202. Des vierdten Buchs Lzp. x.
Mit man die Mahometaner besprenget, begehen. Dieses geschieht um die Zeit,wann die (Ivanen » und grosse Schaaren der Pilgramen nach
kommen. ^ ^.
Die Gewölber der ^olgucci,. und rmgs umher stehende Kramladen sindmit allerhand kostbaren Kauff-Waaren angefüllet. Unter den Edelgesteinen,so daselbst feil sind, findet man auch eine grosse Menge Pulver vonGewürtz,welches einen überaus lieblichen Geruch von sich gibt»
Die Stadt ist offen, und hat keine Mauren.
§. 6.
Von den Bergen Sinai, St. Katharina, und Sreb,auch dem St. Katharinen Kloster.
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k?^Cr Berg SiuM ist an dem Ufer des rothen Meers, und gegen vccb/einer. </e f^/ciencdesClostersSt. Catharina , (von welchem wir hernach reden wobMoreonttj gelegen. Dieser Berg hat drey Berge, einen über den andern. Aufdemselben waren vor Alters viel Capellen gebauet, welche von mehr als vierze»^214. hen tausend Einsiedlern sind besucht worden. Die Griechen haben daselbst vielGeistliche gehalten, welche den Gottesdienst versehen haben, itziger Zeit aberist keiner allda mehr vorhanden, weil die Araber dieselbe hefftig versolget. Unterdenen Capellen, so noch übrig, sind die vornehmsten und anmercUichsten,die zu unser lieben Frauen, zu St. Elias, St. Anna , St- Johann, Er.PaNtaleoN, David, zur TauffChristi, St. Antonii des Einsiedlers , und nochTom. i. dreyandere, allwosich zweeen Söhne eines Königes in ^rkiopien, inEinsam-2?» keit4v.Jahr lang auffgehalten haben. Diese Capellen sind hin und heraiiun-terschiedlichenOrten aufdem Berg verstreuet, und hat jede ihren Garten. DasCloster lieget unten am Berg, aufwelchen man vorzeiten von dem Fuß an, bisZuoberst auf den Gipffel auf 14^0. Staffeln, welche, wie man dasiir halt, ausBefehl der heiligen Helena gemacht worden, und deren Merkzeichen noch vor-handen sind, steigen Muß. Nicht weit von dem Fuß des Berges ist eine Quell,deren Masser sehr gut ist. Wann man etwa den dritten Theil in die Hohe ge»stiegen ist, kommt man zu zwey Thoren, welche den Weg verschließen, unddenen Pilgern nichteher offen stehen, sie haben dann zuvor ihr Gewissen wohlgcprüfek, und gereiniget. Ein wenig Höher hinauff ist ein Fußtritt eines Ca-Meels zu sehen, welches, wie die Mahometaner für gewiß vorgeben, der Ein-druck des Catneels ist, auf welchem Moses geritten. Wann man noch höhersteiget, kommt man zu einem Stein, den ein Engel dahin geleget, demPro-pheten Elias den Weg zu verhindern. Aufdem Gipffel des Berges, unter einem
grossen,