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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
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123
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Votl ^ustlättk» Hder LPkofcov

Aufruhr machen. Nachdem aber der Czaar an andern Höfen m Eurova auffseinen unterschiedenen Reisen 1697. -698- /mno 1712. 1716. .7^1-7 ?> ,freyes Lcrcmciniel vor die Bedienten beobachtet / so wird dermalen in Ruklani,alles höflicher eingerichtet. ^ bmn-

11. Die Russen bekennen die Griechische Religion / und glauben sie / dakder heilige Andreas/ em Apostel Christi/ und Bruder Simonis Petri/ cncsFischers/Nahmens Jonas/ Sohn/ die Russen zum Christenthum bckehmhabe. Einige geben dieses zu / und meyncn / es sey hernach das Christenthumin Rußland wieder ausgerottet/ aber durch die ^Monano-- der Griechischen Pa^triarchen zu Constantinopel wieder eingeführet worden. Andere wollen bebau«pten/ daß das Christenthum erst im x. 5cculo in Rußland angefangen habeWeil sie nun in wenig Puncten nur von denen Reformirten und Evangelisch-Lutherischen in der Religion unterschieden sind / so wird auch diesen die freyeÜbung des Gottesdienstes an etlichen Orten verstattet. Die Gemählde sind beyihnen in grösserer Hochachtung als die geschnitzte Bilder. Ihr Gottesdienst wirdin Rußischer Sprache verrichtet. Das Ober-Haupt des Geistlichen Standes inRußland ist der Patriarch« / welcher vor Zeiten von dem Patriarchen zu Constawtinopel cicpcnchret hat / von dem er sich / wenn er von der Rußischen Tlcrisey er-wählet worden/ sich erst von ihm muste bestätigen und conkrmi>. eir lassen. Heutezu Tage haben sich die Rußischen Prälaten dieses selbst angemasstt- Der Patri«arche rc/Mret in der Haupt-Stadt Moscou in dem Xrcmelm. Er unterlassetnicht mit denen Griechischen Patriarchen zu Constantinopel / Alcxandria/ Anti-ochia und Jerusalem in gutem Verständnisse zu leben. Nach dem Patriarchensind in Rußland auch vier ^erropoliceri, oder Aelter-Bifchöffe/ I. zuNovogo-

rod UNd^elilcostubz. 2. Lasan undx^'iachz. ).5artckc>i UNdpoclon. st.0-

und ^saro8lo>v. 4. Zaxki und l?oclc>n. Nach diesen folgen sieben Setz Bl«

schösse i)zu^Lc»IoAcla UNd^Lelilci permizlcc». 2) Kcian UNd ^turnmoxlco. z)8ll8äalzlcoi und 1'ora8lcoi. 4) l'uerzlcoi UNd Lsssuizicob ;) 8ibir8lcc>s und ^0-bol8lcol. 6) /ltlracban UNd 'Icr^coi. 7) psouxlcoi UNd 8bochlcoi. Der einige

Bischoff zu Lvlomna im Hertzogthum Ke2an, ist gleichsam des Patriarchen zuMoscou Cantzler / und muß immer bey ihm seyn. Hierauf folgen die prompopcn.und Popen, oder Priester/ welche sich verheyraihcn. Die andern Dinge haben sichdurch kluge Ansialten Jhro itzt glorwürdigss regierenden Czaarischen Mai- höchstweißliche und preißwürdigste Veranstaltungen solchergestalt verändert / daß dermehrere Theil der alten Kel-nionen, so von Rußland vorhanden/ in Zukunsst zunichts anders dienen kan/ als daß man daraus ersehe/ was vor grosse und glück-liche Veränderungen die Klugheit eines Monarchen zuwege bringen könne. DieRussen gemessen das Heil. Abendmahl unter beyderley Gestalt / und belieben stattder Hostien Brodt zu gebrauchen- Die Kinder der Russen werden bey derTauffein ein Besässe mit Wasser getauchet/ und also im Nahmen GOttcs des

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