Druckschrift 
2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

i v» Des vierdtm Ruches O-p. v.

sls ein Verbothe hergegangen, welches in Ironien unsäglichen Schaden ae-thanhat. "

7. LbioNFON mit dem Zunahmen I'oxo^unt-lmz oder l'osczZunlamz, einSohn des Käysers Xonbotamu, hat von ^n.LKr. l6;,. bis 1650. regieret, daer ohne Kinder verstorben ist. Dieser Kayser hat das Christenthum in Ironienvöllig vertilget, , 6; 9. denen Portugiesen und allen Christlichen Kauffleu-then die Handlung aufff^yon verbotten. Der König in Spanien nbili^uz iv.suchte den Kayser durch eine Gesandschafft auf andere Gedancken zu bringen, eswurden aber denen Vornehmsten die Köpffe vor die Fusse geleget. Dem obnge-achtet haben sich die Hollander daselbst zu wlmmi-en gewust , doch durfften sienicht sagen, daß sie Christen seyen. Denn wenn sie von denen Kayierlichen Be-dienten in denen Hafen cxamimret wurden, wer sie waren ? so sagten sie, wirsind Hollander, und reine Christen-

8. AufihnfolgeteVzzne. welchervon^n. i6fo.an Kayser in ^snge»Wesen. Er wariein Anverwandter des vorigen Kaysers. Von der Zeit an ha-ben wir keine weitere Nachricht von denen nachfolgenden Kaysern in er-halten können.

9. Der Kayser von Ppo» traget einen Säbel mit einem dreyfachen silber-nen Klee-Blat; wie sie denn auch drey Klee-Blätter im schwartzen Felde zumWappen führen.

§. IO.

Zustand und Beschaffenheit in Japonien.

1.

^^Je Lusst dieser Znsuln ist sehr gesund, insgemein kalt, weil daselbst im-e^^/mcr Schnee auf denen Gcbürgen lieget. An vielen Orten sind auch war-me Waster-Brunnen anzutreffen. Das Erdreich ist nicht durchgehende frucht-bar, doch wird der Reißreichlich in dem Monath September gesthnirren , dasKorn aber in dem ^aju eingcerndet. Hicrinne gibt es viel Gold, Silber, Per-len, Elephanten, Kameele, aber wenig Horn-Vieh,z2. 2. Die Japoneser sind von ziemlich schönerLeibes-Grosse, mehrentheilsgeschickte und starcke Leute, dabey auch insgemein hochmürhig. Die Jungenlassen sich die Haare vornen, die Bürger und Baurcn in der Mitten, die vonAdel aber und vornehme Leute gantz hinweg scheeren, bis auf einen kleinenZopfs, den sie hinter dem Haupt herab hangen lassen. Ihre Kleider sind sehrprachtig, und tragen sie kurtze Röcke, deren Ermeln sehr weit sind. Diese Re-cke sind sehr zierlich von Gold und Silber gesticket,unter denen sie seidene Wam-ser tragen, welche sie mit einem Gürtel zugürten. Sie tragen insgemein zween