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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Von Arabien.

As;

awssen, holen, und offenen Felsen gegen Occj-WmiflderOrt, allwo MoseSstchdieviertzigTagüber,so eraufdem Berg zugebracht, auffgehalten hat. Einwenig von diesem Felsen, und wann man zur rechten Hand hinauf steiget, ist ei»iie Kirche, welche den Griechen zugehöret, von welcher man zu der Krancken ih»wr kömmt, welche der Himmelfahrt unsers Hcylandes geweyhetist. Fünff,Kr sechs Schritt weiter, und gegen dieser Kirch über, ist eine offene Grotte,in welche man durch eilffStaffeln hinab steiget. In dieser Grotten hat Mosesdie Gesetz» Taffeln bekommen, hat auch allhie von GOtt begehret, sein Ange»stcht zu sehen. Die Araber haben eine darauf gebauet; es gibt auch

daselbst eine grosse Anzahl fruchtbare, insonderheit Oliv»und Pappel»Baume,samtzwo, oder dreyen schönen Quellen. Die Reisende sagen, daß sie viel grös»sere Mühe haben, den Berg hinunter, als hinaufzusteigen, und ist der Fuß die»ses Bergs, von dem Fuß des Berges St. Catharina durch ein grosses Thal, all»wo die Grotte des H. . welche von Natur in einen Felsen gehauen, und

gar weit, aber sehr tiess ist, abgesondert. In eben diesem Thal ist das Closterder viertzig Märtyrer gelegen, woselbst es eine schöne Kirche, und einen grossenGarten, nebst Vielen fruchttragenden Bäumen, als Aepffel»Birn»Nuß»undPomerantzen» Bäume hat. Es halten sich daselbst gemeiniglich einer oder zweenGeistliche auf, welche den Garten pflantzen und bauen.

Auf dem St.Cacharmett--Z5erF, welcher den dritten Theil hoher,Oder Berg Sinaiist, muß man von wegen der vielen gebrochenen Steine, soden Weg abschneiden, mir großer Mühe und Beschwerden steigen. Unter»W dieses Berges lMt eseine klemeCapell von trockenen Steinen, dasist, vonSteinen, so aufeinander ohne Mörtel sind gcleget worden, dergestalt, daß derWind von allen Seiten dadurch wehen kan. Die Christen haben die CapellMnhaib eines hohen Felsen gcbauet, welcher wie man sagt, wie der Leib ei»nw Weibs» Bildes , insonderheit nach dem Bauch und Brüsten, ge»staltet ist, und geben die Geistliche vor, daß derselbe diese Gestalt durch einWimderwmk bekommen habe, als die Engel den Leib der H. Catharina,mch dem sie die Märtyrer » Cronerlmltcn, von ^lexanäri-in Egyptenvchw getragen und versetzet. Zwar die Warheit zu bekennen, so hat es auf^Felsen eme lange und enge Höhe, dieselbe aber für den Leib eines Weibes»Bilds, insonderheit vom Bauch, und den Brüsten an, anzusehen, muß diei Einbildung das Beste darbey thun, undgchörtein starcker Glaube dazu. Die»l Mgen so diesen Berg hinab steigen, sam'mlen insgemein etliche Steine auf, aufdenen von Natur schwartz gemahlte Blätter, Krauter, und Bäume stehen,lw ist so gar djeje Abbildung, wann man sie zerbricht, inwendig zu finden, wannwn aber mit der Hand darüber fähret, so löschet sich alles aus. Wenn man vondiesem Berg in das Catharinen Closter kommen will, muß man gemeiniglichdurch das Closter der viertzig Märtyrer gehen; und dieses ist eben der Weg, den

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