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gewesen sind. Sie sind zu dem Götzendienst und Verwaltung der Tempelbestellet, und verehren absonderlich einen Abgott, den sie nennen,
welchen sie für den Ursprung aller Dinge, und für den Schöpffer der gantzenWelt erkennen. Sie sagen, daß derselbe drey e^öhne erzeuget habe, welcheaber nur eine einige Gottheit ausmachen. Damit sie nun diese Zahl undGleichförmigkeit der Natur ausdrucken mögen, so traget ein jeder eine Bin»de, welche in drey Schnüre abgetheilet ist. Sie tragen einen Tullband aufdem Kopffe, und ziehen zwey Futter»Hembder übereinander an, deren eines nichtweiter, als biß an die Knie»Scheiben, das andere aber ein wenig weiter hinun»ter gehet. Sie haben allezeit rothe Schuhe an, und legen sich sehr auf diekwksmattsche Kunst, habe«? auch eine berühmte Schule in einer Stadt, Lenzrc--genannt. Insonderheit besteissigen sie sich die Sonn»und Monds »Finster»nisse auszurechnen, und ist der gemeine Mann dergestalt in sie betböret, daß erihnen nicht allein das ZantzeReligions»Wesi'n, sondern auch die Verwaltungetlicher Königreiche anvertrauet.
6. Die Kilpourez werden auch von etlichen unter die Zahl der L.IM2N5gerechnet, weil sie der 5eÄ von Samarath zugethan sind, mit welcher sie die Jndiani»Verwandlung der Seelen glauben. Infönderheic aber halten sie gantzlich scheReise-dafür, daß die Seelen der Menschen in die Leiber der Vögel fahren, welche Beschreibihren Freunden zu wissen thun, ob ihnen Gutes oder Bö'es wiederfahren solle? bung.Um dieser Ursach willen haben sie auf den Gesang und Flug der Vögel mit i.grossem Aberglauben gute Acht. Und weil die Indianer von Natur furcht» 2,11.sam sind, so nennen sie diejenigen R.^luZ5. welche das Hertz haben in den Kriegzuziehen , und werden von dem Vlogol zu hohen Staats»Bedienungen be»
fördert.
7. Die K-tl? oder essen von allerhand Thieren, ausgenommenvon einer Kuhe, oder Ochsen. Diese sind insgemein Kaussleute.
8. Die Lznisnz legen sich auf den Kauss»Handel und Gewerbe, und bc»fördern unter dem Nahmen , dasist,Wechstl»Herren, den Laufs des»selben, und pflegen an listigen Griffen denen Juden nichts nachzugeben. Sieleben von nichts anders als von Reiß, Milch»Svcise, Früchten, Krautern,eingemachten Sachen, und vom Brodt. Die Männer und Weiber badensich des Tages zweymahl, damit sie ihre Sünden aussuhnen mögen. Wennder Mann gestorben ist, und das Feuer seinen Leichnam verzehret, so ver»brennet sich das Weib des Lani-mz zugleich mit auf diesem Scheiter»Hauffen.Sie führen mit denen Lammen einerley Lebensart, erkennen sich aber inso weit geringer als sie, daher sie aus Ehrfurcht niemahls ihre Töchter hey»rathen.
?. Die ioAuc5 oder log»)? sind wie die Pilgram, oder hin und her wan»delnde Geistliche, welche von eiuem Königreiche in das andere ziehen, sind
S 2 aber