58
Geschichte der Grafen
zum Nachteile des Hochstiftes niemals zu gebrauchen. Zn der hierüberausgestellten Verschreibung wird Bernhard als Domprobst von Osna-brück seinem ältern in der Grafschaft regierenden Bruder Otto vorge-sezet; welches jedoch im folgenden Zare nicht beobachtet worden ist,U. XLI. da beide zusammen ihrem Edelknechte und Burgmanne zu Reckenberg,Heinrich Top, ein zu dem Amte Widenbruk gehöriges Haus und Gü-ter in Holte versezet haben. Auch verpfändete Otto im nämlichenZare izao mit Einwilligung seines gedachten jüngern Bruders undseiner Gemalin Margarets», dem Ritter Johann genannt Vinke,seinem Burgmanne auf dem Schlosse Ravensberg, ein Haus zu Alden-dorpe»
Eine dem Ansehen nach sehr stattliche Erwerbung für die Graf-schaft Ravensberg geschahe im Zare izs: , da Graf Günther vonSchwalenberg mit seiner Gemalin Mechtild und seinen beiden Söhnen,Adolfnnd Walrab, ausbringenden Ursachen, alle seine Mannschaft,X.,XL°. Lehen-und Dienstleute, an unsern Grafen Otto und seine Erben, ver-kauft und abgetretten hat. Hierunter wäret» auch die von andern Lc-henhöfen ihm verliehene Vasallen und Dienstmänner begriffen; wes-wegen Graf Günther unter andern den beiden Bischöfen von PadcrbornX. X(üII. und Hildesheim solche das folgende Zar mit der Bedingnis und Bitte,den Grafen von Ravensberg, seinen Anverwandten, damit zu beleh-nen, schriftlich aufgegeben hat. So erweislich dieses aus Urkundenist, so verdächtig ist uns bei allem dem der ganze Kauf, da weder derKaufschilling benamset, noch in der Folge ein Merkmal des erkauftenwahrzunehmen ist. Weit gewisser ist der im Zare iZZo erfolgte Ver-kauf der ganzen Grafschaft Schwalenberg an das Hochstift Paderborn,als welches solche in Gemeinschaft der Grafen von der Lippe bis auf denheutigen Tag besizet. Der gelehrte Gmpen zu Hannover hat eine be-sondere.