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2 (1856) Urkunden der fränkischen Linie : 1235 - 1332
Entstehung
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überaus willfährige Unterstützung, welche sowohl die frühere, als ganz beson-ders auch die gegenwärtige Königlich Bairische Archivdirection dem Werkeseit Jahren ohne Ermüden hat angedeihen lassen.

Den wesentlichsten Bestandtheil der gegenwärtigen Urkundensammlungbildet der Inhalt des ehemaligen Burggräflichen Stammarchives, dessen Entste-hung und fernere Entwickelung bereits vor 10 Jahren in dem Archive für dieGeschichte von Oberfranken Bd. III. abgehandelt wurde. Inzwischen ist dasunter Burggraf Friedrich V. (um d. J. 1370) angelegte sogenannteAnkunfts-huch " wieder zu Tage gekommen, und gewährt dasselbe nicht nur eine kost-bare Fundgrube für Schriftstücke, deren Originale verloren gingen, sondernauch ein Mittel zur Controlle der noch im Original vorhandenen Urkunden desdamaligen Burggräflichen Archives. Diese letzteren nun die den Burggrafenvon Kaisern und Königen, geistlichen und weltlichen Fürsten, von Klösternund Kirchen, von Herren und Unterthanen ausgestellten Urkunden befindensich jetzt möglichst vollzählig im Reichsarchive zu München.

Nicht minder zahlreich als diese Kategorie sind die von den Burggrafenausgestellten Urkunden vertreten, und auch diese finden sich jetzt zum grösstenTheil in München vereinigt. Unter denselben lieferten die ehemaligen Fürst-bischöflichen Archive von Bamberg, Würzburg, Eichstädt und Regensburgeine ansehnliche Ausbeute; desgleichen die übrigen geistlichen Stiftungen desFrankenlandes, namentlich die Klöster Heilsbronn und Spalt und die Deutscli-ordens-Häuser zu Virnsberg, Nürnberg u. a. m., so wie auch die ebendortzusammengeflossenen Archivreste ehemaliger Reichsstädte und verschiedenerausgestorbener Dynasten - Familien. Dagegen konnten manche FränkischePrivat-Archive noch nicht erschöpfend genug benutzt werden, und waren dieHerausgeber hinsichtlich dieser Materialien oftmals in dem Falle, die Abdrückevon Falckenstein, Oetter, Schütz, Wölckern u. a. m., wie unvollkommen sieauch meist befunden worden, wiedergeben zu müssen.

Von anderen Deutschen Archiven bot besonders das K. K. Haus- undStaats - Archiv zu Wien viel Neues über die Burggräflichen Lehen in Oester-reich, während die Sächsischen Quellen, dem historischen Entwickelungsgangegemäss, für die vorliegende Periode weniger wennschon sehr schätzbareBeiträge lieferten; dagegen aber gewährte das Kurhessische Archiv einen nam-haften Ersatz für den in den ersten anderthalb Jahrhunderten der Burggräf-lichen Dynastie noch sehr spärlichen Yorrath an Familien-Documenten.

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