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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
156
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1x6 Des sechsten Buches vm.

z) Colmensee/ oder Culmcnfte/ein Städtgen/wo das Eapitul von Culm

wohnet. Die Gegend ist anmuthiger als zu Culm.^

4) Thorn/ l.zr.i'ttorunium, eine ansehnliche Stadt an der Weichsel/viel Privileg und Freyheiten. Sie lieget ^2 Meilen VON Dantzig/ und !?.vonWarschau, 1454. empöreten sich die Einwohner wieder die Teutsche Or-dens-Ritter/ und begaben sich unter der Cron Pohlen Schutz. Das heutigeThoren ist än. 12; s. von den Teutschen Ordens-Rttteru angebauet worden.Sie wird in die alte und neue Stadt getheilet / und ist mit Mauren verwahret.Den Wall und andere Ausscnwercke haben die Schweden/ nachdem sie unterdem Könige Larolo XII. 170).den 14° OÄobr. den Ort nach einer harten Be»lagerung eroberten / niedergerissen- Auf der Land-Seite hatte sie sechs Basii-vns. Diese Stadt ist auch vormahls /w. >655. von dem Könige L->rolc> duüavoringenommen / und erst 1660. in dem Olivischen Frieden an Pohlen reAmiretworden. Die Einwohner sind theils Catholischer/theils Evangelischer Religion,^nno 1645 ist hier auf Veranlassung des Polnischen Königes XVl^izlziygKQoliagumm Iborunenlc, sonst LbarirÄlivum genannt/ gehalten worden / durchwelches man die Catholischen / Reformirten und Lutheraner zu vereinigen suchte/es ward aber nichts anders ausgerichtet/ als daß jeder Theil bey seiner Meynungbliebe. Bey der lieben Frauen-Kirche siehet das Evangelische (^mnaüum, n>el,ches der berühmteste Bürgermeister Hcmicuz 8rrobanä .^nno i s84. renvviftt/Mit einer Vibliorbe^uc und schönen Ordnungen versehen hat. Die Jesuiter ha«ben 16)!. hier ein Lo!lcZi»m tunciiret-

5) Graudentz/ eine Stadt / Schloß und Starostey bey dem Zusammen-Kusse der Ossa und Weichsel.

6) Golup. 7) Straßburg. 8) Neumarck/ sind Städtgen an derDriwentz.

9) Hieher gehöret auch das Ländchen kiich-Iav», worinne die Gtädtgen.-Lobaw/ wo ein Schloß; Laucrwcl<,Lautetwurg/ und dieStarosteyBrcthem.

III. Das s ^rmland / oder tlVarmisn / oder Warmia, eine

fruchtbare Landschafft/ welche derErmlandische Bischoff fast als ein 8ouver-mregieret. Es wieb Lateinisch genennet. Die besten-Oer«

ter darinne sind -

1. Heilsberg / l-2r.iieilzlzel-;z, die Haupt-Gtadt des Landes Ermland/ woder Bischoff reistet. Das Schloß ist ansehnlich / sie liegt an dem Flusse Alle/Und hat gute Mauren.

2. Gutstadt. z .Wormdit. 4. Meelsack. 5. Bischstein. 6. Nessel. .

7. Seeburg. 8- Bischburg. 9 Wartenburg. is.Allenstei'n/sindklei-

«t Städte- Die letztere hat ein Schloß / liegt an dem Flusse Alle / ist ä". l; 67-erbauet/ und ä«, 1697, gasten Theils abgebrannt-

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