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Des sechsten Buches Lap. V.
7. Die Russen sind zwar von Natur keines Kriegerischen »umeur, dochnunmehw durch die teutsche OjLcwer zu trefflichen Soldaten gemachet, und inallen 5xercml5, wie andere Europäische Nationen/ xcrtc^iomret worden. Siewissen so wohl zur See als zu Lande ihrem Feinde tapffer zu begegnen / und dieBelagerungen nicht nur unerschrocken auszuhalten/ sondern auch großmüthiganfuhren / welches die letztern Kriege mit denen Türcken und Schweden zurGenüge bewiesen haben. Vor Zeiten beliebeten sie sich der Faulheit und Grau-famkeit zu ergeben/ und musien sich bald von denen Pohlen/ bald von denenSchweden uird Tattarn vcxlren lassen- r6ii. ward die Haupt-StadtMoscou von einer Handvoll Pohlen eingenommen. Denn es waren ihmnicht mehr als sechs tausend Mann / ohngeachttt man damahls gewiß versichernkonnte/ daß in der Stadt Moscou allein über siebenmahl hundert tausend Men-schen das Schwerdt führen könnten- Da es nun zum Handgemenge kam/ sofanden diese wenige Pohlen und Teutsche unter dem General ^IKouilil, oder?llllcieo^5ki Gelegenheit sich nach einer äcchermcn tttatlücre mit grosser Beutezu renrireu- Nach der Zeit ist die Ruß'schk Krieges-Macht gantz auf andern Fußgesetzet worden/ daß sie Zeithcro so wohl in Tcutschland/ Pohlen/ Licffland/Finnland / als Rußland glottcule Siege erhalten hat. Die sonst zu siegen ge-wohnte Schweden/ müssen Vermahlen der Russen Tapfferkcit zu Wasser und zuLande weichen/ und die ansehnliche Provmizm/ Fmnland/ Jngermannland/Esthen und Lieffland nebst denen Jnsuln Oesel/ öcc. in RGW
Händen sehen. Die zu schlagen begierige Pohlen haben nun viel Jahr lang dieRussischen Armeen geduldig verpflegen / und auch dem sieghafften Czaar grosseclomriomlanez aus Groß- und Klein-Pohlen/ Preussen Litthauen und der Ukrai-ne erlegen müssen. Im Jahr 1677. machten die Türcken zwar grosse Modellen,wurden aber in der Belagerung der festen Stadt (Rechnn g« siem Flusse Tas-min in der Ukraine / im Gebiethe von Kiow gelegen / von denen Russen bißausöHaupt geschlagen.
8- Im Jahr 1679. stunden drey Russische Armeen / eine jede von hunderttausend Mann auf den Beinen- Die Macht ihrer Armeen ist heute zu Tagedurch viele frembde OKicu er und Trouppcn aus Holland / Tmtschlanö/ Poh-len und Frankreich verstärckkt worden
9. Unter denen wichtigsten Vestunqen/ die in dem heutig-n Rußland lie-gen / sind: Das Castcll bey dcr Stadt Vologda / das zu Biolizcro/ Archangel/Sms'ensko Kiow/ Astrachan/ Petersburg:c.
,Q. Jhro Czaarische Majestät pflegen die Kön'glichc Abgesandten an Le-bens-M treln/ und allen andern Reise-Bcschwermsscn/ sobald sieaufdieGrän-tzen komm/durch da-? gantze Land frey zu l^ltt n Hieberor war denen Bedientender ^emden/cmlz.Mäeur5 nicht erlaubet m derStao^MGou fmkierenzu gehen/weä man besorgte/ sie möchten Mit denen Einwohtmnein Verständniß zum
Auf-