Druckschrift 
Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

von RavenSberg.

65

Den Brief des Grafen Bernhard hierüber haben wir nicht, wohl X. (lXVM.aber die Gegenvcrschreibung des Landgrafen Ludwig, wodurch er sich aufden Fall der künftigen Erbfolge verbindlich gemacht hat, alle Schulden zubezahlen, alle Pfandschaften einzulösen, alle Rechte und Freiheiten derGrafschaft und ihrer Zugehörigen zu halten und zu bewahren; seinerMutter Schwestern, Sophia von Brockhausen und Hedwig von Schwe-den, wie auch die verwittibte Gräfin Margareth von RavcnSberg beimGenusse der ihnen zur Leibzucht eingeräumten Güter lebenslang zulassen und zu schüzen u. s. w. Bei allem dem hatte sich Graf Bernharddas Recht mir der Grafschaft nach freiem Belieben zu schalten und zuwalten, solche zu versezen, verkaufeil oder zu verschenken, ausdrückelich vorbehalten, wie Landgraf Ludwig selbst gestehet. Daß und wieer sich dessen hernach bedienet habe, können wir aus der Folge wahr-nehmen.

§.

Unter den übrigen uns bekannten Handlungen des Grafen Bern-hard zeichnet sich der gleich anfangs seiner Regierung mit dem Bischöfe X. LV.voil Münster errichtete Vertrag aus, kraft dessen er sich zu einemBurgmanne des HochstifteS in Stromberg aufnehmen lies, und dage-gen die Versicherung erhielt, daß man ihn bei seinem Rechte in allenDingen schüzen und handhaben werde. Von dem Grafen Otto vonRilberg erkaufte er gewisse eigene Leute in dem Gebirge voll Orling- X. CVM.Hausen, einem nunmehr zur Grafschaft Lippe gehörigen Amrsorte,und was von ihnen jenseit dieses Gebirges zu finden war, um 16 MarkOsnabrncker und 9 Mark Herforder oder Bitfelder Pfenninge.

Mit dem Bischöfe Ludwig von Minden lies sich Bernhard den 26Windmonat 1334 in ein Schnz-und Truzbindnis auf vier Zare ein cxiil.

I gegen