief geschriben stet, In allenmasze, als den vorgeschriben Secken vnd iren erben ongeuerde, vnd haben auch alle die recht macht vnd gewalt, zu manen vnd zu fordern, als die yeczgenanten Secke vnd Ire erben ongeuerde. So seindt dits die Burgen : Conrad von Zedwicz, Ritter, Nickel von koczawe czu fatiga, kwemunt von dobennecke, heinrich von hirsperg, Aberdar vom Riczenstein, Gerhart von koczawe vnd Nickel Moschler. Vnd wir yeczgenant Burgen Bekennen dieser Burgschafft, vnd wollen alles daz volfuren, thun vnd enden, das von vns oben an diesem brieff' geschriben stet ongeuerde. Vnd wir obgenanter Burggraue Johanns wollen vnser yeczgenante Burgen von dieser burgschaft gutlichen loszen vnd ledigen on ire schaden ongeuerde. Des zü vrkunde etc. Actum zum hofe, am freytage vor Oszwaldi, Anno octauo. (ßnticinbiidj Burggraf Jajjaitn's III. CCCCL1. 15. August 1408. Heinrich Krewsner bekennt, daz in Burggraue Johanns zu Nuremberg bezalt hat aller Schuld vnd Scheden, die er vor Habelsheim, Entsee und Nortenberg genommen. Datum Flassenberg, unter Hansen von Mengersrewte Insigel, an unser lieben Frawentag Assumpcionis, Anno XHII c. Octavo. ißriginnl im liinigl. Bnir. ipSrnuiitjialardiuic ju Saarnberg. Ebendas. ähnliche Quittungen von Nickel Rabe (7. Aug. 1408) und Matlies Mengersrewter und Conrad Ermsrewter (d. d. Plassenburg 13. Novbr. 1408). 474 CCCCLII. 19. August 1408. Hans von Steynaw bekennt, daz her Fridreich Burggraf zu Nur einherg in genzlich awsgericht hat soliclies soldes, als er im schuldig gewesen von dem reiten, das er mit Im getan hat hinein gen Lamparten über pirge. Geben am Suntag vor sant Bartholomestag, nach Crists gepurt vierzehen- hundert jar und darnach in dem Achten Jare. dkiginnl im Sünigl. 'lair. |imuin|ialattj)iuc |tt lamberg. CCCCLIII. 23. August 1408. Bischof Albert von Bamberg, Burggraf Friedrich zu Nürnberg, Friedrich von Lympurg, Hauptmann des Landfriedens in Franken und Baiern, Eberhard von Erbach und Eberhard von Hirschhorn entscheiden die zwischen Bischof Johann und dem Domcapitel zu Würzburg anhängigen Streitigkeiten über die Cassation der Domcapitelssiegel, Aufhebung der Zünfte, Steuerbefreiung, Münzprägung etc. Geben zu Bamberg an S. Bartholomeus Abend. Reg. Boica T. XII. pag. 19. CCCCLIV 10. September 1408. Hans Schenk zu Geyrn bekennt, daz im Burggraf Fridrich zu Nuremberg bezalt hat achtzig Gulden für Hengst und Scheden in dem Krieg gen den von Rotemburg. Geben am Montag nach unser Frawentag als sie geporn ward, Anno MCCCCVHL (Mginnl im Sonigl. 5kir. $rajjtnjia!ard)itie ;n 33nmhcrg. Aehnlielie Quittungen von Ritter Heinrich Schenk von Geyern (1. April 1408) und Ritter Jörge Schenk von Geyern (2. März 1409) finden sich ebendas. 475 CCCCLV. 15. September 1408. Peter in der Klingen, Burger zu Ochsenfurt bekennt, daz Seicz Fischlin im anderthalphundert und acht Gulden an der schulde seyns gnedigen herren Burckgraff Friderich hezalt hat. Geben am Samstage nach des heiligen Ivreuczstage Exaltacionis, Anno domini MCCCC Octavo. (Kriginnl im Ib'itigl. inir. ^graninjialardjinE §tt lainhcrg. Ebendas. noch etliche Quittungen aus dieser Periode über kleinere Schuld Forderungen an den Burggrafen : von Andres Zobel von Wolkshausen (4. April 1407), Bez Czenkgreff (12. Febr. 1408), Graft von Enslingen (IG. April 1408). CCCCLVI. Burggraf Saljann ncrkauff IfnjjEnherg nnit Bnnsiekl tuichcrkiniflid] an iiintljrr (®rufen nun fdjiiiaritntrg. 29. September 1408. Wir Johanns etc. Bekennen, für vns vnd alle vnser erben vnd nochkomen, daz wir mit wolbedachtem mute, vorbetrechtikeit vnd wissen vnser frewnde vnd Rethe recht vnd redlichen verkaufft vnd czu kauffen geben haben Hohem- berg *) vnd Wunsidel, mit allen lehen, gerichten, nuezen vnd czugeliorungen, Also daz Register awsz weiset, das wir vnsern nochgeschriben kaüffern mit vnserm Insigel versigelt doruber gegeben haben, vnd daz ist alles vnser freye eygen, vnd haben die vorgenanten Slosz vnd Ir zügehorunge dem Edlen Grauen Günther von Swarczbürg, herren czuRanysz, vnd allen seinen erben verkaufft für freye eygen, vnd haben In daz gegeben vmb funffthalbtawsent Reynische guidein, gut an golde, gerecht am slage vnd swer genug von gewichte, die er vns nuczlichen beczalt vnd vergolden hat. vnd wir vnd vnser erben sullen Im vnd seinen erben der allezeit geweren vnd sie In entwerren, als offte vnd dicke In des not geschieht ongeuerde. vnd was lehen fiirbas verfielen, noch datuni dits brieffs, die czu leyhen weren, es weren purggut lehen oder ander lehen, die sol vnd mag er leihen, als recht ist, doch solichen, die dann recht darezu haben. Was aber lehen abestürben oder verfellig bey Im wurden, dieselben vnd soliche lehen er czu dem slosse behalten, die nuezen vnd nieszen sol vnd mag, dieweile der widerkauff vmb In nicht gescheen ist ongeuerde. Wenn aber 476 wir oder vnser erben vinb In oder sein erben, oder wer den brieff ynnen hat, den widerlcauf also tetten vnd sie des haubtgutes, als vor vnd nochgeschriben stet, gericht vnd beczalt hotten, so sollen soliche verfallen oder abegestorben lehen, mit sampt den Ampten vnd Iren czugeliorungen, wider an vns gefallen ongeuerde. Vnd aws dem kauffe haben wir vns genomen vnd nemen aws die stewre ezu WunsideI vnd In den Merckten vnd dorffern, die czu hohemberg vnd Wunsidel gehören, do mit er, noch die seinen niclites czu schicken sullen haben, dann als hernach geschriben stet: Also, wenn wir ein gemeyne stewre nemen In andern vnsern steten in dem obern lannde, So sol vns der vorgenant Graue Gunther oder sein erben, oder wer den brieff ynnen hadt, zu Wunsidel vnd czum Arczperge auch stewre lassen volgen, wenn wir auch ein gemeyne stewre nemen In andern vnsern lannden vnd Ampten In dem obern lannde, So sol vns der vorgenant Graue Gunther oder sein erben oder wer den brieff ynnen hat auch stewer lassen volgen In den dorffern vnd Ampten, die gen hohemberg vnd Wunsidel gehören, Doch also, wenn wir soliche stewre nemen vnd haben wollen, So sullen wir die vnsern vnd Graue Gunther die seinen czu sainmen schicken, die beide teile sullen die stewre noch den alten vnd newen Registern vnd noch yegliches vermugen getrewlichen vnd ongeuerlichen an- slahen, vnd ieglichem sein anczall besunder aufliegen, beschreiben vnd benennen, noch dem als dann vormals stewre auffgeleget vnd gesaczt ist worden, vnschedlichen dem offtgenanten Grauen guntlier, sein erben, oder wer den kaüffbrieff ynnen hat, an Iren czinssen, diensten vnd Reuthen ongeuerde. vnd wenn die stewre von beiden teilen yeglichem noch seiner anczall vnd vermugen also aufgeleget, benant vnd verschriben ist worden, So sol der vorgenant Graue Gunther, sein erben oder wer den brieff ynnen hat, oder Ir Amptlewthe, wem sie daz empfelhen, dieselben stewre getrewlichen ongeuerlichen vnd vnuer- czogenlichen von den armen lewthen einbringen vnd sammen auff soliche czile vnd frist, als dann die vnsern von vnsern wegen mit Im eynig werden vnd die furbas also vns, vnsern erben, oder wem wir daz empfehlen, genczliehen vnd gar antworten ongeuerde. sie sullen auch sülcher stewer nicht hoher auff- Seczen, merern nach mynnern, dann als die auffgesaczt ist worden, alles ongeuerde. Doch so hat vns der vorgenant graue günther vnd sein erben besunder soliche gunst vnd frewntscliaft gethan, das wir vnd vnser erben die vorgenanten Slosz mit Iren czugeliorungen wider kawffen mügen von dato dicz briffs vber ein gancz Jare, vnd wenn das selbe Jar vergeet, awsz kumpt, So sullen vnd mugen wir darnach, welches Jares vnd wenn wir wollen, den widerkawffe vmb sie thun, des sie vns gestaten süllen vmb soliche summe goldes, als oben vnd nachgeschoben stet, vnd als sie vns beczalt haben, vnd daz selbe wir In 477 oder seinen erben, oder dem, der diesen briffe Innen hat, zwey maneydt vor verkündigen sullen. Doch wolten wir also auch den widerkawff thun von dem nehstkunftigen sandt Michelstag A ber ein Jar, So Süllen vnd mügen wir In auff sagen vnd die verkundigung thun czwey moneydt vor den selben sandt Michelstag ongeuerde, So süllen sie vns wider czu wissen thun, wo sie die beczalung nemen wollen, czu Nuremberg, Bamberg oder czu Slewicz, vnd In welcher der dreyer stet sie eine kysen, daselbst sullen wir die beczalung thun ongeuerde. Geschee auch soliche auffsagung von vns oder vnsern erben, vnd tetten der beezalunge nicht bynnen den czAveien Monedt, als vorgeschriben stet, so hat der offtgenant graue günther, sein erben, oder wer den brieff Innen hat, vollen gewalt vnd ganeze macht, Ir bürgen czu manen, czu leisten in der masze, als hernachgeschriben stet ongeuerde. Wer auch, das vorgenanter graue gunther, oder seine erben, oder wer den briffe Innen hat, der vorgenanten Slosz oder Stat eins, oder sie beyde angebunnen wurden, so sullen wir oder vnser erben dem dickgenanten graue gunther vnd seinen erben, oder wer den briffe Innen hat, getrewlichen beholffen sein vnd wir, nach sie sullen, nach entwollen vns in dhein weisz friden seezen, nach sunen, In werd dann vnd seinen erben, oder wer den briffe Innen hat, genczlichen widerein das, daz in also angewunen werd, oder Im vnd seinen erben, oder Aver den briffe Innen hat, wurde dann solich gelt A 'on A r ns vnd Amsern erben, darumb Avir den wider kawff thun süllen, als oben vnd nach geschriben stet ongeuerde. Auch so sol der vorgenant graue günther, sein erben, oder wer den briff Innen hat, dieselben Slosz, Stet, Merckt, laut, vnd leAvte als getrewlichen vnd fleiszigleichen behüten vnd bewaren, schuczen, schirmen, schawren Amd bey recht behalten, als Ir Erbleichs eygens gut Auid als wir keynen Aviderkawff darvff hetten czu tliun ongeuerde. Geschee auch, daz yemants den vorgenanten graue gunther, sein erben, oder wer den briff Innen hat, wider recht in dem obgeschriben Ampte vnd czu gehorungen angriffen, beschedigen oder krige czufugen Avolten, so sullen vnd mugen sie sich awsz, zu vnd von den Sloszen vnd Ampten avoI schuczen, auff halten vnd Averen zu iren rechten vnd kriglichen wider dar czu thun, Darczu sullen vnd wollen Avir In getre„wlichen beholffen sein, doch also, das wir Ir czu geleich A ~nd recht mechtig sein, alles ongeuerde; wo wir Ir nicht mechtig weren, so sein Avir In nicht schuldig czu helffen, vnd sunderlich so sol der vorgenant graue gunther, sein erben, oder Aver den briffe Innen hat, nach ir AmpleAvte keine krige, czugriffe, noch beschedigung awsz denselben Slossen A -nd iren czugehorungen anheben, fugen, nach machen gegen vnsern herrn den konig vnd der krön czu beheimen von datum diez brieffs vber czAvey ganeze Jare ongeuerde. Were aber, das er, sein erben, oder yemands anders der vnsern, 478 die in denselben Slossern gesessen weren, von vnserm herrn dem kunig, den seinen, oder awsz der krön czu Beheimen angegriffen oder beschediget wurden, so sol der vorgenant graue gunther, sein erben oder die seinen das an vns bringen vnd darvmb keinen czugrieff thun; Machen wir Im dann von den, die das gethan betten, ein widerkerung nach geleichen dingen In wenndung sechs wochen geschicken, das solt er auff nemen, Mochten wir aber des nicht gethun, So mugen sie sich darnach awsz denselben Slossen vnd iren czugehorung wol krieglichen behelffen, schuczen vnd weren, so sie pest mügen ongeuerde. Wir vnd vnser erben sullen, noch entwollen dem vorgenanten Graue gunther vnd seinen erben, oder der diesen briffe Innen hat, in die vorgenanten Slosz hohen- berg vnd wunsidel vnd ir czugehorung nyrnmer keinerley einsprach oder hin- dernusz gethun, mit worten nach mit wercken, das sie an dem vorgenanten kauffe beschedigen oder gen hindern möeht, die weil wir oder vnser erben die nicht widerkawfft haben, als oben vnd nachgeschriben stet. Auch ob der ob- genant graue gunther oder sein erben, oder wer den brieff Innen hat, erkunnten, das Ir not wer, an dem Slosz hohenberg zu pawen awff vierhundert guidein, vnd wenn wir oder vnser erben die vorgenanten Slosz widerkawffen, so süllen wir oder vnser erben einen, vnd der vorgenant graue günther, oder sein erben, oder wer den brieff Innen hat, auch einen darczu geben, die den paw achten vnd schaezen sullen. Schaczen sie In dann mynner, dann auff vierhundert guidein, so sullen wir In auch mynner geben, Schaczen sie In aber hoher, dann vierhundert guidein, so sullen wir vnd vnser erben doch nichts mer geben, dann vierhundert guidein. wie hoch dann die schaezung geschee des gepewes, das wollen wir vnd vnser erben dem obgenanten Graue gunther vnd seinen erben, oder wer den brieff Innen hat, genczlichen richten vnd beczalen mit dem habtgelt, wenn wir die genante Slosz widerkawffen ongeuerd. Auch als heinrich Raussengruner den zehenden vber die Stat wunsidel vnd ein wisen darczu von vns Innen hat, nüczt vnd newszt für sechs hundert guidein, sol vnd mag der vorgenant graue gunther von Swarczburg, sein erben oder weiden briff Innen hat, den yczgenanten Rawssengruner wol ablösen vmb sechs hundert guidein Reynischer werung, vnd den czehenden vnd wiesen czu dem Ampte Innen haben, nüczen vnd nyeszen, vnd die selben sechshundert guidein wir vnd vnser erben Im vnd seinen erben mit sampt dem habtgut, wenn wilden widerkawff tetten, gütlichen richten vnd beczalen süllen vnd wollen ongeuerde ; dieweil aber der vorgenant Rawssengruner oder sein erben nicht abgelöst sind, so sullen sie der wiesen vnd czehenden gebrawehen vnd nyeszen, als vormals bishere, vngehindert von dem obgenanten graue gunther vnd den seinen vnd der er meclitig ist ongeuerde. wer auch, das wir obgenanter 479 Burggraue Johanns, oder vnser erben die obgenanten Slosz mit iren czugeho- rung widerkawffen vnd czu vns brechten, als obengeschriben stet, was dann der obgescliriben graue gunther, oder sein erben, oder wer den briffe Innen hatt, zu hohenberg, wunsidel vnd In dem Ampte koste, ander hab, oder getreid auff dem veld, welerley die werden, hetten vnd Hessen, die sullen wir In lassen absneyden vnd füren mit vnser fron In dem selben Ampte, vnd die lassen ge- levten wiesz ß'en dem hoff in die stat. wer In auch yemands In dem selben e/ O v Ampte ichts schuldig bleiben, das sullen wir In lassen einnemen vnd sawmen vnd genczlichen antworten, oder so vil pfandt dafür, als muglichen ist, die der arm vermocht vnd hett vnd soferrn sein habe vnd gut gereichen möchte; wer aber, das yemants der vnsern vmb sölich schuld, als er Im dann czusprech, lawgent vnd nicht bekenntlich werd, von dem oder den sol er Im an freundlichen rechten vor vnsern Amptman daselbst genügen lassen. Sünderlichen ist weret worden, das der vorgenant Graue gunther, sein erben, sein Amptlewte, oder wer den brieff Innen hat, vnsern armen lewt In den vorgeschriben Sloszen vnd Ampten bey recht vnd bey alter guter gewonheyt beleiben sullen lassen, als wir das bishere Innen gehabt vnd an sie bracht haben, vnd sie darüber nicht hoher dringen ongeuerde. würd auch, oder geschee, das der obgenant Graue gunther oder sein erben, oder wer diesen brieff Innen hat, nach dem vorgeschriben Jare von not wegen, oder sust wie das kom, die vorgeschriben Slosz vnd Stat mit iren zugehorungen verkawffen müsten oder wölten, das sol er oder sein erben, oder wer den brieff Innen hat vns oder vnsern erben zu wiesen thun vnd wider anbiten, ob wir das kawffen wollen, oder yemants anders darczu schicken, der das kawfet vmb solich summa geldes, als obgeschriben stet, vnd sol vns nach dem, als er vns zu wissen that, des kawffs gewarten, als vorgeschriben stet, ein gancz Jar. kawfften wir sein In demselben Jar nicht, vnd schickten auch nyemads, der das kawffet, als obgeschriben stet, So mag er vnd sein erben, oder wer den brieff Innen hat, vnd die vorgenanten Slosz mit Iren zugehorung verkawffen einem seinen genossen oder mere andern lewten, wem er wil, vnd einantworten zu solichen rechten, als er das czu vns gekawffthat, dem oder den stillen vnd wollen wir vnd vnser erben diesen kawffe vnd brieff vnd all artikel dicz brieffs vnd kawffs halten In aller der masz vnd weisz, als wir vnd vnser erben vns gegen dem vorgenanten graue gunther vnd sein erben, oder wer den brieff Innen hat, verschriben haben, vnd in aller weisze vnd masze, als ob der vnd die, den der das also verkawft vnd eingeantwort hett, yeczunt mit namen in diesem brieff verschriben weren, vnd sullen Im oder Li auch diesen brieff vernewen vnd mit namen darein seczen, ab er oder sie des begern oder eischen ongeuerde. Sunderlich so sol der obgenant graue gunther, sein 480 erben, nach der, der den brieff Innen hat, die obgenanten Slosz vnd Ampte keynen forsten, nach keynen vber sich nicht verkawffen, er mocht denn keinen andern kawffer gehaben, der das kawffet, als oben geschriben stet ongenerde, Nach keüiem vnserm feynden, die weil das er vnser feynt oder mit vns in vehenden werd, alles ongeuerd. Auch so sol vns vnd vnsern erben der oder die den vorgenanten grauen gunther vnd sein erben, oder wer den brieff Innen hat, die vorgenanten Slosse vnd Ir czugehorung verkawfft vnd eingeantwort hetten, als obgeschriben stet, für sich vnd ir erben vorawsz gegen vns vnd vnsern erben verschreiben vnd Iren brieff geben, als sich der genant graue gunther vnd sein erben gegen vns vnd vnsern erben verbrieffet vnd verschriben haben, vnd sullen auch die Slosz mit allen iren czugehorungen In kawffe nye- inats einantworten, nach geben, er hab sich dann in solicher inasze verschriben vnd verbrieffet, als oben geschriben stet. Vnd wir obgenanter Burggraue Johanns gereden vnd geloben, für vns vnd vnser erben, mit krafft dicz brieffes, bey vnsern guten trewen, dem edlen Graue gunther vnd seinen erben, oder wer diesen brieff Innen hat, vncl dem oder den sie es verkawfft hetten, als obgeschriben stet, alle vor vnd nachgeschriben Stücke vnd artikel dicz briffes, die von vns geschriben sten, vncl yeglichem besunder stet vnd gancz czu halten on alles geuerde, vnd seczen In dafür zu bürgen diese nachgeschriben, die mit vnd für vns geloben als gut bürgen, were auch, das ein bürge oder mer von dem lande füren oder von todes wegen abgingen, das got lang frist, vnd wir oder vnser erben dann vermant würden von graue gunther oder seinen erben, oder wer den brieff Innen hat, oder von dem, oder den, den die obgenanten Slosz vnd Ir czugehorung verkawfft weren, als obgeschriben stet, so sullen wir In bey einem moneydt nehst darnach ein andern oder merer, an des oder der abgegangen stat, dar vmb sie vns gemant hetten, als gut vnd gewiesz bürgen seczen, als die abgegangen gewest weren ongeuerd. vnd wir nachgeschriben bürgen bekennen vnd geloben, bey vnsern guten waren trewen, einsempticlichen vnd vnuerscheidenlichen dem Edlen Graue gunther von Swarcz- purg herr zu Raneis vnd seinen erben, oder der den brieff Innen hat, vnd dem oder den, den sie die obgenanten Slosz verkawfft hetten, als obgeschriben stet, das wir willigleichen bürgen worden sein, vnd welich zeit wir gemant werden von dem vorgenanten graue gunther oder seinen erben, oder wer diesen brieff Innen hat, oder von dem, oder den, denen vorgenanter Graue gunther, oder sein erben, oder wer diesen brieff Innen hat (sie!), vnd dem oder den, den sie die oftgenanten Slosz hohenberg vnd wundsidel verkawfft hetten, als obgeschriben stet, es sey vmb welcherley bruch, Stuck oder artikel dicz briffes, vnd wie offt vnd wie dicke wir gemant werden, das wir dann zu stundan sullen einreyten, Ol Bd. VI. 481 vnder iglicher herre mit vier pferden vnd mit einem erbern knecht vnd czweyen knechten, vnd iglicher Ritter mit einem knecht vnd czweyen pferden, vnd iglicher knecht mit czweyen pferden vnd einem knecht. welcher herre auch selber nicht einreyten wölt, der sol czwen erberg knecht mit czweyen knechten vnd vier pferden an sein stat einschicken, vnd welcher Ritter selber nicht einreyten wolt, der sol zwen redlich knecht an sein stat einschicken, vnd welcher knecht selber nicht einreyten wolt, der sol czwen redlich knecht mit zweyen pferden einschicken, an sein stat, gen Saluelt, oder gen Peszneck, In welcher der zweyer Stet eine wir gemant werden, In ein gemeine herberg, vnd da In leger halten vnd leisten, als einlegers vnd leistunge recht vnd gewonheit ist, vnd awsz der leistung nicht czukomen, wir thun es dann mit willen der vorgenanten viiser gelawber, oder die bruch weren dann gancz vnd gar awsz- gericht, darümb wir gemant weren worden ongeuerde. wer auch, das der feyster oder leystenpferd eins oder merer abgingen, oder sich verleysten, so sol yeder bürge, den das antrielft, ein andern knecht oder pferd, wie das kom, vnuerczogenlichen in die leystung bringen oder schicken, wenn er des gemant wirt, als offt des not geschit ongeuerde; des sol sich vnder keiner mit dem andern entschuldigen, nach helfred finden nach haben, Sunder welcher vnser gemant wirdet, der sol vnd wil von stundan einfaren vnd leisten, als obgeschriben stet ongeuerd. So seindt dicz die bürgen: herr Wilhelm von Orla- munde, herr heinrich von Plawen, herr Conrad von Czeclwicz, herr Conrat Marschalcke zu der Sneye, herr Eberhart Murring, herr fridricli von awfses, fricz von kindsperg, vlrich von kinclsperg, Concz von awfses, Ylreicli von waldenfels, kumnont von dobeneck, fricz plassenberger, Erhart von Sparneck, Eberhart von waldenfels, Conrat lubichawer vnd hans von Meingcsreut. Vnd wir genanten Burggen bekennen dieser burgschafft vnd geloben eintrechtig- lichen mit gesampter hant, bey vnsern guten waren trewen, alle obgeschriben wort vnd Stuck vnd artickel dicz brieffs vnd iglichs besunder genczlichen zu halten, als obgeschriben stet, an alles geuerd vnd an arck. vnd wir, vorgenanter Burggraue Johanns, bekennen auch, das wir die vorgeschriben vnser bürgen von dieser burgschaft gutlichen vnd an Iren schaden ledigen vnd losen wollen, czu vrkunt etc. Actum Heidelberg, Michaelis, Anno Octauo. dPcmeiitlmcj) Sntggrnf Jnjjann's III. ") Hohenberg im Königl. Bairischen Landgericht Selb. 482 CCCCLVH. Die Eeidjsstak lloflptmrg liitfrt kn Innig, iljr kn Itirggrafcn Jnckidj gi liirnkrg fnin iainkingt )ii gckn. 2. October 1408. Dem allerdurchleuchtigsten forsten vncl herren, herren Rupprecht von gotes gnaden Römischer kunig, zu allen zyten merer dez Reiches, vnserm gne- digen Liehen herren, Entbieten wir, die Burgermeister vnd Rate der Stat zu Rotenburg vff der Tuber, vnser vntertenig willig schuldig dienst allzeit vor an bereit. Allerdurchluchtigster forste vnd gnediger Lieber herre, alz ewr kunig- lich gnade vormalz an vns begern hat lossen, ewern gnaden zu gönnen, daz Ampte bey vns zu Rotenburg zu losen geben vmb solicli Suine, alz vns daz verpfändet ist von ewern kuniglichen gnaden, domff wir ewern kunighchen gnaden geantwort haben lossen, daz wir daz ewern gnaden wol gönnen wollen zu losen vff sant Mertins tag schirst kumpt, alz daz billich ist. item Tun wir ewern kuniglichen gnaden zuwissen, daz der hochgeboren forste vnd herre, herre fridrich Burggrafe zu Nuremberg, vnsser gnediger herre, von dez selben amptes vnd Lantvogtey bey vns gewesen vnd mit vns do bey geredt vnd begert liot, ewr kuniglich gnade für in zu biten, im der selben Lantvogtey zu gönnen vnd in vns zu einen Lantvogte zugeben. Gncdigster lieber herre, dor zu sin wir willig vnd dez willen, daz der egenante vnser gnediger herre der Burggrafe ewr Swoger vnd vnsser gnedigen fravoen der Jcunigin Bruder ist, vnd Biten ewr kuniglich gnade gar demuticlich vnd lleissig, daz ir den egenanten vnsern herren den Burggrafen vns vber daz Ampte zu Rotenburg zu einen Lantvogt geben vnd im daz empfelhen wollet, wann wir in Lieber zu einen Lantvogt haben, wann ymand anders, daz wollen wir mit vnsern willigen schuldigen dinsten vmb ewr kuniglich gnade allzit gern verdienen. Geben am dinstag noch sant Michels tag, Anno Quadringentesiino octauo, vnter vnser Stat Seeret, daz wir gedrukt haben lossen vff disen offenn briefe. Burgermeister vnd Rate der Stat zu Rotenburg vff der Tuber. Original im länigl. lair. ^rnoin|inlnrt}jine ja Itärnherg. CCCCLVIII. Inrggraf JFrictirid] tmpridit, to, sohalb kx innig itjm ks Ühnt nnii dkrirtjt nnn Entljnikrg übertragen merbe, er es ber Itabt pirtiebgeben mnlle. 2. October 1408. Wir fridrich voji gotes gnaden Burggraue zu Nureinberg, Bekennen vnd thün künt offennlichen mit disem briefe vor aller menigliclien. Als vns die pfantschafft des Amptes vnd gerichte der Stat zu Rotenburg vff der Tawber in werden vnd in vnser haut kumen sullen, noch vsweisung der briefe , die vns doruber geben werden, das wir mit wolbedochtem müte vnd rechter wissen den Ersamen weisen Burgermeistern vnd Rate der egenanten Stat Rotenburg verheissen vnd versprochen haben, vnd versprechen In mit disem briefe, als balde vns die selb pfantschafft In vnser haut geantwürt, verbriefet vnd be- stettig't werden, das wir die dann von stadan den von Rotenburg wider ingeben vnd zu Iren handen empfehlen sullen vnd wollen mit allem sehn zugehornden, vnd sullen daz also vstragen mit vnserm gnedigen herren dem Romischen kunig, daz des von Im besigelt briefe werden, daz ez mit seim gutem willen vnd verliengnüsze zu gangen vnd geschehen sey, Also das er vns des macht geben habe, das wir daz furbaz, wem wir dann wollen, yngeben, versetzen oder verpfenden mügen. Vnd dorumb sullen vns die von Rotenburg vnd wir In thün, als wir das alles mit einander gerett haben, 011 alles geuerde. Mit vrkund ditz briefs, versigelt mit vnserm anhangenden Insigel, Geben zu Rotenburg, am neli- sten dinstag noch Sant Michels tag, Nach Cristi gebürt viertzehenhundert vnd Im achten Joren. Dtiginal im lönigl. Inir. fkoninjialardjinr jtt Hamberg, mit anh. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. CCCCLIX. 3. October 1408. Heinrich vnd Jan von Feilsche, gebrüder, quittiren über den Empfang von 1400 Gulden, welche inen Hanns von Meingoszrewt, Küchenmeister, von Johannsen Burggrauen zu Nuremberg wegen bezalt hat, und über mehrere kleinere Schuldposten. Geben am Mitwochen nach Michaelis, Anno etc. Octavo. ©riginnl im ünuigl. 3?atr. |Sroutnjialnrdjinc jti Bamberg. 484 CCCCLX. 11. October 1408. Oswalt Graue von Truhending bekennt, das Ha nns von Mengesrewte im bezalet hat hundert guidein Reynischer des Zinses, der im von seinem gelde geuallen, das er vf dem Ecpreclitsteine, bey seinem hern Burggraue Johannsen hat. Geben nach Cristus geburt virtzehenhundert und in dem achten Jare, am Donerstag nach sente Dionisiustage. dDrigittal im -Kniiigl. JJair. ^ärnainjinlnrttjine |n lamtag. Vergl. Nr. CCCCX. und CCCCLXVI. CCCCLXI. Itirggraf Snljnun |it iörnlicrg imltiljt seinem fdjrtilicr Injjann linlinf 'iS (ßiilkn Jajjrespns mib rin Jraljaiis |tt Culmlindj. 22. October 1408. Wir Johanns etc. Bekennen etc., das wir angesehen vnd erkannt haben solich getrewe stete dinest, die vns vnd vnser herschafft Johann Imhoff, vnser Schreiber vnd liber getrewer, offt nüczlichen vnd williglichen gethan hat vnd noch kunftielichen thun sol vnd mag, vnd haben von besunder gnad vnd übe, die wir czulm haben, vnd durch bleibunge vnd pesserung willen seines lebens, mit guter gunst, vorrathe vnd willen Im, kvnegunden seiner eliehen wirtin vnd iren leibes erben, die sie in kunfftigen czeiten mitteinander gewinnen, recht vnd redlichen verlihen vnd geben, verleihen vnd geben In krafft diez briffs XLII reinischer gülden landeszwerung Ierlicher gülte auff vnserm vngelt vnd czinszen vnser stat czu kulmnach, die sie vnd ir leibes erben, ob sie die miteinander gewunen, halb vff walpurgis vnd halb vff Michahelis von demselben vnsern vngelt vnd czinszen czu kulmnach furbasz ewiglichen vffheben vnd einnemen, Innen haben, nüczen vnd niszen, beseezen vnd entseezen sullen vnd mugen, nach irern pesten, wie sie gut dunck, vngehindert von vns, vnsern erben vnd nachkomen vnd von allen den vnsern ongeuerde, So lange, bisz wir In anderswo sovil guter gute verlihen vnd gegeben haben, daruon sie Jerlichen XLII reinische gulclen werung wol gehaben vnd auffgeheben mügen, vnd auch, das dieselben guter nach geleichen redlichen onslag so vil wol ertragen vnd gegelten mügen, alles ongeuerde. vnd wenn wir In auch In solicher masse sovil guter gute, daruon sie Jerlichen solich obgeschriben czinsze, nach redlichen gleichen anslag, wol gehaben mochten, gegeben vnd verlihen haben, So sullen vns die XLII gülden czinses vorgeschriben vff vnsern vngelt vnd czinszen czu kulmnach lediglichen vnd genczhchen, on alle widerred vnd hindernüsz des vorgenanten Johannsen Imhoff, künegunden seiner elichen wirtin, irer erben vnd aller der iren ledig vnd losz sein vnd widerumb an vns vnd vnser herschafft gevallen, alles ongeuerde. was vnd wievil wir In auch 011 solichen gutern verlihen vnd geben, die manlehen werden, dieselben guter sie vnd ir erben menliches geslechtes erben, Innenhaben, niiczen vnd gebrauchen, be- seczen vnd entseczen vnd damit thun vnd lassen sullen vnd mügen furbasz ewiglichen, als mit iren freyen ledigen gutern ongeuerde. Geschee auch, das wir In czu tagen einteils guter geben vnd verlihen, wenn vnd wie offt das geschee, als offt sullen vns ye souil, als dann dieselben guter getragen vnd gegeben mochten, aber nach gcleichen vnd redlichen anslag, an den vorgeschriben XLII gülden Jerlichen czu iczlichen czinszen wider abgen vnd ledig werden, Solange vnd souil, bisz wir In genczlichen gegeben vnd verlihen haben sovil guter, darvon sie dann die XLII gülden vorgeschribner werunge gehaben mügen 011 alles geuerde. wenn sie auch czu iglicher frist als vil, als In dann gepuret auffczulieben von den vngelt vnd czinszen czu kulmnach, als vorgeschriben stet, eingenomen haben, was dann vberges daselbest were oder bleibe 011 czinszen vnd auch am vngelt, dasselbe darümb wir Nickel czangen vns er m kastner czu kulmnach vnd einen igliclien czukunfftigen kastner oder Amptman daselbst, der da von vnsern wegen Jerlichen einfordert vnd einnemen wirdet, empfellen, heissen vnd gepiten ernstlichen, das Ir sie 011 sohchen vorgeschriben czinszen vngehindert vnd vngeirret lasset, sunder die In einbringet, antwort vnd gebet czu ider frist, als vorgeschriben stet, als lieb euch vnser swere vngnad sey czu uermeiden. Auch so haben wir In recht vnd redlichen darczu geben, vnd geben In In krafft dicz briffs das hawsz In der Judengassen czu kulmnach gelegen, das Burckliut ist, das der hawszen hoff- peckin, des offtgenanten Johannsen Imhoff swester, gewesen ist, mit aller seiner czugehorung, das selbig hawsz vnd hoff mit iren czugeliorung sie Innenhaben, nuczen vnd niszen, beseczen vnd entseczen sullen vnd miigen nach irem pesten, vngehindert von vns vnd allermeniglichen ongeuerde; vnd sullen auch dheiner- ley stewer geben, noch mit der stat leiden, Sunder frey vor aller stewer, frone, Pete, wachen, graben siezen, vnbeswert bleiben, alles ongeuerde. vnd das alle vorgeschriben punte, stucke vnd artickel alle vnd iglicher besunder von vns, vnsern erben vnd nachkomen stete gancz vnd veste gehalten werden, 4SG des geben wir czu vrkunde vnd merer Sicherheit In disen briff, mit vnserm anhangenden Insigel. Actum Nuremberg, am Montag vor Symonis et Jude, Anno etc. octauo. (fcmeinbndj -Burggraf Suljamt's III. CCCCLXII. lurggraf JFricbridj titrkijjt km (Carl Ifal^djitkr einen Üfnf m lad}. 26. October 1408. Wir Friderich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Bekennen offenlichen mit disem brief, das wir vnserm liben getrewen Kärel Holtzschulier, Burger czu Nuremberg, czu rechtem manlehen gelihen haben einen Hofe czu Puch gelegen, darauf yeezunden siezet Cuncz Arnolt, mit aller seiner czu- gehorünge, der von vns vnd vnser herschaffte czulehen geet vnd rüret. Vnd haben Im den gelihen, was wir Im dann daran billichen leihen süllen, doch vnengolten vns vnd meniglichen an vnsern rechten. Auch sol er vns trew vnd gewere sein vnd thun, als ein lehenman seinem lehen Herren schuldig ist. Mit vrkunde diezs briefs, versigelt mit vnserm anhangendem Insigel, Geben czu Nuremberg, am Freitage vor sant Symon vnd Jude tage, Nach Cristi gehurt vierezehenhundert Jare vnd darnach im Achten Jare. Gatterer Histor. Holzschuher. Cod. dipl. pag. 107 Nr. 96. CCCCLX1II. tönig liiipnitt nnit Burggraf Inljann ticstrllrn #rl]ipkrirljtfr, pim lustrag iljrtr jHnitigkitEn. 30. October 1408. Wir Ruprecht von gots gnaden romischer kunig, zu allen ziten merer des riclis, vnd wir Johanns Burggraß zu Nuremberg, Bekennen vnd tun kunt offin- bar mit diesem brieff, das wir aller vnd iglicher zuspruche, so wir von beiden syten gein einander haben, uff dem Edeln Friderich Schencken herren zu lym- purg, vnser, kunig Ruprechts, heubtman des laimdfrieden zu francken vnd lieben getruwen, als uff einem gemeynen gentzlichen verlieben sin, vnd wir 487 sollen ym auch vnser zuspruclie, die dann vnser iglicher an den andern dun wil, off den Sontag nach sant Martins dag nechst lcoinpt, vnder vnsern ingesi- geln versigelt, gein Wirtzpurg schiecken, als er dann den lantfrieden daselbs uff diezyt besitzen wirdet. vnd wir, kunig Ruprecht, sollen den Hochgebornen Friederich Burggraff zu Nuremberg, vnsern lieben Swager vnd forsten, vnd wir, Burggräff Johanns, den wolgebornen Friderich Grauen zu Otingen, vnsern lieben Oheim, zu dem obgenanten Sehenck Friderich, dem gemeinen, geben vnd setzen, vnd die dry sollent dann, von der obgenant[en] vnser zuspruclie wegen, Mynne vnd rechts gewalt han, doch also, das sie gein vrbaeh, gein Begenitz vnd auch gein Beyerrüte ryten vnd daselbs kuntschafft von der obgenanten saehe wegen eygentlichen verhören vnd innemen sollent, vnd darzu brieff vnd anders, die dann vnser yetweder teile fürbrengen wil. vnd so sie das alles also verhöret vnd ingenoinen hant, wie sie vns dann alle dry eynmütticlichen in der Mynne, oder ob sie alle dry in der Mynne nit eyntrechtig werden mochten, sie oder der merer teile vnder yn vns mit dem rechten darumbe entscheiden werdent, daby sal es verliben, vnd von vns, obgenantem kunig Ruprecht vnd Burggraff Jo- hannsen, vnsern Erben vnd nachkomen vollenzogen vnd gehalten werden, doch also, das soliche entscheidunge in der Mynne, oder mit dem rechten, von den obgenanten Schenck Friderich, als eynem gemeynen, Burggraff Friderich vnd Graff Friderich von Otingen, die wir von beiden syten zu yme setzen sollen, hie zusehen vnd Pfingsten nechst kompt geschehen vnd auch ende vnd vsztrag haben sal, alle geuerde vnd argelist gentzlichen vszgescheiden. vnd wir, kunig Ruprecht vnd Burggraff Johanns, sollen auch alle gefangen von beydensyten in der obgenanten drier hant stellen. Auch als wir, kunig Ruprecht, dem ob- genant vnserm Swager Burggraff Johannsen zusprechen vmb Seclistusent gul- 1 den zugelts, als von vnser husfrauwen Erbteils wegen, das sal auch an den obgenanten drien sten in aller der masze, als es hinder vnserer beider frunden gestanden solte sin, nach vszwisunge der brieffe darüber gemacht, also, wie sie vns nach derselben brieff lüte darumb setzen vnd entscheiden werden, das es auch daby verliben vnd von vns yetwedersyt gehalten werden solle, ane alle geuerde, doch also, das dieselbe entscheidunge auch zusehen hie vnd pfing- sten nechst kumpt geschehen solle ane geurde. vnd des alles zu vrkünde, so hat vnser iglicher sin ingesigel an diesen brieff tun hencken. Datum Nuremberg, feria tercia proxima ante festuin Omnium sanetorum, Anno domini Millesinio Quadringentesim o 0 ctauo. (Original im -Königl. lairisrljen Scidjanrdjiuc. Anh. ein Fragment des grossen Bracken - Siegels Burggraf Johann's (s. bei Nr. CCCCLXIX.). Vergl. Nr. I)L. 488 CCCCLXIY inrggraf Jriekirf] |ii lümberg nrr lcif it rintin liirger |n Etiftj Vit «Idjleifitiiilile bosElbst. 9. November 1408. Wir Frydericli etc. bekennen etc., für vns, vnser erben vnd nochkomen, daz wir ynserm getrewen vlrichen Reynsmit, Burger zu Rote, vnd allen seynen erben rech (sie!) vnd redelichen vererbet vnd vorlihen haben, vererbet (sie!) vnd verlyhen in auch kraft diezs brifs die Sleyfmule an der Rote, bey des Putendorfers vire gelegen, Also, daz er vnd sein erben dieselben Mule Innenhaben, nuezen vnde nyeszen, kern vnd wenden sullen vnd mugen, noch irs besten nueze vnd frumen, wie ... wollen, Doch mit der bescheydenheit: daz der obgenante Ylrich Reynsmit vnd seyne erben vnd nochkomen vns, vnsern erben vnd nochkomen von der obgenanten Mule vnd czweye tagwerg wys- inas (sie!), gelegen in der Rote, ierlichen geben vnd reychen sullen ewiglichen czu czinse vnde gulte dryttlialb pfunt haller, halb vff sant walburgen tage vnd halb auff sant Michels tage vngeuerlichen. mit vrkunt diez bryeffs, Datum Onelspach, feria sexta ante Martini, Anno etc. CCCC 0 octauo. Ina tintin Inrggriiflidicu Cupialbiidjc. CCCCLXA inrggraf Jnlinnn gi liirnbcrg eignet (iniubtiieke gi Culinhatjj kein Ärljeiligen-^ltur baselbst. 9. November 1408. Wir Johanns etc., Bekennen etc., das wir mit guter vorbetrachtung vnd mit Rathe vnser Rethe, durch merung willen gütlicher dinst, dem allmechtigen got czu lob vnd czu eren allen heiligen, zu hilfe vnd czu tröste allen vnser eitern vnd vorfaren seien, zu heil vnd selikeit vnser, vnserer erben vnd nach-' ltomen, besunder gnade getan haben, vnd haben dy Avisen vnd acker gelegen bey kulmnach enseit der steinen Brucken, das vormals herman kriezmer, Burgers czu kulmnach, gewesen ist, das herr pertolt pfarrer doselbst vmb in 62 Bd. A'I. 489 gekauft hat czu der Ewigen messe auff aller heiligen alter doselhst. zu kulin- nach, das von vns vnd von vnser herschaft czu lehen geet vnd ruret, recht vnd redlichen gefreyet vnd geeigent, freyen vnd eigen bey derselben messe das In craft dicz briues, also, das da selb wisen vnd ackerfurbas ewigclich vnd eigen bey derselben messe freye beleiben vnd sein sol, vor allerley stewere, dinste vnd ander beswerung, wie dy genant sin angeuerde, Also, das der erberge andechtig prister, herr Niclas snabel, dem wir die messe gelihen haben vnd iezund Innen hat, oder wenn wir dy oder vnser nachkumen In künftigen czeiten, als einen verweser des egenanten altars, leihen werden, die obgeschriben wisen vnd acker halbe niszen vnd nuczen sol, vnd das ander hailb teil Cunrat schöner vnd Gewt sein eliche wirtin auch niszen vnd nuczen ir lebetag schullen ongeuerde. wenn dann der egenant schöner vnd seine eliche wirtin von todes wegen abgen, so sollen dy obgeschriben wisen vnd Ecker gancz vnd gar denn gevallen an die egenante messe, vnd furbas Ewick- leichen bey der selben messe beleiben, on alle beswerung ongeuerde. czu vr- künden des vrkunt haben wir vnser Insigel an diesen briue gehangen. Datum Piassemberg, am freytag vor sand Merteinstag, Anno Millesimo etc. octauo. tßctneitiburij litrggrnf Ifnjjattn's III. CCCCLXVI. Burggraf Snljann nergleirjt sidj mit (®raf (Dsrtiaiö udii Critljcnbingcn r megen kr kmselkn stfjidbigen dämme dklks, mnfär ijjin Beste ittk Imt (Epprerjjtstein nnb lirdjentamp aerpfäukt sintr. 