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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Von Arabien. 20;

um Steinen, und mit Bley gedeckt. Dieses ist ein altes Gebau,4o. oder ;o.Schuh lang, und ;c>. breit. Der Chor bestehet in 6. Schwibbögen, undhat auf jeder Seiten einen Flügel. Selbiger ist mit einem Umfang vonSchreinerwerck, welcher so breit, als das Closter, umgeben, und mit schönemvergüldetem Getäfel gezieret. Auch auf beyden Seiten mit vielen Gemählden,so auf Griechische Art gemacht sind, behängen. Hinter dem hohen Altar isteine Capclle, welche nber den Ort, allwo GOtt der HErr dem Mose in ei»nem feurigen Busch erschienen, gebauet, und darff man nur mit blossen Füs-sen hinein gebetn Zur Seiten dieses Altars stehet gleichsam auf einem kleb-,im Altar, ein Kasten von weissem Marmel, worein Laubwerck von erhobenerArbeit sehr künstlich gehanen worden, welcher gemeiniglich mit einem sehr köst»lichm Teppich bedeckt ist. Dieser Kasten ist zween Schuh lang, einen breit,und 14. oder 1 s. Schuh hoch, in welchem die kcliguien der Heil.Catharina,welche in einer dürren Hirnschalen, daran, wie auf unsern Kirchhöfen, wederHaut, noch Fleisch mehr ist, verwahret werden; es ist auch darinnen eine lin»cke Hand, welche gantz eingeschrumpffen, und an vielen Orten von kleinenWurmen zernaget ist, zu sehen ; die Nagel sind noch gantz, das Fleisch aberon denen Orten, so diese Wurme nicht verderbet haben, gantz dürr und ein»Mallen. Die Stühle der Geistlichen sind so lang, als der Chor ist, nacheinander gestellet, des Ertz»Bischoffs seiner aber ist mitten unter den Schwib-bögen, wie ein Thron erhöben. Dieser Griechische Prälat, so sich einen Ertz»Bischoff des Berges Sinai nennet, ist keinem Patriarchen unterworffen,undönt auf die hohen Fest»Tage zwo Bischoffs »Hauben, worunter die eine vonEoldschmids»Arbeit gemacht, und mit Edelgesteinen besetzt, die andere aber,ss noch schöner, fast eben wie des Pabsts Cron, oben mit einem Krantz gemachtist, es hat aber dieselbe nur eine, so in der Mitten geblühmet ist, das übrigevon dieser köstlichen Bischoffs»Mütze ist sehr reich mit Gold gestickt, und mitkostbaren Edelgesteinen besetzet. Der Rock dieses Prälatens ist, wie der l)-s.conen ihrer, gemacht, so bis auf die Erde hinunter schleifst, auf den Seitenoffen, und ist mit einem Strick von Seiden und Gold zusammen gebunden,die Crmel aber sind zugemacht, und gehen nicht weiter, als bis an das Bild»ruß unsers Heylandes, der Jungfrau Maria, und etlicher Heiligen, so dareingcwnrcket, und ist selbiger ein p-^lenr eines Groß»Hertzogs aus der Moscau»Auf der rechten Seiten dieses Prälaten hanget ein viereckichtes Stücklein voneinem Goldstück, wie ein Brodtsack hinunter. An dem Hals trägt er zweyHone Crcutz von Edelgesteinen, und ein kleines viereckichtes Goldstück, wel»ches mit Perlen, Türckissen und andern Edelgesteinen, wie das Lphocl, des-München Hohenpriesters, besetzet ist. Auf der rechten Schulter, trägt er einHones, mit Perlen gesticktes Goldstück, so eines Schuhes breit ist, und umom Hals herum gehet, nachgchends aber über dem Mantel doppelt wird, und

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