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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
99
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VStt dem Japsm'sthm Räyserthimw

nachdem aber derselbe durch seinen rebellischen Feld »Herrn des Reichs An. 5-?^'.5 so. entsttzet worden, und der neue Kayser die Stadt Vecio zu seinem Sitzenvehlet bar, ist sie istcht inebr in so grossem Ai'.sehen, obwohl über hunderttausend Häuser darinnen befindlich, welche alle von Zimmerwerck gemachet sind, /.damir sie nicht so starck durch die Erdbeben, welche daselbst sehr gemein sind, ^.70.mögen erschüttert werden. In dem innerlichen Kriege ist diese Stadt Anno 72. n1572. durch Feuer fast gartz verwüstet worden. <5?-,^//.

Diese Stadt ist von der Seiten gegen Occiclene durch die Berge vonvuboj-lmmz bedecket, und wird durch den blauen Fluß in zween, aber sehr um so-gleich« Theile, nemiich in die obere und untere Stadt getheilet. In demobern Theile hat der oder oberste Priester in Japon seinen Wohn»

Sitz in einem prächtigen Pallast, von welchem wir in folgendem 5. reden wol»im. In diesem Theile der Stadt hiaco giebt es eine sehr grosse Mengeprächtiger Gebäude, und sind die Bürgerhäuser, so nur eines Srockwerckshoch sind, mit köstlichem Haußrath ausstaffiret.

Zu der lincken Hand und gegen des v-mo Pallast über,is? ein wunder»schöner lustiger und sehr hoher Tburn zu sehen, welcher mit vergoldetem Blechgcdecket ist, welches in der Sonnen einen trefflichen Glantz von sich giebet.

Ein wenig hinnunter ist die Mauer zusehen, welche der Kayser va/tukama, alser kliaco erweitert, hat bauen lassen.

Unter vielen prachtigen Tempeln, so in diesem Theile der Stadt zu fin»den, gehet der Tempel vüburb, welcher viereckicht, und über alle Massenhoch auffqeführet ist, allen andern vor. Dieser wird §. 5. beschrieben.

Nicht weit von dem Thore, da man nach.fonstz-zu gehet, ist das Zoll»

Hauß, allwo der Zoll von allen ein »und ausgehenden Waaren für denKäy»ser erhoben wird. Zur lincken Hand dieses Zollhauses ist ein Tempel, des-sen Stütze, worauf derstlbige ruhet, drey»gespitzet ist, in welchem 565.»tzemBilder sind. Nabe bey dem Pallast des Kaiserlichen Stallmeisters hates einen Wach»Thuen, allwo Tag und Nacht zwey hundert Soldatenwachen.

Zu äusserst dieses Theiles gegen Auffgang,hat die Reuterey ihre Woh»nung, in deren Hof man vierzig tausend Mann in Schlacht»Ordnung stel-len kan.

Der untere Theil der Stadt ^llsco ist an die obere Stadt durch eineBrücke, welche von zween Thürnen bestrichen wird, gefüget, und erstrecketsich dieser Theil biß an ein Schloß, genannt. Die Häuser daselbst sindsehr enge in einander, und eines wie das andere gebauet, unten an einem Bergeaber ist des Kaysers isicaläms Pallast, welchen dieser Monarch jm Jahr 1 ;8<5.hat erbauen lassen.

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