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6 (1860) Urkunden der fränkischen Linie : 1398 - 1411
Entstehung
Seite
286
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Burggrav zu Nürnberg haben zu dem vorgenanten Herrn Johansen Bischovezu Würtzburg: zu dem Ersten von der Lösung wegen gen den Schweigrern zuKitzingen, daran er sie gehindert und geirret hat. der ander Anspruch, daszer selber nach Kitzingen gestanden hat mit der Lösung gen den Schweigrern,dasz sie meinen, dasz es nicht solte sein gewesen, das ist der dritte Zuspruch,dasz er in einfeile an ihr Gülten und Zinsen zu Kitzingen gemacht hat. so istdas der vierdte Zuspruch, dasz er die von Kitzingen geladen und gepannet hat,als sie meynen, dasz es nicht solt seyn gewesen, auch ist das der fünffte Zu-spruch, dasz er dieselben von Kitzingen ihre Leibe, Habe und Gute nicht sichernWolt und unsicher vor ihm seyn gewesen, das ist der sechste Zuspruch, daszer in einfeile gemacht wolt haben gen den von Kitzingen, dasz sie meinen, daszer das nicht gethan solt haben, es ist auch beredt worden, dasz die obgenanteSieben erkennen sullen, welche Parthey den ersten Zuspruch tliun sulle; undwelch Parthey den ersten Zuspruch geben hat, der soll damit vorfahren undder dann zum ersten darlegen und darnach die ander Partliey auch sein erstenZuspruch thun und also zu beyden Seiten voilefahren mit dem obgenanntenZwölff Zusprächen, ye einen um den andern, bisz dasz sie gantz und gar ausvollrechtet werden, also dasz ein Recht das andere nicht pfänden soll. Auchmügen die obgenante beyden Partlieye in dem Rechten von der ehegeschrie-benen Sache wegen Brieff und Wort, und was im zu den Rechten ein Nothdurfftist, wol fürziehen, und was denn die ehegenante Sieben oder der mehre Tlieilunter ihn darnach erkennen und zu Rechten sprechen, das soll auf beyde Seitenlürbasz gehalten werden also, welche Sache sy mit der myne und mit Wissennicht gerichten mugen. auch so ist geredt worden um ander Sprüche, dieKitzingen nicht anrühren, das vormahls gestellet worden ist an den Ehrwür-digen Herrn, Conraden von Egloffstein, Meister Teutsches Ordens und an demvorgenanten Herrn Friedrich Schencken Herrn zu Lymburg, dasz es noch beydenselben beleiben soll, also dasz beyde Parthey den Meister uf den Tag bittensollen, und wenne derselbe Meister uf den Tag kommet, so sullen sie zu beydenSeiten ihr Sprüche fürlegen und erzehlen, und umb welche Zuspräche sy er-kennen, die unredlich wären von beyden Partheyen, die solt man zu Stadanabthun gar und gäntzlichen ohn Geverde; were aber, dasz der obgenant Meisterzu dem Tage nicht kommen möchte, so soll es an dem ehegenannten Schenckenund den Sechsen oder an den mehrern Theile, die zu im gesetzt werden, besteenin allermasse, als vorgeschrieben stet, doch also, dasz die Artickel zum erstenberecht sullen werden vor den Zusprächen von Kitzingen wegen, was man mitder Gütigkeit und mit Wissen nicht abgenemen mag. so sullen auch alle ob-gescliriebene Sachen von beyden Partheyen ausgetragen werden hiezwischen