13. November 1408. Wir Johanns etc., Bekennen etc., das wir vns mit dem Wolgebornen Grauen Oszwalden von Trühendmgen, vnserm lieben Oheimen, von ertlicher gepreclien wegen, die er an der verschreibunge vnd ynnehaltünge vnser vesten vnd Amptes Eppr echtstein vnd Tcirchlompnicz hat, das Im von vnsern wegen stet vmb ein summe geldes, als daz sein haübtbrieff, den er von vns hat, lawt saget vnd awszweist, gutlichen geeynt vnd ubereinkomen seindt: Also, daz wir Im alle vnser pfeninggult, die wir In demselben Ampte haben, verweysen vnd geben aulfczuheben vnd genczlichen vnd gar einczünemen an seinen czinssen, der II C. guidein seindt, die wir Im Jerliehen schuldig seindt czu geben, als 490 daz aber sein haubtbrieff clerlichen auszweist, dem haubtbrieff vnschedlichen vnd vnengolten. vnd derselben summe verweisen wir In vnd sein erben an dem geltczinssen In dem Ampte doselbst czu kirchlompnicz, Jerlichen aufczuheben vnd einczuneinen funff vnd achczig guidein Reyniscli vnd XIX meihsner grossen der alten; dornach beweysen wir sie aber an denselben czinssen auffczuheben vnd einczunemen funffczig kar korns für newn vnd funffczig Reynische guidein vnd funff grossen meihsner der alten, Vnd hundert XXII kar habern für funff vnd funffczig guldein vnd XXY meihsner grossen, alles der alten: Also macht die summe gancze, die wir also an iren czinssen Jerlichen aufczuheben in dem Ampte czu kirchlompnicz verweist haben, zweyhundert guidein mynner Sechs grossen meihsner der alten, do mit sye Jerlichen Irer czinsse genczlichen vnd gar gericht vnd beczalt weren, on sechs meihsner grossen der alten, vnd dieselben beweisten czinsse, als vorgeschriben stet, Er, sein erben oder die seinen von seinen wegen nü furbas selber einfordern vnd einnemen sullen on- geuerde. Were auch, ob daz Ampte gancze oder einteils verwüst würde, also daz er seiner beweisten czinsse Jerlichen nicht gancze gehaben mochte, So sullen vnd wollen wir In vmb souil, als Im dann abginge oder abgeen wurde, an andern steten vnd gittern beweysen aufczuheben vnd einczunemen, das Im am nehsten gelegen were, onuerczihen vnd ongeuerde. Auch haben wir Im zu dem Ampte gegeben Paibleingrünn die wustunge, wysen vnd Ecker, dieselben Im vnser armlewthe In dem Ampte doselbst mit der frone czubringen, arbeiten vnd einfuren sullen, awszgenomen des holczes, dasselbe er hegen vnd bewaren sol lassen, so er pest vnd getrewliclist kan vnd mag. Were aüch, daz In oder die seinen yemands vervnrechten wölt oder In beschedigen, oder ein das Ampte greiffen wolt widerrecht, So sol vnd mag er sich vnd die seinen czu vnd von dem Slosse vnd Ampte schuczen, weren vnd behelffen czum rechten, so sie pest mugen ongeuerde, doch also, daz wir Ir czugleiche vnd rechte mechtig seindt auch ongeuerde. Sunderhchen ist berett vnd beteydingt worden, das er alle gerichtestelle, grosz vnd deine, haben sol, awszgenomen was diepsall, mort, hant vnd hals rürt vnd antrifft, dasselbe er noch vnserm Rathe halten sol ongeuerde. Auch sol vnd mag er pawen auff dem Slosse Epprechtstein Ein Stuben, kammern, Ein fyhehaws vnd ein schewren, vnd ob er ichtes mer czu pawen bedörffet, das sol vnd mag er thün noch vnserm oder der vnsern Rathe, die wir darczu schicken werden; vnd was er also wurde pawen vnd gepawet hett, das süllen vnd wollen wir Im mit sampt dem haubtgute, wenn wir das Slosz vnd Ampte wider vmb In lösten, gutlichen richten vnd beczalen, was vnser Retlie czwene sprechen, die den pawe schaczen sullen, onuerczihen vnd ongeuerde. des seindt teydinges lewthe gewesen: Erhart von Sparnnecke, Virich 491 von Waidenfels vnd kanns von Meingoszrewt, kuekenmeister. vnd Des czn vr- knnde geben wir diesen briue mit vnserm anhangenden Insigel. Gescheen czu Piassemberg, am dinstag noch Martini, Anno octauo. (IPtmeinbudj Inrggtaf Sojjamt's III. ;n liimteg. Vergl. Nr. CCCCLX. u. DXLVIII. CCCCLXVII. 13. November 1408. Hans Renter, Landrichter in der Grafschaft Hirschberg, erkennt, auf Vorbringen des Wielant Swelcher Pfleger zu Graispach, Bevollmächtigten des Herzogs Ludwig, wegen Darniederliegen des Landgerichts zu Graisbach, dass die Leute dieses Gerichts nicht bei des Purgraffen Landgericht zu Nuremberk, sondern bei dem zu Hirschberg auf unbestimmte Zeit Recht nehmen sollen. Geben zu Gaymersheim, desEritags nach sandMarteins tag, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Octavo. (IDriginnl im Innig). Initiädjra HeitjiaoHjiwt. CCCCLX VIII. Ifiiin Wtfox ofrsdjrcilit km Burggrafen JnEkitjj c0efäÜL tum seinen jtir Iferrsdjaft (IDrailsljciin gejinri^en (iiitern p $teinbadj. 4. December 1408. Ich Heinze Weber, gesessen zu Stambach, bekenne für mich und alle mein Erben, und tun kunt offenlich mit diesem Brieffe vor allermengclich, dass ich gar berattenlich, mit guten freyen willen unbezwungenheh, recht und rede- licli verschrieben, vermacht und geben hau, verschreibe, vermache und gebe Krafft dieses Brieffes dem hochgeborn Fürsten und Herrn, Herrn Friederichen Burggrave zu Nürenberg, meinen gnedigen Herrn, und allen seinen Erben und nachkumen, jahrlichen ewigen Gülte zwey Schilling heller in Golde, und ein Vasnachthun auf meinen zweyen eygenen gütern zu Stambach gelegen, das ein, daz Cunz Erbe ettwen do bawet, das ander, daz Fritz Hertenberg da bawet, als ich die umbe Heinzen von Krewlsheim seligen husse gekauffit hau: Also, 492 dass dieselben Güter der egenanten herschafft, oder wer Krewlslieim inne hat, nu fürbasser ewigclich zu allen Rechten und Vellen sein und steen sollen 011- geverde. auch sol ich, noch mein Erben kein Gülte uff den obgenanten Gütern, und auch die Güte niemant weder verschreiben noch vermachen, und auch mich selber nyndert anderswohin verherren noch verldimern in keine weisse, 011 der obgenanten herrschafft, oder wer Krewlslieim inne liette, guten willen und Ver- hengkniss ongeverde. und des Urkund so hau ich lleyssig gebeten die erber vesten Wilhelm Truchsess, genant Grener, und Endres tauben von Crewlsheim, das sie ire Insiegel haben gehangen an diesen Brieff, Doch in selben on schaden, und aller dieser Dinge zu warer Gezeugniss. geben am nechsten Dinstag vor unser frauen Tag Conceptionis, nach Christi Geburt Vierzehenhundert Jar und darnach in dem Achten Jare. üibimirtc Copie im 1. 35. |Srauiii|inlnrdjitic )n Bamberg. CCCCLXIX. lir Itotigfenten imihdjcn Msdjnf HIIira1]t nun lamtm'g nnir Burggraf Snjjnnn merben Liiirdj Barggraf JFrirbridj n. % in. güflidj beigelegt. 7. December 1408. Wir Friclrich von gocz gnaden Burgrafe zu Nurenberg, Ludweyg grate zu wertheim Lantkommentewr Tewtsches Ordens in Francken vnd wolfram Brobste zu Newnkirchen, Bekennen vnd Thün kunt offenlich mit disem briete, Das der Erwirdig vnser lieber herre, Öheym, Vetter vnd gnediger herre, her Albrecht Bischof zu Bamberg uff einem, vnd der hochgeborn Fürste, vnser lieber Bruder, Oheym vnd gnediger her, herre Johanns Burgrafe zü Nurenberg uff dem andern teyle, ettlicher sache, Stösse vnd zwylewfe, die sie vns In artikeln vnd stuckweise vnder iren Insigeln geschriben haben geben,*) hinder vnd czu vns gegangen seind, die awsz züsprechen vnd zü scheiden mit den rechten oder der mynne, uff genant zeyt oder Eweclichen, sie dar Inne zü seezen, alls das ir beyder briefe dez selben liinderganges zu vns genczlichen sagen vnd awszweisen, haben wir angesehen Irer beyder Lande vnd Lewte, diener vnd vndertane fromen, nücze, fride, eynekeyt vnd ouch ir tlissig bett, vnd haben vns der sache, Stosz, zwilewf vnd artikcl alle dry einmüteclichen vnd semptlichen awsz zü sprechen, zü scheiden vnd sie zü seezen vnderwonden, 493 vnd sprechen awsz vnd seczen sie Ir beyder lebtag miteinander mit der mynne, als hernach an dem briefe von wort zü wort geschriben stett vnd ist begriffen. Czum ersten scheiden vnd sprechen wir : Ob der egenanten fürsten eyner sein dynner, man oder vndertan zu des andern fürsten mannen, dienern vnd vnder- tanen ichtes zü sprechen hett oder gewönne, So sol der selb fürst, der zü clagen hate, oder sein diener, man vnd vndertan, die also zu des andern fürsten mannen, dienern vnd Auidertanen zü clagen a r nd zu sprechen hate oder haben, einen Obman nennen, vordem vnd nemen awsz desselben fürsten Rate, zü des dynern, mannen vnd vndertanen derselb clager zü sprechen hate, desselben genanten obmans sein herre daczu mechtig sein sol, Es wer dann das derselb genant obman vormals das versprochen oder a r erlobt hett ongeuerde, So solt der clager einen andern obman des selben Rates nennen a -nd darczü nemen, der das nicht a 'erlobt hett oder versprochen, desselben sein herre darczü mechtig sein sol, sich der sach zü vnderwinden, vnd in darczü zü tegen an sulche Stett schicken, als hernach ist geschriben. Darnach sol der clager zwen vnd der, zü dem er zu sprechen hate, auch zAven man zu dem obman geben, vnd yetlicher teil die seinen mit Im uff den tag auu ! an die bescheiden stett bringen, a -nd Avaz dann die fünf, oder der mererteil vnder in, für ein recht sprechen, daran sich beyde teil benügen sullen lassen Arnd genczlichen daby beliben. Wer aber, das ein teil vnder in mit den seinen zu dem tag nicht körne oder komen Avolt, welicher teil daz wer, So sullen der obman vnd des andern teils zwen recht darumb sprechen, Ynd was dieselben clry, oder der merer teil, für ein recht sprechen, daby sol die sach beliben vnd gehalten werden. Vnd welcher obman darczü also bescheiden wirdet vnd gegeben, der sol dem clager nach der clage in den nehsten Auer Avochen tag seczen vnd des rechten helffen, als vor vnd hernach geschriben stett: Also, ist der, zü dem die clag gett, vnsers hern a r on Bamberg diener oder man vnder dem Bamberger gebyrge gesessen, So sol der obman tag gen nydernhochstett bescheiden; Aver er aber gesessen uff dem gebyrge, a 'or oder In dem Avalcle, So solt der obman tag bescheiden vnd des rechten helffen zu weisman; Aver aber, das der beclagt Anisers heben Brüders, Oheim a 7 nd herren, Burgraf Johansen, man oder diener, oder Amder dein gebyrge gesessen Aver, So sol der obman tag Ann Im bescheiden gen der NeAvenstat an der Aysche; sesse er aber uff dem gebyrge vor oder In dein Avalcle, So sol der obman tag gen kulmnacli bescheiden, vnd ein yeglicher obman des rechten helffen an sulchen Stetten vnd zeiten, als Amrgeschriben stett. Hett aber derselben fürsten dyner, man, Auidertan, burger oder paAvre zu des andern fürsten, Burgern oder pawren ichtes zu sprechen, das sol er von dem pawer oder burger tun Anid vordem in den gerichten, dar Inne der burger 494 ■ • . . oder pawr, zu dem die clage gett, ist oder sein gesessen; wer aber, das derselben fürsten einer sein dyner, man, vndertan, burger oder pawr zu des andern fürsten Stat gericlit oder gemeinschaft zu sprechen liett oder gewönne in sulchen Sachen, die dy Stat gericht oder gemein mit einander angiengen vnd • Rürten, dasselb sal vszgetragen werden utf den obman vnd züsaeze in aller mäz, zeiten vnd Stetten, als vorgeschriben stett. Vnd also sol keyner der vorgenanten fürsten von des andern dynern, mannen vnd vndertanen vnd allen den seinen sich beclagen vnd recht süchen, oder alle die iren vorgenanten anderswo, dann an sulchen Stetten vnd weise, als vor stett gescliriben, Es wer dann, das dem clager das recht versagt oder wissenlichen wurde verzogen. Auch sprechen vnd scheyden wir von der geleit, wiltpene, halsgericht, weide, holczer, vischwasser, wisen, Ecker, des kirchtagfrides zu beschirmen zü Meren- dorf vnd von eins hofs wegen, als sie das alles in artikeln in beiden geschritten gen einander gescliriben geben haben, das die egenanten fürsten In allen vorgeschriben artikeln vnd Sachen siezen süllen, sie vnd die iren, als derErwirdig vnser lieber herre Bischof Lamprecht vnd der hochgeborn lurste, vnser lieber vater, Oheym vnd herre, Burgraf Friclrich, beider seliger geclechtnusse, vnd die iren vormals vnd miteinander sein gesessen; wurden aber die obgenanten fürsten von ir selbs oder der iren wegen In den vorgeschriben artikeln einem oder mer stossig vnd nicht vberein, wie die vorgenanten fürsten seliger gedechtnusse vnd die iren miteinander in den vorgeschriben artikeln gesessen weren, In was obgeschriben artikeln das were, Süllen beyde obgenant fürsten yeglicher zu seinen teil dry erber man darezü geben, zu yeglichen saclien nach gelegenheit, als ofte man der bedarf, die darumb ein kuntschaft sagen sullen, wie vnd in welicherley maz die obgenanten fürsten seliger gedechtnüsz vnd die iren in den artikeln, darumb der stösz wer, miteinander gesessen weren; Mochten sie aber sulche sechs, die also zü solchen stücken vnd artikeln geben werden, alle oder der nierer teil der kuntschaft miteinander nicht verainen, So sullen sie einen Sibenden zü in nemen; Mochten sie sich aber dez sibenden nicht ver- eynen, So sullen wir obgenant dry scliidman einen darezü geben, als ofte des not geschehe, der darumb ouch kuntschaft sagen sol, die selben kuntschaft verhören, verschriben vnd by in mit iren Insigeln getrewlichen behalten, sullen, von vnsers egenanten herren von Bamberg wegen, her Fridrich kummelbacli vnd, von vnsers Brüders Oheyms vnd herren Burgraf Johansen wegen, her Eberhart krempel, irer beyder Caplan, die vns die kuntschaft also versigelt bringen vnd antwurten sullen. was wir dann, nach derselben versigelten kuntschaft sage, sprechen, machen vnd die egenanten herren oder die iren seezen, daby sol es die obgeschriben zeit ouch beliben vnd gehalten werden; wer aber, das der obgeschriben Caplon, ir einer oder sie beide, in der zeit von tode ab- giengen, sullen vnd mügen ir yeder einen andern an des abgegangen stat geben. Als ouch von des zwiloufs wegen, als beide forsten mit einander haben von des lehens vnd halszgerichtes zum Newleins vnd dez Ichens des zehenden zi'i Swyngen, des zehenden zü obern gesesse vnd der Muller zu kulmnach von dez Steinbruches in weiszineyner forst wegen: Darumb scheiden vnd sprechen wir, das der obgenanten herren zweyer Caplön darumb brief, vrkunde vnd künt- schaft verhören sullen, vnd ietweder herre sol dry erbar man geben, zü yeder sacli nach gelegenheit, die dy kuntschaft sagen; dieselben obgenanten Caplon die kuntschaft vnd verhorung sie auch eigentlichen verschriben vnd, mit iren Insigeln getrewhchen versigelt, by in behalten, vnd vns dryen schidmannen antwurten sullen. was wir dann darawsz sprechen, daby sol es beliben vnd gehalten werden, wer aber, daz sich die Sechs oder der merer teil stiessen, So siillen sie einen sibenden zu in nemen, ob sie sich des nicht verainen mochten, so sullen wir obgenant dry schidman einen darczü geben, der die kuntschaft sagen sol, als ob enges chriben stett. Auch als vnser herre von Bamberg sprichet von des holczes wegen, die Meyl genant, sprechen vnd scheiden wir, wie das keyser karel vnd könig wenczlawe dem Stifte verschriben haben, daby sol es vnser Bruder, Oheyin vnd herre, Burgraf Johanns, besten vnd beliben lassen. Auch von des von Prawneck lehen wegen, das wollen wir dry by vns behalten, darumb erfaren vnd mit besundern briefen verschriben, wie das fürbas beliben sol vnd besten. Auch wer burggüt vnd erbe vnder beiden hern ligent hate, die sullen das halten vnd verdienen, als burggutes vnd erbes recht ist. Auch von der Stewr wegen scheiden wir: waz dar Inne newekeit gemacht ist, das sol absein, vnd sullen das geneinander halten, als das vnser herre Bischof Lamprecht vnd vnser vater, oheim vnd herre, Burgraf Fridrich seliger gedechtnusz, gen einander gehalten haben; weren sie des Irre, So sullen sie das mit einer kuntschaft vsztragen, als oben stet geschriben. Ymb den Oswald scheiden wir ouch, das er seiner Sprüche vnd schulde, die er zu vnserm hern von Bamberg zu vordem hate, by her hansen vom hechtenstem beliben sol, vnd wie es der machet zu der mynne oder recht zwischen vnserm egenanten herren von Bamberg vnd demselben Oswalde, daby sol es beliben, vnd daruff sol vnser herre von Bamberg her hansen vom liechtenstein des mechtig sein, das er daz tw. was auch beyde herren in ir liewser wein oder ander sacli füren, die sullen durch ir beyder geleit vngeczalt gen. Auch von der Stat Steinach, der schaf vnd scheffer wegen zum Newfang vnd anderswa sprechen wir, das sie das gen einander nachpewrlichen halten vnd handeln sullen, als das vnser obgenanter herre von Bamberg vnd vnser vater, Oheym vnd herre, Burgraf Fridrich seliger 49G gedechtnusse, gehalten haben. Auch umb die Spruche, die vnser obgenanter Bruder, oheim ynd herre, Burgraf Johanns, zu Fridrichen vnd heinrichen von aufsesz, vnd den sprach, den sein arm man von goltkronacli zu dem Munstrer zu Schechslicz haben, die behalten wir by vns, vnd wenne wir tag voi i der vnd ander sacli wegen seczen, So sullen sie die beiderseit für vns bringen, uff dem tag wir sie verhören vnd uszsprechen wollen; welch teil des sewmig wurde, der solt des engelten. Als ouch vnser herre von Bamberg clagt, wie das vnser Bruder, oheim vnd herre, Burgraf Johanns, ettlich sein lewt verspreche in dem gericht zu Obernsteinach, des er nicht tün solt, vnd als vnser Brüder, oheim vnd herre, Burgraf Johanns, widerumb clagt, das Fridricli von awfsesz ettlich lewte, mit namen zü Trüpach den Salwurchten, in dem gericht zuPeyrrewt gesessen, ouch versprach, des er nicht tün solt, Darumb sprechen wir, daz das nicht sein sol, Es wer dann, das sie uff derselben Lewt gütern, daruff sie siezen, zins oder gült betten, darumb sie die von rechtes wegen solten versprechen. Auch sprechen wir, die vorgenanten dry einmuteclich von artikeln vnd stücke wegen, die vns die vorgenanten beyde forsten beschriben vnd versigelt gegeben haben, darümb wir zü disen ziten solten haben vsz gesprochen vnd doch in dem vsz sprach nicht begriffen sein, noch darumb uszgesprochen haben, das wir daz von Nöttigerer mercklicher sacli wegen verzogen haben vnd ufgeschoben, mit namen darumb, das wir vns baz erfaren vnd bedencken wollen, das wir beiden teilen vmb dieselben spräche mit der erfarung dester eigentlicher A nd gruntlicher in künftigen zeyten vszgesprechen mügen, des wir vns ouch zu tün macht haben behalten. Wurden ouch die obgenanten fürsten stössig vnd nicht vberein in den artikeln einen oder iner, die wir vszgcsprochen haben, oder noch vsz sprechen sullen, derselben stösz vnd vneinckeit Lewtrung behalten wir vns in künftigen zeiten zu tün, ob dez not geschehe. Als ouch vnser herre von Bamberg vnserm Bruder, oheim vnd herren, Burgraf Johansen, züspricht von der lehen wegen, die er von Im vnd seinem Stifte zu leben hate, das er Ime die beschriben gebe, scheiden wir, daz er Ime die, was er der wais vnd vngeuerlich erfaren mag, hie zwischen vnd den liebsten Ostern beschriben geben sol ongeuerde. Ynd das alle obgeschriben stucke vnd artikel, als wir Fridricli von gotes gnaden Burgrafe zu Flürenberg, Ludwig grafe zu wertheim Lantkommentewr etc. vnd Wolfram Brobst zu Newnkirchen awszgesprochen vnd entschiden haben, vnd das die ouch genczlich von beyden egenanten fursten vnd partien gehalten werden, haben wir, zu vrkünde, vnsere Insigel an disen brief Lassen hencken. Ynd wir obgenanten, Albrecht von gotes gnaden Bischof zu Bamberg vnd Johans von denselben gnaden Burgrafe zu Flurenberg, Bekennen, das wir aller obgeschriben artikeln vnd sache by in uff ir entscheiden 63 Bd. VI. 497 vnd sprechen genczlich beliben sein vnd das wir daz getrewlichen halten sullen vnd wollen. Des haben wir vnsere Insigel zu der egenanten schidlewt Insigeln an disen brief hencken lassen, Der geben ist zu Panstorf, Nach Cristi geburt vierczehenhundert vnd In dem achten Jare, am nehsten l'ritag nach sant Niclas tag dez heiligen Bischofs. (Original im Köttigl. Jkir. ^roainjialardituc jti Bamberg. Anhängend das hier abgebildete erste grosse .Bracken- Siegel Burggraf Johanns und das Wildemanns - Siegel Friedrich's. •) Yergl. Nr. CCCXLHI. u. CCCXLV. und T. VII. unter'm 26. Mai 1413. CCCCLXX. litrggrnf Jinljann nerkanft Idiannisttiii, Hündjhtrg und (Dppenrnfli atickrkiürflid] an Ifcinrid} Herrn jti #eru. 8. December 1408. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nüremberg, Bekennen für vns vnd für alle vnser erbin vnd nachkomen, das wir mit wolwedachten müte, vorbetrechtigkeyt vnd wissin vnsers üben bruders, Burggrauen friderichs, vnd ander vnser frunde vnd rethe, Recht vnd redlichen verkauft vnd czu kaufen geben haben Schawenstein, Münchperg vnd Oppenrod, mit allen lehen, gerichten, nüczin vnd czugehorung, besucht vnd vnbesucht, vnder der erden vnd ob der erden, alze daz vnser vater seliger an vns bracht hat, vnd wir nach seynen tode gehabt haben, mit twingen vnd bennen an geuerd, vnd als auch daz register auswiset, daz wir vnsern naeligeschriben kaulfern mit vnsern Insigel vorsigelt doruber gegeben haben, vnd daz ist alles vnser frye eygen. vnd haben die vorgenanten Sloz mit Iren czugehorungin dem edeln heinrich hern czu Gera vnd allen synen erben, addir wer disen brieff ynnen had, vorkauft 498 vor vreye eygen, vnd haben ym die gegeben vmb vunftusind Reynisclie guidein vnd vmb hundert Rynische guldin, die gut seyn an gokle, gerechte am slage vnd swer genuk am gewichte, die er vns nuczlichen beczalt vnd vor- goldein hat. vnd wir vnd vnsern erben schulten ym vnd seynen erben, adder wer diesen brief ynnen had, der alleczeyt geweren vnd sie entweren vor frey aygen, als oft vnd dicke yn des nod geschieht angeuerde. vnd waz Lehen fur- baz vorfielen nach dato dieez briues, die zu leyhen wem, es wern burglehen, adder ander lehin, geystlich ader werntlich, die sullen vnd mugen sie leyhen, als recht ist, doch sulchen, die denn recht dorezu haben, die selben belehnunge denne ganeze voilemacht haben schol, als ob wir die selbir teten adder getan hetten, vnd die obgenantin ampt selber ynnen hettin. waz aber lehin abgestorben vnd vorfellig l>ey yn werdden, die selben vnd sulche lehen sie czu den sloszen behaldin, die nüczen vnd genyssin stillen vnd mügen, die weyle der widerkauf vmb sie nicht gescheen ist an geuerde; Wenn aber wer vnser erben czu ym odder synen erben, adder wer disen brief ynne hat, den wider kauff also wider tetin, vnd wir sie des haupgutes gericht vnd weczalt hettin, so sullen suhiche vorfallein vnd abgestorben lehen mit sampt den Ampten vnd iren czugehorungein wider an vns gevallen angeuerde. vnd aus dem kauife haben wir genomen vnd nemen aus die Stewr zu Sehawensteyn, Munchperg vnd opprode, vnd yn den merckten vnd dorffern, die czu Schawenstein, Munchperg vnd oprode czugehörin, da mit er vnd die seynen nichtes czu schicken schuhen haben, denn als hernach geschriben stet: wenn wir eyne gemeyne stewr nemmen yn ausern vnsern steten in den obernlande, so sol vns der vorgenante heinrich lierre czu gera, adder seyne erbin, oder wer diesen brieff ynne hat, czu Schawenstein vnd Munchperg auch stewr laszin volgen; wenn wer auch eyne gemeyne stewr nemen In andern vnsern lande vnd Ampten in den obern lande, so sol vns der vorgenante heinrich herre czu gera, oder seyn Erbin, oder wer diesin brief ynne hat, auch stewr lassen volgen In den dorffern vnd Ampten, die czu Schawenstein, Munchperg vnd Oprode ezugehoren, doch also, wenn wir sulche stewr nemen vnd haben wollen, so sullen wir die vnsern vnd der von Gera ader seyne erbin, oder wer diesin brief ynne hatt, die iren czusamen schicken, die beide tayl die stewr nach den newen vnd aldin registern vnd nach iczliches vormügen getrewliclien vnd vnuerliehen anslahin vnd icz- lichen seyn anezal besunder auflegen vnd beschreiben vnd benennen stillen, nach dem, als denn vormals stewr aufgelegt vnd gesaezt ist worden, vnsched- lichen dem obgenanten von Gera vnd seyn erbin, oder wer diesin brieff ynne hat, an iren czinsen, dinsten vnd renthen angeuerde. Wenn die stewr von beyden teylen, yczlichen nach seyner anezal vnd vermugen, alzo aufgelegit, Ü3- 499 lila Ii Ii! V: benant vnd beschriben ist worden, so schol der vorgenante von Gera, seine Erbin, oder wer disen brieff ynne hat, oder ire Ampleute, wem sie daz entpliel- lien, dieselben stewr getrewlichen, vnuerlichen vnd vnuerczogentlichen von den armen leuten inbrengen vnd sammen auf schülche frist vnd czile, alzo denn die vnsern von vnser wegen mit yn eyn werden, vnd dorftin sie vnser oder der vnsern darczu, so sullen wir yn getrewlichen darczu wehulfig sein, vnd sie sullen die fLirbas alszo vns, vnsern erbin, oder wem wir das enplielhen genczlicliin vnd gar antwurtin angeuerde. Sie sullen auch sulehe stewr nicht hoher aufseczen, meren noch mynnern, denn alzo die gesaczt ist worden, alles ongeuerde. Doch so hat vns der vorgenante heinrich herre czu Gera vnd sein Erbin, oder wer diesen brief ynne hat, besunder sülche gunst vnd freutschaft gethan, das wir vnd vnser erbin die vorgenanten Slosze mit iren czugehorungen wider kauffen mugen wollen, welclis Jares vnd wenn wir wollen; vnd wenn wir den widerkauf vmb sie thun, dez sie vns gestatin schüllen vmb solche summe geldes, als obengeschriben stet vnd als sie vns weczalt haben, vnd daz selbe wir ym oder seynen erbin, oder wer diszen brieff ynne hat, eyn virtail Jars vor vorkundigen schullen, So schullen sie vns wider czu wisszin thun, wo sie die weczalung neminem wollen, czu lobenstein, Sleuwicz oder czu der bürg, vnd yn welher der dreyer stete oder Sloz eyne sie kiesen, do selbins stillen wir die weczalung thun ongeuerd; vnd vor welchem czinstage die be- czalung von vns geschieht, als oben gescliriben stet, dieselben nechsten czinses schuhen wir denn obertragen sein vnd nicht geben ongeuerde. Geschehe auch sulche aufsamunge von vns oder vnsern erben, amk ! teten der beezalung nicht nach den virtay! Jares, als vorgeschoben stet, so hat der oftgenant heinrich herre czu Gera, sein erben, oder wer disen brief ynne hat, Atolle gewalt vnd ganeze macht, ire purgen czu manen, zu leysten, a r nd die Sloz aukI ampt mit iren czugehorungen czu verkauffen in der masze, alzo hernach gescliriben stet ongeuerd. Wer auch, daz den vorgenanten heinrich hern czu Gera, oder seynen erbin, oder wer diszen brief ynne hat, der vorgenanten Slosze oder stete eyns oder iner angewunen wurden, oder ab süst sehad darynn gescliee, von brande, name, krige, ader wie schade darczu gescliee oder gesclieen mochte, da got vor sey, daz sie doch getrewlichen wewaren schüllen, so sie best mügen, so schuhen wir Amd vnsern erben dem dickgenanten a r on gera vnd seyn erben, oder wer diesen brieff ynne hat, getrewlich wehülfig sein, vnd wir sullen noch enwohen vns in keyne weisze friden seezen, noch sünen, ym, seynen erben, oder wer diszen brieffe ynne hat, werdde denn genczliche wider yn, daz das yn also angewunen were, oder ym, seynen erbin, oder wer diesen brieff ynne hat, würde denn siilch gelt a r on aois Amd Amsern erben, darumb wir den widerkauf 500 thun schullen, als obengeschriben stet, vnd das alles sal den vilgenanten heinriche von gera, sein erben, ader wer denn diszen brief ynne hat, an den haubtgute vnd czinsen vnd vor vnd nach vorsclrribunge keynen schaden bringen in keyne weyse ongeuerd. Auch sol der vorgenant von Gera, seyn erben, oder wer den brieff ynne hat, dieselben Slosze, stete, Merckte, lande vnd lewte getrewliche beschuczen vnd vor teydingen, als ir erblichs eygen gut, so ferre als sie sy czu rechtes vermügen ongeuerde. Geschee auch, das ymand den offtgenanten heinrich hern czu Gera, sinen erben, oder wer disen brieff ynne hat, in den obgesehriben ainpten vnd czugehorungin, oder anderswo yn dem yren, wo sie das hetten, angriffen, weschedigen oder krig czufugen wolde, so schullen vnd mögen sie sich aus, czu vnd von den Sloszen vnd ampten wol schuczin, aufhalden vnd weren, darczu schullen vnd wallen wir yn getrew- leichen weholfen sein ongeuerde, doch alzo, das wir ir czugliche vnd freunt- lichen rechte mechtig sein; wo wir ir aber nicht mechtig weren, so dürfen wir yn nicht helfen, sunder aus den obgenanten gekauften Sloszin vnd ainpten mugen sie vnd die iren von iren wegen sich schuczen vnd wehelfen, so sie beste kunnen, an alle vnser wider rede, an Insprache, an hindernüsze vnd ongeuerd. Auch was amptleute sie auf denselben Sloszin haben, dieselben amptlewte vnd die, dy sie teglichen wey yn muszen haben, wir getrewlichin vertaydigen, schuczen vnd yn vor schaden sten schullen, als andern den vn- sern ongeuerd. Wer auch, das keyn czugrief oder warunge geschee in den obgenanten ampten, so das der obgenant von gera, sein Erben, oder wer dieszen brieff ynne hat, vnd die iren in faren musten sein, wie dicke vnd wenn das geschee, wenn sie das denn dem Amptmanne gein Flassenberg enpüten, so sohle er darczu komen vnd reyten an vorczog vnd an hindernüsze gein dem Schawensteyn, so scliol der von gera, seyn Erben, oder wer den brieff ynne hat, eynen der iren auch do selbst czum Schawenstein haben, der mit dem biete von Flassenberg wöge vnd ein würde, wenn oder wie vil lute man dar legen solde, wie sie denn ein würden, so vil leute scholden wir denn dar legen auf vnser koste, czerung vnd schaden vnd des frumens do von gewarten. leget der von Gera, seyn erben, oder wer dieszen brief ynne hat, auch die irn darczu, das schullen sie thun auf iren schaden, czerung vnd kost, vnd schullen des frumen auch dauon gewarten, vnd der frume, ob man den neme, schal denn geteylet werden, nach anczal der leute ongeuerd. geschee, daz hernach czwey- tracht würdde oder sich verliffe czwisschen vns vnd dem obgenanten von gera, seinen erben, oder wer diszen brieff ynne hat, adder czwischen vnser beyder mannen vnd diner vff beiden seyten, bie das kome oder kommen mochte, das sol beleiben bey vnsern mannen czweyen vnd bey iren mannen czweyen, In 501 freuntscliaft oder in recht, die wir von beyden seyten darczugeben süllen. dieselben vier schullen des macht haben czu entschayden; Mochten aber sie dorumb nicht über eyn komen, wes die selben denn nicht über eyn möchten werden, des sol eyn obman sein der wolgeporn Graue Wilhelm von Orlamunde, den wir auf beiden Seiten darczu bitten süllen, derselbe macht sol haben dar ein czu reden, als es denn nach des selben irkentnüsz beleiben sol ongeuerde. Ginge auch der obgenante Graue Wilhelm von Orlamunde abe von todes wegen, clen got lange frist, So sullen die vire, die wir von beiden seyten darczu geben, als obgeschriben stet, versuchen, ab sie eintrechtigleichen eyns obemannes vber ein mochten werden; wurden sie denn des eyn, wie denn darczu Sprech in freuntscliaft oder in freuntlichen rechten, alszo solt es weleiben vnd also gehalden werden; konten die A r ir sich eyns obmannes nicht vor eynen, wurden wir oder die vnszern denn beclagt von den vorgenanten A r on Gera, seynen erben, oder von den iren, So sullen wir oder dievnsern, die beclagt Avurden, eyn obemanne kyszen aus den obgenanten von Gera, seiner erben, oder Aver diesen brieffynne hat rathe, oder manne; des geleich süllen sie wider thun, wurde der vorgenant von gera, sein erben, oder die iren beclagt, so süllen sie, oder die beclagt Avürden, eynen obmanne aus ATisern erbern Rathe kysen, oder aus Amsern mannen; were aber, das sichs der nicht Amder winden Avolde, den man czmn ersten darczu küre, So solten dy, die beclagt wurden, eyn andern kyszen des selben herren Rathe oder man, Als vorgeschoben stet ongeuerde. Sulche czwitracht dem obgenanten von Gera, seinen erben, oder Aver dieszen brieff ynne hat, keinen schaden bringen sol an den vorgenanten kauffe vnd czinszen ongeuerde. Ye doch so schullen die oftgenanten Slos Schawenstein, Munchperg Amd opprode vnser, obgenant Burggraue Johanns, Amd Amser erben offen slosz sein czu allen Amsern nöten vnd krigen, yn vn- schedlichen an allen iren czinsen, nuczen Amd haubtgeld, ausgenomen gegen dem A'on Orlamunde, dem von Trühending vnd gegen dem von Swarczburg von sunderhawszen, 011 alles geuerde. Wir, nach vnsern erben süllen, noch entwollen, noch nyemand A 'on vnsern wegen, dem vorgenanten von Gera vnd seynen erben, oder Aver diesen brief ynnen hat, In die vorgenanten Slosz Schawenstein, Munchperg, Opprode vnd ire czugehorung Nymmermer lceyner- ley einsprach, noch hindernüsz gethun, mit worten nach mit wercken, noch keinen den vnsern gestaten zuthun ongeuerde, das sie an den vorgenanten kaAvlfe beschedigen oder gehindern mochte, dieweile wir oder vnser erben die nicht wider gekauft haben, als obgeschriben stet. Auch ob der obgenant A r on gera, oder sein erben, oder wer diszen brief ynne hat, irkenntten, das yn not were, an den Sloszen czu pavven, an bevestigunge oder an bürglichen pawen, 502 dor auf so sullen sie macht haben czu pawen auf czwey oder dreyhundert gul- dein, vnd wenn wir oder vnser erben die vorgenanten vnser Slosz wider kauften, So sullen wir oder vnser erben einen, vnd der vorgenant von gera, oder seyn erben, oder wer diesen brieif ynnen hat, auch eynen darczu geben, die den paw achten vnd schaczen sullen; wie hoch denn die schaczung des gepewes geschee, vff oder vnter cweyen oder dreyen hundertt gülden, das wollen wir oder vnser erben den obgenanten von Gera vnd seinen erben, oder wer diesen brieif ynnen hat, genczlichen richten vnd weczalen mit den hawbtgelt, wenn wir denn die vorgenanten Slosz wider kaulfen ongeuerde. wer auch, das wir vorgenannter Burggraue Johanns, oder vnser erben die obgenanten Slosz mit iren czugeliorung wider kauften vnd wider czu vns brechten, als obgeschriben stet, wenn denn der obgenant von Gera, oder sein erben, oder wer disen brieif ynnen hat, czu Schawenstein, Munchperg vnd vpprode vnd yn den Ampten koste vnd habe, oder getraide aulf den fehle, welcherlay das were, hetten vnd liesen, die schullen wir yn laszen absneyden, füren vnd bringen mit vnserri fron In den selben Ampten, vnd die laszen geleiten gen lobenstein In die stat; wer yn auchymante yn den selben ampten ichtes schuldig beliben, das schullen wir yn laszen eynnemen vnd sammen vnd genczlichen antworten, oder so vil plant dafür, als muglich ist, die der arme vermocht vnd hett, vnd so verren sein habe vnd gute gereichen mochte; wer aber, das yn ymant der vnsern vmb sulche sülde, als sie denn czu sprechen, lawgent vnd nicht bekennten, von dem oder den schüllen sie yn an freundlichen rechten genügen laszen von vnserm Amptman doselbst ongeuerde. sünderliche ist geredt worden, das der vorgenant von Gera, sein erben, ir amptlewte, oder wer disen brieif ynnen hat, vnserm armen lewten in den obgeschriben Sloszen vnd ampten bey recht vnd bcy guter alter gewonhait beleiben schullen laszen, So sol der obgenant heinrieh czu gera, sein erben, oder wer disen brief ynnen hat, bider bey recht vnd guter alter gewonhait, als vnser vater seliger vnd wir bisher bracht haben, beleyben ongeuerde. würde auch, oder geschee, das der obgenant heinrieh herre czu Gera, oder sein erben, oder wer disen brief Innen hat, von not wegen, oder süst wie das körn, die vorgenanten Slosz vnd stet mit iren czugeliorung verkawfen musten oder wolten, das er, sein erben, oder wer diesen brieif ynnen hat, vns oder vnsern erben czu wiszen thun vnd wider anbiten, ob wir die kawfen wellen, oder ymant anders dorczu schicken, der die kauft vmb sulche summe geldes, als obgeschriben stet, vnd sol vns nach dem, als er vns das czu wiszen thut, des kauffes gewarten ein Jare; kauiften wir denn sie In den selben Jare nicht vnd schicken auch nyemandes, der sie kawft, als vor geschriben stet, So mag er oder sein erben, oder wer disen brieif ynnen hat, die vorgenanten Slosz mit iren czugehorung vorkawfen eynem seynen genoszen, oder newer andern lewten vnter Im, wen sie wollen, vnd In antworten mit sulchen rechten, als er vnd sein erben die czu vns gekawft haben, dem oder den stillen vnd wollen wir vnd vnser erben diesen kawff vnd brieffe vnd alle artikel dicz briffes vnd kauffes halden In aller masze vnd weisze, als wir vnd vnser erben vns gegen dem vorgenanten heinrich herrn czu gera, seinen erben, oder wer disen briff Innen hat, verschriben haben, In aller weisze vnd masze, als ob der oder die, die das also kawften vnd eingenomen hetten, yczunt mit namen In disen briff verschriben worden, vnd schullen Im oder In auch disen brieff vernewen vnd mit namen dar eyn seczen, ob er oder sie des begerten vnd eyschen ongeuerde. wolten wir oder vnser erben aber die obgenanten Slosz mit irer czugehorung nicht wider kauffen, noch nymande schicken, der sie kauffe, oder ob sie süst nicht kawflewte darczu gehaben mochten, so siillen sie macht haben, Ir bürgen czu manen vmb ir gelt, so lange bis In ausrichtung geschee In der masze, als hernach geschriben stet ongeuerd. Sunderlich sol der ohgenant heinrich herre czu gera, sein erben, wer disen briue Innen hat, die oftgenant Slosz vnd Amp- ten keinen forsten, nach keynen über sich uerkauffen, er mocht denn keynen andern kaufoian, der das kawfft, gehaben, noch keynen vnsern veynde, die weil er vns veinde were on alles geuerde. Auch so sol vns, vnsern erben der oder die, den der vorgenant von Gera, sein erben, oder wer disen briff Innen hat, die vorgenant Slosz vnd ir czugehorung vorkaufft vnd eyngeantwort hetten, als obgeschriben stet, für sich vnd ir erben, vor vns, gegen vns vnd vnsern erben verschreiben vnd ir briff geben, als sieh der egenant von gera vnd sein erben, oder wer disen briff ynnen hat, gegen vns vnd vnsern erben vorbrifft vnd verschriben haben, vnd schüllen auch die slosz mit allen czugehorung In kawffe nymancz eyn antworten, noch geben, er hab sich denn In sulcher masz vnd weisze verschriben vnd verblüffet, als obgeschriben stet ongeuerde. Auch ist nemlich geredt vmb das berckberg, das yczund vor äugen stet vnd gewin- haftig. ist czum Schawenstein, vnd vmb den weyer czu Munchperg, das wir vnd vnser erben mit den obgenanten von gera, seinen erben, oder wer disen brieff Innen hat, geleichen tail an den obgenanten Berckberg vnd weier haben schüllen, vnd was nuczes dauon komet oder gefellet, das schullen wir geleich mit eynander taylen; komen aber hernach berkberg aus In den obgenanten Ampten vnd czugehorung, das gewinhaftig würd, das schullen wir obgenanter Burggraue Johanns vnd vnser erben dem genanten von Gera vnd seinen erben, oder wer disen briff Innen hat, vngehindert an laszen vnd In keynen eintrag, noch hindernüsz doreyn machen, noch nyemancz von vnsern wegen, die weil wir den wider kauff vmb sie nicht gethan haben, sunder wir schullen In das 504 gerugicklichen laszen vollen ongeuerde. Auch haben wir vnd vnser erben dem obgenanten von Gera vnd seinen erben, oder wer disen briff Innen hat, an der obgenanten summe goldes bebeisset III C. scheffel habern Schawen- steiner masze, on vnsern czehende In eczlichen dörfern In dem Ampt Schawen- stein, als das register, das wir darüber geben haben, ausweiszet, die angeslagen sind für fünfczig gülden czinszes, ye fünff schelfel für eynen guidein, doran hat vns der vorgenant von gera vnd sein erben sulch gunst vnd freuntschaft gethan, wenn wir oder vnser erben, oder die vnsern von vnsern wegen, Im oder seynen erben, oder wer disen briff Innen hat, fünfczig guidein antworten vnd geben yczlich Jar ye auf sand Michels oder davor, so schullen vns oder vnsern erben dieselben beystinn III C. scheffel habern vns vnd vnsern erben selber czu gut volgen vnd werden, vnd nymant anders ongeuerde; Geschee aber des nicht, vnd weczalten In die obgenanten fünfczig guidein czinses nicht czu sulcher czeit, als obgeschriben stet, des selben Jares sie denn genanten habern selber eynnemen vnd aufheben schullen on allen eintrag vnd ongeuerd. wer auch, das wir obgenanter Burggraue Johanns oder vnser erben mit des genanten von gera oder seiner erben Erbherren krigen vnd in fede komen würden oder müsten. wegerten wir oder vnser erben den von den obgenanten von Gera oder seynen erben, das sie vns das slosz vnd ampten, die weil der krige werdt, das sehüllen vnd wollen sie vns geweren, doch also, das wir vnd vnser erben In vermachen vnd vergewisszen sullen, das sie ein genüge schullen on haben, das es In vnschedlich sey an Iren kauff vnd an aller auffhebung, nach dem als der lcauffbriffe vnd alle artickel des selben briffes vnd das register, das wir In darüber geben haben, auszweiset, on arg vnd ongeuerd. Wenne auch der krige entt liett, so Süllen vnd wollen wir In die obgenanten slosz vnd ampte mit aller czugehorung genczlichen vnd gar wider ein enden erstaten vnd weweyszen ongeuerde. Vnd wir obgenanter Burggraue Johanns geloben vnd gereden, für vns vnd vnser erben mit kraft dieczs brifes, bey vnsern guten trewen, den Edeln heinrich herrn czu Gera vnd sein erben, oder wer disen briff ynnen hat, vnd dem oder den, den sie es verkauften betten, als obgeschriben stet, stucke vnd artickel diczs briffes, die von vns geschriben sten, vnd igclichen besunder stete vnd gancz czu halden on alles geuerde, vnd seczen In dafür czu bürgen disze nochgeschriben, die mit vns vnd für vns gegeben, als gut bürgen, wer auch, das ein bürge oder mer von dem lande czugen oder von todeswegen abgingen, die got lang friste, vnd wir oder vnser erben denn vermant bürden von dem benanten heinrich Herrn czu Gera, oder seinen erben, oder wer dissen briff Innen hat, oder von dem oder den, den die obgenanten slosz vnd ir czugehorung verkaufft werden, als obgeschriben stet, So schullen wir In bey eynen 64 Bd. VI. 505 maneycl, darumb sie vns gemant hetten, als gut vnd gewisze bürgen nechst darnach eyn ander oder mer, an des oder der abgegangen stat, darvmb sie vns gemant hetten, als gut vnd gewisze bürgen seczen, als die abgeschiden gewest werden ongeuerde. Vnd wir, die nachgeschriben pürgin bekennen vnd geloben bey vnsern guten waren trewen entsemptclichen vnd vnuerschaidenliehen dem Edeln heinrich herrn czu Gera vnd seinen erben, ader wer disen brilF Innen hat, vnd dem oder den, den sie die obgenanten Slosz verkaufft hetten, als ob- geschriben stet, das wir willigcklichen bürgen worden sind, vnd welche czeit wir gemant werden von dem vorgenanten heinrich herrn czu gera, oder seynen erben, oder wer disen briffe Innen hat, oder von dem oder den, den der vorgenant von gera oder seyn erben die offtgenanten slosz mit Irer czugehorung verkaufft hetten, als obgeschriben stet, es sey vmb welcherlay bruch, stucke oder artickel diczs briffes, vnd wie offt vnd dicke wir gemant werden, das wir den czu stund an schüllen vnd wollen eynreiten vnd leisten, vnser igclicher herr mit vier pferden vnd mit eynen erbern knecht vnd mit czweyen knechten vnd igclicher ritter mit eynen knecht vnd czweyen pferden vnd igclich knecht mit eynen pferd. welcher herr auch selbs nicht eynreiten wolt, der schol czwen erbern knecht mit czweyen knechten vnd mit vier pferden an sein stat eyn schicken, vnd welcher ritter selber nicht einreitten wolt, der sol czwen redlich knecht mit czweyen pferden an sein stat eynschicken, vnd welcher knecht selber nicht einreitten wolt, der sol ein redlichen knecht mit eynen pferd für sich einschicken gen Slewicz oder gen lobenstein, In welcher der czweyer stet eyner gemant werden, In eyn herweg, vnd do ynleger halten vnd leisten, als eynlegers vnd laistung recht vnd gewonhait ist, vnd aus der laistung nicht czu komen, wir tun denn mit willen der vorgenanten vnsern gelawbern, oder die bruch werden denn gancz vnd gar ausgericht, dor ymb wir gemant werden. Wer auch, das der laister, oder der laist pferd ayns oder mer abging, oder sich verlaisten, so sol yder bürg, den das antret, eyn andern knecht oder pferd, wie das koin, vnuerczogenlich yn die laistung bringen vnd schicken, wenn er des gemant wurd,, als offt des not geschee ongeuerd. Sich sol auch vnser keyner mit den andern entschuldigen, noch helfred noch pett peytung vinden, noch haben, sunder welcher vnser gemant würd, der sol vnd wil von stundan eynreitten vnd leisten, als obgeschriben stet ongeuerd. Auch sol dem obgenanten heinrich herrn czu Gera, seinen erben, oder wer disen briff ynnen hat, vnd den oder die, der die obgenant Ampt wider sie gekaufft hett, als obgeschriben stet, an disen obgeschriben kauffen, haubtgeld vnd czinses vnd an allen artickeln diczs briffs nichcz hindern, noch weschedigen weder vorpot noch gepot geistliclis noch werntlichs gerichtes, noch nymanczs, 506 noch keinerlay gebrecht diczs briffs oder der Insigel, sunder alles, das wir obgenanter Burggraue Johanns vnd vnser erben vnd wir nachgeschriben bürgen vorgeschriben vnd gelobt haben, das schullen vnd wollen wir stet vnd gancz vnd vnuerbrodienlichen halden, an arg vnd alles an geuerd. So sind dicz die bürgen: Graue Gunther czu Swarczburg lierr czu Raneis, Graue Wilhelm von Orlamunde, Graue Oswald von Trühending, Virich von Waidenfels, Erhart von koczawe, Heinrich von koszwode, Heinrich von hayn, Albrecht Sack, Heinrich von feilthsch, Fricz von Gutenberg, Thomas von Reiczenstein, Jung Hans von feilthsch, Heinrich von koczawe, Nickel von koczawe, Aberdar von Reiczenstein, Meinhart Göcze, der alt kunrad lüchawer, kueparn genant, Hans von Mängesreut. Actum beyrszdorff, Sabbato post Nycolay, Anno etc. octauo. (iciuciiibntjj Burggraf jloljntttfs III. Vergl. Nr. CCCCLXXXVI1I. und DLIX. CCCCLXXI. itoeriä mts llntliiTiburgcr iiirgtrs über ein ICtibgcbingc }\\ (Dnnljhadj. 