Von den, Königreiche Persien.
191
Fünff hundert Schritt von diesem Gebäude, und zur rechten Hand in demMeist noch eine Säule unter dem eingefallenen Gemäuer zu sehen, und stehenlwo Meilen von dannen, zur lincken Hand, noch drey derselben, welche, wie da»für gehalten wird, zu einem Thor der Stadt pertepoliz, wann änderst dieselbean diesen, Ort gestanden ist, gehöret haben.
Dritthalb Meil von dem ^tckei mmar, gegen Norden zwischen denBer»gen, ist eine grosse Menge anderer Bildnüssen, so in einen sehr harten, undMen Fellen gehauen sind, anzutreffen, allwo eine Art eines Tempels, oderGrabö zu sehen, darein man nur durch ein Fenster steigen kan, dessen Abbil»dung bey ist. angezeiget worden.
§. 7.
Von den Gräbern der Könige in Persien.
i^^Ie Stadt Hrtteuil, welche des berühmten Xeczus Hptter, des Vlmael.
Zopkl Vaters Geburts»Stadt gewesen, ist der gewöhnliche Ort, allwo l. c. s.das Königliche Hauß von Perfien ist begraben worden. 5 8.
In der vornehmsten zu ^rcleuil, welche am meisten besucht/,^
wird, ist das Grab des^cbnctt.KejzKi. Dessen grosses ?orr-i! stehet gegen dem 77.Ucyäsn, auf der Seiten gegen Mittag zu, über, und sind bey der ersten F.Wr eiserne Ketten zusehen, welche, wann sie von einem Ubelthater ange»rühret werden, demselben die Freyheit geben, daß man ihn nicht gefangen neh»rmdarff, und wann er in den Hof entrinnen kan, fo findet er daselbst einenmerbrüchlichen freyen und sichern Ort. Das Vorgemach dieser l^ol^uee istMeimglich mit köstlicher Tapezerey gezieret, allwo man sehr vieloder Mahometische Priester siehet, welche ihr gewöhnliches Gebeth daselbstverrichten. Der Chor der i^olquee ist achteckicht gebauet, darinnen das Grabdes5c/iZc/!.5epyj, st) von Holtz mit eingelegter Arbeit, und wie eine Küstegemacht ist, stehet, an dessen vier Ecken oben in der Höhe ein grosser gülde»mApffel gestellet ist, das übrige aber wird mit einem rothen köstlichen Gold»ßack verdecket. Rings umher hat es viel güldene und silberne Leuchter fürm Kertzen, welche auf hohen Festlägen angezündet werden. Bey der Haupt»
Mr der Ktottzuc- find die Grabmähler vieler Fürsten von Königlichem Ge»
M zu sehen , und ist nicht weit davon in der Gassen eine andere klolssueeOWkreffen, in welcher viel Grosse des Königreichs begraben liegen.
Des 5cbzck-5eptti Vater und Mutter haben ihre Grabmahler in einerwlguce, so eine viertel Meil von der Stadt abgelegen ist : Ingleichen sie» ^vea me umliegende Felder zu beyden Seiten voller prächtiger Gräber, die^^/ct».Uhrentheils sehr alt sind; woran dann die grosse Vorsorge der alten Perser
k« Ihm ErabsM« nkMM ist.
§,s.