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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
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Von der Moldau.

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konte. Dieser gieng darauff gar wider die Türcken zu Felde/ eroberte viel Be-sichtigen an der Donau/streiffete biß an das schwartze Meer/ und verwüstete mitfeinen Soldaten die Stadt Sophiam. Weil er abwohne Ursach die Belage-rung vor der Vestung Tehinia am Flusse Tyras auffgchoben/ so liesse ihn derSiebenbürgische Fürst gefangen nehmen/ nach Weissenburg in Siebenbürgensichren/mrd setzte an dessen Stelle seinen treuen Diener Stephanum mit Bewil-ligung der Stände ein. Hiermit war der König 5izi5muncju5111. in Pohlennicht zu frieden/und führeten deswegen einen andern Waywoden dahin/ Nah-mens Jeremias/ mit welchem sich die Siebenbürger so lange zanckten/ biß dieTürcken sich der Moldau bemächtigten/ und hernach einen Hospodar nach ihremBelieben setzten. Dieser Hospodar hat jährlich dem Groß'Sultan 113000.Reichsthalcr Tnbut orclmzir lieffern müssn/ ohne was die Türcken ausseror-dentlich gefordert- Dieses Schutz-Geld haben einige nur auff 90000. Reichs-Thaier rechnen wollen/da man doch die vorige Nachricht selbst aus des Anna17 i l. abgesetzten Hospodars vcmcmi liamcmirz Nachrichten ersehen kamVorzeiten haben die Hospodars nur 4000. Thaler Tribut gegeben/es ist aberderselbe immer erhöht worden.

Im Jahr 1598- hat sich der mächtige Hospodar in der Moldau Michaeldem Römischen Käyser^uäolpbo 11. tubmicriret/und eine Zeitlang dem Türcki-sehen Groß-Sultan Klabom-rK m. widersetzet. Nach der Zeit aber sind seineNachfolger beständig bey der Ottomannischen Pforte als Vasallen geblieben.Anno r<586. machte Hospodar Jannina Mine auff Christliche Seite zu treten/nachdem die Türcken vor Wien wo er mit 2000. Mann der Seinigen zugegengewesen/auch hernach in Ungarn von denen Christen ziemlich in die Enge getrie-ben worden. So bald der König Jobannc« m. in Pohlen dieses vermercket/suchte cr die Moldau und hernach die Wallachen/ wieder unter der Pohlen Both-maßigkeit zubringen/und bemühete sich den Hospodar dahin zu bewegen/daß erihm den Tribut/welchen er jährlich der Ottomannischen Pforte geliefert/geben/und sich ihm unterwerffen solte. Weil es aber der Hospodar mit keinem Theilsverderben wolle/ so gab er seinen Sohn dem Türckischcn Käyser zum Zeichen sei-ner Treu? zum Geissel/ und llarrirete inzwischen den König in Pohlen/ daß er sichfreywilllg ihm deswegen nicht tzubmirciren könte/wenn er anders seinen Sohn le-bendig zu behalten wünschet?. Wenn aber der König mit seiner Armee in seinFürstmthum käme/ alsdenn wolte er sich mit ihme conjanziren- Auff diese fal-sche Versprechungen/ marschirte der König zu Ende des Monaths Julii/ mit24000. Mann nach der Moldau zu/woselbst erden 2. Augusti/ die Stadt k><>rcrira, und den I Z. dieses die Haupt. Stadt Jasty eroberte. Da man nunvermeinte/daß sich der Hospodar in Bessarabicn zu denen Türcken und Tartamrcüriret. Darauff liesse zwar der König von denen Moldauern durch dommiz-tarim den Eyv der Treue nehmen/ konte es aber wegen Annäherung ihres Hospo-

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