13. December 1408. Ich Cuncz Tesche, Burger zu Rotenburg, vnd Cristein sein Eliche haws- fraw, Bekennen vnd thün künt offenlichen mit dem brief, vor aller menigklicheii, Das wir dem hochgebornen fürsten vnd herren, herren Fridrichen Burgrauen zu Nürmberg, vnserm gnedigen herren, sulche früntschaffte vnd lieb getan haben, das er vnd sein Erben einen widerkauffe haben süllen vmb daz leipgedinge hundert guidein geltes, als wir vmb sein gnade ausz seiner Stat onolczbach, nach vnsers briefs sage, gekaufftt haben: Also, das sie dasselbe leipgedinge, welchs Jares vnd zu welcher zeitte In dem Jare sie wollen, volle ganeze macht haben, vmb sulche Summe geltes, Mit namen Tawsent guidein Reinischer, wider zu kauffen, das wir In also an Widerrede vnd einteile geben süllen vnd wollen getrewlichen, on alles geuerde, Also, das vns vnser leipgedinge hundert guidein geltes nach anezal des Jares gereclient vnd beczalt werde, wenne der widerkauffe geschieht. Zu vrkunde gib ich obgenanter Cuncz lesche disen brief, mit meinem vnd Seyczen vischleins anhangenden Insigelii versigelt, Dar vnter ich mich obgenante Cristein verpinde. Geben an sand lucien tage, Nach Crist.i gebürt vierezehenhundert Jare vnd darnach in dem Achten Jare. (©entetnbndjer tirs Bnrggraftljnins liirnteg. 507 CCCCLXXII. Ünrggraf JFricbridj ticrlriljf km Hitler Iraft tum Hentersljeiin tiie tjciingcfullrncn (irieHtiger'srjp Hellen. 23. December 1408. Wir Fridrich von gotz gnaden Burgrafe zu Nurenberg, Bekennen vnd Tun kunt offenlich mit dem brief, Das wir vnsserm Rate vnd lieben getrewen, kraften von Lentershein, Ritter, durch besunder gnade vnd seiner dinst willen, die er vns bisher getön hate vnd auch furbaz tun sol vnd mag, tzü rechtem manlehen gelihen haben alle die gute, die weilunt hans griesinger gelassen hatte, die dann von vns vnd vnsser herscliaft zu lehen gen vnd Rüren, als vns die von demselben hansen griesinger verfallen seind, vnd leihen vnd Reichen dem egenanten kraften von Lentershein die selben güt alle vnd yegliche besunder, wie die genant vnd wo die gelegen seind,*) mit iren zugehorungen für verfallne lehen, was wir yme dar an von rechts vnd von gnaden wegen lyhen sullen vnd mügen, Doch vnschedlich vns vnd vnsser herschaft an vnsser Lehenschaften vnd rechten. Czu vrkund geben wir yme den brief, mit vnsserm anhangendem Insigel besigelten, Der geben ist am sontag vor dem heiligen Cristag, nach Cristi geburt viertzehenliundert vnd In dem achten Jare. ©nginal im liönigl. ®air. ^ramnjinlnrdjuic jti iitintbtrg, mit anli. Burggräfl. Wildemanns-Siegel. ') Hierunter sind die Lehen von Altenmuhr zu verstehen. CCCCLXXIII. JutnlkBr.sdjrciliwig Ükrggraf Spanns gegen iferkgen ttnd %m l)nl)ticr. (Um das Jahr 1408.) Wir Johanns etc. Bekennen ofFenlichen mit diesem briffe allen den, die in sehen, hören oder lesen, das wir, alle vnser erben vnd nachkomen Recht vnd redlichen schuldig sein vnd gelten sullen dem Erbern weysen herdegen vnd hansen den falcznern, allen iren erben vnd nachkomen II C. XXXII gülden Reynischer statwerung czu nuremberg: die geloben wir In für vns, alle vnser erben gutlichen zu gelten vnd wider zu geben zu nüremberg In der stat, in der 508 iieehsten vasten vif den Sontag den man nennet Reminiscere, vnuerczogenlichen vnd an alle Widerrede; Tetten wir oder vnser erben des nicht, was dann sie oder ir erben vnd nachkomen schaden nemen, es sey an Cristen an Juden, mit zerung, an potenlon oder sust wie der schade genant ist, der anders redlicher vnd vngeuerlieher schad liiesz vnd were, den geloben wir In gutlichen auszurichten mit sampt den obgenanten hawbtgut allen, vnd iren slehten worten czu gelawben 011 eyde vnd an notrecht, vnd des zu merer vnd pesser siclier- heyt haben wir In czu vns vnuerscheidenlichen zu purgen geseczet die erbern mann, die hernach geschriben sten; ob das were, das In oder iren erben nicht gehalten wurd, als oben geschriben stet, so haben sie vnd ir erben follen ge- walt vnd gut recht, die hernach geschriben purgen zu manen zu leysten, vnd wenne die also ermant werden mit briffen, poten oder müntlichen, so schol sich des keiner auff den andern nicht verczihen, sunder nach der ersten manung schol ir iglicher herein reiten gen nuremberg In die stat, oder einen knechtmit einem pferd herein schicken in eines olfen wirtes haws, dohin sie dann von In geweyset werden, vnd schullen da Innen ligen vnd leysten von knecht zu knechten vnd von pferd czu pferden, vnd aus der leystung nymmer zu komen, Als lang bis den obgenanten herdegen vnd hansen dem falczner vnd allen iren erben ein gancze genüge geschieht vmb hawbtgut vnd vmb alle Scheden, die sie der nemen oder genomen hetten on alles geuerde. Auch man leyst oder leyst nicht, so mügen sie das gelt vngeuerlichen aulf vns an den Juden nemen. vnd were disen brilfe mit iren guten willen Innen hat, den schullen wir vnd vnser purgen aller pünde vnd Artiekel, die in dem brilfe geschriben sten, gebunden sein, als in selber, vnd diez sind die purgen : fridricli von aufses, hans von waldenfels, vlrich von kindsperg, vlrich von waldenfels etc. (jürnranbiidj Burggraf Sojjmm's III. CCCCLXXIV. 10. Januar 1409. Hans Stiber, Ritter, und Erhart Stiber, Gebrüder, bekennen, daz inen Burggraf Jolians bezalt hat 232 Gulden zu Leibgedinge, das er inen solt bezalt haben vergangenen St. Walpurgen und Michelstag. Geben an dem nehsten Donerstag nach Obersten, Anno MCCCCIX. (Original im Böttigl. Bair. ^rnninpalnrdjiue jti Bamberg. Nach anderen ebendas. befindlichen Quittungen, erhielten die Gebrüder Stieber (von Buttenheim) am 2. März 1408 von Leibgedingswegen 232 Gulden, am 4. Juni 1406 und 20. Mai 1409 aber 102 Gulden. 509 CCCCLXXV. Burggraf Jfriekidj jtt lürnkrg nrrknuft kr irafsiijarkirs-Bnllri JFrnnkcn Jkljiikn j\\ Sklfpii, Igsljriin Etc. 2. Februar 1409. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggrajf zu Nüremberg vnd wir Flsbeth von Bayern, von denselben gnaden Burggrafin zu Nüremberg, sein eliche ge- rnahel, Bekennen für vns, alle vnser erben vnd nachkomen, vnd tun kunt offenlich mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, das wir mit wolbedachtem müte vnd gutem Rate vnser Rete, durch notturffte vnd bessern nütz vnser vnd vnser herschafft, haben recht vnd redlich zu vrtet vnd einen ewigen kawffe verkaufft vnd zu kawffen geben dem wolgeboren vnserm lieben Oheim, Ludwigen Grafen zu wertheim, zu den ziten Lantcomthür dütschs Ordens der Baley zu francken, Bayren vnd Swoben, vnd besunder den Gebietigern derselben Baley dutsches ordenns vnd allen Iren nochkomen vnser zehende zu Ickelnheim, zu ypslieym vnd Weymersheim bey winsheim gelegen, vnsern tail grossen vnd kleinen, Ausgenomen der weinzehenden vnd hewzehenden, vnd vnser gutlein zu Yckelnheim, dorauff ytzunden Hans ledrer sitzet, vnd geben in die obgeschriben vnser zehende vnd auch das gutlein mit allen zugehorungen, nutzen vnd gülten, als wir das bisz herbracht haben vnd üffvns kummen ist, nichts auszgenummen nochhindan gesetzet, als oben geschriben stet, Also, das Sy vnd ir nachkomen die allso mit aller zugehörungen für recht lediges eigen Innhaben, nützen, nyessen, besetzen, entsetzen, verleihen, wenden vnd keren sullen vnd mügen noch Irem besten nutze vnd frummen, wie Sy wellen vnd In allerbeste füget, on alle Irrung, einsprach vnd bekumernusse vnser, aller vnser erben nachkomen vnd meniclichen von vnsern wegen, vnd wir wollen vnd sullen Sy des alles wem, versprechen vnd vertreten für lediges freyes aigen, noch des landes zu francken vnd aygens recht vnd gewonheit. vnd haben in die vorgenant vnser zehende vnd das obgeschriben vnser gutlein zu kawffen geben vmb drey tawsent vnd fünfzig guidein Reinischer, die Sy vns berait dorvmb bezalt haben vnd der wir von In gantz gericht vnd gewert sein, vnd in vnsern vnd vnser herschafft inercklichen nütze vnd frummen gelegt haben, vnd sagen Sy der obgenant Summ gentzlichen quit ledig vnd losz. Mit vrkund ditzs briefes, versigelt mit vnserm, vnser Gemahein vnd der hernach- geschriben vnser lieben getrewen anhangendenInsigeln, die Sy durch vnser bete willen, in vnschedlichen, an disen brief gehangen haben : Mit namen Errnfrid 510 von Seckendorf^ Hofmeister, Wyrich vn Trewtling, krallt von lenttersheim vnd Arnolt von Seckendorf! Aberdar genant, Rittere. vnd wir die yetzgenanten Bekennen, das wir vnsre Insigel wissentlich zu des obgenanten vnsers gnedigen herren vnd l'rawen Insigeln an disen brief gehangen haben. Geben an vnser frawen tag liechmese genant, Anno domini M" CCCC nono. <£npialbnd; btt Stittädjntkiiä-dDomineiik Itürnherfl. CCCCLXXVI. Bitkrkatifa-EfDtrs kr ittitsdjmittns-IBnllti jFrnnkii, über iiit tatlbtn unn Inrggraf Jntkid] nerhauften Jkljtikü jtt Skclljciin Eft. 3. Februar 1409. Wir Ludwig grafe von Werthein, czu den czeiten lantcommentur Tewt- sches ordens der Pally czu Francken, Beyern vnd Swaben etc. vnd wir die gepietiger derselben Palyen Tewtsches ordens, Bekennen vnd tun kunt olfenlich mit dem briefe vor allermenigchchen, für vns vnd alle vnser nachkomen, vmb den kauff, den wir getan haben vmb den hochgeborn fursten vnd Herren, Herren Fridrichen von gotes gnaden Burgrafen zu Nürnberg, vnsern lieben oheymen vnd gnedigen Herren, vnd vmb dy Hochgeborn furstynne vnd frawen, frawen Elysabeten von Beyern, von denselben gnaden Burgrafyn zu Nürnberg, des obgenanten vnsers öheims vnd gnedigen Herren gemaheln, vmb dis hernach geschriben yr zehenden, mit namen zu Ickelicheym, Ipszheim vnd weymersheim iren teil, grossen vnd kleinen, auszgenommen der Weintzehenden vnd Hew zehenden, vnd ein ir gutlin zu Ickelicheym, darauff hanns ledrer sitzet, mit allen zugehorenden, vmb drew tawsent vnd fünfzig guidein Rinischer, nach vnsers kauffbrieffs sage, den wir darüber von In haben, daz wir in darumb gantz vnd volkomen willen vnd macht geben haben, vnd geben die von vns vnd vnsern nachkomen zu losen vnd ein rechten widerkauff darulf haben vnd tun vmb die obgenant Summe guldin, welchs Jars vnd zu welcher tzeytln den Jare sy wollen, vnd wann dy losung alzo beschicht vnd wir der obgenanten Sume gülden von In betzalt vnd gericht werden, So sullen wir in von stund an von den obgenanten zehenden vnd dem obgeschriben gutlin gantz vnd gar abtreten, ledig vnd lose sagen vnd lassen, vnd wir vnd vnser nachkomen dartzu dheine Zuspruch nymmer mer haben, noch gewinnen in dheyne weise onge- uerde. Auch ist berett worden, wer, das sie die losung teten vor Wichennechten, 511 weliclis Jars das geschehe, So sullen sie der gult, die uff sand Jacobs tag darnach gefallen sol, ledig vnd lose sein, Tetten sy aber die losung nach weihenechten, So sol vns auch dieselbe gult gefallen vnd werden. Zu vrkunde aller obgeschriben sach geben wir den brieff, versigelt mit der Palye Insigel vnd mit der Hewser Nüremberg, Ellingen vnd fyrensperg Insigeln, dye wir den mit Rate vnd guten gewissen vnsers ordens an den briefe offenlichen gehenckt haben, der geben ist am sontag nach vnser frawen lichtmesse, nach Crists gepurt vierzehenhundert iar vnd in dem newnden Jare. (Kopie im Miittigl. ®air. pratnnjiiilnrrljinr |ti Homberg. ccccLXXvn. (Dtt Ifiijkn raill km Ittrpmffti JFrifkid] ke Biekriösnng kr iljm ju MgtftingE üErsdjriEhEnEn Inrngnlt gi JkjjniEgling Eft. gEStattEn. 4. Februar 1409. Ich Ott Heyden, Burger zu Nüremberg, Bekennen mit den brief, daz ich mit den hochgeborn fürsten vnd herren, hern Fridrichen Burggrafen zu Nüremberg, meinem gnedigen herren, vber ein worden pin von sülcher korngult wegen, die ich In dem ampt zu Nürmberg vmb In zu leibting gekaufft han, mit namen ausz den dörffern Sniglingen, Schnepffenrewt vnd höflins vnd daz holczkorn: Also, das er mir diez künftig Jare So vil korngult von Swabach oder von Cadolspurg antwurten vnd reichen sol gen Nürmberg, Als sich für daz selb getreyde gebüret, vor sant Merteins tage schirst ongeuerde, vnd darnach daz ander Jare sol ich mein leibting mit allen gulten, rechten vnd zugehörenden, nach meins leybtmgbriefs sage, Innen haben vnd niessen. So ist auch gerett worden, das ich dem obgenanten minen gnedigen herren durch fruntschafft willen losung gestatten sol vnd wil vmb daz obgenant getreyde, das zu dem obgenanten Ampt zu Nürmberg gehört, uff vnser frawen tag lichtmesse darnach schirst on geuerde, Doch das er die losung von mir tün sol nach gleicher anezal des geltes, geschehe dez nicht, So sol daz libting besten vnd beliben, nach auszweisung meins leibtingbriefs, *) den ich darüber von Im hon. zu vrkunde han ich mein Insigel uff den brieff zu ende der geschrift getruckt, Der geben ist czu Onolspach, an montag nach vnser frawen tag lichtmesse, Anno etc. nono. (iemetitbndjer bta lurggrnftjjuins Hamberg. Vergl. Nr. CCCCXXXVI. 512 CCCCLXXVHL iiilulboErsdjtEibitng Burggraf lol]ann'5 gegen In im fünsbergeriit. 4. Februar 1409. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, vnser erben vnd nachkomen, Bekennen vnd thun kunt offenlicli mit disem gegenwertigen briue allen den, die In selrent, lioren oder lesen, das wir reebt vnd redlichen schuldig worden sein vnd gelten sullen der erbern vnser lieben getrewen, Annen Bertold kinspergerin, hannsen czwertengruners tochter, vnd allen Iren erben Sechshundert gülden vnd Sechczig gülden guter alter reinischer gülden werung, die do gut sein an golde vnd swere genug awf der wage, .dieselben summe gülden gereden wir yre zubeczalen vnuerczogenlichen awlF die nechsten licht- mesze zu Eger ader zu Beyerewte, in der stete eyner, wo sie wil, an alle ir Scheden angeuerde. Gescliee des nicht, alle die Scheden, die sie des dannneme vnter Cristen ader Juden an nachreisen, an botenlone, ader wie sich der schade macht, der angeuerlicher vnd redlicher schade hies vndwere, den selben schaden gereden wir abzuthune mit sampt yrem haubpgute an alles verezihen vnd angeuerde. vnd des zu einer merern Sicherheit seeze wir ire eine Mistelbach, als hernach geschähen stet, vnd das sol sie ynne haben mit gerichte, awsgenomen das halsgerichte, mit manschaft, mit frone, weisat vnd allen pfening czinszen vnd fünff sumer korens vnd fünff sumer wayez vnd drey suiner gersten, vnd was des vwerigen getreides ist, da sol sie nicht mit zu schigken haben, vnd sol auch alles das wismat ynne haben, das zu dem egenanten dorff Mistelbach gehört; vnd sullen auch das gelte bey vns nymant vorbieten laszen, weder mit geistlichen noch mit werntlichen rechten, nach in dheine weise, das vns gefrwmen vnd ir gescliaden mochte. Auch ab sie awf die nechste liclitmesze nicht beczalt wurde, So hat der obgenante hanns czwertengruner volle macht zu manen, als sie selber, vnd wer den briue ynnen hat mit irem guten willen vnd wort, der hat alle die recht an gelte vnd an den obgeschriben gutern, als sie selber. Auch sullen vnd wollen wir sie vnd ir erben der obgenanten guter aller vertreten vnd versprechen, als offte vnd wo In des not geschieht on- geuerde. vnd des alles zu einer merer sicherlieite seeze wir In zu vns czu rechten bürgen vnser lieben getrewen hcrnachgescliriben mit einer gesampten liant vnuerscheidenlichen. vnd wir hernach geschähen bürgen Bekennen mit einer gesampten bannt vnuerscheidelichen, das wir rechte bürgen worden sein für vnsern gnedigen herren Burggraue Johannsen zuNuremberg gen der obgenanten frawen Anna Pertold kinspergerin vnd iren erben die obgeschriben Sechshundert gülden vnd Sechczig gülden, In darvmb zu halten vnd vmb alles das, das in dem briue geschriben stet, also, ab sie awf die nechsten lichtmesze nicht beczalt wurde, wenn wir dann ermant wurden, es wer mit briuen, mit boten, vntter awgen ader zu vnser behawszunge, so sol vnser yglieher von stundan einsenden mit einen knecht vnd mit einen pferde gen Eger oder gen kemnat, ader gen Nuremberg, zu einen offen wirte, do sie vns hin bescheiden, vnd do als lange laisten, nach gastes recht, vnd ligen vnd aws der laistung nicht komen, sie sein dann vor yres haubpgutes vnd Scheden Genczlichen vnd gar beczalt vnd entricht an alles geuerde; vnd geloben auch bey vnsern guten trewen, das einer awff den andern nichtes verezihen sol, wenn wir von In ermant werden, vnd ab der liernachgeschriben bürgen einer ader mer abgingen, ader von dem lande füren, So sullen wir In in den nechsten vier wochen nechst darnach albeg als ein guten bürgen wider seezen, als der abgangen gewesen ist, vnd ob des nicht geschee, so sullen wir, alle ander blieben bürgen mit einander laisten als lange, bis das gericht wirt angeuerde. Auch ab diser briue nesz, mail ader dheynerley tadel gewunne, das sol der obgenant frawen Anna ader iren erben kein schaden bringen, Sundern er sol ein guter vntadelhaftiger briue sein an allen steten, wo man den weiszet, vnd wo man des bedarff angeuerde, die weil der vngelost vnd vnbeczalt ist. Auch wir, obgenanter Burg- graue Johanns, gereden vnd wollen vnser liernachgeschriben bürgen mit einer gesampten hannt vnuerscheidenlichen von diser burgaschaft gutlichen ledigen vnd losen an allen Iren schaden angeuerde. So sein diez die bürgen: herre vlrich von kinsperg, Ritter, herre friclrieh von Wirsperg, Ritter, herre henrich von awfsesze, Ritter, geseszen zu freyenfels, herre hanns von waldenfels, Ritter, dithrich Rusenbach, Bernhart von Wirsperg, Mertein von waldenfels vnd her- man von liirsperg. vnd wir egenanten bürgen geloben pey guten trewen, alles das stete, vest vnd gancz zu halten, das von vns In disem briue geschriben stet, vnd des zu einer merer Sicherheit vnd stetikeit geben wir obgenanter Johanns Burggraue zu Nuremberg vnd auch wir egenanten bürgen der obgenanten frawen Anna pertold kinspergerin vnd allen yren erben disen offen briue mit vnserm vnd vnser bürgen anhangen Insigel. alle die weil vnd der Insigel eins oder 111er gancz ist an dem briue, so ist er vnd sol sein vor allen gerichten vnd steten ein guter vntadelhaftiger briue. Geschehen nach Cristi geburte vierczehenhunclert Jare vnd darnach in dem Newten Jare, am neschten Montag nach vnser frawentag lichtmesze. dStmciitlmrij Burggraf Jojjntirt's III. 514 CCCCLXXIX. 6. Februar 1409. Eberhart Senifft bekennt, das her Fridrich Burg greife zu Nuremberg in aller Schulde und Schaden, die er von seinen wegen empfangen und genomen, gerichtet und bezalt hat. Geben am Mitwochen sant Dorothentage, Anno domini Millesimo qua- dringentesimo nono. ODrißinnl im liinigl. 3ßnir. |ltnuiitjialarrjjiue ju Bamberg. Ebendas. ähnliche allgemeine Quittungen über rückständigen Sold und Schaden-Ersatz von Eytel Goltstein (25. Febr. 1409). Hermann Pechtaler (31. Marz 1409), Ulrich Swepferman zum Hartenstein (19. Mai 1409), Hans Alshawt (24. Juni 1409) und Gocz Furbringer (29. Juli 1410). CCCCLXXX. Critrifm lorggraf loljanns, für seinen an Burggraf Jnrürid] gesandten Jnijrnlicr. 9. Februar 1409. Brüderliche trew mit steter liebe czuuor, Hochgeborner fürste, lieber Bruder, wir senden czu euch disen gegenwertigen Conrad von Flurstet, vnsern Schreiber vnd lieben getrewen, Etwas vnser lneynung, als von vnsers Lant- gerichts wegen, an euch czu brengen genczlichen vnderweiset, üauon wir ewr liebe mit fleizze biten, was derselbe Flurstet czu disem male von vnsern wegen an euch mit gewirbde bringen werde, daz Ir Im desselben genczlichen als vns- selbes gelawben wollet. Datum Piassemberg, am Sambstag vor Scolastice, Nono. Johanns von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg. ©rigiiml (anf $apitt') im 1.1. fkoDinjinlardiint Iliiritbcrg. Die auf der Rückseite befindliche Adresse lautet: Dem Hochgebornen fürsten, vnserm lieben, Bruder, kern Fridrich Burggraucn czu Nürembcrg. 515 CCCCLXXXI. dDtto Ifftjkit baut, mit ISnoilligmig inrggrnf irickirljX einen Exilier auf seinriit lutigrbingB )ti JrJjaumb niib ein Jngbljnns p Stettenberg. 18. Februar 1409. Ich Ott heiden, Bürger zu Nürenberg, Bekenn vnd Tun kunt offenlich mit dem brief vor aller mengclicli, für mich vnd alle mein erben, das ich vber- komen pin mit dem hochgeborn fürsten vnd herrn, lierren Fridrichen von gotz gnaden Burgrafen zu Nürenberg, meinem gnedigen herrn, also, daz er mir ge- günt vnd erlabet liett, einen newen weyer pawen vnd machen zu Swant vnd den alten weyer zu Stettenberg vnd ein Jaghewslin darein, vnd daruff ich nicht mer verbawen vnd legen sol, dann hundert guldin, vnd waz ich mynner daruff verbawet, dartzü sol der obgenant mein gnediger herre vnd ich schicken vnd das erkennen lassen, waz des dann mynner were, das sol ich daruff haben vnd vmb die sume Innen haben vnd niessen als lang, als das libting, das ich von seinen gnaden gekauft hön. vnd wer, datz der obgenant mein gnediger herre oder sein erben dasselb libting von mir ablösten oder aber stürbe, so sol ich vnd mein erben die obgenanten weyer mit Jaghewslin inne haben als lang, bis Er vnd sein erben mich oder mein erben der obgenanten Sume gentzlich bezalt haben, zü Yrkünd hon ich mein Insigel uff den brief zü ende der geschrift o o getruckt, der geben ist am montag vor herren vasnacht, nach Cristi geburt viertzehenhundert vnd in dem newnden Jare. (Original im Simigl. Init. ^iruninfialarcjiiut ja liiniberg. Vergl. Nr. CCCCXXXVI. CCCCLXXXII. 22. Februar 1409. Urfehde des Heinrich von Mengersrewt, Ilugel genant, gegen Burggraf Johannsen zu Nuremberg, bei Entlassung aus dessen Gefängniss. Geschehen zu Kulmnach, an sand Peterstag Kathedra genant, 1409. dDriginnl im Jiiinigl. JJair. fütDam |ialardjine jti Samberg. 516 CCCCLXXXIII. J^iilhcrsdjrrilnuui litrggraf Snljnnu's gegen (IDttn nnh Ifiins (Erlhetken. 22. Februar 1409. Wir Johanns Burggraue czu Nüremberg, bekennen etc. allen den, die In sehen, hören oder lesen, das wir rechter redlicher schuld schuldig worden sein vnd gelten stillen lierrn Otten erelbecken, hannsen Erelbecken seinem Bruder vnd allen iren erben II C. vnd XXX guter alter Reinischer gülden werung, die gut sein an gokle vnd swer genug on der wag, gerecht mit dem gepregde, als ir recht ist. die geheissen vnd geloben wir In czu geben vnd czu beczalen vff den nechsten vnser frawentag lichtmesse scliirst künftigen mit bereitem golde gancz vnd gar mit einander, an allen verezog, hindernüsz vnd widerred, bey guten vnsern trewen, 011 alle argelist, czu Eger oder czu krewszen, in der ezweier stete eine, wo sie wollen vnd In allerfuglichst wirdt, on alle ir Scheden. Geschee des nicht, wasz sie des dann schaden nemen vnter Cristen oder vnter Juden, mit nachreiszen, mit botenlon, mit czerung oder wie sich der schad macht oder genant möcht werden, der redlicher vnd gewonlicher schad hiesz vnd wer, den selben schaden sullen vnd wollen wir In abtun vnd awsz richten mit sampt dem liawbtgut, on alles widersprechen vnd an alles verezihen on- geuerde. Auch sullen vnd wollen wir dheinerley furezog, noch hilffred nyminer- mer für vns genemen, nach tliun, weder mit wortten nach mit wercken, nach geistlichen nach werntlichen rechten oder gerichten, das sie an irer beezalung hawbtgucz oder Scheden gehindern nach beschedigen inocht in dliein weisz, on als geuerde. vnd wer auch den briffe Innen hat mit der obgenanten Erelbecken guten willen vnd wort, der hat alle die recht vnd forderung, czu manen vmb hawbtgut vnd vmb Scheden, als sie selber, vnd das alle vor vnd nachgeschriben stucke vnd artickel genczlichen vnd gar gehalten vnd volfürt werden, seezen wir In czu bürgen czu vns vnser übe getrewen, die hernach geschriben steil, mit eingesampter bannt vnuersclieidenlichen czu einander, vnd wir, die her- nachgeschriben bürgen geloben mit vnsern guten trewen, ob In'nicht volküm- lich gancz vnd gar iglich stucke vnd artickel besunder gehalten vnd volfürt würde, nachdem als oben vnd niden geschriben stet; wenn wir denn dar vmb von In dermant werden, es sey mit boten, briffen, czu hawsz, czu hoff oder vnter awgen, So sol vnser dheiner die leistung vif den andern nicht verezihen, sunder vnser iglicher sol czu stundan nach der manung einen knecht mit einem pferd In die leistung gen krewszen oder gen kempnat, In der Stet eine oder In 517 dreyen meilen darvmb, wo sie hin wollen vnd In allerfügliehst wirt, schicken vnd stellen In eines offen wirtes hawsz, da sie vns dann hin bescheiden, vnd dar Innen ligen vnd leisten von pferd czn pferden vnd nicht darawsz czu komen, als lang bisz sie beczalt werden hawbtgucz vnd Scheden, vnd wer aber, das In die leistung verczogen wurd von einem oder von czweyen oder von mer, was sie des dann schaden nemen, das sullen vnd wollen wir In auch wider richten vnd abthun on alle widerred. Ging auch der bürgen einer oder mer abe von todes wegen oder von dem lande riten, oder wie sie dauon komen oder wurden gefangen oder geschaczt, das got wende, als offt sullen wir In einen als guten füglichen wider seczen als offt In des not geschürt, als der selbig abgegangen gewest were, In den nechsten virczehen tagen darnach, wenn wir des von In ermant werden; Geschehe des nicht, so sullen wir leisten alle mit einander, als lang bisz In ein ander als guter geseczt wirt. Ging auch der leisten knecht oder leisten pferd eins oder mer ab, oder ob ein pferd verleist wurd, als offt sullen wir, die hernach geschriben bürgen, wesz der knecht oder pferdt gewest wer, ie einen andern knecht oder pferd In die leistung czu stundan wider schicken vnd stellen; Geschehe des nicht, so sullen die andern bürgen alle mit einander In allerweysz leysten, als vorbegriffen ist, pisz das geschiht. Auch ab der briff verwarlost wer oder wurd, es wer mit nesse, oder locher oder ineile gewunne, oder hett eins worcz oder mer eins pubstaben (sie!) oder mer czu vil oder czu wenig, wie das geschehen were, das sol In alles an schaden sein, Sunder es sol ein guter ganzer vntadelhaffter briff sein, vnd diweil auch der Insigel eins oder mer gancz 011 dem briffe hanget, so sol er gut vnd vnuerworffen sein vor allen rechten, geistlichen oder werntlichen vnd an aller stat. vnd wir, die hernachgeschriben bürgen bekennen diser burgschafft vnd alles des, das oben von vns geschriben stet, czu halten vnd czu volfüren genczlichen vnd gar 011 alle argelist. vnd wir, vorgenanter Burggraue Johanns bekennen vnd wollen vnser hernachgeschriben bürgen von diser burgschafft gutlichen ledigen vnd loszen, on alle ir Scheden. So sind diez die bürgen: Mertein forsche, vir ich von kindsperg, vlrich von waldenfels, friez plassenberger vnd Jorg von kinds- perg. czu vrkunde hat vns iglicher sein eigen Insigel an disen briff gehangen, der geben czu Flassenberg, an sandt peterstag kathedra genant, Anno etc. Nono. (ßcincinlmdj 33nrggrnf 3fnjjnnn's III. Laut einer im Archive zu Bamberg befindlichen Quittung d. d. Nürnberg, 29. April 1411. hat Hans Erlbeeke von Conrad Flurstet, Namens des Burggrafen Johann, (50 Gulden erhalten. 518 cgcclxxxiv. Idatinn ks luiniglidp iMnfgcridjts iikr kn (Erktrrif kr Inrggrafwi gt lärnkrg mit kn Markgrafen jn Meissen. 25. Februar 1409. Nos Engelliardus Dominus Vinimontium, Serenissimi et invictissimi Prin- eipis et Domini, Domini Ruperti Divina favente dementia Romanorum Regis Semper Augusti etc., Imperialis Curie siue Judicii Judex, tenore presentium publice profltemur, quod infra scripta coram nobis et jam dicto Judicio ejus ordine, modo et consuetudine debite servatis in ea forma, qua secundum or- dinem in presentibus describuntur, legitime pacta et de Registro praefati Judicii facta per nos ac honorabilem Johannem Kirchen, Aulae dictae Domini Regis et ejusdem Judicii Prothonotarium, diligenti collatione sunt transscripta. Tenor primae judicialis querelae Dominorum Burggraviorum Norimbergensium, seu primi Citatorii talis est: „Wir Engelhart Ilerre zu Winszperg, des allcrdurclileuchtigisten Fürsten und Herrn, Herrn Rupprechts von Gotes Gnaden Römischen Königs, zu allen Zeiten Mehrern des Reichs, Hoffrichter, bekennen und tliun kundt offenbar mit dieszem Brieff, dasz Wir des jezgenannten vnszers Herren des Königs und des heiligen Reichs Hoffgerichte besessen haben zu Mergentheim in dem Teutschen Hausze uff dieszen Tag, als dieszer Brieff gegeben ist, und dasz für uns kamen daselbst in Gerichte die IJochgeborne F ürsten, Herr Jolionnesz und Herr Frieder ich Gebrüdere, Burggrafen zu Nürnberg, und klagten mit Ihren Fürsprechen Ihr erste Klage, als des ehgenannten Hoffgerichts Recht ist, uf die Schlosz 01szniz,Voyts- berg, Alldorff, Wiedersperg, Thierstein und Thiersheim und uf alles das darein und darzu gehöret, Es sey Herrschaffte, Mannschaffte, Lehenschaffte, Wildbahne, Zolle, Geleyte, Landtgerichte, Gerichte, Münze, Voigteyen, geistlich vnd wernt- lich, Märckte, Dörffere, Weylere, Erbe, Eygen, Lehen, Pfandtschaffte, Zinnsze, Gülte, Rente, Zehenden, Häuszer, Höffe, Acker, Wieszen, Wälder, Hölzer, Weyher, Winnen, Weyde, Leuth oder Güttere, besucht und unbesucht, nichts ausgenommen, Als das von dem heiligen Reiche zu Lehen rühret und von dem Hbehgehörnen Fürsten seeliger Gedächtnüsz, Herrn Wilhelmen Marggraffen zu Meyssen, Lantgraffen in Thüringen, Ihrem Oheim, vorzeiten gegeben und darnach von des obgenannten unsers gnädigen Herrn des Römischen Künigs Vorfahr an dem Reiche, mit Nahmen König Wenceslaus und auch dem jetztgenannten unszerm Herren dem König gnädiglich verliehen ist, umb zwey 519 tauszendt Marek Goldts minner oder mehre, und auch uff alle und jegliche eigene (lüttere und Haabe, Es sey Städte, Schlosse, Merkte, Dörffere, Weylere, Iierr- schafften, Mannschaffte, Lehenschafften, Wildbahne, Zolle, Geleyte, Lant- gerichte, Gerichte, Voigteyen, Geistlich und werntlicli, Erbe, Eigen, Lehen, Pfandtschaffte, Zinnszen, Gülte, Rente, Schulde, Zehenden, Golde, Silber, Münze, Häuszer, Hoffe, Acker, Wieszen, Wälde, Wunn, Weyde, Leuth oder (lüttere, fahrendte oder liegendte Haabe, besucht und unbesucht, nichts ausz- genommen, die sie von Erbes wegen von dem ehgenannten Marggraffen Wilhelmen seliger, Ihrem Oheim, uferstorben und angefallen sind, auch umb viertausend Marcke Goldts minner oder mehre, darumb, von des obgenannten unszers Herren des Königs Gewaltes und Hoff-Gerichtes wegen, gebieten Wir mit dieszem Brieff, wer das vorgeschoben alles verantworten oder versprechen wolle, dasz der oder die das thun sollen an dem ehgenannten Hoffgerichte vor uns, oder were classelbige Hoffgerichte besizen würdet, uf den nechsten Freytag nach den Sonntag Als man in der heiligen Kirchen singet Lätare, der schierist kommet, mit Urkund diesz Brieffs, versiegelt mit des vorgenannten Iloff- gerichtes ufgetrucktem Innsiegel, Geben zu Mergentheim, nach Christi Geburt vierzehnhundert Jahre und darnach in dem Achten Jahre, des nechsten Montags vor unszerer Frauen Tag Purificationis." Item applicante termino, in praescripta litera expresso, praedictarum ain- barum parcium Ambassiatores, sive nuncii solenmes Ileidelbergam venere, sed quia Dominus noster Romanorum Rex supradictus, ad sedandam gwerrain inter ducem Austriae et nobiles parcium Swewie ex una et quandam Rusticorum ligam vulgariter die Appenzeller nominatorum parte ex altera, tutum (sie!) typis erat in Constantia constitutus, Ydeo Heidelberge Judicium Imperiale 11011 poterat celebrari, Narn nullibi noster Regia in Curia, ubi etiam adest presen- tialiter, presidetur, et sie ambassiatores prefati permanserunt ibidem, Domini nostri Rcgis adventum praestolantes. Qui dum applieuit, dicto tarnen termino jam transacto Consiliariis suis mandaverat, inter dictorum parcium Ambassiatores, sive nuncios vias aliquas ad amicabilem compositionem se tendentes modis omnibus proquirendi. Mandato itaque hujus modi completo, sie erat condictum. „Item Als die Hochgebornen Fürsten und Heren, Her Friedrich und Her Wilhelm Marggraffen zu Meyssen, von Clage wegen der Hochgebornen Fürsten und Heren, Her Johanns und Her Friedrichs Burggraten zu Nüremberg, für vn- szern gnedigen Herrn den Römischen Künig geladen sind in sinem küniglichen Hove zugestand uf den Vierden Tag des Meyen schierist kommendt,*) vnd als clieszelben Burggraven vffetlich nemliehe Slosz und Ir Zugehörung vor des 520 TOT, Ricks Hoffgericht ouch geklaget haben etc., Nach Innhalt der Clagbrieff darüber gegeben,**) vnd als der egenannten Marggraven Rete vff disze Zite hie zu Heidelberg geweszen sind und Ir Werbung erczelet haben, vnd In unszers Heren des kunigs Rete uff datuxn dieszer czeichungen geantwortet haben, Also hat daselbs von unszers Heren des ldinigs wegen gelutet, das unszer Here der künig die egenannte Ladunge bede ufgeslagen hat bis uff unszer Frawen Tag assumptionis neckst körnend, doch unsehedlich ighchen teyle an sinem rechten und auch also, das die egenannten Marggraven mit den egenannten Burggraven zu einen fruntlichen Tag für vnszern Herrn den künig kommen sollen gein Wirz- o o o bürg uf den nechst künfftigen sant Johannsz Baptiste Tag, die nacht da zu sind und inornes anzufallend, wann sich aber der egenannten Marggraven Botschafft desselben Tages nit zu verfallen meynet, sunder an Ir Heren zu brengen, darumb ward da beslossen, das vnszer Here der künig die egenannt Ladunge bede ufgeslagen hat bis uff die nechsten Pfingsten, doch vnschedlich, Als vor begrieffen ist, vnd das die Marggraven vnszerm Heren dem künig hieb innen verschrieben sollen, ob sie den egenannten fruntlichen Tag uf den egenannten sant Johans Tag ufnemen und leisten wollen, und wollen Sie das thun, So solle der ehgenannt Vfschlag weren bis uf den ehgenannten unszer Frawen-Tag, Als vorgeschrieben stet: wollten Sy aber das nit tun, So mögen Sy und ouch die egenannten Burggraven ir iglicher Teyle sins rechten zuliand nach den egenannten Pfingsten fürbasz warten vnd darinn tun, als er vor dieszem Vfslag möcht getan haben vngeverlich, und sol ouch alsdann dieszer ufslag iglichem TeylAber unsehedlich sin an sinem rechten. Datum Heidelberg Feria quarta post «Teorii, Anno Ch. YIH"' Consiliarii presentes: Dominus Archiepiscopus Ru- gensis (sie!) Dominus spirensis, Dominus Rudolffus de Czeiszikeim, Dominus Johannes et Eberhardus de Hirszhorn, Dominus Doctor Job et Dominus Johannes Winher." Et quia Domini Marchiones praescripti post praemissa dicto Domino Regi rescripserunt, quod ad dictam Dietam, vel super festo beati Johannis Baptistae in Civitate ILerbipolen cum dictis Burggraviis tenendam, venire non possent. Idcirco postfestum Penthecosten