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Ehe wir in der Geschichte weiter schreiten, müssen wir nocheinen Rückblick auf die Besitzungen, Wappen und Stand der Burg-grafen von Rh eineck thun. Die eigentliche Burggrafschaft warnur klein, ihre Grenzen finden sich in einer später anzuführendenBelehnung des Kurfürsten Salentin angegeben; sie wurden indeßnur von Flurmarken, deren Namen fetzt größtentheils verschwunden,gebildet. Längs des Rheines gehörte nur der Berg dazu, auf dessennördlicher Spitze die Burg liegt; das Rh ein eck er Thal bildetenach Norden, das heute noch so genannte Lammerthal, bei Brohl,gegen Süden die Grenze, und etwa auf ^/z des WegcS, welcherdurch letzteres Thal hinaufführt, findet sich die Grenze, welche daszu Rhein eck gehörige Territorium fast parallel mit dem Rheinevon dem Gemcindebanne des Dorfes Lützingen scheidet. In diesemDistricte lagen auf dem rechten Ufer des Vingstbaches — das linkeUfer gehörte zur Herrschaft Breisich — nur einige wenige Häuseram Fuße des Schloßberges, Dahl Nheineck genannt, welche fastsämmtlich dem Burgherrn gehörten und größtentheils von Judenbewohnt waren. Die Unterthanen waren Leibeigene und daher zumanchen Frohnden verpflichtet, als da waren: den Weinberg zuschneiden, — wofür sie indeß zwei Mahlzeiten und jedesmal zweiQuart Wein erhielten; den Berg zu sticken, wofür sie dasselbebekamen. Die Weiber waren schuldig den Weinberg zu bindenund zu lauben, wofür sie vier Mahlzeiten und jedesmal vier QuartWein erhielten. Hielt der Burgherr den Zielochsen, mußte Jederdafür einen Tag graben, einen Tag Heu aufmachen und imNothfalle wachen. Das Burghaus hatte dagegen die Verpflich-tung am geschwornen Montage (dem Montage nach h. 3 Königen)den Weibern volle Mahlzeit zu geben und ihnen mitzugeben: einenSchweinskopf neben einem Brod; zu Ostern von einem Kalb,für 12 Albus Weck, 24 Eier und 2 Quart Wein.
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