in Gnaden, welcher dem Schall zwar seine Freyheit, und nach dessen Todeseine l'i-liclcmemStelle erhielte; allein dahin konnte er es lange Zeit nicht brin-gen, daß der Kayser das völlige Lxercirmm lleii^ionix in China erlaubet hätte.Kenn obwohl An. 1669. die vornehmsten Feinde derPtui-en und Christen in desKaystrs Ungnade fielen,und der Kayser selbst An. 1679. nach dem entsetzlichenErdbeben, welches am l7.5epc. in China geschahe, und über viermahl hunderttausend Seelen tödtetc, auch viele Städte verwüstete, auf bessere Gedanckenkam, st> wolte dennoch der Rath der Gebräuche die freye Übung der Christ»lichen Religion nicht verstatten, biß der ll.l'boma! ?crena An. ,688. ein Dc-cicr auswürckete, vermöge dessen denen lttitllonarien nicht nur der Auffenthaltin China verstattet, sondern auch zum wenigsten denen Auslandern undFrembden die freye Übung der Christlichen Religion verstattet wurde. Alsaber die vornehmen Chineser solches nicht respeötiren wollen, und darwiederin der Provintz Chekian die kttillonaiien verfolgeten, auch die Christen prügel-ten, so kam es vor dem i'ribunaii ttruum zum öffentlichen llcocek, darinneaber die ^illionarü eine wiedrige 5enrcntz erhielten, auch bey dem inbunalicüsoium schlechte Vertröstung hatten. Endlich steckten steh die l-imren hin-ter einige vornehme Staats-Rarhe, welche den Kayser beredeten, daß er An.169!. den 20. KDrcu in beyden Räthen, Lalaorum und llicuum ein Deccetabfassen liesse, welches er eigenhändig unterschriebe, und darinnen denen Cbri-fien die freye Religions-Ubung verstattete. Dem ohngeachtet hchen die Chri-sten von der Zeit an in China viel ausstehen nrüssen. Im Jahr 1704. wur-de derStreit zwischen denen sselunen und Dominicanern in China mir grosserHejftigkeit gcführet. Die ssetullen haben bißhero denen neubekehrten Christenzugelassen, daß ste bey der Christlichen Religion, auch den alten ?b,lolopbum(.unlucium. und ihre verstorbene Vorfahren ehren dürsten, damit ste mehrzum Christenthum bringen möchten, welches aber die Dominicaner niemahlsbilligen wollen, indem ste diese Neubekehrte nicht vor rechte Christen, so demvor Götzendiener psllllen lassen könnten. Beyde Theile berichteten die Sachean den Pabst, welcher jederzeit denen Dominicanern hierinne den größten Bey-fall gegeben. Weil nun der Kayser in China diese Unruhe vermerckerc, soliesse er die lttillionarien wissen, daß die streitende Christen ich entweder ver-gleichen , oder sein Reich meiden sollen. Da nun dieffs letztere dem Pabst zuRomsehrgffahrlichzu seyn schiene, so sendete er An. i-os. den L-^inA 7-".r.non als ^abstächen dluncium 2 Isccre in Lbinam, damit er die Strittigkeitenuntersuchen, und selbige beylegen, auch glaubwürdigen Bericht abstattenmöchte. Da aber dieffr denen Dominicanern beyzufallen schiene, so ward erauf Befehl des Kät/crs vonChina durch Anstistren dersseluiren zu KDcao mitbeleget, und hat dwinne An. 1711. am Heil.Wngst- Tage sein Lebenendigen müssen. Inzwischen ist An.-7-0. den ».vütobr.zu Rom einDccrcr
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u.v .