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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
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§2 Dos vl'crdnn Buchs Oap. III.

seinen Sohn - ttl, welcher damahls nur acht Jahr alt war, als derVater mit Tode abgieng. Als nun der Kayser sterben wolte, so befahl er,daß die Mutter und Groß-Mutter dieses zarten Printzens, für dessen löblicheAufferziehung gebührende Sorge tragen möchten, biß er seine mannbareJahre erreichet hatte. Das Kayserthum sollte durch vier Klznäzrmz oderTartarische grosse Herren verwaltet werden. >

Dieser Kayser nennete sich damahls »oci. nachdem er aber auf denThron gestiegen, hat er sich Vuncbi oder Oam. n, nennen lassen, welchesi ?. Wort auch etliche L-ng - ttl schreiben, indem es so viel als bestandige Ruheoder der Friedfertige bedeuten solle. Er ist An. 1654. gebohren, und An.1667.Kayser von Ehina und der grossen Tartare» worden. Er liesse alsobald77«,«». in seiner Jugend alle Eigeuschafften und V'tt"äten mercken , welche von ei»ncm Printzen, Vereinen so herrlichen Thron beherrschen, und sogar weitlauff»tige Lander regieren soll, erfordert werden. In wahrender seiner Vormund«schafft wurden die Christen in China sehr hart verfolget, indem An. 1664. einblinderHeyde Vaw.^izm-Hen sich einen grossen A Hang machte,und den ab»scheulichen Entschluß sassete, die Christliche Religion in China zu tilgen, unddie Kirchen niederzureissen, dergleichen An. ,6is. auchLbinlrlo, ein vorneh-mer Hoff-Bedienter, unternommen hatte. Durch seine vielfaltige Verlaumb-dung ward endlich der tt. Abraham Schall, ?lTliclel>r in dem Loile^ic» dermzrbcm»rischcn Wissenschafften, in Ketten und Banden geleget, und zumTode verurtheilet, aber An. --56s. wieder in Freyheit gesetzet, daß er auf sei»nem Bette sterben konnte. Anno 1666. trat der Kayser selbst die Regierungan, der?-beiclinznclu-> Verbiet! kam durch seine behutsame Auffführung undGelehrsamkeit bey dem Kayser An. >669. in solche Hochachtung, daß er ihnzum prTliclenren in dem maibemzrischen Oollegio machte, und aufseineVo»stellungcn denen Christen sonderbare -Freyheiren erlaubete. Sonst regieretedieser Kaystr in China mit guter Ruhe b ß in das Jahr -674. Da der ob»gedachte II 5-m (^>ei oder llxangue, welcher dreyssig Jahre vorher die Tar-farn in das Kayserthum China gefnhret, sich deßwegen empörete, und einenAuffkaid machte, weil ihn der Käufer nach Hoffenden lassen, an welchemer sich keines guten r-iÄsments versähe. Hierbei) behertzigte er die Verwü-stung seines Vaterlandes, und liesse grosse Reue mercken, daß er die Tartarnin das Land geruffen. Er na hm den Tituk eines Königes von an, des

vesten Entschlusses die Gelegenheit zu suchen, wie er das Joch wieder von sichwerffen möchte. Endlich liesse er sich die Haare auf der Chineser Weile wie-der wachsen, und erklarete sich wieder die Tartarn, bemächtigte sich auch mitseinen Trouppen innerhalb kurtzer Zeit 4. grosser Provintzien gegenund brachte den König von knicicn. dessen Lande an dem Strande des Mee-res gegen Orient liegen, auf seine Seiten. Angleichen fliesse der König von

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