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Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen : nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkundenbuch
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3eit mitreiten werbe. ©S palf aber alles nichts. 3m bett erftcnSagen beS 50ionat6 (September würbe aitcp bon ber i5ftvetdf;ifcf;en 9tegie=rung in ©nfispcittt gegen Sottrab eingcfcprittcn. Stiefelbe ttaprn, ttacpeinem lamentablen Scpreiben beS ©rafen an §erjog Ulricp bon SB. bont11. September, alle paab nnb giieter, liegettbeS unb barettbeS, ißfanbtmtb aigentpumb ÄonrabS gewattiglicpen ein, befcpte bie ^äufer, infcn»berpeit Sicptenecf, worin beffen pußfröW nnb Sinber, unb ließ alles, WaSbarin, inbentiren unb auffcpreibett; er, Sonrab, aber mußte bon SBcibmtb Äinberu, nnb all' bent Seinigen Weicpett nnb fcpeibctt ] ).

3n feiner bebrängtcn Sage ließ er ancp meprere Scpreiben an benmirtcmbergifcpen bängter Keßler abgepem ber ipm unter Slnberem am17. September ermiebcrte, er unb bon growenberg pätten berntög iprer3nftruftioit bei bent fperra bon ©raubctla um 33egnabigitng aller Sie»ner beS Jpergogö aitgefitcpt, aber bis attpcr nocp fpain antwurt erpalten,fo balb mit fug gefcpepett tonne, werben fie Wieber mit fleiS follici=tiren. ?lucp an bie faiferlicpen 9tätpc ju SlugSburg wanbte fiep Äonrab,erpielt aber bon benfelbctt (16. September) eilte Slntroort, attS Welcperer iticptjit gttp abuepmett tonnte, ba nacp ber Slnfidpt ber faiferlicpen9?ätpc nur bie 9iitterfcpaft beS gürftcutpumS 9B., uicpt aber bie ©rafettttttb fperrett, itt beut fpeilbrontter SBertrag begriffen feien. 3n bett erftcnSagen beö SDtonatö 9tobcmber ,erpielt ffottrab bie 9?acpricpt, baß er,uebft einem ©bleu bott §atfcnftein, borgeforbert werben werbe, fiep borbeut fiaifer 51t oerantworten, was ipm eineStpeilS erwfinfcpt, anbertt»tpeilS aber attep auffallcttb bortam 2 ). ©S gieug inbeß bamit uicpt forafcp, beim er betlagte fiep in einem Scpreiben au bett wirtembergifepettSattjler bom 12. 9tobember, baß er otte berpertt bon 2Beib ttttb titibunb all' bettt Seinigen berjagt fein miiffe, alles bmb bttfcpttlb, unb am1. 9)tcirg 1548 bittet er ben Äanglbr um UuterWeifung, weffett er fiep inber ^anblung mit föttiglicper SDtajeftät 3U berpalteu pabe. ©ttblicp, imSDtoitat SÜccirj, tarn ber ißrogeß fottrabS bor ben taiferlicpeu 9tätpen ittHugSbttrg jur Sßerpanblitttg. @r gab auep eilte, opne ^Weifet Bott $ e fi slern berfaßte, fcpriftlicpe 93eraittmortmtg unb Steprecatioit an bie fönig»

1) Saut Schreibens ÄonrabS bom 11. SJtai 1548 patte er mährenb feinerSterjagungUnberfcptanf itnb Unterhaltung" bon beut (erjogt. toirt. §aufe.

2) fionrab mar auep9theben" halber angesagt, welche er gegen bie fönigl.taiferl. SDtajeftät getpan haben foHte, unb Welche berfetben hinterbraept worbeuwaren. (Seffen Schreiben bom 15. Ottober 1547 an ben wirtemb. Äanjler.)