Druckschrift 
2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

Von den, alte»! und f yl'gen Asta ittsgemsitt. l r

und dergleichen. Sonst werden hoch geachtet die Diamanten von Narssnggund e»!con^z, die Rubinen von Pegu, der Pfeffer und Ingber von Mala-bar, Seiden und Wolle von ben^la, die Negelein aus denen Moluckischen -Jnsuln, die Muscaten-Nüsse aus Banda, das Sandel-Holtz von Timor,das Gold aus 5umzrra, der Balsam und Specereyen aus Arabien, der Zim-met von Legion, die cocoz» Nüsse aus denen Maldivischen Jnsuln^ derKampffer aus barneo. der i'bäe aus Japonien. Es sind auch in Asta vielMarmor-Alabaster-Agathen-Iaspis-und Porphyr-Brüche vorhanden.

X. Die vornehmsten Länder und Jnsuln in dem heutigen Asta sind:i.) Die grosse Tarearey, lsr. l'-ursriz worinnen vor Zeiten

das Land 5enca, Scythien und ein Stück von Sarmatien, unter der Herr-schafft vieler Fürsten, so sich Chanen oder Könige haben nennen lassen, gele-gen gewesen.

il.) China, welche vor Alters 5imrum kieZw ist genennet worden, hateine lange Zeit seine eigene Könige gehabt, anitzo aber ist es der Herrschafftder Tartarn unterworffen. Dabey liegen dieIaponische-und die Diebes-Jnsuln.

III.) Ostindien, l-r. Inclia OrienrzilZ, ist unter vieler Fürsten Ge-biethe , davon sich der vornehmste den Titul KWZoi giebet. Dieses Indienwird zum Unterscheid ^meric-, welches West-Indien Heisset, Ost-Indiengenennet, weil es uns Europaern gegen Osten oder Morgen lieget.

iv.) Die Asiatische Jnsuln, lar. uckul-e auf dem Indiani-

schen Nleere.

V.) Das Königreich perston, lar. Imperium perstcum, zwischen demEuphrat und Flusse luciux, welches den grössesten Theil der Königreiche der al-ten Perser und Parther in sich begreiffet, ist unter der Herrschafft eines Königes.

vi.) Arabien hat seine alten Nahmen behalten, und gehöret theils demTürckischen Groß-Sultan, theils aber etlichen Fürsten des Landes zu, welchezum Theil vollen des Türckischen Kaysers, zum Theil vollen des KönigesinPerstenstnd.

VII.) Die Türckey in Asta, lsc.'I'arciz Astacics, oder Asta l 'urcics, aufbeyden Seiten des Euphrats.

vm.) Bey dieser Asiatischen Türckey lieget ein Theü von denen I»t-ssuln des ^rcbipel-Zi > die Instck Rhodiö und Cypern.

Sonst pflegen die heurigen QeoZrzpbi Asien in s. Haupt-Theile zu thei-len , nemlich in das Türckische Gebiethe, Perssen, Ost-Indien, die grosse Tar-tarey, China, und die Asiatische Jnsuln. Wir bleiben aber nicht ohne Ursachbey derjenigen Ordnung, welche der Herr Waller beliebet hat.

xi. Die Asiatische Oölcker sind zum Theil sehr wollüstig, faul, zärt-lich und leichtsinnig, zum Theil auch scharffsinnig und tapffer, aber doch denen

B 5 Euro-