man, cliner oder vntertan einer oder mer zu clage gewinnet zu des andernherren Grafen, manne, dyner oder vntertan einen oder mer, derselb herre, demalso geclagt wirt, oder sein hofmeister, sol dem clagcr vnucrtzogenlicli tagbescheiden yn desselben herren hoff, oder an sulch stet, dy dem herren oderseinem hofmeister daz allerbequemligst dunclcet, vnd von dem beclagten demClager dez rehtten, nach seiner erber rete oder manne fünf oder syben erkent-nusz, helfen nach zeit der clage in den nehsten viertzehentagen, oder auf daslengst yn vier wochen, ob dy sach oder clage gutlich niht gerillt oder abge-nemen moht werden, vnd dyselb erlcentnusz sol auf beyd seyten stet vnd vn-uerruckt gehalten werden ongeuerd. wer auch sach, daz vnser eins man oderdyner vnterteinander, welchs herren vnter vns die weren, ihts zuschicken ge-wunnen, daz sullen sy auf ires eygen herren rate zu ausztrage lassen kumenmit freuntschaft, oder mit einem freuntlichen rehtten auf fünf oder syben, oderden merer teyl vnter yn, ynnwendig einem monede, als dy clag furkomen istongeuerd; vnd waz also zwischen in erfunden oder auszgesprochen wird, dazsol von beyden teilen vnuerbrodienlich gehalten werden, Wer aber, daz einpartey vnter yn niht volgen wolt, so sullen vnd wollen wir obgenanten herrengetrewlich dem andern teil sein beholfen in aller weyse, als vorgeschriben stetongeuerd. Gewunn aber vnser eins oder mer, alz oft daz geschee, Bürger odergepaweren, zu des andern herren Burger oder gepawern ilit zu clagen oderzusprechen, dem selben clager sol der richtter, vnter dem der beclaget oder yedie beclagtten wonen oder sitzen, vnuertzogenlichs rehtten helfen, als desselbengerihts reht stet ongeuerd, ob die clag niht freuntlich mag abgenumen werden,vnd welcher richtter daran sewmig wurde, den sot vnd mag sein herre absetzennach gnaden, puszen vnd straffen. Ob auch vnser eins oder mer dyner odervntertan weren oder hetten, dieselben ymand bey yn furbazz wanhaftig, deroder dy sich an reht, alz vor geschriben stet, niht woltten lassen genügen,vnd darüber freuel oder vntate, mit angreiffen, neme, mort, prant, rawp odervnrehtten widersagen tetten, den oder clyselben sol der herre, vnter dem deroder dyselben gesessen sein, darumb stroffen vnd puszen, nach erkentnuszeseins rats oder seiner mann, nach gnade oder nach rehtte, Wolt aber der oderdyselben dy erkant starff (sie!) oder pusz niht leiden, so solt sy derselbe herremit maht oder mit gewalt notigen vnd straffen, als schedlich Lewte; Moht aberderselbe herre dasselb mit seiner maht allein niht volenden, noch volpringen,so sullen ym die andern herren mit irr macht vnd getzewg ongeuerd darzu ge-trewlich sein beholffen, nach des vorgeschriben herren bedurffen vnd furderung,daz der oder die vntater also gestraft vnd gepuszt mugen werden, vnd darezusol der herre, in des landen der oder die vnteter gesezzen sein, sein getzewg
126