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Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Herren von Kröcher : aus Urkunden, Archivalien, und Familiennachrichten
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immer als gut, das Böse als böse anerkannt wurde,die Art, wie der Mensch seine Erkenntniß zur Geltungbrachte, blieb nicht dieselbe, sondern wechselte nach denZeiten, wie im Leben des Einzelnen. Aber durch alleGenerationen wechselt Freude und Leid, Lust und Traner,Lachen und Weinen, wie Sonnenschein und Regen,und die Augen, die kurz zuvor in heiterer Wonne ge-lächelt hatten, netzte bald nachher die Thräne des Knm-mcrs. So veränderlich gestalten sich die Schicksale derMenschen. Einer aber bleibet wie er ist, und seineJahre nehmen kein Ende, aber auch seine Liebe wäh-ret in Ewigkeit! —

Aber Eines unterscheidet das Leben des Einzel-nen von dem Leben eines ganzen Geschlechts; bei demErsteren kann man angeben, wann er ein Greis ge-worden ist, aber nicht bei dem Letzteren. Zwar ster-ben die Geschlechter, wie der Einzelne, und gar vielesind bereis ansgestorben. Dies Loos trifft Eines nachdem Anderen, und unvermeidlich zuletzt Alle, bis Kei-nes der vorhandenen mehr übrig ist, und neue Ge-schlechter die Erde bewohnen. Sind doch jetzt die Ge-schlechter der lebenden Wesen sämmtlich anders, als infrüheren Perioden der Schöpfung; auch innerhalb desMenschengeschlechts, auch innerhalb der Dauer einereinzigen Periode findet solch ein Wechsel statt, undwenn abermals sechs Jahrhunderte verronnen sein wer-