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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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Geschichte der'Grafen

der Grafschaft das wichtigste Geschäft in seiner Regierung gewesen seynmag. Er hatte Bruders-uno Schwesterkinder, jene weiblichen unddiese männlichen Geschlechtes. Bernhard selbst war zweifelhaft, wel-chen von beiden der Vorzug gebühre, bis endlich die jüngere Tochterseines verstorbenen Bruders, als die ihr Recht noch nicht vergebennoch verzogen hatte, über alle ihre Geschwisterkinder die Oberhandbehielt. Die an den Landgrafen Otto von Hessen vermälte Schwe-ster Adelheid (Siehe Z. XXXVIII.) hatte mehrere Söhne, und un-ter solchen Heinrich II, der Eiserne zugenannt, und Ludwig I geboh-ren, wovon der leztere unserm Grafen Bernhard vorzüglich lieb gewe-sen muß. Denn schon im Iare izay, des andern Tages nach St.Gregorius, gab Bernhard dem Landgrafen Heinrich eine schriftlicheVersicherung, daß er mit seinem jüngern Bruder Ludwig keinen ihmnachteiligen Vergleich eingegangen habe e), ein offenbarer Beweis,daß der altere Bruder über den jüngern wegen der ihm etwan zugedachtenRavensbergischen Erbschaft schon damals eifersüchtig gewesen seyn müs-se. Was damals, noch bei Lebzeiten der Landgräfin Adelheid, unsersdl. ciX. Grafen Schwester, welche vermög einer Urkunde vom 6 HornungiZZZ mit ihrem verstorbenen Gemale, seinen und ihren Voreltern, indie Gemeinschaft des Gebets und der guten Werke der weiblichen zwischenMünden und Göttingen gelegenen Abtei Mariengarten aufgenommenworden ist, nur in Worten bestanden seyn mag, das ist hernach, ge-gen die dem Landgrafen Heinrich erteilte Versicherung, im Iare izzZschriftlich verfasset worden.

Den

e) Dieses belehrte mich der so würdige als gelehrte Herr Regierungsrath Schnnn»ke durch ein Schreiben von Kassel den 29 März 1777.