Vdit Arabien.
mand mehr, als der gemeine Mann dahin , und befreyet anitzo der Groß«-Muphti, das ist, das Haupt der Mahometischen kellZion . die vornehmeLeute von dieser Pilgerschafft, mir dem Beding, daß sie jemand an ihre statt da»hin senden, und unter die Armen Allmosen austheilen lassen.
§. 5.
Von der Stadt Mecha, oder^l^dd^.
k^Jese Stadt, welche der Geburts- Ort des falschen Propheten Maho-5M"84if^/metsist, lieget in einem Thal, welches aufallenScyten von vielen Ber-<teqm umbgeben ist, die vier enge Passe haben, durch welche man zu der Stadtjommen kan. Der Grund und Boden umher ist über die Massen unfreundlich, »?4>und wachset weder Graß, noch Kraut, noch Korn, noch einiger Baum dar»innen, und werden die Gewächse und Blumen, so man allda stehet, in Küstenvon weit entlegenen Orten dahin gebracht. Die Dörre ist daselbst so groß, unddasWasser so übel zu bekommen, daß man dasselbe zum Gebrauch derJnwoh-neranders woher bringen muß, daherkommt es, daß es allda sehr theuer ist.
Wer dieser Unbequemlichkeiten aber ungeachtet, so kommen doch von allenOrten und Enden viel Pilgram, und ist an allerhand Lebens - Mitteln keinMangel. Es werden d.-!selbst nicht über sechs tausend Feuerstadten gezahlet,
Md sind die Hauser von Ziegelsteinen gebauet, und mit Erden bedecket.
Die berühmteste unter allen Mahometischen , und die am mei-
sten von jedermänniglich besuchet wird, ist mitten in der Stadt gelegen. Mankandieselbebey ihrem Dach, und zweyen Thürnen, die sehr hoch, undzierlichMm sind, von weitem ersehen. Man gehet durch mehr als hundert Thü-ren, deren jede obenher ein Fenster hat, hinein. Der Boden der Ktotguce» istliess, und muß man durch zehen oderzwölffStaffeln hinabgehen. Die Tür-ken stehen in dem Aberglauben, daß ihr Grund und Boden, aus zweyerleyUrsachen heilig sey; dann sie sagen, daß Abraham daselbst ftin erstes Hauß ge-bauet habe, und daß Mahomet allda gcbohren worden sey. Die Köstlichkeitber Tapezereyen ist nicht auszusprechen, und schimmert es überall von Gold, in-sonderheit an einem gewichen Ort, allwo, ihrem Vorgeben nach, des Abra-hams Hauß gestanden. Man gehet durch eine Thür von Silber, welche einesManneshochist, hinein. Zur Seiten ist ein im b<-, (also nennen sie eine Ca»M) in welcher ein sehr tieffer Brunn, und dessen Wassergcsaltzen, abersoheil->üm ist, daß es ihrer Meinung nach, wann man sich damit waschet, ihre Sün-oen austilget. Sie haben auch einen gewissen Tag im Jahr, welcher aufden^.unsers Monats May fallt, an welchem sie ein hohes, und aufihre Weiseyeiliges M, wegen Ausschöpffung dieses Wassers aus diesem Brunnen, wor-Anderer Theil. Cc mit