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Des sechsten Vvches XII5.
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Siebenbürgische Teutsche und Zigeuner in diesem Lande/welches gegen Pohlenviel hohe und unwegsame Gebürge hat. Die Land-Herrn oder Edelleute werdenvon denen Moldauern Bojeros genennet. Die Moldauer sind mehrentheilsChristen/ haben die Griechische Religion nach Rußischer Einrichtung/ und wirdder Gottes»D>'enst auch in Rußischer Sprache ve> richtet- Sie haben zu Iassyeinen Griechischen Ertz-Bischoff/ den sie als ein n Patriarchen vcneriren- DieRömisch-CatholischeChristen haben auchhm und wieder ihre Kirchen/ und ihrBischoff wohnet zu Bacovia/einer Stadt gegen Siebenbürgen gelegen. DieMoldauer haben mit den eigendlichen Wallachen eine S prache/ aber eine un-terschiedene Mund'Art An der Kleidung führen sie sich mehrentheils/ wie diePoblen und W'llachen auff lasten aber ihren untern Bart wachsen/ welchen siein Form eines Lircheis beschneiden- Im Kriege geben sie gure Soldaten zu Roßuns Fusse ab um- sind marmhaffter als die Einwohner in der Wailachey.
D»c Luffl des Landes ist gesund/und der Erdboden fruchtbar an Gctrayde/und allen nöthigen Hülsen Früch-ten. Die V-ch- Zucht ist ebenfals gut, undfallen hier starcke und schöM Pferde/ welche im Kriege sehr daucrhafftig sind.Wachs und Honig werden in der Moldau Überfluß:,g/ und recht köstlich ange-troffen/ davon der Fürst/ welcher von ihnen Hospodar/ von denen Pohlen My«woogmennetw:rd/jährlich den Zchenden ziehet. der über zweymahl hundert tau-send Cronen auskragen soll. Die Walder sind dicke und groß/ die Gcbürge hoch/die Thäler morästig/ ihre Felder aber fett und fruchtbar. Hiebevor war diesesLand mit vielen schönen Städten und reichen auch grossen Dörffern angefülletund gezieret/die alle starck bewohnet gewesen; Nachdem aber dieses Land in de-nen vorigen Kriegen bald von denen Türcken/bald von denen Pohlen und Tar-tarn durchstreiffet worden/so sind die volkreichsten Oerler in ihre Ruinen gefal-len/und nach derZeitdie wmigste davon wieder erbauet/ daher jetzo die sonst lu-stige Moldau mehr einer Wüste/ als einem bewohnten Fürstenthumb gleichsiehet-
Die Fürsien oder Hospodaren hielten es Anfangs mit denen Pohlen hernachMi t denen Siebcubürgern und Ungarn/ und sind jederzeit denen Christen mehr alsdenen Türckm aLeAlonirt gewesen/doch haben sie insgemein den Mantel nachdem Winc e hängen/ und sich in die Zeit schicken müssen. Zur Zeit des Königes8iZl5muncU des Dritten dieses Nahmens in Poblen / der von Anno 1587. biß16 zz,. regie'.ethat/ cecMteder Pohlnische Cron FelWHerr 8mni-iUu5demTürckischm Gwß-Sultan Ktabomerb in, das Schutz-Recht über die bey-den Fürstenthümer die Wallachey und die Moldau/ welchen Staats-Fehler her-nach die Pohlen tausend mahl bereuet und sich osst mit denen Türcken darum ge-zancket haben. Im Jahr 1595, unter der Regierung des Türckischcn Groß«Sultans 111, hgsff der Siebenbürgische Fürste 8iZi5mun<Iu5 k^ibori,
daß sich der Moldauische Hospodar Aaron dem Türckischcn Joche «meisten
koste-