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reu Weibern, so mitemem Schleyer bedecket sind, befinden. Eine grosse An»zahl Priester müssen des Abgestorbenen Lob besingen.
6. Wenn? sie zu dem Grabe kommen sind, so verbrennen sie denen Tod --ten zu Ehren viel Stücke von Seidenem Zeuge und Papiere,woraus viele Scla»vinnen, Elephanten und Pferde abgebildet, ja gar Gold, Silber, und andereBequeinlichkeiten, welche er, wie sie sagen, in der andern Welt zugemessenhat. So bald das Grabgeöffnet worden, so werden um dasselbige viel Tischeherum gesetzet. Diese Tische sind mit allerley Speise und Getrancke besetzet,von welchen ein jeder nach seinem Belieben isset und trincket. Wenn sie nun ver»meinen, daß der Verstorbene auch gejattiget sey, so wird das übergebliebene,sammt denen Seidenen Zeugen, und vielen anderen Dingen mehr, in dasGrab geworffen, da mit sich der Todte deren auf seiner Reise in die andere Weltzu bedienen haben moae.
7. Nachdem das Grab zugescharret worden, so wird des VerstorbenenBildniß, sammt denen Lob »Sprüchen seines Lebens über etliche Säulen ge»machet.
8. Die Chineser spahren im geringsten nichts, was zu der Zierde ihrerGraber gehöret, und erwählen zudem Ende Oerter ausserhalb denen Städte»in denen Bergen, oder andern Höhen, für welche sie Thuren und Treppen, ma»chen , und ihnen vor allen Dingen angelegen seyn lassen, in diese Graber einekleine Capelle zubauen, Darein sie des Verstorbenen Sarg mit seinem Bild»nisse setzen. Sie gehen hernach alle Aahre zu denen Gräbern, und begehen mitweinen und klagen, essen und trincken, das Gedächtniß der Verstorbenen, inMeinung, daß sie selbige damit sehr verehreten.
§. I!.
Von dem Zustande und Beschaffenheit des Kayser-thums China, und dessen Einwohnern.
i.
A^Eil das Käyserthum China ein sehr weitläufftiges Land ist, so ändert ^>V^)sich die Eigenschafft der Gelegenheit der Lander, welche unterschiedeneci-maca haben. Denn in dem mitternachtlichen Theile ist die Lusst viel kälter,und der Erd»Boden nicht so fruchtbar, alsmitten in dem Käyserthum, allwo ^ zsichalles in einem angenehmen Temperament befindet, und das Feld überflüssigKörnend Früchte träget. Es ist aber nichts lieblichers noch fruchtbringender«?,als de Land gegen Mittag, weil das gantzeJahr hindurch darinnen nichts alslauter Blüthe und Früchte zu sehen, welche nicht nur überaus schön sind, sondern
auch