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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
83
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von dem Räyserchum Chltta.

8;

Kzmoi,. welcher über den mittäglichen Theil von China damahls zu gebiethenhatte, zu Eingang des Jahres -676. zu ihnen, so daß es schiene, alswennsiemit einer so grossen Macht die Tartarn leicht aus dem Lande treiben könten. Esgeriethe aber hernach die gantze Sache ins Stecken. Denn erstlich war zwischendenen Chinesen kein gutes Vernehmen, und zum andern, so konten sich die dreykeguluncht vergleichen, weil ein jeder das gemeine Beste hindan setzte, und nurdabin trachtete, wie er sein Land vermehren und erweitern möchte. Da nun ei-ner den andern hieran hinderte, sowarderKönig von mitten der erste, welchermit dem Kayser Ni Friede machte, und also sein Land auf seine Nachkom-men zu behaupten vermeinete, ward aber bald darauf getödtet. Diesem Lxempelsslgete der König von Xsnion, welcher die Parthey des 5zn (Zuel um keinerandern Ursiich halber angenommen hatte, als daß er seinen Schatz, und sein Landbehalten möchte, welche aber kurtz darauf beyde in des Kayscrs Hände kamen.

Aenn ob er schon än. 1677. ein Königliches 'Gast-Mahl anstellete , worauf sichalle vornehme Herren seines Gebiethes einfanden, denen er ohn einiges anderesWort-Sprechui die Haare abschneiden liesse, auch sie nach Art der Tartarnkleidete; so wolte doch der Kayser diesem Könige nicht trauen, sondern machteeine solche Verfassung gegen alle kegulox. daß sie entweder nach des KäysersWillen leben, oder das Land räumen müssen. Da nun der alte n 5an (chei vonscinenBundes-Genossen verlassen wurde,und keine fernere ^Illan? zu hoffen war,sahe er sich genöthiget üekenstve zu gehen, ober schon die Provintzen undKliguzn in seiner Gewalt hatte, in welchen die Chineser damahls noch etwasweniges von ihrer vorigen Hoheit übrig behielten. Nach seinem Tode ^n. ,68!.ist endlich das gantze Käyserthum China in des Kaysers Bothmassigkeitund in Ruhe kommen.

än. l68:.und l685.reisete dieser Käyser in sein Vaterland, dieOrientalische Tartarey, worinne er von denen Tartarn mit tau'end FreudenbcwMommet wurde. Er liesse sich jedesmahl von mehr als siebmzig tausendguten Soldaten begleiten, und hatte die Ehre, daß sich über 40. Könige undFürsten der Ostlichen und Occidentalischen Tartarey als vollen aufführeten.

Seine Gestalt ist aufder xix. kizur zu bewachtem, wie er in seinerJugend aus 5^«" lgesehen. Zu seinem Nachfolger ist der andere Printz»0^blQ-^l.'i'5e, derlSy^.gebohren worden, crklähret, welchen er mit grosser Sorgfalt aufer-ziehen lassen. Dieser grosse klonzrcbe hat in seinem prächtigen Pallaste einezahlreiche vllzllnrbegue angeleget, welche noch taglich mit den raresten Büchern,welche in seinem weitlauffrigen Reiche zu finden sind, vermehret wird. An demKayserlichenHofe werden die Tartarische und Chinesische Sprachen geredet,undgeschrieben; doch ist die erste fast gewöhnlicher, weil sie kürtzer, und ehender zuerlernen ist. Die Nachrichten der Reisenden, Gesandten und Xtiüionariorumstimmen darinnen miteinander überein, daß der jetztregierende Kayser von

L t China,