Warnung erwies fxd) aud) balb als begrüntet. Ob gtcic^ nad) ißuuft 15beö £eilbronuer Vertrags ') gwifdjeu bem Saifer uub §ergog Ulrich(8. 3an. 1547) beu ©ienftleuten beö festeren Sergeihung sitgefict;evt war,fo geigte es fid) batb, baß fid; folche auf Sonrab, bei feiner befonberen(Stellung gu bem fpaufe Deftreid), nicht erftredte. <3d)ou wenige £agenachher (17. Januar) fchreibt er au Ulrich, er feie burd) etliche guteffremtbe berwarut werben, baff er bei beut Äaifcr in Ungnabc gefallenfeie, uub bitte, ibm 9iatf> uub §itfc gnebiglid) mitgutbeilen, Worauf erburd; ein hergoglid)eS ©dgrcibeu bont 23. Samtar bie bernbigenbe ,gu«fic^erung erhält, baß nad; bem obigen Verträge unb beu banebeit gc«pflegten Serljanblungeu alte SebeuSleitte unb biefenigen, Wetd)C bor bemKriege beut §ergog gebient hätten, auSgeföl)nt feien.
£)ergog Itlrid) bcrWenbetc fiel; aud) nod) befottberS bei ber fönig*lid;en SDiajeftät für feine Üeljenöleute, aber erfolglos, bemt er ließ unterbem 18. 2)1 ärg Äouraben, ber fiel; am 14. mit ber abermaligen Sitteum Statt) unb fpilfe bei bett ihn bebrohenbcit feinbfeligett SJtaßregelu beröftreid)ifd)eu Stegierung att ihn gewenbet hatte, mittheifeit, baß er inSlngelegenheiteu ber 91n6fi51;nujtg etlicher feiner ®ietter ein imbertt;änigeö©dfreibeu unb Sitt att bie löniglicl;e SDtajeftät getl;au, aber nitt allaittfhein fdjrifttid) antwurt erlangt, fonbern fein bott bon ben föniglid)ett9tätl)en gu ißrag mit ainer offenen urfunb abgewißett Worbeu feie, ausber er bernommeu, baß er felbft itt gleicher geftalt bei ber !öttiglid)en23tajeftät in ungtiabe feie, otte aitgcfeljen bermelten bertragS, baljer $oit*rab eben feiner fad)eu guter ad)tung unb gebitlt haben möchte. Stach«bem bie öftreid)ifcl)c Stegiernng im Üttli 1547 gegen mehrere £l)eiüttehmer au beut fd)malfalbifd)en Kriege, worunter aud) ÄonrabS <Sd)Wa*,ger, Saftiait bon ©hingen 2 ), mit ©pefutiou cingefdfritten War, Wanbtefiel; bcrfclbe am 21. 3uli abermals an bett fpergog mit ber Sitte umStatt) uub Spilfe, ba er ja Wegen feines OienfteS in fotd)e unruw ge*fommeu feie, worauf ihm Ulrich unter bem 4. Slugitft gu wiffen tl)uuließ, baß er im ben uädfften Oagen feine 9tätl;e mit bem ernftlidjen be='betd) uff ben berorbneten tag gen Slugfpitrg fd;iden werbe, bei ber fönig«tidfen faifcrlid;ext SJtajeftät JtonrabS unb anberer feiner ®iener Sefd)Werbeuub fiirforg hanblung git pflegen, bereu Stcfultat er bem ©rafeit feiner
1) §ei)b, Ulticf;, §erjog ju SBirtemberg III, 472.
2) ©iefet fd)eiitt fomit eine @d)wefter ttonrabs gut grau gehabt 31t l)aben;et war im Sreisgau begütert.