praescriptum Dictus Dominus fridericus Burg- gravius Norimbergensis, suo dictique fratris sui parte praefatum accedens Judicium, nonnulla per suum proponi fecerat prolocutorem, super quibus iuxta tenorem infrascriptum nova citatio data fuit sub his verbis: „Wir Engelhardt IJerre zu Winsperg, des Allerdurchleuchtigsten Fürsten und Heren, Herrn Ruprechts von Gotes Gnaden Römischen ldinigs, zu allen Zeiten Merers des Ricks, Hoffrichter, beckennen und tun kund offenbar mit diesem Brieff, das wir des iztgenannten unszers Heren des ldinigs und des heiligen '■! Richs Hoffgerichte besessen haben zu Heidelberg in der Bürge uf dieszen Tag, Als dieszer Brieff gegeben ist, vnd das für uns quam daselbst in Gerichte der Hochgeborne Bürste, Her Friedrich Burggrave zu Nürmberg, von sinen und des Hochgebornen Fürsten Herrn Johannszen Burggraffen zu Nürnberg, sins Bruders, wegen, und mit sinem ganzem und vollem Gewalt, und bracht für und liesz ouch da leszen und verhören einen Brielf, versiegelt mit des vorgenannten Hoffgerichtes Cleinern ufgetrucktem Insiegele, der von Worte zu Worte geschrieben stund und lutend was also: — "") Vnd do der vorgeschrieben Brieff Also vor uns in dem vorgenannten Hoffgerichte geleszen und verhört ward, do legt uns für durch sinen Fürsprechen der vorgenannt Friedrich, von sinen und des vorgenannten sins Bruders wegen, Also: Als in dem vorgeschrieben Brieffe wol verhöret were, wie Sy uff dy Sloss und Ire Zugehörunge in demszelben Brieff begrieffen ge- claget hetten und noch fürbasser clagen wolten, Also liett unszer obgenannter Herre der künig, von seinen besundern königlichen Gewalt, uf den Mitwochen nach Sant Jörgen Tage nechst vergangen Ir clage ufgeslagen bisz uf Pfingsten nechste vergangen, doch unschedlich ydermann an sinem rechten; und wer Sache, das die Hochgebornen Fürsten, Herr Friedrich und Her Wilhelm Marg- graven zu Myssen und Landtgraven in Doringen, die ouch In und den ege- nannten Herrn Johannszen sinem Bruder an den vorgenannten Slossen und Iren Zugehörungen Irrten, dem vorgenannten unszerm Herrn dem künig Zwischen dem vorgenannten Mittwochen und den egenannten Pfingsten verschrieben, das Sy mit denszelben Burggraven einen fruntlichen Tage, darumb In unszer Herre der künig dazumal auch verschreib, leisten wolten zu Wirz- burg vff sant Johannsz Baptiste Tage nechst kommende, so solle der vorgenannte Yfslag volle weren bis uff unszer Frawen Tag Assumptionis, der schierist kumpt; Wer aber, dasz dieselben Marggraven solichen Tag nicht leisten wollten, so möchte nach den vorigen Pfingsten ydermann sins rechten vor dem egenannten Hoffgerichte fürbasz warten und das suchen und triben, als recht were, und solt auch alszdann der vorgenannte Vfschlag ydermann unschedlich sin An sinem rechten, wann nu die vorgenannten Marggraven dem ehgenannten unszerm Herren dem Künig dem vorgenannten Tag in Irem Briefe abgesetzt hätten, Als der vorgenannt Burggraff Friedrich von demszelben unszerm Heren dem künig verstanden hette, Als er fürgabe, vnd wann ouch die egenannten Pfingsten nu vergangen weren und darumb ouch der vorgenannt Vfschlag usz were, darumb stund er da, von sinen und des vorgenannten Burggraven Johannszen sins Bruders wegen, und bete, nach Lute des abgeschriebenen Brieffs und ouch Ir beder Clage, Gerichts und 522 Rechts, Als des vorgenannten Hoffgerichtes recht were. Do nu das vorgeschrieben alles also verhöret was, do fragten wir die Herren und Ritter, die by uns An den rechten sassen, was daruff recht were; die stunden uff mit Laube und hatten ein Gespreche und quamen darnach wider für uns, vnd alsbald, als wir sy mannten, was Sy recht duchte nach der vorgenannten Clage und fürlegung, die sy von der vorgenannten Burggraven wegen vernommen hetten, Do sprachen sy alle einlielliglich: Sy duchte Gut sin Seyddemmal der vorgenannt Vfslag von dem egenannten unszerm Heren dem Künig und von sinem sonderlichen königlichen Gewalt gemacht were, Alsdann da erludet hette, das wir dann, durch merers Gelimpffen und ouch des rechten willen, den vorgenannten Burggraven uff die obgenannten Schloss und Zugeherunge noch ein Verckündigung unter des vorgenannten Hoffgerichtes versiegelten Brieffen, nach Gewohnheit desselben Hoffgerichts, geben und darinn ouch ein nehmlieh Zite sezen solten, solich Brive den zusenden, die villicht die obgenannten Slossen und Zugehörunge zu verentworten meynen oder wollen, und von Hoffgerichts wegen zu gebieten, wer dieselben Sloss und Zugehörunge gegen derselben Burggraven Clage zu verantworten meyne oder verantworten wolle, das er nit gesprechen möchte oder möge, das er im enichen Wege ver- ckürzet werde, und darumb, von des obgenannten unszers Heren des Königs Gewaltes und Hoffgerichtes wegen, gebieten Wir mit dieszem Brief!', wer die obgenannten Sloss und Ir zugehörunge, als die in dem obgeschrieben Brief!' nemlich begriffen sind, verentworten und versprechen wolle, das der oder die das tun sollen in des egenannten unszers Heren des Königs Hove An dem egenannten Hoffgericht, vor uns und wer dasselbe Hoffgerichte besizen wirdet, vff den nechsten Fritag nach Sant Bartholmes Tage, der schierist kompt, oder an dem ersten Hoffgerichte, das nach demszelben Fritag sin würdet, mit Vrkundt diss Brieffs, versiegelt mit des izgenannten Hoffgerichtes ufgetruckten Insigel, Geben zu Heidelberg, Nach Crists Geburt Yierzehnhundert Jahre darnach in dem Achten Jare, des nechsten Sampstags Nach sant Vyts tage." Cum itaque dictus Dominus Fridericus BurggraviusNurembergensis coram sepe dicto Judicio, juxta ejus consuetudinem, super premissis ageret, accessit quidem Cursor, asserens se esse Cursoren! Dominoruin Misnensium supradic- torum, quandam htteram pergameneam plurimis scripturis exaratam, absque tarnen sigillorum municione, in manu sua tenens. Hlampraefato JohanniKirchen Prothonotario porrexit, Qui Cursor, dum interrogaretur, an aliquod haberet mandatum sive procuratorium, aut ahquam aliam htteram, respondit, non, et subjungens dixit, mandatum est mihi, quod, dum Imperiale Judicium celebrari viderem, litteram predictam aut Judici aut notario tradere deberem. quae cum CR" 523 lecta et audita erat, pro dictorum Dominorum Misnensium parte cujusdam ap- pellationis ad sedem apostolicam in se contineri materiain ostendebat, sed quia 11011 sigillata, neque per procuratorem vel procuratores, aut alias personas ydo- neas sive legitime interposita, liec modo, nee ordine, nec eciam veritate in suis fuerat continenciis fuleita, Et quia dictorum Dominorum Burggravioruin causa mere Lnperialis, sive Imperii sacri feudis esse coram dicto Judicio legittime pro- babatur: Ideo dicte appellationis littera modus et materia finaliter decernebatur esse frivola, irrationabilia (sie!) et injusta ac contra dictorum Dominorum Burggravioruin causam nullatenus admittenda, et sie in praemissa causa, primo ter- mino, secundum prefati Judicii consuetudinem, Heidelberge expedito, Decima dies Octobris pro seeundo termino, qui eciam Heidelberge servabatur, et dies XXVI. Octobris pro tertio et ultimo termino, qui expediebatur in Imperiali Opido Nurembergensi fuerant assignati, In quo quidem termino pro prefatis Dominis Burggraviis super antedicta feuda et alia, que in citatoriis expressantur prescriptis, juxta solitum prefati Judicii modum et formam, dari deberet Induc- tionis vel Anleyte littera, unanimi sententia est decretum, cujus litterae tenor talis est: „Wir Engelhardt Herre zu Winsperg, des Allerdurchleuclitigisten Fürsten und Herren, Hern Rupprechts von Gotes Gnaden Römischen Künigs, zu allen Ziten Merers des Richs, Hoffrichter, Entbieten dem Vesten Hannszen Mengers- rewter Vnszern Grusz und alles Gut und tun dir kunt mit diszem Brieff, das Wir des iztgenannten unszers Heren des Künigs und des heiligen Richs Hoffgerichte besessen haben zu Nürmberg uf dieszem Tag Als dieszer Brieff gegeben ist, Vnd das die Hochgebornen Fürsten und Herren, Her Johannsz und Her Friedrich, Gehrüdere Burggraven zu Nürnberg, uf die Slosse Olzniz, Voytzberg, Achdorff, Widersperg, Tierstein und Tierszheim und uff alles, das darin und darzu gehöret, Es sey Herrsclieffte, Mannscheffte, Lehenscheffte, Wildpenne, Czolle, Geleyte, Lantgericlite, Gerichte, Münze, Vogtyen, geistlich und werntlich, Merckte, Dörffere, Wylere, Erbe, Eygen, Lehen, Pfandt- scheffte, Zinsze, Gülte, Rente, Czehenden, Huszere, Hove, Eckere, Wiesene, Weide, Holzer, Wasser, Weyer, Wunne, Weide, Lut oder Güttere, besuchtz und vnbesuchtz, nichtz vssgenommen, Als das von dem heiligen Riehe zu Lehen rüret Vnd In von dem Hochgebornen Fürsten seeliger Gedechtnüsze, Ihrem Oheim, vor zitten gegeben und darnach von des vorgenannten unszers Herren des Königs Vorfahr an dem Riehe, mit Namen Künig Wenzlaw und ouch dem iztgenannten unszerm Herren dem König gnediglich verliehen ist, Vmb Czwey tusent Marcke Goltz minner oder mere und ouch uf alle und igliche Eygene Güttere und Habe, Es sey Stette, Slosse, Dorffere, Wylere, 524 Herrscheffte, Mannscheffte, Lehenseheffte, Wildtpenne, üzolle, Geleyte, Landt- gerichto, Gerichte, Vogtyen geistlich und werntlich, Erbe, Eygen, Lehen, Pfandt- scheffte, Zinsze,Gülte, Rente, Schulde, Czehenden, Gülte, Golde, Silber, Münze, Huszere, Hove, Eekere, Wieszene, Weide, Wunne, Weyde, Lute oder Güttere, varnde oder liegende Habe, besuchte und unbesuchte, niclitz uszgenoinmen, dye Sy von Erbes wegen von dem egenannten Marggraven Wilhelmen seelig, Irem Oheim, uferstorben und angefallen sind, Ouch vmb viertuszent Marcke Goltz, mirlner oder mere vor dem egenanntem Hoffgeriehte soverre geclaget haben, das In Anleyte doruf zutund erteylet ist, Als recht ist: Darumb, von des obgenannten unszers Herren des Künigs Gewaltes und Hoffgerichtes wegen, gebieten wir mit deszem Brieff, dasz du dieszelben Hern Johannszen und Herrn Friedrichen vff die vorgenannte Slosse, Zugehörunge, Stete, Dörffero, Herrscheffte vnd alle und igliche andere vorgeschrieben Stücke umb die vorgenannte Summe Anleyten sollest, Als recht ist, Doch unschedlich doran Allen den, die das zu verentworten meynen, Sechs Wochen und drey Tage, die nach dem Tage, Als du solche Anleyte getan hast, aneinander ko mm en werden; wann, tust (hi das nicht, Man rieht darumb zu dir, Als des vorgenannten Hoffgerichts recht ist. Mit Urckund diesz Brieffs, versiegelt Mit desselben Hoffgerichts uf- getrucktem Insiegel, Geben zuNürmberg, Nach Crists Geburt Vierzehnhundert Jare und darnach in dem Achten Jahre des nechsten Ery tags vor Saint Simonis und Sant, Jude Tag." In praescripta itaque inductione iamdicti Domini Burggravii adliuc per- sistunt, nec coram dicto Judicio in causa premissa ulterius est processum. Quahter autem inductio fieri solet, in sequenti signatura, que tarnen pro infor- matione ponitur brevis, quo lieri poterat, evidentius apparebit. Acta et trans- seripta sunt haec Heydelberge, Anno Domini Millesiino Quadringentesimo nono, XXV. die februarii. In quorum fidem et testimonium supradicti Judicii Sigillum Majus praesentibus est appensum. Reinhard, Beiträge z. Hist. d. Frankenlandes, Th. I. S. 3 ff. Vergl. Nr. DXI., DXXV! und in T. VII. unter dem 22. Februar 1415. *) Siehe oben Nr. CCCCXVIII. ") S. Nr. CCCXCIV. u. CCCCI. """) Hier ist der oben transsumirte Hofgerichtsbrief d. d. Mergentheim, Montags vor U. L. Fr. Purif. 1408, nochmals inserirt. 525 CCCCLXXXVI. itr Bisdjof jtt (Eidjstribt träniert, auf Unto kr Burggrafen, bic Statuten ks nun Burggraf (Cnnrai) km Jraimiitn rrriitjtctcn JHiftts dg alt. 6. März 1409. In gotes namen amen. Wir Fridericli von gotes gnaden Byschoffe zu Eystet, zu ewiger gedeehtniss der sache. Waz zu gotes dinst vnd erlichen staten der gotzhewser, sunderlichen von den, die sie gestifft haben, initByschoff- lichem gewalt gutes geschicket vnd geordent ist, ob daz von vnachberckeyt wegen der, die hernach komen sind, etwaz versawmet ist worden, dannoch ist wol zymlichen, daz das, nachdem vnd ez die Byschoff vnd Stifter von ersten loblichen geschicket vnd geordent haben, zu rechten staten widerbracht werde. Wy wol nu daz sei, daz gut lohlich ordenung vnd gesetz, die in angang der Stiftung dez Newen Stiftes zu Spalt vnd auch darnach auf demselben Stifft vnsers Bistums, beyde von Burggrauen Cunrad von Nuremberg von Stifter, vnd zweyen vnsern vorfaren, Byschof Reynmoten vndByschof Cunraten zu Eystet guter vnd seliger gedechtnisss, mit des Capitels zu Eystet gunst vnd willen, redlichen gemachet vnd swer pene darauf gesatzt sind, biz her von versawm- niss wegen ein teyl vherfaren vnd nicht gehalten worden sind, vnd nemlichen an etlichen personell, die zu Chorherren pfrunden doselbst genomen worden vnd darczu nicht alt genuck gewesen sind, vnd auch an etlichen, die auf iren pfrunden do nicht wonhafftiglichen gesessen sind, vnd sich daz hei vnsern vorfarn solang geczogen vnd daz nymand geandt hat, daz der ordenung als vergessen gewesen ist, vnd nemlich, daz wir selber nichtz davon gewisset 28. Februar 1409. Wigleis von Seckendorf zu Obernzenne quittirt herren Fridrich Burgraf zu Nürenberg aller der Schäden, die er in des alten Herrn und in seinem Dienst genommen, auch 24 Gulden für 2 Pferd, die er hei dem alten Herrn verleist hat, auch 26 Gulden an einer Forderung, nach seiner Brief Sag. Geben am Donnerstag vor dem Sonntag reminiscere, Anno M IV C. nono. (Dtiginal im Mötiigl. Snirisdjfit Srirjjaardjinc. CCCCLXXXV haben, yedoch seint wir dez nu von den hochgeborn forsten, vnsern lieben oheym, hern Johansen vnd hern friderichen Burggrauen zu Nureinberg, erinnert vnd ermant worden vnd mit In darumb zu tagen vnd teydingen kumen sind, Vnd wir auch von gantzem hertzen innerlich bergern, daz gotes dinst vnd geistlich ding bei vns gemerrt vnd gebessert werden, So haben wir mit sampt vnserm Capitel vns mit den egenanten vnsern oheymen den Burggrauen lieblichen vnd freunthchen vereynet, vnd ist darvnter geredt vnd geteydingt worden : dez ersten von Johannes von Perchingen, fridricli keilners vnd Jobsts Ammans wegen, wy wol die an Jaren vnd leicht sunst etwaz gebrechen gehabt haben, daz man die barmhertziglichen bei iren phrunden bleiben lazen hat, doch also, daz sie dy ordenung vnd gesetz an allen stucken, als vil In daz ye zuczeiten von alters wegen muglichen ist, gentzlichen halten vnd forbaz nicht vberfaren sullen. So ist dann nemlichen beredt worden, daz wir vnd vnser nachkomen vmb alle versawmnisss, lassheit, gebrechen vnd auch vberfarung, wy die wider dy egenanten vnser vorfaren vnd dez Stiffters brieff vnd waz darinne begriffen ist, oder wider ander briff oder Instrument, ob die hernach fonden oder forbrachte wurden, biz her begangen sind, vnd waz auch forbaz allem doch von gebrechens wegen dez alters der egenanten personell ver- saumnusss geschehe, dheiner pene schuldig nach verbunden sein sullen, vnd sol vns daz nicht zugesacht werden in dheinweise. vnd die vorgenanten pene haben auch die vorgenanten vnser Oheym die Burggrauen von In selbs mit gutem willen ergeben faren lazen vnd sich der gentzlichen verczigen, doch also, daz geredt vnd geteydingt worden ist, waz sich biz her vergangen hat oder vberfaren ist, vnd die pene, die man darumb ergeben vnd faren lazen hat, vnd auch die erlawbunge vnd gnad, die man den obgenanten personell die zu Jung sein getan hat, daz daz alles forbaz zu kunfftigen zeiten dheinen einfall, forczoge nach schaden bringen, sunder forbaz vber daz, als vor vnterscheiden ist, daz gaiitz gehalten werden vnd dabey bleibn sol, als ez von Iren vordem gestillt vnd von vnsern vorfaren geordent, geschicket vnd gemeynt ist. vnd darauff haben wir obgenanter Byschofe friderich der egenanten vnser vorfaren vnd dez Stiffters zwen briff, darinne solch ordenung vnd gesetz eygentlichen begriffen sind, vnd der beder lawt von wort zu wort hernach geschriben stet, für vns genomen vnd vns mit den ersamen vnsern üben and echtigen, dem Techant vnd Capitel vnsers Stifftz zu Eystet darüber wol bedacht vnd beraten, vnd wollen, ineynen vnd begern gotes dinst zu ineren vnd sulche ding, die von vnsern vorfaren redlichen geordent vnd geseczt sein, zubessern, vnd dez obgenanten Stiffters gute vnd loblich meynung zu hanthaben, vnd haben mit einmutigem rat, willen vnd gunst vnsers Capitels dieselben brieff vnd waz 527 darinne begriffen ist also aufgenomen vnd dez bekant vnd bewert, vnd auch von newes mit disem briff aufrnemen, bekennen, vernewen vnd beweren wir dye, vnd wollen, daz dieselben brif furbaz ewiglichen in allen dingen in Irer crafft bleiben vnd vnuerbrochenlichen gehalten werden sullen. Vnd daz wir vnd vnser nachkomen zu alhghcher behaltung derselben brief auch bei den penen, die dar innen begriffen sind, nach aussweisung derselben brief beder vnd ir yedes besunder, verbunden sein sullen, vnd verbinden vns auch des mit disen brieff, also, wo daz furbaz vberfaren vnd nicht gehalten wurde, daz denn dieselben pene verfallen sein sullen, vnd daran sullen furbaz die vorgeschriben, nach dhein ander sache hindern, vnd wir verezeihen vns auch aller rechten, freyheyt vnd gewerde allerczeit vnd auch aller ander aussnemung, hilff oder beschirmung geistlichs oder werltlichs rechtens, do mit wir in dheinweiss wider die vorgeschriben dinge tun oder kumen mochten, gentzlichen angeuerde. Auch auff daz, daz alle vorgeschriben dinge dester getrewlicher gehalten werden. haben wir geseczet vnd seczen, daz wir furbaz nymand mit der Probstcy dez egenanten newen Stifftes zu Spalt furselin. belehen vnd einseczen sullen, er gelobe dann dise gegenwurtige handlung vnser widerbringimg vnd ver- newung vnd das alles vestiglichen zu halten, vnd geb auch sein besigelt brief, daz daz crafft vnd macht haben sulle. Vnd der vorgenanten vnser vorfaren vnd dez Stiffters zweier brif Lawtet der erste von wort zu wort also: — *) So lawtet der ander brief also: ") Vnd wir Willialm Techand vnd daz Capitel gemeynlichen dez egenanten Stifftz zuEystet bekennen auch, daz das alles, als vorgeschriben ist, mit vnserm einmutigen wolbedachtem rat, gunst vnd gutem willen zugangen vnd geschehen ist. Darczu bekenn wir Johcins vnd fridrich, gebruder, von gotes gnaden Burggrauen zu Nuremberg der vorgeschriben tey- dung vnd sache, vnd daz das alles gehalten werde vnd dobei bleiben soi, als vorgeschriben stet, vnd dez alles zu vrchunde vnd vester stetickeyt haben wir obgenant Bischof friderich vnd wir daz Capitel zu Eystet, für vns vnd vnser nachkumen, vnd auch wir ohgenanten Burggrauen Johans vnd Burggraue friderich, für vns, vnser erben vnd nachkomen, vnser Insigel gehangen an disen briefe. Geben zu Iierriden, am Mittwochen vor sand Gregorien tag, nach Cristi gepurt Vierczehenhundert Jar vnd darnach in dem Newnden Jare. (ßriginal im 3Ränigl. üßnir. ^rouinfialardjiae jit liirnticrg. Anh. das grosse Bracken - Siegel Burggraf Johann's (s. hei Nr. CCCCLXIX.) und das Wildemaitiis - Siegel Burggraf Friedrich's (s. hei Nr. CCCXCVII.). *) liier sind des Bischofs Reinbot zu Eichstädt Statuten des Stiftes Spalt v. 29. Juli 1295 (s. in T. II. Nr. CCCCIV.) wörtlich inserirt. ") Die hier weggelassene Bestätigung der Spalter Statuten durch Bischof Conrad von Eichstädt d. d. 30. September 1300 s. in T. II. Nr. CCCCXL. 528 CCCCLXXXVII. #djulfrnerjsdjreilnuifl Inrggrnf Jolinnu's gegen Jratt 1mm Crllieekiii nnb llridj (Erlhetken. 7. März 1409. Wir Johanns etc. Bekennen, für vns vnd vnser erben vnd nachkomen, offenlichen mit disem briffe allen den, die In seilen, hören oder lesen, das wir rechter vnd redlicher schulde schuldig worden sein vnd gelten sullen der Erbern frawen anna Erelbeckin, czu der czeit voytin czu krewsen, die Conrad Erelbeken seligen wirtin gewesen ist, vnd vlrich erlbecken vnd Mathes Men- gersrewter, iren brudern, vnd allen iren erben Tawsent guter alter Reynischer gülden werung, die gut sein an golde vnd swere genug an der wage, gerecht mit dem geprege, als ir recht ist. die geheissen vnd geloben wir In czu geben vnd czu beczalen auff den nechsten sandt peters tag kathedra genant schirst kunfftigen mit bereiten golde gancz vnd gar alle miteinander, an allen verezog, hindernüsze vnd widerred, bey vnsern guten trewen, an alle argelist, czu pressat in dem Marek, oder in sechs meilen darvmb, wo sie wollen vnd in aller füeliclist ' o wirdet, on alle Ir Scheden, geschee des nicht, was sie des Scheden nemen vnter Cristen oder vnter Juden, mit nachreissen, mitpotenlon, mit czerung, oder wie sich der schade macht oder genant mocht werden, der redlicher vnd gewon- hcher schad liisze vnd were, Iren Worten darvmb czu gelawben an eyd vnd an andre beweyssung, den selben sullen vnd wollen wir in abthun vnd awsz- richten mitsampt dem, an als widersprechen vnd an als verezihen ongeuerde. Auch sullen vnd wollen wir dheinerley furezog nach hilfred nymmermer für vns gnemen noch thun, weder mit worten nach mit wercken, nach geistlichen nach wernthehen rechten oder gerichten, das sie an ir bezalung hawptgucz oder Scheden gehindern nach bescliedigen mocht In dhein weisze on alles ge- uerde. vnd wer auch den briff Innen hat mit der obgenanten Anna Erelbeckin guten willen vnd wort, der hat alle die recht vnd forderung, czu manen vmb hawbtgut vnd vmb Scheden, als sie selber, vnd darvmb vnd dafür so haben wir in da eingeben vnd eingeseezt, geben vnd seezen in ein In krafft diez briffes vnser Slosz Stat vnd Ampte Crewszen, das selbig sie In amptes weisze Innen haben, nüczen vnd niszen sullen vnd mugen In aller masze, als das vormals von vns Innen gehabt vnd genossen hat ditrich rüsenbach on alles geuerde. Auch sullen vnd wollen wir sie von dem Ampte nicht entseezen lassen, wir haben sie den vormals gancz vnd gar haubtguez vnd Scheden gerieht vnd 67 Bd. VI. 529 beczalt ongeuerde. vncl das alle vor vnd nachgeschriben stücke vnd artickel genczliclien vnd gar gehalten vnd volfürt werden, seczen wir In czu bürgen czu vns vnser liben getrewen, die hernach geschriben sten, mit einer gesampten hant vnuerscheidenhch czu einander. Vnd wir, die hernach geschriben bürgen, geloben mit vnsern guten trewen, ob In nicht volkümlichen gancz vnd gar itlich stucke vnd artickel besunder gehalten vnd volfürt würde, nach dem als oben vnd niden geschriben stet, wenn wir den darvmb von in dermant werden, es sey mit boten, briffen, czu hawsz, czu hoff oder vnter awgen, So sol vnser dheiner die leystung vff den andern nicht verczilien, sunder vnser iglicher sol czu stund an nach der manung einen knecht mit einem pferd In die leistung gen pressat oder In sechs meilen darumb, wo sie hin wollen vnd In aller fuglichst wirdet, schicken vnd stellen, In eins offen wirtes haws, da sie vns dann hin bescheiden, vnd dar Innen ligen vnd leisten von pferd czu pferden vnd nicht darawsz czu komen, als lange vncz sie beczalt werden hawbtgucz vnd Scheden. vnd were aber, das In die leistung verczogen wurd von einem oder von ezweyen, oder von mere, wes sie des denn Scheden nemen, das sullen vnd wollen wir In auch wider richten vnd ahthun on alle widerred. Ging auch der bürgen einer oder mer ab von todes wegen, oder von dem lande ritten, oder wie sie dauon komen oder wurden gefangen oder geschaczt, das got wende, als offt sullen wir In einen als guten fuglichen wider seczen, als offt Im des not geschit, als derselbig abgegangen gewest wer, in den nechsten virczen tagen darnach, wenn wir des von In dermant werden; Geschee des nicht, so sullen wir leisten alle miteinander, als lang vncz In ein ander als guter geseczt wirt. Ging auch der leistn knecht oder der leystn pferd eins oder mere ab, oder ob ein pferd verleist wurd, als offt sullen wir, die hernach geschriben bürgen, wes der knecht oder pferd gewest were, ie einen andern knecht oder pferd in die leistung czu stundan wider schicken vnd stellen; Geschee des nicht, so sullen die andern pürgen alle miteinander in aller weisze leisten, als vor begriffen ist, bisz das geschiht. Auch ab der briff verbarlost wer oder wurde, es wer mit nesse oder locher oder meile gewunne, oder hett eins worcz oder mere, eins puchstaben oder mere czu vil oder czu wenig, wie das geschehen wer, das sol in alles 011 schaden sein, Sund er es sol ein guter ganezer vntadelhaffter briff sein, vnd dieweil auch der Insigel eins oder mer gancz on dem briff hanget, so sol er gut vnd vnuerworffen sein vor allen rechten, geistlichen oder wernt- lichen, vnd on aller stat. Vnd wir, die hernachgeschriben bürgen, bekennen diser burgschafft vnd alles des, das oben von vns geschriben stet, czu halten vnd czu volfüren genczliclien vnd gar on alle argelist. vnd wir, vorgenanter Burggraue Johanns, geloben vnd wollen vnser hernach geschriben bürgen 530 von diser burgschafft gutlichen ledigen vnd lössen 011 all ir Scheden. So sind dicz die bürgen: her fridrich von kindsperg, her Erberhart grosz, lianns von Sparneck der Jung, Jorg von Planckcnfels, fridrich von gutenberg, vlrich von waldenfels, fridrich plassenberger, heinrich stürme, heinrich koczawer von resaw vnd herman goczfelder. czu vrkunde hat vnser iglicher sein eigen Insigel on disen briff gehencket, der geben ist am donerstag vor dem Suntag Oculi, Anno etc. nono. (ßfimhtlmdj Ittfggraf Snjiantt's III. ccccLxxxvni. Inrggrnf Jfricbrid] gintjjmigt kn nun seinem Ißrnkr loljami mit km Iferrn nun (iura gesdjluiSBimi Barkauf oun liliimciistiiii, Mündjkrg etc. 10. März 1409. Wir fridrich von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg, Bekennen offenlicli mit disem briffe, für vns, all vnser erben vnd nachkomen, allen den, die In sehen, hören oder lesen. Als sich der liochgebome furste, vnser liber Bruder, herre Johanns Burggraue czu Nuremberg , mit dem edlen heinrich herren czu Gera, allen seinen erben, oder wer seinen briffe Innen hat, vnd vmh die Slosz vnd Stete Schawenstein, Munchperg vnd opprode, mit allen iren lierlichkeiten vnd czugehorungen, genczlichen verbriffet, verpunden vnd ver- schriben hat, als das eygentlichen der kawffbriffe,*) den er Im darüber gegeben hat, mit dem register awszweiszet: Also ist die selbe einunge, verpunthenüsz vnd verschreibung mit vnserm guten willen, rathe vnd volwort gescheen, vnd wir gereden vnd geloben für vns, alle vnser erben vnd nachkomen, bey vnsern guten waren trewen In krafft dicz briffes, das solich einung, verpuntnusze vnd verschreibung von vns, allen vnsern erben vnd nachkomen genczlichen 011 allen eintrag vnd vnuerbröehnlichen gehalden Süllen werden, vnd wir sullen vnd wollen in die halden In aller masze vnd weysz, als vnser obgenanter Bruder in die schuldig vnd pflichtig czu halden ist, ob das von falles wegen on vns körne, 011 arg vnd 011 alles geuerde. vnd des czu vrkünde vnd siclierheyt geben wir dem obgenanten heinrich hern czu Gera, allen seinen erben, oder wer des genantten vnsers liben Bruders briffe mit sampt disem gegenwertigen briffe Innen hat, darüber disen selben vnsern offen briffe, für vns, alle vnser erben vnd nachkomen, versigelt mit vnserm anhangenden Insigel, der geben 67" 531 ist czu der newenstat on der Eysche, am Suntag In der vasten als man Singet in der heiligen kirchen Oculi, nach cristus vnsers hern gehurt virczehenhundert Jare darnach In dem newnten Jare. (©Emeinbntji larggraf 3o(jann'a III ■) Vergl. Nr. CCCCLXX. CCCCLXXXIX. 21. März 1409. Hans Rieter, des Slusselvelders aiden, bekennt, daz iinMertein, Erümesser zu Payrstorf bezalt hat drewhundert swebis gülden von seins genedigen herren Purltgraf Johansen wegen. Geben an Pfincztag vor Judica, Anno MCCCC 110110. (Original im Siiuigl. laii'. ^rnninfinlarrfjiBE jti Samberg. Ebendas, eine gleiche Quittung Desselben über 325 Gulden vom 22. Juni 1409. ccccxc. Inrggrof Sojjann klagt aar seinem llaiincngcrieljtc auf hs <#d]lüss IDiescnbrnini, als Ein iljm inirdj kn Ultimi]!'s iion #eins{ieini Ijeinigefaüenes iCelpi. 27. März 1409. Ich vlreich von kindsperg, Ritter, Bekenne, das ich vif hewte data diez brilles sas zu gerichte, an stat vnd von wegen des ho chgebornen forsten vnd hern, hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, meines gnedigen herren. do trat für mich In gerichte der yeezgenante mein gnediger herre Burggraue Johanns, vnd claget vnd lawtmert mit seinem fürsprechen: Er hette geeyscht vnd für sich vnd sein lehenmanne mit rechte gefordert den teile der belrawszunge Wysenprunn,*) den Albrecht von Sawnszheim seliger gehabt vnd gelassen hett, mit aller seiner zugehorunge, zu dorffe vnd zu velde, Es weren hewser, hole, wysen, ecker, holczer, waszer, weyer, weyerstete, Gerichte, geleite, zinsse, rente, gulte, Weingarten, wunne vnd weyde, varendes vnd Rgendes, besucht vnd vnbesucht, nichtes awszgenomen, das alles von Im vnd seiner herschafft zu lehen ginge vnd ruret, vnd das Im auch alles ledig vnd verfallen were worden, vnd In fremder hant .fanden hett, Sunder liehen alle die lelien vnd guter, die derselbe Albrecht von Sawnszheim gehabt vnd gelassen hett, die von Im viul seiner herschafft zu lehen gingen vinl rurten, die Im auf, fellig vnd ledig weren worden, vnd in fremder hant funden hett, wo die gelegen oder wie die genant weren, nichtes awszgenomen. vnd were dicz sein erstes fursteen vnd clage, vnd bat fragen einer vrteil, wes er gewarten solt. do wardt erteilet: die weile das gerichte weret, kome dann nyemands, der das verantwort, So solt man Im zu dem andern rechten einen gerichtes tage vber virczehentage be- o o O scheiden, vnd darnach aber gescheen, was recht were. Also kome nyemands, der das verspreche oder verantwort, vnd darvmb so ist dem vorgenanten forsten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, meinem gne- digen herren, mit vrteil sein erste clage vff die obgeschriben lehen vnd guter alle, mit allen iren zugchorunge, erteilt worden vnd ein tage zu dem andern rechten, für sich vnd sein lehenmanne, In seinen hofe, wo er dann mit dem hofe sein wirdet, auff den nechskünftigen mitwochen nach dem heiligen Oster- tage schirst körnend bescheiden, das darnach geschee, wasz recht sey. vnd an dem rechten seindt gesessen, die vrteil gesprochen haben: Hanns von Sparncke, Ritter, Wilhelm von Meiental, hofmeister, Jorge von kindsperg, Concz von Aufses vnd Hanns Newensteter der elter. des zu vrkunde ist diser briffe mit vrteil geben vnter meinem aufgedruckten Insigel. Gescheen zu Nuremberg auff der vesten, am Mitwochen vor dem heiligen Palmtage, nach Cristi vnsers herren gehurt virczelienhundert Jare vnd In dem Neuntten Jare, vnter vlrich von waldenfels Insigel gebrechenhafft des meinen. (Original im Siiiügl. lait'. |)Mumjialard ]iaE }tt Inmbcrg. *) Wiesenbronn im Landger. Kitzingen. CCCCXCI. lurggraf loljann setjt lenen, tneldje hen Ifeimfall ks lurgpflirtp Idljas ü0iE5Ciiliniim bc5trritcn mollen, einen neuen Eciijtsfag. 28. März 1409. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg. Als wir den teile der behawsung zu Wisenprunn, der von vns vnd vnser herrschafte zu lehen get vnd ruret, den Albrecht von Sainnsheim seliger gehabt vnd gelassen hat, mit aller seiner zugehorunge, In dorffern vnd In felde, Es sein hewser, hofe, wisen, ecker, holczer, wasser, weyer, weyerstete, gericlit, geleyte, zins, rente, gult, Weingarten, wunn vnd weyde, varnds vnd ligencles, besucht vnd 533 vnbesuclit, nichcz auszgenomen, vnd sunderlichen alle die lehen vnd gut, die derselb Albrecht von Sainnsheim gehabt vnd gelassen hat, die von vns vnd unser herrsehaftc zu lehen geen vnd rtiren, wo die gelegen, oder wie die genant sein, nichts auszgenomen, für vns vnd vns er lehenmanne geeyschet vnd gefordert haben, Also, wer die verantworten wolle, daz der oder die vif den nechsten mitwochen nach dem Sontag Judica für vns vnd vnser lehenmanne gen Nuremberg komen solten : Bekennen wir, daz wir desselben tage gewartet vnd auch dem rechten sein ganck gelassen haben, alz recht ist, vnd ist nymands komen, der die obgenanten lehen vnd guter verantworten wolt hat. Darumbe, wer dieselben lehen vnd guter, als obgeschriben stet, nochmals verantworten wolle, der kome aulf den nechsten mittwochen nach dem heiligen Ostertage schirst körnende für vns vnd vnser lehenmane In vnsern hofe, wo wir dann vmb die zeit mit vnserm hofe sein werden, da wir aber dez rechten warten vnd dem seinen ganck lassen wollen, als daz vor mit recht erteilet ist. zu urkund, Datum Nuremberg, am donerstag nach Judica, Anno nono. Site öCapie im 5S. 1. |Srauinjiitlarrjjiue |u Bamberg. CCCCXC1I. ins InrggrüflidjE llaniicngcridjt sttjt mm tiEntn dktsdjEikngs-CEntiiri, iiliev ks triiffttttt ICeIjii MEiEnbt'fltin. 10. April 1409. Ich Mertein Forczsche von Turnawe, Ritter, Bekenne, das ich sas czu gerichte, an stat vnd von wegen des liochgebornen forsten vnd herren, herren Johannsen Burggrauen czu Nuremberg , meins gnedigen herren. do trat für mich In gerichte der yczgenant mein gnediger herre Burggraue Johanns, vnd clagt vnd lawtmeret mit seinem fursprechen: Er hette geeyscht vnd für sich vnd sein lehenmanne mit rechte gefordert den teile der behawszung wiszenprunn, den Albrecht von Sawnszheim seliger gehabt vnd gelassen hat, mit aller seiner czugehorunge, zu dorffe vnd czu velde, es weren hewszer, hofe, wiszen, ecker, holcz, waszer, weyer, weyerstete, Gerichte, geleite, czinsze, rente, gulte, Weingarten, wunne vnd weyde, varendes vnd ligendes, besucht vnd vmbsucht, nichtes awszgenomen, das alles von Im vnd seiner herschafft czu lehen ginge vnd rüret, vnd das Im auch alles ledig vnd verfallen were worden vnd In fremder hannt fonden hett, Sunderlichen alle die lehen vnd guter, die derselbe 534 Albrecht von Sawnszheim gehabt vnd gelassen hett, die von Im vnd seiner herschafft czu lehen gingen vnd rürten, die Im auch fellig vnd ledig weren worden, vnd In fremder hannt funden hett, wo die gelegen oder wie die genant weren, niehtes awszgenomen; vnd were dits sein ander fursteen vnd clage, vnd bat fragen einer vrteil, wesz er gewarten solt. do wardt erteilt, die weile das gerichte weret, kome danne nyemancz, der das verantwort, So solt man Im czu dem dritten rechten einen gericlites tage über virczehen tage bescheiden vnd darnach aber gescheen, wasz recht were. Also kome nyemands, der das verspreche oder verantwort, vnd darvmbe so ist dem vorgenanten fürsten vnd herrn, herren Johannsen Burggrauen czu Nuremberg, meinem gnedigen herrn, mit vrteile seiner andern clage auff die obgeschriben lehen vnd guter alle mit iren czügehorungen erteilt worden, vnd ein tage czu dem dritten rechten für sich vnd sein lehenmanne In seinen hofe, wo er danne mit dem hofe sein wirdet, auff den nechstkunftigen Mitwochen nach sandt Jorgentage schirst körnenden bescheiden, das darnach geschee was recht sey. vnd an dem rechten sein gesessen, die vrteile gesprochen haben: her heinrich von wirsperg, Ritter, Erhart von Sparenecke, Vlreich von Waldenfels, Heinrich Rawszengrüner, Jorge von koczawe, Concz von Aufs es, fridrich Plassenb erger, hanns von Mengersrewt vnd Conrat flurstet, des czu vrkunde ist diser briffe mit vrteil geben vnter meinen aufgedruckten Insigel. Gescheen zu Jculmnach, am Mitwochen In der Österwochen, nach Cristi vnsers herrn geburt virczehenhundert Jare vnd In dem Newnten Jare. (Original im Sättigl. Bair. ^irauin|ialavdjiu£ |n Bamberg. CCCCXCIII. Mtljnins -Btrsdjrtibnng Itirggraf Jnchridj's VI. für seine (lemajjlin dElisalietl] ann Iniern. 11. April 1409. Wir Friderich von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen für vns, vnser Erben vnd nachkomen vnd thun kunt offcnleicli mit diesem brieff allen den, die In Sehen oder lioren lesen, Das wir mit wolbedachtem mute vnd gutem Rate, vnd nemleiclien mit Rate, gunst, willen vnd worte des Hochgebornen fürsten, vnsers lieben Bruders, herren Johannsen Burggrauen zu Nuremberg, vnd auch nach seiner vnd vnser beder Rete Rate, der Hochgebomen fürstynne, frawen Elysabethen von Beyern, vnser lieben Eleichen yemahelen, für iren wydem vnd zugelt, Mit namen funffvndtzweintzig Tawsent guidein Irer heimstewer, funffvndtzweintzig Tawsent guidein irer widerlegunge vnd tzwelfftawsent guidein irer morgengabe, alles vngerische guidein, recht vnd redleich vermacht vnd sie der beweyset haben, vermachen vnd beweysen In crafft dits brieffs In sulcher masse vnd mit dem gedinge: ob der Allmechtige gote vber vns gebute, Also, das wir vor der vorgenanten frawen Elysabethen, vnser Gemahein, von todes wegen abgingen, So solte es nach vnserm tode dabey bleiben besteen vnd gehalten werden, als hernach begriffen ist vnd ge- schriben stet. Mit namen so sol dieselbe fraw Elysabeth ir lebtage haben vnser Stete, Slosse, Merckte vnd dorffer Onoitzbach, Kolbemberg, Lewtersshawsen, Swabach, Camerstein, Cadoltzburg, Altenberg, Zenne, Hohenecke, Erelbach, Berget vnd Bernheim vnd was zu den allen gehört, vnd wir sullen der furbas nicht mer, noch hoher versetzen, verpfenden, noch verkumern, es wer dann mit Irem guten willen, dann als sie yetzunden steen vnd gewarnt sein, vnd sie sol die obgenanten Stete, Slosse, Merckte vnd dorffer alle also mit allen vnd ygclichen Iren zugehorungen, herlichkeiten, dorffern, weylern, Mulen, lewten vnd guten, gerichten, gulten, Rennten, zinsen, vellen, diensten, wysen, Eckern, weiden, holtzern, wiltpennen, weyern, weyersteten, wassern, wasser- lewffen, wunne, weyde, velde, Stocke vnd Stein, vnd was sunst zu den allen vnd ir ydem besunder gehört, wie das alles genant ist, besucht vnd vnbesucht, haben, nützen, nyessen, besitzen, besetzen vnd entsetzen, einnemen, aufheben vnd gebrauchen A nd In iren nütze Arnd frumen wenden ATid keren Arnd damit thun A 'nd lassen Ir lebtage, was Amd wie sie Avil, In allermasse, gewonheiten vnd rechten, als Avir die bisher Innen gehabt, gebracht vnd genossen haben an alles geuerde. Was auch leipgedinge, die auff den egenanten vnsern Steten, Slossen, Merckten, Dorffern oder Iren zugehorungen verkawft oder verschriben sind, ledig Avurden, das solte der obgenanten vnserr Gemahein zugeen vnd Ir zu den andern nützen vnd gulten Ir lebtage dinen, gewarten vrid bleiben, bis das sie Amlkomenleich fünffthalbtawsent guidein ierlicher rechter gulte Arnd zinse gehaben mag. Auch was auf widerlössunge stet, des sol sie alles vnd ygleichs macht haben zu losen, A r nd was sie dann loset, das solte ir auch volgen vnd bleiben, vnd nach der egenanten frawen Elysabethen tode So sullen die obgenanten Stete, Slosse, Merckte vnd dorffer mit allen iren zugehörungen vnd das obgenant gelt, das dieselbe vnser gemahel darauf gehabt hat, Amigen, werden vnd gevallen Arnsern Erben, die dann recht dartzu haben oder gewynnen, vnd die sulche Slosse oder das gelt, nach dem Arnd dann velle geschehen, müg- leicheu erben sullen. So sol auch die obarenant vnser liebe Gemahel, ob sie wyttwenweyse besitzet, macht haben, durch Irer sele willen oder sünst zuschicken Tawsent gülden, vnd wem oder wie sie die schicket, dem sullen sie die, auf die dann die Slosse geuallen, nach Irem tode awssricliten vnd betzalen. Sielt hat auch die obgenant fraw Elysabetli des mit gutem willen vnd von Ir selber ergeben vnd bekant: ob das were, das sie iren wyttwenstul verrücket. So solt man Ir vnser Stete vnd Slosse wassertrühendingen, Guntzenhawsen vnd Flüglingen, mit allen vnd iegleichen Iren zugehorungen, ledigleichen vnd mit allen nutzen gar vnd gantz vnuerpfendet, vnuersetzet vnd vnuerkumert einantworten vnd ir redlich gute brief doruber geben, vnd zwentzigtawsent guidein Renisch darauf verschreiben, vnd damit softe sie dann geschiden sein von dem übrigen gelte vnd den obgenanten andern Steten, Slossen, Merckten, Dorffern mit Iren zugehorungen, darauf wir sie beweyset haben, vnd solte das alles ledigleichen geuallen auf vnser Erben In der weyse, als vor begriffen ist, vnd sol In dem, als man Ir dieselben drew Slosse verschreiben sol, begriffen werden: wenn sie vnd Ir gemahel, wen sie dann nach vns neme, von todes wegen abgangen vnd nyminer sein, das er dann geuallen sulle auf der egenant frawen Elysabethen kinde, Mit sulchem gedinge, das vnser Erben vnd die Herschaffte die drew Slosse mit Iren zugehorungen vmb die zwentzigtawsent guidein Re- nische alletzeite wider lossen mügen, vnd das die ligen vnd geuallen sullen In dem rechten, als die Slosse vnd hie vor begriffen ist. Auch hat vns vnser liebe Gemahel die gunst, freuntsehaffte vnd gewalt geben vnd getan, das wir die obgenanten vnser Stete, Slosse, Merckte vnd Dörffer, oder ir eines oder tnere, yedes besunder, welche oder welehs wir dann wolten, vmb die obgenante vnser liebe Gemahel losen mügen vnd ir auf andern Slossen beweysen mügen, darauf dann souil lediger gulte ist vnd zugehört, als dann yetzunden auf den egenanten Slossen ledig ist, die wir losen wurden, vnd von welichs oder welcher vnser Stete, Slosse, Merckte oder Dorffer wegen wir sie also beweysen, das oder dieselben vnser Stete, Slosse, Merckte oder Dorffer sullen vns von Ir wyder ledig vnd lose sein vnd sie fürbas darauf nicht rner haben. Auch sullen alle vnd yegleich vnser Amptlewte, Bürger vnd ander lewte der obgenanten vnser Stete, Slosse, Merckte vnd dorffer, Onoitzbach, Kolbenberg, Lewtersshawsen, Swabach, Kamerstein, Cadoltzburg, Altenberg, Zenne, Hoheneck, Erelbach, Bergel vnd Bernheim, der egenanten frawen Elysabethen, vnser Gemahel, liulden vnd Sweren zu Iren vorgenanten rechten vnd wartte, vnd ob es also zu falle körne, getrewleicli gehorsam vnd gewarttig zu sein In der masse, als vor vnterscheiden vnd begriffen ist. Vnd wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Niiremberg, Bekennen auch, das das alles, als vorgeschriben stet, mit vnserm Rate, gunste vnd gutem willen vnd worte 68 Bd. VI. 537 Zugängen vnd gescheen ist, vnd ob es also zu falle kumet, so wollen vnd sullen wir der egenanten vnser lieben Swester frawen Elysabethen dar Inne freuntleichen beysteen vnd beholfen sein vnd sie getrewleichen schützen vnd schirmen vnd auch dabey bleiben lassen vnd hanthaben, ob sie yemandes doran hindern oder einfelle machen wolte, wo sie des an vns begert. vnd wir, Elysabeth von Beyern, von gotes gnaden Burggrefynn zu Nuremberg, Bekennen, das wir das, als vor begriffen ist vnd geschriben stet, also awssgenomen haben vnd alles mit vnserm gutem willen, wissen vnd worte geschehen ist. Mit vr- kunde ditzs briefs, versigelt mit vnsern, obgenanten Burggrauen Johannsen, Burggrauen Friderichs vnd Elysabethen Burggrefynne, vnd auch der hernach geschriben vnser Rete vnd lieben getrewen anhangenden Insigeln, die sie von vnser bete wegen zugetzewgnisse tzu den vnsern gehangen haben, Desselben wir Albrecht vnd Johanns von Ilohenloch, Fridreich Schencke herre zu lym- burg, Heinrich von Dürwang, Walther von Seckendorff, Erenfride von Secken- dorff, Wilhalm von Meyental der Elter, Vlreicli von Waidenfels vnd Cuntz von Aufsesse alle auch also bekennen, das wir von der egenanten vnserr gnedigen herren vnd frawen bete wegen vnsre Insigel zu den Iren zugetzewgnisse gehangen haben an diesen brieff, Der geben ist zu Onoitzbach, am donerstage In der heiligen osterwochen, Nach Cristi vnsers herren gepurt viertzehenhundert Jare vnd darnach In dem newnden Jare. ankunftsündj bis Surggrnftlituns Jtiirnberg. Vergl. Nr. DVIII. CCCCXCIV. 