28
am Christtage des Jahres 1381 erstach er, durch Worte gereizt,den Ritter Rollmann von Sinzig in Gegenwart des ErzbischofsFriedrich. Dieser ließ ihn am folgenden Tage daselbst enthaupten').Heinrich IV. Heinrich von Rh ein eck war im Jahre 1377mit einem bloßen Bnrglehen zu NHeineck belehnt worden, welchesan das Erzstift zurückfallen sollte, sobald er auf irgend eine Artdie Bnrggrafschaft erhalten würde, und erscheint daher auch vordem Tode seines Bruders einfach als Heinrich von Rh ein eck.Als solcher hatte er am 2. Juli 1380 dem Könige Wenceslausals Herzoge von Luxemburg das Gut zu Lützingen gegen300 fl. zu Lehen übertragen'). Er wurde nun 1382 vom CrzbischofcFriedrich mit der Burggrafschaft belehnt'). Als Burggraf lieferteer die erste Beschreibung seiner Lehen mit Angabe der betreffendenLehnsherren, eine Aufstellung sämmtlicher Güter und Gerechtsameu. s. w. Diese Zusammenstellung bildet das sogenannte „rothe Buch,"welches in später» Zeiten stets einen sichern Anhaltspunkt gewährte.Nach demselben hatte Heinrich vom Erzstifte Köln die BurgRheineck, vom Erzstifte Trier den dritten Theil am Wcinzehntenzu Andernach, zwei Weingärten zu Breisich und das CastrumBrohl bei Breisich mit dem Graben darum, von der Dom-propstei zu Bamberg ein Gut zu Winningen und den Zehnten,das Hofgcding und den Kirchcnsatz zu Urmitz, von dem Hcrzog-thume Jülich die Hälfte der Vogtei zu Brei sich, von der Graf-schaft Sayn eine Weinrente aus der Beede zu (Rhein-) Brohl,von der Grafschaft Katzenelnbogen ein Achtel außerhalb Olbrück,vom Herzogthume Luxemburg ein Gut zu Lützingen u. s. w.zu Lehen. Dann Allodien zu Lützingen, Kell, Andernach,Leudesdorf, Ober- und Niedermendig, Breisich, Re-magen u. v. A. Endlich Renten und Zinsen zu Brei sich,Lützingen, Ober- und Niedermendig, Thür, Bolkeöfeld,Brohl u. s. f.
Die Crvnica van der hitligcr Etat Cvellen, llgg. p. 281. l'nsli I.im-
piirxenses. Ausg. v. 1720. x. K8.
-) Nertkolet, Ilistoire cke kuxemkourg VII. p. L53.
2) KiinIIier, III. i>. 841.