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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
155
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von dem Königreich pohlen.

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beschädiget wordm- 1717. den 26. x^nii hat das hohe Wasser der No-gat hier grossen Schaden in der Chaldowa/ welches ein Vorstadt ist / gethan/indem es viel Häuser weggerissen. Sie ist mit starcken Mauren verwahret.

t. Elbingen/ ^r.kUzmziz, eine befestigte Stadt/ die ehemahls eine Han-see -Stadt gewesen/ in der Gegend / das Hockerland benähmet / am Flusse El-bmg/ nahe bey der Ost-See/ an dem See Brausen/ die in den Meer BusenFrischehaff genannt/ gehet. Sie soll , ^7. erbauet seyn. Zwey Jahr her-nach ward sie bcsser an dem Fluß gerücket. Das Schloß ward -454. vondenen Bürgern zestöhret/ als sie sich von denen Teutschen Rittern der CwnPohlen untcrworffen haben. Sie hat ein schönes L/mnalmm. EvangelischerReligion in der alten Stadt. Sie wird in vier Theile gesondert/ nehmlich indie alte und neue Stadt/ den sogenannten Speicher jenseits des Flusses Elbinq/und die Vorstädte. Jeder Theil hat seine Mauren / Wälle und Bollwercke.

Um die gantze Stadt sind 16. Bollwercke. In der alten Stadt ist die Pfarr-Kirche / und Mönchs-Kirche / in der Neuen / die Neustadt Kirche, /^n. 1626. ^ergab sie sich dem Könige in Schweden LuKzvum ^üulpkum. ^nno i6;6.bekamen sie die Pohlen wieder durch den Stumsdorffischcn Frieden. Im Jahr Staat,165?. ergab sie sich an L-n-olum König von Schweden/ sie wurde Gcogra-

aber 1660. in dem Olivischen Frieden denen Pohlen wieder eingeräumet. plne"vonSie ward ^uno ,657. dem Churfürsten zu Brandenburg ^lcierico xvükelmo Preussenals ein Pfand-Schilling biß zu Erlegung dreymahl hundert tausend Thaler ver- ""dDrawsprachen / daß er dieAlliantz der Schweden gmccirete; weil aber die Pohlen sel-bige nicht cv-ecuiren wollen / so liesse sie sein Herr Sohn kriclencux m. hernach ^ ' 'König in Preussen/ /^nno 1698. den l l. dssovcmbriz ü. n. Mit Gewalt occu^i- ^'2"rm/ aber /^nnu 1700. den l. kclzruaru wieder in Freyheit setzen/ nachdem ihmdie Pohlen davor Kleinodien versetzten. Bey dem Einbruch der Schweden /wurden zwar^nno 170;. den iz. 0<AcVr. wieder Preußische Vöicker in die Vor-städte geleget/ aber die Stadt ergab sich den n. vcccmbr. an die Schweden.^01710 den 8- kcbruarii wurde sie unter dem General Nosiitz von denenRussen mit List erobert. Sie ist eine gute Handel-Stadt.

Smm/ und 4. Cristburg/ zwey Städtgen und Starosteyen.

;. Neuteich/ ist der beste Ort dem so genannten gross n Werder.

II. Die lVoyrvodsthasfe Culm/ ^c.palacikacuZLuImcnslz, hat folgen»de Oerter: Dieses Land wird auch eulmiALiia genennet.

I) Culm / l-ar. Llüma, eine alte Stadt unö derHaupt-Ort derWoywod»schafft/hat einen Bischoff/ und lieget an der Weichsel. Sie ward ^von Venen Teutschen Ordens-Rittern erbauet/ und wider die Heydnische Preus-sen befestiget. Sie ist itzo schlecht bewohnet. Vor Zeiten ist hier eine /^caäemicgewesen.

O Althauß/ oder ein Schloß bey Culm / wo der Bischoff von

Culm rcsiästet. sU) 2 Z>Col-