11. April 1409. Hans Zobel zu Gibeistat bekennt, daz herr Fridrich Burgrafe zu Nurenberg in und seinen Bruder Friczen gericht und bezalt hat aller pfert und Scheden, die sie in seinem dinst vor der Weiden, gen Heidelberg und sunst wo genomen. Geben am Donerstag nach dem Ostertage, Anno etc. CCCC. Nono. ©riginnl im Mönigl. Satr. |Srattm|ialarrj)ine |tt Samberg. 538 ccccxcv Burggraf Sojiann ja liirulicrg mjifönkt fdjlosu trab Imt Huimritj an ifans unn Bürjbnrg nnb bcsscn Itnttrr. 12. April 1409. Wir Johanns etc., Bekennen, das wir recht vnd redlichen versaczt haben vnser vesten vnd arnpte Czvoernicz, mit allen gerichten, geniszen vnd nüczen, nichtes awszgenomen, dann was In vnsern kästen gehört, vnd haben das genant slosz vnd Ampte gesaczt vnd ein geben hannsen von wirczburg, frawen Barbara seiner muter, allen iren erben für virhundert Marek lotiges Silbers Erfordisch Zeichens, wisse vnd gewichtes, die vns das genant silber bereit gelihen vnd nützlichen beczalt haben, vnd wir das furbasz an vnsern nuez vnd fromen gewant haben, vnd wir vnd vnser erben geloben dem vorgenanten hannsen von wirczburg, frawen barbara seiner muter vnd iren erben die vor- genanten virhundert Marek lotigs silbers wider czu geben, czu beczalen von dem nechsten sandt peterstag den man nennet kathedra vber ein Jar czu erfort In der Breukamer, ongeuerde vnd 011 allen iren schaden, were auch, das sie vns die genanten virhundert Marek silbers lenger sten vnd bey vns liessen, So geloben wir In alle Jar czu czinsze czu geben ye von czelien Marcken ein marck silbers der obgenanten were vff sandt peterstag genannt kathedra, on Widerrede vnd on iren schaden. Auch geloben wir den obgenanten vnsern globern, das sie das vorgenant vnser Slosz vnd ampte mit seinen czugehorung, die wir In darezu beweist vnd verschriben haben, gerüelich sullen besiezen vnd Innen haben, vnd wir sullen sie auch getrewlichen schuczen vnd verteidigen gen Idermeniclich czu geleich vnd czu rechte. Auch mügen sie sich selber wol schuczen vor vnrechten gewalt von dem vorgenanten Slosz, das sullen wir In wol gunnen, doch so sullen wir Ir meclitig sein czu recht, wasz sie czu dem haws czu krigen wollen haben. Auch sol das vorgenant slosz Czwernicz vnser offen Slosz sein czu vnsern kriegen vnd noten, als dicke vns des not geschürt, doch also, das wir dem vorgenanten hannsen von wirczburg, frawen barbara seiner muter, iren erben vor bestellen vnd vermachen stillen, das sie sein 011 schaden beleiben 011 irer volkumen beczalung hawtgutes vnd czinsze, das wir In darezu verschriben haben. Auch ob das vorgenant Slosz czwernicz verloren würde, oder sust schaden neme von brünste wegen, oder suste wie der schade kom, da got vor sey: So geloben wir vorgenanter Burggraue Johanns vnd vnser erben dem vorgenanten hannsen von wirczburg, seiner muter vnd iren OS" 539 erben, das wir sie vmb den schaden nicht beteydigen, noch verdencken stillen, vnd der schad solt vns geschehen sein vnd nicht vnsern glawbern In dhein weisz. Auch gereden vnd geloben wir, den vorgenanten vnsern glawbern ein ander vnser Slosz vnd Ampte einczugeben bey den nechsten czweien Moneten darnach, daran In als wolgenügt, als an dem vorgenanten czwernicz, das sie dann besiczen vnd Innen haben sullen für das vorgenant ir silber, als vor vnd nach gescliriben stet. Auch geloben vorgenanter Burggraue Johanns vnd vnser erben dem vorgenanten liannsen von wirczburg, frawen barbara seiner muter vnd allen iren erben, das wir das vorgenant vnser Slosz Czwernicz oder ein ander slosz, das wir In eingegeben hetten mit seiner czugehorung, als vor- geschriben stet, nyrnnie sullen nach wollen weder geeysehen, nach einnemen, nach nymant von vnsern wegen, die vorgenanten vnser glawber sind dann von vns oder von den vnsern vor gancz vnd gar beczalt virhundert Marek lotigs silbers vnd aller verfallner czinsze czu Erfort In der Breukammer, nach awszweiszung diez briffs, 011 alle ir Scheden, das In wol daran genügt. Auch geloben wir vnsern glawbern: welchs Jars oder vff welchen tag wir sie be- czalen, als vorgescliriben stet, das wir In wegen sullen leihen, als vil sie der bedürffen, das sie das Ir gen Rotenkirchen bringen mügen, vnd welches Jars wir vnser Slosz vnd ampt widerloszen wölten, oder vnser glawber Ir silber wider von vns haben wolten, das vnser einer dem andern verkundigen vif sandt Merteinstag oder virezentag vor oder nach, von welcher partey die Verkündigung geschieht, So geloben wir vorgenanter Burggraue Johanns vnd alle vnser erben, dem vorgescliriben hannsen von wirczburg, seiner muter vnd allen iren erben vif den nechsten sandt peters tag genant kathedra nach der verkundigung vierhundert inarck lotigs silbers wider czu geben vnd gutlichen czu beczalen, vnd alle verfallen czinsze damit, czu Erfort In der Breukammer, das vnsern glawbern wol genüget vnd an allen iren schaden. Auch sol der dick genant hanns von wirczburg vnd sein erben einnemen czu hawszhaldung In dem Ampte Czwernicz Jerlichen dreyszig Sümer korns vnd hundert Sümer liabern weiszmeyner masz, Item achthundert vnd czwen kes, Item vir vnd achczig schock eyer vnd drey hundert vnd acht vnd virezig huner; Item so gehört ein hüb einem amptman czn, dieselben Im die armen lewte auch pawen sullen In dem obgescliriben Ampte. Auch geloben wir vorgeschribner Burggraue Johanns vnd vnser erben, das vnser glauber nicht sol bescliedigen an iren volkumen beezalung hawbtsilbers vnd czinse keinerley czwitracht der lierren vnd der stete, weder pabstes pan, nach reichs achte, nach keinerley gerichte, geistlich nach werntlich; Auch sol vnser glawber nicht bescliedigen keinerley gebot nach verbot, nach eynung der lierren, Si sol auch nicht 540 beschedigen dbeinerley krig, prant nach rawb, wie das körnen möcht; Auch sol vnser glawber nicht beschedigen, ob dheinrley bruch an disem briffe were oder würde an schrillt, an Insigeln, oder welcherley gebrechen das weren, an irer volkumen beczalung, als vorgeschriben, on argehst vnd ongeuerde: dafür seczen wir In czu Burgen vnser libe getrewen, die hernach geschriben sten. vnd wir, dieselben die hernach geschriben Burgen, Bekennen, das wir williglichen bürgen werden vnd worden sind, vnd gelobt haben mit gesampter hannt, als gut bürgen, bey vnsern guten waren trewen, dem obgenanten hannsen von wirczburg, Barbara seiner muter vnd allen iren erben für alle vor vnd nach geschriben stücke vnd artickel dicz briffes, das die stete vnd gancz gehalten sullen werden on argelist; Geschehe aber, das In dbeinerley gebruch wurde, nach laut dicz briffes, wenn wir des von In oder iren boten, oder mit iren brilfen ermant werden, So geloben wir nachgeschriben bürgen, das vnser iglicher besunder einen knecht vnd ein pferdt senden sol gen koburg oder gen Bamberg, In der czweier stete eine, In welcher der stete eine wir vermant werden von dem obgenanten hannsen von wirczburg oder von iren erben, als vorgeschriben stet, vnd wollen darinnen einleger halten vnd leisten In einer herberg, da wir ein genannt werden, vnd wollen awsz der leistung nicht komen, den vorgenanten vnsern glawbern sey dann vor gancz vszrichtung gescheen, darümb sie vns gemant hetten, das In wolgenügt, nach lawt ires briffs. Auch ab sich der leist pferd eiias oder mere loze essen oder abgingen, So gelob wir nachgeschriben bürgen ander an die stat czu czihen, als dick des not geschaht ongeuerde; der leistung sol sich keiner mit dem andern nicht entschuldigen, welcher von erste gemant wirdt, der sol von stundan halten, als vorgeschriben stet. Auch gelob wir, obgenanter Burggraue Johanns vnd vnser erben, den egenanten vnsern glawbern, oder iren erben: ob der bürgen keiner abging von todes wegen, oder von dem lande cziige, da got vor sey, das wir In bynnen einen monet darnach ander seczen sullen, daran In als wolgenügt, als an den ersten; wurden wir daran sewmig, wenn wir dann wir andern bürgen ermant wurden von vnsern glawbern, als vorgeschriben stet, So geloben wir In leger czu halden vnd czu leisten bis als lange, das dem egenanten von wirczburg vnd iren erben gancz awszriclitung geschee, darvmb sie vns gemant hetten. Auch gereden vnd geloben wir nachgeschriben bürgen dem vorgenanten von wirczburg vnd iren erben, mit welcherley worten sie vns ermanten, das wir sie vnd die iren vnbeteydingt vnd vnuerdacht lassen sullen. Auch sullen wir keinen scliucz nach hilffrede gen In haben, nach furnemen, die vns belielfen mochte vnd die genanten von wirczburg vnd ir erben beschedigen möcht an irer volkumen beczalung In keinrley weisze on alles geuerde, vnd argelist sey 541 genczlichen awszgeslossen. Auch geloben wir egenanter Burggraue Johanns, vnser nachgeschriben bürgen von cliser burgschafft gutlich vnd on ir Scheden czu ledigen vnd czu loszen. das nü alle vor vnd nach geschrihen rede, stuck vnd artickel dicz briffs stete vnd gancz vnd vnuerrucket gehalden sullen werden, haben wir dickgenanter Burggraue Johanns vnd vnser nachgeschriben bürgen vnser Insigel an disem briff lassen hencken. So sind dicz die bürgen: Graue Sigmund von orlamünde, Gotfrid schenke, Mertein forczsch, vlrich von kindsperg, Eberhart von holbach, Heinrich von awfsesz, Appel vom lichtenstein, Jorg Truchsesz, hanns vom Stein, hanns von awfsesz, Jorg von kindsperg, Jorg von Schawenberg, ditrich Schott, lieincz von Gicli, Glas von Redwicz, heincz von Redwicz, Caspar von Waidenfels vnd Apel vom Stein, vnd des czu vrkunde etc. Datum kulmnach, feria sexta post festum pasche, Anuo etc. Nono. (fraranlmd) -Burggraf Sfnljann's III. CCCCXCYI. ins Burggriiflirfjc Mammigmdjt ncrtagt Mt (tatljtthng ID£g£lI LI£5 l'tljtns ifetiilminii. 24. April 1409. Ich Mertein Förtsche, ritter, Bekenne offenlichen mit disem briefe, daz Ich vff hewte data dicz briefes czu gerichte gesessen pin, von geheisse wegen dez hochgebornen forsten vnd herren, hern Johannsen Burggrauen czu Nürem- berg, meines gnedigen herren. da trat für mit forsprechen derselbe mein gne- diger herre, vnd liesse Im fragen: Er stunde da czu dem dritten gerichte, vnd weiset dez sein geschribne vrkünde vnd sunderlichen einen briue, den Im Erckinger von Sainnsheim czu wysenprunn gesandt hette, vnd claget czu der Iczgenanten behausung seines teyles vnd czu allen den gutern, rechten vnd gewonheiten, es were varnde oder ligende, besucht vnd vnbesuchte, mit allen seinen czugehorungen, nichcz auszgenomen, Als die Albrecht von Sainnsheim seliger Inngehabt vnd gelassen hette, die Im von lehen vnd todes wegen desselben Albrechcz aufferstorben vnd ledige worden weren, vnd bäte Im czu fragen, wes er warten solt. Darnach fragt Ich obgenanter Richter, die hernach- geschriben vrteiler, die an dem rechten sazzen, was sy recht darumb dewclite. die erkanten mit gemeyner vrteil, man solt dem obgenanten Erckinger von 542 Sainnsheim daz dritte gerichte anderweyt beschreiben vnd verkünden, nach dem hernachgeschriben tage datum diczs briues vber vierczehen tag, In meines obgenanten herren hofe czu Culmnach, czu tagczeite czu suchen, Er kome oder quome nicht, So solt geschehen was recht were; desselben wart demselben meinem gnedigen herren ein vrkunde erteylet czu geben, dorumb so gib Ich obgenanter Richter disen briefe mit vrteil, vnter meinem czu rucke vff- getrücktem Insigel versigelt, Der geben ist czn /culmnach, am Mitwochen nach sand Jorgentag, Anno Millesimo Quadringentesimo Nono. So sind diczs die vrteiler gewesen, die an dem rechten gesessen sind vnd vrteil gesprochen haben: her lieinrich von wirsperg, Fridrich von kindsperg, Ritter, vi rieh von waldenfelse, fridrich von Piassemberg, Jorge von koczawe, Concze von Auff- sezz, Eberhart vnd heineze von waldenfels. (Drigittnl im löntgl. ®uir. ^SrnuiqinlardjtDE jtt -Bamberg. ccccxcvn. Inrggraf Sntjann 5£t|t km UErkingcr uun Jmnsljcim einen mm CcrniitR |nr (Ermmtmg seiner ^nsgrädjE auf IiiesenkDtin. 24. April 1409. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue czu Nuremberg. Als wir den teile der behawsunge czü wysenprünn, der von vns vnd vnser herschafft zu lehen geet vnd ruret, den Albrecht von Sawnszheim seliger gehabt vnd gelassen hat, mit aller seiner czugehorunge, In dorffern vnd In velde, Es seindt hewser, hofe, wisen, ecker, holczer, wasser, weyer, weyerstete, gerichte, geleite, czinsze, rentte, gulte, weingartten, wunn vnd weide, varndes vnd ligends, besucht vnd vmbesucht, nichts awszgenomen, vnd sunderlichen alle die lehen vnd gut, die derselbe Albrecht von Sawnszheim gehabt vnd gelassen hat, die von vns vnd vnser herschafft czu lehen geen vnd ruren, wo die gelegen oder wie die genant sein, nichts awszgenomen, für vns vnd vnser lehenmanne czu dem dritten rechten geheischet vnd geuordert haben, Also, wer die ver- antwortten wolt, daz er auff den nehsten mi t wo eben noch sandt Jorgen tage für vns vnd vnser lehenmanne In vnsern hoff komen solt: Bekennen wir mit diesem brieff, daz wir des yeezgenanten tages gewarttet vnd dem rechten seinen ganck, als recht ist, gelassen haben; vnd ist nyemands komen, der die obgenanten lehen vnd guter verantwort hat, dan Erckinger von Sawnszheim 543 zu wysenprünn hat vns einen brieff gesant, der aw.sz weiset, daz er die guter vnd lehen zu uerantwortten meynet, wo er vns hette wissen czu finden vnd wir Im benentliche stat des gerichtes vnd rechten verkunt hetten. Also vnd dorumh verkünden vnd bescheiden wir dir, Erckinger von Sawnszheim, oder wer daz verantuortten wolle, nochmals einen andern tage von gerichtes wegen, aber czu dem dritten rechten, für vns vnd vnser lehenmanne gen Jculmach auff den nehsten mitwochen noch dem Suntag Cantate, daz ist die nehste mitwochen noch des heiligen crewts tage schirst körnend, do wir des dritten rechten von der obgesehriben fureysclmnge vnd forderunge wegen wartten vnd dem rechten seinen gang lassen wollen, als daz vor mit rechte vnd vrteile herkomen ist, da körnest, oder nicht. Geben mit vrteil, vnter vnserm zurucke aufgedrucktem Insigel, am mitwochen noch sandt Jorgen tage, Anno etc. nono. Copic im jSiinigl. 38nir. ^rnninfinlarrtjiuE jtt laitibcrg. CCCCXCVII1. 25. April 1409. .Johanns Burggraue zu Nuremberg ist schuldig worden Gilgen und Conrat Nothaften, Gebrudern, hundert und acht guidein Reinischer für Burckgut czinse; item fünf und zweinzig guidein für ein pfert, das sie vor Norttenberg verloren, und acht guidein für ein pfert ires knechts. Actum Flassenberg . in die Marci, Anno etc. Nono. ißrmcinbndj inrggraf lotiann's III. CCCCXCIX. Mprgis tum Brfitcnücrg, mickrotrmöljltc tum Stettin, qnittirt, als Bnrmünkrin iljrcr dkikl, km IBnrggraftm Jnckidj ökr rinc jMjttlb gegen iljttn sdigcn iolin. Iraft nmi Biknikrg. 25. April 1409. Ich walpurga von vestenberg, Zurchen von Stetten Eliche hawszfrawe, Bekenn vnd tün kunt offenlich mit dem brief, für mich vnd meins Suns, kraften von vestenberg seligen, kinder, der ich itzund ein vormünderin pin, vnd für alle mein vnd ir erben, Das mich der hochgeboren furste, herre fridrich von gocz gnaden Burgraue zu Nurenberg, mein gnediger herre, gancz vnd gar 544 gehellt vnd gnediclichen bezalt hat aller der schulde, Scheden vnd gelcz, als er dann mir, minem Siin kraften seligen vnd seinen kinden his uff den tag datum diez briefs schuldig geuesen ist, vnd sage in vnd alle mein vnd ir erben dez genczlichen quit, ledig vnd lose mit dem brief, vnd sullen auch daruff alle schulde vnd brief, die dann von vnsern wegen furezogen wurden, gegen dem obgenanten minen gnedigen herren, Burgraf fridrichen vnd sein erben tode, kraftloss vnd machtloss heissen vnd sein vnd in deheinen schaden bringen in dehein weise. Czu vrkunde gibe ich dem obgenanten minem gnedigen herren vnd sein erben den brief versigelt, für mich vnd die obgenanten meins Suns seligen kinde vnd alle vnser erben, mit minem eigen ufgetrucktem Insigel. geben zum Rosenberg, am donerstag nacli sant Jorgentag, Anno domini Mille- simo quadringentesimo Nono. #rigmal im Kiitiigl. Inir. |Stnoiit|ialnttj )itiE p 3ßnmbcrg. Vergl. Nr. CCCCXII. D. Inrgraf JFricbrid] freit k\\\ Pfarrer jt (Dtniljbadi ein ksdlisf. 4. Mai 1409. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue zu Nüremberg, Bekennen vnd thun kunt offennlichen mit disem brief, für vns, vnser erben vnd Naclikomcn. Als vnser über Andechtiger, Meister Fridrich, Pfarrer in vnserr Stat zu Onoltz- bacli, ein hawse, gelegen bey der Pfarrekirchen doselbst, vmb Heinczen Nattner gekawfft hat, Von demselben hawse vns vnd vnserr herschaffte vormals ier- lichen ezuezinse vnd gulte vier pfunt geuallen ist, Das vns dieselben vier pfunt widerlegt worden sein, Mit namen mit einem Acker, davon der Poszecke ein pfunt geben hat, vnd mit einem gartten, davon der Langheincz geben hat zwelff Schilling, mit dem hawse gelegen an vnserm Bawmgarten hinter vnserr vesten zu onoltzbach, das auch ierliehen zwelff Schilling gegolten hat, mit des obgenanten Pfarrers deinem zehende, den er auf dem obgenanten Acker vnd Garten gehabt hat, davon im ierlichen bey viervndzweinczig pfenning geuallen sein, das alles zu vnserm vihoff vnd Bawmgarten vorgenanten komen vnd in vnsern merck- lichen nueze gewant vnd gekert worden ist; So ist vns auch sunderüchen wider- legunge geschehen mit dem hawse vor lierrider tore gelegen, da yeezunden hanns Schöpfer innen siezet, Davon vns, vnsern erben vnd Nachkomen fürbas 69 Bd. VI. 545 Jerlichen vnrl ewiglichen Einvnddreiszig pfenning geuallen sol, vnd der vorgenant Acker, Gartte vnd hewser alles sand Johanns vnd den Gotzhawspflegern der Pfarre zu Onoitzbach zinsber gewesen vnd vns damit widerlegunge geschehen ist. Vnd darümbe so haben wir von besundern gnaden vnd bete wegen des vorgenanten Pfarrers, vnd von sulcher widerlegunge wegen, als oben- geschriben stet, Im vnd allen seinen Nachkomen Pfarrern vnd auch dem Stillte zu Onoitzbach das obgenant sein hawse aller gülte, bete, wache, Stewer vnd anderr beswerunge gefreyet vnd der obgenanten vier pfunt ierliches zinses ledig gesagt, Also, das er vnd sein Nachkomen pfarrer von vns vnd den vn- sern fürbas ewiglichen vnbeswert bleiben siillen ongeuerde. Mit vrkünde diczs briefs, versigelt mit vnserm anhangendem Insigel, Geben czu Onoltzbo,ch, am Samsztage nach saut walburgen tage, Nach Cristi vnserrs herren gebürt vier- czehenhundert Jare vnd darnach in dem Newnden Jare. (Original im Königl. Satt, ^rnoittfinlnrdjinc ;n Hnrnbtrg. DI. Ihtrggraf Jnckidj $u lürnkrg überträgt kr ftak dkinlflindj öir Bmnaltirag m§m onn ijjin ksclkt ansgcsct^tcii Iditigcbiiigc. 4. Mai 1409. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue zu Nüremberg, Bekennen vnd thun kunt offennlichen mit disem brief, für vns, vnser erben vnd Nachkomen, allen den, die In sehen oder hören lesen. Als wir den hernachgeschriben Personen leipgeding verkawfft vnd auf Vnserr Stat Onoitzbach verschriben vnd beweiset, Vnd auch vnser libe getrewen Burgermeyster, Rate vnd Burger gemeynekhchen doselbst czu Onoitzbach, von vnserr bete wegen, vmb sulche leipgedinge mit vns selbscholen worden sind, vnd die brief, die darüber geben vnd gemachet sind, besigelt haben: Also Bekennen wir, für vns, alle vnser erben vnd Nachkomen, Das wir sie davon alleczeite gütlichen ledigen vnd losen wollen vnd süllen, an allen Iren schaden, vnd darauf so haben wir, mit wolbedachtem müte vnd gutem Rate Vnserr Rete, denselben Burgermeystern, Rate vnd Burgern geineincklichen vnserr egenanten Stat czu Onoitzbach eingeben vnd empfohlen Vnsern teil vnsers vngeltes doselbst vnd die vierhundert pfunt ierlicher gülte, die sie vns ierliehen solten geben, vnd den Czole vnd die zwu Pleich parchand vnd des weyszen vadems vnd das czeichengelt von den 546 verbern. Darczu so haben wir In eingeben vnd empfolhen vnsern hole zu Albrechtdorff, do hanns hofman auf siezet, vnd den liofe zu B er oltz winden, do auch der hofman aufsiezet, vnd den hofe czu Katterbach, do vlrich weysz auf siezet, vnd die Scheferey doselbst, was vns davon gebürt von der weyde, vnd den hofe czu Vockennhofe, do der weczel aufsiezet, vnd die Müle dobey, vnd den hofe zu Lenngenfelt, do Cuncz Krawse aufsiezet, vnd die Scheferey doselbst vom alten Krawsen, was vns davon gebürt von der weyde. Vnd die yeezuntgenanten hofe, Müle vnd Scheferey sullen sie einnemen, was pfenning gülte vnd getreydes davon gefeilet, mit allen andern saclien sullen sie nichtes czuschicken haben, Also das sie vnd ir nachkomen das alles fürbas alleczite, die weil sulch leipgedinge gat, oder einteil bleibt vnd besteet, aufheben, einnemen vnd dasselbe leipgedinge davon von vnsern wegen awszrichten vnd beczalen vnd vns ierlichen Rechnunge tliun sullen vnd getrewlichen domit vmbgeen ongeuerde. Vnd wer es, das daran iclit überblibe, das solte vns ge- uallen, wer aber, das daran icht czurünne oder abginge, das sullen wir, vnser erben vnd Nachkomen In vnd iren nachkomen czu ycglichem czile vnuerezogen- lichen erfüllen, widerlegen vnd beczalen an allen Iren schaden genczlichen Ongeuerde. Vnd wir geben In auch an den vorgenanten Sachen ganezen vnd vollen gewalt, sülche gülte, Renntte, zinse, nücze vnd vngelt alle vnd yeglich einezubrengen, einezunemen vnd darümbe czupfennden, gleicherweise als wir selber oder vnser Amtlewte von vnsern wegen thun möchten, vnd daran sol sie kein vnser Amptman, noch nyemandes anders von vnsern wegen nicht hindern, engen noch Irren, noch In darein zusprechen haben In dheinweis. Vnd diez sind die Person, was summe leipgedings auf ir yede stet vnd ge- schriben ist: mitnainen Dyetrich Spiesz hundert fünff guidein auf seinen leib, Dorothea Spyszynne viervndzweinczig guidein auf iren leib, Stepfan von Sechsenhawsen vnd sein liawsfraw Achczig. guidein auf ir beider leib, Cuncz Lesche Burger zu Rotemburg vnd sein hawsfraw Hundert guidein auf ir beider leibe, wilhalm plast vnd sein hawsfraw Sibenczig guidein auf ir bey- der leibe. Czu vrkünde geben wir den vorgenanten Burgermeistern, Rate vnd Burgern gemeincklichen vnserr Stat zu Onoitzbach disen brief, mit vnserm anhangendem Insigel versigelt. Geben czu Onoitzbach, am Samsztage vordem Suntage als man singet Cantate, Nach Cristi vnsers herren gebürt vier- czehenhimdert Jare vnd darnach In dem Newnden Jare. ©rigiiinl im Sättig). Sair. ^i-ouinfialnrtjjiuE jtt ITtiruhrrg. 69* 547 DIL $k} MM qniftirt km Burggrafen intkidj iikr alfe seine Jferkrttng, mit Insnnljmr kr fftankdjaft tum Ifernkim. 4. Mai 1409. Ich üietz Czobel, tzu den tziten zu wilburgstetten gesessen, Bekenne vnd tun kunt olfenlich mit dem brief vor allermengclicli, für mich, alle mein erben vnd allermengclichs von vnssern wegen, Das mich der hochgeborn forste vnd here, herr Fridrich von gotz gnaden Burgrofe czu Nurenberg, mein gnediger herre, gantz vnd gar gericht vnd betzalt hate aller der schulde vnd geltes, die er mir bis uff die tzeit datum ditz briefs schuldig gewesen ist, ich habe darumb von seinen gnaden brief gehabt oder nicht, vnd alle Schuldbrief, als ich von yme bis her gehebt hön, sullent daruff gantz vnd gar kraftloz vnd machtloss heissen vnd sein, wa vnd von wem die furgetzogen wurden vor allen Lewten vnd gerichten, geistlichen vnd weltlichen, vnd sage auch daruff den obgenanten minen gnedigen hern vnd alle sein erben, für mich, alle mein erben vnd allermengclichs von vnssern wegen, gantz vnd gar aller obgenanten schulde vnd Schuldbrief quit, ledig vnd lose mit dem brief, doch vssgenomen vnd hindan gesetzt den brief, den ich von seinen gnaden hön vber Bernheim das dorl", der zweytawsent guldin lawtet, daran wir vnd minen erben der quitbrief deheinen schaden bringen sol in deliein weise ongeuerde. Czu vr- kund gibe dem obgenanten meinem gnedigen herrn vnd sein erben den brief, versigelt mit minem eigen anhengendem Insigel. geben am samstag nach sant walpurgen tag, Nach Cristi geburt viertzehenhundert vnd in dem Newn- den Jare. dkigitml im Kimigl. Inir. ^faomjinlatdjiut {tt lürttbcrg. Aehnliche General-Quittungen wurden um dieselbe Zeit dem Burggrafen Friedrich ausgestellt: von Jorg Lankwarter (17. März 1409), Zürg dem Jüngern von Stetten (20. April 1409), Hadmar von Appsberg (23. April 1409) und Ott Awer (o. T. 1409). DIU. Joljanii III. iintr jFrirbrid] VI. tum drittes (kmokii Burggrafen p üinttirrg nnb clElisalictl], jFricbridj s dkmafjlin, stiften p Bangrnpnn ein llnster Ungiistincr (Drkns. 13. Mai 1409. Wir Johanns vnd Fridrich von gotes gnaden Burggrafen zu Nuremberg vnd wir Elisabeth von Beyern, des vorgeschriben Burggrafen Fridrichs, vnsers liben herren, gemahel, Bekennen olfenlich mit disem briefe, daz wir mit gutem Rathe vnd woibedachtem müte, von sulcher begirde vnd fursaeze, die vorezeiten der Hochgeborne lurste, vnser liber herre vnd vater, her Fridrich seliger gedecht- nüsze, darzu gehabt liate, zii lobe vnd ere dem allinechtigen gote, der Ilymel- ltunigen Marie vnd allez hymelischen herez, vnd zu tröste desselben vnsers vaters seligen, vnser vnd aller vnser vorfarn, erben vnd nachlcomen vnd aller gelewbigen seien, der lebindigen vnd toten, vnd durch merunge willen götliches dinstes vnd cristenlicher czucht, mit Rate, willen vnd gunst desErwirdigen hern Johannsen Bischofs zu Wirczburg vnd seines Capitels, vnser Pfarkirchen in vnser Stat zu Langenczenn, dez egnanten Bischtumes, die von alter vnezher leihenprister verwesen haben, Inngehabt vnd besessen alz pfarrer, die wir vnd vnser vorfordern einem Bischöfe zu Wirczburg ye zu czeiten geantwort haben, die Seisorge zu enpfahen, als daz vns vnd vnsern vorfaren allzeit zugehört hate, Nü zu einem Closter vnd Couente der Corherren sant Augustines orden, zu latein genant Canonicorum Regularium, gestiftet, gemachet vnd gegeben haben, Stiften vnd machen mit craft diez briues, vnd geben die Hern Petern Probste vnd seinen mitkorherren, die wir yczundt darzü erkoren vnd genümen haben, vnd allen iren nachkömen desselben Conuentes ordens, mit allen rechten, guten, zugehorung, alz die zu derselben Pfarre von alter her gehört haben, die hienach eigentlich von stücke zu stücke genant sein vnd verczeichent. Sund er, daz sie auch destermer narung gewinen vnd haben, vnd auch ir also destermer werden, So haben wir In gegeben, vnd geben auch in craft diez brifes die frümesze in der egnanten kirchen vnd alle vnsere recht, die wir darzü gehabt haben, mit allen zinsen, Renten vnd nüczen, die sie auch haben vnd verwesen sullen, in aller masze, alz die vor gehalten vnd alz vnser egnanter herre von Wirczburg daz in seinem brife verschreiben würdet, den wir auch fleiszie- lichen gebeten haben, dieselben frümesze In zu vermachen, vereinen vnd zu 549 iiicorporiren. So sind daz die guter vnd zehenden, die vormals zu der egnanten kirchen vnd frümesse gehört haben vnd nü des vorgeseliriben Closters sein: f!7. 11 in ersten zu Langenczenn die wydem vnd widemlewte vnd andere alle ire zu- gehorunge, der frumesze hawsz vnd der zehende über die Stat, dein vnd grosze, zu Horbach der zehende clein vnd grosze, Czum hofe ein teil dez zehendez, grosze vnd clein, drew Sumerein kornes von eczlichen eckern, einer wisen vnd holcze, Czum Wittigenhofe der grosze vnd clein zehende, Czu keydenczell der grosze vnd clein zehende, Ein Gutlein dorauff der kaufman siezet, die Mul daselbest, zuReindorlf der grosze vnd clein zehende, zu Sewckendorf ein Gütlein vnd ein teil dez Rewttezehendez, zu Seckendorf ein gütlein vnd der grosze vnd clein zehende, Czum kagenhofe der grosze vnd clein zehende, zu Czawlkendorff der grosze vnd clein zehende, zu dewertendorff der grosze vnd clein zehende, zu Rudelndorff der grosze vnd clein zehende, zu Yogczreichenbach der grosze vnd clein zehende, zu Blanckenstrude der zehende, zu Heinrichsdorff der grosze vnd clein zehende vnd die guter, die zu der frümesse gehören, zü Lohe der grosze vnd clein zehende, zu Rossendorff zwey gut vnd der zehende über des newpawern vnd des heringes hofe, die auch der frümesse sein, Ein gut zu Sidelbach, zu Steinbach ein gut, darauf der smidt siezet. Vnd dorauff haben wir gebeten mit ynnigem fleisze vnd ernst den vorgnanten hern Johannsen Bischof vnd sein Capitel zu Wirczburg, vnd biten sie mit vrkunde diez brifes, alz sie vns vor Ir gunst vnd guten willen zu sulcher Stiftunge beweiset haben, daz sie dieselben Stiftunge vnd gute vnd meynunge, die wir darynne haben, vnd alle gute ordenunge, die darzu helfen mugen, alz vor vnd noch an disem brife geschriben ist, mit Bischoflichem gewalte vnd brifen kreftigen vnd besteten wollen, Vnd ist in diser Stiftiinge vnser eigentlicher wolberatner wille vnd meynung, da bey ez furbaz ewiclichen besten vnd vnuerrüket bleiben sol: Vit namen, daz furbaz in der egenanten Stiftunge vnd Conuente ein Probst sein sol, der zu Im zu Ordenlichen korlierren vnd Brüdern dez egenanten Ordens czwelff personen nemen sol vnd haben, die auch von den nüczen vnd renten der vorgeseliriben kirchen vnd Closters vorderlichen narung, vnd wesz sie bedurffen vnd In anhgen sein wirdet, mugen gehaben, die alle in Closterlicher gehorsam vnd gemeinscliaft, an alle besunder eigenschaft, zü korn, Refenter, Slafhawsz, keler, kuclien vnd in allen Sachen in einer gemein sullen leben mit- sampt dem Probst, nach awszweisung vnd geseez der vorgnanten Regel sand Augustini, die auch tegelichen vnd ewiclichen da halten, lesen vnd singen sullen Messe, Metten vnd alle tageezeit, nach desselben ordens awszweisung ongeuerde. Vnd sie sullen auch nyemand in daz Closter, noch in den orden nemen, er sey denn achczehen iare volkumelich alt, vnd der dez von eigener 550 andacht vnd willen begert. vnd gesch.ee, daz sie an iren nuczen ynd renten oder gutern mercklichen zünemen wurden, so solten sie darnoch mer person, die zu der pristerschaft redelich vnd tugelich weren, zu yn in den orden nemen. Wann auch zu diser vnser Stiftunge vnter andern Sachen vaste vns beweget hat, daz wir bestellen vnd versehen möchten, daz das plarrvolg an der Seisorge, an den Sacramenten, Peieilten, Predigen, gutem vorgange, ebenpilde cristenlicher czucht vnd allen geistlichen notdurftigen Sachen wolbesorget, versehen vnd awszgericlitet werden, So ist vnser eigentlicher ganezer wille, daz die Seisorge, alz sie vormals auf einem Pfarrer zu Langenczenn gestanden ist, daz nu dieselben Seisorge vnd alle pferliche recht, gotes dinst vnd erbeit Inwendig dez Closters, der Stat vnd awszwendig in Capellen vnd dorffern, nichcz awszgenomen, furbaz ein probst vnd die gancz Samnung semer brüder auf ire gewissen tun, tragen, awszrichten sullen vnd getrewlich verwesen. Daz auch dise vnser Stiftung dester bleiblicher sey vnd besten muge, So seezen vnd wollen wir, daz der probst vnd der Conuente daselbest dheynerley zehende, hgende guter oder zugehorunge dez Closters, wie die genant sein, vil nach wenig, sullen nach mugen verkauffen, verwechseln, verpfenden, hingeben, in dheinerley weise entpfremden, wie man daz erdencken mochte, nach auch kein leipdinge, zinse, noch gulte zu leiben oder ewigen dingen hingeben oder verkauffen mugen, Ez entstünden in denn sulch grosz notdurftige sache, daz sie dez ye nicht vberhaben gesein mochten, oder mercklichen fromen geschiehen demselben Closter, daz solten sie dennoch nicht thun, nach macht zu tunhabn, sie hetten denn daz vor an den egnanten vnsern herren von Wirczburg oder seinen nachkumen vnd vns, vnser nachkumen vnd erben bracht, vnd vnser gunst vnd eigentlichen willen mit vnsern offenwaren versigilten brifen doruber erworben, sust solt ez kein craft nach macht haben in dheinweise ongeuerde. Ynd wann vnser hercz vnd begirde zu sulcher Stiftung besunderlich auch beweget sein vnd gancz getrawen haben, daz von andechtigem gebete vnd ander gotsdinste wegen, die da von gotes gnaden gesehen werden, vns, vnser herschaffe, Landen vnd lewten von gote merekliclie gnade, trost vnd nücz be- kumen sullen, So ist billichen vnd auch notdurftig, wann man dem allmechtigen gote, dem ewigen liephaber des frides, nicht so wol, alz Im fride vnd stillem herezen gedinen kan, daz wir sie mit friden vnd freyheiten also besorgen, daz sie desterbaz vnd bleiblicher diselben vnser begirde vnd Stiftung vnd willen Volbringen mugen. Daruine so haben wir gefreyet vnd freyhen ewiclichen mit craft diez briefes dasselbe Closter vnd alle seine person, lewte, zehenden, guter vnd habe, alz die vorgenant sein, vnd alle Ir hawszgesinde, für vns, vnser erben, nachkömen vnd Amptlewte ye zu czeiten vnd alle die vnsern, daz wir 551 |lj§ Mliii I . Ipi; nicht, noch yemands der vnsern von Ans oder yemands der vnsern wegen, dheinerley bete, Stewer, Schaczunge, Gastunge, aczunge, fröne, dinste, nach ander beswerunge wie die genant weren vnd sein, von In, iren lewten, Gutern vnd habe nicht fordern, gebiten, noch nemen wollen, nach yemands zü tun in dheinerweise gestaten sullen ongeuerde. Gewunnen sie auch in künftigen o zeiten icht guter, dorauf wir oder vnser erben, nu sie yn wurden, kcinerley zinse, Stewer, bete, fron gehabt betten, dieselben sullen Arnd. wollen wir a r nd vnser erben aikI nachkurnen in denselben rechten a r nd freyheten, alz sie a 'or gewest weren, bleiben lassen vnd keynerley neAV dinst, recht noch beswerung von dez wegen, daz sie zu dem Closter kumen weren, auf sie zihen noch koinen lassen. Wir treiben sie auch vnd die iren vntertan leAvte Ir zehenden A r nd Güte, die vorgeschriben sein, daz sie nicht für a r ns, nach auf Auiser Lantgerichte, Czente, Statgerichte, noch ander a 'nser werltliche gerichte sullen geladen werden, noch verantwurten durffen, Sunder ein igliclier Probst in geistlichen Arnd werblichen Sachen a r or seinem Bischof zu Wirczburg, sein Mitkorherren And bruder vor Im in allen saclien, vnd alle Ir vorgeschriben leAvte vor demprobste oder seinem gewalte in werblichen Sachen allein zu gerichte steil sullen vnd a r erantworten durffen, auszgenomen daz halz vnd hant angeet, darüber sullen sie nicht richten, vrteilen, nach damit zu schicken haben. Wer ez aber, daz von Vergessenheit, vnwissenheit oder wie sich daz fügt, sye, ir lewte oder guter auf a 'nser lantgericht oder ander vnsere gerichte furgeheischen oder geladen wurden, Gebiten wir vnd wollen vesteclichen, daz alle vnser lantrichter vnd andere vnser ricliter, wenn sie dez ermanet werden, mit disem brife Irem Scheinboten oder süst küntlichen, daz sie sye alle wege richtiglicher vnd williglicher an alle gelt a r nd gäbe wider weisen sullen für ein ighchen Probst, alz a 'orgeschriben stet, der auch slewniges rechten helfen schol; Waz aber darüber auf sie erclagt, erfüllet, enstanden wurde, daz sol weder craft noch macht haben, noch In, iren guten oder leAvten keinen schaden bringen ongeuerde. Wer aber, daz ein Probst sawmig Aver dez rechten von den seinen zu helfen vnd daz wissentlich vnd offenlicli Verzüge von seinen lewten, So möcht der clager, der also zu dez probstes lewten zu sprechen hette, dieselben schuldiger beclagen auf Anisern vorgeschriben gerichten, wenn er küntlichen gemachen möchte, daz ym daz recht also wer Aberzogen. Wer auch, daz sie zu sprechen gewunnen zu den vnsern Burgern oder Pawern einem oder mer, A'on dem oder den sullen In Auiser Amptlewte derselben Burger oder Bawem, wenn sie dez ermanet wurden, eines Auiuerzogenlichen rechten helfen, dezgleichen sie auch tun sullen a 7 nd helfen in sulclier weise a t oii den iren, wenn sie des begern a r on in oder fordern. Als wir Arns auch allein zu disem ersten male behalten haben, einen Probst zu welen, alz wir den auch geweit haben, Also geben wir dem vorgenanten Conuent zu Langenczenn der korherren den gewillt, daz sie furbaz ewiclichen, alz oft dez not gescliit, selber vnd allein In ein Probst welen stillen, von vns, vnsern erben, nochkumen vnd den