Von dem Aäyserthum Chma.
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Knopfs hat. Diese Kta-Warinen find mit einem langen seidenen Rocke, derunten mit Gold und Silber verbremet ist, bekleidet, und mit einem vergoldetenGürtel, der mit köstlichen Edelgesteinen besetzet ist, umgurtet. An statt derSchuhe tragen sse göldeneHalb-Stiefeln. Diese Kleidung ist aufder xx.vorgestellet. Nachdem der Kayser diese l-oiciss zu xwnüarinz gemachet hat, sogibt er ihnen gemeiniglich die Verwaltung über eine Provintz seines Kayser-thums, doch nicht in dem Lande, worinne sie gebohren sind, und pflegen sie ins-gemein zu ihrem Auffenthalt einen herrlichen Pallast zu haben. In dem vor-nehmsten Saal dieses Pallastes sicher des Kaysers Bildniß an einem hocherha-benenOrte, vorwelchcmder xlancjzrin jederzeitaufdie Knie niederfallet, undei>:e tieffe keveren- machet, ehe er sich aufden Gerichts-Stuhl setzet, oder sonsteine wichtige Sache vornimmet. Das Volck halt diese Herren in so hohen Eh-ren, daß es mit ihnen niemahls als kniend, oder durch Bitt-Schrifft redet, undwenn einer von diesen XlanciAiwen aufder Gasse gehet, so weichet ihnen jeder-man aus, um ihnen Platz zu machen, weil sie sich durch die und Weißheit
vor andern tignsliküet.
4. Als der Russische Gesandte, Herr Z des An. ?6?).in China gewesen,hat er des Kaysers Leib-Wache mit rothem Cattun gekleidergesehcn. Auf demCattun waren rothe Schissgen gedrucket, wie ein Reichs-Thaler groß. AufdemHaupte hatte«: sie ein klein Hüthgen mit einem gelben Feder-Busch gezieret, unddas ist des Kaysers in China Liberey. Sie waren auch mit Hau-Degen anderSeite bewaffnet, hatten schöneLantzen mit darangesteckten Fahnen, und warmbis an den Kayserlichen Thron pukuet.
§. IO.
BondenKhinesischenKäysern, und Königen, wie auchvonder gemeinen Leuten Begräbniß.
l.
^»He die Tartarn in China eingebrockten, und sich darinne veste gesetzet ha-51^ Zü>»<ben, sind die meisten Kaystr und Könige in einem kleinen Berge bey derStadt i^znici n^ zur Erden bestattet worden.
2. Dieser Berg war mit einem von Fichten-Baumen besetztenWald um-geben. In dessen Mitte lvar eine grosse Ebene zu sehen. Von einem daselbsterbaueten berühmten Tempel haben sie den Berg k^wmxi genennet. Weil mmdie Tartarn sich eingebildet, daßsiebey dem Leichnam dieser Kayser undKöni-c'^?»ge grosse verborgene Schatze finden würden, so hüben sie das Erdreich diesesBerges dergestalt durchwühlet, daß sie denselbigen fast gantz abgetragen und ;».zu einer Ebene gemachet.Es ist aber ihr Suchen umsonst und vergebens gewesen, 1; x,und hat ihnen zu nichts anders gedicnet, als daß sie vor verwegene und verfluch-te Leute sind gehalten worden. Man siehet daselbst auf dieser Ebene noch viele 47.
L 5 Tempel