Des sechsten Ruches e -p. V.
Von derReligionder Mo-scoviter
Vaters / des Sohnes und des Heil- Geistes getauffet. Die vornehmste Lehrender heutigen Russen find diese: Sie glauben
I. Daß die Heil. Schrifft das wahre Wort GOttts/ und die Richtschnurdes Glaubens sey / und daher nickt müsse vermischet wadm.
N- Daß aussr der wahren Kirchen keine Seeligkelt zu hoffen/ und daß nwaus solcher Ursache den 5/ncrenünum meiden und stichln solle.
m. DH der Pabst von Rom keines weges das Haupt der Christlichen Re-ligion fty/ und daß er sich selbst / ohne einigen Befehl deswegen von Christo zuhaben / darzu aufgeworffen habe.
iv. Daß die Römische oder Lateinische Kirche auch keinen Vorzug für an-dern Christlichen Kirchen habe.
v. Daß die Feinde Christi auch ihre Feinde ftyn.
vi Daß der Ebestand als eine sehr ehrliche Sache müsse betrachtet werden/und daß die Priester d .hero nicht sollen davon ausgeschlossen werden.
vii. Daß man der Obrigkeit Ehre und «.Weü erweisen/ und derselbengehorchen mW.
viel, NaßmmdmGottesdimst inThren halten sollte.
ix. Daß d e M acht zu b inden/ oder aufzulösen/ der Christlichen Kirche vonGOtt g'gcb- n sey.
x. Daß d e Heilige Dreyeinigkeit nur ein ewiger GOtt sey.
XI, Daß die Er- fünde muss, beweinet werden.
xn, Daß GOkr n cht die Ursach der Sünde sey. Me.
xiii. Daß man GOtt üb r alles/ und ft-nen Nächsten als sich selbstkbm
xiv. DaßGOti sich durch IEsum Christum/ und um JE su Christi wil-len über uns erbarmet habe.
XV. Daß GOtt der Grund dkr Seeligkeit sey.xvi. Daß Christus in se iner Göttlichen und Menschlichen Natur bey sei-ner Kirche fty und allezeit bey derfilbigm seyn werde-
XVII. Daß mau durch sein Gebeth / und nicht durch diesen oder jenen Hei-!i ' en die Gnade JEm Christi erhalten müsse- N'chcö dcstoweniger rüsten sie dieHeiligen an / und halten 5r.dlicolaum vor Wen Schutz Patron.
xviü. D H man die Touffe nach der Einsetzung Christi verrichten solle. ^xix. Daß man das Hcstigc Abendmahl unter beyden Gestalten brauchen/und dabey Vrodt haben solle-
XX Daß d-k Busse einem wahren Ch tsten nöthig sey.
XXI. Daß dm Glaube eines wahreil Christen leb.ndig stXXil. Daß ein ewqesLcben zu hoffen sey.xxili. Daß em F gx Feu r fty sonder nur zwey Oerter nach diesem Leben/nehmlich das P wodeiß oder Himmel / oder die Seeligkeit / uns die Hölle /oder dieVe.Sammwß/ welche her Ort der ewigen Qugat Heisset.
Sie
nd!g seyn solle.