Don dem 'Papomschei! Zxäystrthmn. 10)
vorgestellet werden. Ein wenig weiter drunten stehen auf beyden Seiten einegrosse Menge Götzen, welche um ihre Haupter Strahlen von sich werffcn.
Der Altar dieses Bildes ist ein wenig von der Erden erhaben, und mitbrennenden Lampen,und mit vielenPilgernchieihrGebcth daselbst verrichten,undopssern, umgeben. Das Volck erweiset darinne seine 'Andacht, daß es sich seh?tieff neiget, und das Gebeth mitzur Erden gebücktem Angesichts verrichtet»
§. 6.
Von wvv.der itzigen HaupN Stadt desKäyserthums
Zaponien.
tT^Aesc grosse und prachtige Stadt tTvO ist die Haupt-Stadt in Hponlen, ,k^/unddes Käysers ttetiUen?. Sie ist am Ufer des Flusses l'unl^va . oder "loukan, nicht weit von dem Strande des grossen Meer-Busens, welchervonwegen der vielen Sand-Bäncke keinen tieffen Grund hat, gelegen; weßtvegenman dann nur mit kleinen Lnczuen anlanden kan. In diesem Meer-Busenwird einegrosse Menge Schollen, Aalen, Austern und dergleichen gefangem
Diese Stadt ist in viele Theile gerheilet, worunter die ansehnlichste die ge-gen Auffgang, und die gegen Mittag sind. Die Häuser sind nur von Leimengemachet, und mit Holtzwerck bedecket, damit keine Feuchtigkeit darzu kommenkönne.
Die grosse Herren haben daselbst sehr viel? und prachtig erbauete Palläste,mitvielen über die Massen schön ausgehauenen Thüren. Bis grosse wird jeder-zeit die Käyscrliche genennet , weil der Kapser durch diesclbige in den Pallasthineingegangen ist, nachdem er ausgebauet worden. Denn es ist in diesem Lan-de der Gebrauch, daß man die grosse Thür eines Hauses, dadurch der Kaysereinmahl eingegangen ist, Ehren halben verschliesset, damit sich niemand rühmenkönne, daß erderalcichcn Ehre wie der Kayser gehabt ha be.
Die Pallaste des Käysers, seiner Lsneubmen, und vieler ZaponischmKönigen sind meistentheils an dem höchsten Orte dieser Stadt gebauet, und sollvon des Käysers seinem im nachfolgenden §.j7. gedacht werden.^
Auf einer Seiten dieser Höhe ist ein lustiger Thurn,des Käysers Thurn ge-nannt , und untenan dem Berge ein Tempel zu sehen, welcher ihm gewidmetist. Dieser Tempel ist nicht allein sehr schön, sondern wird auch in so hohen Eh-ren gehalten, daßnur allein derKäyser, seine nächste Bluts-Fremwe, und derälcki.öun-e, oder Vornehmste unter ihren Priestern, hinein gehen darff.
Diese Stadt hat sehr viele Gassen , worunter die meisten hundert und«chtzig Klassiern lang sind. Insonderheit ist eine darinnen, welche beynahevier Frantzösische Meilen in die Länge bcgreiffet. In jederGasse gibt es sin ode?wchr l>rv7jÄM-Häuser, in welche bey Feuers-Brünsten die beste.Sachen, und
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