vnsern vngehindert, on alle Widerrede vnd einsprechen, Denselben erweiten zu einem Probste wir vnd vnser erben furbaz hanthaben, schirmen vnd Im behulffen sein sullen vnd wollen, daz er da bey bleibe, nach allem vnserm vermugen ongeuerde; Doch behalten wir vns, vnsern erben vnd nachkumen vnd vnser herschaft, daz wir sullen vnd wollen in werblichen Sachen dez egenanten Closters zu Langenczenn vnd seiner person, lewte vnd Guter getrewer Schuczer vnd Schirmer sein, vnd sie sullen auch keinen andern Schuczer oder Schirmer nemen oder haben in werblichen Sachen, dan vns, vnser erben vnd nachkumen, doch alles vnschedlichen allen obgeschriben freiheiten vnd gnaden. Wann vns auch zu diser Stiftunge vaste beweget hat sulche ordenung vnd geistlichkeit, die wir in dem Closter zu Newnkirchen auff dem Prande gesehen habn, vnd vnser gancz begirde vnd ewige meynung ist, vnd wollen vnd orden, alsuerren daz an vns ist, daz es ewiclichen da zu langenczenn gehaben werden sol in allen denselben guten weisen, forme, ordenung vnd geseczen, alz sie daz yczunt da zu Newnkirchen pflegen zu halten vnd sich dez miteinander verschriben vnd verlubt habn zu haben, daz sich der Probst vnd der Conuent zu langenczenn auch also zu halten verbunden habn, Daruine daz sie merckten vnd schaczten, daz daz gemeine leben sey den gar notdurftig vnd nücze, die gote begern vn- streflich zu dinen vnd die nachuolgen wollen dem leben der zweifboten, auff der werck der hoche lerer sand Augustein seine Regel hat gesaczet, nach der sie gehorsam getan haben, in der verpoten ist, daz keiner, der nach derselben Regel gehorsam hat getan, ichtes eigen nenne, heisse, besieze oder habe, vnd auch daz die gemeinschafte aller guter vnd aufgebunge der eigenschaft, alz sie gehorsam getan haben, mit der liilffc vnd gnade gotes, alz sie die haben angefangen, also haben sie, als sie schuldig sein, die furbaz willen zu halden. Daz aber der feinde vnd besager der bruder icht wicken sehe in den weiez, vnd ein schedelich sate wachse, vnd daz leben brüderlicher gemeinschafte mit der Poszlieit der eigenschafte entstören muge oder vermeligen, vnd daz sie daz vntersten vnd furkömen mochten, alz vil In mugelich ist, in künftigen czeiten vnd Ir Regel in lawterkeit, alz sie vermugen, gelialden mit einer stymme vnd eynigein willen, mit wolbedachtem nnite vnd auch mit Rathe der weisen vnd der geistlichen, haben sie dawider nemlich geseeze, alz hernach geschriben ist, gemachet, gesaezt vnd beslossen. Besunder, so der Probst ire ein liirte ist vnd furer, der sich allen guten werck ein ebenpilde schol erbiten vnd, alz der 70 Bd. VI. 553 czwelfbote sprichet, in Im beweisen, wie die andern schullen in dem hawse gotes leben, Darume, alz sie begeren zum ersten vnd zufördeste an dem Probste, alz an der würczel, die boslieit der eigenschafte abezusneiden, habn sie ge- macliet vnd gesaczet vnd auch wollen, daz kein probst, der yczundt ist oder in künftigen czeiten wirdet, ichcz eigen besieze, oder Im zu eigen dheinerley Guter, ligender oder varnder, die an in geuallen sein erblichen, oder noch an- geuallen schullen, oder Im geben oder gesehencket, oder von Im erczewget wurden, oder wie die an In oder an daz Closter komen, wie die genant oder wez die wert oder notdurftikeit weren, sunder alle sulche güter oder recht, die also an In komen sein oder kumen werden, die schullen werden vnd geuallen dem Closter vnd Ire gemeinschaft, vnd waz sie yczunt haben, daz schol Im vnd den brüdern sein gemein, vnd von den sol gegeben werden yedem nach seiner notdurfte, alz die Regel awszweiset vnd saget. Darnach wolten sie auch vnd haben gesaczet, daz der Probste in aller vorgeschriben weise von seinen brüdern, in welcherley wesen oder wirdikeit die sein oder werden, die posheit der eigenschafte absneide vnd In nichtes eigens lasse, alz sie daz auch nicht haben schullen, noch mit ir dheinem dispensur, erlawb oder verhenge, mit welcherley worten, beschönung oder schein daz gescheen möchte, daz erichtes eigen habe, so der macher der Regel, sand Augustein, dez nicht tun wolte, der sprach, wer eigen liot vnd von eigen leben wil, der bleibet nicht bey mir, noch geweihet wirdet, sunder ich wirde In abetun von der tafeln der geweyhten, Vnd schol Ir keinen helfen, ab Im sulche erlawbung gescliee, ichtez eigen zu haben, Wann, so eigen zu haben, ist wider die Regel, vnd der Probst ist nicht über dye Regel gesaezt, der er sich hat willeclich vntertenick gemachet zu einem mal, sunder vber die schulde vnd übertretunge der brüder, daz er sey ein pawer vnd behalter der gebot vnd ein recher der sunden. Wurde aber der bruder einer funden mit eigenschafte heymelich oder olfenlich, vnd dez vor wurde ermanet zu lassen, vnd püste er dez nicht, so sol er vnsers herren leichnam werden berawbet, vnd ab er an seinen leezten czeiten damite wurde erfunden vnd daz nicht wirdeclich büszet, so sol keine messe für In gelesen werden, vnd schol auch kein begrebnüsz mit den brüdern haben, vnd sein gelt scholl mit Im sein in die verdampnüsse. Darnach, alz sie auch nachuolgen schullen den wercken der cz weif boten, nach Lawte Ir Regel, die erweiten manne vol dez heiligen geistes, die sye saezten über die czeitlichen dincke zu reichen, aber sie wai*en bekümmert mit dem gebete vnd mit dinstlichkeit dez wort gotes, daz sie auch schaden vnd vnnüczlicli anwendung an den gutern vermiden, vnd daz auch der Probst von hilfe, dinst vnd fleisse eines andern dem hawsz vnd dem Closter desterbaz fursehen, vorgesein vnd awszgerichten 554 muge, vncl dem heil der bruder in allen Sachen, geistlichen vnd werltlichen, sicher fleisznlicher vnd freyer awszgewarten vnd alle dise dincke dester vol- kumlicher versehen vnd verwesen muge, alz er auch sust schuldig ist zu tun, So habn sie gesaczt, daz ein ielicher Probste mit willen des bessern teiles seines Capitels einen fursichtigen, getrewen, fromen vnd vnuerlewmten man awsz iren brudern erwel zu einem gemeinen Schaffer vnd eynnemer aller fruchte, czinse, velle vnd alle schulde Ires Closters. In derselben eynnemung scliol in nicht der Probst, nach yemand der bruder hindern mit worten, nach mit wercken, nach yemand von Iren wegen, heymlich oder offenlich, in dheinerley weisz in argem liste, oder zu schaden dem Closter. Derselbe also geseczte schaffer vnd eynnemer alles, daz er eynnimet oder eingenomen hat, vnd alle andere amptbrnder dez kelers, der cleider, der bucher oder ander guter, darüber sie geseczt sein, alz die regel gepewt, nach geheische, schickunge, ordenunge vnd geböte dez Probstes, oder wer seinen gewalt hat, wenn er nicht daheim ist, nach notdurfte, nucze vnd durffen der bruder vnd dez Closters, oder sust von ander redelicher sache wegen, awsz geben schullen, reichen vnd damite getrewlich dinen an alles mürmeln vnd widersprechen. Sie haben auch dar- noch gemachet vnd geseczet, daz der gemein schaffer vnd eynnemer mit allen andern amptbrüdern des Closters vierstünd in dem Jare, daz ist zu yeder g'olt- uasten, dem Probste, dem Dechand vnd dreyen brüdern, die daz Capitel darzu welen scliol, eine redeliche rechuung tliun schullen, Aber in der nehesten Golt- uasten dez heiligen krewczes erhebung schullen sie ierlichen eine gemeine recli- nung thun von allem dem, daz sie eingenümeii haben vnd awszgegeben das gancze Jar, vnd derselben recluiung schrifte vnd sage scliol an dem nehesten tage nach der rechnung gelesen werden in dem Capitel vor dem Probste, dem Dechand vnd allen Capitelbrüdern, daz Ir yeder wisse, wie die nücze, czinse, reute vnd alle velle dez Closters sein awszgeben wurden, vnd ab die icht geniert oder gemynert sein worden, daz sie darnoch in künftigen dingen wissen sich zu richten destersicher vnd versehen. Wer aber der probst zu sulcher czeit der rechnung nicht in dem Closter, so scliol darum die rechnunge nicht ge- sawmet werden, sunder von dem dechand vnd den andern, alz vorgeschriben ist, scliol gehört werden, vnd als schir der Probst in daz closter kumet, so schol er ym heyssen antworten die schläft der rechnung, die selbes lesen vor dem Capitel oder einem andern enpfellien zu lesen, vnd da von mit den brudern reden, daz er der rechnunge klerlich werde vnterweiset, vnd darnoch dem hawse vnd den brudern, alz er schuldig ist, desterbaz vnd sicher wisse zuuersehen. Vnd zu welcher czeit der vorgenante Schaffer rechnunge getut, so mag der Probst mit dem wegern teile seines Capitels denselben davon entbinden vnd 555 einen andern welen an des abgesaczten stat, nach der vorgeschriben weise, vnd welcher awsz den brudern zu dechand, zu Schaffer, Amptmann, zu Pfarrer oder zu uerweser der kirchen erweit wirt, der schol an Widerrede zu stundan demütechch gehorsam sein vnd die purde auff sich nemen vnd den brudern oder der kirchen getrewlich dinen, vnd schol auch Ir keiner, die darzu erweit werden, vor andern brüdern mercklich vorteil haben oder suchen, alz von rechtes wegen. Es schol auch kein Schaffer, Pfarrer, Amptmann für sich be- sunder, an wissen vnd willen dez Probstes, ichtes vngewonlichs Im selber schicken oder schaffen, vnd ob er daz tett, so kumet er in merckunge der eigenschaft. Auch haben sie geseczet vnd geordent, daz der Probst kein heftige sache, alz hernach geschriben ist, an daz Capitel sich anneme, oder handel entlich vnd beslisse, oder mercklich vnd köstenlich gepew thü oder mache, oder sein eigen Insigel oder seiner prelatur iclit anhahe, in welcherley verpint- niisze oder schulde oder pürge werde, oder iclit cleinot der kirchen oder dez tisches versecze oder verpfende, für sich oder einen andern, es were dann, daz er iclicher vorgeschriben sache dicz geseczes, wenn die zu thun were, dez ganczen Capitels oder dez rneren vnd wegern teiles offenlichen willen darüber hab, Vnd schol auch nicht für sich besunder vnd nicht in den gescheiten dez closters ichtes entlehen vnd gemeineclich kein schulde machen, mit hinterliste dem Closter zu schaden. Sie wolten auch mer vnd habn gesaczt, daz ein yeder Probst in dem refenter esze, in dem Slafhawse eine czelle halte, vnd dar Inne wone vnd mit den brudern slaffe, daz er, als ein hirte über seine herte rnüge gewachen, vnd daz auch die brüder von seinem wandel vnd löblichem leben, die cleynmütigen getrost, die tregen gereiczet vnd die mutwilligen mit czuchte werden getwungen; liette er aber ein czymlich vnd redeliche sache, die weile die sache werte, so mag er von dem Slaffhawse vnd refenter sein, er schol aber nymer einen eigen koch oder besundern vnd eigen amptmann haben, sunder in allen Sachen scho] er ym heissen versehen, dinen vnd reichen von den gemeinen ampten der samnunge, alz sein wirdekeit czymmet vnd wesen, ersameclichen nach vermugen des closters; Er schol auch kein Jaghunde oder vogel haben, nach seinen brüdern zu haben gestaten. Vnd wie wol daz alle vorgeschriben artikel vnd gesecze nahent gar Ir regel secze, kurczlich alz sie sprechen vnd auch daz gemeine recht die bestetig, So geuil In doch, daz die in Schriften anderweiten vnd daz mit bewerten Insigeln bestetigten, daz sie die bereit vnd beyeinander vnd siecht hetten, daz sie die ofte sehen, lesen vnd handelten, die desterbaz behüten vnd von sulclier mcrer bestetigung vnd ge- czewgniisse der gelawb vnd begir In würde gemert, die zu halten. Das aber alle vorgeschriben gesecze vnd ordenung, die von Irr beleibung vnd inerunge 556 geistlicher czucht mit fleisse wolbedechtlich vncl bestetigt vnd mit gelübden vernewet ist, icht in vergesnüsze kume, iren seien zu schaden, Darume so haben sie gesaczet, daz ein yeder Probst in allen gemeinen capiteln dise ge- secze selbes lese oder einen andern von worte zu worte lesen heisse, vnd alle bruder vnd yeden besundern ermane, gebite vnd die vngehorsamen darzu tvvinge, alle die gesecze vnd stücke, als vil die yeden angehören vnd berüren, genczlich vnd vnuerrücket daz zu halten, Wann der Probst ledigen vnd vollen gewalt hat vnd macht, nach lawte der Regel vnd der gesecze, alle vnd yeden bruder besundern zu straffen, nach lawte der gehorsam, die sie Im haben getan, vnd schuhen die brüder in keinerley weise gefreyet noch ledig sein von allen vorgeschriben Sachen wegen von der gehorsam, die sie dem Probst getan haben. Das aber alle vorgeschriben sache vesteclicher vnd heftiger gehalten werden vnd nicht abegee, So haben sie gesaczte, alz der gegenwertig Probst mit gelobten hantgeben trewen vnd worten vor seinem Capitel, dem üechand, an stat dez ganczen Capitels gelobt hat, bey seiner gehorsam, die er vormales getan hat, daz er getrewlichen, fleiszeclichen, ongeuerde vnd argelist alle dise artikel halten wolle. Also schullen alle zukünftige Probste vnd yeder besonder daz alles geloben, alz schire er erweit wirf, vnd dez ermanet; Wolt er aber dez nicht tün, So sol Im kein bruder gehorsam thünvnd schol keinen gewalt haben in ewszern dingen vnd gutern des closters; vnd ab er sich darnach zu andern Sachen kert, ee er daz gelube tette, so sol er verlisen alle seine recht, die er von der welunge hette gehabt, vnd schol Im auch das Capitel seiner welung keine briue, nach geczewgnüsse geben. Wer aber, daz der Probste einer, der daz geliibt hette, dez heiles seiner sele vergesse, vnd einen oder mer artikel der vornemsten vnd mercklichsten breche vnd nicht halte, des nicht geschee, So schuhen die bruder von dem Capitel In fruntlich vnd rechtlichen ermanen, das er daz halte, alz er gelübt hate vnd verpunden ist, vnd ab er nicht wil, so inugen die bruder daz vns, vnsern erben vnd nachkamen verkünden vnd fur- bringen, vnd auch Irem Bischöfe zu Wirczburg, daran der Probste, bey der busse seines vorgetanen gelubes, sie in keinerley weise hindern schol. vnd wir, vnser erben vnd naclikumen schuhen vnd wollen helfen den brüdern, das der Probste daz halte, als er verschriben ist; Desgleichen schuhen vnd wollen wir einem yeden Probste helffeil, daz alle obgeschriben sache auch von den brudern werde gehalten. Also haben auch alle yczunde capitel bruder disem Probste gelobte, als vil, daz sie oder Ir yeden anrüret oder anruren wirclet in zukünftigen czeiten, alle vorgeschriben sache also zu halten, vnd habn mit ganczem Capitel beslossen, daz kein brüder in zukunftigen czeiten in das Capitel schol genuinen werden, er liab dann also genczlich, alz vorgeschriben ist, 557 gelobt, zu halden. Vnd das dise vnser Stiftunge, gnade vnd freiheit In allen iren Stucken, Pünekten vnd Artikeln von vns, allen vnsern Erben vnd nachkomen gancz Stete vnd vnuerrucket bleiben vnd ewiclich gehalten werden, Darume so haben wir vnsere Insigele zu warer bestetigung vnd bekentnüsze an disen brieff lassen hencken, Der geben ist zu Codolczpurg, Nach gotes geburt vier- zehenhundert vnd in deine Newnden Jare, am nehesten Mentag vor vnsers herren Auffarttage. (Driginal im lönigl. -Ükir. |hmuinjialardjiuc |n Bamberg. Anh. das grosse Bracken-Siegel Burggraf Johann 3 s (s. bei Nr. CCCCXCIX.). das hier abgebildete grosse väterliche Heiter - Siegel Burggraf Friedrichs (Vergl. T. IV. fin. u. T. V. Nr. CLIII.) und das Alliance - Siegel seiner Gemahlin Elisabeth von Baiern (s. bei Nr. DXXXIV.). DR 7 : Die Burggrafen Snjjnnn uiitr intbridj fn Miiriibcrg litiirknkn bit lisiijiifluij MrjbtirgisdjE Itkiitigwtg iljrEr Unsttörtiftmig }\i l'anjpjtnn. 18. Mai 1409. Johannes et Fridricus Dci gracia Burggrauii Nurembergenses, gerinani, presencimn tenore, pro nobis nostrisque futuris p oster itatibus et heredibus, publice recognoscimus et profitemur, quod cum reuerendus in christo pater et dominus, dominus Johannes Erbipolensis Episcopus, Ecclesiam parochialem in opido nostro langenczenne predicte dyocesis, qne ad presens Reetoris regi- rnine destituta et per clericum secularem hactenus extitit gubernata, Cuius hucusque progenitores nostri et nos Collatores et patroni extiterunt et existe- bamus, cum iuribus et pertinenciis suis vniuersis, ad preces nostras instantes, desiderio nostro feruenti, quod dudum ad hoc habuimus, preambulo, in regulärem erexerit ecclesiam, ipsius statum secularem hucusque seruatum in regulärem conuerterit et transmutauerit obseruanciam, circa hec certa iuri consona et racionabilia statuendo, prout hec in literis ipsius domini Episcopi predicti plenius continentur, quorum tenor de verbo ad verbum sequitur et talis est. „In nomine sancte et indiuidue trinitatis amen. Johannes Dci et Apostolice sedis gracia Episcopus Herbipolensis, Ad memorianS rei sempiternam. Pastoralis officii nobis crediti debitum exposcit, vt, cum uota secularium principum Illustriumque yirorum ceterorumque Christi fidelium ad ea, que religionis aug- mentum et diuini cultus magnilicuin respiciunt incrementum, aspirare conspi- cimus, ipsa sollicitudinis nostre et efficacis cooperacionis studiis pro viribus prosequamur. Sane pro parte Illustrium principum Johannis et Fridrici, ger- manorum, Burggrauiorum Nurembergensium, domine Elgsabeth, dicti Friderici Conthoralis, nobis exposito recephnus, Quod tarn felicis recordacionis quondam Fridericus Burggrauius, progenitor Johannis et Friderici predictorum, quam eciam ipsi, zelo fidei orthodoxe moti, in opido ipsorum langentzenne, nostre dyocesis, deuocionem populi crescere et diuinum cultuin in eure animarum sollicitudine, sacramentorum administracione, verbi dei predicacione, horarum canonicarum ac laudum dei frequentatione, verbo pariter et exemplo edifica- cione, ac in singulis aliis, que ad christianam diseiplinam pertinent, ipsorum temporibus, pro dei laude viuorumque et mortuorum salute, salubriter angine] 1- tari, totis eorum desideriis affectantes, Ecclesiam parochialem in eodem opido Langentzenne sitam, cuius ipsi patroni existunt, per clericum secularem hactenus regi et gubernari solitam, ad presens vero Rectore orbatam, pro tanto in cul- tus diuini augmentum ac religionis et discipline Christiane dignum incrementum iarn diu desiderarunt et feruentibus animorum conatibus cupiunt in regularein transforinari, Et Canonicos reguläres ordinari in eadem; Et qnia pro parte ipsorum nobis deuocius extitit supplicatum, Quatenus in huiusmodi eoruin piis desideriis cum ipsis benigne concurrere, ac ea per nostre sollicitudinis Studium exaudicionisque et adimplecionis officii auctoritate nostra ordinaria effectui mancipare curaremus, Cum dicta ecclesia in redditibus habundet adeo, quod redditus huiusmodi sibi pro dote et plurimorum fratrum in ea instituendorum seu recipiendorum sustentacione sufficere minime dubitaretur: Idcirco nos Johannes Episcopus antefatus huiusmodi ipsorum uota, prehabitis inter nos ac cum venerabilibus nobis in Christo dilectis Decano ac capitulo Ecclesie nostre deliberacione et tractatibus diuersis, tamquam racionabilia et laudabilia ex- audienda et ad finem seu effectum desideratum decreuimus producenda. Ad honorem ergo, laudem et gloriam omnipotentis dei beateque marie virgin is genitricis sue, in cuius eciam honore dicta ecclesia specialiter dedicata dino- scitur Ac tocius curie supernorum, eandem ecclesiam parochialem in langen- tzenne, ut premittitur, uacantem, cum omnibus et singulis Juribus et pertinenciis suis in regulärem erigimus et reparamus, Ipsiuspue statum secularem, in quo hucusque extitit, in statum regulärem ordinamus, conuertimus et transmutamus, Et eciam de cetero cum omnibus et singulis rebus, bonis et Juribus suis, que in presenciarum habere dinoscitur et-in futurum sibi modis iustis fuerint acquisita, nomine , tytulo, libertatibus et priuilegiis Monasterii seu ecclesie Canonicorum regularium ordinis sancti Augustini nuncupari et gaudere debere, censemus auctoritate nostra ordinaria, de consensu et uoluntate Ottonis de Miltz decani Balthazaris de Mösspach, prepositi Onolspacensis, dicti loci Archidyaconi, ac prefati Capituli nostri, in dei nomine per presentes, Juribus tarnen Episcopahbus et Archidyaconalibus nobis et ipsi preposito Onolspacensi, vt Archidyaconi loci, Semper saluis, Volentes eadem auctoritate et decernentes, quod exnunc in antea in ipsa ecclesia in langentzenne recipiantur, assumantur et degant persone regulärem vitam ducentes et regule beati augustini, vt Canonici reguläres, in- scruientes, ac quod sie reeepti e tassumpti pro tempore sub obediencia prepositi, quem super se habeant, conventualiter et in cominuni viuant et morentur altis- sima in horarum Canonicarum iuxta formam et conswetudinem ipsius ordinis decantacione, animarum cura, fideli sollicitudine ac in aliis, ut premittitur, de- bitum in ordine suo impendendo famulatum; Et quod ista prima vice dumtaxat persona habilis et ydonea per dictos Burggrauios eligatur, per nos in prepositum prefate ecclesie instituenda seu preficienda, que, postquam sie fuerit instituta, 560 tot in ipsa ecclesia recipiat seu assumat in Canonicos reguläres et in fratres eiusdem ecclesie, sicut prefatis Burggrauiis et sibi ad presens. expedire vide- bitur, Et pro quibus, omnibus deductis oneribus ipsius, ecclesie sufficiunt facul- tates futuris deinceps temporibus, preposito dicte ecclesie, quociens opus fuerit, per congregacionem seu conuentum, vt iuris est, libere eligendo Confirmacionis beneficium a nobis recepturo, Curam eciaui animarum et reghnen populi prefati loci in prepositum et conuentum, postquam inibi fuerint, vt predicitur, instituti, ex nunc predicta auctoritate transferimus seu transfundimus, Sicut cura et reghnen talismodi per vnum de fratribus conuentualibus ydoneum eiusdem ecclesie prepositum, pro tempore nobis ac successoribus nostris pro commissione eure, ac preposito Onoltzpacensi, vt loci Archidyacono, pro investitura obtinenda, tociens, quociens opus fuerit, presentandum, Ad prepositi tarnen et c-onuentus predictorum nutum remouibilem, actualiter exerceatur, Qui, eure exercio eo modo prefectus, ad Synodum veniat nostraque et dicti prepositi Onoltzpacensis, tamquam Archidyaconi sui, mandata salubria et honesta reuerenter suseipiat et lideliter exequatur, Cui nichilominus per prepositum adiungi possint ex fratribus ipsius ecclesie certi socii ad hoc ydonei necessitate exigente. Prefati quoque Johannes et Fridericus Burggrauii pro se et successoribus suis nobis promise- runt, quod dictam ecclesiam seu Monasterium in langentzenne et prepositum ac fratres in eo ponendos et pro tempore existentes pro posce et nosce (sie!) in personis, bonis et rebus uolunt et debent defendere et manutenere Ac in iuribus et libertatibus suis quesitis et acquirendis tueri et conseruare, Nichilque iuris alias in illis sibi retinere uel vendicare, neque thalhis, muneribus, exaccio- nibus, steuris, hospitalitatibus, seruieiis uel grauaminibus aliis quibuscunque eos bona sua uel ipsorum homines agrauare, seu quantum in eis est et erit ab liiis (sie!) agrauari permittere, uel sustinere quouismodo. In quoruin omhium et singuloruin premissorum robur et testimonium sigillum nostrum vnacum Capituli nostri ac Balthazari prepositi, veluti Archidyaconi loci, predictorum Sigillis presentibus est appensum. Et nos Otto decanus totumque Capitulum, neenon Balthassar de Massbach, Canonjeus, prepositus Onoltzpacensis, tamquam Archidyaconus in Ecclesia Herbipolensi dicti loci, recognoscimus publice per presentes, Nos ad premissa omnia et singula nostrum consensum et assen- sum, vt premittitur, adhibuisse, Ideo, in Signum et testimonium liuiusmodi con- sensus, Sigilla nostra vnacum Sigillo reuerendi in Christo patris ac domini nostri domini Johannis Episcopi Herbipolensis supradicti presentibus sunt ap- pensa."*) liuiusmodi igitur translacionem, conuersionem, transmutacionem et erectionem ratam habebimus et gratam habemus, ipsamque in suo robore deo auxiliante illibatam obseruabimus, et defendimus (sie!) eciam in personis et 71 Bd. VI. 561 bonis predicti Monasterii et tuebimur et sine omni, ut premittitur, grauamnie conseruemus (sie!) et faciemus conseruari sine clolo et fraude et absque vara. In quorum omnium et singulorum euidens robur et testimonium Sigillnm nostri fratris, prescripti Burggrauii, quo nos Johannes Burggrauius antedictus ac vice vtimur, presentibus est appensum. Datum et actum Herbipoli, Sabbato post festum Ascensionis domini, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Nono. Snkntiftsbtirjj brs Snrggraftjjnmä Himberg. ") In dem bei Ussermann, Episc. Wirccb. Cod. prob. pag. 97 sq., abgedruckten Bischöfl. Consens folgt hier noch das Datum desselben: Datum et actum Herbipoli, sabato post festum Ascensionis Domini, anno Domini millesimo quadringentesimo nono. DV. Inrggraf Jnekidj firäsentirt km lisdjaf unn Bär^nrg kn fktcr Jmljof, ab Ersten gräbst jtt !biijp)Emi. 19. Mai 1409. Reuerendo in christo patri ac domino, domino Johanni Episcopo Herbi- polensi, seu eius Yicario in spiritualibus generali, Fridericus dei gratia Burggrauius Nurembergensis Reuerencie quitque poterit et honoris. Cum pridem Ecclesia parochialis in langenezenne, ad nostram et progenitorum nostrorum collacionem et praesentacionem ratione dominii nostri spectans, regimine rec- toris per mortem domini Burkhardi de Seckendorf, nouissimi rectoris eiusdem, pastorali solacio existat destituta, ipsaque ecclesia in Monasterium ordinis saneti Augustini Canonicorum regularium, pro salute nostra et progenitorum nostrorum, auetoritate vestra ordinaria sit transfusa atque translata, vosque nobis ius presentandi et eligendi prepositum in dicto Monasterio pro hac prima duntaxat uice gratiose reseruastis : Idcirco uobis Magistrum Petrum ymhofe, Canonicum regulärem predicti ordinis in Monasterio Neuenkirchen, bamber- gensis dioceseos professum, etatis mature et scientia preclara in sacerdocii ordine constitutum, quem ad hoc habilem et ydoneum fore credimus, vobis pro preposito perpetuo dicti Monasterii nouiter instituti et plantati presentis, de consensu sui prepositi et conuentus, presentamus vestre paternitati, hurni- liter supplicantes, quatenus eundem Magistrum Petrum in dicta prepositura confirmare ipsumque nichilominus de cura et regimine predicti Monasterii, prout ad vestruin spectat officium, investire dignaremini, administracionem dicti Monasterii in temporalibus in animain suam coinmittendo, adhibitis ad 5G2 hoc soleinpnibus debitis et consuetis. in cuius rei testimonium sigillum nostruin praesentibus est appensmn. Datum Anno domini Millesimo Quadringentesimo nono, dominica infra aseensionem domini. tDrigitwl im lönigl. Buir, ^rnuiitfinlardjiuc ;u InmbErg, mit anh. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. DVI. iurggriiitidjBS Crtbitin für hu, burrij kn lisdjaf )it Sförjlrarg, als prallst }i\ Btangciiinm jti inatstiraiku prtcr Jinjjnf. 29. Mai 1409. Reuerendo in christo patri et domino, domino Johanni dei gracia Epis- copo herbipolensi, seu eius in spiritualibus vicario generali, Fridericus eadem gracia Burggrauius Nurembergensis Sincere dilectionis affectum, cum optacione salutis. Ad Ecclesiam parochialem in Lanngenczenne, vestre dyoceseos, va- cantem per obitum pie memorie Burckhardi de Seckenndorff, vltimi eiusdem ecclesie possessoris dum superstitit in humanis, cuius presentatio siue Jus- patronatus ad nos racione nostri dominii drnoscitur pertinere, Honorabilem et Religiosum \ innn dominumPetrumlmlioffe, Magistrum in artibus etBaccalareum in deeretis, nec non professum Monasterii sancti Michaelis in Newnkirchen, or- dinis beati Augustini Canonicorum Regularium, Bambergensis dyoceseos, quem eciain a venerabili patre domino Wolframo preposito Monasterii antedicti postu- lauiinus, qui quidem, nostris instantibus in ea parte supplicacionibus annuens, licenciam et facultatem ad subscripta tradidit et concessit, propter multiplicia sue probitatis et virtutum merita, eandem ecclesiam per sue persone regimen sperantem in domino suseipere incrementa, vestre paternitati de eadem Ecclesia pro Rectore perpetuo instituendum et inuestiendum presentamus, tamquam ydoneum, per presentes Supplicantes humiliter et attente eidem vestre paternitati, quatenus prefatum dominum Petrum de dicta Ecclesia tamquam verum eiusdem ecclesie Rectorem instituere dignemini et auctoritate ordinaria In- uestire, Curam animarum et Regimen populi ecclesie sepedicte regendum eidem in suam animam committentes, Adliibitis ad hoc sollempnitatibus debitis et consuetis. Datum Onolczbach, Anno Millesimo Quadringentesimo Nono, Mensis Maii die vicesima nona, nostro sub Sigillo. (©rigtnnl im Imtigl. Bnir. iprooinjißlardjiut jn lambtrg, mit anli. Burggräfl. Wildemanns - Siegel. 563 DVD. Inrggraf Sfljjami p lürnktrg atrpfänht nn ifnns Smtnpgriintr #d]lD55 JranktttliErg, Idjcninndj, lnterölsnit) i\t 4. Juni 1409. Wir Johanns etc., Bekennen etc., das wir recht vnd redlichen schuldig worden sein vnd gelten sullen vnsern liehen getrewen hansen czwercken- gruner, kathrein seiner elichen hawsfrawen vnd allen Iren erben zweitausend güldein vnd dreyhundert guidein guter alter Reinischer güldein, die gut sein an gold etc., die wir In beczalen sullen czu lichtmesse, die schierst kompt, czu Eger oder czu kempnaten, oder czu Nüremberg, In der dreyer stete einer, wo sie wollen, 011 Iren schaden ongeuerde. Geschehe dez nicht, waz sie dez schaden nemen vnter cristen oder vnter Juden, mit nachreisen, zerung, oder botenlon, wie sich der schade machet, der redlicher vnd gewonlicher schade were, desselben schaden sullen vnd wollen wir sie genczlichen richten vnd beczalen ongeuerde. vnd clez zu merer Sicherheit haben wir obgenanter Johanns Burggraf! zu Nüremberg eingeseezt, vnd seezen auch ein In craft diezs briefs, dem obgeschriben czwerckengruner, seiner elichen wirtin vnd allen Iren erben vnser Slosz franckenberg vnd Sivarczach vnd nidern Olsnicz, Hawendorff vnd DroscZienreibt, mit forsten, dieselben forste sie Innhaben sullen, als andere Ampt- leut die vormals Inngehabt haben ongeuerde. Auch sullen sie die dorffer alle miteinander Innhaben, mit gerichten, frön, ezrnsen, weysaten vnd mit allen eren, nüczen vnd rechten, dheinerley auszgenomen, dann daz halszgericht. vnd ob das slozz franckenberg verlorn würde von vnglückes wegen, daz sie doch getrewlichen, als ander Ir eigen habe, bewaren sullen, das sol dem obgeschriben hansen czwerkengruner vnd allen seinen erben keinen schaden bringen an Irern egeschriben gelt. Auch ob der obgenant zwerckengruner icht verpawet an dem liawsz czu franckenberg mit vnserm wissen, oder vnser Amptleut, daz notdürftig were, daz sullen wir In wider beczalen ongeuerd. Auch haben wir In eingeseezt zu einer merern Sicherheit Nidern Preyszwicz, Tobersicz, Seybotenrewt, Wernsrewt, Hartmansrewt den hofe, den fürezhoff da der Puhelman vffsiezet, vnd Glaczdorff die czwen hofe, vnd dieselben dorffer vnd guter sullen sie auch Innhaben mit gericht vnd frön vnd mit getreyd- czhisen vnd mit pfeningezinsen vnd mit allen eren vnd nüczen, keinerley auszgenomen, dann daz halszgericht. Auch haben wir In gelazzen die VI tagwerck wismaez vnter der pleydmül. Auch sol In der krewtel fischer vnd der Conczel 504 fisch er alle dinste reichen; ob sie dez nicht teten so haben sie volle macht, sie darumb czu pfenden. Auch haben wir In gelassen dez alten Castners hawsz mit allen gemechen, die weyl wir Im sein gelt schuldig sein. Auch mag der vorgenant hans zwerckengruner, sein hawsfraw oder alle Ir erben Prennholczs lassen füren Ir notdürfft aus vnsern forsten, dahin sie geweiset werden, daran sol sie dheiner der vnsern Irren vnd krencken. Auch wollen wir In francken- berg vnd alle vorgeschriben güter vertreten vnd versprechen, als ofte in des not geschihet. Auch sol der vorgenant Zwerckengruner, seine hawsfraw vnd alle ir erben l'rey vnd ledige siezen czu Beyerreute an alle beswerung, vnd sul- lcn auch ein sichers geleyt haben, sie vnd Ir habe vnd wer in irer koste ist, czu Beyerrewte vnd in allen vnsern landen vnd gepieten ongeuerde. Auch sullen vnd wollen wir dem obgenanten hansen czwerckengruner, kathrein seiner elichen hausfrawen vnd allen Iren erben daz gelt, das wir In schuldig sein, bey vns nymands verpieten lassen mit dheins herren böte, noch mit dez pabstes briue noch pan, noch mit keinem geistlichen noch werblichen rechten, daz vns mochte gefrumen vnd In geschaden on alles geuerde. Auch sullen wilden obgenanten hansen Zwerckengruner, sein elich hawsfraw vnd alle Ir erben getrewlichen schuczen vnd schirmen, als ander vnser diener, die weil sy vnter vns sein ongeuerde. wer disen briff Inn hat mit dez hansen Zwerckengruner vnd mit seiner elichen liausfraw kathrein willen vnd wort etc. vnd dez alles czu merer sicherheyt, so haben wir In czu vns czu bürgen geseezt vnser übe getrewe, die hernach geschriben sten. vnd wir, dieselben hernachgeschriben bürgen, Bekennen mit einer gesampten haut vnuerscheidenlichen, daz wir recht bürgen worden sein, für den obgenanten vnsern gnedigen herren, vmb die II M. vnd III C. guidein vnd vmb alles das, daz an disem briff geschriben stet; Auch geloben wir, dieselben bürgen, pey vnsern guten trewen, also ob sie uff die nechsten lichtmesse beczalt würden (sie!), wenn wir dann ermant wurden, so sol vnser Iglic.her von stundan einsenden einen knecht mit einem pferde genEger, gen kempnaten oder genNuremberg, czu einem offen wirte, das sie vns hinbescheiden etc., ut In forma. Ob auch der bürgen einer oder mere abgingen etc., vt in forma. Ob diser briff nas, locherecht oder malig wurde etc., ut in forma. Auch bekennen wir, burgermeister, der gancz Rate vnd die gemeine czu Beyerrewt, das wir recht bürgen worden sein mit einer gesampten hant vnuerscheidenlichen, für den obgenanten vnser gnedigen herren, gen dem obgenanten zwerckengruner, seiner elichen hausfrawen vnd gen allen Iren erben, vmb solicli summe guidein vnd vmb alles daz, daz an dem briffe geschriben stet, vnd geloben auch wir Burgermeister, der gancz rat vnd die gemeine bey vnsern guten trewen, ob der vorgenant hans zwerckengruner, sein elieli hausfraw oder ir erben nicht beczalt wurden vff die nechsten lichtmesse, so sullen vnser drey dez rates einreiten mit dreien pferden gen Eger, gen kempnaten oder gen Nüremberg, czu einem wirt, wo sie vns hin bescheiden, vnd sullen aus der leistung nicht komen, es sey In dann haubtgelt vnd Scheden beczalt. die weil auch diser briff eines oder mere gancze Insigel hat etc. Auch sullen vnd mugen wir obgenanter Johans Burggraue zu Nüremberg In dem obgenanten Ampte vnd sunderlichen in allen dorffern vnd gutern, die vorgeschriben sten, stewre fordern vnd nemen, vngehindert vnd on einsprechen dez obgenanten zwerckengruner, seiner elichen hausfraw vnd aller irer erben, czu glich vnd recht mechtig sein, darczu wir sie schuczen vnd dapey behalten sullen In aller masz, als vorgeschriben stet angeuerde. So sind dicz die bürgen: wir, die genanten der rate vnd die gancze gemeine der stat, czu Beyerrewt, fridrich von Auffses, ritter, Nickel von koczaw, Jorg Trautenberg, fridrich plassenberger, hans von waldenrode, ritter, Hans von Auffsesz, Jorg von kindsperg, Heinrich von feiltsch, Peter gros czu Trockaw, Peter groz zu zeilenrewt, Virich von waldenfelsz, Jorg von Planckenfels, fricz Goczfelder, hans her von feiltsch der Jung vnd hans von Streitperg. Actum Piassemberg, feria tercia ante festum Corporis christi, Anno MCCCCIX". (ßtmeinbndj Inrggrnf lujjanu's III. dviii. . IBisdjöflidj MrjbnrgisdjEr (Consniü kr fcdjrtilmng ttlidjer Eiiiiknrgisdjcr Irlp, als Mttljmii kr Inrggriiiin (ßlisaktji. 9. Juni 1409. Wir Johanns von gotes gnaden Bischoff tzu Wirtzburg, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem briue gen Allermeniglichen. Als der Hochgeborn Purste, vnser liber Herre vnd freunt, Her Fridrich, Burg graue tzu Nüremberg, mit Rate, gunst, willen vnd worte des Hochgeborn Fürsten, seines lieben Bruders hern Johansen Burggrauen tzu Nüremberg, vnd auch nach irer beder Rete Rate, der Hochgeborn Fürstin frawen Elzbethen von Beyern, vnser liben frawen, seiner liben Gemaheln, für iren wydem vnd tzugelt vermacht vnd beweyst hat Funff vnd tzweintzig Tawsent guidein irer heimstewer, Funff vnd tzweintzig Tawsent guidein irer Widerlegung vnd tzwelff tausent guidein irer Morgengabe, 566 alles vngerisch guidein, vff sulchen Steten, Sloszen, merkten, dorlFern, leuten vnd guten, In der weyse vnd masze, als das der briue awszweyset, der von worte tzu worte hernachgeschriben stet also : *) das das obgenant Beweysen vnd vermechtnüsse mit vnserm willen, wissen vnd verhencknüsse tzugangen vnd geschehen ist, vnd Bekennen auch der egenanten vnser liben frawen, frawen Elzbethen von Beyern der ege- nanten FunfF vnd tzweintzig Tawsent guidein Irer heimstewer, Funff vnd tzweintzig Tawsent gülden irer Widerlegung vnd Czwelfftausent guidein irer Morgengabe vff sulchen lehen vnd guten, die von vns vnd vnserm Stiffte tzu lehen geen, In aller der weise vnd masse, als das der obgeschriben briue vsz- weyset vnd saget, recht vnd redlichen mit Crafft vnd macht ditz briues, als das volkumenlichen In vnserm lehenbuch geschriben stet, Doch mit beheltnusse vnser vnd vnsers Stiffts rechten vnd gewonheiten, die wir doran haben on- geuerde. Czu Vrkund ist vnser Insigel gehangen an disen briue. Vnd wir Ott von Miltze, Techand, vnd das Capitel gemeinclichen des Stifftes tzum Tum tzu Wirtzburg, Bekennen auch offenlichen an disem briue, das das alles auch mit vnserm wissen vnd willen geschehen ist. Czu Vrkunde ist vnsers Capitels Insigel auch an disen briue gehangen, der geben ist In dem Jahre, als vor- geschriben stet, am Suntag nach vnsers herren leichnamstag. Bibiinirtc Capie brs ^SloasEttlm'ger Irdjiuts. *) Hier ist die unter Nr. CCCCXCIIT. mitgetheilte Burggräfliclie Witthums-Verscnxeibung transsumirt. DIX. Burggraf Saljnnn tibrrlnsst hs jMjlnss Bkin-^icgnifdii %mp\ tum #itd) aintinnnnsuuisc jii pfank. 