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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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217
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Von der Türcke^ in Asm. 217

Wolcken formiret werden, gestiegen, und daß die ersten , so ihn umgeben,

«Wer und dick, die andern aber überaus kalt, und voller Schnee gewesen ftyen,! Werdrittenaber, durch weiche er gegangen, hatteer, wann es iwch eine vier-wl Stund langer gewähret, für Kalte unfehlbar sterben müssen, die folgendeTage aber, welche er noch höher hinauf gestiegen, wäre eine viel gelindere uiidwärmere Lufft gegangen, und als er endlich in des preßhaffren Geistlichen Gel-len angelanget, hatte er aus seinemMund vernommen, daß er in zwantzig Jah-ren, die er in seiner Einsiedlers-Glaustn zugebracht, niemahls weder Hitze nochFrost, noch Wind empfunden, noch einigen Regen habe fallen sehen. NieserEinsiedler habeihn gantzlich bereden wollen, daß die Arch noch gantz aufdiesemBcrge anzutreffen, und daß diese gemässigte Lufft verhindert habe, daß sie nichtverfaulet seye. Gestalten er ihm dann ein höitzern Ereutz , weiches, wie ervorgegeben, aus einem Bort von dieser Arch gemacht worden, verehret.

IV.

Vom Zustand und Beschaffenheit des Landes

k^Je Lufft dieses Landes ist feucht und ungesund, insonderheit in ^in^rella.e^/Die Beschaffenheit des Erdreichs ist bergicht, und mir vielen Waldern 9 z.umgeben, darinnen sich viel wilde Thiere auffhalten. Der Falcren und Sper-)er gibt es eine grosse Menge darinnen, so wächset auf den Hügeln vortrefflich ffe ^guter Wein , und in der Ebene sehr viel Hirsen. Ingleichen wird in etlichen z>^. 144I Thälern Korn gesäet, und kommen die Mautbeer-Baume sehr wohl fort.! Die Inwohner sind groß von Leibes-Statur, und wohl gebildet, die aber,I so aufden Bergen wohnen, grobundwild, und haben mehrencheils ein greßli»

^ ches und garstiges Angesicht. Sie bedecken ihr Haupt mit einergefaltcnen Mü-tze, und sind elendiglich mit einem Rock von lchlechtem Tuch, so im Lande ge-macht wird, und ihnen bis an die Knie gehet, gekleidet, wiewohl die Reich-sten, insonderheit m ivlmßrcli» sich Kappen von etlichen ausländischen Zeugenmachen lassen, die aber sehr eng, und hinten bis au die Hintcr-Backen offensind, damit sie desto bequemlicher zu Pferd sitzen können. Ihre Häuser beste-hen in einem Saal, dessen Verwände von Holtz, und das Dach von Stroh ist,und haben keine andere Oeffnung, als eine Thür, die sie an statt des Fenstersund Schornsteins gebrauchen. Nichts destowem'ger sagt man, daß der FürstlMWrsiia mebrals funffzig Paklaste habe,worunter der zu ^ugclicli der schönstem. Selbiger ist von Steinen gebauet, undmicPersianischemHaußrathvcr-! sehen und ausstaffirt.

Der Neichthumb derer, so in den Bergen wohnen, bestehet in ihren Heer-Anderer Theil. Ee dm