von Ravensberg.
Z. XXXVIII.
Daß seine Gemalin Apdewig oder Hedwig geheisen, und eineTochter Simons Herrn von der Lippe gewesen sey, beweisen unsereUrkunden ganz deutlich. Aus Mangel derselben hat Zoh. FriedrichFalke k) diese Hadewig zu einer gebornen Gräfin von Ritberg gemacht,eine abermalige Anzeige, wie unsicher genealogische Muthmasungeuseien. Aie hat mit ihrem Gemale über zwanzig Zare in einer geseg-neten Ehe gelebet. Denn wir finden sie in seiner Gemeinschaft vomZare 1270 bis i2yz, und zwar als eine Mutter von wenigstens vierSöhnen und eben so viel Töchtern. ,
Die zwo ältesten Töchter, Sophia und Adelheid, sind schon beider oberwähnten (Z. XXXII) Handlung ihrer^ Eltern mit dem KlosterNulle im Zare 1285 gegenwärtig gewesen. Erstere ward nachgehendsan einen Grafen Hildebrand von Brockhausen, die andere aber an denLandgrafen Otto I von Hessen vermalet. Graf Hildebrand von Brock-hausen empfieng im Zare igo6 für sich, seine Gemalin Sophia, undfür seine zwei Kinder, Orten und Hadwig (beide trugen die Namenihrer Ravensbergischen Groseltern) verschiedene Lehengüter von demHochstifte Minden F). Als hernach im I. 1324 der Bischof Ludwigvon Minden, ein gebohrner Herzog von Lüneburg, mit der Gräfin Zr»mengard von Hoya ein Bündnis auf drei Iare eingieng, durch welcheser sie gegen alle ihre Feinde zu schüzen sich verbindlich machte, so wur-den jedoch die beiden verschwägerten Grafen von Ravensberg und vonBrocehausen hievon ausgenommen 1i). Die Sophia war noch im Zare
G izzZ
k) pkA. Z27.
Mindische Geschichte s Theil S. 6 u. f.K) Eben daselbst S. iz»