1(3. Juni 1409. Wir Johanns etc., Bekennen etc., das wir schuldig worden sein vnd gelten sullen vnserm liben getrewen Ileinczen von gicli, kungunden seiner eliehen wirtin vnd allen Iren erben zweyhundert Reynischer lantwerung, die er vns gutlichen gelihen, genczlichen awszgericht vnd beczalt hat. von denselben II C. guidein wir Im Jerlichen zu Zinse geben sullen vnd wollen XXV guidein ye vff sandt Michaelstag des selben Jares. die obgenanten II C. guidein sollen vnd wollen wir Im oder seinen erben gutlichen wider richten vnd beczalen 567 von dem scliirst körnenden sandt peterstag kathedra über ein ganczes Jare zu Bamberg in der stat vnuerczogenlichen, on alle Ir Scheden ongeuerde, üarvmb wir Im eingesaczt haben vnser Slosz Zigenfelt genant, das er Innen haben sol vnd mag In Amptmansweysze, So lang bis wir In des obgeschriben geltes richten vnd beczalen, mit sampt den zinszen, ob der icht bestanden werden, darczu wir Im III sümmer korns kulmnacher masse von Alasenn kästen zu zwernicz geben stillen vnd Avollen a t 1T dicz Jare zu sandt Jacobs tag ongeuerde. Auch ist beredt worden, das heincz a r on Gieh obgenant an dem selben Slos XXX guidein verpawen sol, doch nach rathe a 7 nd erkenntnüsz vnser getrewen, herren Eberhart krempeis vnd Gonczen von Aufses, derselbigen XXXgüldein stillen Avir obgenanter Burggraue Johanns Im XV guidein wider geben an dem pawe. wer auch, das vns das genant Slos Zigenfelt abgesprochen vnd abgeteilt Avurde mit rechte, Ann wem das geschee, In disem Jare hie zwischen aukI sandt peters tage, so sullen Avir geleich avoI bestellen, das heincz Ann gich das dicz Jare bis auff sandt peters tage kathedra genant Innen haben vnd dor Innen beleiben, a r nd sullen In dann darauff richten a -nd beczalen In obgeschribner Aveysze And masze ongeuerde; wurde Ans das aber mit rechte nicht abgeteilt, so sol er mit seinem gelte bey Ans beleihen von sandt peterstag kathedra scliirst körnend über ein ganczes Jare, als obgeschriben stet. Auch oh das slosz Zigenfelt heinczen von gich, oder Aver disen briff Innen hat, angewunen wurde, das sie doch getrewlichen bewaren süllen, So süllen Avir In getreAvlichen darczu beliolfen sein, das In das Avider ein werde ongeuerde. And nicht alles das gehalten And genezlichen a T olfurt wurde, das vor vnd nach an disem briff ge- scliriben stet, avcs dann der oftgenant Ann gich, sein eliche wirttin oder sein erben des schaden nemen mit zerung, botenlon, oder Avie sich der schade inecht, das redlicher, gewonlicher And Angeuerlicher schade hiesz And were, denselben wir In mitsampt dem hawbptgelte richten And beczalen sullen And wollen, als obgeschriben stet, on alles geuerde. Aver auch disen briff Innen hat mit Irem guten wissen, willen vnd wort, der hat alle die recht, zu manen And zu fordern In aller Aveysze vnd masze, als heincz von gich, kungund sein eliche wirttin, oder sein erben, den Avir auch gleicher weisze verpünden sem süllen ongeuerde. des alles zu merer Sicherheit haben wir dem dickgenanten heinczen von giche, kungunden seiner elichen wirttin vnd Iren erben Anuerscheidenlichen zu Ans zu bürgen gesaczt vnser Rethe And üben getrewen: Mertein forczschen, Ritter, Gonczen von Aufses vnd Jorgen Ann kindsperg, mit solichen gedinge: ob nicht alles vnd iglichs besunder, das In disem briffe begriffen ist, genezlichen volfurt vnd gehalten Avürde, so haben sie volle macht vnd gut recht, die obgeschriben bürgen manen zu leisten, vnd wenn die Ann In ermant werden mit boten, 568 briffen, zu haws, zu hofe oder vnter awgen, So sol Ir keiner die leistung auff den andern verczüien, Sunder Ir igliclier besunder noch der ersten monunge sol einen knecht mit einem pferdt gen Bamberg In eines offen wirtes hawsz, dorein sie von dem dickgenanten von gich, seiner elichen wirttin oder seinen erben geweyst werden, schicken vnd stellen vnd dor Innen ligen vnd leisten, nach gastes recht, so lange bis das alles geschieht vnd volendet wirdet, das In disen briffe geschriben stet. Ging aber der bürgen einer oder mer abe von todes wegen, oder von dem lande fure, wie das geschehe, so sullen vnd wollen wir In Je einen andern als guten vnd gewissen, an des abgegangen stat, seezen In einem monet, nachdem wir des ermant werden von In, oder die bestanden bürgen sullen so lang leisten, bis das verbürgen geschieht ongeuerde; ging aber der leistn knecht oder pferdt eins oder mer ab, oder sich verleisten, so sol der bürge, des der knecht oder pferdt gewesen were, von stundan einen andern knecht oder pferdt an des abgegangen stat In die leistung schicken, wir wollen auch vnser obgenanten Bürgen von diser burgschafft on Ir Scheden gütlichen ledigen vnd loszen. vnd wir obgescliriben bürgen bekennen, das wir also williglichen bürgen worden sein, vnd alles das gancz, stet, vnczurbrodienlich halten wollen, das an disen briff von vns geschriben stet ongeuerde. vnd des alles zu Urkunde haben wir obgenanter Burggraue Johanns vnser Insigel, vnd vnser bürgen auch obgenant Ir Insigel an disen briff lassen hencken, der geben ist zu Flassenberg, des Sontages nach Yiti, Anno etc. Nono. igctntinbnrii Inrggrnf jiotwnn's III. DX. 23. Juni 1409. Hans von Meiental der Elter bekennt, daz im Burggraf Johanns bezalt hat zwanzig Gulden an seinen Zinsen, die er empfangen von Mertein Frumesser zu Beyerstorff. Datum dominica ante Johannis Baptiste, Anno etc. Nono. ißrijjinnl im 3R. 33. JJrouinfialnrdjiur jtt Inmbtrg. Ebendas. eine ähnliche Quittung des Hans Krel vom 3. Mai 1408. 72 Bd. VI. 5G9 DXI. Ins löniglidjE lofgcriii}} *Etjt Vit IBnrggrufen |n liinilirrg in lutigcuuiljr ilirrs SÄissnisdjcn irliES. 28. Juni 1409. Wir Engelhardt Herre zu Winsperg, des Allerdurchleuchtigisten Fürsten vnd Herren, Herrn Ruprechts von Gotes Gnaden Römischen Künigs, zu allen Zyten Merers des Richs, Hoffrichter, beckennen und tun kunt offenbar mit diszem Brieff, das wir des iztgenannten vnszers Herren des Künigs und des heiligen Richs Hoffgerichte besessen haben zu Heidelberg In der Burg vff diszen Tag, als dieszer Brief gegeben ist. vnd das die Hochgebornen Fürsten und Herren, Herr Johann und Herr Friedrich Burggraven zu Nürnberg vf die Slosse Oelsznitz, Voytzsperg, Ahdorff. Widersperg, Tierstein und Tyerscheim vnd vf alles, das darin vnd darzu gehöret, Es seye Ilerrscheffte, Mannscheffte, Lehenscheffte, Wiltpene, Czolle, Geleyte, Landtgerichte, Gerichte, Münze, Vogtye, Geistlich und Werntlich, Merckte, Dörffere, Wylere, Erbe, eygene, Lehen, Pfandtscheffte, Czinsze, Gülte, Rente, Czehenden, Heuszere, Hove, Eckere, Wiszene, Weide, Hölzere, Wassere, Weyere, Wunne, Weyde, Lute oder Gütere, besuchts und unbesuchts, nichtz vszgenommen, als das von dem heiligen Riehe zu Lehen rüret, von dem Hochgebornen Fürsten seeliger Ge- dechtnüsze, Herrn Wilhelmen Marggraffen zu Meihsen und Lantgraven in Döringen, Renn Oheim, vor zyten gegeben und darnach von des obgenannten vnszers gnadigen Herren des Römischen Künigs Vorfarn an dem Riehe, mit Namen Künig Wenzlaw, und ouch dem itzgenannten vnszerm gnedigen Herrn dem Römischen Kunig gnediglichen verliehen ist, vmb zweytusent Marcke Golds, minner oder mere, vnd ouch vf alle und ygliche eigene Gütere und Habe, Es seyn Stete, Slosse, Merckte, Dörffere, Wylere, Herrscheffte, Lehenscheffte, Wildpene, Czolle, Geleyte, Lantgerichte, Gerichte, Vogtye geistlich und werntlich, Erbe, eygen, Lehen, Pfandtscheffte, Czinsze, Gülte, Rente, Schulde, Czehenden, Golde, Silber, Münze, Gute, Heuszere, Hove, Eckere, Wiszene, Holzere, Wassere, Weyere, Wunne, Weyde, Lute oder Gütere, varndte oder liegendte Habe, besuchtes und unbesuchtes, nichtz vszgenommen, die Sy von Erbes wegen von dem egenannten Marggräff Wilhelm seeligen, Iren Oheim, vferstorben und angefallen sind, vmb viertuszent Marcke Goldes, minner oder mere, vor dem obgenannten Hoffgerichte so verre erclaget haben, das In Anleyte daruf zu tunde erteylet warde, als recht ist, vnd das sie 570 darnach durch den Vesten Hanszen von Mengerszreuter Irem Anleyter, dem das von des vergenannten Hoffgerichts wegen zu tund gebotten was, Als desselben Hoffgerichts recht ist, Yf die vorgenannten Slosse, Stette, Merckte, Dörffere, Lute, Gittere und Habe und ouch uf alle Abgeschrieben Stücke vmb die vorgenannte Summe beede angeleytet sind, als recht ist, Als das vor uns In dem vorgenannten Hoffgerichte mit deszelben Hannszen offen versiegelten Brieffe vf dem Eyde recht und redlich bewiszet ist, als recht ist, und das ouch darnach die vorgenannten Herr Johann und Herr Friedrich solch Ire Anleyte vi" den vorgeschrieben Slossern, Stetten, Merckten, Dörffern vnd andern Stücken recht und redlich ersessen haben, mere denn Sechs Wochen und drey Tag, das dy nyemandt vorsprochen oder verantwort hat, als des vorgenannten Hoffgerichts recht ist, Als das ouch alles vor vns In demszelben Hoffgericht redlichen fürbracht vnd bewiszet ist, als recht ist. Wann nu darumb den vorgenannten Herrn Johann und Herrn Friedrichen die vorgenannten Schlosse, Stette, Merckte, Dörffere, Lute, Gutere und Habe vnd ouch alle vnd ygliche vorgeschrieben Stücke, besuchte und unbesuchte, für die vorgenannte Summe beede an dem vorgenannten Hoffgerichte mit rechter Vrteyle zugeteilet sind, und Sy ouch der mit rechter Vrteyle in nuzlich Gewere gesezet sind, als recht ist, Also, das Sy die erclaget, erlanget, ervolget und erwunnen haben sollen, das kein Laugen fürbasz mer dafür gehören soll, und das Sy die ouch furbasz mere angreiffen, innemen, Innehaben, nyessen, besezen, entsezen, verckouffen, versezen oder hingeben vnd damit tun und lassen mügen, was In füglich ist, als mit andern Iren eigentlichen Guten, on allermenniglichs und eins yglichen Hindernusse, Irrunge und Wiedersprechen, Als Adel und als lange bisz In die vorgenannte beede Summen genzlich und gar gericht und bezahlet sind: darumb, von des obgenannten Auiszers Herren des Künigs GeAvaltes und Hoffgerichtes wegen, sezen Wir ouch In Krafft diesz Brieffs dieszelben Herren Johann und Herrn Friedrich in nuzlich Gewere derszelben Slosse, Stette, Merckte, Dörffere, Lute, Güttere und Habe vnd ouch aller und iglicher vorgeschriebener Stücke mit allen und iglichen Iren Zugehörungen, besuchten und unbesuchten, und gebieten ouch darum, von desselben unszers Herren des Künigs Gewaltes und Hoffgerichts wegen, allen und iglichen Fürsten, geistlichen und werntlichen, Graven, Freyen, Heren, Rittern, Knechten, Lantriclitern, Richtern, Burggraven, Vögten, Amptleuten, Burgermeystern, Schelfen, Reten und Gemeinden vnd allen andern, den dieszer Brieff fürckommet, by des Heyligen Richs Rechten und gehorsamkeit, ernstlich und vestiglich mit dieszem Brieff, das Sy den A r or- genannten Herrn Johann und Herrn Friedrich und den Iren zu den vorgenannten Slossen, Stetten, Merckten, Dorfferen, Luten, Gütern und Haben und ouch allen 72* 571 / und iglichen obgeschrieben Stucken und Iren Zugehörungen, besuchten und unbesuchten, ernstlich und vesticliclx beholffen sin und Sy ouch daby getru- hchen hanthaben, schüzen, schirmen und geruhch bleiben lassen, Als viel und als lange, bisz In die vorgenannte beede Sume genzlich und gar gericlrt und bezalet sint; wann, wer des nicht thut, so das an In gevordert wird, zu dem oder den wirt man darumb richten, als des egenannten Hoffgerichtes recht ist. Ouch ist den itzgenannten Herrn Johann und Herrn Friedrich mit rechter Yrteyle erteilt worden, Was Sy und Ire Helffers (sie!) in den vorgenannten Iren erclagten und ervolgten Stücken allen und iglichen und Iren Zugehorungen also tun oder tun werden, dasz Sy daran nit freveln oder missetun wieder das heilige Riehe, noch wieder keinerley Gerichte, geistlichs noch werntlichs, Landtfriede, Landgerichte, Stetgerichte, Fryheyte, noch Gewonheyte, noch wider kein ander Dinge in dhein Wisze, vnd ob ymantz hinder In daruff erclagen oder ervolgen würde, das In das kein Schade daran sin solle, In werd dann verckündet, was recht ist, und das man In ouch zu Schirmern darüber geben solle, was Sy be- gern. Mit Vrckundte diesz Brieffs, versiegelt mit des vorgenannten Hoffgerichts anhangenden Insiegel, Geben zu Heidelberg, Nach Crists Geburt Vierzehnhundert Jahr und darnach in dem Nunden Jare, des nechsten Freytags nach sandt Johanns Baptistae Tage. Reinhard, Beiträge z. Hist. d. Frankenlandes, Th. I. S. 57 ff., als Transsumt, in einem Kohigl. Hofgericlitsbrief d. d. Constanz, 22. Februar 1415. Vergl. Nr. CCCCLXXXIV. DXII. 6. Juli 1409. Conrat Flurstet, der hochgeboren Fürsten und herren, hern Johansen und hern Fridrichs Burggrauen zu Nüremberg, Amptman auf ir Bürge daselbes, tut kunt, daz für in kam in gericht Eberhart Fleininck von buch und Concz Koler von Snyglingen, und bekanten, daz sie Recht und redelichen verkauft und zu kaufen geben haben Michel Pfragner und Margreten seiner Fliehen wirtin dez Hofman Schreyners gut zu Snyglingen gelegen. Geben an dem Samstag vor Kiliani, nach Cristi geburt virzehenhundert iar vnd in dem Newnden Jare. (Üirigiiinl im (ßmnaniscijcn i-Xluscuin ju Itttnberg. 572 DXIII. 1 k Burggrafen )it lürnkrg gcuiiiljrrii km Iilusttr iHinkirdp am Irak freie Ifalpkng im lörnherger lialk. 15. Juli 1409. Wir Johanns vnnd Friederich, Gebrüder, von Gottes gnaden Burggrauen zu Nürmberg, Bekhennen Für vnns, Ynnsser Erben vnnd Nachkhomben, vnnd thuen Kundt öffentlichen mit diesem Brief vor Allermenniglichen, Das wir durch Gottes Ehre, vnnser, aller vnser Vorfahren vnd Nachkhomben Seele Trost vnnd Seeligkheit vnnd auch von besundernn Gnaden, gunst vnnd guetem willen, damit wir zw dem wirdigen vnserm Lieben Geuattern, Herrn Wolfframb Probst vnnd der gantzen Sammunge des Clusters zw Neunkhirchenn genandt auf dem Prandte, Sanct Augustins Ordten, genaigt sein, Mit wohlbedachtem Muethe vnd guetem Ratlie demselben Probst, seinein Closter vnd allen Ihren Nachkhomben, für vnns, alle vnnser Erben vnd Nachkhomben, die Ereyhait, Genadte vnnd Hilf gethann haben, vnd auch die Ilm thuen vnd geben In Graft, dits Brieffs, zw dem, alls Sie vormahls Inn vnserm wählte bey Nürmberg gelegen Recht haben auf Pfanndt, das Sie fürbass mehr Ewigkhlichen gewählt vnd macht sollen haben vnd recht, Inn demselben vnserm Wählte Pfanndtfrey, ledig vnnd lose, ohn alle hindernusse vonn vnnss, vnsern Erben vnd Nachkhomben vnd allen denn vnsern, Prennholze, Zimmerholz, oder welcherley Holze das sey, das Sie Inn dem obgenanten Ihrem Closter bedürffen, von Stock hawen, nemben vnd furenn mügen oder führen lassen In aller der masse, als sie vor auf Pfanndt gethan haben vnd bedürffen, vnns, noch ltheinem vnserm Ambtman, Förster, Forstkluiechte oder Jhemandts anders von vnser, vnser erben vnd Nachkhomben vnd der vnsern wegen, von solches hawens, nembens vnd führens wegen nichts geben, noch dauon schuldig sein, aussgenomben den Förstern, denn sie von Ihres alten Rechtens wegen In denselben vnsern waldt schuldig sein zu geben vnd auch geben sollen Jherlichen auf weyhenachten Ein halbes Sümeren Waitz Nürmberger Mass ohngeferdte. Darumb gebiethen wir vnd Haissen Ernstlichen alle vnser Ambtman, Förster, Forstkhnecht vnnd alle die vnsern, das Sie den Ehegenanten Probst, Sein Chorherrn vnnd Brüeder vnd alle Ihre Nachkhomben desselben Closters Bey solcher vnnser Ereyhait, gaab vnd gnaden, Pleiben vnd der gerücheigklichen Niessen vnnd die Besitzenn lassen vnd die daran nicht hindern, noch kheinen Einfahl vnd Anspruch thun oder machen ohngeferdte, alls viel sie vnnser Yngenadte, Zorn vnnd vnwillen 573 Fliehen wollen vnntl vermeiclten. vnd das auch demselben Probst vnd seinen Ehearenanten Chorherrn Bruedern vnd allen Irenn Nachkliomben zu Neun- o khirchen dess Closters, solche vnnser freyheit, genadte, gaab vnnd guiiste von vnns, allen vnsern Erben vnd Nachkliomben vnd allen denn vnsern gentz- hchen vnd gar Ewigklilichen gehalten werdte vnd pleibe, gebenn wir Ilm zw vrkhundte wind gantzer Sicherheit diesen Brief, versiegelt mit vnsern anhangenden Insiegeln, Der geben Ist zu Bayerssdorff, am Montag nach Sanct Margarethen tage der lieyligen Jungfrawhen, nach Christi vnsers Lieben Herrn Geburth Yierzehenliundert Jliare vnd darnach In dem Neundten. (fiynpialhtirij bts Inmtagtr ißiadjnfs Slbttrijt ttmi Stertljtiin. Yerg'l. d. Königl. Bestätigung unter Nr. DXLIX. DXIY InrggröflidjEr ddjinnliritf fiir hie 3ukn }\\ Mrustatit an kx lisd]. 18. Juli 1409. Wir Johanns von gotes gnaden etc. bekennen etc., das wir haben ein- genomen In vnsern schucz vnd schirm die Juden, die da yczunt gesessen sind zu der Newenstat an der Eysche, vnd die dahin noch furbas vnter vns dar- czihen, also, das sie vns zinszen vnd dienen sullen, ir iglicher, der sein eygen koste hat, vnd vmb gesuche leihet, der sol vns raichen vnd czinszen all Jare Jerhchen auf das mynnest X gülden Reymischer, nüremberger werung, halb auff sandt Merteinstage vnd halb auf Walpurgis, vnd doruber sullen wir sie nicht besweren, nach nymant hengen, nach gestaten, der sie beswere, nach mit leihen, nach mit geben sie, nach all Ir gesinde, nach mit keinen Sachen, des sie beviltt angeuerde. Auch sol die obgenanten Juden nymant uberzewgen, nach ubersagen vmb keinerley saclie, die man zu In zu sprechen hat, wir noch die vnsern, Es sey dann mit zweyen erbern Juden vnd mit zweyen erbern Cristen, die Ir veindt nicht sein, vnd die sullen auch offe n l iehen sagen, das die Juden zugewart sein, die man do anclagt, vnd sullen auch nicht anders gerecht werden, dann vor vnserm richter zu der Newenstat, vnd der sol nider siezen an das selbig gericht der Schephen zwen vnd einen gesessen Juden, die sullen das vrteil vinden. Auch sullen vnser Juden, die gesessen sein zu der Newenstat, oder die noch darezihen werden, das recht von vns haben, wenn Ir einer oder mer nicht lenger belanget oder wil hintter vns siezen vnd wonen, So 574 mügen sie von vns zihen, varen, vliessen, zegen, wie sie wollen, bey tag oder bey nacht, mit vrlawb oder 011 vrlawb, sie vnd Ir gesinde von all Ir habe, daran süllen wir sie nicht hindern, doch also, das yglicher Jude oder Judinn Ir gewonliche versessen Zinsze vormals genczlichen vnd gar gericht vnd ge- weret haben. Ist dann sache, das sie begern geleites von vns oder von den vnsern, des sullen wir In geben funff meyl von der Newenstat, In weihe gegeilt sie müten ongeuerde. Auch sullen wir oder die vnsern In Ir schulde beholfen sein einczunemen, als vil des bedurffen. Auch mügen vnser Juden leihen auff allerley pfandt, 011 das zu der kirchen gehört, on das das nit nazz nach plutig gewant ist vnd on Rohe tuche. Auch sol dise ohgeschriben vnser gnade vnd freyung weren vnd besten von data diczs briffs über II gancz Jare on alles geuerde. Datum In Nouaciuitate, feria quinta ante festum Marie Magdalene, Anno etc. Nono. iltmriitbnrij Sntggraf 3m(jaiin'a III. DXV Dil lirdjcniilkgcr j\\ Himiinrg ncrkaitfni mint Badj5-^ins an Burggraf Jritkid]. 20. Juli 1409. Ich Götz Hafner vnd Chuntz Hüls, zu den Zeitten Gotshawspfleger saut, Jacobs Pfarkirchen zu Abenberg, veriehen vnd bekennen offenlich mit dem Hrieflf, für vns vnd alle vnser nachkomenden Gotshausmaister, daz wir mit wolbedachten muth vnd Rat recht vnd redlich verkaufft vnd zu kauffen geben haben dem erbergen vesten Ritter Hern Wirich von Treutling, an der Zeit Pfleger zu Swobach, an vnsers genedigen Herren stat, Hern Friedrichs Burck- grave zu Nürenberg, ein Pfunt wachs, dass alle Jor jerliclien zu Zinnse geuiel auz einem acker gelegen zu dem Kamerstain, genant der Schenckelacker, an daz obgenant Gotshaus. daz selbe wachs haben wir gegeben vmb Vir Gulden Reinisch werung, der wir gantz vnd gar bezahlt sein on alle Scheden, vnd daz an des egenanten Gotsliauss nutz vnd fromen gelegt haben, vnd schullen auch fürbaz ewiglich wir oder vnser nachkomen von des obgenanten Gottshaus wegen nach der genanten Gült vnd Zinnsen nymermer keinen Zuspruch gewinnen, noch haben, weder mit Recht noch on recht, geistlich oder weltlich, in keynerley weyse 011 geverde. vnd verzeihen vns vnd datz egenant Gottshaus 5/5 aller recht doran, die wir oder datz Gottshauss je gehabt haben zu dem Zinse, gantz vnd gar ongeverde, vnd schulten auch in vnsern genedigen Heren vnd sein erben des weren, vertigen vnd vertreten vnd mit dem rechten versprechen an allen steten vnd Gerichten, wo in vnd als offt es not geschieht, ob ez vndert aussprech würd mit recht, von vnsern oder des obgenanten Gotshauss wegen, als denn Lantsrecht vnd Gewonheit ist ohngeuerde. vnd des zu einen waren vrkund vnd merirn Sicherheit, So geh wir vorgenante Gotshauss-Flieger sant Jacobs Pfarkirchen zu Abenberg, für vns vnd all vnser nachkomen, dem ege- nanten vnserm genedigen Herren vnd seinen erben den Brief, versigelt mit der Stat zu Abenberg anhangenden Insigel, daz sie durch vnser 11 nissiger Pet willen zu einer waren Gezeugnuss an den Brief gehangen haben, der stat on Schaden, geben do man zalt von cristi gepurt Yirzehenhundert Jor vnd darnach in dem Neünden Jar, an dem nechsten Samtztag vor sant Maria Magdalen Tag. Hibimirte (Capit im H |Srottmjialard)ttte ja Bamberg. DXYI. inwlft nnii Jrrimibnrf, gm rinn ÄöJjrcn r atrhnnft an Burggraf jFricbridj dniter fit Ipfjcnrtk, Iguljcim mib (Dknibmi 23. Juli 1409. Ich Arnolt von Seckenndorff, genant von Meren, Bekenne, für mich vnd alle mein erben vnd Nachkumen, vnd tun kunt olfennlichen mit disem brief allen den, die In sehen oder hören lesen, das ich recht vnd redlichen verkawfet vnd zu kawfen geben hau dem Hochgebornen fürsten vnd herren, hern fridrichen Burg grauen zu Nuremberg, meinem gnedigen herren, meinen teil an dem zehende zu Hoheneck auf dem berge vnd alle meine recht an dem koppenpühel, Bawm- garten vnd eckern vmb hoheneck gelegen vnd an des vorcheimers haws zu Ypsheim vnd der Knülerein gute zu Oberndorff, Im, dem egenanten forsten vnd herren Burggrauen fridrichen, seinen erben vnd Nachkomen zu haben vnd zu ny es seil mit allen rechten vnd nüczen, die darezu gehören, wie das alles genant ist, besucht vnd vnbesucht, niclites awszgenomen, fürbas ewiglichen. Vnd gelob In des zu weren Indermasze, als ich das Innen gehabt vnd herbracht lian. Vnd ich obgenanter Arnolt von Seckenndorff verezeihe mich auch für mich, mein Erben vnd Nachkumen des alles vnd aller der rechten, die wir daran haben oder gewynnen mochten, lewterlichen, Also das wir, noch yemandes von vnsern 576 wegen darnach nymmermer dheinerley ansprach, clage noch forderunge thun, noch gehaben sullen furbas ewiglichen, alles ongeuerde. Mit yrkunde diczs briefs, versigelt mit meinem anhangendem Insigel, Geben am dinstage vor sant Jacobs tage, Nach Cristi vnsers lierren geburt vierczehenliundert Jare vnd darnach Li dem Newnden. dDriginnl iin Künigl. laiv. ^rnuinjinlartiiiur jn lambtrg. DXYII. 27. Juli 1409. Conrat Flurstet, der hochgeboren Fürsten und Herren, Hern Johans und Hern Fridriclis Burggrauen zu Nilremberg, Amptman auf ir Bürge daselbes, tut kunt, daz für in kam in gericht Ylreich Forchtel, bürger zu Nüremberg und Heinrich Bischof, bürger zu werde, und bekanten, daz sie ein gleichen Wechsel getan haben zu werde vmb zwo wisen. Geben an dem Samstage nach Jacobi, nach Cristi geburt virzehen hundert vnd in dem newnden Jar. ©riginul im (Imncmiadira Änsrnm jn Jtiinteg. DXYIII. 29. Juli 1409. Fricz von Zupplingen bekennt, daz im Burggraf Fridrich für ein auf dem Zug gen Lanshut abgangen Mayden 50 Gulden bezalt hat. Geben an Montag nach sant Jacobztag, Anno MCCCCIX. (Drigtiml im -Ennigl. Inir. ^rantnjialnttjjint jn Irnberg. DXIX. Inrggraf Iriekidj nnil seine (leinaljlin dlisaketj} nan laiern nerkanfen an kas Slaster pillcnrentti ^eljiiiicn j\ i Iferpersiinrf, Bnt|eniinrf etr. 7. August 1409. Wir Fridrich von gots gnaden Burggraff czu Nüremberg vnd wir Elysabeth von Beyern von den selben gnaden Burggrefinne czu Nüremberg, sein eliche ge- mahel, Bekennen für vns, alle vnsser erben nachkumen, vnd tun kunt öffenleich 73 Bd. VI. 577 mit disem briff allen den, dye in sehen oder hörn lesen, das wir mit wolhedaclitem mut vnd gutem rate vnser rete, durch notdurft vnd pesserm nucz vnss vnd vnser herrschaft, haben recht vnd redlichen czu vrtet vnd einen ewigen kawffe ver- kawffet vnd czu kawffen geben den ersamen geistlichen frawen, Barbarey, pröbstin, vnd dem Conuent gemeinlichen des klosters czu pyllenrewte, vnser frawen schiedung genant, sant Augustins Ordens, vnd allen iren nachkumen vnsern zehenden czu hirperstorf vnd czu uouczendorff vnd den hüben czu ki/rrn- burrj. die darein Czehenden, vnd waz süst darczu gehöret, vnd geben In den yeczgenanten Czehenden mit allen seinen czugehörungen, nüczen vnd gölten, als wir das bisher bracht haben vnd auff vns kumen ist, nichts awsgenomen noch hindan gesaczt, als oben geschriben stet, Also, das sye vnd Ir nachkumen den also mit aller czugehörung für recht ledigs eygen ynne haben, nüczen, nyessen, beseczen, entseczen, verleichen, wenden vnd keren süllen vnd mügen nach Irem pesten nucze vnd frumen, wye sy wollen vnd In aller- peste fügt, an alle yrrung, einsprach vnd bekümernüzz vnser, aller vnser erben, nachkumen vnd menikleichs von vnssern wegen, vnd wir wollen vnd süllen sye des alles weren, versprechen vnd vertreten für lediges freyes eygen, nach des landes czu franken vnd eygens recht vnd gewonheit. vnd haben Iii den vorigen vnssern czehenden mit seiner czu gehörung czu kawffen geben umb Sibenhundert vnd Achczyg güldein Reynischer, dye sie vns berayt beczalt haben darvmb, vnd der wir von In gancz gerichtet vnd geweret sein vnd in vnsern vnd vnser herrschaft merklichen nucz vnd frumen gelegt haben, vnd sagen sie der obgenanten Summe genczlichen quit, ledig vnd lose mit vrkund dicz briefes, versigelt mit vnserm, vnser Gemahein vnd der hernach geschriben vnser Rete vnd liben getrewen anhangenden Insigel, die sie durch vnser bete willen, In vnschedlichen, an disen briff gehangen haben: mitnamen arnolt von Seckendorf aberdar genant, wirich von trewtling, mertein von sawnsheim vnd gorg von sekendorf, ritter. vnd wir yetz genanten bekennen, daz wir vnsser insigel wisentlich zu des obgenanten vnsers gnedigen hern vnd frawen insigehi an disen briete gehangen haben, geben zu Icadoltspurg, am mytwichen vor sant laurentius tag, nach cristus gepurt vierzehenhundert iar vnd darnach in dem ncwnden iare. (®leidj |eitigj Copie im 1.36. ^roniiipnlnrdjtuE p Jliirnbtrg. 578 DXX. ISiEkrkanfs - tleoBrs ks JPranenkln5ter5 pillciircntji über V\t nnin Inrggrafen jFmbndj unb taen (Smnaljlin crbnuftcii üdjnkn. 8. August 1409. Wir Barbara Pröbstin vnd der Conuent gemeinlich des klosters czu Pyllen- rewte, vnser frawen schiedung genant, sant Augustins ordens, Bekennen, für vns vnd vnser nachkamen, vnd tun kunt offenlich mit disem brief. Als vns der hoch- geborn fürst vnd herre, her Fridreich Burggraf czu Nuremberg, vnser gnediger herre, vnd die hochgeboren furstin vnd frawe, fraw Elisabeth von Beyrn, Burg- grefin czu Nuremberg, sein eliche Cfemahel, vnser gnedige frawe, den Czehenden czu lürperstorf vnd czu Wuczendorf vnd den hüben czu 1'urmburg, die darein czehenden, vnd was sust darczu gehöret, czekawffen geben haben, nach lawt. vnd sag dez kawfbriefs, den Wir von In darüber haben, daz Wir mit gutem willen denselben vnserm herren dem Burggrafen vnd vnser frawen der Burg- grelin an dem obgenanten kawffe die frewntschaft getan haben, daz sie, ir erben vnd nachkuinen den egenanten Czehenden mit seinen czugehörungen von vns vnd vnsern nachkuinen widerkawffen mügen, wenn sie wollen, vmb Siben- hundert vnd Achczig guidein Reynischer, gut in gold vnd swere genug an rechtem gewichte, vnd wenn sie vns die beczalen vnd wir der von In gancz gerichtet sein, So sol In, iren erben vnd nachkumen derselb Czehend mit seinen czügeliörungen fürbas von vns vnd vnsern nachkumen wider ledig vnd loz sein, vnd sullen In auch dann den kawfbrief widergeben, alles on geuerd. mit vrkünd ditz briefs, versigelt mit vnsern, der obgenanten Pröbstin vnd Conuents anhangenden Insigeln. vnd darczu haben wir gepetten vnsern getrewen pfleger vlrichen haller, daz er sein Insigel czu den vnsern czu czewgnüzz auch an disen brief gehangen hat, doch Im vnd seinen erben 011 schaden, des ich derselb vlrich haller auch also bekenn. Geben am donerstag vor sant Laurenczen tag, Nach Crists gepurt vierczehenhundert iar vnd darnach in dem Newnden Jare. dkigitial im Sättigt Snir. ^rouinjialordjiac jtt Siitttberg. 73" DXXI. inrggraf jFricbrid] nnö sim femljliit llisahctt] mkukn an hn Dentsdjarkii ^jjnkn )ti Imnatin, Ifaib nntr dErlbadj. 8. August 1409. Wir Fridrich von gotes gnaden Burgcjraff zu Nuremberg vnd wir Elzbeth von Beyern von denselben gnaden Burgreuine zu Nuremberg, sein eliche gemahel, Bekennen für vns, all vnser erben vnd naclikomen, vnd tun kunt offenlich mit disem brief allen den, die in sehen oder hören lesen, das wir mit wolbedachtem müte vnd gutem rate vnser Rete, durch notturfft vnd pessern nütz vnser vnd vnser Herschafft, haben recht vnd redlich zu vrtet vnd einen ewigen kauff ver- kaufft vnd zu-kauffen geben vnserm lieben Oheim Ludwigen Grafen von Wertheim, zu den ziten Lantcomthur dütschs ordens der Baley zu Francken, Bayren vnd Swaben, vnd besunder den gepietigern derselben Baley dütschs ordens vnd allen Iren nachkummen, vnsern zehenden zu Kempnaten, zu Ilaide zu der obernmül, zu der mittelmül vnd zu der vndern mül, alle- drew gelegen an der fürech vnd des pfarres eclter zu Erlpacli, die dorinn zehenden vnd was sust dorzu gehöret, vnd geben in den itzgenanten vnsern zehenden mit allen seinen zugehorungen, nutzen vnd gölten, als wir das biszher bracht haben vnd auff vns kli mm en ist, nichts auszgenumen, noch hindan gesatzt, als oben geschriben stet, Also, das sy vnd ir naclikomen den also mit aller zugehorunge für recht lediges aigen inhaben, nutzen, nyessen, besetzen, entsetzen, verleyhen, wenden vnd keren sullen vnd mugen nach iren pesten nutz vnd fruminen, wie sie wollen vnd in allerpest fügt, an alle irrung, insprach vnd bekümernusze vnser, aller vnser erben, naclikomen vnd meinclichs von vnsern wegen, vnd wir wollen vnd sullen sy des alles wern, versprechen vnd vertreten für lediges freyes aigen, nach des Landes zu francken vnd aigens recht vnd gewonheit. vnd haben in den vorgenanten vnsern zehenden mit seinen zugehorugen (sie!) zu kauffen geben vmb III C. vnd LXXI Reiniseher gülden, die Sy vns berait dorvmb bezalt haben vnd der wir von in gantz gerichtet vnd gewert sein, vnd in vnsern vnd in vnser Herschafft mercklichen nutz vnd frummen gelegt haben, vnd sagen sy der obgenantenSumm gentzlichen quitt, ledig vnd losz, mit vrkund ditz briefs, versiegelt mit vnserm, vnser Gemahein vnd der hernachgeschriben vnser ret vnd lieben getrewen anhangenden Insigeln, die sy durch vnser bete willen, in vnschedlichen, an disen brief gehangen haben: Mit namen Herr Arnolt von Seckendorff, Ritter, vnd Herr Wirich von Trewtling, Ritter, vnd wir, die 580 ytzgenanten Bekennen, das wir vnser Insigel mit guter gewissen zu des ob- genanten ynsers gnedigen Herren vnd frawen Insigel an disen brief gehangen haben. Datum feria quinta ante Laurencii, Anno domini etc. M°CCCCNono. (jCnpialhtidj bei- fflmtädjoitas-dlkinmmiiie ättititog. DXXII. ÄkrIiiswigs-EEöErs ks lEttfsrjittrkns ükr M e im ii Burggraf JrtEkidj imb kssni (®Eiiialjlin crkaitfttii Utljukii j\i Irinnattn, Üfaiii tinb (fBrlbadj. 8. August 1409. Wir Ludweick Graffe von Wertheym, Comtherr des Tewtschen Ilaws zu Nurmberg vnd zu den zeyten lantcomtherr der Baley zu Francken, Bayrn vnd Swaben Teutsches ordens, vnd mit vns der Couentt gemeinklichen des vorgenanten Tewtschen Haws, Bekennen vnd thun Kunt offennlich mit dem brieff vor aller menklichen, für vns vnd alle vnser nachkomen, vmb den Kau ff, den wir getan haben vmb den Ilochgebornen Fürsten vnde Hern, Herrn Fridrichen von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, vnserm lieben Oheim vnd gnedigen Herrn, vnd vmb die Ilochgebornen Furstynne vnd frawen, frawen Elizabethen von Bayern von denselben gnaden Burggrafynn zu Nurmberg, des ob- genanten vnsers Oheims vnd gnedigen Herrn gemaheln, Als von des Zehendes wegen zu Kemenatten, zu Haide gelegen bey Erlbach vnd zu der obern Miil, der Mittel Mul vnd zu der vnd er Mul, alle drew gelegen an der Fiirech vnd des Pfarrers Ecker zu Erlbach, die auch dar In zehenden, vnd was sust darzu gehöret, nach lawte vnd sage dez Kauffbriefes, den wir von In haben, Das wir mit guten willen demselben vnszerm Oheim vnd gnedigen Herrn, dem Burggrafen vnd vnszer frawen der Burggrafyn an dem egenanten Kauffe die Frunt- schafft getan haben, das sie, Ir Erben vnd nachkomen den egenanten Zehenden mit seinen Zugehorungen von vns vnd vnszern nachkomen wider Kauffen Hingen, wenn sie wollen, vmb drewhundert vnd Ein vnd Sybintzig gülden Reini- scher, gutt In gokle vnd swer gnug an rechten Gewichte, vnd wenn sie a us die betzalen vnd wir der von In ganz gericht sein, So sol In, iren Erben vnd nachkomen derselbe Zehenden mit seinen Zugehorungen lurbas von vns vnd vnszern nachkomen wider ledig vnd losz sein, vnd sullen In auch danne den 581 Kauffbrieff wider geben, alles au geuerde. Mit vrkundt ditz brieffs, versigelt mit der obgenanten Baley vnd des obgenanten Tewtschenhawses anhangenden Insigeln, die wir mit Rate vnd wiszen vnszers Ordens offennlich an den Brieff gehenckt haben. Geben am Donnerstag vor sand Lawrentzentage, nach Christs geburt Aderzehenhundert dar vnd dornach in dem newnden Jare. licmcinlmdj ks ■Bnrggrnftljmiis liimtag. Dxxm. Inrggraf irititridj ni ftöraterg rignft k\\ (IProfeti in dttingw ein mm itjm in Idijn riijjrcntres dmt nm <#pirlbcrg. 9. August 1409. Wir Fridrich von gotes gnaden Burggraue zu Nureinberg, Bekennen mit dem prief vor aller meniglich, für vns, alle vnser erben, vnserrer herschaft vnd alle vnser nachkoinen, das wir den wolgebornen vnsern lieben Oheimen, Lud- wick vnd fridrich grauen zu Otingen, geeygent haben an sant Johanns inesz gen spilberg auf der A r esten ein gutlein gelegen am perg zu spilberg. mit liol'stat, garten, Eckern, wisen vnd aller zugehorunge, als das herthoman goltsmit Innen gehabt hat, vnd das von der herschaft von trühendingen zu lehen gegangen, A r nd dieselben lehenschaft auf vns vnd vnser herschaft kummen vnd geuallen ist. vnd eygne in das mit Rate vnd guter wissen, mit kraft ditz priefs, da für sie vns zu widerlegünge Annserm spital zu krewlsheim auch ein. gutlein, das von in zu lehen gegangen ist, geeygent haben. Des zu vrkunde so geben wir diesen prielf, versigelt mit vnserm anhangenden Insigel. Geben am freytage vor sant lawrenczen tag, Anno domini Millesimo Quadringentesimo Nono. düriginni im JFüratl. (ßttingiädjen Irdjuit jtt Bnlltrstcin. 582 DXXIV. Burggraf jFrietrrid] ;n lürnberg bestätigt bic, in liirggräfliiliem lauten, nnii seiner ^djmester Beatrix im II jag nie Belelmnng lerer noii #tarljein(ierg mit ber Beste iBnlkersimrf. 26. August 1409. Wir Fridricli von gotz gnaden Burgraue tzu Nürenberg, Bekennen vnd Tund kunt offenlich mit dem brief vor aller mengclich, für vns vnd alle vnserr erben. Als die vestin wolkenstorf*) genant, mit Irer zugehorung, von vns vnd vnserr hersehaft zu lehen Rüret vnd gett, vnd die von vnserin Bruder vnd vns zü rechtem man lehen gehebt hate Jorg von Dachsperg, Ritter, der die selben obgenanten vestin wolkchenstorf mit aller Irer zugehörung vor der hochgeboren furstynne, vnserr lieben Sioester, frawen Beatrix von Österreich, Casparn vnd gundackhern von Starhemberg gebrüdern aufgeben, vnd dieselben vnser Swe- ster gebeten hate, in die selben vestin an vnsers Bruder vnd vnserr Stat zu lihen, die das also getön vnd in des iren lehenbrief geben hate, das die selb lehenschaft mit vnserm guten willen vnd wissen beschehen, vnd vnserr gnade vnd gunst dartzu geben haben von besunder dancknemer, williger dinst willen, die vns die obgenanten von Starhemberg bisher getön haben vnd furo getün mügen; Doch, daz sie vnd alle ir erben die obgenanten vestin mit aller zugehörung von vns, allen vnsern erben vnd vnserr herschaft furbaz eweclichen zu rechtem manlehen haben vnd entpfahen sullen, als vnserr lehen recht ist, doch vnentgolten vns vnd vnserr lierscliaft an vnserr lehenschaft vnd sunst, mengclich an iren rechten vnschedlichen. Auch sullen sie vns treu vnd gewere sein vnd tun, als lehenlewt irein rechten lehenherren schuldig sein. Czu vrkund geben wir In den brief mit vnserm anhangendem Insigel versigelt, der geben ist zu wyene am Montag nach sant Bartholomeus tag des heiligen zweifboten, Nach Cristi gehurt viertzehenhundert vnd In dem Newnden Jare. (Driginal im 38. 38. 3fmts - unh itnataanjjiuc jtt Wim, mit anli. Burggräfl. "YVildemanns - Siegel. *) Wölkersdorf im Oesterreich. Viertel Unter - Manhardsberg. Vergl. T. VII. unter'in 7. Mai 1412. 583 DXXY ■ptartlidit &nten), j[t dunsten kr Ikrggriiflidp ÜnspritdjE nn ks Itasnisdje €rk. 27. August 1409. Gregorius episcopus, seruus seraorum dei, venerabilibus fratribus Apru- tinensi et herbipolensi ac Bambergensi Episcopis Salutem et apostolicam bene- dictionem. Exbibita nobis pro .parte dilectorum filiorum, Nobilium virorum Johannis etfriderici fratrum Burgraniorum Nurenbergensium petieio continebat, quod cum Castra Olznicz, voiczperg, Ähdorff, widersberg, Tyerstein et Thiershein, cum omnibus in eis et ad ea pertinentibus, nullo dempto, que omnia feudalia bona Imperii Romani existunt, nec 11011 omnia et singula pro- prietates et bona ac res alia, siue ipsa fuerint Opida, Castra, Ibra, ville, villule, dominia, vasallagia feudalia, venaciones, seu feroralia, Tlieolonia, Saluicon- ductus, Judicialia, prouincialia Judicia, Aduocacie spirituales uel seculares, fora, hereditates, proprietates, feuda, impigneraciones, census, prouentus, red- ditus, debita, decime, aurum, argentum, Moneta, domus, Gurtes, agri, prata, silue, ligna, vinaria, spaciamenta, pascua, homines, bona mobilia, immobilia, quesita et non quesita, eciam nullo dempto, que quondam Wilhelmus, dum vixit, eciam Marchio Misnensis et lantgrauius Thuringie, possidebat et tenebat, ad ipsos Burgrauios communiter et legitime iusto titulo spectassent et pertinuis- sent, ac spectarent et pertinerent de iure, ac dilecti filii, Nobiles fridericus et wilhelmus Marchiones Misnenses et lantgrauii Thuringie eadem feudalia bona tunc occupauerant et detinuerant ac detinebant, prout detinent indebite occu- pata, prefatiBurgrauii, eosdemMarchiones super hoc petendo, quod Marchiones a feudahbus bonis huiusmodi amoueri et se in eorum possessionem siue tenutam induci coram dilecto lilio, Nobili \dro Engelhardo do min o dommü vinimontis, Judice Curie Carissimi in christo lilii nostri Ruperti Regis Romanorum Illustris, per eundem Regem ad hoc deputato traxissent in causam, et deinde prefati Marcliiones, ex quodam conficto et insufficienti grauamine, ipsis per dictum Judicem, ut asseruerant, illato, ad sedem apostohcam appellauerunt, ac idem Judex, huiusmodi appellatione, utpote friuola, per eiun refutata, in huiusmodi causa rite et legitime procedens, dictos Burgrauios ad omnia bona huiusmodi induci mandauit, sub certis modo et forma tunc expressis, et subsequenter pro parte dictorum Marchionum nobis fuit expositum, quod huiusmodi omnia et singula bona ad ipsos Marchiones et certos alios tunc expressos certis inodis 584 eciam tunc expressis legitime spectarent et per tiner eilt, quod ipsi ex certis et veris grauaminibus, que eis clictus Judex, ut dicebant, intulerat, ad nos legitime infra tempus debitum appellassent, ac denuo nobis supplicatum, ut eis super hoc optime prouiderc de benignitate apostolica dignaremur : Nos tunc causam appellationis huiusmodi et negocii principalis dilecto lilio nostro Petro, sancte Marie in Cosmedin diacono Cardinali, ad instanciam prefatorum Marchionum, audiendam commisimus et fine debito terminandam, coram quo henricus Gerp- stede, tunc procurator dictorum Marchionum, in iudicio comparens, sue pro- curacionis inandatum pro parte sua in huiusmodi causa exhibuit ac produxit, Et deinde, cum tunc generales vaeaciones per nos in Romana curia indicte et Marchiones absentes ac henricus prefatus recessisset a curia predicta, Nos eidein Cardinali commisimus, ut in causa ipsa procedere et dictos Marchiones per suas patentes litteras portis andiencie causarum palacii apostolici affigendas citare posset, non obstantibus vacacionibus antedictis. Quiquidem Cardinalis, ad instanciam dilecti filii magistri henrici lierolt, substituti per dilectum filium magi- strum wedekindum Salczman, procuratorem dictorum Burgrauioruin, prout ipse wedekindus ad hoc ab eisdem Burgrauiis sufficiens mandatum habebat et eidem Cardinali apud acta cause huiusmodi legitime constabat, coram eodem Cardinali in iudicio comparentes, prefatos Marchiones, ad impugnandum processum dicti Judicis et iustificandum appellacionem per eosdem Marchiones interpositam, ac per alterain partem appellacionem impugnari et processum huiusmodi iustificari videndum, per quasdam suas certi tenoris patentes litteras dictis portis affixas citauit ad certum terminum peremptorimn competentem, In quo dictus henricus herolt, coram eodem Cardinali in iudicio comparens, dictorum citatorum non comparentium contumaciam accusauit et in eoruin contumaciam, ad impugnandum Appellacionem et iustificandum processum huiusmodi, coram dicto Judice acta ethabita in ipsa causa produxit, idemque Cardinalis, ad instanciam dicti henrici herolt, prefatos "Marchiones ad suam in ipsa causa sententiam per quasdam alias suas certi tenoris litteras patentes predictis portis affixas citauit ad certam diem peremptoriam competentem, in qua eodem henrico herolt coram prefato Cardinali in Judicio comparente et dictorum citatorum non comparenciiun contumaciam accusante, ac in ipsorum contumaciam sententiam ipsam ferri petente, memoratus Cardinalis, reputans eosdem citatos, prout erantmerito contumaces, in eoriun contmnaciam visis et diligenter inspectis Omnibus et singulis actis et habitis in causa huiusmodi, de Jurisperitorum consilio, per suam sententiam pronunciauit, decreuit et declarauit, per dictum Judicem bene et rite fuisse et esse processum ac pro parte dictorum Marchionum male, perperam et friuole fuisse et esse appellatum, prefatosque Marchiones in expensis coram eodem 74 Bd. VI. 585 Ii iiilf Cardinali legitime factis condempnandos fore et condempnauit, ipsarum expen- sarum taxacione sibi imposterum reseruata. Et subsequenter predictus Cardinalis, ad instanciam dictihenrici lierolt, sepedictos Marchiones, Ad videndmn taxari ex- pensas huiusmodi,per quasdain alias suas eerti tenoris litteras patentes ipsis portis affixas citauit ad certum terminum peremptorium competentem, in quo sepedicto henricoherolt, coram eodem Cardinali in iudieio comparente et dictorum citatorum 11011 eomparencium contumaciam accusante ac in eorum contumaciam expensas ipsas taxari potente, idem Cardinalis, reputans eosdem citatos quo ad hec, prout erant merito contumaces, in eorum contumaciam predictas expensas in Quadra- ginta Hörems auri de Camera, boni et iusti ponderis, prouida moderacione taxauit, prefati henrici super dictis expensis iuramento secuto, prout in Instrumenta publico inde confecto, ipsius Cardinalis sigillo munito, dicitur plenius conti- neri. *) Cum autem, sieut eadem peticio subiungebat, iidem Burgrauii dubitent, quod ipsi Marchiones sententiis ipsis de faeili parere 11011 curent, pro parte ipsorum Burgrauiorum nobis fuit humiliter supplicatum, ut prouidere eis super hoc de oportuno remedio dignaremur. Nos itaque huiusmodi supplicacionibus inclinati, que super liiis ab eodem Cardinali, prout sunt prouide facta, grata et rata liabentes, fraternitati vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus vos, uel duo aut vnus vestrum, per vos uel alium, seu alios premissa execu- tioni debite demandantes, Ipsamque sententiam ipsius Cardinalis, ubi et quando expedire viderit, auctoritate nostra solempniter publicantes, faciatis eisdein Burgrauiis de predicta florenorum sunnna pro dictis expensis, iuxta prefati in- strumenti eoriuidem condempnacionis ettaxacionis tenorem, plenam etdebitam satisfactionein impendi, Et nichilominus legitimis super hiis per vos habendis seruatis processibus eos, quociens expedire viderit, aggrauare curet, Contra- dictores per censuram ecclesiasticain, appellacione postposita, compescendo, Inuocato ad hoc, si opus luerit, auxilio brachii secularis, Seu, si eisdem Mar- chionibus, uel quibusuis aüis, communiter uel diuisim a dicla sede indultum existat, quod interdici, suspendi uel excommunicari, aut ultra uel extra certa loca ad iudicium euocari non possint per litteras apostolicas, nonfacientes plenam et expressam ac de uerbo ad uerbrnn de indulto huiusmodi mencionem. Datum in Ciuitate austria Aquilegensis dioceseos, Sexto Kaiend. Septembris, pontificatus nostri anno Tercio. Ctanssmtit im Jtiinigl. 