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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
259
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Ve>»! denen Jnffln des ^lcbi^Llzgi bey Asien. »5?

Die Inwokner dieser Jnsul theilen dieselbe in zween Theile, und nennenden einen ^onomoiz. oder den ebenen Theil, welcher gegen Mittag gelegen ist,und den andern Lacamcrz»oder den untern, so mitternächtlich ist.

Die Haupt-Stadt, von welcher die Jnsul ihren Nahmen hat, ist mitMauren, so 8.Thoren haben, umgeben, nichts destoweniger ist dieselbe nichtgroß, aber sehr volckreich, und wird nur von Lateinisch-und GriechischenChristen bewohnet, die Tunken und Juden aber sind im Schloß, welches sthrvest ist, und einen grossen Begriff hat. Es hat 5. Römisch-Catholische Kir-chen unter einem Bischoff daselbst, und halten sich auch Capuciner alida auf.Jngleichen haben die p.p. Jesuiten allhier z. Hauser, nicht weniger sind ei-nige Aoster der Griechischen Geistlichen, und noch viel andere der Cawgerz,oder Griechischen Mönche,alldort anzutreffen.

il.

Von dem Zustand und Beschaffenheit derJnsul

Luffr dieser Jnsul ist rein, und wohl cempenrt, das Erdreich aber

120.

"trocken, und das Wasset daselbst übel zu bekomme!?. Dannenherodie Christen zum öffern allgemeine procelllonen halten, von GOtt einen Re-gen zu erbitten. Es wird daselbst viel Wein gebauet, es ist aber derselbenicht gar lieblich, hingegen aber der Mastix sehr vortrefflich. Dieser ist einweisses Liimmi. welches aus einem Baum steust, in welchen man im Hugulkund Herbst Schnitte macht. Man kauet denselben, wie wirs mit dem To-back zu machen pstegen, und ist derselbe gut, weisse Zahne, und einen wohl-riechenden Athem zu machen, von welchem der Groß-Türck einen ansehnlichenTribut bekommt.

Die Mannsbilder allda sind von schöner Leibes-Grösse und sinnreich,alch, daß man sich für ihnen vorzusehen hat, daß sie einen nicht rbern Tölpelwerffen. Jngleichen ist auch das Weibsvolck Wohlgestalt, und in gantzTurckcv keines anzutreffen, welches lieber auffgebutzet und geschmückt gehet,und grössere Lust und Liebe zu allerhand Geschmuck und Kleynodien,und schö-nen Kleidern haben solte. Es wird daselbst sehr schöner Atlaß und Zeuggemacht, womit die Inwohner grosses Gewerb treiben. Die Feld - Hü-ner sind daselbst so zahm, daß ein jeder die seinige schaarenweife, unrer ei-nem darzu bestellten Mann ins freye Feld lausten last, ihre Nahrung zu su-chen, welcher ihnen des Abends mit einem Pfeiffein rüstet, und sie wieder na-eher Hause führet.

Der Nahme des alten Griechischen Poeten Nomen ist daselbst sehr wohl

Kk 2 bekannt.