Des stchstcu Nltchcs dap. VIII.
I'kn rcüciiret/ und regiert von 1190. biß I2.O0. Die Teutschen Ordens,Ritter / I ^ar. ^guire8 orcUmzi'Luconici genennet wurden) in Preussen/ nahmeneine grosse Gegend ein / und baucten die Städte Thoren/ Culm/ Althauß/Ma-^»-5 ^ rienburg und Elbing. Nach einem langwierigen Kriege sind dieseRitter-Hermvon gantz Preussen worden. Eine Zeitlang regiereten die Land-Mister darinnebiß i z o?. Der Hochmeister 5i^fricä von Früchtwangen seine Residcntz zu M-Nn alten rienburg in Preussen nahm / dessen Vorfahren zu Marpurg in Hessen reklet,und neuen Nach der Zeit musten die Ritter mit denen Pohlen blutige Kriege führen, wel-Preussen. che endlich zu Zeiten des Königes daümiri iv. es dahin brachten daß die StädteDantzig/ Thoren/ Elbing/ dieBischöffe zu Culm/ Pomesan und Samland^.n. 1454. sich unter den Schutz des Königes daümin iv. in Pohlen ergeben.Nach einem dreyzehen jährigen Kriege ward endlich 1467. Friede / in wel,chem derVörder-Theil/ wo Dantzig / Culm/ Thoren / Marienburg/ Elbing/Ermeland und Michela liegen/ an die Pohlen abgetreten wurde. Das hin«tere Theil wo Königsberg die Haupt-Stadt ist / bliebe zwar denen Rittern / dochmit dem Beding / daß die Großmeister des Teutschen Ordens dem Könige vonPohlen huldigen / und ihr Land hinfort von der Cron Pohlen zu Lehn tragen sol-len. Mehr Nachricht ist im folgenden Capitel zu lesen- Hiermercketmannursoviel/ daß /wno dbr. 14x4. Preussen getheilet/ und hernach nicht wieder ver-einiget worden-
Das polnische oder vordere Preussen / hat vier unterschiedeneGebieche/als Marienburg / Culm / Ermeland/Pomercllien/ worinnePohlen undDtUt»sehe wohnen/ welche theils Evangelische/ theils Reformirte/ theils Römisch-Catholifcher Religion sind.
1. Die Woywodschasst/ oder das Gebiethe von Marienburg /Q2M5^iarieklzi-irgensi5, wird auch das Werderland/ I-Zr. VinäANZ,gemMt/weil dieser Kern von Preussen aus vielen Werdern / das ist/ solchen Gegendenbestehet/ welche als Jnfuln mit Sümpffen/ Flüssen und Morästen umgebensind, /^nno 1717. den 26 hat sich das Wasser wegen des aufgehendenEises in dem Flusse Nogat/ so ein Arm von der Weixel ist/ dermaßen gehem-met/ daß es in diesem Gebiethe zwey Dämme durchrissen / den grossen Werdergantz unter Wasser gesetzet/ so daß viel Menschen und Vieh umkommen sind.Es ist dadurch ein Schade auf etliche Tonnen Goldes am Werthe geschehen.Die vornehmste Oertcr sind:
1. Mgrienburg / i.ar. iclariXburgum, die Haupt Stadt dieses Gebiethes/ist eine Woywodschasst/ mit einem Casteö oder Schlosse/ wo hiebevorderHochmeister des Teutschen Ordens gesessen- Sie lieget an einem Arm derWeixel Nogat benähmet. Der Gegend formiret die Weixel eine fruchtbareAnsul / Zulava genannt- Der grössere Theil lieget gegen Marienburg/ derkleinere aber gegen Dantzig zu. -knno 1 644. ist das Schloß durch Brand sehr