3kir. q^ruuinpalarcjiiuc p Bamberg. Vergl. Nr. CCCCXVUI. u. CCCCLXXXIV. *) S. Reinhard, Beiträge z. Hist. des Frankenlandes Tli. I. S. 21 ff., wo sowohl das hier erwähnte Publieations-Instrument vom 23. August 1409, als das Executions- Instrument vom 5. Septbr. 1409 abgedruckt ist. ä 580 DXXIX. Inrggraf JFricbrirf] unb seine (icmajjlm (£ Iis alletil geloben, bns Hastet ^eilsbrnnn, uieldjcm sie eine anooerorbcntlirl)e itcner auferlegten, jjinfnrt nimmer ni besteuern, 9. December 1409. Wir Friderich von Gotes Gnaden Burggrave zu Nürenberg und wir Elyza- beth von denselben Gnaden Burggrevinne zu Nürenberg, sein eliclie Gemahel, Bekennen und tun kunt olfenlich mit disem briete, für Uns, alle unser Erben und Nachkumen, allen den, die in sehen, hören oder lesen, daz wir nu zu disen Zeiten von eigem willen, durch unser merklichen Schuld wegen, in den wir sein, doch mit grossem Missevallen unserr hertzen, Ein Stern-, das ist den zehenden Pfennig, gefordert und eingenomen haben von allen armen leuten unser lieben und andechtigen des Abts und der Samnünge des Closters zu heylsbrunne. und wanne die egenanten unser liebe und getreuen, der Abt, der Convent und ir Gloster zu heylsbrunne und auch ir arme leute dieselben oder sollich Stewr uns deheinnerley weise schuldig sein zu geben, von besonder begnädung und freyheit wegen, die si haben und mit den si begnadigt und gefreyet sein reht und redlichen von Bebsten, von Cristlichen Keyserh und Romischen Kunigen; Darumbe so geloben und geheissen wir bey Unsern fürstenhehen Wirden, daz wir selber, kein Unserr Erbe oder Nachkomen kein solliche Steur furbaz ewiclichen nyemermer von In, Iren armen leuten, noch iren Gütern nicht mer fordern, noch innemen Schöllen, noch wellen in dehey- nerley weise on geverde. mit Urkunde ditz briefes, versigelt mit unsern anhangenden Insigeln, der geben ist am Montag nach unser frauentag Conceptionis, nach Cristi unsers herren Geburt Yierzehenhundert Jar und darnach in dem Neunden Jare. CopiaUjitd) btH HlnstErs Üffilsbrotut. In dem Ankunf'tsbuch des Burggrafthums Nürnberg findet sich dieselbe Urkunde mit dem Datum „Onoltzbach. feria tercia ante diem Lucie virginis (10. Decbr ) Anno CCCC Nono." Vergl. Nr. DXXXIY u. DXLII. 588 DXXX. 11. December 1409. Eberhart, Heinrich und Ludwig von Ernberg, Gebrüder, quittiren Burggraf Fridrich zu Nuremberg über bezalte 206 fl., die er inen järlich auf St. Martinstag zu Gülte zu geben schuldig ist. Datum ferialY. ante Lucie virginis, anno MCCCCnono. ®riginal im liinigl. Bntr. |Sta «mpalaittiuiE ja Bamberg. Ebendas. eine solche Zinsquittung des Horneck von Homberg, Amtmanns zu Uffenheim, über 60 Gulden (27. Novbr. 1409) und des Conrat von Frawnberg über 115 Gulden (11. Febr. 1410). DXXXI. 20. December 1409. Hans von Mittelburg, Vogt zu Hohentruhending, bekennt, daz Clionrat Premier, Castner der Herschafft zu Hohentruhending, im bezalt hat dreyhun- dert gülden, die sein gnediger hehr, her Friderich Burgraff zu Nürnberg, im schuldig war. Geben am Freytag liehst vor dem heiligen Cristtag, anno domini Mille- simo quadringentesimo nono. (iDriginnl im lönigl. Bair. ^rouinjialardjiut ja Bamberg. DXXXII. Im Jahre 1409. Johanns (Burggraue zu Nuremberg) bekennt, daz Hans Forster im gelihen hat fünfhundert Gulden, und setzt im dafür ein sein Stat, Slosz und Ampte zu Crewsen, dieselben er in Amptmansweise innhaben und niessen sol. Actum Piassemberg, in Anno Nono. (icmeiubttcji Burggraf Jajjaim'a III. DXXXIII. Di t ftotit <#tjjinabndj grlubt, rin nun i!n\ mit (tojjmignng Inrggraf jFrirkidj's mib seiner (fenaljlin, ausgesetztes ICeibgcbinge ginirkgilitsrn. 16. Januar 1410. Wir, die Bürgermeister vnd burger gemeinclich arm vnd reich der Stat zu Swobach tun kunt offenlich mit disem brief. von sölicher genad wegen, als vns der hohgeporn fürst vnd herre, herre Friderich Burggraue zu Nürenberg vnd die hohgeporn fürstin vnd fraw, fraw Elyzabeth von Bayren, sein eliche gemaliel, vnser lieber genediger herre vnd fraw, gegünnet vnd ir verhenclmuss dorzu getan haben, daz wir ein leipding verkauft vnd zu kaufen geben haben auz der obgenanten stat Purckhart Eberharten zu den Zeiten gesezzen zu Dinckelspühel, des do ist hundert vnd vier gülden: Bekennen wir offenlich mit disem brief, daz wir gereden, gesprechen vnd vns des verpunden haben gegen den obgenanten vnsern genedigen herren vnd frawen, gereden vnd verpinden vns des in craft dits briefs bey vnsern ayden, die wir in getön haben, daz wir daz egenant leip- geding wider abkauffen sullen vnd wollen 011 alles verezihen von dem nechsten körnenden sant Walpurg tag, der schirst kumet nach datum dits briefs, dornach in dem Vierden Jor. Des zu vrehund geb wir obgenant burgermeister vnd burger arm vnd reich gemeinclich zu Swobach vnserm genedigen obgenanten herren vnd frawen disen brief versigelt mit vnserm aygen anhangenden Insigel, daz wir zu einer waren geezeugnuss aller vorgeschriben sach an den brief gehangen haben. Geben am Donerstag vor sant Anthonien tag, als man zalt von Cristi gepurt virezehenhundert Jor vnd dornach in dem zehenden Jare. ©riginal im liiitigl. lait. prnninfinlnrdjine p Hitrntag. 590 DXXXIY Burggraf Jntöridi tinb srine ctönnaijlin cllisalirfl] gdabrn, bas dtift dbnal^adj, aicldjES ijjntn eine frrimiJligc dfmrr grauijjrtf, Ijinfart nimmer )ii krtmrn. 21. Januar 1410. Wir Fridrich von gotes gnaden Burg graue zu Nuremberg Ynd Wir Elysa- beth von denselben gnaden Burggrefynne zu Nuremberg, sein eliche Gemahel, Bekennen vnd vnd (sie!) thun kunt offennlichen mit disem brief, für vns, alle vnser erben vnd Nachkummen allen den, die In sehen, hören oder lesen. Von sulcher hülfe vnd Stewer wegen, als wir yeczunden von mercklicher vnser not- durffte vnd grosser schulde wegen, darein wir yeczunden k omm en vnd geuallen sein, von vnserm lannde, lewten vnd vntertanen, mit misseuallen vnd bekumer- nüsse vnserr herczen, vordem vnd einnemen sein (sie!), Haben wir vnser lieb Andechtige den Techant, das Capitel, die Corherren vnd die vicarier vnd den Stiffte gemeincklichen vnserr Stat zu Onoitzbach Vns darinnen zustaten kunnnen fleissiglichen gebeten vnd ernstlichen an sie vordem vnd mitten lassen, das sie vns günnen vnd gestaten wolten, von allen iren Armelewten vnd hindersessen den zehenden pfenning zunemen vnd vns also damit zustaten kunnnen. Haben sie angesehen sulch vnser mercklich schulde, ernstlich bete vnd vorderunge, Vnd haben sich von derselben bete vnd vorderunge wegen mit vns geeyniget vnd geseezet, In Stewerweys von Iren Armenlewten vmb Tawsent guldein vns czugeben, wie wol In vnd den Iren das gar swere vnd hertte ist, Wann sie, ir Stillte vnd die iren von besunderr begnadunge vnd freyunge wegen, mit den sie von Bebsten, Keysern vnd Künigen gefreyet vnd begnadet sein, vns von rechtes noch gewonheits wegen, das wir czu In haben, nichtes schuldig zugeben sein, daran wir billichen erkennen siillen vnd mügen ir trew vnd lieb, die sie zu vns vnd vnserr herschaffte haben. Vnd das in künfftigen czeiten wir, alle vnser erben vnd nachkummen gnediglichen gen In vnd Irem Stiffte erkennen sullen vnd wollen, Hierümbe so gereden vnd geloben wir bey vnsern lürsten- lichen wirden, das wir selber, vnser erben vnd Nachkomen, noch sünst nye- mandes von vnsern wegen, von dem obgenanten Techande, Capitel, Stiffte, Corherren, vicariern vnd allen Iren nachkomen vnd von allen iren vnvogtberen lewten vnd guten lurbas in künfftigen zeiten dheinerley Stewer ewiglichen nymmermer einnemen sullen, noch wollen on alles geuerde, Sunder sie, alle 591 alle (sie!) die Iren vnd Nachkomen vnd auch Ire guter getrewlichen seliüczen vnd schirmen sullen vnd wollen gen allermeniglichen on alles geuerde. Zu vrkunde geben wir diesen brief, mit vnsern vnd des wolgebornen vnsers Oheims vnd besunder lieben, hern Albreclits von Hohennloch anhangenden Insigeln versigelt, der das durch fleissiger vnserr bete willen zu den vnsern an disen brief gehencket hat. Vnd wir yeezunt genanter Albrecht von Hohennloch Bekennen, das wir also, von bete wegen des obgenanten vnsers Oheims Burggraue Fridrichs vnd frawen Elysabethen seiner Gemahein, vnser Insigel zu den Iren czugeczewgnüsse, vns vnd allen vnsern erben an schaden, gehangen haben an disen brief, Der geben ist zu Onoitzbach, an sant Agnesen tage der heiligen Junckfrawen, Nach Cristi vnsers herren gehurt Vierczehenhundert Jare vnd darnach In dem Zehenden Jare. ©riginnl im Kätiigl. -Buir. ^roBinjialarrijiiiE jtt Ittiriteg, mit anli. Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's und dem liier abgebildeten Alliance - Siegel der Burggräfin Elisabeth. Vergl. Nr. DXXIX. u. DXLII. sq. DXXXM %i\\\) tum (©icclj quittirl km l'3nrggrufcn Inljaim über 30 (Mkn, kc Itlitrrrr für ijjn an Clin) tum ütfas k^aljlt Imt. 26. Januar 1410. Ich Heincze von Gieche czu den zeiten Amptman czu czygenfelt, Als von solicher Summe dreissig guidein wegen, die ich dem vesten Conczen von Aufifses, meinem liben Oheim schuldige gewesen pin, Bekenne Ich mit disem briue, das mich derselben summe dreissig güldein der liochgeborne furste, herr Johanns Burggraue czu Nuremberg, mein gnediger herre von dem obgenanten Conczen 592 von Auffses genczlichen gelediget hat. vnd darumb so sage Ich denselben meinen gnedigen herren der obgenanten summe guidein, für mich vnd alle mein erben, von solic-her czins vnd gulte wegen, als er mir dann schuldige ist vnd beleibet, mit disem briue quidt ledige vnd lose, die mir auch an meinen czinsen vnd rechnunge 011 alles widersprechen abgeczogen sullen werden, zu vrkunde gib Ich disen briefe mit meinem ausgedrucktem Insigel versigelt, datum am Sontag nach sand Paulstag Behexung, Anno M" CCCC° decimo. (ffitiginol im Bönigl. Bair. ISrotitnjialardjiuE Bamberg. DXXXVI. itirggrnf Snliaiin pt liirnkrg nmoill igt kr Stairt litpngut auf kti M]n iteimiraljtit. 5. Februar 1410. Wir Johanns von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg Bekennen offen- lich mit disem briue, das wir durch besunder gnade vnd gunst willen, die wir zu dem Rate vnd der ganezen gemeinde vnser stat zu leyezingen, vnser lieben getrewen, haben, die selben vnser libe getrewen, den Rate, die gesworen vnd die ganeze gemeine gemeynlichen daselbst gefreyt haben vnd freyen die in Crafte diezs briues also, das sie vns zwischen data diezs briues vnd den nechst- künftigen sande Jacobs tag, von dem selben sande Jacobstage darnach vber drey ganeze Jare stewrefrey siezen vnd dhein stewer geben sullen, noch die von In nemen, noch des ymandes von vnser wegen zu legen gesteen nach ge- staten wollen, heimlichen noch offenlich, an alles geuerde. Des zu vrkunde geben wir In disen briue mit vnserm anhangenden Insigel versigelt, der geben ist zu plassemberg, am Mitwochen nach vnser lieben frawentag lichtmesze, nach Cristi vnsers herren gepurt vierezehenhundert vnd darnach in den zehenden Jare. ifemttnbndj Burggraf Snfjann'a III. 75 Bd. vi. 593 DXXXVII. Menntniss kr dkbrükr frljltgler, kss ijjre Mutter, iranen Jkpljia, iurggraf lUireitjt's sei. #euinj]lin, Ifnfjnngfran, bie iitilidjc Ünsstener nnm 3pfe Empfangen jjabe. 8. Februar 1410. Ich Peter Siegler vnd Ich Cristoff Siegler, gebruder, Bekennen offenlich mit disem hriefe, Als kathrein Truchsessinne, vnser Muter, frawen Sophia, vnsers herren Burg graue Albrechts seliger geclechtnusse Gemahein hofe Junck- fraw was, das derselbig vnser gnediger herre Burggraue Albrecht dieselben yezgenanten vnser Muter vnd auch vnsern vater genczlich vnd gar bericht vnd beczalt hat des czugeltes, das zu denselben czeiten zu hofe einer hofJunck- frawen gewonlicli was czu geben czu einem manne, das vns wol kuntlich vnd gewissen ist. vnd dorumb sagen wir obgenanten Siegler, für vns vnd alle vnser erben, die herschaffe czu Nuremberg quitt ledig vnd lose mit vrkund diez briefs, uersigilt mit meinem Cristofen Sieglers Insigil, des ich Peter Siegler mit gebrauche, der geben ist zu Flassenberg, des Sambstages vor Inuocauit, anno M° CCCC 0 deeimo. Original im Sänigl. inir. ^ranin|ialardjiat p Inmhtrg. DXXXVIII. dDttn letjkn giebt beut Burggrafen iritbriiij bie ijjin lEibgrbiiigsmcisE überladenen Dörfer JMiniegling, ^djnepfenreutj] nnb Höfles piriuliiiiloseii. 22. Februar 1410. Ich Otte lieiden, Burger zu Nuremberg, Tun kunt öffenlichen mit dem brife allen, die in sehen, hören, lesen. Als ich vmb den hochgeporen fürsten vnd herren, herrn Friderichen Buregrafen zu Nuremberg das Ampte vnd dem Marckte zu Swante, mit allen seinen dorfern vnd gütern, vnd mit namen Snig- lingen, Snepfenreud, hoflens, Stetenberg vnd auch daz holczkoren vmb Nuremberg, mit iren nüczen, gülten vnd zugehorungen, gekauffet habe zu leipgedinge 594 auf zwen leybe, nach ausweysunge des leipgedingebrifes, den ich dorvber habe von meinem vorbenanten lierren: Also liab ich vnd die zwu person, dorauf daz leipgedinge stet, von besunder gunst vnd libe wegen dem vorgenanten lierren die iczunt genanten dorffer Snigling, Snepffenrewt vnd höfleins mit sampte dem liolczkoren wider zu kauffen geben, daz nach anezal machet Sibenhundert vnd neun vnd achczig guidein Reinisch, der ich, von meines herrn wegen, von herrn Wyrich von Treutlingen gancz vnd gar bezalt bine worden, vnd sage auch den vorgenanten herrn vnd sein erben, für mich vnd mein Erben, dorumb quit ledig vnd lose, vnd verezeihen vns auch derselben dreyer dorffer vnd des holczkorrens mit iren zugehörungen, daz wire, noch nymand von vnssern wegen darnach dheinerley forderunge, noch ansprach nicht mer haben noch tun sullen, mit gerichte oder an gerichte, on alles geuerd; doch so soll mein leipgedinges brife auf die zwu persone vber Swant vnd Stetenberg, als der aus- weyset, bey seinen mechten beleiben vnd craft haben an allen steten, auch aussgenumen der obgenanten dreyer Dorffer vnd des liolczkorens, als vor geschriben stet vngeuerhehen. Sunderlichen ist zuwissen vinb Sechs Sümer korrens, die mir in meinem kauffe auf Sniglingen für liolczkoren angeslagen vnd verkauft sein worden, daz ich derselben da nicht funden, noch eingenumen habe, vnd vmb vir Sümer korrens, die ich im gerichte zu Swant funden habe, der mer ist, den mir verkauftet vnd angeslagen ist worden, daz dieselben Sechs Sumer zu Sniglinge, vnd vir Sumer zu Swant gen einander abgezogen vnd daz der Summe geltes dofur nach anezal aufgehebet vnd abgeslagen ist, Also vnd mit der besclieidenheit, daz ich nu furbaz dieselben vir sumer korrens mit andern gulten zu Swant aufheben vnd einnemen sol, nach aussweisunge meines leipgedinge briefes, 011 hindernusse ongeuerde. Vnd zu merer Sicherheit hab ich obgenanter Otte beiden den Erwirdigen vnd andechtigen lierren Mauricius, den Apte des Closters zu Nuremberg zu sand Gilgen, gebeten, daz er diser dinge zu gedechtnüsse vnd bestetigunge sein Insigel, Im vnengolten, zu meinem Insigel an disen brife gehangen hat, Der geben ist zu Nuremberg an sand peters tag kathedra genant, nach Cristi vnsers herrn gepurt virezehenhundert Jar vnd darnach in dem czehenden Jare. dMgittnl im Sünigl. $nir. $ramnjiala|§iue fti liimbtrg. Vergl. Nr. CCCCXXXVI. 75" 595 DXXXIX. Innig Stotel bcnnlliniliijtigt kn Burggrafen Snljann, bic bunt (IDtto IJtqkn riitfrcinbctcn #rtjlö55cr IfnljEttsttin itnb 3§arten5tein an ke IraiiE löjjinEn ^urittk|abringEn. 28. Februar 1410. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Romischer kunig, zu allen czeiten Merer des reichs vnd kunig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt offenlieh mit disem briue allen den, die in sehen oder hören lesen, das wir durch sunder- licher vernumft, Weisheit vnd trewen wegen, als wir vns zu dem liochgebornen Johansen Burggrafen zu Nuremberg, vnserm liben Swager vnd forsten, gencz- hchen vorsehen, vnd ouch die an im wol erkant vnd erfunden haben, vnd haben im dorumb mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen vnsere gancze vnd volle macht vnd gewalt gegeben, vnd geben im die mit craft dicz briues vnd kuniglicher machte zu Beheim, an Otten heiden, Burger zu Nuremberg, in vnserm name vnd an vnser stat, vnsere Slosse mit name Hohenstein vnd Hertenstein, vberwald in Beyern gelegen, die er vnserm kunig- reich vnd der Grone zu Beheim empfremdet hat, vnd ouch die Scheden, die wir douon empfangen haben, zu heischen, zu fordern vnd die mit iren zugehorungen zu vnsern banden einczunemen vnd zu lialden, vnd vns ouch domite gewortende zusein, gleicherweis, als ab wir dobey leiplich weren, vnd sulche Sachen selber vstrugen vnd endten. Mit vrkunt dicz briues, versigelt mit vnserm kleinem vfgedrücktem insigel. Geben zu Präge, Nach Crists geburt virczehenhundert jar vnd dornach in dem czeliendem jare, des Frey tags vor dem Suntage als man singet Letare in der vasten, vnser reiche des Beheimschen in dem Syben- vndvirczigisten vnd des romischen hi dem virvnddreyssigisten jaren. Ad mandatum domini regis, Johannes de Bamberg, ißnßinnl im limiglid] lairiarijcn Intjjaardjtut. Vergl. T. VII. iinter'm 6. April 1412. 596 DXL. BtaijBl, Jatriarri) nun IntindjiEn, hBnnllinärfjtigt k\\ InrggrafEn Inliann jn Üirnlitrg, kl Brstc ^njjBnatein doii (Dtfn Mn\k\\ , Bürger gt lürnherg, gtrürltgifarürrn. 1. März 1410. Wir Wenczlaw von gotes gnaden Patriarchen zu Anthiochen etc., Bekennen vnd tun olfenlich mit diesem briue allen den, die In sehen oder hören lesen, das wir dem hochgeboren forsten, hern Johansen Burggrafen zu Nurem- berg, vnser ganeze vnd volle macht vnd gewalt gegeben haben, vnd geben Im die mit orafft diez brieues vnd rechter wissen, die vesten hohenstein, die wir vor czeiten Otten heiden Burgern zu Nuremberg zu getrewen handen yn- gegeben haben, derselben vesten hohenstein vnserm gnedigen herren, hern wenczlawen Romischen vnd Behemischen kunige vnd ouch vns hey guten trewen an eides stat wider abzutreten, noch lawte vnd sage seiner briue, die er vns doruber geben hat, von demselben Otten in vnserm namen vnd an vnser stat zuuordern, zu heischen mit sampt den Scheden, die der egenant vnser gnediger herre der Romische vnd Behemische kunig vnd die Cron zu Beheim douon entpfangen hat, sich derselben vesten hohenstein mit iren zugehorungen von vnsern wegen zn des egenanten vnsers gnedigen hern des kunigs handen zu vnderwinden, die zu halden vnd demselben vnsern gnedigen herren domitte gewartende zu sein, gleicherwis als ab wir dobey leipliehen weren, vnd sulche sachen leipliehen vstrugen vnd endeten, vnd des zu vrkund haben wir vnser Insigel an diesen brieff mit vnser guten wissen lassen hengen. Geben zu Präge, noch Cristes gebort virzenhundert dar vnd dornoch in dem Czehenden Jare, des Sonnabund vor dem Suntage als man singet Letare Jerusalem in der vasten. (Original im Simigl. 3@air. ^rntiiujialnnijitie jii 'Bamberg. 597 DXL1. (Einigung ^iisdjcn Burggraf Inljann )\\ liimbcrg nnh km lisdinf fn lainkrg, Wir friclerich von gots gnaden Bischof zu Eystet, Bekennen olfenlichen mit dem briue vnd mit vns wolfram Probst zu Newnkirchen. von solcher zwi- tracht, spenne vnd ubergreiffens wegen, so beschehen ist oder in künftigen zeit geschehen möchte von dinern vnd leuten des Erwirdirgen forsten in got vater vnd herren, hern Albrechts, vnsers liben herren Bischofs zu Bamberg, auf eine, vnd des hochgebornen forsten vnd herren, hern Johannsen, vnsers liben bruder vnd oheim, Burggrauen zu Nur einherg, diu er vnd leute wegen, auf die andern seiten, Vnd zuforkummen vnfrids, zweyung vnd spenne, sunder dieselben Ir diner, land vnd leute in eynikeit frides vnd sunes seczen vnd zu beleiben, so haben wir, mit der obgenanten beider forsten wissen, zwischen In vnd der Iren gerett vnd geteidingt auf gancze stete eynigung, die sich iczunt anhebt mit dato diczs briues, vnd sol sten vnd beleiben von Ostern schirstuber zwen gancze Jar, mit allen puncten vnd artikeln, die hernachgeschriben steen. Zum ersten so sullen sie volkümenlich gancz vnd gar den schidbrifen nach- kumen vnd zu beiderseiten volforen, als sie dorynne verschriben sein, vnd sullen darczu von beidenseiten Irer diner mechtig sein zu dem rechten, daz sie denselben schidbriuen genuck tun; were aber, das Irer diner einer oder mer sein nicht mechtig wolt laszen sein, als obgeschriben stet, aws welcher partey die weren, die sich des rechten seczten, So sol Ir herre der andern partey herren über dieselben getrewlichen vnd vnuerczogenlichen helfen, wenn vnd als oft er des ermant wirdet, vnd die liilfe sol geschehen in solcher weyse vnd form, Also daz der herre, der hilfe von dem andern herren begeret, sol nemen einen fünften aws desselben herren Rate, von dem er die hilfe vordert, vnd seiner eygenRete auch zwen darczu geben, vnd der herre, der die hilfe vordert, auch seiner Rete zwen, vnd wie die fünf oder der merer teil vnter In hilfe machen vnd schepfen, dabey sol es bleiben vnd genczlich volfurt werden, 011 alles ver- czihen; Im sol auch der herre, der hilfe begeret, selber auch helfen nach seiner notdurft vnd als die obgenanten fünf oder der merer teil vnter In erkennen. Auch sprechen wir, ob daz geschehe, daz sie in solchen kriegen, als obgeschriben stet, icht Slosze gewunnen, sie weren lehen oder offenung der obgenanten herren, die sollen zustaten zubrochen werden auf beider herren mcgcn Mtgitng kr Ümistigkitcii ifircr Intcrtlinncn. 2. März 1410. 598 koste; weren aber mer teil an demselben Slose, die des kriegs nicht zuschicken hetten, derselben teil sol man nicht zubrechen. Ynd wer das, daz die egenanten herren oder die Iren icht geuangen gewunnen, die wapens genosz weren, in solchen kriegen, die sullen besten zu beider herren henden zu gleichermasz; wer auch, daz dorynn icht gemeyner leut geuangen wurden, die sollen sie teilen nach marckczal der pferde, die yetweder herre dabey auf dem velde hat. Es sullen auch die obgenanten herren den oder die krieg miteinander getrew- lich treiben vnd volfuren bis an daz ende, Es wer dann, daz sich in solchen kriegen fügt oder machte, daz der herren einem gedewhte, das der ander herre zu veste vnd zu herte in dem krieg vnd den zu lang antreiben vnd Im des zugleichen billiclien Sachen nicht zurynnen wolt lassen, vnd den andern herren, der die strengikeyt vnd lengerung des krieges antreiben wolte, doriunb daz ez sein notdurft were, vnd In gedeulit, daz Im des zugleiche vnd zu billichkeit nicht zurynnen mohte, vnd also dorynne stoszig wurden vnd sich selber doriunb nicht entscheiden noch entrichten könden, daz sullen sie wissentlich für vns fridrichen Bischof zu Eystet bringen in solcher masz, daz wir vns dorausz mugen entrichten, vnd wie wir sie dorawsz entscheiden vnd entrichten, dabey sol es von beiden teilen genczlichen bleiben vnd gehalten werden. Auch sullen die egenanten herren in der obgeschriben zeit nymand in Iren Sloszen halten, hawsen noch holen, eszen noch trencken, friden noch geleiten, noch geleits genieszen laszen, der der herren eyntwedern oder sie beyde, oder dheinen der iren, wie der genant ist, wider recht krigt oder angreiftet anders, dann obengeschriben stet, awszgenumen des, als der lantfride auszweist, zu offenn tegen zu suchen vnd einen iczlichen sein ere zu uerant- wurten angeuerde. vnd das alle obgeschriben stücke vnd artikel, als wir lridrich von gots gnaden Bischof zu Eystet vnd mit vns wolfram probst zu Newnkirchen auszgesprochen vnd entschiden haben, vnd daz die auch genczlichen von beyden egenanten forsten vnd parteyen gehalten werden, haben wir zu vrkunde vnser Insigel an disen brief laszen hencken. vnd wir obgenanten Albrecht von gots gnaden Bischof zu Bamberg vnd Johans von denselben gnaden Burggraue zu Nuremberg, bekennen, das wir aller obgeschriben artikel vnd sach bey In auf ir entscheiden vnd sprechen genczlichen bliben sein, vnd daz wir daz getreulichen halten sollen vnd wollen, des haben wir vnsre Insigel zu der egenanten Schidieute Insigeln an disen brief hencken laszen, der geben ist zu kerspach, am Suntag als man singet letare in der vasten, Nach Cristi geburt virczehenliundert vnd in dem zehenden Jaren. dDriginal im länigl. lair. Ipkooinjialnrdjiiie ;n Bamberg. 599 DXLII. Burggraf intkidj miii seine (faajjlin flisalictlj grlnlini, hs llosttr llinitstn, meldjES ihnen eine freimillige ftrricr gemäljrtc, Ijinfart nimmer |ti üesfenern. 10. März 1410. Wir Fnderich von gotes gnaden Burggrane zu Nuremberg Ynd wir Elysobeth von denselben gnaden Burggrefymie zu Nüremberg, sein eliche gemahel, Bekennen vnd thun kunt offennlichen mit disem brief, für vns, alle vnser erben vnd Nach- komen, allen den, die In sehen, hören oder lesen. Als wir nü zu disen zeiten von eygem willen, durch vnserr mercklichen schulde wegen, In den wir sein, doch mit grossem misseualleii vnserr herezen, Ein Stewer, das ist den zehenden pfenning, von vnserm Lannde, lewten vnd vntertanen fordern vnd einnemende sein, Haben wir vnser liebe Andechtige, den Abte vnd Conuent des Closters zu Ahawsen vns darinnen zustaten kumen fleissigliclien gebeten. Also haben sie angesehen sülch vnser mercklich schulde, ernstliche bete vnd vorderunge, vnd haben sich mit vns geeyniget vnd gesatzet, In Stewerweyse von Iren Annen - lewten vmb drewliundert guidein vns zugeben. Vnd wann die egenanten vnser liebe Andechtigen, der Abte vnd Conuent zu Ahawsen vnd auch Ir Armelewte dieselben oder sulche Stewer vns In dheinerleyweise schuldig sein zugeben, von besunderr begnadunge vnd freyheit wegen, mit den sie recht vnd redlichen gefreyet sein von Bebsten,' kristenlichen keysern vnd Römischen Kunigen, Darumbe so geloben vnd geheissen wir bey vnsern fürstenlichen wirden, das wir selber, dhein vnser erben oder nachkomen dhein sulche Stewer fürbas ewiglichen vordem noch einnemen sullen, noch wollen von den obgenanten Abte vnd Conuent, Iren Nachkomen vnd von allen Iren vnvogtberen lewten vnd guten In dheinerleyweise 011 allez geuerde. Mit vrkünde diezs briefs, versigelt mit vnsern anhangenden Insigeln, geben zu Cadoltzburg, am Montage nach dem Suntage Judica, Nach Cristi vnsers lierren gehörte vierezehenhundert Jare vnd darnach In dem zehenden Jare. (ßriginal im Münigl. Inir. ^rnuinfinlardjioE jti liirnticrg, mit anli. Wildemanns - Siegel Burggraf Friedrich's und dem Alliance-Siegel Elisabeth's. Ebendas. zwei völlig gleichlautende und gleichmässig besiegelte Reverse, welche das Burggräfliche Ehepaar unter demselben Dato den Klöstern Heidenheim (steuerte 300 Gulden) und Solnhofcn (über 74 Gulden) ausstellte. Vergl. Nr. sq., DXXIX. u. DXXXIY. 600 DXLIII. Burggraf Jntöririj nnir %tm (iEinaljliti (Elisabctlj gclnlim, hs Ilnsttr Misburg, hie I e I jes iljnrn Eine frtmiilligE JbtiEr gttuäljrtE, Ijinfnrf nhnmtr |tt foskmn. 14. März 1410. Wir Friderich von gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg Vnd wir Elysabeth von denselben gnaden Burggrefynne zuNuremberg, sein eliclie Gemäkel, Bekennen vnd tun kunt offennlicken mit disem brief, 1'ur vns, alle vnser erben vnd Nach- kumen allen den, die In seken oder kören lesen. Als wir nu zu disen zeiten von eygem willen, durck vnserr merckkcken scliulde wegen, In den wir sein, dock mit groszem misseuallen vnserr kerezen, Ein Stewer, das ist den zekenden pfen- ning, von vnserm lannde, lewten vnd vntertanen fordern vnd einnemende sein, Haben wir vnser lieb Andecktigen den Abte vnd Conuent des Closters zu Wyltz- burg, vns darinnen zustaten kummen fleissiglichen gebeten. Also liaben sie angesehen sulche vnser merckkche schulde, ernstliche bete vnd vorderunge, vnd haben sich mit vns geeynigt vnd gesatzet, In Stewersweyse von Iren Armen- lewten vmb vierhundert guidein vns zugeben, vnd wann die egenannten vnser lieb Andechtigen, der Abte vnd Conuent zu Wyltzburg vnd auch Ir Armelewte dieselben oder sulche Stewer vns In dheinerleyweis schuldig sein zugeben, von besunderr begnadunge vnd freikeit wegen, mit den sie recht vnd redlichen ge- freyet sein von Bebsten, kristenlichen keysern vnd Römischen kunigen, Darümbe so geloben vnd geheissen Wir bey vnsern fürstennkchen wirden, das wir selber, kein vnser erben oder nachkomen dkeki sulche Stewer ftirbas ewiglichen fordern noch einnemen sullen, noch wollen von den obgenanten Abte vnd Conuent, Iren Nachkommen vnd von allen Iren vnvogtberen lewten vnd guten Indheinerleyweyse ongeuerde. Mit vrkunde diezs briefs, versigelt mit vnsern anhangenden Insigeln, Geben zu Cadoltzburg , am freitage vor dem heiligen Palmtage, Nach Cristi vnsers herren geburtte vierezehenhundert Jare vnd darnach in dem zehendem Jare. (Original im Sättigt Buir. IJrouinjialatdiioe ja Inmäcrg, mit anh. Wildemanns-Siegel Burggraf Friedrich's und dem Alliance-Siegel Elisabeth's. 76 Bd. VI. 601 DXLIM llims kr Itnk (Dm^luidj gtpn lorggräfin (IBlisaktji untr iljrt Eiitji t, attgtn IBitkrliisiing tints Ikibpknps. 14. März 1410. Wir, die Bürgermeister, Rate vnd Burger gemeincklichen Arme vnd Reyche der Stat zu Onolczbach, Bekennen für vns, vnser erben vnd nach- komen vnd thun kunt offennlichen mit disem brieif. Als wir mit wissen, gunste vnd verhengnusse der liochgebornen fürstinn vnd frawen, frawn Elisabethen Burggrafijnne zu Nuremberg, vnser gnedigen frawen vnd Rethe, Dem Erbern vesten wygleysen von Sekenndorff zu Obernczenne gesessen vnd Annen seiner elichen hawszfrawen vnd Margarethen vnd Doratheen, Iren ezweyen Töchtern, auf die yczuntgenanten vier leyb hundert vnd acht vnd czweinczig guidein Reinischer Statwerunge zu Onolczbach Jerlichs leipgedings verkauft vnd zu kaulfen geben haben, als dann ir brief von vns darüber gegeben eygentlichen auszweiset: Also Bekennen, geloben," geheissen vnd gereden wir bey g*uten trewen vnd in kraft dicz briefs, das wir daz selbe yczgenant leip- gedinge von den obgenanten vier Personen In den nechstkomenden dreyen -Taren nach data diczs briefs wider kaulfen vnd ablösen süllen vnd wollen, an aller slacht geuerde. Mit vrkunde diczs briefs, versigelt mit vnsern obgenanten Stat anhangenden Insigel, Geben am freytage vor dem Palmtage, Nach Cristi gepurt vierczehenhundert Jare vnd darnach in den zehenden Jare. (ßrnmnbiidicr bta JSnrggraftljnma Mnibcrg. DXLM 14. März 1410. Herman Kawtsch bekennt, daz her Mertein im bezalt hat fünfzig Gulden, von seines gnedigen hern wegen, Johannsen Purgrafe zu Nürmberg. Datum Kulmach, sexta feria post dominicam JuGlica, Anno etc. deciino. (ßriginnl im Äiintgl. Bair. ^rautii|ialardiinE jtt Bamberg. Ebendas. eine ganz gleiche Quittung Desselben d. d. Kulmbach 2. Jan. 1411. G02 DXLVL I. April 1410. Wilhelm von Bebenburg, Ritter, der jüngere, quittirt Herrn Johansen Burggrauen zu Nuremberg, 100 Gulden von seiner Zinse wegen, die im der an- dechtige her Eberhart Krempel bezalt hat. Datum Newenstat an der Eysche, am Dinstag nach dem Sontag Quasi- modogeniti, Anno MCCCC decimo. (Kfigiital im liinigl. Inirisdjtti Hcidisardjiac. DXLVn. II. April 1410. Johanns Burggraue zu Nuremberg bekennt, das er schuldig worden Ütten von Awrbach vnd Nickeln vom Hayn Sechzig guidein reinischer werung für schaczgelt, als der iczgenant Otto in seinem dinste gevangen wart von graue Heinrich von Swarczburg zu Lewtenberg. Geben zu Piassemberg, feria sexta ante Jubilate, Anno decimo. ®ramnlmrij Jättrggrof 3njjnnit'a III. DXLVI1I. 11. April 1410. Oswalt von gotes gnaden Graue von Thruhendinge bekennt, das im Eberhart Krempel, Cappellan, von herrn Johamisen Burggraue zu Nuremberg wegen, beczalt hat zweihundert und zweinzig Reinische Gulden, die man im schuldig blieb in dem vergangen Jare, alz man schrieb in anno etc. nono, und das im auch sein czinse zu Michaelis in anno etc. decimo und zu walpurgis in anno etc. undecimo gancz und gar beczalt und gericht worden. Gescheen zu Piassemberg, am Frey tag vor dem Suntag alz man singet Jubilate, Anno etc. decimo. (JDriginal im Himigl. lair. |Irnmttfialardj«ie ;tt Bamberg. Ebendas. eine Quittung Desselben d. d. Kulmnach 4. Juli 1411, über 150 Gulden Zins. Vergl. Nr. CCCCLXVI. 76" 603 DXLIX. 17. April 1410. Rupprecht Römischer Khönig bestätigt dem Closter zu Neunkhirchen genandt vf dem Prandte, Sanct Augustins Ordtens, in Bamberger Bisthumb gelegen, einen von wort zu worte eingerückten Brieff,*) dadurch die Hoeh- gebornen Fürsten Johann und Fridriche Burggrauen zu Nürmberg dasselbe mit der pfandfreyen Ilolznutzung in dem Waldte bey Nürmberg begnadet. Geben zu Nürmberg, nach Christi Geburthe vierzehenliundert und in dem zehendten Jhare, vf den Donnerstag nach dem Sontag als man singet Jubilate. (Cnpialliarti te liacjjofs Sllircclit non Inrahtrj. Vergl. Geschichte des Marktes Neunkirchen am Brand S. 167 Ü'. ") S. denselben unter Nr. DXIII. DL. Innig Eupredjt ttnb Burggraf Inliann bestellen neue J^itksridjtBr |tun Ühtstrng ifjrtr JJtrritigkeitEn. 19. April 1410. Wir Ruprecht von gots gnaden Romischer Kunig, zu allenczyten merer des Richs, Vnd wir Johans Pfalczgraue by Rine vnd herezog in Beyern, desselben vnsers herren vnd vatters, des Romischen koniges, Sone, an einem, Vnd wir Johans Burgraue zu Nurenberg an dem andern teile, Bekennen vnd tun kunt offinlich mit diesem brieue, Das wir aller vnd iglicher zuspruche, so wir von beydensyten geineinander haben, an die Edeln Albrecht herren zu Hoenloch, Friderich schencken, herren zuLympurg, hauptman des lantfrieden zu Francken, vnd Hansen vom Degenberge, Ritter, vitztum zu Amberg, mit gutem willen gentzlich gangen, komen vnd blieben sin, als wir des vor by dem Hocligeborneii fursten, Burgraue Friderich zu Nurenberg vnd by dem wol- gebornen gralf Friderich von Otingen belieben waren, in nachgeschribener masz: Mit namen, das dieselben dry, von der obgenantfen] vnser zuspruche wegen, mynne vnd rechts gewalt haben sollent, Doch also, das sie gein Vrbach, gein Begenitze vnd auch gein Beyerrute ryten vnd daselbst kuntschafft von der obgenanten sache wegen eigentlich verhören vnd inneinen sollend, vnd darezu 004 brieue vnd anders, die dann yetwederteil furbringen wil, vnd so sie das alles verhöret vnd Ingenomen haut, wie sie vns dann alle dry eymudeclich in der rnynne, oder ob sie alle dry in der mynne nit eintrechtig werden mochten, sie, oder der mererteil vnder yn, vns mit dem rechten darumbe entscheiden wer- dent, da by sal ez beliben vnd von vns zu beidenteiln, vnsern erben vnd nach- komen vollenczogen vnd gehalten werden ; vnd sal auch soliche entscheidunge in der mynne oder mit dem rechten von den obgenanten dryen hie zusehen vnd sant Jacobs tag nehst kompt gescheen vnd ende vnd vsztrag haben, alle ge- uerde vnd argelist genezheh vszgescheiden, vnd wir herren obgenant sollen auch alle gefangen von beide syten in der obgenanten dryer hende stellen. Auch, als wir kunig Ruprecht vnserm swager Burgraue Hansen obgenant zusprechen vmbe Sehs dusent gülden zugelts, als von vnser husfrauwen erbeteils wegen, daz sal auch an den obgenanten dryen sten, in aller der masz, als es hinder vnser beider frunde gestanden solte sin, nach vszwisung der brieue darumbe gemacht: Also, wie sie vns, nach derselben brieue lute, darumb setzen vnd entscheiden werden, das es auch da by bliben vnd von vns yt- wedersyt gehalten werden solle ane alle geuerde; Vnd sal dieselbe entscliei- dung auch zusehen hie vnd sand Jacobs tag gescheen vnd ende vnd vsztrag haben. Vnd des allez zu orkunde hat iglicher von vns herren obgenant sin eigen ingesigel an diesen briefif tun liencken. Datum Nurenberg, Sabato ante dominicam Cantate, Anno domini Millesimo Quadringentesimo deeimo, Regni vero nostri, Ruperti, Anno deeimo. (©riginal im ffiinigl. lairtsdjM HcidjanrdjiM, mit anli. vierfeldigen Siegel Burggraf Johanns (s. bei Nr. 1)0.). Vergl. Nr. CCCCLXm. ULI. lurggraf Inljann oEtkanft km iirtridj nntr Carl